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Irankrieg

USA und Israel haben am 28. Februar 2026 einen Krieg gegen Iran begonnen, vom US-Kongress bis heute nicht autorisiert. Iran sperrte als Reaktion die Straße von Hormus. Folgen: Ölpreise plus 45 Prozent, deutsche Inflation und Wachstumsprognosen unter Druck.

540 Einträge · Zuletzt aktualisiert 28. September, 01:00 Uhr

Hintergrund

Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel Militärschläge gegen Iran. Es ist der Beginn eines Krieges, den der US-Kongress nie autorisiert hat. Das Pentagon bezeichnet die Operation intern als 'Epic Fury'. Die War Powers Resolution sieht vor, dass ein US-Präsident Streitkräfte ohne Kongressgenehmigung höchstens 60 Tage einsetzen darf. Die Frist lief am 1. Mai 2026 ab, vier Anträge auf förmliche Kriegsermächtigung scheiterten zuvor im Senat. Bis Ende April 2026 hatte das Verteidigungsministerium 25 Milliarden Dollar Kriegskosten gemeldet, über 416 Millionen Dollar pro Tag, überwiegend für Munition. Drei US-Flugzeugträger sind erstmals seit 2003 gleichzeitig im Nahen Osten stationiert. Iran reagierte auf die Angriffe mit der Sperrung der Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt. Später öffnete Teheran die Meerenge wieder unter eigener Kontrolle, mit Transitgebühren in Bitcoin und einem Verbot für Schiffe unter US- und israelischer Flagge. Die USA antworteten mit einer Seeblockade iranischer Häfen, bei der bis Ende April 33 Schiffe umgeleitet oder aufgebracht wurden. Pakistan vermittelt seither in Islamabad zwischen Washington und Teheran. Mehrfache Waffenruhen zerbrachen innerhalb weniger Tage. Die Folgen reichen weit über die Region hinaus. Brent-Rohöl liegt rund 45 Prozent über dem Vorkriegsniveau, die deutsche Inflation stieg im März auf 2,7 Prozent, Diesel verteuerte sich um 22,6 Prozent, leichtes Heizöl um 44 Prozent. Ifo, IMK und IW haben ihre Wachstumsprognosen für Deutschland 2026 deutlich nach unten korrigiert. Russlands Ölsorte Urals erreichte 116 Dollar pro Barrel, das höchste Niveau seit 13 Jahren. Putins Kriegskasse profitierte allein in den ersten zwei Wochen nach Kriegsbeginn um rund 6 Milliarden Euro Zusatzeinnahmen. Die VAE traten zum 1. Mai aus der OPEC aus. Dieser Ticker dokumentiert die Entwicklungen chronologisch von beiden Seiten, vom Kriegsbeginn am 28. Februar bis zu den aktuellen Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen.

Chronologie

28. September, 01:00 Uhr

US-Präsident Trump hat den iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus öffentlich abgelehnt. Er begründete die Ablehnung damit, dass Teheran nur deshalb schnell eine Vereinbarung anstrebe, weil es durch die US-Seeblockade unter wirtschaftlichem Druck stehe. Der Iran besteht dennoch auf seinen Bedingungen: Einstellung aller Kampfhandlungen in der Region und ein vollständiges Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen. Eine Annäherung ist derzeit nicht erkennbar.

Deutschlandfunk, Deutschlandfunk
23. September, 04:11 Uhr

US-Vertreter haben sich in Oman vertraulich mit Vertretern der Huthis getroffen. Die Gespräche fanden in der US-Botschaft in Maskat statt, vermittelt von Oman als Mediator. Die Huthis versicherten dabei, weder US-amerikanische noch israelische Schiffe anzugreifen und an der Waffenruhe-Vereinbarung von 2025 festzuhalten. Hintergrund: Die Huthis hatten zuvor die Kontrolle über die gesamte jemenitische Rotmeerküste sowie die Insel Perim an der Meerenge Bab el-Mandeb übernommen.

Times of Israel, Yahoo News
20. September, 03:54 Uhr

Eine UN-Untersuchungskommission hat am 17. September hinreichende Gründe für das Vorliegen von Kriegsverbrechen der USA im Iran festgestellt. Zwei Angriffe vom 28. Februar stehen im Fokus: Ein Einschlag in die Grundschule Shajareh Tayyebeh in Minab, bei dem über 150 Menschen starben, darunter 120 Kinder, sowie ein zweiter Angriff auf ein Sportzentrum in Lamerd. Die Kommission schloss aus, dass es sich um Kollateralschäden handelte: Das Schulgebäude sei der beabsichtigte Zielpunkt gewesen. Washington wies den Bericht als "bedeutungsloses Geschwätz" zurück. Am 21. September wird der Bericht dem 47-köpfigen UN-Menschenrechtsrat in Genf formell vorgestellt.

Deutschlandfunk, NPR, CNNZum Artikel
20. September, 01:14 Uhr

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben von Militärsprecher Jahja Saree den saudischen Armeestützpunkt Scharurah im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen, der Angriff zielte auf Waffendepots und Kommandozentren. Saudi-Arabien meldete zwei Verletzte und flog Gegenangriffe auf Ziele im Jemen. Im Hintergrund: Die IEA hat in ihrem September-Bericht die globale Ölversorgungsprognose für 2026 auf 100,7 Millionen Barrel täglich nach unten korrigiert, das ist ein Rückgang von 5,7 Millionen Barrel pro Tag gegenüber 2025. Die IEA rechnet damit, dass eine vollständige Erholung der Versorgung durch Golfstaaten frühestens 2027 möglich ist.

ORF: Huthi-Miliz meldet Angriff auf Armeestützpunkt Scharurah, IndexBox: IEA cuts 2026 oil supply forecast — Gulf recovery slips to 2027
15. September, 02:00 Uhr

Irans Revolutionsgarden meldeten am 14. September, der Öltanker EL GAIA sei in einem von Iran ausgerufenen Sperrgebiet südlich der Straße von Hormus auf eine Seemine gefahren und vollständig in Flammen aufgegangen. CENTCOM widersprach: Das Schiff sei bereits im August von einer iranischen Rakete getroffen worden und zuletzt erneut von einer Drohne. Die gegensätzlichen Darstellungen sind typisch für den Informationskrieg im Tankerkonflikt. Satellitenbilder vom 14. September zeigen nach Angaben des Dienstes TankerTrackers weiterhin bidirektionalen Verkehr von VLCC-Supertankern durch die Straße von Hormus.

Iran International, Jerusalem Post, news.at
13. September, 06:49 Uhr

Iran-nahe irakische Milizen haben am 10. und 11. September mehrere Pumpstationen der saudischen Ost-West-Pipeline (Petroline) mit Drohnen aus der Provinz Maysan getroffen. Saudi-Arabien schaltete die 1.200 Kilometer lange Leitung vorsorglich ab. Die Petroline war seit der Hormus-Blockade die wichtigste verbleibende Exportroute des Königreichs und transportierte täglich 4 bis 5 Millionen Barrel Rohöl. Die IEA meldet Saudi-Arabiens Exportvolumen auf dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Brent-Rohöl schloss die Woche erstmals über 104 Dollar.

Al Jazeera, Deutsche WelleZum Artikel
8. September, 01:01 Uhr

Irans Nationaler Sicherheitsrat kündigt eine formelle Ausschlusszone rund um die Straße von Hormus an. Sekretär Mohsen Rezaei erklärte, Schiffe die das Gebiet durchfahren wollten, würden auf Irans Sanktionsliste gesetzt. Gleichzeitig zeigen Kpler-Daten, dass nur noch zehn Handelsschiffe täglich die Meerenge passieren, der tiefste Stand seit Mai. Brent-Rohöl stieg kurzzeitig auf 97 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit sieben Wochen.

American Press, Arab News: Hormuz trafficZum Artikel
7. September, 04:07 Uhr

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat vor dem offenen Parlament erklärt, die Ära der proportionalen Reaktionen sei vorbei. Künftig werde Iran auf US-Angriffe schneller, härter und schmerzhafter antworten. Ghalibaf ist Irans Chefunterhändler und galt bislang als pragmatischer Vertreter einer Verhandlungslinie. Die Doktrinänderung kommt einen Tag nach der Vernichtung von drei IRGC-Öltankern durch CENTCOM.

finanzen.net, CBS NewsZum Artikel
7. September, 01:10 Uhr

Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte am 6. September via Telegram, die Ära der proportionalen Reaktionen sei vorbei. Iran werde künftig schwerwiegender auf US-Angriffe antworten als bisher. CENTCOM wies alle iranischen Schadensmeldungen an US-Trägerschiffen zurück: Kein Soldat sei verletzt worden. Die Straße von Hormus bleibt für regulären Handel praktisch gesperrt.

Al Jazeera, USNI News
6. September, 01:05 Uhr

Am 5. September feuerte die IRGC ballistische Raketen auf einen US-Flugzeugträger und einen Zerstörer in Regionalgewässern ab. Beide US-Schiffe wichen aus, kein Amerikanischer Soldat wurde verletzt. CENTCOM-Admiral Brad Cooper antwortete mit der Zerstörung von drei IRGC-Öltankern: M/T Downy bei Kharg Island, M/T Stark 1 bei Jask und M/T Kylo im Golf von Oman. Cooper: 'If you shoot at two of our ships, we will impose an even higher economic cost — taking out three of yours.' Iran behauptete Treffer auf US-Schiffe, die USA dementieren das. Teheran droht mit schwereren Vergeltungsmaßnahmen.

NBC News, CNBC, Al JazeeraZum Artikel
5. September, 04:02 Uhr

US-Lenkbomben trafen in der Nacht des 1. September eine Hochzeitsfeier im iranischen Kuhestak. Fünf Menschen starben, darunter ein vierjähriger Junge, 68 wurden verletzt, 19 davon Kinder unter zehn Jahren. Waffenexperten identifizierten die Munition als amerikanische JSOW und GBU-39. Vizepräsident Vance sagte auf Nachfrage: 'Sometimes things happen.' Am 4. September griffen Irans Streitkräfte als Reaktion US-Militärstützpunkte in Kuwait und den VAE an. Am 5. September meldete der Deutschlandfunk neue gegenseitige Angriffe.

Middle East Eye, ABC News, EuronewsZum Artikel
4. September, 07:01 Uhr

Der saudische Öltanker Sidr wurde in der Nacht zum 1. September in der Straße von Hormuz angegriffen. Zwei philippinische Seeleute kamen ums Leben, 14 überlebten; Saudi-Arabien beschuldigt Iran. Seit Kriegsbeginn wurden nach IMO-Angaben 70 Handelsschiffe angegriffen und 19 Seeleute getötet. Der tägliche Schiffsverkehr durch den Hormuz ist von 25 auf fünf Einheiten eingebrochen. Saudi-Arabien weicht auf alternative Exportrouten via Rotes Meer aus und erwägt Pipeline-Ausbau.

Al Jazeera, The NationalZum Artikel
4. September, 01:06 Uhr

Iran hat in der Nacht zum 3. September die Ahmed Al-Jaber Air Base in Kuwait und Al Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. Kuwait rief seinen Botschafter aus Teheran ab und sprach von flagranter Aggression. Es sind die ersten iranischen Angriffe auf kuwaitisches Territorium seit dem Golfkrieg 1990. Gleichzeitig haben US-Streitkraefte erstmals iranische Regierungstanker mit Hellfire-Raketen beschossen. Der Hormuz-Verkehr ist auf sechs Schiffe pro Tag eingebrochen. IRGC-Chef Vahidi schwor Vergeltung fuer den US-Schlag auf eine Hochzeitsfeier in Kuhestak (26. August).

France24: Iran attacks Kuwait, UAE September 3, CNBC: Tankers hit Hormuz minesZum Artikel
3. September, 03:15 Uhr

Irans Streitkräfte haben in der Nacht zum 3. September erneut Kuwait mit Drohnen und Raketen angegriffen. Kuwaits Streitkräfte bestätigten, die Angriffe abgefangen zu haben. Laut iranischen Staatsmedien (IRIB) richteten sich die Angriffe gegen US-Militärbasen in Kuwait. Weder US-Streitkräfte noch Kuwait bestätigten Treffer auf der US-Basis, obwohl lokale Quellen über aufsteigenden Rauch berichteten. Es ist der erste bestätigte iranische Angriff auf Kuwait seit dem US-Großangriff auf Bandar Abbas am 1. September.

Jerusalem Post: Iranian missile, drone attack in Kuwait, Arab News: Kuwait says intercepting Iranian attack
3. September, 01:10 Uhr

US-Finanzminister Scott Bessent hat beim G20-Finanzgipfel in Asheville angekündigt, ab sofort wöchentlich neue Bankensanktionen gegen Iran zu verhängen. Den Auftakt machte eine Regel, die die emiratischen Filialen der ägyptischen Banque Misr vom US-Finanzsystem trennt. Bessent: 'Financial violence if we have to.' Gleichzeitig forderte SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller einen robusteren Ansatz gegen die russische Schattenflotte, die gemeinsam mit der iranischen westliche Sanktionen umgeht.

Euronews: G20 Asheville Iran sanctions, Deutschlandfunk: SPD Möller SchattenflotteZum Artikel
2. September, 00:54 Uhr

Am 1. September bombardierten US-Streitkräfte sieben Orte entlang Irans Südküste gleichzeitig: Bandar Abbas (Irans größte Marinebasis), Qeshm Island, Chabahar, Konarak, Sirik, Jask und Minab. CENTCOM begründete die Angriffe mit einem erneuten IRGC-Seeminenversuch in der Hormusstraße. Iran schlug zurück mit Raketen auf US-Stützpunkte in Jordanien (abgefangen) und einer Drohne über VAE-Hoheitsgewässern (abgefangen). Trump drohte mit weiteren Schlägen.

CNN: US military carries out new strikes on Iranian targets, Bloomberg: US launches new Iran strikesZum Artikel
30. August, 18:00 Uhr

Das US-Militär hat am 30. August zwei IRGC-Raketenwerfer auf der Insel Larak in der Straße von Hormus zerstört, der erste amerikanische Militärschlag gegen Iran seit mehr als einem Monat. Die Islamischen Revolutionsgarden bereiteten sich vor, Raketen mit Seeminen in Schifffahrtsrouten zu schießen, als CENTCOM zuerst traf. Drei IRGC-Kämpfer starben. Iran antwortete noch am selben Abend mit der Operation Bestrafung des Aggressors: Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte in Jordanien. Jordan fing acht Raketen ab. Der Ölpreis Brent stieg auf über 93 US-Dollar je Barrel.

The National: US strikes Larak Island, Jerusalem Post: IRGC launchersZum Artikel
22. August, 19:20 Uhr

Irans Außenministerium hat offiziell auf Trumps angekündigten Wirtschaftskrieg reagiert. Sprecher Esmaeil Baqaei bezeichnete die Sanktionsandrohungen als deutlich mehr als wirtschaftliche Kriegsführung und als Anmaßung extraterritorialer Souveränität über alle unabhängigen UN-Mitgliedstaaten. Gleichzeitig warnte die Islamische Revolutionsgarde (IRGC), bei einer Wiederaufnahme der Kämpfe zerstörerischere Waffen einzusetzen. US-Finanzminister Scott Bessent soll heute die konkreten Einzelheiten der neuen Sanktionspakete bekanntgeben. Die Straße von Hormus bleibt blockiert; die Persisch-Golfische Strait-Behörde bekräftigte, sie werde erst wieder geöffnet, wenn Washington Irans Bedingungen akzeptiere.

CNBC: Iran criticizes US sanctions (22.08.), ZDF: Trump droht Iran mit ökonomischem D-Day
21. August, 19:02 Uhr

Das Pentagon vermeldet 757 verwundete US-Soldaten im Irankrieg, 60 mehr als am Vortag. Mehr als 580 davon sind Armeesoldaten, dazu 86 Matrosen, 64 Luftwaffensoldaten und 19 Marines. Die Zahl der Gefallenen bleibt unverändert bei 18. Seit Juli teilt das Pentagon Verluste auf zwei getrennte Listen auf: 'Operation Epic Fury' (abgeschlossen) und 'Overseas Operations'. The Intercept sieht darin eine neue Methode zur Unterzählung; die Gesamtzahl ergibt sich nur durch Addition beider Listen.

Deutschlandfunk, Stars and StripesZum Artikel
20. August, 22:03 Uhr

Trump hat auf Truth Social den wirtschaftlichen D-Tag gegen Iran ausgerufen. Gestoppt werden sollen Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister und Tarnfirmen. Jedes Land, das dem Iran wirtschaftlich hilft, soll mit gewaltigen Konsequenzen rechnen. China, das laut Kpler-Daten mehr als 80 Prozent des verbliebenen iranischen Seeöls bezieht, hat seinen Unternehmen per Blockadegesetz verboten, US-Sanktionen zu befolgen. Außenminister Araghchi bezeichnete die Ankündigung als Ablenkungsmanöver von Amerikas Schuldenproblem.

Berliner Zeitung, ZDFheuteZum Artikel
20. August, 04:00 Uhr

Trump bezeichnete die Straße von Hormus am 18. August auf Truth Social als „New U.S. Territory“ und erklärte, Verhandlungen mit Iran seien nicht geplant. Teheran nannte das „Unsinn“ und betonte, keinerlei territorialen Anspruch der USA auf die Meerenge anzuerkennen. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte parallel an, zwei iranische Diplomaten auszuweisen — Vergeltung dafür, dass iranische Sicherheitsbehörden im Juli zwei französische Botschaftsmitarbeiter in Teheran einschüchterten. Barrot auf X: „Diese unerträgliche Handlung wird Konsequenzen haben.“ Frankreich ist das erste EU-Land, das nach dem VAE-Handelsabbruch eigene diplomatische Strafmaßnahmen gegen Teheran ankündigt.

Forbes: Trump labels Hormuz New US Territory, Bloomberg: France to expel two Iranian diplomatsZum Artikel
19. August, 04:02 Uhr

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben alle Handels-, Finanz- und Wirtschaftstransaktionen mit Iran unbefristet ausgesetzt. Auslöser: Am Abend des 18. August fielen zwei ballistische Raketen, nach Angaben Abu Dhabis vom iranischen Territorium abgefeuert, in emiratische Gewässer. VAE-Kommunikationsdirektor Afar Al Hameli begründete den Stopp mit dem Schutz der Integrität des internationalen Finanzsystems. Iran bestritt den Angriff als haltlos. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen VAE und Iran beläuft sich auf rund 30 Milliarden Dollar — darunter Finanzkanäle, über die Iran US-Sanktionen bisher umgehen konnte.

Die Welt: Abu Dhabi stoppt Handel mit Iran, Deutschlandfunk: Iran weist Vorwurf zurückZum Artikel
17. August, 15:58 Uhr

Das 60-Tage-Rahmenabkommen zwischen USA und Iran ist am 17. August abgelaufen, ohne Ergebnis. Iran und Oman haben einen Pakt ausgehandelt, der US-amerikanische und israelische Schiffe aus der Hormuzstraße ausschließt, Verstöße mit Strafgebühren von bis zu 20 Prozent des Ladungswerts belegt und Iran die Kontrolle über die Meerenge überträgt. US-Präsident Trump drohte Oman in einem Fox-News-Interview mit Bombardierung: Er werde das Sultanat in Grund und Boden bomben, sollte es die US-iranischen Verhandlungen behindern. Oman hat bisher nicht reagiert.

CBS News: Iran war deal expired, live updates, Euronews: Trump threatens Oman over Hormuz talks, NPR: Iran says Hormuz deal prohibits US and Israeli vesselsZum Artikel
17. August, 06:53 Uhr

Irans Parlament hat am 16. August einen Gesetzentwurf angenommen, der Interviews mit US-amerikanischen oder israelischen Medien mit bis zu zwei Jahren Haft bedroht. Kontakt zu anderen ausländischen Medien wird meldepflichtig. Das Gesetz muss noch vom Wächterrat bestätigt werden. Hintergrund ist der Zusammenbruch des Rahmenabkommens aus dem Juni: Seit dem 10. Juli erklärt Trump die Waffenruhe für beendet, die USA haben die Marineblockade neu verhängt. Gespräche via Oman über eine Hormus-Lösung liefen Anfang August weiter.

NBC News: Iran parliament votes to criminalize interviews with hostile media, Axios: US nears Iran deal to reopen Strait of HormuzZum Artikel
16. August, 01:00 Uhr

Das iranische Außenministerium verknüpft die Ölkatastrophe im Persischen Golf direkt mit den geplanten Durchfahrtsgebühren für die Straße von Hormus. Sprecher Baghaei erklärte, der internationale Schiffsverkehr habe über Jahrzehnte Billionenschäden an den Meeresökosystemen der Region verursacht und die Nutznießer der Route trügen eine rechtliche und moralische Pflicht zur Kompensation. Neue Greenpeace-Satellitendaten zeigen drei separate Ölflecken von insgesamt rund 620 Quadratkilometern. Iran nutzt die laufende Umweltkatastrophe als konkretes Argument für Transitgebühren, die Washington bisher kategorisch ablehnt.

Logistik Heute, EuronewsZum Artikel
15. August, 22:10 Uhr

Neue Satellitendaten von Greenpeace zeigen drei separate Ölflecken in der Straße von Hormus und vor Omans Küste: einen 500 Quadratkilometer großen Hauptfleck sowie zwei kleinere mit rund 100 und 20 Quadratkilometern. Öl wird seit Montag an weiten Abschnitten der Südküste der iranischen Insel Gheschm angespült, wo Meeresschildkröten nisten und bedeutende Fischgründe liegen. Auch Mangrovenwälder sind betroffen. Omans Behörden kämpfen darum, den Ölteppich vom Tanker Caroline Bezengi von weiteren Küstenabschnitten fernzuhalten.

ORF: Iran – Straße von Hormus droht Ölpest, SRF: Riesiger Ölteppich breitet sich vor der Küste Omans aus
15. August, 06:59 Uhr

US-Präsident Trump kündigte am 14. August bei einem Wahlkampfauftritt in Garden City, New York, an, er werde die Straße von Hormus nach dem Sieg über Iran zum US-Territorium erklären. Das Weiße Haus zog die Aussage noch am Abend als Scherz zurück. Irans stellvertretender Außenminister Kazem Gharibabadi antwortete trotzdem offiziell: Die Meerenge sei nicht durch einen Tweet oder einen Flugzeugträger zu nehmen. Gleichzeitig hat ein havarierter Tanker der russischen Schattenflotte einen Ölfleck von mehr als 2.000 Quadratkilometern vor Omans Küste verursacht.

Al Jazeera, The Tribune (Gharibabadi), PressTV (Dementi)Zum Artikel
12. August, 22:03 Uhr

Die Straße von Hormus wird täglich von nur noch 13 Schiffen passiert statt 110 bis 130 vor dem Krieg. Obwohl Außenminister Araghchi eine Einigung mit Oman als sehr nah bezeichnet, knüpft Teheran eine vollständige Öffnung an vier Bedingungen, von denen keine erfüllt ist: US-Hafenblockade aufheben, israelische Angriffe stoppen, eingefrorene Vermögen freigeben, US-Militär zurückziehen. Am 8. August traf eine Rakete ein ADNOC-Schiff aus Abu Dhabi. Der Brent-Ölpreis liegt bei 89 bis 90 Dollar, rund 24 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Ein Iran-Oman-Korridor würde strukturelle Konflikte über Genehmigungspflicht und Gebühren nicht lösen.

Berliner Zeitung, Al JazeeraZum Artikel
12. August, 16:00 Uhr

Rund 20.000 Seeleute auf 2.000 Schiffen stecken seit dem 28. Februar im Persischen Golf fest. Am 4. August traf ein Geschoss den Frachter Minoan Pioneer nahe Khasab (Oman): der dritte Schiffsingenieur wird seitdem vermisst. Zwölf Seeleute sind seit Kriegsbeginn tot oder verschwunden. Die IMO hat einen Evakuierungsplan, der mangels diplomatischer Einigung auf Eis liegt. Iran erhebt Transitgebühren durch die Hormuz Authority; wer zahlt, erkennt iranische Souveränität über die Meerenge faktisch an.

gCaptain, UN NewsZum Artikel
12. August, 13:01 Uhr

Am 8. Juli verließ US-Präsident Trump den Nato-Gipfel in Ankara nicht auf dem Weg, den die Kameras zeigten: Er wurde heimlich in einem Cateringfahrzeug zu einem militärischen C-32A-Flugzeug gebracht, während Air Force One als Lockvogel startete. Auslöser war ein konkreter iranischer Plan, eine Rakete auf die Präsidentenmaschine beim Start abzufeuern, einen Tag nach erneuten US-Schlägen auf iranische Ziele. Die Washington Post deckte die Operation am 10. August auf; Trump bestätigte sie auf direkte Frage, was Sicherheitsexperten als operativen Fehler kritisieren. Das Pressekorps, das unwissend auf der Ködermaschine geflogen war, wurde über den Ablauf nicht informiert.

Washington Post, The HillZum Artikel
12. August, 01:12 Uhr

Außenminister Araghchi hat am 11. August klargestellt, dass eine Wiederaufnahme direkter Gespräche mit Washington nicht möglich sei, solange die USA das Übergangsabkommen vom Juni verletzten. Die Formulierung ist schärfer als bisher: statt "nicht geplant" jetzt "nicht möglich". Oman rief alle Parteien auf, Aktionen in der Straße von Hormus einzustellen, um Raum für Diplomatie zu schaffen. Eine schnelle Wiedereröffnung gilt nach Einschätzung von Vermittlern und internationalen Medien als unwahrscheinlich.

Fortune, HandelsblattZum Artikel
10. August, 16:10 Uhr

US-Präsident Trump verglich die Diplomatie mit Iran am Montag mit einer Schachpartie: 'Es ist wie eine Schachpartie', sagte er gegenüber Axios, als er nach Irans neuen Forderungen gefragt wurde. Irans Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei antwortete auf einer Pressekonferenz in Teheran: 'Die Iraner sind professionelle Schachspieler.' Direkte Gespräche zwischen Washington und Teheran schloss Baghaei erneut aus. Indirekte Gespräche über Oman laufen weiter, ohne dass ein Zeitrahmen für die nächste Runde bekannt ist.

ZDF heute, onvista: Irans Außenamtssprecher: Professionelle Schachspieler
10. August, 06:59 Uhr

Irans formalisierter Sechspunkte-Katalog für die Hormus-Öffnung geht über bisherige Forderungen hinaus: Teheran verlangt nun vollständige Entschädigung für Kriegsschäden sowie die verbindliche Zusicherung, die Islamische Republik nie wieder zu bedrohen. Direktgespräche mit Washington schließt Außenminister Araghchi aus. Trump kommentierte lapidar: 'Es wird sich regeln. Es ist wie eine Schachpartie.' Als einziger aktiver Kanal gelten indirekte Gespräche über Oman, deren Teilabschluss für kommerzielle Schifffahrt Araghchi als 'sehr nah' beschrieben hatte. Ob Teherans Hardliner diesen Kompromiss zulassen, ist offen.

Tagesspiegel, SWI swissinfoZum Artikel
10. August, 04:12 Uhr

Irans Nationaler Sicherheitsrat hat sechs umfassende Bedingungen für die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus formuliert. Sie gehen über Araghchis fünf Punkte vom Wochenende hinaus: (1) USA dürfen Iran künftig nie wieder bedrohen, (2) permanentes Ende aller Kriegshandlungen gegen Iran und seine Verbündeten, (3) Aufhebung der Marineblockade iranischer Häfen, (4) vollständiger Rückzug US-amerikanischer Truppen aus der Region, (5) Reparationen für Kriegsschäden, (6) Anerkennung iranischer Souveränität. US-Vizepräsident JD Vance konterte, Iran erfülle seinerseits keine seiner Verpflichtungen. Die Oman-Gespräche über einen technischen Schiffsrouten-Kompromiss laufen parallel weiter.

Deutschlandfunk, Handelsblatt
9. August, 16:00 Uhr

Zwei Tage nach der Gründung des Mekka-Verteidigungspakts durch die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan arbeitet Außenminister Hakan Fidan an der nächsten Erweiterung: Ägypten soll als viertes Mitglied beitreten, sobald technische Hürden überwunden sind. Fidan bezeichnete Kairo gegenüber der Zeitung Dawn als „natürlichen Partner“. Hintergrund der Annäherung sind das türkisch-ägyptische Sicherheitsrahmenabkommen vom Februar 2026 und die im Juli abgeschlossene gemeinsame Militärübung „Golden Eagle“, an der ägyptische Fallschirmjäger und türkische Spezialoperatoren teilnahmen. Israel beobachtet die Entwicklung nach Medienberichten mit Sorge.

Dawn, Al Jazeera, HandelsblattZum Artikel
9. August, 04:05 Uhr

Katar meldet „positive Fortschritte“ in indirekten Gesprächen zwischen Washington und Teheran: Vermittler aus Doha und Pakistan führten getrennte Gespräche mit US-amerikanischen und iranischen Unterhändlern. IRGC-Sprecher General Hossein Mohebbi widersprach dem eigenen Außenministerium und erklärte, die Öffnung der Hormuststraße sei „vollständig unabhängig“ von allen laufenden Staatsverhandlungen. Am 4. August hatte die Huthi-Miliz mit einer Drohne das Hauptradar des Flughafens Najran in Saudi-Arabien abgeschossen und den Betrieb lahmgelegt. Der DAX stieg auf ein weiteres Rekordhoch.

Deutschlandfunk, ORF, Foreign PolicyZum Artikel
9. August, 00:53 Uhr

Iran erklärte am Samstag, ein Abkommen mit Oman über Schiffsrouten durch die Straße von Hormus sei sehr nah. Außenminister Araghchi knüpfte die vollständige Öffnung jedoch an fünf Bedingungen: US-Einhaltung des Juni-Memorandums, Ende israelischer Angriffe auf den Libanon, Freigabe gefrorener iranischer Gelder, US-Marinerückzug und Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen. Fünf Tage nach Bessents Versprechen einer baldigen Einigung liegt weiterhin kein Deal vor.

Al Jazeera, BloombergZum Artikel
8. August, 19:20 Uhr

Reuters enthüllte auf Basis von drei internen US-Quellen, dass das US-Militär im Irankrieg nahezu alle ATACMS- und PrSM-Bestände verbraucht hat. Beide Langstreckenraketen kosten über eine Million Dollar das Stück; auch etwa die Hälfte der Tomahawk-Marschflugkörper-Vorräte soll aufgebraucht sein. US-Regierungsvertreter äußerten intern Bedenken zur Abschreckungsfähigkeit gegenüber Russland und China. Trump bestritt das: Die USA hätten mehr Munition als alle anderen zusammen. Der Bericht erklärt den strukturellen Verhandlungsdruck auf Finanzminister Bessent: Die USA verringern mit jedem weiteren Kriegstag ihre strategische Reserve für andere Szenarien.

Reuters: US ATACMS PrSM nahezu aufgebraucht, Iran International: US depleted long-range missilesZum Artikel
8. August, 16:06 Uhr

US-Finanzminister Bessent bekräftigte am Freitag im CNBC-Interview ein 30- bis 60-tägiges Waffenstillstandsabkommen für Hormus: keine Durchfahrtsgebühren, Öffnung baldmöglichst. Zur Verhandlungslage sagte er: „Wir haben sie bei der Kehle“ und verwies auf Irans Lebensmittelinflation von 150 bis 180 Prozent. IRGC-Sprecher Mohebbi hielt dagegen: Die Wiedereröffnung der Meerenge sei „vollständig unabhängig“ von den Iran-Oman-Gesprächen und allein an Irans eigenen Bedingungen geknüpft. Reuters meldete, Iran und Oman hätten ihre bilateralen Verhandlungen formal abgeschlossen; das gemeinsame Statement liegt noch nicht vor. Eine USA-Iran-Gesamteinigung ist am Samstagmittag nicht erreicht.

CNBC, ABC NewsZum Artikel
8. August, 13:00 Uhr

Iran und Oman haben ihre bilateralen Verhandlungen über die Hormusstraßen-Schifffahrtsrouten formal abgeschlossen. Laut Reuters räumt das Abkommen dem Iran die Kontrolle über den eingehenden Schiffsverkehr ein. Fortune analysiert: Die USA hätten diese Konzession de facto bereits gemacht, auch wenn Trump sie öffentlich ablehnt. Ein gemeinsames Statement befindet sich in der Redaktion. Eine US-iranische Gesamteinigung mit freier Durchfahrt für US- und israelische Schiffe liegt am Samstagmittag weiterhin nicht vor.

Fortune, CBS NewsZum Artikel
8. August, 10:00 Uhr

Die Huthi-Miliz hat am 6. August ihre bisher größte Offensive seit dem UN-Waffenstillstand von April 2022 gestartet: 8 ballistische Raketen und Drohnen trafen jemenitische Regierungstruppen in Marib und Hadramaut, mindestens 17 Soldaten wurden getötet. Zwei Tage später meldeten die Huthis einen Drohnenangriff auf den Radar des Flughafens Nadschran in Südwestsaudi-Arabien. Der Waffenstillstand zwischen Huthis und Saudi-Arabien gilt damit faktisch als gebrochen. Saudi-Arabien evaluiert laut Berichten militärische Optionen und führt parallel Gespräche über omanische Vermittlung.

Al Jazeera, tazZum Artikel
7. August, 22:00 Uhr

US-Finanzminister Scott Bessent bekräftigte am Freitagabend in einem CNBC-Interview, eine Einigung zur Öffnung der Hormusstraße könnte "heute oder morgen" erzielt werden. Er sprach von einem 30- bis 60-tägigen Waffenstillstand mit freier Durchfahrt für kommerzielle Schiffe, ohne iranische Gebühren. Bessent beschrieb Irans Position als schwach: "Wir haben sie bei der Kehle". Eine endgültige Einigung blieb auch am Freitagabend aus, trotz wiederholter optimistischer Signale in dieser Woche. Der S&P 500 hatte am 5. August auf einem Rekordhoch von 7.737 Punkten geschlossen, zog sich seitdem leicht zurück, da der Markt das Ausbleiben konkreter Ergebnisse einpreist.

ZeroHedge, CNBCZum Artikel
7. August, 10:02 Uhr

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichnen am Freitag in Dschidda einen Verteidigungspakt mit NATO-ähnlicher Beistandsklausel. Der Pakt baut auf einem saudisch-pakistanischen Abkommen vom September 2025 auf und ist direkte Reaktion auf Huthi-Angriffe auf saudische Ziele und stockende Hormus-Verhandlungen. Die Türkei, die als NATO-Mitglied gleichzeitig Handelsbeziehungen mit Iran unterhält, tritt damit als Gründungsmitglied einer Koalition bei, die offen gegen Irans regionale Expansionsstrategie gerichtet ist.

Euronews, Middle East EyeZum Artikel
7. August, 04:17 Uhr

Bloomberg hat am 6. August interne Vertragsentwürfe veröffentlicht, wonach der Iran-Oman-Deal US-amerikanische und israelische Schiffe von der iranisch kontrollierten Einfahrtsroute durch die Hormusstraße ausschließt. Das ist der Kerngrund für Trumps Weigerung, das Modell zu akzeptieren. Stand Freitagmorgen liegt trotz der für Mittwoch und Donnerstag angekündigten Bekanntgabe keine Unterzeichnung vor. Irans Vizeaußenminister Gharibabadi bekräftigte, eine vollständige Öffnung hänge von der Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen ab.

Bloomberg, Bloomberg Grundsatz
6. August, 22:30 Uhr

Iran erklärt die Grundsatzeinigung mit Oman über die Transitregeln der Straße von Hormus als vereinbart. Vize-Außenminister Gharibabadi betonte, dies bedeute keine vollständige Wiederöffnung der Meerenge: Eine Normalisierung hängt an der Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen. Trump bezeichnete die Fortschritte als sehr weitreichend und deutete eine baldige formelle Bekanntgabe an. Rohöl-Brent reagierte mit weiterem Rückgang und notierte zeitweise unter 78 Dollar je Barrel.

Bloomberg, NBC NewsZum Artikel
6. August, 13:11 Uhr

US-Finanzminister Bessents Versprechen einer Hormus-Einigung 'heute oder morgen' (4. August) ist nicht eingetroffen. Laut Verhandlungskreisen wird das Abkommen nun erst Ende der Woche erwartet. Katar bestätigte, direkte Gespräche zwischen Washington und Teheran hätten bislang nicht stattgefunden. Die Finanzmärkte reagierten auf die Hoffnung dennoch positiv: Der DAX kletterte auf ein neues Rekordniveau von 26.232 Punkten, Brent-Rohöl sank erstmals seit Wochen unter 80 US-Dollar je Barrel.

Deutschlandfunk, CNBCZum Artikel
6. August, 10:02 Uhr

Reuters-Insider berichten: Die USA haben im Irankrieg ihre Bestände an ATACMS und PrSM nahezu vollständig aufgebraucht, gut die Hälfte der Tomahawk-Marschflugkörper ist verschossen. Die Patriot-Bestände sind zu rund 65 Prozent verbraucht. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) warnt vor einer strategischen Lücke, die über den Iran hinausreicht. Trump dementierte auf Truth Social.

Spiegel Ausland, Reuters via OnvistaZum Artikel
6. August, 09:01 Uhr

Katar meldet als Vermittler weitere Fortschritte bei den indirekten Verhandlungen zwischen USA und Iran. US-Finanzminister Scott Bessent erwartet eine Einigung 'heute oder morgen'. Die Straße von Hormus bleibt geschlossen; der ausgehandelte 60-Tage-Plan zur Wiedereröffnung wurde noch nicht formal unterzeichnet. Trump erklärte, die USA hätten 'sehr gute Gespräche'.

Deutschlandfunk, Handelsblatt
5. August, 19:04 Uhr

Der Iran hat dem ausgehandelten 60-Tage-Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zugestimmt. Revolutionsführer Mojtaba Khamenei und der Oberste Nationale Sicherheitsrat billigten das Abkommen am Dienstag. Das Modell sieht zwei getrennte Schifffahrtsspuren vor: eingehende Schiffe durch iranische Hoheitsgewässer im Norden, ausgehende durch omanische Gewässer im Süden. Binnen 30 Tagen sollen Minen aus dem mittleren Korridor geräumt werden. Medienberichten zufolge zögert Trump, weil das Abkommen Iran formell mehr Kontrolle über die Meerenge gibt als vor dem Krieg.

Axios, Al Jazeera, CNNZum Artikel
5. August, 16:05 Uhr

Iran und Oman haben sich am Mittwoch (5. August) auf die geographischen Koordinaten einer Schifffahrtsroute durch die Hormusstraße geeinigt. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei bestätigte, eine gemeinsame Erklärung beider Länder befinde sich in der abschließenden Ausarbeitung. Das Modell: eingehende Schiffe über iranisch kontrollierte Route, ausgehende über omanische Gewässer; Servicegebühren hälftig geteilt. Baghaei warnte, die Einigung gelinge nur, sofern bestimmte Drittparteien diesen Prozess nicht blockierten. Trump lehnte iranische Kontrolle und Gebühren öffentlich ab und drohte mit Militärschlägen.

Bloomberg, Euronews, AxiosZum Artikel
5. August, 07:05 Uhr

Außenminister Marco Rubio bestätigte am Dienstagabend Fortschritte in den indirekten Hormus-Verhandlungen, sprach aber von 'keiner Finalität'. Das Framework sieht eine temporäre Vereinbarung von bis zu drei Monaten vor: Der Iran würde eine Route durch die Meerenge kontrollieren, auf Transitgebühren verzichten und die Minenräumung koordinieren. Parallel sollen Gespräche über das iranische Atomprogramm aufgenommen werden. Irans Forderungen bleiben hoch: vollständige Sanktionsaufhebung, Kriegsreparationen und ein Waffenstillstand im Libanon als Vorleistungen. Der Verhandlungsrahmen von US-Finanzminister Bessents 'heute oder morgen' (4. August) läuft damit in die Verlängerung.

Al Arabiya, CBS News
4. August, 19:00 Uhr

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte dem Sender CNBC, er halte eine Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus noch heute oder morgen für möglich. Katar bestätigte: Die indirekten Verhandlungen seien weit fortgeschritten, eine Lösung könne in Stunden kommen. Teheran führt keine direkten Gespräche mit Washington, verhandelt aber über Oman ein Schifffahrtsmodell. Trump hatte einen früheren Iran-Oman-Kompromiss abgelehnt, weil er US-Kontrolle über die Meerenge fordert. Brent-Rohöl notiert bei rund 86 Dollar je Barrel.

Handelsblatt, TagesspiegelZum Artikel
4. August, 01:07 Uhr

Zum fünften Mal seit Kriegsbeginn hat Trump Luftschläge gegen den Iran abgeblasen und neue Friedensgespräche angekündigt. Trump sagte, die Hormusstraße könnte 'buchstäblich morgen' in Phase eins eines Abkommens öffnen. Teherans Außenministerium widersprach sofort: Es gebe keine direkten Gespräche mit den USA, nur Kontakte über Oman. Trump nannte die iranische Führung 'unglaublich unaufrichtig'. Brent-Rohöl fiel zeitweise um sieben Prozent auf 83,51 Dollar je Barrel.

Washington Times, BloombergZum Artikel
3. August, 16:15 Uhr

Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei widersprach Trumps Behauptung, die USA und Iran würden am Montag direkte Gespräche aufnehmen: 'Wir führen derzeit keine Verhandlungen mit Amerika.' Teheran bestätigte aber Gespräche mit Oman über eine temporäre Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus. Ölmärkte reagierten bereits auf das Deeskalationssignal: Der WTI-Preis fiel um rund sechs Prozent auf 79,66 Dollar, Brent um 5,2 Prozent auf 83,39 Dollar pro Barrel. Der erste Fall unter 80 Dollar seit dem Beginn der Hormuz-Krise.

NBC News, Bloomberg, CNBC
3. August, 07:09 Uhr

Irans Außenminister Araghchi erklärte auf Telegram, die Verhandlungen mit Oman über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus seien in ihrer letzten Phase. Teheran lehnte Omans 50-50-Plan für die Fahrspur-Aufteilung ab und schlägt stattdessen eine Route vor, die überwiegend durch iranische Hoheitsgewässer verläuft. Trump bestätigte, US-Iran-Gespräche würden am Montagnachmittag, dem 4. August, beginnen, und setzte kein Fristdatum für ein Abkommen. Wichtige Einschränkung: Teheran spricht von einer akzeptablen Schifffahrtsroute, nicht von einer vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

Al Jazeera Liveblog, Iran International: Iran rejects Oman 50-50 plan, CNBC: Trump Iran talks MondayZum Artikel
2. August, 19:05 Uhr

Saudi-Arabiens Außenminister begrüßte Trumps Entscheidung, geplante Angriffe auf den Iran zu verschieben und Diplomatie Vorrang zu geben. Er forderte Teheran auf, die Gelegenheit zur Deeskalation zu nutzen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Saudi-Arabiens Ölproduktion war im zweiten Quartal 2026 um 24,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, was die wirtschaftliche Dringlichkeit einer Lösung für Riad unterstreicht. Das diplomatische Fenster ist schmal: Trump machte seine Zurückhaltung ausdrücklich von einer schnellen Einigung abhängig.

