Silverstone: Leclerc gewinnt, Antonellis WM-Vorsprung schmilzt
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Silverstone: Leclerc gewinnt, Antonellis WM-Vorsprung schmilzt

Kimi Antonelli, WM-Führender, fiel beim Grand Prix von Großbritannien durch ein gebrochenes Radschild auf Platz 16. Charles Leclerc gewann für Ferrari. Antonellis Vorsprung schmolz von 40 auf 25 Punkte.

7. Juli 2026, 2:43 Uhr 570 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Ein Radschild ist ein Plastikteil. Es bricht normalerweise nicht. Am Sonntag in Silverstone brach es am Auto des WM-Führers in Runde 41. Am Ende lag Kimi Antonelli auf Platz 16 außerhalb der Punkte, sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft war von 40 auf 25 Punkte geschrumpft.

Runde 1 bis 40: Antonelli vorne, dann fallend

Kimi Antonelli startete von der Pole-Position und führte das Rennen zunächst an. In Runde 25 boxte Ferrari mit Leclerc; Antonelli blieb zehn Runden länger draußen, lag danach 7,5 Sekunden hinter dem Führenden, näherte sich aber schnell auf unter drei Sekunden an. Dann, in Runde 41, fuhr er über den Randstein an der Hochgeschwindigkeitskurve Copse. Das linke Vorderradschild brach. Antonelli spürte es sofort: Ich habe den Randstein in jeder Runde getroffen. In dieser Runde vielleicht sogar weniger als sonst. Und ich spürte sofort, dass etwas gebrochen war.

Was folgte, war eine Abwärtsspirale. Zweimal an die Box, ein Wechsel ohne Wirkung. Dazu vier Sanktionen wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung und eine Fünf-Sekunden-Strafe. Antonelli schloss das Rennen auf Platz 16 ab, ohne Punkte. Er hatte von der Pole-Position keinen einzigen WM-Zähler geholt.

Runde 48: Verstappens Heckflügel bricht in Stowe

Max Verstappen schied in Runde 48 aus. Er führte den Unfall auf einen Defekt am Heckflügel zurück: Der Flügel schließt sich, aber er ist minimal offen. Man verliert dadurch viel Anpressdruck am Heck. Verstappen verlor die Kontrolle in der schnellen Stowe-Kurve. Sein Abflug löste ein Safety-Car aus, das bis zum Rennende aktiv blieb.

Verstappen liegt in der WM mit 76 Punkten auf Rang sieben. Für Red Bull, das nach dem Dominanzjahrzehnt von 2021 bis 2024 mit dem neuen technischen Reglement von 2026 zu kämpfen hat, war Silverstone ein weiterer Tag ohne nennenswerte Punkte.

Leclercs Sieg und der Softwarefehler

Charles Leclerc gewann das Rennen vor George Russell (Mercedes, +0,4 Sekunden) und Lewis Hamilton (Ferrari, +0,7 Sekunden). Es war Ferraris zweiter Sieg der Saison und ein Doppelpodium für die Scuderia. Lewis Hamilton, der 2025 von Mercedes zu Ferrari gewechselt war, hatte zuvor eine Fünf-Sekunden-Strafe für eine frühzeitige Bewegung beim Start kassiert, die ihn von Platz zwei auf Platz drei zurückwarf.

Das Rennen endete unter Safety-Car. Auf der vorletzten Runde hatten die Rennleiter einen Neustart angekündigt, zogen die Ankündigung dann aber zurück. Begründung: ein Softwarefehler. Was genau scheiterte, erläuterten die Offiziellen nicht. Das Publikum in Silverstone, das auf einen Schlussspurt gewartet hatte, erlebte stattdessen ein Rennen, das hinter dem Safety-Car auslief.

WM-Bild nach neun von 22 Rennen

Die Fahrerweltmeisterschaft hatte nach acht Rennen klare Konturen: Antonelli vorne, Russell dahinter, Hamilton auf Rang drei. Nach Silverstone haben sich die Abstände stark verändert. Antonellis Vorsprung auf Russell beträgt noch 25 Punkte (179 zu 154). Hamilton liegt bei 147 Punkten, nur sieben hinter Russell und 32 hinter Antonelli. Die gesamte Spitze ist innerhalb von 32 Punkten zusammengerückt.

Kimi Antonelli, 19 Jahre alt und in seinem zweiten Formel-1-Jahr, hatte die Saison mit konstanten Ergebnissen dominiert. Silverstone ist sein erstes Nullrennen seit Runde zwei. Die Frage, ob er unter wachsendem Druck fehlerfrei bleibt, ist damit gestellt. Mit 13 verbleibenden Rennen und maximal 325 noch zu vergebenden Punkten bleibt die Meisterschaft rechnerisch offen: Russells und Hamiltons Gelegenheit liegt in einem einzigen schlechten Wochenende Antonellis.

Die Konstrukteurswertung spiegelt die Teamstärken: Mercedes führt mit 333 Punkten vor Ferrari (255), McLaren (179) und Red Bull (128). Ferrari hat das neue Reglement besser verstanden als Red Bull; Leclercs zweiter Saisonsieg bestätigt das. Nächste Station der Weltmeisterschaft ist der Grand Prix von Ungarn am 26. Juli.

Quellen (7)

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