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International
US-Navy blockiert Straße von Hormus: Ölpreis steigt auf 104 Dollar

US-Navy blockiert Straße von Hormus: Ölpreis steigt auf 104 Dollar

Die US-Marine blockiert seit dem 14. April 2026 die Straße von Hormus für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen. Der Rohölpreis stieg auf 104 Dollar pro Barrel. Ökonomen warnen, bei einer weiteren Eskalation könnte das Öl auf über 150 Dollar klettern.

14. April 2026, 0:18 Uhr 1017 Wörter · 6 Min. Lesezeit

Update 15. April, 12:41 Uhr: Der Kerosinpreis in Nordwesteuropa hat 239 Dollar pro Barrel erreicht, den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen für diesen Markt. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorkriegsniveau von rund 85 Dollar. Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Kerosinprognose für 2026 um 37 Prozent nach oben korrigiert, auf 2,67 Dollar pro Gallone. Auf europäischen Strecken sind Ticketpreise auf vielen Verbindungen um bis zu 200 Prozent gestiegen. Wer Sommerflüge noch nicht gebucht hat, steht vor der Frage, ob die Preise bei anhaltender Blockade weiter steigen oder ob eine Verhandlungslösung die Lage kurzfristig entspannt.

Update 14. April, 19:21 Uhr: Während die US-Blockade andauert, mehren sich Signale für eine zweite Verhandlungsrunde: Laut CNN und Time erwägen Trump-Beamte intern ein weiteres Treffen mit iranischen Unterhändlern, bevor die zweiwöchige Waffenruhe am 21. April ausläuft. Pakistan hat erneut angeboten, die Gespräche in Islamabad zu vermitteln. Parallel trifft US-Außenminister Marco Rubio heute in Washington die Botschafter Israels und des Libanon. Es sind die ersten direkten diplomatischen Gespräche auf dieser Ebene zwischen beiden Ländern seit 1993. Rubio bezeichnete den Kanal als historische Chance für eine Waffenruhe und langfristige Entwaffnung der Hisbollah. Die Gespräche finden inmitten anhaltender Kämpfe bei Bint Jbeil im Südlibanon statt, wo die israelische Armee nahe am Durchbruch durch Hisbollahs historische Hochburg ist.

Update 14. April, 14:20 Uhr: ACI Europe, der Dachverband europäischer Flughafenbetreiber, warnt vor einer systemischen Kerosinknappheit: Falls die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht binnen drei Wochen wiederhergestellt wird, drohen strukturelle Versorgungsausfälle. Europa bezieht mehr als 40 Prozent seines Flugbenzins aus der Golfregion. Konkrete Folgen sind bereits sichtbar: Lufthansa prüft die Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen, die skandinavische SAS hat im April bereits über 1.000 Flüge gestrichen. In Italien wurden über Ostern Kerosinrationierungen eingeführt. Passagiermaschinen durften in zwei Städten nur noch 2.000 Liter pro Flug nachtanken. Parallel kündigte Macron für Freitag, den 17. April, eine internationale Konferenz in Paris an, um eine multinationale, strikt defensive Mission zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt zu organisieren. US-Präsident Trump reagierte gereizt auf den Plan.

Update 14. April, 04:30 Uhr: Frankreich und Großbritannien haben gemeinsam eine Alternative zur US-Blockade angekündigt. Macron und Starmer erklärten gestern auf X, in den kommenden Tagen eine Konferenz zu organisieren für eine "friedliche multinationale Mission" zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. Die Mission soll strikt defensiv und unabhängig von den Kriegsparteien sein. Starmer betonte, Großbritannien lasse sich nicht in den Krieg "hineinziehen"; er habe bereits mehr als 40 Länder für das gemeinsame Ziel freier Schifffahrt versammelt. IEA-Chef Fatih Birol warnte unterdessen, dass April wirtschaftlich schwieriger werden dürfte als März: Die Versorgungslücke werde sich weiter vergrößern, bevor strategische Reserven die Märkte nennenswert stabilisieren könnten.

Seit dem 14. April 2026 kontrolliert die US-Marine die Straße von Hormus und stoppt alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen wollen. Der Rohölpreis WTI stieg daraufhin um 7,8 Prozent auf 104 Dollar pro Barrel, mehr als 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau von Ende Februar. Für Autofahrer in Deutschland, die an der Zapfsäule bereits über 2,20 Euro pro Liter zahlen, könnte das der Beginn einer neuen Preisspirale sein.