CBS News Live Updates, Britannica 2026 Iran war
2. August, 07:09 Uhr

US-Präsident Trump hat am Sonntagabend geplante Militärangriffe auf den Iran abgesagt. Er schrieb auf Truth Social, die USA seien von Iran und anderen Nahoststaaten gebeten worden innezuhalten, da die Umrisse einer Einigung vereinbart worden seien. Saudi-Kronprinz Mohammed bin Salman hatte Trump zuvor telefonisch gewarnt. Irans Außenminister Araghchi bestätigte keine laufenden Verhandlungen und warnte vor Konsequenzen bei weiteren US-Angriffen. Das Islamabad-Memorandum war Anfang Juli nach drei Wochen gescheitert; seitdem kostete der Konflikt nach iranischen Angaben mindestens 50 Menschenleben.

Bloomberg, AxiosZum Artikel
31. Juli, 18:49 Uhr

Die iranische Revolutionsgarde hat am Freitagmorgen zwei Öltanker beschossen, die unter US-amerikanischem Luftschutz durch die Straße von Hormus fuhren. Vier weitere Schiffe drehten sofort um. Es ist das erste Mal, dass der Iran Schiffe explizit unter US-Eskorte angreift. Das ist ein Signal, dass der amerikanische Luftschirm keine Schutzwirkung mehr entfaltet. Der Rohölpreis notiert über 100 Dollar.

Washington Times, Iran International, Times of IsraelZum Artikel
31. Juli, 01:07 Uhr

Die Huthi-Miliz hat eine maritime Blockade Saudi-Arabiens erklärt und setzt sie mit Drohnenangriffen auf saudische Ölinfrastruktur durch. Die Aramco-Raffinerie in Jizan (Kapazität 400.000 Barrel täglich) ist nach einem Angriff vom 25. Juli bis mindestens Mitte August offline. Auch die Anlage in Abqaiq wurde getroffen. Trotz dieser Eskalation fiel der Brent-Preis unter 90 Dollar, weil Trumps Angriffspause im Irankonflikt die Märkte stärker beeinflusst als die Houthi-Drohungen gegen den wichtigsten Ölexporteur der Welt.

Maritime Executive: Jizan Raffinerie offline, Deutschlandfunk: Huthi-Angriffe auf saudische Ölinfrastruktur, HNGN: Oil Prices Slump Despite Houthi Threats
30. Juli, 16:04 Uhr

Nach der schwersten US-Angriffswelle des Konflikts in der Nacht auf Donnerstag hat Trump eine erneute Angriffspause angekündigt und eine gute Chance auf Einigung in Aussicht gestellt. Brent fiel unter 90 Dollar. Iran bestreitet aktive Gespräche mit Washington und führt Verhandlungen nur mit Oman über Hormus. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge liegt weiterhin bei unter zehn Schiffen täglich statt der üblichen hundert.

Al Jazeera, Deutschlandfunk, BloombergZum Artikel
30. Juli, 13:05 Uhr

Das US-Zentralkommando flog in der Nacht auf Donnerstag die bislang schwerste Angriffswelle des Konflikts auf iranische Militärziele, laut Jerusalem Post ungefähr doppelt so groß wie alle bisherigen Schläge. Getroffen wurden nach CENTCOM-Angaben Dutzende IRGC-Ziele, darunter Kommandozentren, Raketen- und Drohnenanlagen sowie maritime Kapazitäten in Buschehr, Ahwaz und Qeschm. Auf Qeschm traf ein Angriff ein Wohngebäude im Stadtteil Chah Tangu: Ein Ehepaar und ihr zweijähriges Kind starben, zwei weitere Kinder wurden verletzt. Die IRGC kündigte für denselben Morgen Vergeltung an und griff Ziele in Kuwait und Jordanien an.

NBC News, Al Jazeera, France 24Zum Artikel
29. Juli, 22:04 Uhr

Iran hat Omans Vermittlungsformel für die Straße von Hormus formal zurückgewiesen. Vizeaußenminister Gharibabadi verlangt, dass alle Schiffe ausschließlich durch iranische Hoheitsgewässer transitieren. 'Das ist unsere definitive Position, und Iran wird keine andere Formel akzeptieren', sagte er. Gleichzeitig stoppte die Revolutionsgarde drei Tanker in der Meerenge. Mehr als 300 jordanische Politiker, Juristen und Militärveteranen forderten in einem offenen Brief den Abzug der rund 4.000 US-Soldaten aus ihrem Land.

Al Jazeera, EuronewsZum Artikel
29. Juli, 10:59 Uhr

Iran feuerte in der Nacht zum 29. Juli ballistische Raketen auf US-Militärstützpunkte in Jordanien ab und beendete damit die mehrtägige Angriffspause. Jordaniens Armee schoss nach eigenen Angaben fünf Raketen ab, CENTCOM meldete, alle seien abgefangen worden. USA und Saudi-Arabien antworteten mit Luftschlägen auf IRGC-gesteuerte Milizen im östlichen Irak: Die Volksbefreiungseinheiten (PMF) meldeten 20 Tote und 32 Verwundete. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn im Februar 2026, dass Saudi-Arabien direkt im Irak militärisch tätig wurde. Brent-Rohöl stieg um rund vier Prozent auf 87,30 Dollar je Barrel.

Bloomberg, Al JazeeraZum Artikel
29. Juli, 02:50 Uhr

Netanyahu und Trump trafen sich am 28. Juli für rund 80 Minuten im Oval Office — das erste bilaterale Gespräch seit dem Kriegsbeginn im Februar 2026. Die Differenzen sind grundlegend: Trump will eine diplomatische Lösung und F-35 an die Türkei verkaufen, Netanyahu fordert Fortsetzung der Militärkampagne und lehnt einen türkischen F-35-Deal ab. Stunden nach dem Ende des Treffens feuerte Iran erstmals seit Wochen Raketen auf US-Militärbasen im Nahen Osten — alle wurden abgefangen. Das Weiße Haus nannte das Treffen 'positiv und produktiv', konkrete Vereinbarungen wurden nicht bekannt.

NBC News, AxiosZum Artikel
28. Juli, 17:02 Uhr

CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper empfahl dem Weißen Haus, die Iran-Bombardierung zu stoppen, weil rund 80 Prozent der designierten Ziele bereits beschossen waren. General Dan Caine warnte intern vor schwindenden Munitionsreserven in den US-Arsenalen. Trump sprach von 'sehr freundlichen Gesprächen' und sieht eine 'gute Chance' auf Einigung. Oman legte dem Iran einen Plan für freiwillige Hormus-Durchfahrtsgebühren nach dem Vorbild der Straße von Malakka vor, getragen von den Golfstaaten. Iran und Oman sind in Kernfragen noch weit voneinander entfernt.

Axios, Al JazeeraZum Artikel
28. Juli, 15:00 Uhr

Das Doha-Treffen, das Trump für den 28. Juli angekündigt hatte, fand offenbar nicht als direkte US-Iran-Gesprächsrunde statt. Teheran bekräftigte, es führe keine Verhandlungen mit den USA. Gleichzeitig sind Iran und Oman laut Bloomberg nahe an einer Einigung zur Wiederöffnung der Hormusstraße für Tanker. Der Schifffahrtsdeal soll explizit keine umfassende Konfliktlösung sein, sondern nur den Schiffsverkehr regeln. Brent-Rohöl fiel am 28. Juli auf rund 87 Dollar je Barrel, dritten Verlusttag in Folge seit dem Höchststand von 100,36 Dollar am 24. Juli.

Bloomberg, CNNZum Artikel
28. Juli, 03:05 Uhr

Trump bestätigte am Montag gegenüber Axios die Angriffspause. Er sagte, man befinde sich in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran, und der Iran habe um ein Treffen gebeten. Die Pause wurde auf Anraten von Katar und Pakistan eingeleitet und hält bislang. Brent-Rohöl fiel auf 88,36 Dollar je Barrel, erstmals seit Wochen unter 90 Dollar, ein Rückgang von 8,7 Prozent gegenüber dem Vortag.

onvista / Axios (Trump: tiefgehende Verhandlungen), CNBC (Brent unter 90 Dollar)Zum Artikel
28. Juli, 03:04 Uhr

Huthi-Milizen haben am 27. Juli Saudi-Aramco-Anlagen in den Häfen Dschisan und Yanbu an der Küste des Roten Meeres angegriffen. Yanbu ist Saudi-Arabiens wichtigster Exporthafen für Öl, das die Straße von Hormus umgeht und bisher als Ausweichroute aus der Hormuzkrise galt. Mit den Angriffen sind nun gleichzeitig zwei der wichtigsten Seewege für Öllieferungen aus der Region bedroht. Der Schiffsverkehr durch Bab al-Mandab sank auf den niedrigsten Stand seit Monaten.

Pravda DE (Huthis greifen Yanbu und Dschisan an)
27. Juli, 17:04 Uhr

Katar und Pakistan haben gemeinsam einen Zehntagsplan vorgelegt: Sollten USA und Iran die Kampfhandlungen für zehn Tage einstellen und zu den Positionen vom 8. Juli zurückkehren, könnte das im Juni geschlossene Memorandum of Understanding wiederbelebt werden. Aus Washington kommen widersprüchliche Signale: Außenminister Rubio erklärte am 22. Juli, der Iran sei nicht ernsthaft an Gesprächen interessiert; Präsident Trump sagte zwei Tage später, Teheran werde immer ernsthafter. Iran bestreitet direkte Verhandlungen mit den USA und meldet Fortschritte nur im Kanal über Oman. Seit Freitagabend haben die USA keine Luftangriffe mehr auf den Iran durchgeführt, Brent fiel auf rund 92 Dollar je Barrel.

CNBC, Jerusalem Post, New ArabZum Artikel
27. Juli, 11:00 Uhr

Brent-Rohöl fiel am Montag um mehr als sieben Prozent auf rund 92 Dollar je Barrel, WTI sank auf rund 85 Dollar. Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran seit Freitagabend eingestellt, Teheran verzichtete seinerseits auf Gegenschläge gegen Nachbarstaaten. Irans Außenminister meldete Fortschritte in Gesprächen mit Oman über gemeinsame Grundsätze zur sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Trumps UN-Botschafter erklärte, der Präsident gebe den Verhandlungen Raum. Pakistan soll auf Betreiben Chinas eine Wiederaufnahme der US-Iran-Gespräche anstreben.

France 24, CNBC, NBC NewsZum Artikel
27. Juli, 05:01 Uhr

Brent-Rohöl hat am Donnerstag erstmals seit Mai die 100-Dollar-Marke überschritten und stieg auf 100,36 Dollar je Barrel. Den Anstieg von mehr als 30 Prozent in vier Wochen treiben drei simultane Eskalationen: die anhaltende Hormus-Blockade, Huthi-Angriffe auf die saudischen Tanker Encelia und Layla im Roten Meer sowie ukrainische Attacken auf iranische Schiffe im Kaspischen Meer. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln beziffert den Schaden für Deutschland bei dauerhaft 100 Dollar je Barrel auf rund 40 Milliarden Euro über zwei Jahre. An deutschen Tankstellen kostet Diesel aktuell rund 2,35 Euro je Liter.

t-online Finanzen, CNBCZum Artikel
26. Juli, 23:10 Uhr

Ukraine hat am Samstag erstmals Schiffe im Kaspischen Meer angegriffen, die Iran und Russland als Waffentransportroute nutzen. Der ukrainische Geheimdienst SBU bestätigte, dass die getroffenen Schiffe Militärmaterial unter Sanktionsumgehung transportiert hätten. Ein iranischer Seemann starb, ein weiterer wurde verletzt. Irans Außenminister Araghchi warnte, das könne nicht ohne Antwort bleiben, und wandte sich sowohl an EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas als auch an Russlands Außenminister Lawrow. Damit weitet sich der Irankrieg auf einen dritten Schauplatz aus: nach Hormusstraße und Rotem Meer ist nun das Kaspische Meer betroffen.

T-Online, Al Jazeera, CNBCZum Artikel
26. Juli, 13:00 Uhr

Zum zweiten Mal in Folge haben die USA in der Nacht zum Sonntag keine Luftangriffe auf den Iran durchgeführt. Bloomberg und Japan Times berichten, die Operationen seien weiterhin ausgesetzt, CNN bezeichnet sie als 'on hold'. Nach 13 aufeinanderfolgenden Angriffsnächten seit dem 11. Juli wird damit aus einer möglichen operativen Lücke eine erkennbare politische Entscheidung. Trump hatte am Freitag erklärt, seine Präferenz liege bei Diplomatie, Iran wisse aber, was folge, wenn keine ernsthaften Gespräche stattfänden. Der für Dienstag angegebene Doha-Termin steht noch aus.

Bloomberg, Japan Times, CNNZum Artikel
26. Juli, 09:00 Uhr

Die New York Times berichtet, dass Trumps Entscheidung gegen eine Eskalation der Iran-Angriffe primär logistisch motiviert ist: Die Patriot-Abfangjägerbestände des Pentagon im Nahen Osten sind nach 13 aufeinanderfolgenden US-Angriffsnächten und iranischen Gegenschlägen auf Militärbasen in Kuwait gefährlich gesunken. Irans Raketen, die durch veränderte Flugtrajektorien die US-Abwehrsysteme zunehmend effizienter umgehen, haben den Vorrat stärker beansprucht als erwartet. Parallel berichtet die Washington Post, dass Gespräche trotz des Doha-Widerspruchs Fahrt aufnehmen: Netanjahu plant in der kommenden Woche einen Besuch bei Trump in Washington, um über den Umfang eines möglichen Iran-Deals zu verhandeln.

Washington Post, CNNZum Artikel
25. Juli, 17:00 Uhr

Nach mehr als zwölf aufeinanderfolgenden Nächten US-Luftangriffe meldete Iran am Samstag erstmals eine ruhige Nacht ohne US-Schläge. US-Präsident Trump behauptete daraufhin, Teheran habe ein Treffen in Doha für Dienstag, den 28. Juli, beantragt. Das iranische Außenministerium widersprach: Gespräche würden erst stattfinden, wenn Bedingungen geschaffen und Datum sowie Ort vereinbart seien. Alle bisherigen Vermittlungsformate, darunter Irak, Katar, Pakistan und Oman, sind gescheitert, weil Iran die Frage der Hormus-Souveränität als Vorbedingung setzt.

ZDF Nachrichten, DeutschlandfunkZum Artikel
25. Juli, 11:02 Uhr

Huthi-Milizen haben am Samstagmorgen mit Raketen und Drohnen die Saudi-Aramco-Raffinerie in Jazan angegriffen. NASA-Satellitendaten bestätigen fünf Brandherde auf dem Anlagegelände der 21-Milliarden-Dollar-Anlage, die täglich 400.000 Barrel verarbeitet. Saudi-Arabien wehrte parallel zwei ballistische Raketen ab, die auf Yanbu zielten. Die Angriffe sind die angekündigte Vergeltung für saudi-arabische Luftschläge auf Hodeidah vom 24. Juli. Trump erwägt nach eigenen Angaben einen massiven Angriff auf Iran.

Maritime Executive, BloombergZum Artikel
25. Juli, 01:12 Uhr

Die Lloyd's Market Association (LMA) hat am 23. Juli neue Versicherungsklauseln erlassen, nach denen Reedereien ihren Versicherungsschutz verlieren, sobald sie iranische Transitgebühren für die Straße von Hormus zahlen. Der Iran fordert für die Durchfahrt bis zu 2 Millionen Dollar pro Schiff. Die LMA begründet die Klauseln mit dem Risiko, gegen US-amerikanische, britische und EU-Sanktionsgesetze zu verstoßen. Die Regelung zwingt Reedereien, zwischen Versicherungsschutz und iranischer Mautzahlung zu wählen, was praktisch alle Durchfahrten unter westlichen Flaggen oder mit westlicher Versicherung unmöglich macht.

Handelsblatt, finanzmarktwelt.deZum Artikel
24. Juli, 19:02 Uhr

Der irakische Premierminister Ali Faleh al-Zaidi ist am 23. Juli nach Teheran gereist und hat bei Gesprächen mit Präsident Masoud Pezeshkian, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi einen US-amerikanischen Waffenstillstandsvorschlag überbracht. Teheran lehnte ab: Iran sei nicht an einem befristeten Arrangement interessiert, das die Frage der Souveränität über die Straße von Hormus ungelöst lässt. Die irakische Vermittlung scheitert damit als letzter aktiver Gesprächskanal, nachdem auch ein Zehn-Tage-Waffenstillstandsvorschlag von Katar, Ägypten, Pakistan und Oman stagniert. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli führten US-Streitkräfte ihren dreizehnten aufeinanderfolgenden Angriff auf iranische Militärziele durch, darunter Kommandozentren, Drohnenlager und maritime Anlagen in Dschask, Bandar Abbas und auf der Insel Keschm. Irak hat nach eigenen Angaben bereits 40 bis 45 Milliarden Dollar durch den Krieg verloren.

Jerusalem Post, HaaretzZum Artikel
24. Juli, 17:03 Uhr

Das US-Repräsentantenhaus hat am 23. Juli mit 214 zu 208 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die Trump anweist, die Streitkräfte innerhalb von 60 Tagen aus Iran abzuziehen. Vier Republikaner schlossen sich den Demokraten an: Thomas Massie, Brian Fitzpatrick, Tom Barrett und Warren Davidson. Im Senat scheiterte eine gleichlautende Resolution mit 47 zu 49. Verteidigungsminister Hegseth hatte drei Tage zuvor die bisherigen Kriegskosten auf 37,5 Milliarden Dollar beziffert, das Pentagon beantragt 67,1 Milliarden Dollar Nachtragshaushalt für die Fortsetzung der Kampagne. Seit Kriegsbeginn sind 18 US-Soldaten gestorben, vier davon in den 48 Stunden zwischen dem 17. und 19. Juli bei einem iranischen Angriff auf eine US-Basis in Jordanien.

NPR, CNBCZum Artikel
24. Juli, 05:01 Uhr

Die USA haben erstmals seit dem Wiederaufflammen des Konflikts am 8. Juli strategische B-1-Langstreckenbomber gegen iranische Ziele eingesetzt. Die Bomber starteten von einer Basis in Großbritannien und tragen bis zu 32 Tonnen Bomben oder Marschflugkörper. Außenminister Rubio erklärte in Manila, Iran sei grundsätzlich nicht vertragsfähig: Man könne keine Vereinbarungen mit Leuten treffen, die sie brächen. Trump drohte mit einem massiven Angriff größer als je zuvor und stellte eine Formel auf: Jeder Huthiangriff auf ein Schiff zieht US-Angriffe auf iranische Infrastruktur nach sich, möglicherweise auch nahe Teheran.

Handelsblatt, CBS NewsZum Artikel
24. Juli, 02:45 Uhr

Trump kündigte auf Truth Social an, alle Schäden an Handelsschiffen durch den Irankrieg aus iranischen Staatsvermögen zu begleichen, die die USA in Höhe von über zwei Milliarden Dollar kontrollieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte die bisherigen US-Kriegskosten: 37,5 Milliarden Dollar. Einen rechtlichen Mechanismus oder ein Entschädigungsverfahren nannte Trump nicht. Internationale Seerechtler bezeichneten die Ankündigung als politisches Signal ohne operative Grundlage. Brent notiert über 100 Dollar, nachdem Huthis am Donnerstag erstmals direkt saudische Öltanker beschossen hatten.

Spiegel, BloombergZum Artikel
23. Juli, 16:57 Uhr

Huthi-Rebellen haben am Donnerstag erstmals gezielt zwei saudische Öltanker im Roten Meer beschossen. Die Tanker Encelia und Layla wurden nach Huthi-Angaben getroffen, weil sie die am 20. Juli ausgerufene maritime Blockade gegen Saudi-Arabien missachtet hätten. Der Brent-Preis kletterte um mehr als sechs Prozent auf über 100 Dollar pro Barrel, den ersten dreistelligen Wert seit Mai. Trump drohte mit schwerer militärischer Bestrafung gegen Iran und die Huthis und setzte dem am Vortag unterzeichneten Atomdeal mit Saudi-Arabien gleichzeitig eine neue Bedingung: Riad müsse den Abraham-Abkommen beitreten.

Washington Times, CNBC, HandelsblattZum Artikel
23. Juli, 03:01 Uhr

In der Woche bis zum 20. Juli passierten nur 53 Schiffe die Straße von Hormus, ein Rückgang von 66 Prozent gegenüber der Vorwoche. Tanker und Gasträger fielen von 90 auf 30 Transits. Seit dem 20. Juli blockieren die Huthis zudem Bab al-Mandab. Damit sind erstmals beide Meerengen gleichzeitig faktisch geschlossen, die zusammen rund ein Viertel der globalen Öl- und Gasversorgung kontrollieren. Der Brent-Preis kletterte auf rund 95 Dollar, den höchsten Stand seit Mitte Juni.

Lloyd's List Intelligence, CNN BusinessZum Artikel
22. Juli, 23:06 Uhr

In der Woche bis zum 20. Juli haben nur 53 Schiffe die Straße von Hormus passiert, 66 Prozent weniger als in der Vorwoche mit 157 Transitfahrten. Tanker und Gasträger, die den Großteil des Öls und des Flüssigerdgases aus dem Golf transportieren, verzeichneten lediglich 30 Fahrten nach 90 in der Woche davor. Vor dem Krieg passierten täglich rund 100 Schiffe die Enge, die Hälfte davon Öltanker mit zusammen 20 Millionen Barrel Rohöl. Brent-Rohöl stieg am 22. Juli auf 94 bis 95 US-Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit dem 8. Juni.

CNBC, Fortune
22. Juli, 21:01 Uhr

Trump hat auf Truth Social eine automatische Vergeltungsformel verkündet: Jedes iranische Schiffsangriff in der Straße von Hormus zieht laut Trump die Bombardierung einer iranischen Brücke oder eines Kraftwerks nach sich, einschließlich Zielen in Teherans Stadtgebiet. US-Streitkräfte führten zuvor den elften Luftangriff in Folge durch. Iran hat nach US-Angaben in drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe angegriffen; drei US-Soldaten kamen bei iranischen Angriffen auf Golfstützpunkte ums Leben. Das Islamabad-Memorandum gilt als endgültig suspendiert. Regionalvermittler schlugen eine zehntägige Waffenruhe vor, deren Annahme als unwahrscheinlich gilt.

Axios, CNBCZum Artikel
22. Juli, 13:00 Uhr

US-Präsident Trump hat ein 30-jähriges ziviles Atomabkommen mit Saudi-Arabien genehmigt, das dem Königreich Urananreicherung auf eigenem Boden erlaubt, ohne das IAEA-Zusatzprotokoll einzuschließen. Senator Markey bezeichnete das als Heuchelei: Die USA führen Krieg gegen Iran für Urananreicherung und genehmigen Saudi-Arabien gleichzeitig dasselbe Recht ohne die verlangten Kontrollen. Das Abkommen soll dem Kongress in Kürze vorgelegt werden, der 90 Tage hat, es abzulehnen. Die Verhandlungen mit Iran in Maskat beginnen in drei Tagen.

CNN, Senator Markey Statement
22. Juli, 11:02 Uhr

US-Außenminister Rubio zweifelt in Manila an Teherans Ernsthaftigkeit, drei Tage vor den Maskat-Gesprächen am 25. Juli. US-Streitkräfte bombardierten den Iran in der elften aufeinanderfolgenden Nacht, Luftabwehrsysteme aktivierten sich über Teheran. Verteidigungsminister Hegseth bezifferte die Kriegskosten vor dem Senat auf 37,5 Milliarden Dollar. Iran warnte, ein US-Angriff auf unterirdische Atomanlagen würde den Krieg regional ausweiten. Wenn Maskat scheitert, läuft am 16. August das Islamabad-Memorandum aus, der letzte formale Verhandlungsrahmen.

Al Jazeera, BloombergZum Artikel
22. Juli, 09:14 Uhr

IEA-Chef Fatih Birol warnte, der Iran-Krieg könnte weltweit zu massiven Kraftstoffengpässen führen. Diesel und Benzin würden durch die Lage an der Straße von Hormus deutlich knapper als bei früheren Ölkrisen, da rund ein Fünftel des globalen Ölhandels durch die Meerenge fließt. Parallel drehten Tanker mit saudischem Rohöl im Roten Meer ab, ohne in Häfen einzulaufen. Birol sieht eine diplomatische Lösung als einzigen Ausweg, bevor die Auswirkungen an europäischen Tankstellen spürbar werden.

Frankfurter Rundschau, n-tv
22. Juli, 07:01 Uhr

Hamas hat am 20. Juli Khalil al-Hayya, Mitgründer der Organisation und langjähriger Chefunterhändler, zum neuen Politbürochef gewählt. Er besiegte in einem internen Runoff den früheren Hamas-Chef Khaled Mashal, der eine Annäherung an die Golfstaaten angestrebt hatte. Al-Hayyaas Sieg gilt als Votum für die enge Allianz mit Teheran. Er lehnt die von Trump geforderte Entwaffnung ab, ohne die Trumps Gazaplan nicht umsetzbar ist. Israel versuchte al-Hayya 2025 zu töten und sieht ihn als Mitverantwortlichen des 7. Oktober.

Al Jazeera, tagesschauZum Artikel
22. Juli, 05:07 Uhr

Die am 21. Juli angekündigte Huthi-Seeblockade gegen Saudi-Arabien ist seit dem gleichen Tag in Kraft. Huthi-Vertreter meldeten, innerhalb von 24 Stunden sechs Handelsschiffe zur Umkehr gezwungen zu haben; eine unabhängige Bestätigung fehlt. Die Kriegsrisikoversicherung für Schiffe im Roten Meer stieg nach Branchenangaben auf rund 0,75 Prozent des Schiffswerts, von zuvor etwa 0,3 Prozent vor der Ankündigung. Saudi-Arabien bezeichnete die Aktion als Piraterie und Verstoß gegen das Völkerrecht. Reedereien bereiten Ausweichrouten über das Kap der Guten Hoffnung vor, die Lieferzeiten nach Europa um bis zu drei Wochen verlängern würden.

t-online, Insurance Journal, onvistaZum Artikel
22. Juli, 03:03 Uhr

Donald Trump kündigte am 21. Juli im Oval Office an, die USA würden die Gegend rund um Kuh-e Kolang bald und sehr schwer treffen. Die auch als Pickaxe Mountain bekannte Anlage liegt 1,5 Kilometer südlich des Natanz-Nuklearkomplexes und ist mehr als 100 Meter tief in Granitgestein gegraben. Israelische Geheimdienste bewerteten am gleichen Tag, Iran habe Tausende Urananreicherungszentrifugen und möglicherweise angereichertes Uran in die Tunnels verlagert. Ein Angriff auf eine Anlage mit Nuklearmaterial wäre qualitativ anders als alle bisherigen US-Schläge im Iran-Krieg. Für den 25. Juli sind Verhandlungen in Maskat geplant; Regionalvermittler aus Katar, Ägypten und Pakistan drängen auf einen 10-tägigen Waffenstillstand.

Tagesspiegel, AxiosZum Artikel
21. Juli, 15:05 Uhr

Iranische Revolutionsgarden haben Kuwaits Strom- und Wasserinfrastruktur zum vierten aufeinanderfolgenden Tag angegriffen. Das kuwaitische Elektrizitätsministerium meldete Brände in mehreren Entsalzungsanlagen und Kraftwerke, die inzwischen gelöscht worden seien; Reparaturarbeiten sind im Gange. Da Kuwait rund 90 Prozent seines Trinkwassers durch Meerwasserentsalzung gewinnt, betreffen die Angriffe die Wasserversorgung von rund 4,9 Millionen Menschen direkt. Die kuwaitische Regierung verurteilte die Angriffe als gottlose Aggression und rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Al Jazeera, Washington Times, Gulf NewsZum Artikel
21. Juli, 11:00 Uhr

Iran hat in der Nacht auf Dienstag den kuwaitischen Tanker Kaifan nahe dem östlichen Ausgang der Straße von Hormuz angegriffen; das mit Öl und Chemikalien beladene Schiff wurde am Heck getroffen, die Besatzung musste es verlassen. Irans Außenministerium erklärte parallel, Teheran werde das Islamabad-Memorandum nicht implementieren, solange Washington weiter bombardiere. Trotzdem soll Trumps Verhandlungsteam aus Vizepräsident Vance, Jared Kushner, Steve Witkoff und Außenminister Rubio am 25. Juli in Maskat Gespräche aufnehmen.

Xinhua, CNBC, The HillZum Artikel
21. Juli, 05:04 Uhr

Vier US-Soldaten sind seit dem 17. Juli durch iranische Angriffe getötet worden: zwei in Jordanien, einer in Nordostiraq bei der Sprengung einer abgeschossenen iranischen Drohne, ein vierter erlag seinen Verletzungen. Damit stieg die Gesamtzahl der US-Gefallenen im Irankrieg auf 17. In der zehnten Angriffsnacht in Folge bombardierten US-Streitkräfte iranische Ziele in Bandar Abbas, Sirik, Qeschm, Shiraz und Isfahan. Pakistan und Qatar schlugen am 20. Juli eine Zehn-Tage-Feuerpause vor, auf die Washington bislang nicht öffentlich reagierte.

CENTCOM, France 24Zum Artikel
21. Juli, 03:10 Uhr

US-Streitkräfte haben Iran in der Nacht zum 21. Juli zum zehnten Mal in Folge bombardiert. CENTCOM bestätigte Angriffe auf militärische Ziele in Bandar Abbas, Shiraz, Sirik und erstmals im zentraliranischen Khomein. Getroffen wurden Raketenabschussanlagen, Luftabwehrsysteme und Kommandozentren. Damit setzen die USA ihre seit dem 7. Juli laufende Angriffsserie fort; die genannten Khomein-Ziele liegen rund 300 Kilometer südlich von Teheran.

Al Jazeera, Mediaite / CENTCOM
21. Juli, 01:06 Uhr

Iranische Revolutionsgarden beschossen am 19. Juli zwei Dynacom-Tanker nahe der Straße von Hormuz. Der Produktentanker Kavomaleas brannte nach einem Treffer im Maschinenraum; die Besatzung wurde von omanischen Behörden gerettet. Gleichzeitig übermittelten Vermittler aus Qatar und Oman Teheran einen Zehn-Tage-Waffenstillstandsvorschlag, um das im Juni gescheiterte Memorandum zu beleben. Iran-Außenamtssprecher Baghaei bestätigte, Vermittler arbeiteten an einer Deeskalation.

Reuters / U.S. News, gCaptainZum Artikel
20. Juli, 21:00 Uhr

US-Streitkräfte haben Iran in der Nacht auf den 20. Juli zum neunten Mal in Folge bombardiert und erstmals die nordwestiranische Stadt Tabriz getroffen. Ein militärisches Gelände südwestlich der Stadt wurde beschossen; nach Angaben der ostaserbaidschanischen Provinzbehörde kam dabei ein iranischer Offizier ums Leben. Tabriz liegt gut 520 Kilometer von Teheran entfernt und gilt als Standort unterirdischer Raketeninfrastruktur. Es ist das erste Mal in diesem Krieg, dass die Stadt unter Beschuss geraten ist. Die Gesamtzahl der US-Gefallenen im Irankrieg stieg auf 17. Außenminister Rubio bekräftigte unterdessen die Verhandlungsbereitschaft der USA.

Al Jazeera, Middle East Eye (Tabriz)Zum Artikel
20. Juli, 17:06 Uhr

Das britische Unterhaus hat die Revolutionsgarden des Iran (IRGC) auf Basis des neuen National Security (State Threats) Act 2026 als Staatsbedrohung verboten. Großbritan­nien ist damit als letztes großes westliches Land den USA und der EU gefolgt, die die IRGC bereits 2019 bzw. 2023 auf eigene Listen gesetzt hatten. Unterstützung der IRGC steht in Großbritan­nien unter Strafe von bis zu 14 Jahren Haft. Unmittelbarer Auslöser waren sieben antisemitische Anschläge der IRGC-nahen IMCR in London. Teheran bestellte den britischen Botschafter Hugo Shorter ein und bezeichnete den Schritt als feindlich.

Die Welt, GOV.UKZum Artikel
20. Juli, 15:01 Uhr

Huthi-Militärsprecher Yahya Saree hat am 20. Juli eine sofortige maritime Blockade gegen Saudi-Arabien ausgerufen. Auslöser war ein Angriff auf den Flughafen Sanaa am 13. Juli, den die Huthis Saudi-Arabien anlasten. Schließen die Rebellen die Meerenge Bab al-Mandeb, kämen zu den bestehenden Hormuz-Störungen weitere sieben Prozent des globalen Ölangebots hinzu. Brent-Rohöl stieg auf 91,42 Dollar je Barrel. Saudi-Arabien hat bis Montagabend nicht öffentlich reagiert.

CNBCZum Artikel
20. Juli, 07:00 Uhr

Das US-Finanzministerium hat am 15. Juli sieben Personen und Unternehmen in einem transnationalen Beschaffungsnetz der Revolutionsgarden sanktioniert. Im Zentrum steht Behrouz Namazi (Nika Jet Company, Teheran), der Drohnen und Flugzeugteile für die IRGC beschafft. Das Netzwerk verläuft über Vanguard Tactical Supply (Lagos), Dounia Ettaib (Mailand) und Avratek OOO (Moskau). Als Zahlungsweg nutzt das Netz Stablecoins: Das FinCEN warnte im Mai 2026, die IRGC setze den Stablecoin USDZ der Plattform Zedxion ein, um das Bankensystem zu umgehen. Die Sanktionen sind die dritte OFAC-Runde seit Mai, was zeigt, dass Beschaffungsnetzwerke nach jeder Maßnahme unter neuem Namen weiteroperieren.

US-Finanzministerium OFAC, US State DepartmentZum Artikel
20. Juli, 03:15 Uhr

In der Nacht auf den 20. Juli führte CENTCOM eine weitere Angriffswelle gegen iranische Militärziele durch: Befehlszentren, Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen sowie Drohnen- und Raketenabschussrampen wurden getroffen. Irans Gesundheitsministerium bezifferte die Gesamtzahl der Todesopfer seit dem 6. Juli auf mindestens 50 Getötete und über 500 Verletzte. Britische Seefahrtsbehörden (UKMTO) meldeten einen Schiffsbrand in der Straße von Hormus, rund 15 Kilometer nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar. Die Kongress-Unterrichtungsfrist nach dem War Powers Act läuft heute Abend ab.

Al Jazeera: US strikes seventh night, Al Jazeera: 50 killed in US strikesZum Artikel
20. Juli, 01:02 Uhr

US-Streitkräfte haben in der Nacht zum 19. Juli die Nuklearanlage Darkhovin in der iranischen Provinz Khuzestan beschossen. Es ist das erste Mal in diesem Krieg, dass eine mit dem iranischen Atomprogramm verbundene Einrichtung direkt getroffen wurde. Die IAEA bestätigte, kein Kernmaterial sei vor Ort gewesen; Generaldirektor Grossi forderte maximale militärische Zurückhaltung in der Nähe nuklearer Einrichtungen. Parallel trafen iranische Raketen und Drohnen mehrere kuwaitische Ölanlagen; Brände beschäftigten Feuerwehrkräfte stundenlang. Iran hat das Islamabad-Memorandum formell für suspendiert erklärt und lehnt Verhandlungen ab, solange Angriffe andauern.

Iran International, Al JazeeraZum Artikel
19. Juli, 14:56 Uhr

Zwei US-Soldaten starben am 18. Juli bei einem iranischen Drohnenangriff auf die Basis Al Azraq in Jordanien, ein dritter gilt als vermisst. Es sind die ersten US-Gefallenen durch direkten iranischen Beschuss seit März 2026. Parallel hatte das US-Militär am 16. Juli erstmals einen sanktionierten Öltanker mit Hellfire-Raketen beschossen, der mit Kurs auf Kharg Island unterwegs war. Trump kündigte Vergeltung an, der Kongress fordert eine War-Powers-Unterrichtung. Ein aktiver Vermittlungskanal zwischen USA und Iran existiert nach dem Zusammenbruch des Islamabad-Memorandums derzeit nicht.

NPR, PBSZum Artikel
19. Juli, 12:57 Uhr

US-Streitkräfte haben in der Nacht zum 18. Juli sechs Brücken in der Provinz Hormozgan bombardiert und acht Menschen getötet. Einen Tag später traf Raketenbeschuss die Trinkwasseranlage Bonji in Jask und schnitt 10.000 Menschen von der Wasserversorgung ab. Iran erklärte das Islamabad-Memorandum für suspendiert und lehnte weitere Verhandlungen ab. Laut iranischen Behörden wurden seit Ende des Memorandums mindestens 38 Menschen durch US-Angriffe getötet.

NPR, Al JazeeraZum Artikel
16. Juli, 03:15 Uhr

US-Streitkräfte haben am Mittwochabend erstmals ein Handelsschiff direkt beschossen, um die Hormusblockade durchzusetzen. Der leere Öltanker M/T Belma (Curacao-Flagge) auf dem Weg zu Irans Kharg Island ignorierte laut CENTCOM mehrere Warnungen. US-Streitkräfte feuerten Hellfire-Raketen in den Schornstein des Schiffes. Parallel lief eine fünfte Welle Luftangriffe auf iranische Militärziele an. Irans Revolutionsgarde drohte, die gesamten regionalen Öl- und Gasexportrouten zu schliessen, falls die Blockade anhält. Iran feuerte Raketen auf US-Basen in Kuwait, Bahrain und Jordanien.

NPR, South China Morning PostZum Artikel
15. Juli, 22:00 Uhr

Iran hat am 15. Juli die US-iranische Doppelstaatsbürgerin Dena Karari freigelassen, die seit Dezember 2024 einem Ausreiseverbot unterlag. Karari hatte in Iran die Hilfsorganisation Children of Mehr Foundation für bedürftige Kinder betrieben, mit offizieller Genehmigung des US-Finanzministeriums. Irans Geheimdienstministerium hatte sie wegen angeblicher Spionage und Zusammenarbeit mit einem feindlichen Staat angeklagt. Trump bezeichnete die Freilassung als Geste des guten Willens des Iran; zeitgleich setzte Washington die Luftangriffe auf iranische Militärstandorte fort.

Axios, Washington Post
15. Juli, 20:54 Uhr

Am fünften aufeinanderfolgenden Tag startete CENTCOM erstmals auch tagsüber Angriffe auf Iran: zwei Wellen am 15. Juli, die zweite um 15 Uhr US-Ostküstenzeit. Iran antwortete mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Kuwait, Bahrain und Jordanien, wo die US-Fünfte Flotte ihren Sitz hat. Irans Außenministerium schloss Verhandlungen aus. Trump drohte, ab der Woche des 20. Juli iranische Kraftwerke und Brücken zu bombardieren. UN-Generalsekretär Guterres und Frankreichs Außenminister Barrot warnten: das wäre ein Kriegsverbrechen.

CENTCOM, Al JazeeraZum Artikel
15. Juli, 05:00 Uhr

CENTCOM führte in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli die vierte aufeinanderfolgende Angriffswelle gegen den Iran durch. Die rund siebenstündige Mission richtete sich gegen Küstenverteidigung, Raketen- und Drohnenstellungen sowie Marineinfrastruktur an mehreren Standorten. Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist inzwischen auf 1 bis 2 Schiffe täglich kollabiert, gegenüber dem Vorkriegsstand von rund 55 Schiffen. Die US-Navy operiert mit mehr als 20 Kriegsschiffen und Hunderten Militärflugzeugen in der Region. Iran bestätigte Einschläge bei Bandar Abbas, Buschehr und auf der Insel Kisch.

Fox News Iran-Krieg Live, CNN Iran Blockade, IranSitrep Tanker
15. Juli, 01:03 Uhr

Trump drohte am 14. Juli auf Fox News, in der Woche ab dem 20. Juli iranische Kraftwerke und Brücken zu bombardieren, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehre. UN-Generalsekretär Guterres und Frankreichs Außenminister Barrot warnten umgehend: Angriffe auf zivile Infrastruktur können Kriegsverbrechen darstellen. Rund 30 Millionen Iraner hängen für ihre Wasserversorgung an Entsalzungsanlagen der Golfküste, die Iran bereits seit einem Angriff im März teilweise für Dörfer auf Keschm außer Betrieb hat. Iran wiederum droht seinerseits mit Angriffen auf Entsalzungsanlagen in Bahrain, Kuwait und Katar.

NewsNation, TagesspiegelZum Artikel
14. Juli, 17:00 Uhr

Trump hat die 20-Prozent-Maut für Hormus-Durchfahrten weniger als 24 Stunden nach ihrer Ankündigung zurückgezogen. Per Truth Social erklärte er, die Gebühr durch Handels- und Investitionsdeals der Golfstaaten zu ersetzen. Die IMO hatte den Plan als völkerrechtswidrig zurückgewiesen, Großbritannien, Australien und die EU hatten sich dagegen ausgesprochen. Die Seeblockade selbst bleibt bestehen. Brent-Rohöl notiert bei 84,95 Dollar, nachdem es am Montag um 9,6 Prozent auf 83,30 Dollar gestiegen war. China forderte die schnellstmögliche Wiederherstellung der normalen Hormus-Durchfahrt, eine direkte Konfrontation mit der US-Navy blieb vorerst aus.

CNBC, The Hill, BloombergZum Artikel
14. Juli, 15:01 Uhr

VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger kritisiert die 20-Prozent-Hormus-Maut als rechtlich unzulässig: Kein Staat dürfe den Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren abhängig machen. Die Vereinigten Arabischen Emirate reagieren mit einem Alternativplan: DP World baut einen neuen Hafen in Fujairah am Golf von Oman, eine zweite ADNOC-Pipeline soll 2027 die Exportkapazität von rund 1,8 Millionen Barrel täglich verdoppeln. UAE-Handelsminister Thani Al Zeyoudi formulierte das Ziel als vollständige Unabhängigkeit von Hormus. CENTCOM bestätigte die dritte aufeinanderfolgende Angriffsnacht gegen sechs iranische Standorte; Iran feuerte Raketen auf zwei VAE-Öltanker in der Meerenge.

