Nintendo erwägt OLED-Revision der Switch 2 für 2028
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Nintendo erwägt OLED-Revision der Switch 2 für 2028

Samsung Display drängt Nintendo zu einer OLED-Revision der Switch 2. Laut einem Bericht aus Südkorea könnte die Entwicklung noch 2026 starten, Verkaufsstart wäre frühestens 2028. Der Plan hängt an einer Frage: Kann Nintendo den Preis halten?

14. Juli 2026, 10:42 Uhr 648 Wörter · 4 Min. Lesezeit

Die südkoreanische Fachpublikation ZDNet Korea berichtete am 13. Juli 2026, Samsung Display dränge Nintendo zu einer OLED-Revision der Switch 2. Laut diesem Bericht arbeitet Samsung aktiv daran, OLED-Panels für ein überarbeitetes Modell der Switch 2 zu liefern. Wenn Nintendo grünes Licht gibt, könnte die Produktentwicklung noch Ende 2026 beginnen, Massenproduktion wäre frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 möglich. Weder Nintendo noch Samsung haben sich dazu geäußert: Das Vorhaben bleibt vorerst Industriespekulation, angetrieben von einer Seite, die an dem Auftrag verdienen will.

Was der Korea-Bericht besagt

Samsung Display belieferte bereits die erste Switch OLED aus dem Jahr 2021 mit Panels. Laut ZDNet Korea versucht Samsung, denselben Auftrag für eine Revision der Switch 2 zu sichern. Das geplante Display hätte eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln als starres OLED-Panel. Das ist dieselbe Pixelzahl wie das aktuelle LCD-Display der Switch 2, die beim Launch im Juni 2025 mit 7,9 Zoll und 1080p bei 120 Hertz erschien.

Der Bericht des koreanischen Technikmediums stützt sich auf Branchenquellen, die nicht namentlich genannt werden. Ob Nintendo das Projekt tatsächlich in Auftrag gibt, ist ausdrücklich offen. ZDNet Korea schreibt, die Produktentwicklung könnte beginnen, "wenn die Entscheidung fällt". Eine Formulierung, die deutlich macht, dass noch keine Entscheidung gefallen ist.

1080p bleibt, das Display wechselt

Der wesentliche Punkt, der in ersten Berichten untergeht: Eine OLED-Revision der Switch 2 wäre kein Auflösungs-Upgrade. Die Switch 2 hat bereits 1080p im Handhelds-Modus. Das geplante OLED-Panel würde denselben Pixelwert bieten, lediglich mit anderer Technik.

OLED-Displays leuchten jeden Pixel einzeln aus und schalten ihn bei Schwarz vollständig ab. LCD-Panels nutzen eine permanente Hintergrundbeleuchtung. Das Ergebnis: OLED liefert tieferes Schwarz, höhere Kontrastverhältnisse und lebhaftere Farben. In dunklen Spielszenen oder in abgedunkelten Räumen ist der Unterschied deutlich sichtbar. Im Tageslicht oder bei heller Umgebungsbeleuchtung schrumpft er.

Nintendo folgte mit der Switch OLED bereits diesem Muster: Dieselbe Auflösung wie die Original-Switch (720p), aber OLED statt LCD. Das Modell wurde nach seiner Einführung 2021 zum erfolgreichsten in der Switch-Familie. Die Spielergemeinschaft nahm das Upgrade für einen Aufpreis von 50 Dollar gegenüber dem Standard-Modell breit an. Ein ähnliches Szenario würde Nintendo bei der Switch 2 erhebliche Zusatzverkäufe an Besitzer der ersten Version ermöglichen.

Das Preisdilemma: Switch 2 steht unter Druck

Die Switch 2 startete in den USA bei 449 Dollar. Im Zuge von Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und wichtigen Produktionsländern kündigte Nintendo eine Preiserhöhung auf 499 Dollar an, die ab September 2026 gilt. Analysten diskutieren seither, ob Nintendo die Marke von 500 Dollar dauerhaft halten kann, ohne Käufer zu verlieren.

Ein OLED-Panel kostet in der Herstellung deutlich mehr als ein vergleichbares LCD. Wenn Nintendo die Mehrkosten nicht vollständig in den Verkaufspreis überträgt, sinkt die Marge. Wenn es sie überträgt, riskiert die Revision einen Preis von 549 Dollar oder mehr. ZDNet Korea benennt explizit die Kostendifferenz zwischen LCD- und OLED-Panels als entscheidende Variable für Nintendos Kalkulation. und spricht von einem "Komponentenkrieg", der die Kalkulation für Nintendo belastet.

Erschwerend kommt hinzu, dass Samsung an dem Auftrag verdienen will und damit ein offensichtliches Eigeninteresse an positiven Berichten über den Verhandlungsstand hat. Unabhängige Bestätigungen des Berichts von ZDNet Korea fehlen bisher. Nintendo-Experte Nate the Hate, der in der Vergangenheit Exklusiv-Informationen zu Nintendo-Hardware korrekt vorhergesagt hat, äußerte sich zu dem Bericht nicht.

Entscheidung fällt in den nächsten Monaten

Wenn das Modell kommen soll, muss Nintendo bis Ende 2026 intern grünes Licht geben. Nur dann kann Samsung in der beschriebenen Timeline bis Ende 2027 Massenproduktion liefern, rechtzeitig für einen Marktstart Anfang 2028.

Nintendos bisherige Revisionen im Produktzyklus folgen einem Abstand von drei bis vier Jahren: Original Switch 2017, Switch OLED 2021. Die Switch 2 erschien 2025, ein OLED-Modell 2028 läge im gleichen Rhythmus. Die Switch 2 hat bisher kein entsprechendes Einstiegsmodell wie die Switch Lite (2019), sodass die OLED-Revision die einzig bekannte geplante Variante wäre.

Bis Nintendo eine offizielle Ankündigung macht, gilt: Der Bericht von ZDNet Korea beschreibt Samsungs Wunsch, nicht Nintendos Plan. Wie nah oder fern diese Positionen sind, ist nicht bekannt.

Quellen (9)

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