Vorgeschichte: Wie die Blockade entstand

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran begann Ende Februar 2026 mit einer gemeinsamen US-israelischen Militäroperation gegen iranische Atomanlagen und Militäreinrichtungen. Die Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen, wurde seitdem zur zentralen Drohkulisse.

Anfang April schien eine Einigung möglich: US-Sondergesandter Steve Witkoff und Vizepräsident JD Vance reisten nach Islamabad, um mit iranischen Unterhändlern zu verhandeln. Die USA forderten einen Verzicht auf Urananreicherung für 20 Jahre als Vorbedingung für eine Normalisierung der Beziehungen. Der Iran lehnte ab. Am 12. April erklärte Vance die Gespräche für gescheitert, Trump kündigte unmittelbar danach die Seeblockade an.

Die Blockade ist keine vollständige Sperrung der Meerenge: Schiffe ohne Ziel an iranischen Häfen dürfen passieren. Nur Tanker und Frachter, die Häfen im Persischen Golf oder am Golf von Oman anlaufen wollen, die unter iranischer Kontrolle stehen, werden abgefangen und gestoppt.

Ölpreis und Marktreaktion

Der Tankerverkehr durch die Straße war laut Bloomberg bereits vor der formalen Blockade stark zurückgegangen, weil Reedereien die Durchfahrt als zu riskant bewerteten. Mit Trumps Ankündigung beschleunigten sich die Preissteigerungen: Der US-Benchmark WTI kletterte um 7,8 Prozent auf 104 Dollar pro Barrel, der globale Referenzpreis Brent stieg um 7 Prozent auf 102 Dollar. Seit Kriegsbeginn hat WTI damit mehr als 50 Prozent zugelegt, Brent rund 40 Prozent.

Analysten, die Al Jazeera zitiert, warnen vor einer weiteren Eskalation der globalen Energiekrise. Die entscheidende Frage ist, wie die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen reagieren. Sollten sie die Meerenge Bab al-Mandeb sperren, durch die der Tankerverkehr aus dem Roten Meer in den Indischen Ozean fließt, könnte Öl auf über 150 Dollar pro Barrel steigen. Analysten bezeichnen das als die größte Ölversorgungsunterbrechung der Geschichte.

Reaktionen und Positionen

Großbritannien lehnte eine Beteiligung an der Blockade ab. In Teheran prangerte Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drei Verstöße an, die der Iran als Provokation wertet: israelische Angriffe auf den Libanon, Drohnenüberflüge iranischen Luftraums und die Weigerung der USA, Irans Recht auf Urananreicherung anzuerkennen. Trump behauptete in einer Pressekonferenz, die iranische Marine sei "vollständig zerstört, 158 Schiffe"; diese Angabe konnte von unabhängigen Quellen bisher nicht bestätigt werden.

Iranischer Außenminister Abbas Araghchi äußerte sich bisher nicht zu möglichen neuen Verhandlungen. Die iranische Seite hat keine Bedingungen für eine Gesprächsaufnahme benannt.

Was das für Verbraucher bedeutet

Das am 13. April vom Bundestag beschlossene Entlastungspaket, das die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter für zwei Monate senkt, wurde konzipiert, bevor die Blockade in Kraft trat. Ob die Steuersenkung an der Zapfsäule ankommt, hängt jetzt auch davon ab, wie weit der Ölpreis noch steigt. Wer wöchentlich 50 Liter tankt, hätte durch die Steuersenkung monatlich rund 8,50 Euro gespart. Bei weiter steigendem Rohölpreis könnte dieser Vorteil schnell aufgezehrt sein.

Neu gilt außerdem: Tankstellen dürfen Kraftstoffpreise ab dem 14. April nur noch einmal täglich um 12:00 Uhr erhöhen. Das soll verhindern, dass Preissenkungen verzögert und Erhöhungen sofort weitergegeben werden.

Ausblick

Vizepräsident Vance reist laut Weißem Haus erneut in die Region, ein konkreter Verhandlungstermin mit dem Iran steht nicht fest. Solange die Blockade aufrechterhalten wird und keine Gespräche beginnen, dürften die Ölpreise auf erhöhtem Niveau bleiben. Die nächste Eskalationsstufe wäre eine iranische Gegenreaktion gegen US-Marineeinheiten im Persischen Golf oder ein Huthiangriff auf Bab al-Mandeb.

KI-gestützt erstellt

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