Handelsblatt, t-online (Fujairah-Hafen), CNBCZum Artikel
14. Juli, 07:00 Uhr

CENTCOM bestätigte die dritte aufeinanderfolgende Angriffsnacht auf Iran. Die fünfstündige Mission traf Küstenverteidigungsanlagen, Raketen- und Drohnenstandorte in sechs Orten: Buschehr, Chabahar, Jask, Konarak, Abu Musa und Bandar Abbas. Der Brent-Preis stieg um 9,59 Prozent auf 83,30 Dollar je Barrel, der stärkste Tagesanstieg seit sechs Jahren. Iran antwortete mit Drohnenangriffen auf US-Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus war in den Tagen davor um 52 Prozent unter den Vorwochenwert gefallen.

CNN Live: US launches third night of strikes, Al Jazeera: US and Iran exchange attacks, tagesschau: Dritte Nacht US-Angriffe
14. Juli, 02:51 Uhr

Die iranischen Revolutionsgarden beschossen die VAE-Öltanker Mombasa und Al Bahiyah mit Kreuzfahrtraketen in omanischen Gewässern. Ein indischer Seemann starb auf der Mombasa, acht weitere wurden verletzt, darunter sechs indische und zwei ukrainische Staatsbürger. Abu Dhabi verurteilte den Angriff als flagrante Aggression und behielt sich das Recht zur Antwort vor. Gleichzeitig trat die US-Seeblockade aller iranischen Häfen um 22 Uhr MESZ in Kraft.

Times of Israel, Al JazeeraZum Artikel
14. Juli, 01:02 Uhr

Irans Revolutionsgarden feuerten am 13. Juli einen Warnschuss auf ein zypriotisches Containerschiff in der Straße von Hormus und forderten es auf, den Kurs zu verlassen. Ein Besatzungsmitglied wird vermisst. Die IRGC erklärten die Meerenge für alle Schiffe bis auf Weiteres gesperrt. Der Brent-Preis stieg auf rund 79 Dollar je Barrel. Die formelle US-Seeblockade gegen Iran tritt planmäßig am 14. Juli um 20 Uhr UTC (22 Uhr MESZ) in Kraft.

Reuters, CNN
13. Juli, 21:04 Uhr

Die USA verhängen eine formelle Seeblockade gegen alle iranischen Häfen, die ab Dienstag 22 Uhr MESZ gilt. Für Schiffe, die durch Hormus fahren, verlangt Washington künftig zwanzig Prozent des Frachtwertes: Bei einem beladenen Supertanker wären das mehr als dreißig Millionen Dollar je Fahrt. CENTCOM bombardierte in der Nacht zum Montag rund 140 iranische Militärziele, die bisher größte Angriffswelle des Konflikts. Zum ersten Mal kamen maritime Drohnen zum Einsatz: ein iranisches U-Boot und ein Wartungsgelände in Bandar Abbas wurden versenkt. IAEA-Chef Grossi warnte nach wiederholten US-Projektiltreffern in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr vor der rötesten Linie der nuklearen Sicherheit.

Axios, Euronews, NPRZum Artikel
13. Juli, 17:10 Uhr

CENTCOM griff am 13. Juli erneut Buschehr und Kangan an, zusätzlich zu den gestrigen Strikes auf Sirik, Qeschm, Jask und Bandar Abbas. Bei einem Angriff auf eine Wasserversorgungsstation in Mahschahr (Provinz Chusestan) starb ein Sicherheitsbeamter, vier wurden verletzt. Ein europäischer Diplomat beschrieb das Islamabad-Memorandum als 'im besten Fall auf der Intensivstation, vielleicht schon im Koma'. Iran und die USA streiten weiter darüber, ob Hormus tatsächlich gesperrt ist.

Anadolu Agency, Al Jazeera, ZDF Nachrichten
13. Juli, 13:00 Uhr

Die Revolutionsgarden haben am 13. Juli Omans Radar- und Aufklärungssysteme zerstört, einen Tag nach dem Angriff auf den Hafen Duqm. Oman verurteilte die Angriffe auf sein Territorium formell. Der omanische Zwei-Korridore-Vorschlag für Hormus-Schifffahrt scheiterte: Araghchi konnte ihn nicht vor Ort annehmen und nahm den Entwurf nach Teheran, Iran wirft den USA vor, das Abkommen durch Druck auf Oman verhindert zu haben. CENTCOM startete am 13. Juli eine weitere Angriffsserie auf iranische Militärstandorte. Brent-Rohöl stieg auf rund 79 Dollar je Barrel.

Tasnim News, Pravda USA, CNBC, Iran InternationalZum Artikel
13. Juli, 07:05 Uhr

Am 12. Juli setzte CENTCOM nach eigenen Angaben erstmals sogenannte "one-way attack sea drones" gegen iranische Ziele ein. In drei Angriffsnächten haben US-Streitkräfte insgesamt mehr als 300 iranische Militärziele bombardiert. Der Brent-Rohölpreis stieg auf 79,40 Dollar je Barrel, ein Plus von 4,5 Prozent. In den vergangenen 24 Stunden passierten nur noch sieben Handelsschiffe die Hormusstraße, rund sechs Prozent des üblichen Volumens. UN-Generalsekretär Guterres forderte beide Seiten auf, dringend Verhandlungen wiederaufzunehmen, und warnte vor katastrophalen Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Iran meldete 14 Tote und 78 Verletzte und griff US-Stützpunkte in Kuwait, Bahrain und Jordanien an.

CNN: US sea drones July 12, UN News: GuterresZum Artikel
13. Juli, 03:08 Uhr

Irans Gesundheitsministerium bestätigte 14 Tote und 78 Verletzte bei den jüngsten US-Luftangriffen im Iran, 47 Verletzte befanden sich noch in stationärer Behandlung. Neben den Angriffen auf Stützpunkte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Kuwait griffen die Revolutionsgarden auch Jordaniens Luftwaffenbasis Prince Hassan Air Base an. Die Schläge richteten sich laut iranischen Staatsmedien gegen Raketendepots und Treibstofflager auf dem Stützpunkt, der von US-amerikanischen und alliierten Kräften für Operationen in der Region genutzt wird.

Handelsblatt, Iran InternationalZum Artikel
12. Juli, 21:00 Uhr

Das US-Zentralkommando startete am Sonntagabend um 21 Uhr UTC eine weitere Angriffswelle gegen den Iran. Ziele lagen in der Provinz Hormozgan: Sirik, die Insel Qeschm, Jask und Gebiete westlich von Bandar Abbas. CENTCOM erklärte, die Angriffe sollen Irans Fähigkeit weiter einschränken, Handelsschiffe und zivile Seefahrer in der Hormusstraße zu attackieren. Insgesamt haben US-Streitkräfte in dieser Woche in mehreren Wellen mehr als 300 iranische Militärziele bombardiert. Präsident Trump widersprach Teherans Behauptung, die Meerenge sei gesperrt: Die Straße von Hormus sei offen.

Al Jazeera: US launches new wave of strikes, NPR: US-Iran Strait of Hormuz, Deutschlandfunk: Neue Angriffswelle gegen den Iran
12. Juli, 13:03 Uhr

Die Revolutionsgarden haben zum ersten Mal in diesem Krieg Ziele im Sultanat Oman getroffen: Raketen und Drohnen beschossen logistische Versorgungsanlagen der US-Marine im Hafen von Duqm, rund 500 Kilometer südlich von Maskat. Der Angriff trifft das einzige Golfland, das Iran bislang verschont hatte und das als zentraler Vermittler in indirekten Gesprächen zwischen Washington und Teheran fungiert. Zeitgleich trafen Raketen die jordanische Prince Hassan Air Base in Mafraq und erneut Al Udeid in Katar. Besonders brisant: Irans Außenminister Araghchi war am Samstag noch in Maskat, um über Hormus-Durchfahrtsregeln zu verhandeln.

Xinhua, Middle East Eye, Gulf NewsZum Artikel
12. Juli, 07:04 Uhr

Nach der dritten US-Angriffswelle haben die iranischen Revolutionsgarden erstmals in diesem Eskalationszyklus auch die Vereinigten Arabischen Emirate mit Raketen beschossen, neben erneuten Treffern auf US-Stützpunkte in Bahrain und Katar. Das zyprische Containerschiff GFS Galaxy, dessen Angriff die dritte US-Welle ausgelöst hatte, brannte in der Straße von Hormus; die Besatzung rettete sich auf Rettungsinseln, ein Besatzungsmitglied wird weiterhin vermisst. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf postete auf X unter dem Bild der Hormusklausel aus dem Islamabad-Memorandum: „The era of one-sided deals is OVER. We told you: keep your word or pay the price. Reality is knocking.“ US-Medien meldeten weitere Vergeltungsschläge auf bis zu 140 iranische Militärziele.

NPR: US attacks Iran over ship in Strait of Hormuz, Times of Israel: Iran attacks Gulf neighbors; US hits 140 targets, Pravda Cyprus: GFS Galaxy crew evacuatedZum Artikel
12. Juli, 00:59 Uhr

Das US-Zentralkommando bombardierte in der Nacht zum 12. Juli rund 90 iranische Militärziele entlang der Küste, die dritte Angriffswelle binnen einer Woche. Die Revolutionsgarden antworteten mit der weitreichendsten Ankündigung seit Kriegsbeginn: Die Straße von Hormus sei "bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in der Region" für alle Schiffe gesperrt. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge brach auf rund 70 Prozent des bisherigen Volumens ein, von 21 auf sechs Handelsschiffe täglich. Ein katarischer Flüssiggastanker drohte nach einem iranischen Raketenangriff zu explodieren. Brent-Rohöl notiert bei 76,58 Dollar je Barrel.

Handelsblatt, ZDF heute: Schiffsverkehr bricht einZum Artikel
11. Juli, 23:07 Uhr

Nach der Bestattung seines Vaters hat Irans Oberster Führer Mojtaba Chamenei erstmals eine klare Stellungnahme zu seinen politischen Absichten abgegeben. In einem Brief, der im iranischen Staatsfernsehen verlesen wurde, schwor er Rache für den Tod Ali Chameneis und aller Märtyrer der beiden Kriege gegen Israel und die USA. Der Brief benennt Berichten zufolge namentlich Zielpersonen. Es ist Chameneis erste Äußerung mit konkreter Richtungsangabe seit seiner Ernennung zum Obersten Führer im März, nachdem er sich zuvor ausschließlich über kurze schriftliche Erklärungen geäußert hatte.

ZDF, TagesspiegelZum Artikel
11. Juli, 19:00 Uhr

Ajatollah Ali Chamenei ist am Samstag im Imam-Resa-Schrein in Maschhad begraben worden, mehr als vier Monate nach seiner Tötung am 28. Februar. Die USA erklärten noch am selben Tag, die technischen Gespräche mit Iran liefen trotz der jüngsten Eskalation weiter. Das Islamabad-Memorandum vom 17. Juni sieht eine 60-tägige Verhandlungsphase vor, die am 16. August ausläuft. Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung nicht öffentlich aufgetreten.

Badische Zeitung / dpa, EuronewsZum Artikel
11. Juli, 13:07 Uhr

Seit dem Zusammenbruch des Waffenstillstands am 8. Juli ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Die Vereinten Nationen meldeten rund 6.000 auf Hunderten Schiffen gestrandete Seeleute. Die US-Regierung entzog am 7. Juli die Sanktionsausnahme General License X für iranische Ölexporte; der Nachfolger GL X1 erlaubt nur noch die Abwicklung laufender Geschäfte bis zum 17. Juli. Brent-Rohöl notiert bei 76,58 Dollar je Barrel.

UN News: Shipping at near-standstill in Hormuz, Foley & Lardner: OFAC rescinds sanctions relaxationZum Artikel
11. Juli, 03:00 Uhr

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist zum Erliegen gekommen: Seit Dienstag hat kein großes Handelsschiff mehr die US-koordinierte Durchfahrtsroute genutzt. Der Brent-Rohölpreis liegt am Samstagmorgen bei 76,58 Dollar je Barrel. Analysten warnen, der Preis könnte bei anhaltender Eskalation um weitere zehn bis 15 Dollar steigen, da globale Lagerbestände schrumpfen. Am 17. Juli läuft die US-Sanktionsausnahme für iranische Ölexporte ab; wie der Markt auf deren Wegfall reagiert, gilt als entscheidend für die weitere Preisentwicklung.

Al Jazeera: Strait of Hormuz shipping grinds to halt, RFERL: US insists Iran does not control Hormuz
10. Juli, 23:01 Uhr

Die IRGC beschoss am 9. Juli den Militärflughafen Al-Azraq in Jordanien mit zehn ballistischen Raketen und nannte den Angriff die 'zweite Phase' ihrer Reaktion auf US-Luftschläge. Jordanien fing acht der zehn Raketen ab. Auf der Basis sind Bundeswehrsoldaten stationiert, daneben Einheiten aus Frankreich, Belgien und den USA. Es ist der dritte Angriff auf Al-Azraq seit Kriegsbeginn. Die IRGC drohte, kein US-Stützpunkt in der Region bleibe verschont. Parallel widerriefen die USA am 7. Juli die Sanktionsausnahme für iranisches Öl, die Abwicklungsfrist läuft am 17. Juli ab.

Iran International: IRGC claims Al-Azraq strike, RFERL: Iran targets base housing US forces in JordanZum Artikel
10. Juli, 15:05 Uhr

Iran blockiert jeden internationalen Einsatz bei der Minenräumung der Straße von Hormus. Der iranische Vizeaußenminister Gharibabadi erklärte, die Verantwortung für die Räumung liege ausschließlich bei Teheran. Frankreich und Großbritannien schlossen am 4. Juli eine Vereinbarung mit dem Oman zur Räumung omanischer Gewässer — die eigentliche Meerenge bleibt unberührt. Außenminister Wadephul fordert, Iran solle die Kosten des Einsatzes selbst tragen. Am Mittwoch passierten nur noch 13 Tanker die Meerenge.

onvista: Wadephul — Iran soll für Minenräumung zahlen, watson.ch: Iran weist internationale Minenräumung zurückZum Artikel
10. Juli, 12:30 Uhr

Am 10. Juli führten die USA zum dritten Mal in Folge Angriffe gegen iranische Militärziele durch; Iran reagierte mit weiteren Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait. Das am 17. Juni unterzeichnete Memorandum of Understanding steht damit unter schwerem Druck. Kernstreit ist Klausel 5, die Iran als Mandat auslegt, den Schiffsverkehr durch die Hormusstraße einseitig zu kontrollieren und Durchfahrtgebühren zu erheben. Trump drohte, die USA könnten die Seeblockade erneut einsetzen und iranische Strom- sowie Wasserversorgungsanlagen angreifen. Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der US-Luftschläge am 7. Juli 14 Menschen getötet und 78 verletzt.

NPR: US and Iran exchange intensifying fire, threatening ceasefire deal, NBC News: US and Iran exchange intense new attacks
9. Juli, 19:07 Uhr

Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist auf ein Nahezu-Stillstand eingebrochen: Am Mittwoch passierten nur noch 13 Tanker die Meerenge, verglichen mit einem Durchschnitt von 33 täglich in der Vorwoche und einem Vorkriegsniveau von 120 bis 140 Schiffen pro Tag. Irans Chefverhandler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, die Meerenge werde ausschließlich zu iranischen Bedingungen wieder geöffnet. Auf dem NATO-Gipfel in Ankara trat die Bruchlinie offen zutage: Trump wertete den Irankrieg rückblickend als Test der Bündnistreue, den Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien nicht bestanden hätten.

CNBC: Tanker traffic through Hormuz slows, Gulf News: Ghalibaf — Iran will reopen Hormuz only under its own termsZum Artikel
9. Juli, 13:01 Uhr

In der zweiten US-Angriffsnacht wurden rund 90 iranische Militärziele getroffen, darunter Anlagen in Bandar Abbas, Sirik, Chabahar, Jask und in der Umgebung des Kernkraftwerks Buschehr. Die Bilanz nach zwei Tagen: 14 Tote und 78 Verletzte. Iran weitete seine Gegenschläge erstmals auf Katar aus: Die IRGC beschoss Al Udeid Air Base, die größte US-Militärbasis im Nahen Osten mit rund 10.000 Soldaten, mit ballistischen Raketen. Katar verurteilte den Angriff als flagrante Souveränitätsverletzung, Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani rief Irans Außenminister Araghchi gleichwohl an und drängte auf Einhaltung des Islamabad-Memorandums.

Al Jazeera, NPR, CBS NewsZum Artikel
8. Juli, 21:09 Uhr

Beim NATO-Gipfel in Ankara erklärte Donald Trump die Waffenruhe mit Iran für beendet: 'Ich denke, es ist vorbei. Das ist Abschaum.' Er warf der iranischen Führung vor, privat Zugeständnissen zuzustimmen und diese öffentlich zu leugnen. In der Nacht hatte Iran Drohnen und Raketen auf die US-Fünfte Flotte in Bahrain und den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait abgefeuert. Brent-Rohöl sprang um sechs Prozent auf über 78 Dollar. Sondergesandter Witkoff und Jared Kushner wollen nach Trumps Angaben weiterverhandeln, Trump selbst nannte das eine 'Zeitverschwendung'.

NPR, T-OnlineZum Artikel
8. Juli, 09:10 Uhr

Nach den gegenseitigen Angriffen vom 7. Juli senden beide Seiten widersprüchliche Signale zum Fortgang der Verhandlungen. Iranische Staatsmedien berichten, Teheran wolle die technischen Arbeitsgruppen-Gespräche zur Klärung des Inspektionsregimes "so bald wie möglich" fortsetzen. Außenminister Araghchi erklärte jedoch zugleich, die USA hätten mit den Angriffen und der Wiedereinführung der Ölsanktionen das Islamabad-Memorandum gebrochen. US-Präsident Trump bestand darauf, Iran habe um ein Treffen gebeten; ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bestritt das. Bis zum 16. August läuft die 60-Tage-Frist des Memorandums. Rund 230 Tanker warten nach Angaben von Axios noch immer auf Durchfahrtsgenehmigungen.

ZDF heute (widersprüchliche Angaben), onvista (Iran: USA verstoßen gegen Rahmenabkommen)
8. Juli, 07:05 Uhr

Das US-Zentralkommando hat die genauen Ziele der Schläge vom 7. Juli bekanntgegeben: Über 80 iranische Objekte wurden mit Präzisionsmunition zerstört, darunter Luftabwehrsysteme, Befehlszentralen, Küstenradarstationen, Anti-Schiff-Raketenkapazitäten und mehr als 60 Schnellboote der Revolutionsgarde. CENTCOM nannte die Schläge achtmal größer als die Reaktion auf den Zwischenfall vom 27. Juni und betonte das Ziel, Irans Fähigkeit zur Angreifung des internationalen Handels dauerhaft zu degradieren. Iran kündigte eine vernichtende Antwort an.

CENTCOM Press ReleaseZum Artikel
7. Juli, 23:03 Uhr

Die Islamische Revolutionsgarde beschoss drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus: den katarischen LNG-Tanker Al Rekayyat und den saudischen Supertanker Wedyan wurden von Raketen getroffen, ein drittes Schiff von einer Drohne. CENTCOM nannte die Angriffe eine 'eindeutige Verletzung der Waffenruhe' und antwortete mit Schlägen auf militärische Infrastruktur auf Qeschm Island und in Sirik. Das US-Finanzministerium widerrief gleichzeitig die Ölexportgenehmigung für Iran, die erst nach dem Islamabad-Memorandum erteilt worden war. Brent-Rohöl sprang um 5,5 Prozent. Außenminister Araghchi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange die USA Drohungen aufrechterhalten.

Iran International, CBS News, Al JazeeraZum Artikel
7. Juli, 06:54 Uhr

Heute ist Tag 20 der 60-Tage-Frist des Islamabad-Memorandums. Die Deadline ist der 16. August. Iran hat nach IAEA-Schätzungen genug auf 60 Prozent angereichertes Uran für bis zu zehn Kernwaffen, lagert es in einem Tunnelkomplex bei Isfahan und verweigert Inspektoren seit dem 28. Februar den Zutritt. USA und Iran sind in fünf Streitpunkten blockiert: Inspektionsregime, Anreicherungsstopp, Uranlager, Hormus-Maut nach Fristablauf und Sanktionszeitplan.

CNBC, NPRZum Artikel
7. Juli, 01:05 Uhr

Iran und Katar haben nach fünf Monaten den Seehandel wieder aufgenommen. Die Route verbindet den iranischen Hafen Dayyer in der Provinz Buschehr mit dem katarischen Hafen Al Ruwais. Das iranische Handelsattaché in Doha, Abbas Abdolkhani, bestätigte die Wiederaufnahme am 5. Juli. Der Seehandel war im Februar 2026 infolge der US-israelischen Angriffe auf Iran zum Erliegen gekommen. Die Straße von Hormus bleibt eingeschränkt: PortWatch registriert derzeit 27 Schiffstransits täglich gegenüber 84 vor der Krise.

MarineLink, gCaptain, Gulf News
7. Juli, 00:55 Uhr

Die Trauerfeierlichkeiten für Ali Chamenei gehen heute in Qom weiter, mit Prozessionen vom Schrein der Fatimah Masumah zur Moschee in Jamkaran. Teheran verzeichnete am 6. Juli nach Behördenangaben 12 bis 15 Millionen Trauernde. Morgen wird der Leichnam in die irakischen Städte Nadschaf und Karbala überführt, bevor die endgültige Beisetzung am 9. Juli im Schrein des Imam Reza in Maschhad stattfindet. Der amtierende Oberste Führer Mojtaba Chamenei trat weiterhin nicht öffentlich auf; sein Aufenthaltsort gilt als unbekannt.

Al Jazeera, The National News
6. Juli, 23:07 Uhr

Bei den Trauerzeremonien in Teheran sind am 4. Juli drei Söhne Chameneis erstmals seit dem Angriff im Februar öffentlich aufgetreten: Masoud, Mostafa und Meysam beteten in der Großen Moschee Imam Khomeini. Nachfolger Mojtaba Chamenei fehlte erneut, sein Aufenthaltsort gilt als unbekannt. Großayatollah Jafar Sobhani (97) leitete das Totengebet am zweiten Tag. Am 7. Juli führt der Trauerzug durch Nadschaf und Karbala im Irak, die Beisetzung in Maschhad ist für den 8. Juli geplant.

Investing.com, EpochtimesZum Artikel
6. Juli, 19:05 Uhr

Die Bürgenstock-Gespräche haben den Streit um das Inspektionsregime konkret werden lassen. US-Vizepräsident Vance erklärte am 22. Juni, Iran habe zugesagt, IAEA-Inspektoren zurückzulassen. Das iranische Außenministerium widersprach: Sprecher Baghaei teilte mit, Iran habe weder Gespräche mit IAEA-Chef Grossi vereinbart noch einen Zeitplan festgelegt. Grossi bestand auf seiner Lesart des MoU-Textes: Das Abkommen sehe ausdrücklich IAEA-Überwachung der nuklearen Aktivitäten vor; die Inspektionen würden stattfinden. Daneben verdichtete sich der Streit um eingefrorene Vermögenswerte: Iran besteht auf uneingeschränkter Freigabe, die US-Seite auf einem Treuhandmodell für US-Agrarprodukte.

Al Jazeera, EuronewsZum Artikel
6. Juli, 01:23 Uhr

Im Roten Meer haben Huthi-Rebellen am 5. und 6. Juli erneut Handelsschiffe angegriffen. Die britische Seebehörde UKMTO bestätigte den Angriff auf ein Frachtschiff am 5. Juli; Berichten zufolge sank am Folgetag die Magic Seas nach einem Huthi-Angriff. Mehrere Besatzungsmitglieder werden laut US-Diplomatenmeldungen von den Huthis festgehalten. Die US-Marine führt weiterhin Luftangriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen durch, ohne die Angriffe auf den Schiffsverkehr stoppen zu können. Reedereien meiden die Suezkanal-Route weiterhin; die Umgehung über das Kap der Guten Hoffnung verlängert Lieferwege um 10 bis 14 Tage.

Euronews: Cargo ship attacked in the Red Sea
5. Juli, 09:05 Uhr

Die Trauerfeierlichkeiten für den am 28. Februar getöteten Obersten Führer Ali Chamenei sind am 5. Juli in die zweite Phase übergegangen. Der Leichnam wurde nach der Aufbahrung in der Mosalla-Moschee in einer Prozession durch Teheran geführt. Iranische Medien berichten von Millionen Trauernden in den Straßen der Hauptstadt, genaue unabhängige Schätzungen liegen nicht vor. Die Zeremonie zieht sich bis zum 9. Juli hin; die Beisetzung in Maschhad ist für diesen Tag geplant. Erst danach soll die nächste Verhandlungsrunde über die Hormuskrise stattfinden.

ZDF heute, 20 Minuten
4. Juli, 10:52 Uhr

Die sechstägigen Staatsfeierlichkeiten für den am 28. Februar getöteten Obersten Führer Ali Chamenei haben begonnen. Bis zu 20 Millionen Trauernde werden erwartet; Delegationen aus mehr als 100 Ländern nehmen teil, darunter Russland mit Dmitri Medwedew, westliche Staaten fehlen vollständig. Der verletzte Nachfolger Mojtaba Chamenei ist abwesend. Im Hintergrund laufen Hormusverhandlungen, die nächste Runde ist für den 10. Juli nach Ende der Trauerwoche geplant.

Euronews, NZZZum Artikel
4. Juli, 05:08 Uhr

Die offiziellen Trauerzeremonien für den am 28. Februar 2026 getöteten Obersten Führer Ali Chamenei haben am 4. Juli in Teheran begonnen. Der Leichnam liegt bis zum 5. Juli in der Teheraner Mosalla aufgebahrt, am 6. Juli folgt eine Trauerprozession durch die Hauptstadt, am 7. Juli eine Zeremonie in der Pilgerstadt Ghom. Die Beisetzung ist für den 9. Juli im Schrein des achten schiitischen Imams in Maschhad geplant. Delegationen aus rund 30 Ländern sind angereist, darunter Russland, Pakistan und die Taliban-Regierung Afghanistans. Alle EU-Staaten wurden nicht eingeladen. Der Iran begründet dies damit, westliche Länder hätten im Krieg gegen Iran auf der falschen Seite gestanden. Die iranischen Behörden rechnen mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern landesweit, was dies zur größten Staatsbeerdigung in der Geschichte des Landes machen würde. Mehr als 65.000 Sicherheitskräfte sind in Teheran im Einsatz.

Euronews: Iran to host dozens of foreign leaders, Western nations absent, Tagesspiegel: Trauerfeiern mit politischer Botschaft, ORF: Iran Trauerfeiern gestartet
3. Juli, 19:04 Uhr

Irans Revolutionsgarden erheben seit März Transitgebühren an der Straße von Hormus: rund ein Dollar pro Barrel Rohöl, bis zu zwei Millionen Dollar pro Supertanker, zahlbar in chinesischen Renminbi über das Kunlun-Bank-Netzwerk, Bitcoin oder USDT. Lloyd's List berichtete, das IRGC-Mautsystem kontrolliere inzwischen faktisch den Schiffsverkehr in der Meerenge. Das US-Finanzministerium hat die Persian Gulf Strait Authority (PGSA) am 27. Mai mit Sanktionen belegt. Die indirekten US-iranischen Gespräche vom 1. und 2. Juli in Doha brachten einen Kommunikationskanal und eine Einigung zur Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Mittel für humanitäre Güter, aber keinen Durchbruch bei den Kernfragen. Nach dem Ende des Staatsbegräbnisses für Ali Chamenei am 9. Juli bleiben 37 Tage bis zum Ablauf des Rahmenmemorandums am 16. August.

Al Jazeera, Lloyd's List, CBS NewsZum Artikel
2. Juli, 19:03 Uhr

Das sechstägige Staatsbegräbnis für Ali Chamenei beginnt am 3. Juli in Teheran. Irans amtierender Oberster Führer Modschtaba Chamenei wird nicht erscheinen. Ajatollah Hakim Elahi, der offizielle Vertreter des Obersten Führers in Indien, bestätigte am 2. Juli: Die Sicherheitslage lasse es nicht zu, ein öffentliches Auftreten sei zu gefährlich. Modschtaba hatte beim Angriff vom 28. Februar nicht nur seinen Vater verloren, sondern auch seine Mutter und seine Ehefrau. Seit seiner Ernennung am 9. März hat er keine einzige öffentliche Veranstaltung besucht. Die Doha-Gespräche zwischen Washington und Teheran sind bis nach den Zeremonien ausgesetzt, die am 9. Juli enden.

APA (Azerbaijani Press Agency), Egypt IndependentZum Artikel
2. Juli, 05:08 Uhr

Katar und Pakistan teilten nach den Doha-Gesprächen vom 1. Juli mit, bei Fragen zum Memorandum of Understanding seien positive Fortschritte erzielt worden. Das nächste Treffen soll erst nach dem Staatsbegräbnis für den im Februar getöteten Revolutionsführer Ali Chamenei stattfinden. Die Zeremonien sind von 3. bis 9. Juli in Teheran, Qom, Najaf und Mashhad geplant. Vizepräsident Vance bezeichnete die Gespräche am 1. Juli als gut verlaufend und kündigte an, die Nuklearfrage werde bald thematisiert. Nach der Unterbrechung bleiben bis zum Ablauf des Versailler Memorandums am 16. August noch 37 Tage.

Times of Israel (2. Juli), CNN Live (2. Juli)Zum Artikel
2. Juli, 03:01 Uhr

In den Doha-Gesprächen vom 1. Juli ist die Forderung Irans nach Transitgebühren für die Straße von Hormus zum zentralen Streitpunkt geworden. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei hatte Gebühren für Navigationsdienstleistungen bereits am 15. Juni angekündigt. Außenminister Rubio lehnte das bei seinem Kuwaitbesuch ab: Iran dürfe keine Durchfahrtgebühren erheben. Katar sprach nach den Gesprächen von positivem Fortschritt, Irans Vizeaußenminister Gharibabadi sagte, die Gespräche hätten in dem angestrebten Format noch nicht begonnen. 45 Tage bleiben bis zum Ablauf des Versailler Memorandums am 16. August.

Axios, Watson.chZum Artikel
1. Juli, 17:07 Uhr

Iran hat den von Oman und der IMO eingerichteten Alternativkorridor durch die Straße von Hormus als inakzeptabel abgelehnt. Am 28. Juni wurde der panamaische Tanker M/T Kiku von einer Drohne getroffen. Das US-Zentralkommando beschoss daraufhin zehn iranische Militärziele in und um die Straße von Hormus. Iran antwortete mit Raketenangriffen auf Kuwait und Bahrain. Beide Seiten vereinbarten erneut eine Feuerpause. Brent-Rohöl notiert nach der Entspannung bei 72,91 Dollar pro Barrel.

CNBC, Al JazeeraZum Artikel
1. Juli, 03:05 Uhr

Artikel aktualisiert: Das 14-Punkte-Memorandum of Understanding wurde am 17. Juni formal unterzeichnet. Trump unterschrieb beim G7-Abendessen im Schloss Versailles, Irans Präsident Masoud Pezeschkian gleichzeitig in Teheran. Das veröffentlichte Dokument sieht sofortige Ölexporte Irans, 60 Tage gebührenfreie Durchfahrt durch die Straße von Hormus und IAEA-Überwachung bei der Verdünnung des angereicherten Urans vor. Die USA und regionale Partner sollen gemeinsam einen Wiederaufbauplan für Iran im Wert von mindestens 300 Milliarden Dollar entwickeln. Strittig bleibt die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte: Iran verlangte 24 Milliarden Dollar, Vizepräsident Vance bestritt eine Vorabauszahlung.

CNN, NBC News, Al JazeeraZum Artikel
30. Juni, 15:13 Uhr

Der Brentölpreis ist auf rund 72 Dollar gefallen und hat damit erstmals seit Kriegsbeginn am 28. Februar wieder Vorkriegsniveau erreicht. US-Energieminister Chris Wright meldete am 25. Juni, dass 72 Schiffe mit insgesamt rund 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus innerhalb von 24 Stunden passiert hatten, was dem Vorkriegsvolumen entspricht. Die Doha-Gespräche vom heutigen Dienstag brachten kein direktes US-Iran-Gespräch; technische Verhandlungen sollen nach Tagesspiegel-Informationen Anfang nächster Woche in der Schweiz weitergehen. Das Memorandum of Understanding vom 17. Juni läuft noch 47 Tage bis zum 16. August.

Al Jazeera, taz, Tagesspiegel
30. Juni, 13:01 Uhr

US-Sondergesandter Steve Witkoff und Berater Jared Kushner sind am Dienstag in Doha gelandet. Gleichzeitig kündigte Teheran eigene Delegationen nach Katar an. Ein direktes Gespräch zwischen Washington und Teheran wird es nach Angaben Qatars nicht geben: Majed Al Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums, erklärte, die US-Gesandten seien nicht für Verhandlungen mit Iran angereist. Trump behauptete, Iran habe um das Treffen gebeten. Irans Vizeaußenminister Gharibabadi widersprach: Keine technischen Sitzungen seien für diese Woche geplant. Das Rahmenabkommen vom 17. Juni läuft bis zum 16. August.

Euronews, Times of Israel, ZDF heuteZum Artikel
30. Juni, 11:07 Uhr

Außenminister Wadephul hat seinen Kurs zum Hormus-Einsatz konkretisiert: Er bietet nun Hilfe bei der Minenräumung an, knüpft diese aber an klare Voraussetzungen. Die Formulierung ist eine Verschiebung hin zu einem begrenzten Engagement, das möglicherweise kein Bundestagsmandat erfordert. Der NATO-Gipfel am 7. Juli ist jetzt eine Woche entfernt, die Sommerpause folgt am 10. Juli. In den Koalitionsfraktionen wächst die Skepsis, ob das vollständige Mandat noch rechtzeitig kommt. Trump erklärte, Hormus werde offen und gebührenfrei sein, ohne zu präzisieren, wie er das gegenüber Irans Gebührenplänen durchsetzen will.

Deutschlandfunk, n-tv, Frankfurter RundschauZum Artikel
29. Juni, 23:07 Uhr

Frankreich und Großbritannien hatten eine multinationale Minenräumungsmission für die Straße von Hormus vorgeschlagen. Der iranische Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi wies das zurück: Die Minenräumung liege laut Islamabad-Memorandum ausschließlich bei Iran als Küstenstaat. Gleichzeitig hat sich der Schiffsverkehr durch Hormus auf rund 50 Prozent des Vorkriegsniveaus erholt. Der zentrale Kanal der Meerenge ist nach Expertenschätzungen noch mehrere Monate von vollständiger Schifffahrtssicherheit entfernt.

TRT World, Daily Sabah, Discovery Alert
29. Juni, 13:07 Uhr

Die technischen Iran-USA-Gespräche am Dienstag finden in Doha statt, nicht wie ursprünglich geplant in der Schweiz. Ein US-Sicherheitsbeamter bestätigte gegenüber Axios die Verlagerung nach Katar. Im Vordergrund der Gespräche steht jetzt die Kontrolle der Straße von Hormus, nicht das Atomprogramm. Beide Seiten haben sich erklärt, vorerst von weiteren Angriffen abzusehen.

Radio Free Europe: Both Sides Will Stand Down For Now, CBS News: Initial talks in Switzerland postponedZum Artikel
29. Juni, 05:10 Uhr

Trotz der gegenseitigen Angriffe vom Wochenende wollen sich Vertreter der USA und des Iran am Dienstag in Doha zu technischen Gesprächen treffen. Beide Seiten erklärten sich bereit, vorerst von weiteren Angriffen abzusehen. Die USA hatten in zwei aufeinanderfolgenden Nächten iranische Raketen- und Drohnenlager angegriffen, woraufhin Irans Revolutionsgarden US-Militärbasen in Kuwait und Bahrain beschossen. Ein US-Sicherheitsbeamter bestätigte gegenüber Axios, die Gespräche in Doha sollen die Umsetzung des vor zwei Wochen unterzeichneten Rahmenabkommens voranbringen, insbesondere die strittige Frage der Kontrolle über die Straße von Hormus.

ZDF Heute – USA und Iran wollen wieder verhandeln, Deutschlandfunk – Vertreter in Doha
29. Juni, 03:01 Uhr

Irans Revolutionsgarden haben in der Nacht zum Sonntag ballistische Raketen und Drohnen auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und das Hauptquartier der 5. US-Marineflotte in Bahrain gefeuert. Die Angriffe erfolgten als Vergeltung für US-Luftschläge gegen zehn iranische Militärziele, die Washington als Reaktion auf einen IRGC-Drohnenangriff auf den Tanker Kiku bezeichnet hatte. Das Pentagon meldete keine Gefallenen. Außenminister Araghtschi kündigte in Bagdad an, Hormus solle binnen 30 Tagen wieder vollständig unter iranische Kontrolle gestellt werden. Beide Seiten erklärten, die Friedensgespräche würden am Dienstag trotzdem fortgesetzt.

Al Jazeera: Iran attacks Kuwait and Bahrain, ZDF: USA und Iran liefern sich Gefechte, ORF: Trotz Waffenruhe gegenseitige AngriffeZum Artikel
28. Juni, 04:55 Uhr

Brent-Rohöl ist auf rund 72 Dollar gesunken und damit erstmals seit Kriegsbeginn im Februar auf dem Vorkriegsniveau. WTI notiert bei rund 69 Dollar. Durch die Straße von Hormus fahren laut dem Analyseunternehmen Kpler täglich rund 70 Schiffe, gegenüber über 100 vor Kriegsbeginn. US-Außenminister Marco Rubio kündigte an, neue technische Gespräche mit dem Iran seien für Montag oder Dienstag in der Schweiz geplant.

Handelsblatt: Ölpreis Vorkriegsniveau, Tagesspiegel: Rubio kündigt Gespräche an, finanzen.net: Brent auf Vorkriegsniveau
26. Juni, 16:00 Uhr

Libanons Staatspräsident Joseph Aoun begrüßte das USA-Iran-Memorandum in einem Telefonat mit Außenminister Abbas Araghchi und betonte Libanons Interesse an regionaler Stabilität. CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt trat Befürchtungen entgegen, Israel könnte das Abkommen gefährden: Weder Washington noch Teheran hätten ein Interesse daran, den Prozess zum Scheitern zu bringen. US-Vizepräsident JD Vance räumte in einem Interview ein, das Memorandum sei eineinhalb Seiten lang und sehr allgemein gehalten. In den nun laufenden technischen Verhandlungen seien noch zahlreiche Fragen zu klären, darunter die Sicherheitsgarantien für den Südlibanon. Die nächste Verhandlungsrunde soll Anfang der Woche erneut in der Schweiz stattfinden.

Handelsblatt: Vance zum Iran-Abkommen, t-online: Vance äußert sich zu Iran-Abkommen
26. Juni, 12:57 Uhr

Irans Revolutionsgarden haben am Donnerstag das Containerschiff "Ever Lovely" in der Straße von Hormus mit einer Drohne angegriffen und das Brückenhaus beschädigt. Das Schiff befuhr eine von Oman und der IMO eingerichtete neue Route, die die IRGC zuvor als unerlaubt bezeichnet hatte. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation setzte daraufhin die erst drei Tage zuvor gestartete Evakuierungsaktion für über 11.000 eingeschlossene Seeleute vorläufig aus. Der Vorfall zeigt: Das Versailler Memorandum verspricht freie Durchfahrt auf dem Papier, die Routenkontrolle über Hormus beansprucht Teheran weiterhin.

Time Magazine, Al JazeeraZum Artikel
26. Juni, 00:30 Uhr

Iranische Revolutionsgarden haben das unter singapurischer Flagge fahrende Frachtschiff 'Ever Lovely' in der Straße von Hormus mit einer Drohne beschossen und das Brückenhaus beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hat daraufhin ihr gerade erst angelaufenes Evakuierungsprogramm für über 11.000 Seeleute aus der Konfliktregion vorläufig ausgesetzt, bis die Sicherheitsgarantien neu bewertet werden. Die IRGC-Marine bekräftigte, Hormus-Durchfahrten seien nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher und müssten per Funk vorab mit der iranischen Marine abgestimmt werden. Das Versailler Memorandum vom 18. Juni sieht freie Durchfahrt ohne Einschränkungen vor, der Vorfall zeigt jedoch wie wenig operativ verbindlich diese Zusage bisher ist.

Tagesspiegel: IRGC beschossen Frachtschiff in Hormus, Tagesspiegel: IMO stoppt Evakuierung nach Angriff, t-online: Iran-Krieg — Straße von Hormus nach Angriff wieder dicht
25. Juni, 18:56 Uhr

Der US-Senat hat die War-Powers-Resolution, die er am Dienstag mit 50 zu 48 verabschiedet hatte, am Mittwochabend nach einer Konfrontation mit Trump blockiert. Senator Bill Cassidy warf dem Präsidenten in einer geschlossenen Mittagssitzung vor, die Bevölkerung nicht über den Kriegsverlauf zu informieren. Trump nannte Cassidy daraufhin einen Verrückten. Cassidy änderte nach einem Briefing durch Vizepräsident Vance und Sondergesandten Witkoff seine Stimme, Rand Paul stimmte present statt ja. Die Abstimmung scheiterte 47 zu 50. Gleichzeitig beantragte Trump beim Kongress 87,6 Milliarden Dollar Nachtragshaushalt, überwiegend für den Irankrieg.

ABC News, NBC News, AxiosZum Artikel
25. Juni, 03:00 Uhr

Trump postete am 24. Juni auf Truth Social, Iran habe ihm versichert, keine Maut und keine Gebühren irgendeiner Art auf Hormus-Durchfahrten zu erheben. Irans Außenministerium hat das nicht bestätigt: Teheran plant nach eigenem Bekunden Servicegebühren für Navigation und maritime Dienste, sobald das 60-Tage-Fenster des Versailler Memorandums endet. Trump kündigte seinerseits an, die USA könnten nach Ablauf der Frist eigene Transitgebühren erheben, falls kein endgültiges Abkommen zustande komme. Eine neue Umfrage von Economist und YouGov (1.679 Befragte, 19. bis 22. Juni) zeigt: Nur 25 Prozent der Amerikaner glauben, die USA hätten den Irankrieg gewonnen. 81 Prozent erwarten, dass die Verhandlungen scheitern und der Krieg wiederauflebt.

CNBC: Trump claims Iran assured US no Hormuz tolls, Newsweek: Only 25% of Americans Think US Won Iran WarZum Artikel
24. Juni, 15:10 Uhr

Brent-Rohöl fiel am Dienstag auf 73,83 Dollar je Barrel, ein Minus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Das ist der erste Stand unter 75 Dollar seit Beginn des Iran-Konflikts im Februar 2026, als der Preis bei unter 75 Dollar lag, bevor er auf über 126 Dollar kletterte. Als Ursache nennen Analysten den Genfer Fahrplan vom 22./23. Juni sowie den 60-tägigen US-Sanktionserlass für iranischen Ölverkauf. Vollständige Normalisierung ist noch weit entfernt: Über 500 Schiffe warten noch auf die Durchfahrt durch Hormus, Versicherungsprämien sind weiterhin erhöht.

CNBC: Brent oil falls below $75Zum Artikel
24. Juni, 10:50 Uhr

Iran und die USA liefern sich einen öffentlichen Auslegungsstreit über einen Kernpunkt des Versailler Memorandums: Vizepräsident Vance hatte erklärt, Iran habe der Rückkehr von IAEA-Inspektoren zugestimmt. Irans Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei widersprach am 23. Juni: Es gebe keine Pläne für IAEA-Inspektionen an den von US- und israelischen Angriffen beschädigten Atomanlagen. Trump beharrte, Iran habe zu hundert Prozent zugestimmt. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte am 24. Juni, Inspektionen würden stattfinden, der Zeitpunkt sei offen. Es ist der dritte öffentliche Auslegungsstreit innerhalb einer Woche seit der Unterzeichnung des Versailler Memorandums.

Times of Israel: Iran widerspricht Vance zu IAEA-Inspektionen, Washington Post: Iran sagt nein zu IAEA-Inspektionen, NPR: Auslegungsstreit trübt Verhandlungsfortschritt
24. Juni, 07:06 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance hat den Bürgenstock am Montag nach zweitägigen Gesprächen verlassen. Technische Teams beider Seiten bleiben in der Schweiz und verhandeln entlang der vereinbarten 60-Tage-Roadmap weiter. Iran erklärte unterdessen, die Straße von Hormus werde künftig von der Islamischen Republik verwaltet und Schiffe müssten dafür Servicegebühren zahlen. US-Außenminister Rubio widersprach scharf: Kein Land dürfe auf einer internationalen Seeroute Maut oder Gebühren erheben. Die Kostenteilung für die Hormus-Administration ist damit der zentrale neue Streitpunkt vor der 60-Tage-Frist.

Weltwoche, Times of Israel: RubioZum Artikel
24. Juni, 05:00 Uhr

Die Atomarbeitsgruppe der USA und Iran nimmt heute in Bern ihre technischen Verhandlungen auf. Im Mittelpunkt steht Irans Vorrat an 60 Prozent angereichertem Uran, zuletzt von der IAEA auf 440,9 Kilogramm beziffert. Das Problem: Die Tunneleingänge der Anlage in Isfahan, wo schätzungsweise 265 bis 287 Kilogramm lagern, sind mit Erde verfüllt und laut US-Geheimdienstangaben mit Sprengminen gesichert. Die IAEA hat seit Juli 2025 keinen Zugang zu iranischen Atomanlagen und kann weder Menge noch Standort des Materials bestätigen. Irans Präsident Pezeshkian erklärte außerdem, das Recht auf Urananreicherung stehe nicht zur Disposition.

ISIS Report June 2026, PBS NewsHourZum Artikel
24. Juni, 02:59 Uhr

Der US-Senat hat am 23. Juni mit 50 zu 48 Stimmen erstmals eine War-Powers-Resolution gegen den Irankrieg verabschiedet. Vier Republikaner stimmten mit den Demokraten: Bill Cassidy, Susan Collins, Rand Paul und Lisa Murkowski. Das Repräsentantenhaus hatte bereits am 3. Juni mit 215 zu 208 abgestimmt. Es ist das erste Mal in der US-Geschichte, dass beide Kammern des Kongresses eine solche Resolution gemeinsam verabschiedet haben. Das Votum ist nicht rechtlich bindend und geht nicht an das Weiße Haus, setzt aber einen politischen Maßstab für den Fall, dass die Bürgenstock-Gespräche scheitern.

Al Jazeera, NPRZum Artikel
23. Juni, 19:08 Uhr

Das Treffen von Vance und Ghalibaf am Bürgenstock am 22. Juni gilt als erstes direktes Gespräch auf dieser Ebene seit fast 50 Jahren. Vance reklamierte vier Ergebnisse: IAEA-Inspektoren, Hormuz-Kanal, Libanon-Krisenforum, 60-Tage-Verlängerung. Iran dementierte neue Atomzugeständnisse. Der Schiffsverkehr durch Hormus kollabierte am Sonntag auf fünf Schiffe, verglichen mit 26 am Vortag. Die US-Öl-Sanktionslizenz gilt bis 21. August und erlaubte Iran in fünf Tagen den Export von 18 Millionen Barrel.

SRF News, nau.chZum Artikel
23. Juni, 11:01 Uhr

USA und Iran haben nach dem Bürgenstock-Treffen einen Dekonfliktionskanal für den Libanon vereinbart, der Israel, Frankreich und UNIFIL ausschließt. Der Mechanismus soll israelische Operationen auf unmittelbare Bedrohungen beschränken. Netanyahu widersprach öffentlich und bekräftigte volle Handlungsfreiheit der IDF im Südlibanon. Gleichzeitig hat am Dienstag die fünfte Runde direkter Israel-Libanon-Gespräche in Washington begonnen. Israel soll erstmals einen symbolischen Rückzug hinter die Yellow Line angeboten haben.

CNBC, Times of Israel LiveblogZum Artikel
23. Juni, 07:14 Uhr

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nach der iranischen Sperrankündigung vom 20. Juni drastisch eingebrochen. Laut Daten der Analysefirma Kpler passierten am Sonntag nur noch fünf Schiffe die Meerenge, verglichen mit 26 am Vortag und rund 120 vor Kriegsbeginn. Die USA und Iran haben in der Schweiz einen Kommunikationskanal für Schiffsdurchfahrten vereinbart, um Zwischenfälle zu verhindern. Iranisches Rohöl fließt unterdessen gesondert: Unter der US-Sanktionslizenz verschiffte Iran in den ersten fünf Tagen seit der Versailler Vereinbarung fast 18 Millionen Barrel. Der allgemeine Handelsverkehr für nicht-iranische Schiffe bleibt faktisch blockiert.

t-online, tagesschau
23. Juni, 05:08 Uhr

Das US-Finanzministerium hat am Montag eine 60-Tage-Allgemeinlizenz ausgestellt, die Irans Ölindustrie nahezu vollständig von Sanktionen befreit. Produktion, Transport und Verkauf iranischen Rohöls sind bis zum 21. August genehmigt. In den ersten fünf Tagen seit Inkrafttreten verschiffte Iran fast 18 Millionen Barrel Rohöl im Wert von rund 1,44 Milliarden Dollar. Die technischen Gespräche in Bürgenstock gehen in die zweite Runde: die drei Arbeitsgruppen für Atomfragen, Sanktionen und Streitbeilegung verhandeln durch die Woche, während Iran und die USA weiterhin unterschiedliche Versionen zur IAEA-Inspektion verbreiten.

Al Jazeera, The WeekZum Artikel
22. Juni, 19:05 Uhr

Am Dienstag beginnt in Washington die fünfte Runde direkter israelisch-libanesischer Gespräche, die bis Mittwoch andauert. Thema: Durchsetzungsmechanismen für die Waffenruhe und israelischer Truppenabzug aus dem Südlibanon. Die vierte Runde am 2. und 3. Juni hatte die Einrichtung von Pilotzonen für den Rückzug israelischer Truppen vereinbart sowie Libanons Erklärung, die Hisbollah als Feind zu behandeln. Die Gespräche laufen parallel zu den Bürgenstock-Nuklearverhandlungen, sind formal aber getrennt: Israel ist an den Iran-USA-Gesprächen nicht beteiligt.

Al Jazeera, Times of Israel
22. Juni, 19:00 Uhr

Vance nannte Irans Zusage zur Rückkehr von IAEA-Inspektoren einen „großen Meilenstein“ und erwartete deren Ankunft noch diese Woche. Die iranische Seite dementierte: In der Schweiz seien keine neuen Zusagen zum Atomprogramm gemacht worden. Es ist der dritte Auslegungsstreit in fünf Tagen: Nach den Debatten um 24 Milliarden Dollar eingefrorener Vermögenswerte und Hormuz-Transitgebühren verbreiten USA und Iran auch zum nuklearen Kernthema grundsätzlich verschiedene Versionen.

Axios, Times of IsraelZum Artikel
22. Juni, 15:06 Uhr

Kanzler Merz hatte beim G7-Gipfel am 14. Juni angekündigt, der Bundestag werde vor der Sommerpause über ein Bundeswehrmandat für Hormus abstimmen. Verteidigungsminister Pistorius nennt das nun 'völlig offen'. Regierungssprecher Kornelius erklärte, viele Voraussetzungen seien nicht erfüllt und ein konkretes US-Ersuchen für die deutsche Minenräumung liege nicht vor. In der Koalition zweifeln sowohl CDU/CSU- als auch SPD-Abgeordnete an der UN-Resolution 2817 als hinreichender Rechtsgrundlage; SPD-Verteidigungsexperte Schmid forderte einen geordneten parlamentarischen Befassungsprozess. Der Bundestag geht am 10. Juli in die Sommerpause.

ZDF heute, finanzen.net, DeutschlandfunkZum Artikel
22. Juni, 11:15 Uhr

Der amerikanische Militärgeheimdienst DIA warnte intern, Israels Premier Netanyahu werde höchstwahrscheinlich Schritte einleiten, die Trumps Iran-Deal aktiv sabotieren. Laut Washington Post stufte der DIA Israels Nachrichtendienste zudem als erhöhtes Kontraspionagerisiko ein: Israelische Dienste sollen US-Unterhändler in den Schweizer Bürgenstock-Gesprächen abgehört haben. Eine neue US-vermittelte Israel-Hisbollah-Waffenruhe trat am 20. Juni um 16 Uhr Ortszeit in Kraft und hielt weniger als eine Stunde. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete 83 Tote an diesem Tag.

Washington Post, ZDF heuteZum Artikel
22. Juni, 07:06 Uhr

USA und Iran haben am Montag auf dem Bürgenstock einen Fahrplan für ein umfassendes Endabkommen vereinbart. Konkret eingerichtet wurden drei Arbeitsgruppen zu Atomfragen, Sanktionen und Streitbeilegung sowie eine gemeinsame Libanon-Deeskalationszelle unter Beteiligung von Pakistan und Katar. Irans Außenminister Araghchi sprach von "großem Fortschritt" und listete iranische Gewinne auf: Öl- und Petrochemieexportwaivers, Aufhebung der Hafenblockade und Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen. Die Gespräche standen zwischenzeitlich still, nachdem Trump während der laufenden Verhandlungen in einem Fox-News-Interview mit Bombardierung gedroht hatte und Ghalibaf mit Abbruch drohte.

CNBC, NBC NewsZum Artikel
21. Juni, 21:30 Uhr

Die erste Verhandlungsrunde zwischen JD Vance und Irans Außenminister Abbas Araghchi auf dem Bürgenstock endete nach Irans Angaben mit substanziellem Fortschritt. Pakistan und Katar als Vermittler bestätigten positive Entwicklungen. Konkret vereinbart wurde ein technischer Folgemechanismus sowie ein Kommunikationskanal für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus. Die offene Streitfrage bleibt der israelische Truppenabzug aus dem Südlibanon, den Iran als Bedingung für die dauerhafte Hormus-Öffnung nennt. Die NZZ berichtete, Irans Verhandlungsführer Ghalibaf habe zeitweise mit einem Gesprächsabbruch gedroht.

NZZ, Tagesanzeiger, ABC News Iran live
21. Juni, 17:02 Uhr

Israelische Luftangriffe töteten am Sonntag mindestens 35 Menschen im Südlibanon, verteilt auf acht Orte, darunter 16 Tote allein in Nabatija. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, die IDF werde im Südlibanon verbleiben und akzeptiere keinerlei Einschränkungen beim Vorgehen gegen die Hisbollah. Das Islamabad-Memorandum verlangt in Artikel 1 die Einstellung aller Kämpfe auf allen Fronten sowie die Wahrung libanesischer Souveränität. Iran drohte über die Nachrichtenagentur Tasnim, die technischen Verhandlungen auszusetzen, sollte Israel seinen Abzug weiter verweigern. Am selben Tag verhandelten JD Vance und Außenminister Araghchi auf dem Bürgenstock.

SWI swissinfo, JNSZum Artikel
21. Juni, 07:04 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance und Irans Außenminister Abbas Araghchi sind am Sonntagmorgen auf dem Bürgenstock oberhalb des Vierwaldstättersees eingetroffen. Die Iran-USA-Gespräche, die am Donnerstag noch kurzfristig abgesagt worden waren, haben begonnen. Als Preis für Irans Teilnahme hat Washington zugestimmt, den Israel-Hisbollah-Konflikt als Notfall-Traktandum auf die erste Sitzung zu setzen. Iran hatte diesen Punkt als Bedingung für die Gespräche gestellt, weil das Versailles-Memorandum keine verbindliche Regelung für Südlibanon enthält. Auf iranischer Seite sind neben Araghchi auch Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf anwesend. Mediiert wird durch Pakistan und Katar.

Tagesspiegel, Times of Israel, CBS NewsZum Artikel
20. Juni, 19:08 Uhr

Iran hat die Straße von Hormus am Samstag erneut für gesperrt erklärt, drei Tage nach der Unterzeichnung des Versailles-Memorandums. Die IRGC-Marine warnte Schiffe vor der Durchfahrt. Das US-Zentralkommando CENTCOM widersprach: 55 Handelsschiffe seien am Samstag ungehindert passiert. Iran begründet den Schritt mit israelischen Luftangriffen im Südlibanon, die das MOU nach seiner Lesart verletzen. Weder Israel noch die Hisbollah sind Unterzeichner der Vereinbarung.

CENTCOM / Times of Israel, Tagesspiegel: Iran gibt erneute Schließung bekanntZum Artikel
20. Juni, 12:59 Uhr

Die zweite Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hielt weniger als einen Tag. Hisbollah-Drohnen griffen in der Nacht auf Samstag israelische Soldaten im Südlibanon an, fünf wurden verletzt, einer schwer. Israel antwortete mit Luftangriffen auf Hisbollah-Ziele; mindestens 16 Menschen kamen laut libanesischen Staatsmedien ums Leben. Iran besteht weiterhin auf dem vollständigen israelischen Abzug aus dem Südlibanon als Bedingung für den Beginn der Bürgenstock-Gespräche. Die 60-Tage-Frist des Versailles-Abkommens läuft seit Mittwoch, die Verhandlungen haben noch nicht begonnen.

Times of Israel, NBC NewsZum Artikel
19. Juni, 20:54 Uhr

Vier israelische Soldaten sterben in einem Hisbollahhinterhalt bei Nabatiyeh im Südlibanon, darunter ein Bataillonskommandeur. Israel greift zurück: Angriffe auf Hisbollahinfrastruktur in Nabatiyeh und dem Bekaa-Tal, mindestens 18 Tote auf libanesischer Seite. Israelische Minister Ben-Gvir und Smotrich fordern öffentlich die Zerstörung Libanons. Washington kritisiert seinen Verbündeten scharf. Am Abend einigen sich Israel und Hisbollah auf eine neue Waffenruhe unter Vermittlung von Katar, USA und Iran.

Al Jazeera, PBS NewsHourZum Artikel
19. Juni, 17:15 Uhr

Senator Bill Cassidy nannte das MOU am Freitag den schlimmsten außenpolitischen Lapsus seit Jahrzehnten. US-Regierungsvertreter bestätigten, Iran habe den vollständigen israelischen Abzug aus dem besetzten Südlibanon zur Bedingung für die technischen Gespräche gemacht. Das MOU enthält nur eine weiche Formulierung zur territorialen Integrität des Libanon, keinen expliziten Abzugsauftrag. Um die Verhandlungen zu entsperren, einigten sich Israel und die Hisbollah am Freitag auf eine Waffenruhe, ausgehandelt durch amerikanische und katarische Vermittlung mit iranischer Beteiligung. Ob die Gespräche in der Schweiz nun starten, war am Freitagabend noch offen.

The Hill, NBC News, CBS NewsZum Artikel
19. Juni, 13:00 Uhr

Nach dem Tod von vier israelischen Soldaten durch Hisbollah-Beschuss im Süden des Libanon hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Armee angewiesen, hart gegen die Miliz vorzugehen. Netanjahu erklärte auf X, die Hisbollah habe in einem abscheulichen Angriff die Waffenruhe eklatant gebrochen. Israelische Streitkräfte griffen daraufhin erneut Ziele der Hisbollah im Libanon an. Die Hisbollah warf Israel vor, sich zu keinem Zeitpunkt an eine Waffenruhe gehalten zu haben. Der Waffenruhe-Streit im Libanon belastet die Bürgenstock-Verhandlungen direkt: Die Libanon-Klausel des MoU war einer der Gründe, weshalb die technischen Gespräche am Morgen kurzfristig abgesagt wurden.

Handelsblatt, onvista
19. Juni, 06:41 Uhr

Die für Donnerstag geplanten technischen Gespräche zwischen USA und Iran auf dem Bürgenstock wurden kurzfristig abgesagt. Das Schweizer Außenministerium bestätigte die Verschiebung und erklärte, die Schweiz stehe weiterhin als Gastgeber bereit. US-Vizepräsident JD Vance reiste nicht in die Schweiz. Als Hintergrund werden Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung der Libanon-Klausel des MOU genannt.

Times of Israel, CBS News
19. Juni, 05:01 Uhr

Auf dem Bürgenstock haben heute die ersten technischen Gespräche zwischen Iran und den USA begonnen, begleitet von Pakistan und Katar als Vermittlern. Iran hat kurzfristig eingewilligt, auch sein Raketenprogramm und seine regionalen Milizen zu besprechen. Gleichzeitig sind erhebliche Meinungsverschiedenheiten über den MOU-Wortlaut zutage getreten: Iran hat die US-Version nicht bestätigt. Der von den USA verlesene Text verpflichtet Washington, gemeinsam mit regionalen Partnern einen Fonds über mindestens 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau Irans zu entwickeln. Trump bezeichnete das auf Truth Social als Falschinformation; Vance erklärte, kein US-Geld werde an Iran fließen.

NZZ, Yahoo News, The HillZum Artikel
19. Juni, 01:00 Uhr

Die geplante Unterzeichnungszeremonie auf dem Bürgenstock wurde abgesagt: Iran bestätigte, die digitale Unterzeichnung in Versailles sei rechtsgültig und abschließend. Am Freitag beginnen auf dem Schweizer Bergresort stattdessen die ersten technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens, darunter die Nuklearverhandlungen über das hochangereicherte Uran. Libanons Präsident Joseph Aoun reagierte positiv auf die Libanon-Klausel: Er begrüßte die ausdrückliche Anerkennung der "libanesischen Spezifität" und hofft, das Abkommen werde dem Kreislauf der Gewalt ein definitives Ende setzen.

20 Minuten, L'Orient Today, DeutschlandfunkZum Artikel
18. Juni, 21:16 Uhr

Außenminister Johann Wadephul hat öffentlich gebremst: Trotz unterzeichnetem MoU und erster Tankerpassage durch die Meerenge nennt er fünf Bedingungen für einen Bundeswehreinsatz — darunter den vollständigen Abkommenstext, Gewissheit über Kampfhandlungen und ein internationales Mandat. Kanzler Merz hatte ursprünglich ein vollständiges Friedensabkommen und ein neues UN-Mandat gefordert, ist von beiden Bedingungen aber abgerückt. Stattdessen soll eine UN-Resolution Bahrains vom 11. März als Rechtsgrundlage dienen — deren Tauglichkeit für einen Einsatz in iranischen Hoheitsgewässern selbst in der Koalition bezweifelt wird. Das Bundestagsmandat soll noch vor dem NATO-Gipfel am 7. Juli verabschiedet werden; die Sommerpause beginnt am 10. Juli.

Frankfurter Rundschau, ZDFZum Artikel
18. Juni, 16:53 Uhr

Drei saudi-arabische Supertanker mit zusammen rund sechs Millionen Barrel Rohöl passierten am 18. Juni erstmals seit Kriegsbeginn am 28. Februar die Straße von Hormus. In den vergangenen 24 Stunden genehmigten die Iranischen Revolutionsgarden die Durchfahrt von 33 Schiffen. Saudi-Arabien hatte die Route 3,5 Monate gemieden und Öl über den Rotmeer-Hafen Yanbu exportiert. Minen wurden noch nicht geräumt: Die IRGC erteilt derzeit Einzelgenehmigungen. Zugleich besteht Teheran auf Servicegebühren, die Trumps Versprechen abgabefreier Durchfahrt widersprechen. Deutsche Minenräumer Fulda und Mosel sind durch den Suezkanal, in fünf bis sieben Tagen in Djibouti.

Berliner Zeitung, HandelsblattZum Artikel
18. Juni, 07:15 Uhr

Der G7-Gipfel in Évian schloss mit breiter Unterstützung für das Iran-MoU. Merz, Macron, Starmer und Meloni erklärten gemeinsam, das Abkommen öffne eine Gelegenheit zur Stabilisierung der Region und Weltwirtschaft. Im US-Senat wächst dagegen der Widerstand: Senator Bill Cassidy (Louisiana) bezeichnete das Abkommen als 'schlimmsten außenpolitischen Fehler seit Jahrzehnten', Lindsey Graham warnte vor einem 'Albtraum für Israel.' Mehrere Senatoren erklärten, den Vertragstext noch nicht gesehen zu haben. Die formale Unterzeichnungszeremonie auf dem Bürgenstock ist für Freitag weiterhin geplant.

ZDF Heute, Times of Israel, The Hill, swissinfo.ch
18. Juni, 05:06 Uhr

Das MoU-Abkommen garantiert keine dauerhafte Transitgebührenfreiheit für die Straße von Hormus. Der tatsächliche Vertragstext verpflichtet Iran, Handelsschiffe für 60 Tage gebührenfrei passieren zu lassen. Danach handeln Oman und die Golfstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge und mögliche Servicegebühren. Trump unterzeichnete das MoU am Mittwochabend beim G7-Abendessen im Schloss Versailles neben Emmanuel Macron, nicht in der Schweiz wie ursprünglich geplant.

CNBC, NBC NewsZum Artikel
18. Juni, 03:10 Uhr

Rohöl der Sorte Brent fiel nach Unterzeichnung des 14-Punkte-Abkommens auf rund 79 Dollar je Barrel, den niedrigsten Stand seit Kriegsbeginn im Februar 2026 — ein Rückgang von rund 40 Prozent gegenüber dem Kriegshöchstkurs. Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Streitkräfte, Roger Wicker (Republikaner), nannte das Abkommen 'schlecht beraten' und erklärte, es sei 'nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben steht', solange keine bindenden Atombeschränkungen enthalten seien. Saudi-Arabien begrüßte die Einigung als wichtigen Schritt zur regionalen Stabilisierung; die Vereinigten Arabischen Emirate bezeichneten sie als Zeichen, dass Diplomatie dem Krieg vorzuziehen sei. Die US-Kriegskosten seit Ende Februar belaufen sich nach unabhängigen Berechnungen auf rund 113 Milliarden Dollar.

NBC News, The Hill, Al Jazeera
18. Juni, 01:09 Uhr

Das Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran ist nach persoenlicher Unterzeichnung durch Trump und Peseschkian offiziell in Kraft. Der 14-Punkte-Text ist jetzt oeffentlich. Er verpflichtet Iran zur Raeumung der Hormuz-Minen binnen 30 Tagen, die USA zur sofortigen Aufhebung der Seeblockade und aller Sanktionen einschliesslich der UN-Sicherheitsratsresolutionen. Die USA sagen ausserdem mindestens 300 Milliarden Dollar fuer den iranischen Wiederaufbau zu. Strittig bleibt, ob Sanktionserleichterungen sofort greifen oder erst in 60-taegigen Verhandlungen ausgehandelt werden.

CNN, NBC NewsZum Artikel
17. Juni, 23:15 Uhr

Donald Trump drohte am letzten Tag des G7-Gipfels in Évian-les-Bains mit einer Wiederaufnahme der US-Bombardierungen. Er sagte: "If they don't honor the agreement... we'll probably go back to bombing them until they honor it." Trump ließ dabei offen, welche konkreten Verstöße er als Auslöser werten würde. Die Äußerung fiel, als Trump die Abschluss-Pressekonferenz des G7-Gipfels nutzte, um die Hormus-Einigung gegenüber Journalisten zu verteidigen.

CNN: Trump droht mit Bombenwürfen bei Nichteinhaltung, CBS News: Trump Iran G7 news conference
17. Juni, 23:10 Uhr

Zwei neue Entwicklungen trüben das Hormus-Bild. Erstens: Die formelle Unterzeichnungszeremonie in Genf am 19. Juni ist nach iranischen Angaben abgesagt worden. Die Verhandlungsteams reisen zwar in die Schweiz, aber nur um die 60-tägigen Nukleargespräche zu beginnen. Das MoU ist bereits digital rechtsgültig. Zweitens: Das Abkommen verbietet Transitgebühren, nicht jedoch Servicegebühren. Irans Parlament hat eine solche Gebührenordnung für Navigation, Umweltschutz und Versicherung bereits im März 2026 kodifiziert. Irans Außenminister Araghchi bestätigte, diese Gebühren würden erhoben.

Outlook India: Iran will Servicegebühren für Hormus, Al Jazeera: US Iran to sign peace deal on FridayZum Artikel
17. Juni, 09:00 Uhr

Das am 15. Juni elektronisch unterzeichnete Memorandum of Understanding hat eine ungewöhnliche Eigenschaft: Alle drei Unterzeichnerparteien beschreiben seinen Inhalt unterschiedlich. Vance betont, es fließe kein einziger Dollar an Sanktionserleichterungen; ein hochrangiger iranischer Vertreter behauptet, 25 Milliarden Dollar eingefrorener Vermögen seien zugesagt. Außenminister Araghchi sieht den Abzug israelischer Truppen aus Libanon als Teil des Abkommens, Washington bestreitet das. Am Freitag soll das MoU in der Schweiz physisch unterzeichnet werden. Die Substanz entscheidet sich in den 60 technischen Verhandlungstagen danach.

Deutschlandfunk, ABC NewsZum Artikel
17. Juni, 05:03 Uhr

Das zwischen USA und Iran vereinbarte Dokument ist als Memorandum of Understanding eingestuft, kein abschließender Friedensvertrag. Offene Fragen zum iranischen Nuklearprogramm sollen in den kommenden Wochen in separaten Verhandlungen geregelt werden. US-Vizepräsident JD Vance hat seine Teilnahme an der Unterzeichnungszeremonie am 19. Juni in Genf bestätigt. Ob Präsident Trump persönlich erscheint, bleibt offen.

India TV News: Iran deal signing June 19 Geneva, Al Jazeera: US Iran to sign peace deal on Friday
17. Juni, 03:12 Uhr

Deutschland signalisiert Bereitschaft zur Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus, knüpft diese aber an drei Bedingungen. Außenminister Wadephul nannte: Einverständnis beider Parteien (USA und Iran), eine internationale Rechtsgrundlage (UN-Resolution oder EU-Beschluss) sowie ein Bundestagsmandat. Die Minenräumboote Fulda und Mosel sind bereits im östlichen Mittelmeer vorpositioniert. Der formelle Beginn der Räumungsoperationen ist für den 19. Juni in Genf nach der physischen Unterzeichnung des Friedensabkommens geplant. Libanons Präsident Joseph Aoun begrüßte das Abkommen in einem Telefonat mit Irans Außenminister Araghchi als Beitrag zu regionaler Stabilität und libanesischer Souveränität.

Middle East Monitor, Finanznachrichten: WadephulZum Artikel
17. Juni, 01:09 Uhr

Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet in seiner Frühjahrs-Konjunkturprognose damit, dass das Wirtschaftswachstum 2026 auf 0,4 Prozent schrumpft, ein Wert, der fast ausschließlich Kalendereffekten geschuldet ist. Neben dem Ölpreisschock betrifft die Blockade auch die chemische Industrie: Rund 45 Prozent des globalen Polyethylen- und Polypropylenhandels stammen aus der Golfregion, bei der deutschen und europäischen Importabhängigkeit von je 30 Prozent geraten Kunststoffverarbeiter und Autohersteller unter Druck. Mit dem Friedensabkommen ist der Rohölpreis Brent von 109 auf 83 US-Dollar je Barrel gefallen, doch an der Meerenge ändert sich vorerst nichts: Maritime Experten schätzen, dass die Minenräumung 40 bis 50 Tage dauert, bevor Reedereien wieder regulär fahren können. Die physische Unterzeichnung des Abkommens ist für den 19. Juni in Genf geplant.

IW Köln: Blockade der Straße von Hormus, IW Konjunkturprognose Frühjahr 2026, Logistik Heute: Schifffahrt soll wieder anlaufen
16. Juni, 13:10 Uhr

Irans Außenminister Abbas Aragtschi hat erklärt, das am Sonntagabend erzielte Friedensabkommen schließe den Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon ein und mache ihn zur Bedingung für das vollständige Kriegsende. Die USA widersprechen dieser Lesart: Das Abkommen enthalte keine solche Klausel. Israels Premierminister Netanyahu bekräftigte, die israelische Armee werde in einer Pufferzone im Südlibanon verbleiben, so lange es nötig sei. Die Lücke zwischen iranischer und amerikanischer Vertragsauslegung ist die erste ernsthafte Belastungsprobe für das Abkommen vor der für Freitag, den 19. Juni, geplanten physischen Unterzeichnung in Genf.

ABC News: Iran says deal requires Israel to withdraw from Lebanon, The Inquirer: Iran peace deal requires Israel to withdraw from LebanonZum Artikel
16. Juni, 11:06 Uhr

Das Memorandum of Understanding wurde am Sonntag von Trump, Vance und Irans Parlamentspräsident Ghalibaf digital unterzeichnet. Für die physische Öffnung der Straße von Hormus nennen fünf westliche maritime Sicherheitsexperten 40 bis 50 Tage als Mindestdauer der Minenräumung. Kriegsrisikoversicherungen haben sich gegenüber dem Vorkriegsniveau verzwanzigfacht: von 0,25 auf bis zu 5 Prozent des Schiffswertes. Frontline-Chef Lars Barstad rechnet in den ersten 30 Tagen nach Abkommen mit 12 Tankern täglich, etwa der Hälfte des Vorkriegsniveaus. Frühestens Ende Juli ist ein regulärer kommerzieller Verkehr durch die Meerenge realistisch.

Claims Journal: Minesweeping June 16, CNBC: Frontline CEO BarstadZum Artikel
15. Juni, 23:20 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance räumte beim G7-Gipfel in Évian ein, beim Atomdossier gebe es noch viele Details auszuhandeln; die USA hätten die Karten in der Hand. Schifffahrtsexperten zeigen die Lücke zwischen Versprechen und Realität: Rund 600 Handelsschiffe warten im Persischen Golf, darunter 250 Tanker. Vor Kriegsbeginn passierten täglich 120 bis 140 Schiffe die Straße von Hormuz, aktuell sind es 12 bis 15. Der Reedereiverband BIMCO erklärt, minenfreie Routen und Garantien beider Seiten seien Voraussetzung für eine Wiederaufnahme des normalen Betriebs. Das Pentagon schätzt die vollständige Minenräumung auf bis zu sechs Monate. Das Abkommen sieht 30 Tage vor.

CNBC: Vance Iran deal nuclear, Jerusalem Post: Hormuz mine clearance, The National: Shipping HormuzZum Artikel
15. Juni, 19:01 Uhr

Iranische Staatsmedien verbreiten die Unterzeichnung des Friedensabkommens als erzwungene Niederlage der USA. Ein Banner auf dem Staatssender Press TV lautete: "Die USA wurden gezwungen, ein Abkommen zum Ende des Krieges zu unterzeichnen." Iranische Außenpolitiker reagierten ihrerseits mit Abstand auf diese Darstellung und sprachen intern von strategischen Erfolgen des Iran, nicht von einem erzwungenen Rückzug Washingtons. Der Widerspruch zwischen Staatsmedien-Propaganda und offiziellem diplomatischen Kurs spiegelt die innerislamischen Debatten in Teheran über das Abkommen wider. Die formelle Unterzeichnung ist weiterhin für Freitag, den 19. Juni, in der Schweiz geplant.

Fox News (Iran state media), Iran International, Al Jazeera
15. Juni, 17:05 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete das Iran-USA-Friedensabkommen am Rande des G7-Gipfels in Évian als 'diplomatischen Durchbruch'. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien erklärten gemeinsam ihre Bereitschaft für eine rein defensiv ausgerichtete Militärmission zur Sicherung der Hormusmeerenge. Die Bundeswehr bereitet sich laut Merz seit Wochen auf diesen Einsatz vor; der Bundestag könnte die Mission bereits in der kommenden Woche genehmigen.

Tagesspiegel – Merz will Hormus-Mission beim G7 abstimmen, T-Online – Merz nennt Iran-Deal diplomatischen DurchbruchZum Artikel
15. Juni, 15:05 Uhr

Die Finanzmärkte haben auf die Friedenseinigung deutlich reagiert: Brent-Rohöl verbilligte sich am Montag um gut vier Prozent auf 83,82 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI um 4,6 Prozent auf 80,95 Dollar. Während der Hormusblockade hatte Brent zeitweise mehr als 120 Dollar je Barrel gekostet; die geopolitische Risikoprämie baut sich nun rasch ab. Zusätzlich zur Wiedereröffnung der Meerenge sieht das Abkommen die Freigabe von 25 Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Auslandsvermögen vor. Für deutsche Verbraucher könnte sich der Rückgang mittelfristig an der Zapfsäule bemerkbar machen.

rohstoff-welt.de — Ölpreise brechen nach Iran-Deal ein, WirtschaftsWoche — Ölpreise fallen nach USA-Iran-Einigung
15. Juni, 07:01 Uhr

Der G7-Gipfel hat am Montag in Évian-les-Bains eröffnet, das Iran-Abkommen dominiert die Agenda. Großbritannien und Frankreich werben bei Trump für eine multinationale Entminungskoalition, die nach der Unterzeichnung am Freitag die Straße von Hormus räumen soll. Frankreichs Präsident Macron forderte eine rasche und vollständige Umsetzung des Deals durch alle Kriegsparteien. UN-Generalsekretär Guterres bezeichnete das Abkommen als entscheidenden Schritt. Die formelle Unterzeichnung durch Vizepräsident Vance und Irans Parlamentspräsident Ghalibaf ist weiterhin für Freitag, den 19. Juni, in der Schweiz geplant.

France 24 – G7 summit opens with Iran deal on agenda, Transport Topics – G7 to Seek Trump's Approval of Hormuz Demining
14. Juni, 22:58 Uhr

Pakistan-Premier Shehbaz Sharif bestätigte am Sonntagabend auf X: Die USA und Iran haben ein Friedensabkommen erzielt. Trump erklärte auf Truth Social, der Deal sei vollzogen, und ordnete an, die US-Seeblockade der iranischen Häfen sofort aufzuheben. Die formelle Unterzeichnung ist für Freitag, den 19. Juni, in der Schweiz geplant; US-Vizepräsident JD Vance soll für Washington unterschreiben, Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für Teheran. Die Hormusmeerenge soll binnen 30 Tagen von Minen geräumt werden. Israel hatte zuvor die Beiruter Vorstadt Dahiyeh angegriffen und den Deal um Stunden verzögert; Trump rügte Netanyahu öffentlich scharf.

CNBC – US, Iran agree to peace deal, PBS News – Trump authorizes end of naval blockade, Axios – Trump on Netanyahu: no fucking judgmentZum Artikel
14. Juni, 19:05 Uhr

Israelische Angriffe auf Vororte von Beirut haben das geplante Iranabkommen am Sonntag zusätzlich belastet. Iran drohte mit Gegenangriffen auf Israel; Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, der die iranische Verhandlungsdelegation leitet, erklärte, wenn die USA weder den Willen noch die Fähigkeit hätten, ihre Verpflichtungen einzuhalten, könne der diplomatische Weg nicht fortgesetzt werden. Trump verurteilte die israelischen Angriffe ungewöhnlich scharf und sagte, sie hätten nicht stattfinden dürfen, besonders an einem Tag, an dem man einem Friedensabkommen so nahe sei. Beide Seiten bestätigen weiterhin das 14-Punkte-Memorandum. Trump reist am Montag zum G7-Gipfel nach Évian, wo das Abkommen auf der Agenda steht.

Tagesspiegel: US-Iran-Deal auf der Kippe, t-online: US-Iran-Deal auf der Kippe? Trump verurteilt neue Angriffe, finanzen.net: Iran zweifelt an diplomatischem Weg — Trump ermahnt Israel
14. Juni, 15:04 Uhr

Der 14. Juni, den Trump für die Unterzeichnung des Iranabkommens versprochen hatte, endet ohne Unterschrift. Pakistan arbeitete eigenen Angaben zufolge an einer virtuellen Unterzeichnungszeremonie für diesen Sonntag, Iran bestand darauf, keinen von Washington diktierten Zeitplan zu akzeptieren. Inzwischen vermitteln neben Pakistan auch Katar-Diplomaten in Teheran. Diplomaten beider Seiten gehen davon aus, dass die Unterzeichnung in den nächsten Tagen kommen wird. Trump reist morgen nach Évian-les-Bains zum G7-Gipfel; ein unterzeichnetes Abkommen im Gepäck bleibt sein erklärtes Ziel.

Al Jazeera Liveblog - Iran war live, CBS News Live Updates - Iran war US Trump peace deal, Jüdische Allgemeine - Wird noch heute ein Iran-Abkommen unterzeichnet?
14. Juni, 09:11 Uhr

Heute, am 14. Juni, wird Donald Trump 80 Jahre alt. Den Geburtstag würde er gern mit einem unterzeichneten Iranabkommen feiern, doch die Parteien sind noch uneins über den Zeitplan. Pakistan-Premier Shehbaz Sharif erklärte am Sonntagmorgen, ein endgültiger Text liege vor und sein Land arbeite an der elektronischen Unterzeichnung. Iran besteht darauf, Teheran werde keine Frist akzeptieren, die Washington diktiert. US-Finanzminister Scott Bessent hatte Montag als möglichen Abschluss genannt, der G7-Gipfel beginnt am Montag in Évian-les-Bains.

Deutschlandfunk: Widersprüchliche Angaben zur Abkommensunterzeichnung, Tagesspiegel: Hoffnung auf baldige Unterzeichnung, Spiegel: Bekommt Trump einen Friedensvertrag zum Geburtstag?
14. Juni, 01:04 Uhr

US-Präsident Trump kündigte am Samstagabend auf Truth Social an, das Abkommen mit Iran sei für Sonntag zur Unterzeichnung geplant. Irans Außenministerium widersprach innerhalb einer Stunde: Eine Unterzeichnung am Sonntag werde nicht stattfinden. Trotzdem bestätigen beide Seiten, dass ein Memorandum mit 14 Punkten vorliegt, das den Krieg formell beenden und die Hormusmeerenge öffnen soll. Drei strukturelle Hindernisse verhindern bisher die Unterschrift: das Schicksal von 440 Kilogramm hochangereicherten Urans, die ungeklärte Kommandostruktur der Islamischen Revolutionsgarden und eine im Memorandum nicht enthaltene US-Finanzzusage. Der G7-Gipfel beginnt am Montag in Évian-les-Bains.

ZDF Heute, TagesspiegelZum Artikel
13. Juni, 21:00 Uhr

US-Präsident Trump verkündete am Samstagabend auf Truth Social, der Deal sei "für morgen zur Unterzeichnung geplant" und die Straße von Hormus öffne danach "für alle". Trump behauptete zudem, Iran habe zugesagt, keine Atomwaffen anzustreben. Irans Außenministerium widersprach unmittelbar: Die Absichtserklärung werde am Sonntag nicht unterzeichnet. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtete aus Teheran, Iran trete bewusst auf die Bremse, um zu demonstrieren, wer den Zeitplan bestimmt. Die Bloomberg vorliegenden Vertragstexte zeigen: Irans 440 Kilogramm hochangereichertes Uran bleibt zunächst in Teheran; Fragen der Urananreicherung sollen erst in 60-tägigen Folgeverhandlungen geregelt werden.

CNBC: Trump kündigt Deal für Sonntag an, ZDF: Widersprüche zum Abkommen, Handelsblatt: Absichtserklärung nicht am SonntagZum Artikel
13. Juni, 13:06 Uhr

Pakistans Premierminister Sharif konkretisierte den Zeitplan am Samstagnachmittag: Die Unterzeichnung des Memorandums wird nach seinen Angaben innerhalb der nächsten 24 Stunden erwartet. Ein G7-Vertreter bestätigte Bloomberg, Genf sei als Unterzeichnungsort für Sonntag, den 14. Juni, geplant; US-Vizepräsident Vance soll für Washington zeichnen, Parlamentspräsident Ghalibaf für Teheran. Teheran widersprach unverzüglich: Außenamtssprecher Baghaei erklärte die Berichte für unwahr, die IRGC-nahe Agentur Fars zitierte eine Quelle, die sowohl Sonntag als auch Genf kategorisch verneinte und darauf bestand, Irans oberste Führung habe dem Text noch nicht zugestimmt.

Handelsblatt: USA-Iran-Deal in 24 Stunden, PressTV/Baghaei: Iran dementiert Genf, Athens Times/Bloomberg: Genf vor G7Zum Artikel
13. Juni, 11:11 Uhr

CENTCOM erklärte am Samstagmorgen die jüngste Angriffsserie auf iranische Militärziele für abgeschlossen. Zuvor hatte das US-Militär seit dem Apache-Abschuss am 9. Juni in mehreren Wellen Radaranlagen, Luftabwehrsysteme, Kommunikationsinfrastruktur in Teheran sowie Munitionsdepots getroffen. Irans Revolutionsgarden kündigten Vergeltung für die Angriffe an. Iran feuerte in der Nacht erneut Angriffsdrohnen auf Handelsschiffe in der Hormusmeerenge; CENTCOM schoss alle ab.

ABC News Iran Liveblog, CBS News: Iran StrikesZum Artikel
13. Juni, 05:07 Uhr

US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Samstagmorgen, ein Deal könne 'bereits dieses Wochenende oder Montag' geschlossen werden. Araghchi bestätigte, eine Unterzeichnung sei 'digital und remote innerhalb von Tagen' möglich. Parallel feuerte der Iran am frühen Samstagmorgen mehrere Angriffsdrohnen auf Handelsschiffe in der Hormusstraße; das US-Zentralkommando CENTCOM schoss alle ab. Die Meerenge bleibt offen.

Jerusalem Post, Iran International, RFE/RLZum Artikel
12. Juni, 23:09 Uhr

Qatars staatlicher Düngerkonzern QAFCO hat seine Produktion wegen der Hormus-Blockade eingestellt. QAFCO kontrolliert 14 Prozent des weltweiten Harnstoffhandels; insgesamt läuft rund ein Drittel des global gehandelten Grunddüngers durch die Straße von Hormus. Die FAO schätzt, dass bis zu 50 Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern von einem Ausfall der Golflieferungen betroffen sein könnten. Parallel warnte US-Senator Mark Kelly im Streitkräfteausschuss, die Munitionsvorräte für Tomahawks, ATACMS und Patriot-Systeme seien nach vier Monaten Krieg kritisch abgesunken.

FAO: Global Agrifood Implications 2026, Senator Kelly SASC AnhörungZum Artikel
12. Juni, 20:45 Uhr

Die israelische Luftkampagne im Südlibanon hat sich am 12. Juni weiter intensiviert. Euronews meldete Luftangriffe im Gebiet um Nabatieh, das israelische Militär führte zudem einen Drohnenschlag auf ein Fahrzeug in der Küstenstadt Sidon durch, bei dem zwei Menschen getötet wurden. Israel hält nach eigenen Angaben rund ein Fünftel des libanesischen Staatsgebiets unter militärischer Kontrolle. Heute markiert der 97. Kriegstag seit Beginn des israelischen Bodeneinsatzes im März 2026. Die Zahl der Todesopfer im Libanon liegt nach offiziellen Angaben über 3.600 seit Kriegsbeginn.

Euronews, Al Jazeera
12. Juni, 18:59 Uhr

Pakistan hat den finalen Text eines Iran-USA-Abkommens bestätigt. Premierminister Shehbaz Sharif schrieb auf X: 'Frieden war noch nie so nah wie jetzt.' Irans Außenminister Araghchi stimmte zu. Ein US-Regierungsvertreter sagte via CNBC, man sei sehr nah, aber nicht zu 100 Prozent sicher. Unterzeichnen sollen VP JD Vance und Parlamentspräsident Ghalibaf voraussichtlich an diesem Wochenende in Genf. Brent fiel um mehr als drei Prozent auf rund 109 Dollar.

CBS News, Al Jazeera, CNBCZum Artikel
12. Juni, 15:09 Uhr

Iran veröffentlichte über die staatliche Nachrichtenagentur Mehr News einen 14-Punkte-Rahmenentwurf für ein Abkommen mit den USA: sofortiger Waffenstillstand auf allen Fronten einschließlich Libanon, 60-tägiges Verhandlungsfenster über Nuklearfragen, Freigabe von 24 Milliarden Dollar eingefrorener Auslandsvermögen. Trump widersprach auf Truth Social: Der iranische Staatsrundfunk sage etwas, das 'NICHTS mit den vereinbarten Bedingungen zu tun' habe. Bloomberg meldet, eine Unterzeichnung könne am Sonntag in Genf erfolgen, unmittelbar vor dem G7-Gipfel in Évian-les-Bains vom 15. bis 17. Juni. Irans Außenamtssprecher Baqaei bekräftigte, es gebe noch keine abschließende Einigung. Die Ölpreise fielen um mehr als drei Prozent.

CBS News, Bloomberg (Athens Times)Zum Artikel
12. Juni, 09:01 Uhr

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte am Freitagmorgen gegenüber IRNA, der Verhandlungstext für eine Einigung mit den USA sei 'überwiegend finalisiert'. Die IRGC-nahe Nachrichtenagentur Fars widersprach: Ein Text sei nicht finalisiert worden. Gleichzeitig stoppte die Revolutionsgarde einen Öltanker an der Einfahrt zur Straße von Hormus und feuerte Warnschüsse ab. Die US-Marine schoss über der Meerenge zwei iranische Angriffsdrohnen ab, die laut CENTCOM Handelsschiffe angreifen sollten. In drei Tagen beginnt der G7-Gipfel in Évian-les-Bains, auf dem die Hormusblockade oben auf der Tagesordnung steht.

t-online, Times of IsraelZum Artikel
12. Juni, 03:09 Uhr

Der IAEA-Gouverneursrat stimmte am 10. Juni mit 21 zu 3 Stimmen für eine Resolution, die Iran zur Offenlegung von 440 Kilogramm hochangereichertem Uran verpflichtet. Seit dem 28. Februar 2026 hat kein Inspektor mehr eine iranische Atomanlage betreten. Die IAEA kann nicht sagen, wo sich das Material befindet, das für bis zu zehn Kernwaffen ausreichte. Iran wies die Resolution als fehlerhaft zurück und will stattdessen seine Anreicherungskapazität ausbauen. Antragsteller der Resolution: USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, dieselben Länder, die mit Iran über eine Waffenruhe verhandeln.

Washington Post, Times of IsraelZum Artikel
11. Juni, 22:59 Uhr

US-Präsident Trump hat die für Donnerstagabend geplanten Angriffe auf Iran abgesagt. Auf Truth Social schrieb er, die Gespräche seien auf die höchste Ebene der iranischen Führung gehoben und dort gebilligt worden. Ein Iran-Deal sei konzeptionell vereinbart, sagte Trump; er erwarte eine Unterzeichnung in Europa in wenigen Tagen. Ein hochrangiger iranischer Unterhändler widersprach: Weder ein Rahmenabkommen noch ein Memorandum of Understanding sei vereinbart worden.

Bloomberg, NPRZum Artikel
11. Juni, 21:09 Uhr

Die Internationale Energieagentur bezeichnet die Hormus-Blockade als größte Öllieferstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts. Die OPEC-Produktion sank um 9,7 Millionen Barrel pro Tag, Brent stieg von 72 auf 112 Dollar. Vitol-Chef Russell Hardy schätzt den kumulierten Produktionsausfall auf 600 bis 700 Millionen Barrel, bis zum Konfliktende auf eine Milliarde. Katar vermittelt aktuell einen Deal, der Hormus wieder öffnen und 60-tägige Atomgespräche einleiten soll.

IEA Oil Market Report April 2026, Wikipedia: Economic impact 2026 Iran warZum Artikel
11. Juni, 12:56 Uhr

Das US-Zentralkommando CENTCOM hat in der zweiten Nacht in Folge iranische Ziele angegriffen, diesmal auch im Raum Teheran. Getroffen wurden laut CENTCOM Kommunikationssysteme, Militärüberwachungsanlagen und Luftverteidigungsstellungen. Teheran als Ziel ist neu: Alle bisherigen Angriffe seit dem Apache-Abschuss am 9. Juni galten Küstenanlagen. US-Verteidigungsminister Hegseth kündigte die Fortsetzung der Operationen an, während Katar im Auftrag Washingtons in Teheran verhandelt. Die Freitagsfrist für einen Waffenstillstandsdeal läuft morgen ab.

Jerusalem Post, NBC News Liveblog, tagesschau LiveblogZum Artikel
11. Juni, 11:06 Uhr

Der US-Angriff auf den Tanker MT Settebello am 9. Juni hat drei indische Seeleute das Leben gekostet. CENTCOM beschoss das unter palauanischer Flagge fahrende Schiff im Golf von Oman mit Präzisionsmunition, da es laut US-Angaben iranisches Öl transportierte. Von 24 Besatzungsmitgliedern wurden 21 gerettet; zwei starben im Maschinenraum, der Chefingenieur gilt als vermisst. Indien bestellte US-Geschäftsträger Jason Meeks ein und forderte freie Schifffahrt in internationalen Gewässern. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO verurteilte den Angriff.

ANI News, Business Standard, IMOZum Artikel
11. Juni, 05:05 Uhr

Die IRGC-Marine schoss in der Nacht zwei Öltanker an, die trotz Sperrungserklärung die Hormusstraße zu passieren versuchten. US-Angriffe auf die Küstenstadt Sirik zerstörten zwei Wasserreservoirs und hinterließen rund 20.000 Menschen ohne Trinkwasser, bei Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad Celsius. Die IRGC warnte, kein Schiff dürfe seinen Ankerplatz im Persischen Golf oder im Golf von Oman verlassen. CENTCOM erklärte die eigene Angriffswelle für beendet, bestritt aber die Sperrung der Meerenge.

Al Jazeera, Gulf NewsZum Artikel
11. Juni, 02:56 Uhr

Katar-Unterhändler sind am Mittwoch in Teheran eingetroffen, um die letzten Streitpunkte eines Waffenstillstandsdeals zu klären. Kernfrage: 24 Milliarden Dollar eingefrorene iranische Vermögen, davon 12 Milliarden bei Unterzeichnung und 12 Milliarden innerhalb von 60 Tagen. Trump hat eine Frist gesetzt: Bis Freitag, den 12. Juni, ein Abkommen, sonst weitere Angriffe. Das US-Außenministerium ordnete die Abreise nicht-notwendigen Botschaftspersonals aus Bagdad an und autorisierte freiwillige Ausreisen aus Bahrain und Kuwait. Irans Verteidigungsminister Nasirzadeh drohte, alle US-Stützpunkte in den Nachbarländern seien in Reichweite.

Times of Israel: Qatari negotiators in Iran after consultations with US, Middle East Monitor: Qatari delegation arrives in Iran for talks, Washington Examiner: Trump halts Iran strikes, deal by Friday or bombing resumesZum Artikel
11. Juni, 01:00 Uhr

Am frühen Donnerstag setzte das US-Militär die Angriffe auf Iran fort: Trump bestätigte den Einsatz von 49 Tomahawk-Raketen, die Ziele bis 65 Kilometer vor Teheran trafen. Die IRGC antwortete mit Drohnenangriffen auf das Hauptquartier der US-Fünften Flotte in Bahrain und störte nach eigenen Angaben Kommunikationsantennen und Radaranlagen des Patriot-Systems; Bahrain erließ Luftalarm. Iran erklärte daraufhin die Straße von Hormus erneut für vollständig geschlossen, CENTCOM wies das zurück und teilte mit, der Schiffsverkehr laufe weiter. Trump stoppte die Angriffe vorerst und drohte, sie am Freitag fortzusetzen, falls kein Deal zustande komme. Als zentralen Streitpunkt nannte er 24 Milliarden Dollar eingefrorene iranische Vermögenswerte, deren Freigabe Teheran als Vorbedingung für Fortschritte fordert.

Washington Examiner: Trump halts Iran strikes, deal by Friday or bombing resumes, Times of Israel: Liveblog 11. Juni – US self-defense strikes, Iran claims Hormuz closed, TechTimes: IRGC targets Fifth Fleet HQ Bahrain, Patriot radarZum Artikel
10. Juni, 23:10 Uhr

Am 9. Juni wurden 100 Tage seit Beginn von Israels verstärkter Militäroffensive im Libanon gezählt. Israelische Streitkräfte setzten die Muster der Zwangsvertreibungen fort und richteten Drohungen gegen die südliche Küstenstadt Tyros. Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Wohngebiet in Tyros wurden mindestens acht Menschen getötet. Die israelische Armee operiert weiterhin nördlich des Litani-Flusses, den sie Ende Mai erstmals seit 2006 überquert hatte.

Al Jazeera: Hundred days of Israel's latest war on Lebanon
10. Juni, 23:00 Uhr

Am Mittwochabend erklärte Trump gegenüber Reportern, er werde den Iran „noch heute“ und „sehr hart“ treffen. Ob dabei Kraftwerke und Brücken ausgeschaltet würden, ließ er offen. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung warnte, der durch den Irankrieg ausgelöste Energiepreisschock gefährde die wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Trumps Ankündigung fällt in den Zeitraum, in dem Iran gerade seinen Gegenvorschlag via Oman übermittelt hatte und nun eine Neubeurteilung der Gespräche ankündigte.

ZDF Heute: Trump – werden Iran heute wieder hart treffen, ORF: Trump will Iran noch heute angreifen, IMK: Iran-Krieg und EnergiepreisschockZum Artikel
10. Juni, 14:56 Uhr

Irans Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei erklärte, Teheran werde die Atomverhandlungen nach dem jüngsten Schlagabtausch mit den USA neu bewerten. Gleichzeitig bestätigte CENTCOM den Abschluss seiner Angriffsserie: Insgesamt 20 iranische Einrichtungen wurden getroffen. Iran hatte am Montag noch einen Gegenvorschlag über omanische Vermittler übermittelt und das US-Angebot als inakzeptabel abgelehnt. Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains findet in sechs Tagen statt.

ABC News: Iran live updates, CENTCOM strikes completed, tagesschau: USA und Iran greifen gegenseitig anZum Artikel
10. Juni, 13:00 Uhr

Trump drohte auf Truth Social, er stehe kurz davor, neue Schläge auf iranische Kraftwerke und Brücken anzuordnen. Iran verhandele zu langsam und werde "den Preis bezahlen". Gleichzeitig wurden humanitäre Folgen der Nachtangriffe sichtbar: In Kuhestak, einer Stadt in der Provinz Hormuzgan, und elf umliegenden Dörfern haben nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr über 20.000 Einwohner keinen Zugang mehr zu Trinkwasser. Iranische Medien veröffentlichten Fotos zerstörter Wasserbecken; Temperaturen in der Küstenregion überschreiten 30 Grad Celsius.

t-online: Trump droht Iran mit neuen Angriffen, Handelsblatt: Iran-Krieg aktuellZum Artikel
10. Juni, 11:02 Uhr

Hintergrund zum IRGC-Angriff in der Nacht: Am 1. Juni hatte Teheran alle Verhandlungskanäle mit Washington geschlossen. Außenminister Araghchi begründete den Schritt mit fortgesetzten israelischen Angriffen im Libanon und Gaza. Die diplomatische Blockade ist strukturell: Iran besteht auf einem Waffenstillstand auf allen Fronten gleichzeitig. Parallel läuft die Hormus-Blockade institutionalisiert weiter. Iran gründete am 5. Mai die Persian Gulf Strait Authority (PGSA), die Transitgenehmigungen vergibt. Reedereien zahlen bis zu zwei Millionen Dollar pro Passage. An den Energiemärkten liegt Brent-Rohöl seit Wochen erheblich über 100 Dollar, deutsches Heizöl ist seit Ende 2025 rund 40 Prozent teurer.

NPR, EuronewsZum Artikel
10. Juni, 09:04 Uhr

CENTCOM bestätigte den Abschluss der US-Angriffsserie auf Iran: 20 Einrichtungen wurden in mehreren Wellen getroffen, darunter Radarstationen, Luftabwehrsysteme und Bodenkontrollstationen rund um die Straße von Hormus. Washington wertet die Schläge als verhältnismäßige und abgeschlossene Reaktion auf den Apache-Abschuss. Die IRGC griff in derselben Nacht US-Basen in Bahrain, Kuwait und Jordanien an. Über Bahrain ertönten landesweite Luftschutzsirenen; Jordanien meldete fünf abgefangene Raketen ohne Schäden.

Handelsblatt, ABC NewsZum Artikel
10. Juni, 04:59 Uhr

Die Islamische Revolutionsgarde hat in der Nacht auf Mittwoch US-Militärbasen in Kuwait, Bahrain und Jordanien angegriffen. Mit Kheibar-Shekan-Langstreckenraketen wurden Ziele auf der Muwaffaq-Salti-Basis nahe Al-Azraq in Jordanien angesteuert, wo die USA rund 18 Jets vom Typ F-35 stationiert hatten. Jordaniens Militär erklärte, fünf Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die IRGC behauptet, 21 US-Ziele getroffen und vier davon zerstört zu haben, darunter Hangars. Außenminister Araghchi warnte Golfstaaten, die US-Truppen beherbergen, seien mitverantwortlich für Angriffe auf Iran.

Al Jazeera, CNNZum Artikel
10. Juni, 00:55 Uhr

Das US-Zentralkommando CENTCOM hat am Dienstag mehrere iranische Luftabwehr- und Radaranlagen auf der Insel Qeschm und in Bandar Abbas bombardiert. Die Angriffe galten als direkte Vergeltung für den Abschuss eines US-Apache am Vortag. Iran antwortete mit Raketen und Drohnen auf amerikanische Ziele. Außenminister Araghchi erklärte, kein US-Angriff werde unbeantwortet bleiben. Der Brentölpreis stieg unmittelbar auf fast 100 Dollar.

NBC News, ZDF heuteZum Artikel
9. Juni, 23:12 Uhr

Israel griff am frühen Montagmorgen trotz eines direkten Appells von US-Präsident Trump iranische Ziele in Bandar-e Mahshahr, Teheran und Isfahan an. Trump hatte Netanyahu persönlich gebeten, nicht zu eskalieren; Israel tat es trotzdem. Trump drohte daraufhin öffentlich: 'Du wirst sehr bald allein dastehen.' Als Israel einen signifikanten Großangriff auf Teheran vorbereitete, überredete Trump Netanyahu, ihn abzusagen. Israel stellte Iran-Angriffe auf US-Wunsch ein, setzt aber Operationen im Libanon fort. Irans Revolutionsgarden erklärten am Montagabend die Einstellung ihrer Gegenangriffe. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte beim Treffen der EU-Verteidigungsminister in Nikosia vor weiterer Eskalation.

Axios, Al JazeeraZum Artikel
9. Juni, 21:09 Uhr

Ein AH-64 Apache der US Army wurde Montagabend bei einer Routinepatrouille über der Straße von Hormus abgeschossen. Beide Piloten wurden unverletzt gerettet, erstmals in der US-Militärgeschichte durch ein autonomes Drohnenschiff: die Corsair von Saronic Technologies, betrieben durch Navy Task Force 59. Trump bestätigte am Dienstag, Iran sei für den Abschuss verantwortlich, und kündigte eine Reaktion an. Irans Außenminister Araghchi erklärte, ausländische Streitkräfte nahe iranischem Territorium befänden sich in ständiger Gefahr. Der Abschuss kommt zu einem Zeitpunkt, da Trump noch am selben Tag von einem Deal mit Iran in zwei bis drei Tagen gesprochen hatte.

CBS News, Euronews, DefenseScoopZum Artikel
9. Juni, 19:00 Uhr

Trump erklärte in einem Axios-Interview, Iran habe Washington direkt kontaktiert und darum gebeten, Israel zum Stopp weiterer Angriffe aufzufordern. Er warnte Netanyahu, Israel werde auf sich allein gestellt sein, falls es die Schläge auf den Iran wiederaufnehme. Gleichzeitig bombardierte Israel die libanesische Hafenstadt Tyrus: Mindestens acht Menschen wurden getötet, 32 verletzt. UN-Generalsekretär Guterres forderte alle Seiten zur sofortigen Einstellung aller Angriffe auf und bezeichnete eine militärische Lösung als nicht erreichbar. Israel setzt seine Libanon-Operationen fort und lässt damit Irans Kernbedingung für eine Einigung unerfüllt.

Al Jazeera: Trump warns Netanyahu, France24: Israel strikes Tyre, New Arab: Israel strikes Tyre UK France sanctionsZum Artikel
9. Juni, 15:05 Uhr

Trump erklärte nach den NBA Finals in New York, ein Abkommen mit Iran sei in zwei oder drei Tagen erreichbar; die Straße von Hormuz werde sofort danach wieder geöffnet. Die Ölpreise gaben nach. Trump hat ähnliche Ankündigungen bereits mehrfach gemacht, ohne dass ein Abschluss folgte. Die drei Kernstreitpunkte bleiben ungelöst: der Verbleib der 440 Kilogramm hochangereicherten Urans, die Freigabe der gesperrten iranischen Auslandsvermögen und das Ende der israelischen Luftangriffe im Libanon.

CNBC: Trump says Iran deal in two or three daysZum Artikel
9. Juni, 09:05 Uhr

Trump kündigte bei einem Tele-Rally für Senator Lindsey Graham an, die USA würden innerhalb von zwei Wochen den totalen Sieg über Iran verkünden. Teheran sei bereit, alles zu geben: weder Urananreicherung noch Nuklearbestände. Netanyahu bestätigte nach einem Telefonat mit Trump offiziell den Waffenstillstand mit Iran, schloss aber Libanon ausdrücklich aus. PBS NewsHour prüfte die Behauptungen und stellte fest, Iran besitze noch immer rund 440 Kilogramm hochangereichertes Uran.

Jerusalem Post: Trump declares total victory over Iran, PBS NewsHour: Factchecking Trump's Iran victory claimsZum Artikel
9. Juni, 07:04 Uhr

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Dienstagmorgen, die Einstellung der Direktangriffe auf Iran bedeute nicht das Ende der Militärkampagne. Ausdrücklich schloss er Libanon aus dem Halt aus: Israel werde die Operationen gegen Hisbollah fortsetzen. Das schafft ein strukturelles Problem für die Verhandlungen, denn Iran hatte als Bedingung für seine Waffenruhe ein Ende der israelischen Luftangriffe im Libanon genannt. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte am Montag vor weiterer Eskalation und begrüßte gleichzeitig die von der EU beschlossenen Sanktionen gegen hochrangige IRGC-Offiziere wegen Bedrohung der Schifffahrtsfreiheit.

NZZ: Iran bricht erneut die Waffenruhe, Kallas warnt vor weiterer Eskalation, t-online: Israel stoppt Angriffe auf US-Wunsch
9. Juni, 03:02 Uhr

Irans Khatam-Al-Anbiya-Kommando erklärte am Montagabend die formelle Einstellung seiner Militäroperationen gegen Israel. Trump forderte auf Truth Social einen sofortigen Waffenstillstand und benannte erstmals öffentlich seine Kernforderung: keine Urananreicherung im Iran, alle Nuklearbestände müssen herausgegeben werden. Iran verlangt als Gegenleistung das Ende der israelischen Luftangriffe im Libanon sowie die Aufhebung der US-Seeblockade. Trump erklärte, Israel werde keine Wahl haben als einen Deal anzunehmen, und drohte im Falle eines Scheiterns mit einer militärischen Antwort. Sechs Tage bis zum G7-Gipfel in Évian-les-Bains.

Arab News: Trump calls for immediate ceasefire, The Hill: Trump says Israel won't have a choiceZum Artikel
9. Juni, 01:10 Uhr

Irans Revolutionsgarden haben einen 'Gürtel des Widerstands' von der Straße von Hormuz bis zur Meerenge Bab al-Mandab angekündigt. Saudi-Arabien leitet rund 70 bis 75 Prozent seiner Rohölexporte über das Rote Meer, weil der Persische Golf weitgehend gesperrt ist. Diese Ausweichroute steht nun unter Druck: Huthis verkündeten am 8. Juni eine vollständige Seeblockade israelischer Schiffe im Roten Meer. Energieanalysten halten Brent-Preise zwischen 150 und 200 Dollar für möglich, sollten beide Meerengen gleichzeitig schließen.

finanzen.net: Iran droht Bab al-Mandab, Euronews: Huthis sperren Rotes MeerZum Artikel
8. Juni, 23:23 Uhr

Beide Seiten haben am Montagabend den Direktangriffsstopp bestätigt. Iran knüpft seine Zurückhaltung an eine explizite Bedingung: Setzt Israel seine Luftangriffe im Libanon fort, werde Teheran mit härteren Maßnahmen reagieren. Israel hat sich zu keiner Einschränkung der Libanon-Operationen verpflichtet. Trump postete auf Truth Social, finale Friedensverhandlungen liefen und er rufe beide Seiten auf, das Schießen einzustellen. Bis zum G7-Gipfel in Évian am 15. Juni bleibt der Waffenstillstand damit fragil und konditional.

Al Jazeera: Iran and Israel halt attacks, NPR: Iran war updates
8. Juni, 19:05 Uhr

Die EU hat am Montag erstmals ihr neues Schifffahrtssanktionsregime angewendet: Betroffen sind der Marinebefehlshaber der IRGC-Provinzeinheit Hormozgan sowie zwei hochrangige iranische Offiziere, darunter Mohammad Akbarzadeh als stellvertretender politischer Kommandeur der IRGC-Marine. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, Irans Handlungen bei der Sperrung der Straße von Hormus seien unakzeptabel. Zeitgleich meldete das Statistische Bundesamt, Aufträge in der deutschen Industrie seien im April um 3,8 Prozent eingebrochen, doppelt so stark wie erwartet, als direkte Folge der Unsicherheiten im Nahen Osten.

Times of Israel: EU sanctions IRGC, Wirtschaftswoche: Industrie AuftragsschwundZum Artikel
8. Juni, 15:00 Uhr

Iran erklärte am Montagnachmittag einen vorläufigen Stopp seiner Angriffe auf Israel. Teheran knüpfte die Pause an eine Bedingung: Setze Israel seine Luftangriffe im Libanon fort, werde man mit härteren Maßnahmen reagieren. US-Vizepräsident J.D. Vance erklärte, ein Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei 'sehr nahe', man sei aber 'noch nicht so weit'. Der G7-Gipfel in Évian beginnt am 15. Juni als nächste diplomatische Etappe.

Washington Post, CBS NewsZum Artikel
8. Juni, 13:20 Uhr

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben ihre Vergeltungsoperation gegen Israel für beendet erklärt. Die als „Operation Nasr“ bezeichneten Angriffe hatten die israelischen Luftwaffenbasen Nevatim, Tel Nof und Ramat-David zum Ziel, nach IRGC-Angaben wurden rund zehn ballistische Raketen abgefeuert. Israel meldete vollständige Abwehr. Trump forderte nach der Eskalation, dass Iran und Israel sofort das Schießen einstellen: „Abschließende Friedensverhandlungen laufen, sofern nicht Dummheit im Weg steht.“ Pakistan vermittelt parallel: Innenminister Mohsin Naqvi überbrachte am Samstag zum dritten Mal direkte Botschaften in Teheran.

ZDF heute Liveblog, NZZ: Iran bricht Waffenruhe, CBS News Live Updates
8. Juni, 07:03 Uhr

Israel hat in den frühen Morgenstunden des 8. Juni den iranischen Petrochemiekomplex Karun in Bandar-e Mahshar bombardiert und Raketenabschussanlagen in Zentral- und Westiran angegriffen. Der Iran antwortete mit elf ballistischen Raketen auf israelische Städte, Sirenen heulten in Tel Aviv, Jerusalem und Nordisrael. Kein Verletzter gemeldet. Es ist der schwerste direkte Schusswechsel zwischen Israel und Iran seit der Waffenruhe vom 8. April. Trump sagte, er sei über Israels Vorgehen nicht glücklich, und forderte Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Times of Israel, NPRZum Artikel
7. Juni, 15:05 Uhr

Hundert Tage nach Beginn der Operation Epic Fury am 28. Februar 2026 stehen mehr als 7.000 Tote verzeichnet: Iran meldete 3.468 Tote, der Libanon 3.526, die USA 13 gefallene Soldaten, Israel 51. Irans Raketenstartzahlen sanken laut Militäranalytiker AJ Jaff um 92 Prozent, von 480 auf etwa 40 täglich; die USA zerstörten über 85 Prozent der iranischen Verteidigungsindustrie. Ein dauerhafter Waffenstillstand fehlt: Die 60-Tage-Verlängerung scheitert an Trumps Forderung nach sofortiger Hormuz-Öffnung. G7-Gipfel in Évian am 15. Juni gilt als letztes Fenster vor Ablauf des informellen Waffenstillstands Mitte Juli.

Al Jazeera: 100 Tage in Zahlen, GlobalSecurity Day 100Zum Artikel
7. Juni, 12:59 Uhr

Israel hat seinen Bodeneinsatz im Südlibanon auf weitere Gebiete ausgeweitet. Division 162 operiert mit dem Ziel, die Pufferzone auszudehnen, Richtung Nabatieh, der wichtigsten Stadt des Südens. Libanesischer Premierminister Nawaf Salam bezeichnete die israelische Vorgehensweise als Scherbenpolitik und kollektive Bestrafung. Israelische Truppen kontrollieren nach aktuellen Schätzungen rund ein Fünftel des libanesischen Staatsgebiets. Seit Kriegsbeginn im März wurden 3.593 Menschen getötet und 10.990 verletzt.

Deutschlandfunk, DeutschlandfunkZum Artikel
7. Juni, 06:43 Uhr

Bereits der dritte Waffenstillstandsversuch im Libanon ist gescheitert: Das von US-Vermittlern am 3. Juni ausgehandelte Abkommen zwischen Israel und der libanesischen Regierung wurde von Hisbollah-Chef Naim Kassem am Folgetag als 'absurd, erniedrigend und beleidigend' zurückgewiesen. Das Abkommen verpflichtete nur Hisbollah zum Feuerstopp, nicht Israel, das seine Militäroperationen im Südlibanon ausdrücklich fortsetzen will. Seit Kriegsausbruch im März wurden 3.516 Menschen getötet, sieben UNIFIL-Soldaten kamen ums Leben.

Al Jazeera, HandelsblattZum Artikel
7. Juni, 05:15 Uhr

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist am Samstagabend zum dritten Mal in Teheran eingetroffen. Er überbrachte persönliche Botschaften von Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir direkt an Irans Obersten Führer Khamenei. Naqvi traf Innenminister Momeni und Außenminister Araghchi. Irans General Mohsen Rezaei, Vorsitzender des Rates der Revolutionsgarden, drohte derweil, den Konflikt auf das Rote Meer, den Indischen Ozean und das Mittelmeer auszuweiten. Teheran nannte erstmals öffentlich eine Summe: 24 Milliarden Dollar eingefrorene Guthaben sollen freigegeben werden.

geo.tv, t-online.deZum Artikel
7. Juni, 01:00 Uhr

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist am Samstagabend in Teheran eingetroffen, um nach den schwersten Gefechten seit Beginn der Waffenruhe zu vermitteln. Naqvi gilt als enger Vertrauter von Pakistans Armeechef Asim Munir, dem gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt werden. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, eine Einigung sei nur Zentimeter entfernt, kritisierte jedoch maximalistische Forderungen der amerikanischen Verhandler. Strittig ist vor allem Washingtons Forderung, sämtliches hochangereichertes Uran Irans aus dem Land zu transportieren, was Teheran als inakzeptable Bedingung ablehnt.

Tagesspiegel: Pakistans Innenminister in Teheran, CBS News Live: Iran-US ceasefire negotiations
6. Juni, 17:00 Uhr

Das US-Repräsentantenhaus hat am 3. Juni mit 215 zu 208 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die Trump anweist, den Irankrieg zu beenden. Vier Republikaner stimmten gegen ihren Präsidenten: Thomas Massie, Brian Fitzpatrick, Tom Barrett und Warren Davidson. Grundlage ist der War Powers Act von 1973, ein Gesetz das über Richard Nixons Veto hinweg verabschiedet wurde. Die Concurrent Resolution hat keine Gesetzeskraft, ist aber das erste Mal seit Kriegsbeginn, dass eine Kammer des Kongresses mehrheitlich für ein Ende gestimmt hat. 64 Prozent der registrierten Wähler halten Trumps Entscheidung laut einer NYT/Siena-Umfrage für falsch.

NPR, Washington PostZum Artikel
6. Juni, 07:05 Uhr

Die iranischen Revolutionsgarden haben am Freitag sieben ballistische Raketen auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait und den Hauptsitz der US-5th-Fleet in Bahrain abgefeuert. Das Pentagon bestätigte, sechs Raketen abgefangen zu haben, die siebte habe ihr Ziel aus eigener Kraft nicht erreicht. Eigene Verluste gab es nicht. Davor schoss das US-Militär vier iranische Drohnen über der Hormusstraße ab und griff anschließend iranische Küstenradaranlagen an. Irans Außenminister Araghchi hatte US-Basen, von denen aus Angriffe auf Iran gestartet werden, als legitime Ziele bezeichnet. Trump behauptet gleichzeitig, ein Friedensdeal sei noch dieses Wochenende möglich; Araghchi spricht von keinem spürbaren Fortschritt.

NBC News, NPRZum Artikel
6. Juni, 01:11 Uhr

Trotz der am 4. Juni vereinbarten Waffenruhe setzte Israel seine Angriffe auf den Libanon fort: Am 5. Juni kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, Israel stellte neun weiteren Ortschaften Evakuierungsaufrufe zu. Hisbollah-Chef Naim Qassem bezeichnete das Abkommen als Niederlage und meldete acht eigene Gegenangriffe. Libanons Präsident Joseph Aoun brach in einem CNN-Interview öffentlich mit Teheran: Iran benutze sein Land als Schachfigur in den Verhandlungen mit Washington. Teheran hatte erklärt, einem Waffenstillstand mit den USA erst zuzustimmen, wenn auch für den Libanon eine Einigung steht.

CNN: Israel seizes Beaufort Castle, Times of Israel: IDF Lebanon operations
5. Juni, 02:55 Uhr

Die Golfstaaten verlieren laut Goldman Sachs 700 Millionen Dollar täglich durch die Hormusblockade. Der IWF sagt Qatar für 2026 einen BIP-Rückgang von 14,7 Prozent voraus. Über 2.000 Schiffe sitzen im Persischen Golf fest. Während GCC-Generalsekretär Albudaiwi die iranischen Angriffe als sündhafte Aggression verurteilte, hat kein Golfstaat eigene Streitkräfte eingesetzt. Oman kämpft mit seiner Vermittlerrolle: Außenminister Albusaidi nannte iranische Vergeltungsangriffe unvermeidbar und wurde selbst zum Ziel iranischer Drohnen.

Goldman Sachs via CNBC, Stimson CenterZum Artikel
4. Juni, 17:07 Uhr

Das Pentagon bezifferte den wirtschaftlichen Schaden der Seeblockade: Zwischen dem 13. April und dem 1. Mai 2026 verlor Iran 4,8 Milliarden Dollar an Ölexporteinnahmen. Gleichzeitig steckten 31 iranische Tanker mit 53 Millionen Barrel Rohöl im Golf fest. Oxford Economics schätzt, dass die Blockade bis zu 70 Prozent von Irans Exporteinnahmen gefährdet. Der IWF prognostiziert für 2026 eine Schrumpfung der iranischen Wirtschaft um 6,1 Prozent bei 68,9 Prozent Inflation.

Axios: US blockade cost Iran $4.8 billion, Al Jazeera: How much will US Hormuz blockade hurt IranZum Artikel
4. Juni, 09:00 Uhr

Irans Außenministeriumssprecher warf den USA am 4. Juni vor, die Waffenruhe zu verletzen, "einschließlich dieses Morgens", und kündigte "notwendige Verteidigungsmaßnahmen" an. Auslöser waren nach iranischer Darstellung amerikanische Strikes auf eine südliche Hafenanlage, die die Eskalationsspirale neu angeheizt hätten. Präsident Trump erklärte gegenüber ABC News, eine Einigung über die 60-Tage-Verlängerung der Waffenruhe und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei innerhalb der nächsten Woche erreichbar. Das Memorandum, das Trump zuletzt mit Forderungen nach Vernichtung iranischer Urananreicherungsbestände zurückgesandt hatte, ist weiterhin nicht unterzeichnet. Fünf Tage bleiben bis zu Trumps selbst gesetzter Frist vom 8. Juni.

CBS News Live Updates, Axios: Trump requests edits to Iran deal
3. Juni, 22:00 Uhr

Das US-Repräsentantenhaus hat am 3. Juni mit 215:208 Stimmen erstmals eine War Powers Resolution gegen Trumps Irankrieg verabschiedet. Vier Republikaner stimmten mit allen Demokraten. Die Resolution fordert Trumps Abzug der Streitkräfte ohne Kongressgenehmigung, ist aber symbolisch: Trump wird ein Veto einlegen, für das Override fehlen 75 Stimmen. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn am 28. Februar, dass eine Kammer des Kongresses dem Krieg ohne parlamentarische Deckung offiziell widerspricht.

NPR, CNNZum Artikel
3. Juni, 15:04 Uhr

US-Streitkräfte haben am 3. Juni erstmals Ziele auf der Insel Qeschm angegriffen, dem strategischen Drohnenzentrum der iranischen Revolutionsgarde am Eingang der Straße von Hormus. Auslöser war der iranische Abschuss einer US-MQ-1-Drohne über internationalem Gewässer. Iran antwortete mit 30 Raketen und Drohnen auf Kuwait und Bahrain: Am Kuwait International Airport kam ein indischer Staatsbürger ums Leben, 63 Menschen wurden verletzt, der Flughafenbetrieb wurde eingestellt. Es ist das erste Mal seit Beginn des Konflikts, dass ein iranischer Angriff in einem Drittstaat zivile Todesopfer forderte.

Al Jazeera, Washington ExaminerZum Artikel
3. Juni, 07:00 Uhr

Iran hat am 2. und 3. Juni zum ersten Mal gleichzeitig Kuwait und Bahrain mit ballistischen Raketen beschossen. Alle Geschosse wurden abgefangen. Parallel stoppten US-Streitkräfte mit einer Hellfire-Rakete die M/T Lexie, einen leeren Öltanker auf dem Weg zu Irans Ölhub Kharg Island. Es ist das sechste Handelsschiff das die US-Navy seit ihrer Seeblockade vom 13. April außer Gefecht gesetzt hat. Verhandlungen sind ausgesetzt, Trumps selbst gesetzte Wochenfrist bis zum 8. Juni läuft.

Stars and Stripes, Gulf NewsZum Artikel
3. Juni, 01:00 Uhr

Kuwaits Luftabwehr hat in der Nacht zum 3. Juni mehrere Raketen und Drohnen abgefangen. Explosionen waren nach Behördenangaben stadtweiten zu hören. Die Angriffe verliefen ohne Todesopfer und ohne Sachschäden an kritischer Infrastruktur. Es war der zweite Angriff auf Kuwait innerhalb von drei Tagen: Am 1. Juni hatten iranische IRGC-Einheiten mit ballistischen Raketen eine US-Militärbasis in Kuwait beschossen. Wer für den neuen Angriff verantwortlich ist, haben kuwaitische Behörden zunächst nicht offiziell attributiert.

ZEIT Online, Gulf Business
2. Juni, 23:30 Uhr

Das US-Militär hat am 2. Juni im Persischen Golf eine Hellfire-Rakete auf den botsuanisch-geflaggten Öltanker M/T Lexie gefeuert. Die Rakete traf den Maschinenraum und setzte das Schiff außer Betrieb. Der Tanker war ohne Fracht auf dem Weg zur iranischen Ölhub-Insel Kharg Island und hatte nach US-Angaben über 24 Stunden hinweg wiederholte Warnungen ignoriert. Todesopfer wurden nicht gemeldet. Es war das sechste kommerzielle Schiff, das die USA seit Beginn der Marineblockade iranischer Häfen am 13. April außer Gefecht gesetzt haben.

Deutschlandfunk, n-tv, Newsweek
2. Juni, 23:00 Uhr

Das US-Militär zerstörte am Wochenende ein chinesisches JY-27A-Langstreckenradar und HQ-9-Flugabwehrsysteme auf Goruk Island sowie Drohnenkontrollzentren auf Qeshm Island. Iran antwortete mit einem Angriff auf eine US-Luftwaffenbasis in der Golfregion. US-Geheimdienste bewerten: Trotz vier Monaten Krieg und 29 Milliarden Dollar Kosten sind 70 Prozent des iranischen Raketenarsenals noch intakt, 30 von 33 Abschussstellungen entlang der Straße von Hormus sind wieder betriebsbereit.

NBC News, Al JazeeraZum Artikel
2. Juni, 03:00 Uhr

Parallel zum iranischen Gesprächsabbruch hat Trump laut Euronews und CNBC ein überarbeitetes Memorandum mit verschärften Bedingungen eingereicht. Die USA verlangen nun die Übergabe von 400 Kilogramm angereichertem Uran an Washington sowie den Abbau aller Urananreicherungskapazitäten bis auf eine einzige Anlage. Die Anreicherung soll für mindestens zwölf Jahre vollständig ausgesetzt werden. Irans Chefunterhändler nannte Trumps Forderungen laut Washington Post schlicht unrealistisch: Die USA stünden damit jenseits jeder Verhandlungsgrundlage.

Euronews, CNBC, Axios
2. Juni, 00:56 Uhr

Iran hat formal alle indirekten Verhandlungen mit den USA abgebrochen und droht nun mit der simultanen Sperrung von Hormus und Bab al-Mandab. Die Doppelblockade würde täglich rund 26 Millionen Barrel Rohöl sowie einen Großteil des europäisch-asiatischen Containerverkehrs abschneiden. Brent-Rohöl stieg auf rund 97 Dollar, ein Plus von knapp sieben Prozent. Trumps Reaktion war widersprüchlich: auf NBC News "Genug geredet", auf Truth Social "Gespräche laufen in rasantem Tempo". Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains am 15. bis 17. Juni ist nun der nächste diplomatische Ankerpunkt.

Euronews, Berliner Zeitung, Middle East EyeZum Artikel
1. Juni, 23:00 Uhr

Trump widersprach dem iranischen Gesprächsabbruch auf Truth Social und behauptete, Gespräche liefen in rapidem Tempo weiter, während Teheran das Gegenteil erklärt hatte. Netanyahu ignorierte Trumps Forderung nach einem Angriffsstopp und weitete die Libanon-Offensive aus. Israelische Streitkräfte überquerten erstmals seit 2006 den Litani-Fluss. Der Ölpreis schloss mit WTI bei 92,16 Dollar (plus 5,5 Prozent) und Brent bei 94,98 Dollar (plus 4,5 Prozent).

NBC News: Iran suspends talks, Al Jazeera: Israel expands Lebanon invasion, CNBC: Ölpreis Hormus
1. Juni, 15:04 Uhr

Iran hat am 1. Juni alle indirekten Verhandlungen mit den USA abgebrochen. Begründung laut Tasnim: israelische Angriffe auf den Libanon. In der Nacht zuvor hatte die IRGC ballistische Raketen auf Ali Al-Salem in Kuwait abgefeuert, einem Stützpunkt mit US-Streitkräften. Kuwait fing die Raketen ab, Trümmer trafen die Basis, mehrere Personen wurden leicht verletzt. Zwei MQ-9-Drohnen wurden beschädigt oder zerstört. Das ausgehandelte 60-Tage-Memorandum zur Verlängerung der Waffenruhe ist damit gegenstandslos. Iran drohte mit vollständiger Hormusblockade, der Ölpreis stieg auf 94,50 Dollar.

Al Jazeera: IRGC retaliatory strike, T-Online: Iran setzt Verhandlungen aus, ZDF: Iran-Krieg LiveblogZum Artikel
1. Juni, 13:00 Uhr

Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der Teherans Delegation in Doha geführt hat, sagte am 29. Mai öffentlich: „Iran gewinnt Zugeständnisse nicht durch Gespräche, sondern durch Raketen.“ Die Aussage ist kein formaler Verhandlungsabbruch, aber ein innenpolitisches Signal für die Stimmung unter Teherans Hardlinern. Teheran hat zudem den Stopp israelischer Angriffe auf den Libanon zur zusätzlichen Vorbedingung für einen Deal erklärt. US-Verteidigungsminister Hegseth bekräftigte, die USA seien noch stärker militärisch positioniert als zu Kriegsbeginn. Irans Antwort auf Trumps überarbeiteten Verhandlungstext wird bis spätestens 3. Juni erwartet.

InvestingLive: Ghalibaf – Raketen statt Gespräche, Al Jazeera: Israel intensiviert Angriffe auf Südlibanon, YourNews: Hegseth warnt vor militärischer OptionZum Artikel
31. Mai, 23:12 Uhr

Am 29. Mai feuerte das US-Militär erstmals in diesem Konflikt eine Hellfire-Rakete gegen ein ziviles Handelsschiff. Die Gambia-flagge M/V Lian Star ignorierte nach CENTCOM-Angaben mehr als 20 Warnungen und setzte trotzdem Kurs auf einen gesperrten iranischen Hafen. Eine Rakete traf den Maschinenraum und legte das Schiff lahm; es ist das sechste Handelsschiff seit Beginn der Blockade am 13. April, das kampfunfähig gemacht wurde. 116 weitere Schiffe wurden an der Einfahrt in iranische Häfen gehindert. Opfer wurden nicht gemeldet.

Stars and Stripes: US forces disable ship in Gulf of Oman, Euronews: US struck commercial ship breaching blockade, The Hill: CENTCOM disables ship violating Iran blockadeZum Artikel
31. Mai, 07:00 Uhr

In der Nacht auf Sonntag haben US-Streitkräfte erneut iranische Ziele angegriffen. Irans Staatsfernsehen meldete Vergeltungsschläge auf einen US-Militärstützpunkt. Revolutionsgarden feuerten Warnschüsse auf einen weiteren Öltanker in der Hormusstraße. Seit dem 25. Mai haben USA und Iran mindestens fünf Angriffszyklen ausgetauscht, während das fertiggestellte 60-Tage-Memorandum auf Trumps Unterschrift wartet. Die Waffenruhe vom 8. April war nie schriftlich fixiert worden.

Deutschlandfunk: USA greifen erneut Ziele im Iran an, tagesschau: Iran neue Angriffe, ZDF: USA erneuter Angriff IranZum Artikel
31. Mai, 01:00 Uhr

US-Präsident Donald Trump bedrohte am 27. Mai das Sultanat Oman mit Bombardierung, weil Iran angeblich mit Oman über ein gemeinsames Verwaltungssystem für die Straße von Hormus verhandelt hatte. Trump sagte wörtlich: "Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen." Das Außenministerium bestätigte den Wortlaut offiziell. Oman dementierte Gespräche mit Iran. US-Finanzminister Bessent drohte Oman zusätzlich mit Sanktionen. Parallel warnte Senator Mark Kelly, die US-Munitionsvorräte seien schockierend niedrig, ein Nachschub brauche Jahre. Drei Monate nach Kriegsbeginn am 28. Februar liegt ein fertiger Friedensentwurf bereit, den Trump nicht unterzeichnet.

TIME: Trump Threatens to Blow Up Oman, Al Jazeera: Trump appears to threaten Oman, Washington Times: Senator Kelly warnt vor MunitionsmangelZum Artikel
30. Mai, 11:00 Uhr

Iranische Revolutionsgarden stoppten in der Nacht auf Samstag einen US-Öltanker in der Straße von Hormus mit Warnschüssen und zwangen vier Schiffe zur Umkehr. US-Streitkräfte schossen vier iranische Drohnen ab und zerstörten eine Drohnenkontrollstation am Stadtrand von Bandar Abbas. Iran schlug mit einem Vergeltungsangriff auf einen US-Stützpunkt zurück. Parallel wurde bekannt, dass Trumps 'Board of Peace' trotz 17 Milliarden Dollar an Zusagen keinen einzigen Dollar auf dem offiziellen Weltbank-Konto erhalten hat.

NBC News: USA und Iran tauschen Schläge aus, Cryptobriefing: IRGC stoppt US-Tanker, Middle East Monitor: Board of Peace ohne EinzahlungenZum Artikel
30. Mai, 09:04 Uhr

Trumps Situation-Room-Treffen endete am 29. Mai ohne Entscheidung. Gleichzeitig tobt ein öffentlicher Streit über den Deal-Entwurf: Trump fordert Hormus ohne Zölle und einen schriftlichen Atomwaffenverzicht als Vorabverpflichtungen, Iran sagt, diese Klauseln existieren im ausgehandelten Memorandum nicht. Irans Außenamtssprecher Baghaei nannte Trumps Atomwaffen-Vorwurf 'grundlos'. Am 27. Mai hatte Trump im Kabinett klargestellt, er lasse sich durch die Midterm-Wahlen nicht unter Zeitdruck setzen: 'Mich interessieren die Midterms nicht.'

CNN: Situation Room meeting, ABC News: Trump on midtermsZum Artikel
30. Mai, 03:05 Uhr

Der Brent-Rohölpreis fiel am 29. Mai auf 91,37 Dollar pro Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Hormus-Konflikts Anfang März. Im Laufe des Mai verlor Brent 17 Prozent, der größte monatliche Rückgang seit 2020. Die Märkte preisen zunehmend eine baldige Einigung ein. Gleichwohl hat Präsident Trump das fertiggestellte 60-Tage-Memorandum bis Freitagabend nicht unterzeichnet. Knapp 230 Tanker warten weiterhin im Persischen Golf auf Einlass in die Hormusstraße.

Fortune: Oil prices May 29, Axios: US-Iran deal pending Trump approval
29. Mai, 17:03 Uhr

Donald Trump hat sich am Freitagnachmittag ins Situation Room zurückgezogen, um über das 60-Tage-Memorandum mit Iran zu entscheiden. Das Abkommen liegt nach Angaben von Bloomberg, CNN und Al Jazeera unterschriftsbereit vor: Iran öffnet Hormus, die USA geben 12 Milliarden Dollar frei. Zur gleichen Zeit hat Irans Oberster Führer Mojtaba Chamenei nach fast 80 Tagen öffentlichem Schweigen erstmals gesprochen und erklärt, die Region werde kein Schutzschild mehr für amerikanische Militärbasen sein. US-Vizepräsident Vance bezeichnete die Unterzeichnung zuletzt als "noch zu entscheiden" und nannte nur "wenige Formulierungsfragen" als offen.

CNN (29. Mai), Bloomberg, Euronews (Chamenei)Zum Artikel
29. Mai, 13:10 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance sagte gegenüber Reportern, die USA seien bei den Gesprächen mit Iran "sehr nah, aber noch nicht dort". Als entscheidenden offenen Punkt nannte er das iranische Lager hochangereicherter Kernmaterial und die Frage, ob Iran seine Urananreicherung dauerhaft aufgibt. Iran dementiert jede Einigung als "inkorrekt" und bestätigt keine Unterschriftsbereitschaft. Beide Seiten führten seit Donnerstagnacht erneut Kampfhandlungen durch.

Al Jazeera, Axios
29. Mai, 11:10 Uhr

Bloomberg berichtet, dass US-amerikanische und iranische Unterhändler ein 60-tägiges Memorandum of Understanding formal vereinbart haben. Das Abkommen sieht die Öffnung der Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener Vermögen und die Einleitung von Atomgesprächen vor. Trumps formale Unterschrift und eine offizielle Bestätigung durch die iranische Führung stehen noch aus. Das Weiße Haus hatte iranische Medienberichte zum Deal zuvor als "komplette Erfindung" bezeichnet; Bloomberg beruft sich auf US-Behördenquellen.

Bloomberg, Washington Post, Euronews
29. Mai, 01:05 Uhr

Trump bat die Vermittler, ihm "ein paar Tage" Bedenkzeit zu lassen, nachdem er über den fertigen Vertragsentwurf unterrichtet worden war. US-Behördenvertreter berichten gegenüber Axios, dass irans Unterhändler bereits grünes Licht auf ihrer Seite hatten und unterschriftsbereit waren. Der Vertragsentwurf enthält laut Axios neben der Verhandlungszusage über das Atomprogramm auch eine explizite iranische Verpflichtung, keine Atomwaffe anzustreben. Am Mittwoch beschoss die Revolutionsgarde einen US-Tanker in der Straße von Hormus, der den iranischen Kontrollkanal ignoriert hatte; das US-Militär schoss vier IRGC-Drohnen ab.

Axios, EuronewsZum Artikel
28. Mai, 23:04 Uhr

US-amerikanische und iranische Unterhändler haben sich auf einen fertigen Textentwurf für einen 60-tägigen Waffenstillstand geeinigt. Das Memorandum sieht vor: sofortige Hormusöffnung nach Unterzeichnung, Räumung der iranischen Seeminen, Freigabe von 12 Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Gelder durch die USA sowie die Aufhebung der US-Seeblockade. Irans Atomprogramm ist im Entwurf nicht geregelt, nur ein Verhandlungsversprechen. Trump hat bis Redaktionsschluss nicht unterschrieben. In der Nacht auf Donnerstag beschossen beide Seiten sich erneut.

Bloomberg, ABC News, EuronewsZum Artikel
28. Mai, 21:03 Uhr

US-Streitkräfte haben am 28. Mai eine iranische Drohnenabschussanlage nahe Bandar Abbas zerstört und vier iranische Drohnen abgefangen, die auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus zielten. Das ist der zweite US-Angriff auf Bandar Abbas innerhalb einer Woche. Die Revolutionsgarde bestätigte kurz darauf einen Vergeltungsangriff auf eine US-Luftwaffenbasis in Kuwait gegen 01:50 Uhr GMT; Kuwaits Luftabwehr fing die Raketen und Drohnen ab. Parallel meldeten CBS News und Washington Times, dass USA und Iran eine vorläufige Einigung auf eine 60-tägige Waffenstillstandsverlängerung erzielt hätten, die auch Atomverhandlungen einschließt und den freien Schiffsverkehr durch die Meerenge vorsieht. Die Einigung bedarf noch Trumps Zustimmung.

Bloomberg, Washington Times, Al Jazeera, WION News (IRGC Kuwait)
28. Mai, 14:56 Uhr

Nach US-Schlägen auf iranische Schnellboote und eine Raketenstellung bei Bandar Abbas (25.–27. Mai) feuerte die Islamische Revolutionsgarde am 28. Mai eine ballistische Rakete auf kuwaitisches Territorium. Kuwaits Luftabwehr fing die Rakete ab. Das US Central Command nannte den Angriff einen 'eklatanten Waffenstillstandsverstoß'. Kuwait verurteilte ihn als 'gefährliche Eskalation' und behält sich alle notwendigen Maßnahmen vor. Trump erklärte im Kabinett, Iran verhandle 'auf Reserve' und er lasse sich nicht zu einem hastigen Abkommen drängen. Vier Tage zuvor hatte Trump den Friedensdeal als 'weitgehend verhandelt' bezeichnet.

CNN (28. Mai), Iran International, NPR Trump KabinettZum Artikel
27. Mai, 18:00 Uhr

Auf einer Kabinettssitzung am Mittwoch drohte Trump dem Sultanat Oman mit militärischer Gewalt. Auslöser war ein Bericht des iranischen Staatsfernsehens, wonach ein MOU zwischen Iran und Oman die gemeinsame Kontrolle über die Straße von Hormus vorsehe. Trump sagte wörtlich: "Oman will behave just like everybody else, or we will have to blow them up." Das Weiße Haus bezeichnete den iranischen Bericht als "vollständige Erfindung". Oman ist seit über 50 Jahren strategischer Partner der USA und hatte als Vermittler zwischen Washington und Teheran eine Schlüsselrolle gespielt. Einen Tag später warnte US-Finanzminister Scott Bessent Oman, die USA würden jeden "aggressiv ins Visier nehmen", der an Gebührensystemen für die Durchfahrt durch den Hormus beteiligt sei.

Al Jazeera – Trump threatens Oman, Time – Trump threatens Oman, CNBC – Bessent Oman warning
25. Mai, 15:03 Uhr

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi sind am Montag in Doha eingetroffen und verhandeln dort mit Katars Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani. Das diskutierte Abkommen sieht laut Washington Post und Jerusalem Post eine 60-tägige Waffenruhe-Verlängerung vor, ältere Entwürfe hatten 30 Tage vorgesehen. Rubio bezeichnete die Gespräche als „work in progress“ und schloss eine Einigung noch am Montag nicht aus. Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei warnte, niemand könne behaupten, dass eine Einigung unmittelbar bevorstehe. Unterzeichnet ist bis Montagnachmittag nichts.

Washington Post, CNN Live Updates May 25, NBC News: Iran deal updateZum Artikel
25. Mai, 13:05 Uhr

Das US-Sicherheitskabinett trat am 20. Mai zusammen, beschloss aber keinen Militärschlag gegen Iran. Operation 'Project Freedom', die ab dem 4. Mai US-Marineschiffe zum Geleit festsitzender Handelsschiffe einsetzte, wurde nach einem Tag ausgesetzt, um den Verhandlungsraum nicht zu gefährden. Außenminister Rubio signalisierte am 23. Mai eine Einigung in Stunden — Trump bremste ihn tags darauf auf Truth Social: Die Zeit sei auf US-Seite, man solle nichts überstürzen. Brent-Rohöl notiert bei rund 99 US-Dollar, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Höchstständen der Eskalationsphase.

TIME: Trump pauses Project Freedom, t-online: Rubio stellt Einigung in AussichtZum Artikel
25. Mai, 03:03 Uhr

Trump hat seinen Unterhändlern ausgerichtet, den Iran-Deal nicht zu überstürzen. 'Die Zeit ist auf unserer Seite', schrieb er auf Truth Social, sechs Stunden nachdem Außenminister Rubio gute Nachrichten 'in den nächsten Stunden' versprochen hatte. Ein ranghoher US-Regierungsvertreter bestätigte NBC News, das Abkommen werde nicht heute unterzeichnet. Die drei offenen Streitpunkte: Reihenfolge der Sanktionserleichterungen, militärische Kontrolle der Meerenge und Sequenz der Atomgespräche. Iran meldete unterdessen 35 Schiffsdurchfahrten in 24 Stunden über seine Hormuz-Transitbehörde; unabhängige Kpler-Daten lagen in früheren Fällen erheblich darunter.

NBC News, CNBCZum Artikel
24. Mai, 19:00 Uhr

Rubios Prognose 'gute Nachrichten in Stunden' ist bis Sonntagabend unerfüllt geblieben. Die iranische Staatsagentur Tasnim meldete, Differenzen bei ein oder zwei Klauseln des Memorandums bestünden weiterhin. Im Kern streiten USA und Iran über drei Punkte: die Reihenfolge von Hormuzöffnung und Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen, den Umfang von Irans aufzugebenden Kontrollansprüchen über die Meerenge und die Sequenzierung von Atomverhandlungen. Die Gespräche laufen weiter; eine Unterzeichnung noch am Sonntag gilt als unwahrscheinlich.

CNN Liveblog: Iran-US-Verhandlungen 24. MaiZum Artikel
24. Mai, 11:03 Uhr

US-Außenminister Marco Rubio sagte am Sonntag, die Welt werde vielleicht in den nächsten Stunden gute Nachrichten hören über den Stand der Iran-Verhandlungen. Es ist das konkreteste öffentliche Zeitversprechen seit Beginn der Verhandlungen. Teheran arbeitet nach eigenen Angaben an der Finalisierung eines Memorandum of Understanding mit den USA. Als Bedingung fordert Iran die Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen. Ob Washington darüber zu verhandeln bereit ist, blieb bis Sonntagmittag offen.

Times of Israel, Al JazeeraZum Artikel
24. Mai, 07:10 Uhr

Die Hormusblockade trifft rund 20.000 Seeleute direkt: Die Vereinten Nationen warnen vor einer beispiellosen Krise in der zivilen Seefahrt, weil tausende Besatzungsmitglieder auf festgesetzten Schiffen im Persischen Golf keine Ausreisegenehmigung erhalten. Die Europäische Union beziffert die wirtschaftlichen Folgen auf 13 Milliarden Euro Zusatzausgaben für Brennstoffimporte, verursacht durch Gaspreiserhöhungen von 70 Prozent und Ölpreiserhöhungen von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

NPR, EuronewsZum Artikel
24. Mai, 04:58 Uhr

Trump erklärte am Freitagabend, ein Abkommen mit Iran zur Beendigung des Krieges sei 'weitgehend verhandelt, vorbehaltlich der Finalisierung', und kündigte eine baldige Bekanntgabe an. Das Framework sieht eine 60-tägige Waffenstillstandsverlängerung mit schrittweiser Freigabe der Straße von Hormus vor sowie Sanktionserleichterungen für iranischen Ölverkauf. Iran-Außenminister Araghtschi nannte eine Einigung 'durchaus möglich', die staatliche Nachrichtenagentur Fars widersprach Trumps Darstellung als 'unvollständig und nicht vereinbar mit der Realität'. Revolutionsführer Khamenei hat sich nicht geäußert. Bloomberg schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung auf 50 Prozent.

Bloomberg, Axios, NBC NewsZum Artikel
23. Mai, 03:00 Uhr

Trump sagte kurzfristig die geplante Reise seiner Unterhändler Witkoff und Kushner nach Islamabad ab. Araghtschi hatte zuvor in Pakistan mit Premier Sharif und Armeechef Munir verhandelt, nannte den Besuch sehr fruchtbar, warf den USA aber überzogene Forderungen vor. Nach einem Kurzbesuch in Oman kehrte er nach Islamabad zurück und reiste anschließend nach Sankt Petersburg, wo Putin ihn empfing. Die zwei ungelösten Streitpunkte: dauerhafter iranischer Einfluss auf die Hormusstraße und die Länge eines Moratoriums auf Urananreicherung.

Berliner Zeitung, CNBCZum Artikel
22. Mai, 21:10 Uhr

Katar hat am 22. Mai erstmals ein eigenes Verhandlungsteam nach Teheran entsandt. Bislang hatte Pakistan die Hauptvermittlerrolle übernommen. Katars Ansatz sieht vor, zunächst ein Memorandum of Understanding zur Hormusstraße zu unterzeichnen, das anschließend 30-tägige Gespräche über Irans Atomprogramm einleitet. Bemerkenswert: Katar tritt als Vermittler auf, obwohl iranische Angriffe zuvor 17 Prozent der Gasverflüssigungskapazität von Ras Laffan zerstört hatten. Eine offizielle Einigung lag bis Freitagabend nicht vor.

Irish Times: Qatar sends mediators to Tehran, Times of Israel: Qatari team in Tehran to help secure US-Iran deal
22. Mai, 19:04 Uhr

Pakistan meldete am 21. Mai, ein Waffenstillstandsentwurf zwischen USA und Iran sei durch Islamabads Vermittlung finalisiert worden. Die Kernelemente: sofortiger Waffenstillstand, gemeinsamer Überwachungsmechanismus und schrittweise Sanktionserleichterungen bei Einhaltung. Weder Washington noch Teheran bestätigten das Abkommen offiziell. Parallel konfrontierte US-Außenminister Rubio beim NATO-Treffen in Helsingborg die Verbündeten öffentlich und nannte Spaniens Verweigerung der Stützpunkte Rota und Morón für Iran-Operationen skandalös.

Al Arabiya, US News / ReutersZum Artikel
22. Mai, 17:00 Uhr

Tulsi Gabbard, Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes der USA, hat am 22. Mai ihren Rücktritt zum 30. Juni 2026 angekündigt. Als Grund nannte sie die Diagnose einer seltenen Knochenkrebserkrankung ihres Mannes Abraham. Sie ist die vierte Kabinettsministerin, die während Trumps zweiter Amtszeit ausscheidet. Als Leiterin des US-Geheimdienstapparats war Gabbard direkt in die Lageanalyse zum Iran-Konflikt eingebunden. Die Führung übernimmt übergangsweise Stellvertreter Aaron Lukas.

Spiegel Ausland, ZDF heute
22. Mai, 08:59 Uhr

Trump hatte für den 20. Mai einen Angriff auf Iran vorbereitet und ihn auf Bitten der Golfstaaten verschoben. Stattdessen gab er Teheran ein Ultimatum von zwei bis drei Tagen für eine Einigung und übermittelte einen amerikanischen Gegenvorschlag, dessen Inhalt nicht öffentlich ist. Iran überprüft den Vorschlag, ohne Inhalte oder Zeitrahmen zu nennen. Irans Schlüsselfigur in den Verhandlungen ist laut Washington Post General Ahmad Vahidi, ein Hardliner, der Konzessionen bei Raketenprogramm und Hormus-Kontrolle als strategische Selbstbeschädigung ablehnt. Pakistan vermittelt weiterhin.

Al Jazeera Liveblog, Washington PostZum Artikel
21. Mai, 19:05 Uhr

SPD-Finanzpolitiker Lars Klingbeil warnte im ZDF, der Iran-Konflikt werde die deutsche und globale Wirtschaft dauerhaft belasten, falls die Hormus-Blockade anhält. Die G7-Länder haben in den vergangenen Wochen über 400 Millionen Barrel aus strategischen Ölreserven freigegeben, die größte koordinierte Reservefreigabe aller Zeiten. Der Brent-Preis liegt trotzdem bei rund 108 Dollar pro Barrel. Die normale Durchflussmenge durch Hormus lag vor der Blockade bei rund 20 Millionen Barrel täglich, derzeit passieren nur rund 800.000 Barrel die Meerenge.

ZDF Heute: Klingbeil warnt vor Folgen, finanznachrichten.de: G7 zu Iran-Krieg und Welthandel
21. Mai, 06:55 Uhr

Iran hat den USA einen Verhandlungsplan vorgelegt, der die vollständige Aufhebung aller Sanktionen, Zahlung von Kriegsreparationen und iranische Souveränität über die Hormusstraße zur Vorbedingung macht. US-Präsident Trump bezeichnete ihn als "totally unacceptable" und bemängelte, Iran habe keine Zusage gemacht, auf Atomwaffen zu verzichten. Die seit dem 8. April geltende Waffenruhe ist nach Trumps Einschätzung auf "massive life support". Als nächster diplomatischer Termin gilt der G7-Gipfel in Évian vom 15. bis 17. Juni, für den die Finanzminister einen Aktionsplan vorlegen sollen.

NBC News, HandelsblattZum Artikel
20. Mai, 23:00 Uhr

Gastgeber Roland Lescure bezifferte am zweiten Gipfeltag die humanitäre Dimension des Hormus-Konflikts konkret: Falls die Blockade nicht aufgehoben werde, könnten 50 Millionen Menschen in Kürze von einer Lebensmittelkrise betroffen sein. Als Hauptursache nannte Lescure den Ausfall der Düngemittellieferketten, da rund ein Drittel der weltweit gehandelten Grunddünger die Straße von Hormus passiert. Abschließend forderte Lescure eine permanente Lösung des Konflikts und die sofortige Wiedereröffnung der Meerenge.

swissinfo: G7 drängt auf Öffnung der Straße von HormusZum Artikel
20. Mai, 13:05 Uhr

Britische Außenministerin Yvette Cooper warnte in London, die Welt riskiere, „schlafwandelnd in eine globale Nahrungsmittelkrise zu schlittern“. Die Blockade habe den Handel mit Düngemitteln und Heizöl weitgehend zum Erliegen gebracht, der Globale Süden trage den höchsten Preis. Erstmals gibt es Berichte über eine selektive Öffnung der Meerenge: Iran erlaubte chinesischen Schiffen die Passage. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi, Hormus sei „nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen.“ Eine vollständige Öffnung für alle Schiffe mache Iran vom Ende des Krieges abhängig.

onvista: Britische Ministerin warnt vor Hungerkrise, Handelsblatt: Chinesische Schiffe dürfen passierenZum Artikel
19. Mai, 20:59 Uhr

Die G7-Finanzminister forderten in Paris in einem gemeinsamen Kommuniqué einen sofortigen freien Transit durch die Straße von Hormus. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nannte den Iran-Krieg eine ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft. US-Finanzminister Scott Bessent forderte die Partner auf, Irans globale Finanzierungsnetzwerke aktiv zu zerschlagen. Bis zum G7-Gipfel in Évian vom 15. bis 17. Juni soll ein konkreter Aktionsplan vorgelegt werden. Statt der normalen 20 Millionen Barrel täglich passieren derzeit nur rund 800.000 Barrel die Meerenge.

ZDF, finanzen.netZum Artikel
19. Mai, 15:01 Uhr

Deutschland entsendet Ende Juni eine Patriot-Flugabwehreinheit mit rund 150 Bundeswehrsoldaten in die Türkei. Die bis September befristete NATO-Mission stärkt die Südostflanke des Bündnisses, die durch den Iran-Konflikt unter Druck steht. Kanzler Friedrich Merz forderte Teheran auf, den Dialog mit Washington ernsthaft fortzuführen: Iran dürfe die Welt nicht länger zur Geisel nehmen. Das ifo-Institut meldete für April den Geschäftsklimaindex bei 84,4 Punkten, dem tiefsten Stand seit Mai 2020. Als Hauptursache nennt das Institut den Energiepreisschock durch die anhaltende Hormussperrung.

Berliner Zeitung: Bundeswehr verlegt Patriot in Türkei, ifo Institut: Geschäftsklimaindex gesunken April 2026Zum Artikel
19. Mai, 13:05 Uhr

Der Brent-Rohölpreis stieg in dieser Woche auf bis zu 111 Dollar und liegt aktuell bei rund 108 Dollar pro Barrel, dem höchsten Stand seit Jahresbeginn. Die Hormussperrung verursacht tägliche Förderausfälle von rund 10,5 Millionen Barrel, knapp 10 Prozent des globalen Tagesbedarfs. JPMorgan warnte, Brent könne kurzfristig auf 120 bis 130 Dollar klettern, falls der Konflikt anhält; bei dauerhafter Blockade hält das Institut sogar ein Überschießen auf 150 Dollar für möglich. Trump hatte am 11. Mai erklärt, der Waffenstillstand hänge am seidenen Faden. Seitdem sind keine Verhandlungsfortschritte bekannt.

OilPrice.com, CNBC, finanzen.net
19. Mai, 04:58 Uhr

Irans Außenminister Abbas Araghtschi übergab am Montag in Islamabad einen schriftlichen Gegenvorschlag auf das US-Fünf-Punkte-Papier, das die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner übermittelt hatten. Teheran bezeichnet das Dokument als Absichtserklärung für Frieden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Trump einen für Dienstagnacht geplanten Militärangriff auf iranisches Staatsgebiet auf Drängen Saudi-Arabiens, Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate ausgesetzt hat. Das US-Militär bleibt in Vollkampfbereitschaft; Trump verhängte neue Sanktionen gegen zwölf IRGC-nahe Personen und Unternehmen.

Tagesspiegel, EuronewsZum Artikel
18. Mai, 19:00 Uhr

Die am 5. Mai gegründete Persian Gulf Strait Authority (PGSA) Irans hat ihren Betrieb formalisiert. Reedereien müssen Durchfahrtsanträge per E-Mail einreichen und Eigentümer-, Versicherungs-, Besatzungs- und Frachtdaten offenlegen, bevor eine Genehmigung ausgestellt wird. Berichten zufolge werden Gebühren von bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Schiff erhoben, zahlbar in chinesischem Yuan. Ein offizieller Tarif ist noch nicht veröffentlicht; Iran kündigte am 16. Mai an, ihn demnächst vollständig bekanntzugeben. Das US-Finanzministerium warnte bereits am 1. Mai, dass Zahlungen an iranische Behörden für Hormus-Durchfahrten US-Sanktionen auslösen können.

Euronews, Maritime Executive
18. Mai, 01:00 Uhr

Trotz der Einigung beim Trump-Xi-Gipfel, dass die Straße von Hormus offenbleiben müsse, setzten sich Schiffsangriffe fort. Am 14. Mai wurde ein Schiff 70 Kilometer nordöstlich von Fujairah (VAE) von bewaffneten Personen geentert und in Richtung Iran gebracht. Am 15. Mai versenkten Raketen oder Drohnen einen indischen Frachter vor der Küste Omans, der Vieh transportierte. Alle 14 Besatzungsmitglieder wurden von der omanischen Küstenwache gerettet. Chinas Sonderabkommen für eigene Schiffe hat die Gefahr für andere Handelsschiffe an der Meerenge nicht verringert.

PBS News: Schiff beschlagnahmt, weiteres versenkt, Times of Israel: Schiff in Richtung Iran gebrachtZum Artikel
17. Mai, 23:00 Uhr

Am Sonntag traf eine Drohne den äußeren Bereich des Kernkraftwerks Barakah in Abu Dhabi. Zwei Drohnen wurden abgeschossen, eine dritte traf einen Generator und versetzt einen Reaktor kurzzeitig auf Notstrom. Die IAEA sprach von Grave Concern, niemand bekannte sich. Stunden nach dem Angriff postete Donald Trump auf Truth Social: For Iran, the Clock is Ticking, and there won't be anything left of them. Der Umschwung kommt 24 Stunden nach Trumps Aussage auf der Nahostreise, die USA und Iran seien nah dran, vielleicht einen Deal zu machen. Für Dienstag hat Trump ein Situation-Room-Treffen über militärische Optionen angesetzt.

Al Jazeera: Drone strike UAE Barakah nuclear plant, CNBC: Trump warns Iran nothing left, tagesschau: Trump droht IranZum Artikel
17. Mai, 11:06 Uhr

Iran hat erstmals Details zu den Verletzungen von Oberstem Führer Modschtaba Chamenei bestätigt: Kniescheibe, Rücken und ein Schnitt hinter dem Ohr. Westliche Geheimdienste beschreiben schwerwiegendere Verletzungen; US-Sicherheitsberater Waltz nannte Chamenei 'schwer verletzt' und 'im Versteck'. Seit März hat er keine öffentliche Veranstaltung mehr besucht. Das Regime setzt derweil ausländische Shia-Milizen aus dem Irak und Pakistan ein, um Teheran zu sichern, weil die eigenen Sicherheitskräfte nach Monaten Doppeleinsatz erschöpft sind.

Tagesspiegel, Frankfurter RundschauZum Artikel
16. Mai, 23:00 Uhr

Die Marine der Revolutionsgarden (IRGC Navy) warnte am Freitag explizit: Sollten die USA erneut iranische Öltanker angreifen, werde Iran mit einem schweren Gegenschlag auf US-Basen und feindliche Schiffe in der Region antworten. Parallel drohte Teheran den Golfstaaten mit einer dauerhaften Schließung der Straße von Hormuz, falls sie US-Sicherheitsoperationen im Golf unterstützen sollten. Die Waffenruhe gilt formal weiterhin, wird aber durch sich häufende Drohungen auf beiden Seiten belastet. Experten bewerten die Lage als maximal fragil.

PBS Newshour: Fragile Iran ceasefire holds as Iran warns USA on tankers, Deutschlandfunk: Iran warnt USA vor Angriffen auf ÖltankerZum Artikel
16. Mai, 17:06 Uhr

Trumps viertägige Reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate endete mit ungewohnter Zuversicht in Richtung Teheran. Der US-Präsident erklärte in Riad, die USA und Iran seien 'nah dran, vielleicht einen Deal zu machen', und forderte Katar auf, seinen Einfluss bei Teheran geltend zu machen. Das steht im Kontrast zu seiner Aussage vom 11. Mai, als er Irans 14-Punkte-Plan als 'völlig inakzeptabel' abgelehnt hatte. Gleichzeitig erhöhte der Kongress den Druck: 52 Senatoren und 177 Abgeordnete schrieben am 14. Mai einen Brief, in dem sie jede Vereinbarung ablehnen, die Irans Urananreicherung auch nur teilweise erlaubt. Das 30-Tage-Fenster aus Irans Plan ist damit ohne Einigung verstrichen.

PBS NewsHour (Trump Nahost-Reise, Deal-Signale), Wikipedia (Iran-USA-Verhandlungen 2025-26)Zum Artikel
16. Mai, 15:00 Uhr

Das 30-Tage-Memorandum, das nach den USA-Iran-Verhandlungen vom 9. Mai als Grundlage für eine Hormusöffnung dienen sollte, ist bis zum 15. Mai nicht unterzeichnet worden. Trump hatte das iranische Angebot am 11. Mai öffentlich als nicht akzeptabel bezeichnet. Kern des Streits ist die Urananreicherung: Die USA fordern ein 20-jähriges Einfrieren, Iran bietet fünf Jahre an. Eine weitere Verhandlungsrunde soll im US State Department in Washington stattfinden. Solange kein Abkommen steht, bleibt die Blockade faktisch bestehen.

Euronews, TAZ
16. Mai, 13:02 Uhr

Neue Auswertungen zeigen das Ausmaß der Hormusstörung: Im April 2026 passierten nur 191 Schiffe die Straße, verglichen mit rund 3.000 vor Kriegsbeginn, ein Einbruch um mehr als 93 Prozent. Iran kassierte in der Phase seiner Transitkontrolle bis zu zwei Millionen Dollar pro Schiff, zahlbar in chinesischer Währung oder Kryptowährung. Eine neue Behörde, die Persian Gulf Strait Authority, soll das Gebührensystem dauerhaft institutionalisieren. Die Zahlen belegen: Der 500-Kilometer-Halbmond funktioniert als Mautsystem für 20 Prozent des globalen Ölhandels.

Wikipedia – 2026 Strait of Hormuz crisis, Washington TimesZum Artikel
16. Mai, 09:04 Uhr

Am 12. Mai unterzeichneten Deutschland und 37 weitere Nationen eine gemeinsame Erklärung für eine multinationale Sicherheitsmission in der Straße von Hormus. Kanzler Merz konkretisierte den deutschen Beitrag: zwei Minensuchboote (je 42 Soldaten), das Versorgungsschiff Mosel und zwei P-8-Poseidon-Aufklärungsflugzeuge. Das Minenjagdboot Fulda befindet sich bereits im Mittelmeer und hat NATO-Minenräumungsaufgaben übernommen. Ein Bundestag-Mandat für den eigentlichen Einsatz folgt erst nach einem dauerhaften Ende der Kampfhandlungen.

UK Government, t-onlineZum Artikel
16. Mai, 05:06 Uhr

Nach einer dritten Verhandlungsrunde in Washington verlängerten Israel und der Libanon ihre Waffenruhe am 15. Mai um 45 Tage. Am 29. Mai werden Militärvertreter beider Seiten erstmals in einem Sicherheitsdialog im Pentagon zusammenkommen. Politische Gespräche sind für den 2. und 3. Juni geplant. Trotz der Verlängerung wurde die Waffenruhe von Medien als porös beschrieben: Seit dem 16. April wurden 657 Menschen getötet, der 14. Mai war mit 105 Hisbollah-Angriffswellen der intensivste Kampftag seit Kriegsbeginn.

Bloomberg, Times of IsraelZum Artikel
16. Mai, 05:00 Uhr

Nach seiner Rückkehr aus Peking erklärte Trump am 15. Mai, er verliere die Geduld mit dem Iran. Teheran müsse bald einen Deal schließen. Xi Jinping hatte beim Gipfel angeboten, beim Ende des Kriegs helfen zu wollen. Konkrete Vereinbarungen kamen nicht zustande: Beobachter mehrerer Medien sahen wenig handfeste Fortschritte in der Irankrise. Der Rohölpreis stieg nach Trumps Aussagen um mehr als ein Prozent.

Detroit News, CNBC
15. Mai, 13:01 Uhr

Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neue Drohnenangriffe, die auf iranische Drohnen zurückgeführt werden. Kuwait entdeckte mehrere feindliche Drohnen; die VAE wehrten zwei ab. Es ist das erste Mal seit Beginn des Hormuskonflikts, dass Golfstaaten außerhalb der Meerenge direkt von iranischen Drohnen getroffen worden sind. Teheran hat sich zu den Angriffen nicht geäußert. Parallel dazu zeigt eine DIHK-Blitzumfrage, dass 87 Prozent der deutschen Industrieunternehmen direkte Lieferkettenfolgen durch den Hormuskonflikt melden.

Abendzeitung München: Kuwait und Emirate Drohnen, T-Online: Kuwaitische Drohnen
15. Mai, 03:02 Uhr

Xi Jinping hat Trump beim Pekinger Gipfel versichert, China werde Iran kein militärisches Gerät liefern. Trump nannte das eine große Aussage. Beide Seiten einigten sich darauf, dass die Straße von Hormus für den freien Energietransport offen bleiben muss und Iran keine Atommacht werden kann. Chinas Außenministerium erwähnte Iran und Hormus in seiner offiziellen Gipfelzusammenfassung allerdings mit keinem Wort. Das Schweigen Pekings zeigt, wie begrenzt die öffentliche Verbindlichkeit dieser Zusagen ist.

CNBC – Gipfelergebnisse, Time – Xi und IranZum Artikel
14. Mai, 23:00 Uhr

Iran hat rund 30 chinesischen Schiffen die Passage durch die Straße von Hormus gewährt, darunter einem Supertanker mit zwei Millionen Barrel Rohöl. Die Regelung entstand auf Bitten von Chinas Außenminister und Botschafter in Teheran: Chinesische Schiffe fahren nach iranischen Managementprotokollen der Revolutionsgardenmarine, durch einen Korridor nahe der iranischen Küste, gegen Durchfahrtgebühren. US-Schiffe bleiben gesperrt. US-Finanzminister Scott Bessent räumte ein, China habe ein größeres Interesse an der Wiederöffnung als die USA selbst.

Al Jazeera, CNBCZum Artikel
14. Mai, 21:03 Uhr

Mohammad Akbarzadeh, politischer Vizekommandeur der Revolutionsgardenmarine, erklärte am 12. Mai, Iran kontrolliere nun einen 500-Kilometer-Halbmond von Jask bis zur Insel Siri. Das ist zehnmal so groß wie die traditionelle Meerenge. Schiffe auf Kurs Hormus befänden sich demnach bereits 250 Kilometer vor der Engstelle im iranischen Operationsgebiet. Die US-Eskortenoperation Project Freedom wurde nach 36 Stunden pausiert, nachdem am 8. Mai iranische Raketen den Hafen Fujairah in den VAE trafen.

US News, The War ZoneZum Artikel
14. Mai, 05:00 Uhr

Trump bezeichnete Irans 14-Punkte-Friedensplan am 13. Mai als "totally unacceptable" und räumte ein, ihn kaum gelesen zu haben. Der Plan umfasst neun Kernforderungen, darunter vollständiger Truppenabzug, Ende der Seeblockade und Aufhebung aller Sanktionen, bevor Teheran über sein Atomprogramm verhandeln will. Pakistan kämpft mit einem sogenannten Islamabad Accord um den Erhalt der Waffenruhe, während US-Unterhändler Witkoff und Kushner eine neue Gesprächsrunde vorbereiten. Parallel sucht Araghchi beim BRICS-Außenministertreffen in Neu-Delhi Rückendeckung bei China und Russland.

Al Jazeera, DeutschlandfunkZum Artikel
13. Mai, 21:05 Uhr

Der Kuwait-Artikel vom 10. Mai wird um die VAE-Dimension ergänzt: Neben den Angriffen auf Kuwait und dem Frachtschiff vor Katar fingen am 10. Mai auch die Vereinigten Arabischen Emirate zwei iranische Drohnen ab. Damit hat Iran an einem einzigen Tag drei Golfstaaten gleichzeitig angegriffen. Ebrahim Rezaei, Sprecher des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, kündigte am selben Tag das Ende der iranischen Zurückhaltung an und drohte mit Gegenschlägen auf amerikanische Schiffe und Basen.

Times of Israel: UAE Kuwait Qatar Drohnenangriffe, Fortune: Iran Waffenruhe Drohne Katar Kuwait UAEZum Artikel
13. Mai, 19:21 Uhr

Saudi Aramco hat im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 33,6 Milliarden Dollar ausgewiesen, 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund ist der Preisanstieg: Brent-Rohöl legte durch die Hormus-Blockade um mehr als 43 Prozent zu. Aramco profitiert dabei von seiner Ost-West-Pipeline, die es dem Konzern erlaubt, Öl über das Rote Meer zu exportieren und die blockierte Meerenge zu umgehen. Diese Pipeline läuft seit Kriegsbeginn an ihrer maximalen Kapazität von sieben Millionen Barrel pro Tag. Aramco-Chef Amin Nasser warnte trotz der Rekordzahlen vor dem 'größten Energieschock der Geschichte'.

Handelsblatt: Saudi Aramco Gewinn, CNBC: Saudi Aramco Q1 profit
13. Mai, 19:20 Uhr

Der katarische LNG-Tanker Al Kharaitiyat hat die Straße von Hormus erstmals seit Kriegsbeginn erfolgreich durchquert. Der Tanker wurde Anfang Mai in Ras Laffan beladen und folgte einer von Iran genehmigten Route entlang der iranischen Küste. Frühere Durchfahrtsversuche scheiterten: Im April stoppte Iran zwei katarische LNG-Tanker ohne Angabe von Gründen. Die iranischen Angriffe auf katarische LNG-Anlagen hatten zuvor 12,8 Millionen Tonnen jährlicher Exportkapazität außer Betrieb gesetzt, rund 17 Prozent der gesamten katarischen Kapazität.

Berliner Zeitung: LNG-Tanker Hormus, n-tv
13. Mai, 19:19 Uhr

Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am 13. Mai erneute Drohnenangriffe auf ihr Territorium, trotz der formal weiterhin geltenden Waffenruhe. Kuwait registrierte feindliche Drohnen im Luftraum, die Emirate schossen nach eigenen Angaben zwei iranische Drohnen ab. Seit Kriegsbeginn Ende Februar wurden allein gegen die Emirate nach Angaben aus Sicherheitskreisen rund 550 Raketen, 30 Marschflugkörper und 2.200 Drohnen abgefeuert. Ein Frachtschiff 23 Seemeilen nordöstlich von Doha wurde von einem unbekannten Geschoss getroffen, ohne Personenschäden.

taz: Kuwait und Emirate melden Beschuss, Times of Israel: UAE Kuwait Qatar drone attacks
13. Mai, 17:08 Uhr

Der IEA Oil Market Report für Mai 2026 zeigt das Ausmaß der Hormus-Krise in Zahlen: Seit Kriegsbeginn fehlen täglich 13 Millionen Barrel auf dem Weltmarkt, dreimal so viel wie beim Ölschock 1973. Die 32 IEA-Mitgliedstaaten haben 426 Millionen Barrel aus strategischen Reserven zur Freigabe koordiniert, davon sind bis Mai rund 164 Millionen Barrel tatsächlich geflossen. Brent-Rohöl kostet aktuell zwischen 97 und 107 US-Dollar pro Barrel, der TTF-Gaspreis liegt 84 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Diplomatisch blockiert: Pakistan vermittelt zwischen Iran und USA, Trumps Ablehnung von Irans 30-Tage-Plan hat die Verhandlungen zum Stillstand gebracht.

IEA Oil Market Report Mai 2026, EuronewsZum Artikel
13. Mai, 12:00 Uhr

Die IRGC-Division "Mohammad Rasulullah" hielt zwischen dem 8. und 12. Mai 2026 eine fünftägige Großmilitärübung in und um Teheran ab. Trainiert wurden Anti-Helikopter-Szenarien, Mörsereinsatz, Scharfschützen und Drohnenangriffe. Laut IRGC-Angaben richteten sich die Übungen gegen "amerikanisch-zionistische Feinde", ein Video zeigt eine Drohne, die ein Banner mit einem US-Helikopter trifft. Die Übung endete am 12. Mai, dem Tag vor Bekanntwerden des iranischen Gegenangebots zu den US-Friedensbedingungen. Brigadegeneral Hassan Hassanzadeh erklärte alle Übungsziele für erreicht.

Mehr News Agency, Tasnim News
13. Mai, 02:59 Uhr

Sieben unabhängige US-Geheimdienstquellen bestätigen laut Washington Post: Der Iran besitzt noch rund 70 Prozent seines Raketenarsenals und 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussanlagen vom Vorkriegsstand. Trump bezeichnete die Berichte als 'falsch und absurd' und wertete sie als 'praktisch Verrat'. Pentagon-Comptroller Jules Hurst bezifferte die bisherigen Kriegskosten auf 29 Milliarden Dollar. US-Verteidigungsminister Hegseth behauptet vor dem Kongress ausreichende Munitionsvorräte, CSIS schätzt den US-Munitionsverbrauch auf 50 Prozent der Bestände.

Washington Post, Al JazeeraZum Artikel
12. Mai, 12:57 Uhr

Trump bezeichnete Irans 14-Punkte-Friedensplan als 'garbage' und 'völlig inakzeptabel'. Kern des Streits ist nicht die Atomfrage, sondern Punkt 8: Teheran fordert eine neue Kontrollstruktur für die Straße von Hormus, die Washington als Souveränitätsanspruch liest. Die Waffenruhe steht nach Trumps eigener Aussage auf 'massive life support'. IEA-Direktor Birol nannte die Krise 'die größte Bedrohung für die globale Energiesicherheit in der Geschichte'. Trump reist heute nach Peking, Verteidigungsminister aus 40 Staaten beraten eine internationale Schutzmission für die Meerenge.

Al Jazeera, CNNZum Artikel
12. Mai, 12:00 Uhr

Irans stellvertretender Außenminister Kazem Gharibabadi hat am 11. Mai gewarnt, falls Frankreich und Großbritannien Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsenden, werde Teheran darauf mit einer unmittelbaren und entschlossenen Antwort reagieren. Frankreich hat den Flugzeugträger Charles de Gaulle in die Region verlegt, Großbritannien den Zerstörer HMS Dragon als Teil einer Defensivkoalition aus mehr als 40 Ländern. Iran argumentiert, die Meerenge gehöre nicht zu dem was Teheran als Anrainerhoheit bezeichnet. Eine UN-Mandatierung für die westliche Koalition ist bislang am russisch-chinesischen Veto im Sicherheitsrat gescheitert.

Newsweek – Iran-Warnung, Naval Today – UK Destroyer
12. Mai, 12:00 Uhr

Kuwait hat am 12. Mai bestätigt, am 1. Mai eine Bodeninfiltration der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) auf der Insel Bubiyan abgewehrt zu haben. Sechs bewaffnete IRGC-Angehörige landeten mit einem Fischerboot an; bei dem folgenden Schusswechsel wurde ein kuwaitischer Soldat verletzt, vier Eindringlinge festgenommen und zwei konnten fliehen. Es ist der erste bestätigte Versuch iranischer Bodentruppen, kuwaitisches Territorium zu betreten, und markiert eine neue Dimension gegenüber den reinen Drohnenangriffen der Vorwochen. Iran bestreitet staatliche Beteiligung und erklärt, das Fischerboot habe einen GPS-Ausfall erlitten.

Al Jazeera
12. Mai, 09:02 Uhr

Irans Parlamentssprecher Ghalibaf nannte am 12. Mai konkrete Bedingungen für ein Kriegsende: US-Kriegsreparationen, volle Hormus-Kontrolle, vollständige Sanktionshebung und Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Trump bezeichnete das Angebot als 'dämlich' und schloss Verhandlungen auf dieser Grundlage aus. Verteidigungsminister aus 40 Staaten begannen eine Videokonferenz über eine mögliche internationale Schutzoperation in der Hormusstraße. Kuwait und mehrere Golfstaaten hatten zuvor Sicherheitsbedenken wegen iranischer Drohnenüberflüge gemeldet.

Tagesspiegel, t-onlineZum Artikel
12. Mai, 02:46 Uhr

Das US-Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen zwölf Unternehmen und Personen im IRGC-Ölnetzwerk, darunter drei leitende Beamte des Shahid Purja'fari Oil Headquarters und Firmen in Hongkong und den VAE. Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf antwortete mit einer direkten Militärdrohung: Die Streitkräfte seien auf jede Option vorbereitet und bereit für eine Vergeltungsantwort auf jeden Angriff. US-Finanzminister Bessent erklärte, die Kampagne 'Economic Fury' werde fortgesetzt.

US State Department, Iran InternationalZum Artikel
12. Mai, 01:03 Uhr

Trump bezeichnete die Waffenruhe mit dem Iran als klinisch tot und sprach von einer Überlebenschance von einem Prozent. Hintergrund: Der Iran hatte kurzzeitig zugestimmt, angereichertes Uran außer Landes zu schaffen, widerrief die Zusage aber mit dem Argument, der Punkt habe nicht im Papier gestanden. Trump nannte Irans Antwort dämlich. Zeitgleich hatten Kuwait, die UAE und Katar bereits am 10. Mai Drohnenangriffe iranischer Herkunft gemeldet, die jeweils abgewehrt oder eingedämmt wurden.

Tagesspiegel, T-Online, Al JazeeraZum Artikel
11. Mai, 23:00 Uhr

Großbritannien schickt den Zerstörer HMS Dragon als Vorausdisposition für eine mögliche multinationale Hormus-Mission in die Region. Die Royal Navy bestätigte den Auftrag am 11. Mai. London und Frankreich wollen eine multinationale Konferenz zur Schifffahrtssicherheit in der Straße von Hormus ausrichten. Irans Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi warnte, jeder Einsatz britischer, französischer oder anderer außerregionaler Kriegsschiffe werde als feindselige Eskalation behandelt und mit einer sofortigen Reaktion beantwortet.

Royal Navy, Naval Today
11. Mai, 19:30 Uhr

Israelische Streitkräfte intensivierten am 10. und 11. Mai ihre Angriffe auf Hisbollah-Stellungen im Süden des Libanon erheblich. Die UN bezeichneten die Luftangriffe dieser Woche als die intensivsten seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 17. April. Nach Angaben libanesischer Behörden kamen dabei mindestens 39 Menschen ums Leben. Israel wirft der Hisbollah vor, iranische Waffenlieferungen entgegenzunehmen und Raketenabschussrampen in Wohngebieten aufzubauen. Die Hisbollah hat ihrerseits Drohnenangriffe auf israelisches Gebiet durchgeführt, die die israelische Luftabwehr abwehrte.

Euronews, Al Jazeera
11. Mai, 16:56 Uhr

Nach der Ablehnung des iranischen Atomgegenvorschlags am Morgen und dem IRGC-Beschuss dreier US-Kriegsschiffe an der Straße von Hormus vollzog Trump am Nachmittag des 11. Mai eine überraschende Kehrtwende: Er sprach von 'großen Fortschritten' bei einem neuen Verhandlungsrahmen-Dokument aus Abu Dhabi. Das sogenannte 14-Punkte-Memo, das unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate erarbeitet wird, sieht keine inhaltliche Einigung vor, sondern einen Prozessrahmen für 30 Tage strukturierte Verhandlungen. Der Iran-Atomstreit bleibt ungelöst, die Hormus-Blockade besteht weiter. Für Deutschland, dessen Gasreserven bei 26 Prozent liegen, ist das Zeitfenster bis zur Heizperiode im Oktober knapp.

ZDF heute, PBS News HourZum Artikel
11. Mai, 12:00 Uhr

Irans Präsident Masoud Pezeshkian antwortete auf Trumps Ablehnung des iranischen Atomgegenvorschlags: 'Wir werden uns nie unterwerfen. Wenn von Dialog oder Verhandlung die Rede ist, bedeutet das keine Kapitulation.' Außenminister Abbas Araghchi führte parallel in Islamabad Gespräche mit Pakistans Außenminister Ishaq Dar und Armeechef Asim Munir. Pakistan vermittelt weiterhin als Kanal zwischen Teheran und Washington. Araghchi bestand auf dem vollständigen Rückzug US-amerikanischer Streitkräfte als Vorbedingung jeder Einigung.

CNBC, International News & Views
11. Mai, 07:00 Uhr

Iranische Streitkräfte setzten am 11. Mai Raketen, Drohnen und Schnellboote gegen drei US-Kriegsschiffe ein, die die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman passierten. Nach US-Militärangaben wurden die Angreifer zerstört, die Schiffe blieben unbeschädigt. Iran drohte gleichzeitig mit dauerhafter Sperrung der Meerenge, durch die täglich rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert werden. Die US-Marine hatte in den Tagen zuvor mindestens zwei iranische Öltanker beschlagnahmt. Beide Seiten behaupten formal, die Waffenruhe einzuhalten.

RNZ, ZDF heuteZum Artikel
11. Mai, 07:00 Uhr

Trump hat die Abzugsdrohung über die angekündigten 5.000 Soldaten hinaus ausgeweitet und erklärte, die USA würden 'weit mehr als 5.000' Truppen aus Deutschland abziehen. Sicherheitsexperten warnen vor einer Abwehrlücke gegen russische Mittelstreckenraketen, da kurzfristig keine europäischen Systeme vergleichbarer Reichweite verfügbar sind. Merz bekräftigt, zwischen seiner Iran-Kritik und dem Abzug bestehe kein Zusammenhang. Das NATO-Außenministertreffen in Helsingborg am 21. Mai ist der erste formelle Moment zur Klärung des tatsächlichen Abzugsumfangs.

CNBC, Die WeltZum Artikel
11. Mai, 01:03 Uhr

Trump hat Irans formellen Atomgegenvorschlag am 11. Mai auf Truth Social als 'völlig inakzeptabel' abgelehnt. Iran hatte angeboten, sein hochangereichertes Uran in ein Drittland zu überführen, bestand aber auf dem Erhalt seiner Urananreicherungsanlagen. Die USA fordern die vollständige Demontage dieser Anlagen. Teheran hatte zudem gefordert, dass auch israelische Angriffe im Libanon eingestellt werden. Die deutschen Gasreserven stehen bei 26 Prozent Füllstand, Brent-Öl bei rund 101 Dollar.

TagesspiegelZum Artikel
10. Mai, 19:02 Uhr

Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am 10. Mai, dass ihre Luftverteidigung zwei iranische Drohnen abgefangen hat. Das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi bestätigte die Abwehr ohne Verletzte oder Sachschäden. Seit Beginn des Konflikts hat die VAE-Luftverteidigung nach eigenen Angaben 551 ballistische Raketen, 29 Marschflugkörper und 2.265 Drohnen abgefangen. Am selben Tag hatte Iran Drohnenangriffe auf Kuwait durchgeführt, bei denen 16 Menschen starben.

Gulf News, The National
10. Mai, 15:09 Uhr

Iran hat am Nachmittag des 10. Mai seine formelle schriftliche Antwort auf den US-Memorandumsentwurf über Vermittler Pakistan übermittelt. Al Jazeera und der Tagesspiegel berichten übereinstimmend unter Berufung auf Quellen in beiden Delegationen. Inhaltliche Details blieben nicht öffentlich; iranische Quellen beschreiben die Antwort als konsistent mit dem 14-Punkte-Plan, der ein dauerhaftes Kriegsende als Voraussetzung für Nukleargespräche fordert. Die Trump-Administration prüft das Dokument.

Al Jazeera, TagesspiegelZum Artikel
10. Mai, 12:49 Uhr

Iranische Drohnen trafen am Morgen des 10. Mai den Kraftstofftank des Kuwait International Airport und die US-Militärbasis Ali Salem. Vier kuwaitische Soldaten und sechs Zivilisten kamen ums Leben, über 100 Personen wurden verletzt, sechs US-Soldaten starben auf der Basis. Vor der Küste Katars stand ein Frachtschiff nach einem weiteren Drohnentreffer in Flammen. Der Angriff weitet den Krieg erstmals auf das Territorium eines Nachbarstaats aus. Stunden zuvor hatte Irans Militär die Gefechte in der Straße von Hormus für eingestellt erklärt.

Washington Post, Wikipedia: 2026 Iranian strikes on KuwaitZum Artikel
10. Mai, 11:00 Uhr

Irans Militär erklärte am Morgen des 10. Mai über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim, die Gefechte in der Straße von Hormus seien derzeit eingestellt und die Lage ruhig. Vorausgegangen war eine Woche gegenseitiger Beschüsse, in der Iran Raketen und Drohnen auf US-Schiffe abgefeuert hatte und die US-Marine zwei iranische Tanker beschoss. Trumps Geleitschutzoperation Project Freedom mit 15.000 Soldaten war bereits am 5. Mai auf Bitten Pakistans pausiert worden. Quellen im Umfeld beider Delegationen beschreiben eine Unterzeichnung des Kriegsende-Memorandums als unmittelbar bevorstehend; Irans offizielle schriftliche Antwort auf den US-Entwurf fehlt weiterhin.

Handelsblatt, TagesspiegelZum Artikel
10. Mai, 09:02 Uhr

Iran reichte am 30. April über Pakistan einen 14-Punkte-Gegenvorschlag zum US-Verhandlungsplan ein. Kernforderung: erst ein dauerhaftes Kriegsende und die Aufhebung der US-Seeblockade auf iranische Häfen, danach erst Nuklearfragen. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei stellte klar: Teheran führe derzeit keine Nuklearverhandlungen. Dem stehen laut einem exklusiven Axios-Bericht vom 6. Mai inoffizielle Gespräche über ein einseitiges Memorandum of Understanding gegenüber, das ein iranisches Urananreicherungsmoratorium von mindestens zwölf Jahren einschließen würde. Außenminister Rubio hatte eine formelle Antwort Teherans bereits am 8. Mai erwartet; Iran schwieg.

Al Jazeera: Irans 14-Punkte-Plan, Axios: US-Iran closing in on memoZum Artikel
10. Mai, 04:57 Uhr

Die Luft- und Raumfahrteinheit der Islamischen Revolutionsgarde erklärte am 9. Mai öffentlich, ihre Raketen und Drohnen seien auf amerikanische Ziele ausgerichtet und warteten auf den Schießbefehl. IRGC-Sprecher Ebrahim Zolfaghari kündigte eine vernichtende Antwort auf jeden Angriff an; die Marinekomponente drohte mit einem Schlag gegen amerikanische Stützpunkte in der Region. Hintergrund ist Trumps Ankündigung von "Project Freedom" am 4. Mai: Eine Militäreskorte mit 15.000 Soldaten und über 100 Kampfflugzeugen sollte die Durchfahrt durch Hormus erzwingen. In der Woche vom 5. bis 9. Mai feuerte Iran insgesamt 12 ballistische Raketen sowie weitere Drohnen und Marschflugkörper auf US-Kräfte ab; die US-Marine beschoss am 8. Mai die iranischen Tanker M/T Sea Star III und M/T Sevda, Iran meldete zehn Verletzte und fünf Vermisste.

CNN live: Iran war news (9. Mai), Al Jazeera: Iran tanker attackZum Artikel
10. Mai, 01:00 Uhr

Großbritannien verlegt den Zerstörer HMS Dragon (Typ 45) aus dem östlichen Mittelmeer in den Nahen Osten. Das Schiff soll sich für eine Geleitschutzoperation durch die Hormusstraße bereithalten, die von 40 Nationen mitgetragen und von London und Paris geführt wird, aber erst bei einem Ende der Kampfhandlungen aktiviert werden soll. Zugleich hat Iran auch am 9. Mai keine formelle Antwort auf den US-Memorandumsentwurf übermittelt. Außenminister Rubio hatte eine Reaktion noch für den 8. Mai erwartet. Teheran prüft nach eigenen Angaben weiterhin die über Pakistan übermittelten Dokumente.

ITV News, Navy LookoutZum Artikel
9. Mai, 23:03 Uhr

Iran hat am 5. Mai die Persian Gulf Strait Authority (PGSA) gegründet und verlangt seitdem Durchfahrtsgenehmigungen für die Straße von Hormus. Das US-Finanzministerium hatte bereits am 1. Mai gewarnt, dass Zahlungen an die Behörde amerikanische Sanktionen auslösen, was Reedereien in ein rechtliches Dilemma treibt. IRGC-General Ali Abdollahi drohte nach dem Tankerangriff vom 8. Mai, jede ausländische Streitkraft in Hormuz werde angegriffen. Am 5. Mai hatte Iran bereits 12 ballistische Raketen, 3 Marschflugkörper und 4 Drohnen abgefeuert, alle wurden abgefangen.

Wikipedia (2026 Strait of Hormuz crisis), BloombergZum Artikel
9. Mai, 21:05 Uhr

Außenminister Marco Rubio erwartet Teherans formelle Antwort auf das einseitige US-Memorandum noch am Freitag. Bloomberg berichtete, die Waffenruhe vom 8. April werde durch wiederholte Scharmützel in der Straße von Hormus belastet. Der Brentölpreis lag am 8. Mai bei 101,73 Dollar pro Barrel. Den USA-Forderungen zufolge soll Iran rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran abgeben und die Urananreicherung zwölf Jahre aussetzen. Teheran hat noch keine offizielle Antwort übermittelt.

Bloomberg, Washington Times, Al Jazeera
9. Mai, 09:08 Uhr

Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen fünf chinesische Raffinerien verhängt, die trotz des laufenden Krieges iranisches Öl bezogen haben. Darunter Hengli Petrochemical und Shandong Jincheng; insgesamt sind rund 40 Schiffe aus Irans Schattenflotte miterfasst. Erstmals dehnt Washington den Sanktionsdruck damit gezielt auf Drittstaaten aus. Gleichzeitig traf Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am 8. Mai US-Vizepräsident JD Vance im Weißen Haus und rief ausdrücklich zur Wiederaufnahme der Iran-Verhandlungen auf. Qatar vermittelt parallel zu Pakistan in diesem Konflikt.

Deutschlandfunk, Times of IsraelZum Artikel
9. Mai, 07:01 Uhr

Trump bezeichnete die US-Angriffe auf iranische Schiffe am 8. Mai in einem ABC-News-Interview als 'just a love tap' und bekräftigte, die Waffenruhe sei weiterhin in Kraft. Gleichzeitig drohte er: 'If there's no ceasefire, you're just going to have to look at one big glow coming out of Iran.' Es ist die erste explizite nukleare Andeutung Trumps seit Beginn des Konflikts im Februar 2026. Die Formulierung spiegelt die US-Verhandlungsstrategie: aktuelle Eskalation verbal herunterspielen, bei ausbleibendem Abkommen maximale Eskalation androhen. Trumps Gesandte Witkoff und Kushner gelten laut Axios und CNN als kurz vor einer Einigung auf ein einseitiges Rahmen-Memorandum.

ABC News, Fox News
9. Mai, 04:56 Uhr

Trotz proaktiver US-Angriffe auf iranische Öltanker am 8. Mai verhandeln beide Seiten über ein einseitiges Memorandum of Understanding zum Kriegsende. Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner stehen nach Axios-Berichten kurz vor einem Rahmentext: Kriegsende plus 30-tägige Folgeverhandlungen in Islamabad oder Genf. Iran legte am 2. Mai einen 14-Punkte-Gegenentwurf vor. Die drei offenen Streitpunkte sind die Dauer des Urananreicherungsmoratoriums, die Reihenfolge von Hormuz-Öffnung und Nukleargesprächen sowie Irans Forderung nach Kriegsreparationen.

Axios, NPRZum Artikel
9. Mai, 03:00 Uhr

Am 8. Mai feuerte die US-Marine erstmals proaktiv auf iranische Öltanker: Ein F/A-18-Kampfjet deaktivierte zwei Schiffe durch Präzisionsmunition in die Schornsteine. Iran meldete einen getöteten Seemann. Trump behauptet, die Waffenruhe vom 8. April gelte noch. IEA-Chef Fatih Birol bezeichnete die Hormuskrise als 'größte Energiesicherheitsbedrohung der Geschichte'. Brent-Öl stieg auf 101,73 Dollar. Trump kritisierte Kanzler Merz scharf für dessen Zweifel an der US-Strategie.

NPR, CNNZum Artikel
8. Mai, 18:05 Uhr

Irans Militär erklärte über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim, die Kämpfe in der Straße von Hormus seien «derzeit eingestellt und die Lage ruhig». Die Aussage kam wenige Stunden nach dem US-Angriff auf zwei iranische Öltanker am 8. Mai, bei dem ein F/A-18-Kampfjet die Schornsteine beider Schiffe mit Präzisionsmunition deaktiviert hatte. Unklar blieb, ob die Erklärung eine taktische Pause bedeutete oder ein Signal für Deeskalation war. Iran lehnte weiterhin ab, die Raketenangriffe auf US-Zerstörer direkt zu bestätigen, während die USA auf dem Standpunkt beharrten, die Waffenruhe vom 8. April gelte formal weiter.

Handelsblatt, Tagesspiegel
8. Mai, 06:55 Uhr

Am 7. Mai beschoss die iranische Revolutionsgarde die US-Zerstörer USS Truxtun, USS Rafael Peralta und USS Mason mit Raketen, Drohnen und Schnellbooten in der Straße von Hormus. Die US-Marine fing alle Angriffe ab, niemand wurde verletzt. Washington flog Gegenschläge auf iranische Militäranlagen. Beide Regierungen beharren darauf, die Waffenruhe vom 8. April gelte formal noch, obwohl beide Seiten aktiv Feuer eröffnen.

NPR, Al JazeeraZum Artikel
8. Mai, 03:00 Uhr

Irans Parlamentssprecher für Außen- und Sicherheitspolitik, Ebrahim Rezaei, bezeichnete den US-Verhandlungsentwurf als 'mehr eine amerikanische Wunschliste als Realität'. Das Außenministerium in Teheran teilte mit, eine formale Antwort über pakistanische Vermittler sei bis Freitagabend nicht übergeben worden. Brent-Rohöl sank am 7. Mai auf rund 102 USD nach einem kurzen Anstieg auf 106 USD am Vortag. Die ausbleibende Antwort Irans lässt das Verhandlungsfenster offen, verengt es aber mit jedem weiteren israelischen Angriff auf Beirut.

Al Jazeera, TimeZum Artikel
7. Mai, 21:00 Uhr

Aktuelle Zahlen zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zeigen das Ausmaß der Blockade: Rund 1.600 Schiffe stecken laut CNN im Persischen Golf fest. Normalerweise passieren täglich etwa 120 Schiffe die Meerenge, der Tankerverkehr ist um rund 70 Prozent eingebrochen. Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben insgesamt nur zehn Schiffe die Straße durchquert, zwei davon während der zweitägigen US-Militäroperation Project Freedom Anfang Mai. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, den fragilen Waffenstillstand vom April zu verletzen. Teheran wartet weiter auf die formale US-Antwort zum Vertragsrahmen.

CNN: 1,600 ships stuck in the Strait of HormuzZum Artikel
7. Mai, 13:00 Uhr

Die Inflationsrate ist im April 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen, nach 2,7 Prozent im März. Energiepreise kletterten im Vorjahresvergleich um 10,1 Prozent - der stärkste Anstieg seit Februar 2023. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel blieb bei 2,3 Prozent stabil. Das ifo-Institut warnte, der Energiepreisschock durch die Hormus-Blockade überschatte die Wirkung des Fiskalpaketes; für 2026 prognostiziert das Institut nur noch 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum. Destatis veröffentlicht den finalen Verbraucherpreisindex am 12. Mai.

Destatis: Inflationsrate April 2026, ifo Institut: Joint Economic Forecast Spring 2026Zum Artikel
7. Mai, 11:10 Uhr

Am 6. Mai bombardierte Israel erstmals seit der Waffenruhe vom 16. April die Südvorstadt Beiruts und tötete Malek Balou, Kommandeur der Hisbollah-Radwan-Einheit. Der Angriff fiel auf denselben Tag, an dem US-Medien meldeten, die USA und Iran seien einer gemeinsamen Absichtserklärung zum Kriegsende so nah wie seit Kriegsbeginn nicht mehr. Iran hatte ein Ende israelischer Angriffe auf den Libanon stets als Grundbedingung für jeden Deal bezeichnet. Die formale iranische Antwort auf das US-Memorandum wird bis Freitagabend über pakistanische Vermittler erwartet.

Al Jazeera, AxiosZum Artikel
7. Mai, 09:08 Uhr

Für April 2026 liegen jetzt vollständige Zahlen zu Russlands Öleinnahmen vor. Russlands Mineralgewinnungssteuer verdoppelte sich gegenüber März auf knapp 950 Milliarden Rubel. Eine von Meduza ausgewertete Datenlage zeigt jedoch: Der russische Staat leitete fast die Hälfte davon als Kompensationszahlungen zurück an die Ölexporteure, um die inländische Förderindustrie zu stabilisieren. Netto verblieben rund 500 Milliarden Rubel in der Staatskasse, deutlich weniger als die oft zitierten Bruttosummen suggerieren. Der US-Sanktionserlass für russisches Öl lief am 22. April aus, ohne dass die Islamabad-Gespräche ein Ergebnis erbracht hatten.

Meduza: Staatszahlungen an Ölexporteure, Real Tribune: April-ÖleinnahmenZum Artikel
7. Mai, 05:05 Uhr

Trumps Ultimatum an Iran ist abgelaufen. Er drohte am 7. Mai mit Bombardements in "noch höherer Intensität als zuvor", falls Teheran kein Abkommen annehme. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf bezeichnete die US-Diplomatiebemühungen auf Social Media als gescheitert. Iran hatte am 2. Mai einen eigenen 14-Punkte-Gegenentwurf eingereicht, der neben einem Anreicherungsmoratorium auch Truppenabzug und Reparationen fordert. Die USA haben geantwortet; Teheran prüft diese Antwort. Project Freedom wurde nach weniger als 48 Stunden pausiert.

Badische Zeitung, tagesschauZum Artikel
6. Mai, 20:58 Uhr

Während USA und Iran nach CNN und Axios so nah an einer Einigung sind wie seit Kriegsbeginn nicht mehr, hat die US-Marine am 6. Mai den iranischen Tanker M/T Hasna im Golf von Oman mit Kanonenbeschuss gestoppt. Kern des geplanten Memorandums ist ein Moratorium auf iranische Urananreicherung, über dessen Laufzeit verhandelt wird: Teheran bietet fünf Jahre, Washington verlangt zwanzig, derzeit stehen zwölf bis fünfzehn Jahre zur Diskussion. Iran muss bis zum 7. Mai antworten. Am 8. Mai ist die formale Waffenruhe-Überprüfung geplant.

Axios: US-Iran One-Page MOU, Navy Times: M/T Hasna disabledZum Artikel
6. Mai, 19:05 Uhr

Iran hat ein formales Genehmigungsverfahren für Schiffe in der Straße von Hormus eingeführt. Die vom Revolutionsgarden betriebene Persian Gulf Strait Authority (PGSA) fordert Handelsschiffe auf, per E-Mail Passagierscheine anzufragen; ohne Erlaubnis wird zum Umkehren aufgefordert. Das iranische Parlament diskutiert, das System gesetzlich zu verankern und Gebühren einzuführen. Parallel ist der diplomatische Ausweg gescheitert: Russland und China haben im UN-Sicherheitsrat eine westliche Resolution zur Sicherung der Meerenge mit Veto blockiert. Außenminister Wadephul hatte beide Mächte öffentlich zur Zustimmung aufgefordert.

Marine Insight, UN News, TagesspiegelZum Artikel
6. Mai, 15:10 Uhr

Die Revolutionsgarden (IRGC) erklärten am 6. Mai, Handelsschiffe könnten die Straße von Hormus wieder passieren, nannten die genauen Bedingungen jedoch nicht. Parallel berichtet Axios, USA und Iran näherten sich einem einseitigen Memorandum of Understanding: Kernpunkt ist ein Moratorium auf iranische Urananreicherung, über dessen Laufzeit noch verhandelt wird. Iran bietet fünf Jahre, die USA fordern zwanzig Jahre, derzeit werden zwölf bis fünfzehn Jahre diskutiert. Nach Unterzeichnung soll eine dreißigtägige Verhandlungsphase folgen, in der die Hormusblockade schrittweise aufgehoben wird. Teheran muss bis etwa 8. Mai antworten. Trump bezeichnete die IRGC-Erklärung als möglicherweise große Annahme und verwies auf das Ausbleiben konkreter Zusagen.

Axios: US-Iran One-Page MOU, CNBC: Iran peace deal nuclear moratorium, NPR: Iran Hormuz updates 6. Mai
6. Mai, 12:49 Uhr

Israel hat Deutschland Kerosinlieferungen angeboten, um den durch die Hormuz-Sperrung entstandenen Engpass zu mildern. Israelischer Außenminister Gideon Saar übermittelte das Angebot bei einem Besuch in Berlin an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die EU stoppte am 25. April Spotgeschäfte mit russischem LNG und plant den vollständigen Ausstieg bis Anfang 2027. Die Bundesbank warnt, dass die Inflation in Deutschland auf Richtung drei Prozent steigen wird. Kerosinpreise haben sich seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als verdoppelt.

T-Online: Israel Kerosin Deutschland, Berliner Zeitung: EU stoppt LNGZum Artikel
6. Mai, 10:55 Uhr

Das Containerschiff CMA CGM San Antonio wurde am 5. Mai in der Straße von Hormus von einem unbekannten Projektil getroffen; mehrere Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Es ist das zweite Schiff der französischen Reederei seit Kriegsbeginn. Stunden nach dem Angriff setzte Trump die Militäreskorte 'Project Freedom' nach einem einzigen Tag Betrieb aus und nannte das eine 'gegenseitige Einigung' mit dem Iran. Der Brentölpreis stieg um fast sechs Prozent auf 114 Dollar je Barrel. Iran hat bis zum 7. Mai Zeit, auf Trumps Bedingungen zu antworten.

World Cargo News, Maritime Executive, Al JazeeraZum Artikel
6. Mai, 07:02 Uhr

Am zweiten Tag in Folge beschoss der Iran die Vereinigten Arabischen Emirate mit Raketen und Drohnen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte Teheran, jeder weitere Angriff auf amerikanische Truppen oder Handelsschiffe werde mit überwältigender und vernichtender Feuerkraft beantwortet. Admiral Brad Cooper, der die US-Marineoperation koordiniert, bestätigte, alle iranischen Angriffe auf US-Eskortschiffe der vergangenen Tage seien abgewehrt worden. Trump hält seinen Militäreinsatz vorerst ausgesetzt, um Verhandlungen Raum zu geben.

Deutschlandfunk, TagesspiegelZum Artikel
6. Mai, 05:07 Uhr

Neben dem Abzug von 5.000 US-Soldaten fällt auch die unter Biden vereinbarte Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland weg. Beim NATO-Gipfel in Washington im Juli 2024 hatte Biden zugesagt, erstmals seit dem Kalten Krieg Tomahawk-Marschflugkörper (Reichweite bis zu 2.500 Kilometer), SM-6-Raketen und Hyperschallwaffen ab 2026 in Deutschland zu stationieren. Das Pentagon zog nun auch die nötige Wartungseinheit zurück. Merz erklärte, Amerika habe "zurzeit selbst nicht genug": Im Irankonflikt wurden nach CBS-Berechnungen über 850 Tomahawks eingesetzt, neunmal die Jahresbeschaffungsrate des Pentagons. Militärexperten sehen die Absage als erhebliche Lücke für die Abschreckung gegen Russland.

Handelsblatt, WirtschaftswocheZum Artikel
6. Mai, 01:05 Uhr

Außenminister Rubio erklärte am 5. Mai, Operation "Epic Fury" sei abgeschlossen: Die USA hätten ihre Kriegsziele erreicht, Irans Fähigkeit zum Schutz seines Nuklearprogramms sei zerstört. Gleichzeitig setzte Trump die Eskortoperation "Project Freedom" aus, um eine Verhandlungslösung über Pakistan als Vermittler zu ermöglichen. Das US-Militär wechselte von offensiver zu defensiver Haltung. Die Blockade iranischer Häfen bleibt bestehen, Verhandlungen laufen.

Time, NBC NewsZum Artikel
5. Mai, 20:30 Uhr

IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric hat nach einer einwöchigen Reise durch den Iran vor einer Rückkehr zum Krieg gewarnt. In einem NPR-Interview vom 2. Mai erklärte sie, die humanitären Kosten eines Konflikts in der Region seien 'nicht absorbierbar'. Sie traf Außenminister Seyed Abbas Araghchi, besichtigte Staudämme und Kraftwerke und warnte ausdrücklich vor Angriffen auf zivile Infrastruktur. Das IKRK hat bisher über 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geliefert. Araghchi vermittelte ihr, dass der Iran sowohl zu Verhandlungen als auch zur Wiederaufnahme von Verteidigungsmaßnahmen bereit sei.

IKRK: Präsidentin warnt vor Rückkehr zum Krieg, NPR-Interview Spoljaric
5. Mai, 16:55 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag in der ARD erklärt, der Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland habe 'keinen Zusammenhang' mit seiner öffentlichen Kritik an Trumps Iranstrategie. Die Chronologie widerspricht dem: Trump hatte die Abzugsdrohung unmittelbar nach Merz' Äußerung angekündigt. Neu ist zudem, dass die NATO vor dem Abzugsbefehl nicht konsultiert wurde; das Bündnis erfuhr davon zeitgleich mit der Öffentlichkeit. Nächster formeller Schritt ist das NATO-Außenministertreffen in Helsingborg am 21. und 22. Mai.

Al Jazeera, Schwedische RegierungZum Artikel
5. Mai, 15:02 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz forderte Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die unter pakistanischer Vermittlung laufenden Gespräche haben bisher keine konkreten Ergebnisse gebracht. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Dienstag, die Friedensgespräche machten Fortschritte; gleichzeitig bezeichnete er die US-Operation 'Project Freedom' als 'illegale Passage'. Ein 14-Punkte-Friedensangebot Irans liegt seit dem 3. Mai in Washington vor; Trump hatte es zunächst abgelehnt, zeigte sich zuletzt aber offener für eine Einigung.

Handelsblatt, Rhein-Zeitung
5. Mai, 08:59 Uhr

Trump droht Italien und Spanien mit dem Abzug ihrer US-Truppen. Am 1. Mai erklärte er, er werde "wahrscheinlich" handeln, weil beide Länder Washington den Zugang zu Militärbasen für Operationen im Irankrieg verweigert hatten. Spanien schloss seinen Luftraum für US-Militärmaschinen, Italien verweigerte die Nutzung von Sigonella auf Sizilien. In Italien sind rund 12.600, in Spanien rund 3.800 US-Soldaten stationiert. Italiens Verteidigungsminister Crosetto wies die Kritik zurück und verwies auf ein angebotenes Eskortemission-Angebot.

Time Magazine, BloombergZum Artikel
5. Mai, 01:01 Uhr

Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate am Montag mit 19 Raketen und Drohnen beschossen: zwölf ballistische Raketen, drei Marschflugkörper und vier Drohnen. Eine Drohne durchbrach die Luftabwehr und traf die Ölanlage Fudschaira, drei indische Staatsbürger wurden verletzt. Abu Dhabi sperrte seinen Luftraum für eine Woche und behält sich eine militärische Reaktion vor. Irans Außenminister Araghchi nannte die US-Operation gleichzeitig "Project Deadlock" und erklärte, die Friedensgespräche über pakistanische Vermittler machten Fortschritte. Am 8. Mai wird die Waffenruhe formal überprüft.

CNBC, Al JazeeraZum Artikel
4. Mai, 19:12 Uhr

Iran hat am Montag eine Ölanlage in Fudschaira (VAE) per Drohne angegriffen und einen Großbrand ausgelöst. Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus und gilt als wichtigste Alternativroute für emiratisches Rohöl. Die VAE-Armee fing drei iranische Raketen ab, eine weitere fiel ins Meer. Parallel meldete CENTCOM die Versenkung von sechs iranischen Schnellbooten nach deren Angriff auf neutrale Handelsschiffe. Iran bestritt die Berichte. Der Brentölpreis stieg infolge der Eskalation um mehr als fünf Dollar.

Handelsblatt, TagesspiegelZum Artikel
4. Mai, 17:01 Uhr

Iran hat am Montag den ADNOC-Öltanker Barakah in der Straße von Hormus mit zwei Drohnen angegriffen. Ein Großbrand brach daraufhin in der Industriezone des Hafens Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Drei indische Staatsbürger wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Gleichzeitig fing die UAE-Luftabwehr vier von Iran abgefeuerte Marschflugkörper ab, bevor sie Ziele in den Emiraten treffen konnten. Es sind die ersten iranischen Angriffe auf das Nachbarland seit Beginn der Waffenruhe Anfang April.

Al Jazeera, Al Arabiya, Tagesspiegel Liveblog
4. Mai, 13:14 Uhr

Die USA haben auf Irans 14-Punkte-Friedensplan formal geantwortet. Irans Außenministeriumssprecher Ismail Baghai bestätigte am 3. Mai den Eingang der US-Antwort und teilte mit, Teheran prüfe sie derzeit. Trump signalisierte daneben, er erwäge den Plan, ohne seine frühere Einschätzung zurückzunehmen, er sei nicht akzeptabel. Die Inhalte der US-Antwort wurden nicht öffentlich gemacht. Die Gespräche sind nicht abgebrochen, ein Durchbruch ist nicht absehbar.

CNBC, PBS NewsHourZum Artikel
4. Mai, 11:05 Uhr

Am 1. Mai erklärte Trump die Kampfhandlungen gegen Iran offiziell für beendet und versuchte damit, das Ablaufen der War Powers Resolution zu umgehen. Senator Richard Blumenthal und andere Kongressmitglieder widersprachen: Die Verfassung kenne keine Möglichkeit, den 60-Tage-Takt zu pausieren. Drei Tage später startete Trump stattdessen die Operation "Project Freedom" ohne Kongressmandat, um rund 800 festsitzende Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu eskortieren. Hinter den Kulissen war es pakistanische Diplomatie, die die Waffenruhe vom 8. April erst ermöglichte: Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir überzeugten beide Seiten in parallelen Gesprächen und leiteten Irans 10-Punkte-Plan weiter, der die Öffnung von Hormus gegen Vertagung der Atomfrage vorsah.

CNN, PBS NewsHour, Al JazeeraZum Artikel
4. Mai, 04:59 Uhr

Trump hat am Sonntagabend die Operation „Project Freedom” angekündigt: Die US-Marine eskortiert ab Montag neutrale Schiffe durch die Straße von Hormus. Rund 800 Handelsschiffe mit etwa 20.000 Seeleuten stecken seit Wochen in der Meerenge fest, viele Crews melden Versorgungsengpässe. CENTCOM setzt 15.000 Soldaten, mehr als 100 Kampfflugzeuge und Lenkwaffenzerstörer ein. Irans Parlamentssicherheitschef Ebrahim Azizi wertete jeden US-Eingriff sofort als Waffenstillstandsbruch. Gleichzeitig verlegte Deutschland sein Minenjagdboot „Fulda” in Richtung Mittelmeer als Vorbereitung für einen möglichen späteren Einsatz.

The National News, HandelsblattZum Artikel
4. Mai, 03:05 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 4. Mai im ARD-Interview betont, die transatlantische Zusammenarbeit trotz des öffentlichen Streits mit Trump nicht aufgeben zu wollen. 'Ich gebe die Zusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf', so Merz wörtlich. Den angekündigten Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland betrachtete er als ohne direkten Zusammenhang zu dem Disput über die Iran-Strategie. Trump reagierte auf Truth Social, Merz solle sich besser um die eigenen Probleme in Deutschland kümmern, darunter Migration und Energieversorgung. Beide Seiten signalisieren damit einen Stopp der öffentlichen Eskalation, ohne die inhaltlichen Differenzen beizulegen.

Japan Times, Al Jazeera
4. Mai, 01:05 Uhr

Am 3. Mai kündigte Trump an, die USA würden weit mehr als die bislang angekündigten 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Roger Wicker, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses im US-Senat, und Mike Rogers, Vorsitzender des entsprechenden Ausschusses im Repräsentantenhaus, widersprachen öffentlich: Der Schritt untergrabe die Abschreckung und sende das falsche Signal an Wladimir Putin. Beide sind Vorsitzende von Ausschüssen der Regierungspartei, womit erstmals führende Kongress-Republikaner Trumps Europapolitik offen kritisieren.

Euronews, Washington TimesZum Artikel
3. Mai, 15:04 Uhr

Iran übermittelte am 3. Mai über pakistanische Vermittler einen weiteren 14-Punkte-Friedensplan. Trump reagierte auf Truth Social: Er könne sich kaum vorstellen, dass der Plan annehmbar sei, Iran habe 'noch nicht genug gezahlt' für das, was es der Menschheit in 47 Jahren angetan habe. Irans Außenministerium warnte daraufhin, ein erneuter Konflikt sei wahrscheinlich. Bundesaußenminister Wadephul rief seinen iranischen Amtskollegen Araghtschi an und forderte die sofortige Öffnung der Straße von Hormus sowie Irans vollständigen Verzicht auf Atomwaffen.

Euronews, Berliner ZeitungZum Artikel
3. Mai, 15:04 Uhr

Die verbliebenen OPEC+-Mitglieder haben auf den VAE-Austritt vom 1. Mai reagiert: Saudi-Arabien und fünf weitere Mitgliedstaaten erhöhen ihre Förderquote ab Juni um 188.000 Barrel täglich. Das entspricht dem Beitrag, den die Vereinigten Arabischen Emirate zum Kartell geleistet hatten. Spürbare Auswirkungen auf den Ölpreis bleiben vorerst aus, da die Straße von Hormus weiterhin blockiert ist und Mehrproduktion den Weltmarkt kaum erreicht. Der Schritt signalisiert vor allem, dass OPEC+ trotz des VAE-Austritts handlungsfähig bleibt.

ZDF Heute, heute.atZum Artikel
3. Mai, 09:08 Uhr

Chinas Handelsministerium hat erklärt, die US-Sanktionen gegen fünf chinesische Ölunternehmen nicht anzuerkennen, umzusetzen oder zu befolgen. Betroffen sind Hengli Petrochemical aus Dalian sowie vier kleinere Raffinerien in Shandong und Hebei, die alle iranisches Rohöl kaufen. Peking begründet die Ablehnung damit, dass die Maßnahmen kein UN-Mandat haben und gegen Normen des Völkerrechts verstoßen. Damit klafft in der US-Sanktionsstrategie eine strukturelle Lücke: Solange China iranisches Öl außerhalb des Dollarsystems abnimmt, behält Teheran eine wesentliche Devisenquelle und damit die wirtschaftliche Grundlage für die Hormus-Gebührenpolitik.

Tagesspiegel, ORFZum Artikel
2. Mai, 23:11 Uhr

Das US-Finanzministerium (OFAC) hat am Freitag alle Schifffahrtsunternehmen weltweit gewarnt: Wer dem Iran Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zahlt, riskiert US-Sanktionen. Die Warnung gilt für Barzahlungen ebenso wie Kryptowährungen und informelle Tauschgeschäfte. Mindestens ein Schiff zahlte bereits zwei Millionen Dollar; der beteiligte Tanker NEW FUSION wurde sofort sanktioniert. Reedereien stecken nun in einer Rechtsfalle: Der Iran droht mit physischen Angriffen wenn nicht gezahlt wird, die USA drohen mit Wirtschaftssanktionen wenn gezahlt wird.

Bloomberg, Washington PostZum Artikel
2. Mai, 23:05 Uhr

Israel hat innerhalb von 24 Stunden rund 50 Luftangriffe im Südlibanon geflogen, obwohl eine formelle Waffenruhe bis Mitte Mai gilt. Seit Anfang März 2026 wurden im Libanon mehr als 2.600 Menschen getötet und über eine Million vertrieben. In ersten Direktgesprächen zwischen Beirut und Jerusalem fordert Israel die vollständige Entwaffnung der Hisbollah, der Libanon verlangt den vollständigen israelischen Abzug aus dem Südlibanon. Die USA drängen beide Seiten auf Kompromisse, bevor die Waffenruhe Mitte Mai offiziell ausläuft.

Deutschlandfunk, Handelsblatt
2. Mai, 20:56 Uhr

Goldman Sachs schätzt, dass Iran seit US-Blockadebeginn am 13. April bereits 2,5 Millionen Barrel täglich aus der Produktion genommen hat. Wenn Irans Rohölspeicher in 12 bis 22 Tagen voll sind, müssen Ölfelder abgeschaltet werden, was dauerhaften Druckabfall in den Reservoirs bedeuten kann. Die Exporte sanken von 1,85 Millionen auf 567.000 Barrel täglich. Die Weltbank prognostiziert 24 Prozent Energiepreisanstieg für 2026 als stärksten Schock seit der europäischen Gaskrise 2022. Für Teheran wird Mitte Mai zum Entscheidungspunkt.

Bloomberg/Kpler, Al JazeeraZum Artikel
2. Mai, 17:04 Uhr

Die US-Seeblockade drückt Iran in eine Produktionskrise: Das Datenunternehmen Kpler schätzt laut Bloomberg, dass die iranischen Rohölspeicher in 12 bis 22 Tagen voll sein könnten, wenn die Blockade anhält. Iran hat bereits begonnen, die Förderung zu drosseln, um einen vollständigen Produktionsstopp an einzelnen Feldern zu verhindern. Die US-Marine blockiert die iranischen Häfen seit dem 13. April; Brent-Rohöl kostet aktuell rund 111 Dollar pro Barrel, rund 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Verhandlungen sind seit Trumps Ablehnung des iranischen 14-Punkte-Plans am 30. April festgefahren.

Bloomberg, Al Jazeera
2. Mai, 10:55 Uhr

Das deutsche Minenjagdboot Fulda verlässt am Montag, den 4. Mai, den Kieler Stützpunkt in Richtung Mittelmeer. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Verlegung vor dem Bundestag-Mandat angeordnet, um Zeit zu sparen. Voraussetzung für einen echten Einsatz an der Straße von Hormus bleibt ein Ende der Kampfhandlungen sowie ein Parlamentsmandat. Als rechtliche Grundlage erwägt Pistorius eine Erweiterung des bestehenden EU-Einsatzes Aspides im Roten Meer. Deutschland betreibt zehn Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse; das Pentagon schätzt, dass eine vollständige Minenräumung der Hormuzstraße selbst bei sofortigem Waffenstillstand mindestens sechs Monate dauert.

ZDF heute, Berliner ZeitungZum Artikel
2. Mai, 05:04 Uhr

Iran hat über pakistanische Vermittler einen 14-Punkte-Friedensplan vorgelegt, den Trump am Freitag zurückwies. Er sagte, Iran verlange Dinge, denen er nicht zustimmen könne, und drohte mit einer Wiederaufnahme der Kämpfe. Der Kernstreit bleibt: Iran will zuerst Kriegsende, dann Atomgespräche. Washington besteht auf gleichzeitigen Verhandlungen. Parallel töteten israelische Angriffe im Südlibanon am 1. Mai mindestens 32 Menschen trotz der US-vermittelten Waffenruhe.

PBS NewsHour, Al JazeeraZum Artikel
1. Mai, 15:00 Uhr

Trump weitete am 1. Mai seine Drohungen mit US-Truppenabzügen auf Italien und Spanien aus, nachdem er zuvor nur Deutschland mit Truppenreduzierungen bedroht hatte. Im Streit mit Kanzler Friedrich Merz, der die US-Strategie im Iran öffentlich als 'demütigend' bezeichnet hatte, warf Trump ihm auf Truth Social vor, er wolle, dass der Iran Atomwaffen besitze. Iran übermittelte unterdessen über pakistanische Vermittler einen überarbeiteten Gegenvorschlag: vollständiges Kriegsende, Sicherheitsgarantien, Reparationen und Anerkennung iranischer Souveränität über die Hormusstraße. Washington hat das Angebot bisher nicht kommentiert.

Al Jazeera, CNN Live Updates, NPR
1. Mai, 12:56 Uhr

Das Weiße Haus erklärte den Irankrieg am 1. Mai für verfassungsrechtlich beendet, um die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution zu umgehen. Die US-Marine blockiert weiterhin iranische Häfen, doch die Regierung argumentiert, der Waffenstillstand seit 8. April habe die Feindseligkeiten beendet. Verfassungsrechtler widersprechen: Das Gesetz sieht keine Pause der Frist vor. Der Senat lehnte eine Resolution zur Beendigung der Militäroperationen mit 50:47 Stimmen zum sechsten Mal ab. Vizekanzler Klingbeil nannte den Krieg 'unverantwortlich' und erklärte, er habe Deutschlands Wachstum halbiert.

CNN Politics, Time MagazineZum Artikel
1. Mai, 10:57 Uhr

Irans Präsident Masoud Pezeshkian nannte die US-Hafenblockade am 1. Mai erstmals öffentlich 'unerträglich' und stufte sie als militärische Operation ein, nicht als Waffenstillstandsbedingung. Das untergräbt das zentrale US-Argument, der Waffenstillstand setze die War-Powers-Frist aus. Eine neue Ipsos-Umfrage für die Washington Post zeigt, dass 61 Prozent der Amerikaner den Einsatz für einen Fehler halten: ein Ablehnungsniveau, das Analysten mit dem Irak- und Vietnamkrieg vergleichen. Republikanische Senatorin Lisa Murkowski gab dem Weißen Haus eine Woche Zeit, einen glaubwürdigen Kriegsplan vorzulegen. Andernfalls plant sie eine formelle Autorisierungsresolution einzubringen.

Al Jazeera Liveblog, Washington Post, NPRZum Artikel
1. Mai, 04:39 Uhr

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat am 1. Mai erklärt, Deutschland sei auf eine mögliche Reduzierung der US-Truppenpräsenz vorbereitet, der Luftwaffenstützpunkt Ramstein in der Pfalz stehe jedoch nicht zur Disposition. Das ist eine strategische Neuausrichtung: Bisher versuchte Berlin, jede Reduktion zu verhindern. Nun setzt die Bundesregierung erstmals eine explizite rote Linie. Ramstein ist das größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Nordamerikas und Knotenpunkt für NATO-Operationen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die War Powers Resolution für den Irankrieg ist am 1. Mai formal abgelaufen.

Free Malaysia Today, CNNZum Artikel
1. Mai, 02:55 Uhr

IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric Egger ist am 1. Mai in Teheran eingetroffen, um die humanitären Folgen des 63-tägigen Kriegs zu besprechen. Seit dem 28. Februar wurden nach IKRK-Angaben 3.375 Zivilisten getötet und 26.500 verletzt. Die Straße von Hormus ist nahezu gesperrt: Im März passierten nur 154 Schiffe die Meerenge statt der üblichen 2.500. Spoljaric forderte Respekt vor dem humanitären Völkerrecht, Zugang für Hilfslieferungen und Schutz von Kulturerbestätten. Sie warnte, eine Rückkehr zu aktiven Kampfhandlungen wäre für die Zivilbevölkerung katastrophal.

IKRK, Al JazeeraZum Artikel
1. Mai, 01:05 Uhr

Die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution ist heute formal abgelaufen: Trumps Irankrieg läuft ohne parlamentarische Autorisierung weiter. Der sechste Senatsanlauf scheiterte am 30. April mit 47 zu 50 Stimmen. Susan Collins aus Maine stimmte erstmals für die Resolution und brach damit mit der republikanischen Mehrheit; einziger Gegenvotant der Demokraten blieb John Fetterman aus Pennsylvania. Verteidigungsminister Hegseth beruft sich auf den Waffenstillstand seit dem 8. April, den Trump unlängst unbefristet verlängert habe. Eine solche Ausnahmeklausel existiert in der War Powers Resolution von 1973 nicht.

TIME, Foreign Policy, The HillZum Artikel
30. April, 21:00 Uhr

Außenminister Johann Wadephul hat am Abend erklärt, Deutschland sei auf einen möglichen Abzug US-amerikanischer Truppen vorbereitet. Das ist eine strategische Neupositionierung: Berlin signalisiert, dass es die US-Truppenpräsenz nicht mehr als feste Größe betrachtet. Trump hatte zuvor in einem weiteren Post Merz aufgefordert, sich aus dem Iran-Krieg herauszuhalten und sich stattdessen um den Ukrainekonflikt zu kümmern. Wadephul kritisierte Teheran als nicht verhandlungsbereit und sagte, Iran spiele bei den Gesprächen auf Zeit.

Al Jazeera, TIMEZum Artikel
30. April, 19:05 Uhr

Das Repräsentantenhaus lehnte eine War-Powers-Resolution mit 213 zu 214 Stimmen um eine einzige Stimme ab. Das Ergebnis zeigt die Zerrissenheit beider Parteien: Der Republikaner Thomas Massie stimmte mit den Demokraten, der Demokrat Jared Golden dagegen. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am 30. April in einer Senatsanhörung, die 60-Tage-Frist sei durch laufende Verhandlungen faktisch ausgesetzt, ohne dafür eine Rechtsgrundlage zu benennen. Der Demokratische Fraktionsvorsitzende Pete Aguilar bestätigte, dass Bundesgerichtsklagen weiterhin geprüft werden. Am 1. Mai läuft die Verfassungsfrist ab.

Democracy Now, Washington PostZum Artikel
30. April, 17:01 Uhr

Die Zahl der US-Soldaten in Deutschland ist seit Dezember 2025 auf rund 39.000 gestiegen, was auf zusätzliche Verlegungen im Kontext des Irankriegs hindeutet. Das Pentagon hat intern bereits Szenarien für eine Truppenreduzierung durchgerechnet, ohne ein konkretes Ziel öffentlich zu benennen. CDU-Außenpolitiker Johann Wadephul warnte, eine Reduzierung würde die NATO-Reaktionsfähigkeit an der Ostflanke schwächen und Moskau ein falsches Signal senden.

t-online, Deutsche WelleZum Artikel
30. April, 13:04 Uhr

Das Statistische Bundesamt hat die Inflationsrate für April 2026 auf 2,9 Prozent bestätigt, exakt am oberen Rand der Ifo-Frühjahrsprognose. Energie und Kraftstoffe verteuerten sich um 10,1 Prozent im Jahresvergleich, die stärkste Steigerung seit Februar 2023. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im April um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte und erreicht damit den tiefsten Stand seit dem Coronaschock. Ifo-Präsident Clemens Fuest kommentierte die Daten: "Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin."

Statistisches Bundesamt, Ifo Institut: Geschäftsklimaindex April 2026Zum Artikel
30. April, 11:10 Uhr

Die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen die OPEC zum 1. Mai. Abu Dhabi begründet den Schritt mit dem seit Jahren anhaltenden Quotenstreit: Die UAE wollen ihre Produktion von 3,6 auf fünf Millionen Barrel täglich ausbauen, was die OPEC-Quote nicht erlaubt. Dahinter steckt auch eine wachsende Rivalität mit Saudi-Arabien, dessen regionale Führungsrolle die Emirate nicht mehr bedingungslos anerkennen. Für den Ölpreis ist der kurzfristige Effekt begrenzt, solange die Straße von Hormus blockiert bleibt. Langfristig könnte der Austritt das Kartell schwächen, da weitere Mitglieder mit ähnlichen Produktionsambitionen folgen könnten.

ZDF Heute, Handelsblatt
30. April, 07:05 Uhr

Am 1. Mai läuft die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution ab: Danach gilt der Irankrieg ohne parlamentarische Autorisierung formell als verfassungswidrig. Die Senatoren Chuck Schumer, Adam Schiff und Tim Kaine haben für morgen eine sechste Abstimmung über eine War-Powers-Resolution angekündigt, die Trump zur Einstellung der Kampfhandlungen zwingen würde. Die ersten fünf Abstimmungen scheiterten sämtlich entlang der Parteilinie, zuletzt am 22. April mit 46 zu 51 Stimmen. Demokraten erwägen laut TIME-Recherchen eine Klage vor Bundesgerichten, falls der Krieg nach Fristablauf ohne Kongressgenehmigung weitergeführt wird. Rechtliche Experten bezweifeln, dass US-Gerichte eine solche Klage annehmen würden, da sie ähnliche Streitfragen in der Vergangenheit als politische Fragen einstuften.

Kaine Press Release, TIME, CBS News
30. April, 05:03 Uhr

US-Präsident Trump hat auf Truth Social angekündigt, die Stationierung von rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland zu überprüfen. Die Ankündigung folgt unmittelbar auf den Streit mit Bundeskanzler Merz über die Iraistrategie. Im März 2026 hatte Trump Merz persönlich zugesagt, die Truppenpräsenz aufrechtzuerhalten. Der US-Kongress hat die Absenkung der US-Truppen in Europa im Verteidigungshaushalt 2026 auf unter 76.000 verboten, was Trumps Spielraum begrenzt, aber nicht beseitigt.

CBS News, BloombergZum Artikel
30. April, 04:58 Uhr

Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford verlässt in den kommenden Tagen den Nahen Osten nach rund zehn Monaten Einsatzdauer, einem Rekord für einen US-Träger dieser Klasse. Er kehrt zur Wartung nach Virginia zurück und wird voraussichtlich Mitte Mai 2026 dort ankommen. In der Region verbleiben die Träger USS George H.W. Bush und USS Abraham Lincoln. Der Abzug fällt in eine Phase stockender Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Washington Post, Times of IsraelZum Artikel
30. April, 03:04 Uhr

CNN-Visualisierungen auf Basis von Schifffahrtsdaten zeigen: Im gesamten März 2026 passierten nur 154 Schiffe die Straße von Hormus, verglichen mit rund 3.000 im Monat vor dem Konfliktbeginn. Das entspricht etwa fünf Prozent des Vorkrisenstands. Die doppelte Blockade, US-Marine sperrt iranische Häfen seit dem 12. April, iranische Revolutionsgarde erklärt die Meerenge seit dem 18. April für gesperrt, hat den kommerziellen Seeverkehr durch eine der wichtigsten Energiekorridore der Welt nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. Reedereien weichen auf den Weg um das Kap der Guten Hoffnung aus, was Fahrtszeiten um bis zu drei Wochen verlängert und die Energieversorgung Europas im Winter 2026/27 unter Druck setzt.

CNN
29. April, 18:59 Uhr

Das Pentagon hat bestätigt: Der Irankrieg hat die USA bislang 25 Milliarden Dollar gekostet, mehr als 416 Millionen Dollar täglich. Pentagon-Comptroller Jules Hurst legte die Zahl am Mittwoch vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses offen. Am 1. Mai läuft die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution ab, die eine parlamentarische Genehmigung verlangt. Vier Versuche im Senat, Trumps Kriegsführung zu beschränken, scheiterten. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk dokumentierte mehr als 4.000 Verhaftungen und 21 Hinrichtungen im Iran seit Kriegsbeginn.

NBC News, OHCHRZum Artikel
29. April, 13:05 Uhr

Altkanzler Olaf Scholz kommentierte Trumps Angriff auf Friedrich Merz aus New York gelassen: Die transatlantische Zusammenarbeit halte unterschiedliche Ansichten aus. Merz erklärte, seine persönliche Beziehung zu Trump sei unverändert. Gleichzeitig steht Trump innenpolitisch unter wachsendem Druck: US-Benzin kostet im Schnitt 4,18 Dollar pro Gallone, 40 Prozent mehr als zu Kriegsbeginn Ende Februar. Nur 26 Prozent der Amerikaner halten den Militäreinsatz laut Reuters/Ipsos für die Kosten wert.

Handelsblatt, t-onlineZum Artikel
29. April, 06:57 Uhr

Die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen am 1. Mai die OPEC. Mit 3,4 Millionen Barrel täglich und 16 Prozent der Kartellproduktion ist das der größte Mitgliederaustritt in der Geschichte des Kartells. Abu Dhabi begründet den Schritt mit iranischen Drohnenangriffen auf emiratisches Territorium und der durch die Hormusblockade entwerteten OPEC-Mitgliedschaft. Gleichzeitig untersuchen US-Geheimdienste, wie der Iran auf eine einseitige Siegeserklärung Trumps reagieren würde. Am 1. Mai läuft auch die War Powers Resolution ab.

ZDF, Times of IsraelZum Artikel
29. April, 05:09 Uhr

Die US-Delegation unter Sonderbeauftragtem Steve Witkoff und Jared Kushner ist nicht nach Pakistan gereist: Trump stoppte die Reise am 27. April. Irans Außenminister Abbas Araghtschi setzte seine Konsultationsreise fort und traf in Sankt Petersburg Präsident Putin, dem er für die russische Unterstützung dankte. Beide Seiten bezeichneten ihre Beziehungen als strategische Partnerschaft. In Berlin schlug CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt vor, Iran unter Bedingungen Sanktionserleichterungen anzubieten: Teheran müsste Atom- und Raketenprogramm aufgeben, Hormus öffnen und Angriffe auf Israel einstellen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte diesen Schritt verfrüht.

The National: Araghtschi in Russland, Deutschlandfunk: Hardt SanktionserleichterungenZum Artikel
29. April, 05:00 Uhr

Israels Armee hat trotz der verlängerten Waffenruhe Raketenabschussrampen der Hisbollah im Südlibanon angegriffen. Bei den Luftangriffen kamen nach Angaben libanesischer Behörden mindestens sechs Menschen ums Leben. Israel begründete die Angriffe mit dem fortgesetzten Raketenbeschuss aus dem Libanon. Die Waffenruhe zwischen Israel und Libanon war Mitte April zunächst für zehn Tage vereinbart und dann um drei Wochen verlängert worden, zeigt aber weiterhin erhebliche Verletzungen auf beiden Seiten.

Deutschlandfunk: Israel greift Libanon an
29. April, 00:56 Uhr

US-Präsident Trump hat Bundeskanzler Merz nach dessen Iran-Kritik auf Truth Social direkt angegriffen und dabei seine Aussage grundlegend falsch dargestellt. Merz hatte die US-Strategie als planlos bezeichnet; Trump behauptete, Merz wolle dem Iran Atomwaffen gestatten. Das hat Merz nie gesagt. Parallel ist IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric als erste hochrangige westliche Vertreterin nach Teheran gereist, um über humanitäre Zugänge zu verhandeln. Am 1. Mai greift die War Powers Resolution: Wenn Trump keine Kongressgenehmigung einholt, droht ein Verfassungsstreit über die Fortsetzung der Militäroperationen.

tagesschau, Al JazeeraZum Artikel
28. April, 14:57 Uhr

Die Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai 2026 aus OPEC und OPEC+ aus. Das Kartell verliert damit seinen drittgrößten Produzenten, der für mehr als 16 Prozent der Gesamtförderung steht. Hintergrund sind langjährige Streitigkeiten über Produktionsquoten — ADNOC produziert derzeit rund 30 Prozent unter ihrer tatsächlichen Kapazität — sowie der Vorwurf, arabische Nachbarstaaten hätten die VAE während des Iran-Kriegs nicht ausreichend geschützt. Kurzfristig bleibt der preisdämpfende Effekt begrenzt, weil die Hormus-Blockade die Exportrouten der VAE weitgehend versperrt.

t-online: VAE treten aus OPEC aus, CNBC: UAE to leave OPEC effective May 1Zum Artikel
28. April, 14:50 Uhr

Verteidigungsminister Boris Pistorius verlegt das Minenjagdboot „Fulda” vorsorglich ins Mittelmeer, zusammen mit einem Kommando- und Versorgungsschiff. Ein Einsatz in der Straße von Hormus selbst bleibt an drei Bedingungen geknüpft: ein nachhaltiges Ende der Kampfhandlungen, eine internationale Rechtsgrundlage und ein Bundestagsmandat. Die Vorverlagerung soll Reaktionszeit sparen, falls alle politischen Voraussetzungen erfüllt werden. Deutschland hat zehn aktive Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse, die unbemannte Unterwasserfahrzeuge zur Minensuche einsetzen können.

Tagesspiegel: Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich, Deutschlandfunk: Minenräumer Hormus
28. April, 11:00 Uhr

Der Ölpreis ist am Dienstag auf 111,20 Dollar pro Barrel Brent gestiegen, ein Plus von fast drei Prozent gegenüber dem Vortag, nachdem keine Verhandlungsfortschritte zwischen den USA und Iran erkennbar sind. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die iranische Blockade der Straße von Hormus als „wirtschaftliche Atomwaffe”, mit der Teheran versuche, die Welt unter Druck zu setzen. Im Kongress bereiten Demokraten für den 1. Mai eine sechste Abstimmung über eine War Powers Resolution vor, die Trump zur Einstellung der Militäroperationen gegen Iran zwingen soll.

ZDF: Rubio nennt Blockade wirtschaftliche Atomwaffe, finanzen.net: Ölpreise steigen deutlich, The Hill: Demokraten planen weitere War Powers-AbstimmungenZum Artikel
28. April, 09:00 Uhr

UN-Generalsekretär António Guterres warnte am Dienstag vor einer globalen Lebensmittelkrise, sollte die Straße von Hormus nicht bald geöffnet werden. Dutzende Länder fordern die sofortige Wiedereröffnung. Außenminister Rubio bekräftigte: Washington werde keine Vereinbarung akzeptieren, die dem Iran die Kontrolle über den Zugang zur Meerenge überlässt. Eine Branchenumfrage zeigt, dass 80 Prozent der Ölmanager nicht damit rechnen, dass Hormus vor August 2026 geöffnet wird.

Al Jazeera liveblog, Times of Israel: Rubio rejects Iran Hormuz proposalZum Artikel
28. April, 05:03 Uhr

Außenminister Marco Rubio zweifelte am Dienstag öffentlich daran, ob der iranische Unterhändler überhaupt befugt war, das Hormus-Angebot einzureichen. Dahinter steckt ein strukturelles Problem: IRGC-Kommandeur Ahmad Vahidi setzt seit März 2026 die faktischen Grenzen der iranischen Verhandlungsposition, nicht das Außenministerium. Unmittelbar nach Trumps Waffenruheverlängerung am 21. April beschlagnahmten IRGC-Kräfte zwei Schiffe in der Straße von Hormus und konterkarierte Araghtschi-Erklärungen über Verhandlungsbereitschaft. Parallel bestätigte Putin, eine persönliche Botschaft von Obersten Führer Mojtaba Khamenei erhalten zu haben, seine erste bekannte internationale Kommunikation seit seiner Ernennung vor sechs Wochen.

ANI News: Rubio zweifelt an VollmachtZum Artikel
28. April, 03:06 Uhr

Iran hat über pakistanische Vermittler ein neues Angebot an die USA übermittelt: Teheran ist bereit, die Straße von Hormus zu öffnen und den Krieg formal zu beenden, wenn Washington die Seeblockade aufhebt. Das Atomwaffenprogramm soll ausgeklammert und separat verhandelt werden. Trump hält das Angebot nach einem Gespräch mit Außenminister Rubio für unzureichend, da er auf einem vollständigen Deal besteht. Am 1. Mai läuft die War Powers Resolution ab, die Trump zur Einholung einer Kongressgenehmigung verpflichtet. Senate-Demokratenführer Schumer kündigte eine sechste Abstimmung an, um die Operationen zu beenden.

Axios: Iran offers Hormuz deal, CNBC: Trump discussed proposal with Rubio, Al Jazeera: War Powers ResolutionZum Artikel
27. April, 21:00 Uhr

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Vorstoß von Kanzler Merz zurückgewiesen, Iran als Gegenleistung für die Öffnung der Hormusstraße Sanktionserleichterungen anzubieten. "Es ist zu früh, die Sanktionen gegen Iran zu lockern", sagte von der Leyen in Berlin. Als Bedingung für jede Lockerung nannte sie eine nachgewiesene "Fähigkeit zur Veränderung" und verwies auf Irans Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung. Merz hatte zuvor die USA-Strategie im Iran-Krieg öffentlich als strategielos kritisiert und die Idee ins Gespräch gebracht, Hormus-Öffnung gegen Sanktionslockerung zu tauschen.

Washington Times, Times of Israel
27. April, 15:02 Uhr

Das Treffen zwischen Araghtschi und Putin in Moskau fand am Montagnachmittag statt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte das Gespräch offiziell. Russland bekräftigte die strategische Partnerschaft mit Iran, schloss aber eine militärische Beteiligung am Konflikt weiterhin ausdrücklich aus. Für Teheran bleibt Moskau damit ein diplomatischer Verbündeter, der Rückendeckung in internationalen Foren bietet, aber keine Waffen liefert.

t-online: Putin empfängt Araghtschi, SRF: Araghtschi besucht PutinZum Artikel
27. April, 11:00 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einer Schüler-Diskussion in Marsberg den USA im Iran-Krieg das strategische Konzept abgesprochen: 'Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie.' Die iranische Staatsführung demütige eine ganze Nation, indem sie sehr geschickt nicht verhandle, so Merz. Der Kanzler betonte zugleich die wirtschaftlichen Kosten für Deutschland: 'Dieser Konflikt hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Wirtschaftsleistung.' Merz' Kritik kommt drei Tage vor dem Ablauf der Waffenruhe zwischen USA und Iran am 30. April, ohne dass neue Verhandlungen vereinbart sind.

Handelsblatt: Merz kritisiert US-Strategie, SRF: Merz USA haben keine Strategie
27. April, 08:56 Uhr

Eine Umfrage des Baden-Württembergischen IHK-Tags unter 372 Südwestbetrieben zeigt: 85 Prozent aller Unternehmen spüren Auswirkungen des Iran-Kriegs auf ihr Geschäft. Ein Drittel hat bereits Projekte und Investitionen zurückgestellt, 63 Prozent haben ihr Risikomanagement intensiviert. In der Industrie berichten 75 Prozent von gestiegenen Transportkosten; bundesweit erwarten laut ifo 90 Prozent der Industriebetriebe Beeinträchtigungen. Containerfrachtkosten auf der Route China-Deutschland sind von 1.800 auf 2.100 Euro gestiegen. BWIHK-Vizepräsident Claus Paal: 'Die Unternehmen fahren auf Sicht.'

meinka.de: IHK-Umfrage Südwest, ifo Institut: 90 Prozent IndustrieZum Artikel
27. April, 07:00 Uhr

Irans Außenminister Abbas Araghtschi ist am Montag in Moskau eingetroffen, einen Tag früher als zuletzt angekündigt. Kremls Sprecher Dmitri Peskow bestätigte das Treffen mit Putin für Montagnachmittag. Russland hat Iran seit Kriegsbeginn diplomatisch unterstützt, militärische Hilfe aber ausdrücklich ausgeschlossen. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn, dass ein iranischer Chefdiplomat persönlich in Moskau Rückhalt für die laufenden Verhandlungen sucht.

Al Jazeera: Iran war live, Deutschlandfunk: Araghtschi in Russland
27. April, 01:01 Uhr

Irans Außenminister Araghtschi trifft Putin am 28. April in Moskau, nach zwei Pakistan-Besuchen und einer Oman-Reise innerhalb von fünf Tagen. Die intensive Shuttlediplomatie fällt mit der War-Powers-Frist zum 1. Mai zusammen: Trump muss bis dann die Genehmigung des Kongresses für die Fortführung der Militäroperationen einholen. Teheran hat schriftliche Botschaften über pakistanische Vermittler an Washington übermittelt, ohne das geforderte einheitliche Verhandlungspapier zu liefern. Trumps Sondergesandte Kushner und Witkoff haben ihre geplante Pakistan-Reise abgesagt; Gespräche sollen nun telefonisch geführt werden.

Al Jazeera: Araghtschi nach Moskau, Al Jazeera: War Powers DeadlineZum Artikel
26. April, 23:00 Uhr

Araghtschi hat nach Oman und einem erneuten Pakistan-Besuch Kurs auf Moskau genommen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, Putin werde den iranischen Außenminister empfangen; das Treffen wird für Montag, den 27. April, erwartet. Russland unterstützt Iran seit Kriegsbeginn diplomatisch, hat militärische Hilfe aber ausdrücklich ausgeschlossen. Parallel fing die US-Marine am 25. April den Tanker Sevan in der Arabischen See ab, eines von 19 Schiffen einer sanktionierten Schattenflotte, die Öl- und Gasprodukte aus dem Iran transportiert. Seit Beginn der Seeblockade wurden insgesamt 37 Handelsschiffe umgeleitet.

t-online: Putin empfängt Araghtschi, Newsweek: US intercepted Iran shadow fleetZum Artikel
26. April, 19:00 Uhr

Irans Außenminister Abbas Araghtschi ist nach Pakistan zurückgekehrt, obwohl die US-Delegation die Reise dorthin abgesagt hat, und hat anschließend die Reise nach Oman fortgesetzt. In Maskat traf er mit omanischen Diplomaten zusammen, die seit Beginn des Konflikts als inoffizielle Vermittler zwischen Teheran und Washington fungierten. Das Oman-Signal gilt als Indiz dafür, dass Iran parallele Kommunikationskanäle offenhält, auch wenn die direkten US-Gespräche in Pakistan gescheitert sind. Ob und wann eine vierte Runde vereinbart wird, blieb offen.

CNN, NPR
26. April, 17:00 Uhr

Im Südlibanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums bei israelischen Angriffen sieben Menschen getötet und 24 weitere verletzt. Die israelische Armee tötete nach eigenen Angaben mehrere Hisbollah-Kämpfer, darunter drei Männer in einem Fahrzeug, das Waffen transportierte. Die Hisbollah griff israelische Soldaten im Gebiet Kantara mit Drohnen an. Beide Seiten werfen sich Verstöße gegen die bis Mitte Mai verlängerte Waffenruhe vor; die Hisbollah erklärte das Abkommen für bedeutungslos, solange Israel seine Angriffe fortsetze.

ZDF Heute, Finanznachrichten
26. April, 11:01 Uhr

Die Feuerpause zwischen den USA und Iran läuft innerhalb der nächsten 24 Stunden ab, ohne dass neue Verhandlungen vereinbart sind. Das revolutionsgardenahe Medium Tasnim hat öffentlich Karten der Unterseekabel im Persischen Golf veröffentlicht, die die Golfstaaten mit der globalen Internetinfrastruktur verbinden und nahe der Straße von Hormus verlaufen. Parallel legte Irans Revolutionsgarde Anfang dieser Woche weitere Seeminen in der Straße aus und beschlagnahmte weitere Schiffe. Ein Angriff auf die Datenkabel würde den digitalen Rückgrat Saudi-Arabiens und der Emirate treffen und wäre eine neue Eskalationsstufe über die Ölblockade hinaus.

Al Jazeera Live, Iran International: IRGC KabelZum Artikel
26. April, 07:00 Uhr

Die verlängerte Feuerpause läuft in Kürze aus, ohne dass eine neue Verhandlungsrunde vereinbart ist: Iran hat keinen Zeitplan für eine Rückkehr an den Tisch benannt. Teheran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus ausdrücklich an ein Ende der US-Seeblockade, die seit dem 13. April mehr als 25 Handelsschiffe am Verlassen iranischer Häfen gehindert hat. Parlamentssprecher Ghalibaf drohte mit dem Einsatz neuer Karten auf dem Schlachtfeld, sollten die Gespräche endgültig scheitern. Präsident Peseschkian erklärte, Iran sei gesprächsbereit, aber Blockade und Drohungen blieben das zentrale Hindernis für ernsthaften Dialog.

ZDF Heute, Finanznachrichten, Rhein-Neckar-Zeitung
26. April, 01:00 Uhr

Eine DIHK-Umfrage vom 22. April unter 2.400 deutschen Unternehmen zeigt das Ausmaß des Schadens: 83 Prozent verzeichnen negative Geschäftsauswirkungen, 43 Prozent der Industriebetriebe verlagern Investitionen ins Ausland statt im Inland zu tätigen, der höchste Wert seit der Strukturkrise 2003. Unterdessen berichtete die New York Times am 24. April über den Gesundheitszustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei: Er wartet nach dem Angriff vom 28. Februar auf eine Beinprothese, kann wegen Gesichtsverbrennungen kaum sprechen und kommuniziert nur schriftlich. De facto trifft ein Führungskreis der Revolutionsgarde die Sicherheits- und Diplomatiefragen, was Trumps Hinweis auf interne Zwistigkeiten in Irans Führung erklärt.

DIHK, Asharq Al-Awsat / NYTZum Artikel
25. April, 23:00 Uhr

Trump hat die geplante Reise seiner Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan abgesagt, etwa eine Stunde nachdem Araghtschi Islamabad verlassen hatte und Richtung Oman weitergereist war. Als Grund nannte Trump massive interne Zwistigkeiten in Irans Führung und erklärte, Iran habe zwar viel angeboten, aber nicht genug. Zukünftige Gespräche sollen per Telefon geführt werden. Iran antwortete, es sei unklar, ob Washington wirklich an ernsthafter Diplomatie interessiert sei. Pakistan verliert damit seine Funktion als physischer Verhandlungsort; wann eine neue Gesprächsrunde zustande kommt, steht offen.

CNN, AxiosZum Artikel
25. April, 23:00 Uhr

Netanyahu ordnete am Samstag an, die israelische Armee solle massiv gegen Hisbollah im Südlibanon vorgehen, nachdem die Miliz zwei Projektile auf Nordisrael abgefeuert hatte und in den Gebieten Manara, Margaliot und Misgav Am Raketenalarm ausgelöst wurde. Israel griff Bint Jbeil an und sprengte nach libanesischen Berichten mehrere Gebäude in der Stadt. Al Jazeera meldete vier Tote durch israelische Angriffe im Südlibanon am Samstag. Hisbollah-Vertreter erklärten die verlängerte Waffenruhe angesichts der fortgesetzten Angriffe für bedeutungslos.

Al Jazeera, t-onlineZum Artikel
25. April, 07:00 Uhr

SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch hat angedeutet, eine Aussetzung der Schuldenbremse befürworten zu können, falls die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs dauerhaft anhalten. Einen konkreten Schwellenwert nannte er nicht. Die EU hat seit Kriegsbeginn rund 24 Milliarden Euro mehr für Energieimporte ausgegeben, nach Angaben der EU-Kommission täglich etwa 500 Millionen Euro Mehrkosten. Die langfristigen Haushaltswirkungen des Konflikts gelten in der Koalition als schwer kalkulierbar.

Deutschlandfunk
25. April, 03:03 Uhr

Die dritte Verhandlungsrunde in Islamabad endete am Samstag ohne direkten US-Iran-Kontakt: Außenminister Araghtschi koordinierte nach eigenen Angaben nur mit pakistanischen Partnern, Tasnim dementierte jegliche Verhandlung. Zeitgleich zeigen Öldaten ein Paradox: Iran exportiert trotz Hormusblockade weiterhin rund 1,71 Millionen Barrel täglich und verdient 40 Prozent mehr als vor dem Krieg. Die Golfstaaten hingegen haben täglich zehn Millionen Barrel Exportkapazität verloren. Am 24. April verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical (Dalian, 400.000 Barrel/Tag) und rund 40 Schattenflottentanker.

t-online: Unklare Lage bei Iran-Verhandlungen, US Treasury: Sanktionen Hengli PetrochemicalZum Artikel
25. April, 01:04 Uhr

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat angekündigt, vorsorglich einen Minensucher und ein Versorgungsschiff ins Mittelmeer zu verlegen. Der Schritt soll sicherstellen, dass Deutschland nach einem möglichen Bundestagsmandat sofort handlungsfähig wäre. Ein Mandat liegt nicht vor; SPD und AfD haben sich bisher gegen einen Bundeswehreinsatz an der Straße von Hormus ausgesprochen. Parallel blieb offen, ob es am Samstag zu direkten Gesprächen zwischen Witkoff, Kushner und Araghtschi kommt: Irans Außenministeriumssprecher Baghaei erklärte, kein Treffen sei geplant, während Araghtschi gleichzeitig für eine Tour durch Islamabad, Maskat und Moskau aufgebrochen ist.

Handelsblatt: Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich ins Mittelmeer, CNBC: Kushner und Witkoff fliegen nach Pakistan für direkte GesprächeZum Artikel
24. April, 19:00 Uhr

Das Weiße Haus hat bestätigt, dass Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner am Samstag nach Pakistan fliegen, um dort direkte Gespräche mit dem iranischen Außenminister Araghtschi zu führen. Sprecherin Karoline Leavitt sagte, Iran habe selbst um ein persönliches Gespräch gebeten. Vizepräsident Vance, der die erste Runde geleitet hatte, bleibt diesmal in Washington, steht aber auf Abruf bereit. Trump verlängerte zeitgleich die Ausnahmeregelung zum Jones Act um 90 Tage, die ausländischen Schiffen erleichtert, Öl und Gas innerhalb amerikanischer Gewässer zu transportieren.

CNBC: Kushner Witkoff heading to Pakistan for direct talks, Al Jazeera: US envoys to fly to Pakistan for Iran talksZum Artikel
24. April, 17:01 Uhr

Erstmals seit dem Irakkrieg 2003 operieren drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Persischen Golf: USS Gerald R. Ford, USS Abraham Lincoln und die am 23. April eingetroffene USS George H.W. Bush. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, Teheran habe in den vergangenen zwei Wochen 'neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld' vorbereitet, ohne Einzelheiten zu nennen. US-Streitkräfte beschlagnahmten gleichzeitig den Tanker Majestic X im Indischen Ozean als vierte iranische Öllieferung seit Kriegsbeginn. Araghtschi ist seit Freitagabend in Islamabad, ein direktes Gespräch mit der US-Delegation blieb nach Informationsstand vom 24. April aus.

Washington Post: USS George H.W. Bush arrives near Iran, CNBC: Iran new cards on battlefieldZum Artikel
24. April, 15:00 Uhr

Die EU-Kommission bezifferte die Mehrkosten der Hormuskrise für Europa auf 24 Milliarden Euro seit Kriegsbeginn, rund 500 Millionen Euro täglich. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte diesen wirtschaftlichen Druck auf dem EU-Gipfel in Zypern offen benannt und als Begründung für das europäische Sanktionsangebot an Iran angeführt. Araghtschi traf am Freitagabend in Islamabad ein. Pakistan arbeitete an einer erneuten Gesprächsrunde zwischen iranischen und US-Unterhändlern, ein konkretes Ergebnis lag noch nicht vor.

Euronews: US-Iran-Waffenruhe unter Druck, Handelsblatt: Merz macht Iran LockangebotZum Artikel
24. April, 13:01 Uhr

Iran hat am 22. April zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus beschlagnahmt und auf mindestens drei weitere Handelsschiffe gefeuert. Trump ordnete am 23. April an, die US-Marine solle iranische Minenlegboote abschießen. Gleichzeitig reist Außenminister Araghtschi heute nach Islamabad für neue Gespräche mit US-Vertretern, die Pakistan vermittelt. Deutschland und die EU haben auf einem informellen Gipfel in Zypern angeboten, Sanktionen schrittweise zu lockern, falls Iran die Meerenge dauerhaft freigibt.

CNN Live Updates, Bloomberg: Araghtschi nach Islamabad, ZDF heute: Merz macht Iran ein AngebotZum Artikel
24. April, 03:09 Uhr

Iran hat Trumps Behauptung einer ernsthaft gespaltenen Führung zurückgewiesen. Präsident Pezeshkian, Außenminister Araghtschi und Parlamentspräsident Ghalibaf erklärten unisono, das Land stehe geschlossen hinter dem Obersten Führer. Die Bundesregierung stellte Sanktionslockerungen in Aussicht, knüpfte das aber an eine dauerhafte und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus. Papst Leo XIV. appellierte bei seiner Rückkehr aus Afrika erneut an USA und Iran, die Gespräche wiederaufzunehmen. Pakistan plant eine Vermittlungsreise nach Teheran, um die Bedingungen für eine neue Verhandlungsrunde auszuloten.

Al Jazeera: Iran dismisses Trump's leadership rift claim, CNN: Pope Leo condemns Iran's killing of protesters but says he cannot support war, Bundesregierung: Erklärung zur Verlängerung des Waffenstillstands
24. April, 01:00 Uhr

Trump verlängerte die zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon nach einem zweiten Treffen im Oval Office um weitere drei Wochen bis Mitte Mai. Hochrangige Vertreter beider Länder saßen gemeinsam mit Vizepräsident Vance, Außenminister Rubio und den US-Botschaftern in Israel und Libanon zusammen. Hisbollah-Ratsmitglied Wafiq Safa erklärte gegenüber der AP, die Miliz werde sich an keine Vereinbarungen aus diesen direkten Gesprächen halten. Trump kündigte an, Netanyahu und Aoun würden in den nächsten Wochen persönlich ins Weiße Haus kommen.

Axios, Washington PostZum Artikel
23. April, 23:00 Uhr

Trump erklärte am Donnerstag im Oval Office, er stehe unter keinem Zeitdruck, den Konflikt mit Iran zu beenden. Auf die Frage nach einem Zeitrahmen antwortete er: „Drängen Sie mich nicht.“ Die Waffenruhe hat er nun ohne Frist verlängert, bis Iran einen konkreten Vorschlag zur dauerhaften Beilegung einreicht. Trump fügte hinzu, die Zeit arbeite für die USA, nicht für Iran: „Wissen Sie, wer unter Zeitdruck steht? Die sind es.“ Gleichzeitig kündigte er an, Amerikaner müssten sich für eine Weile auf höhere Benzinpreise einstellen.

CNN, ABC News, Deutschlandfunk
23. April, 21:03 Uhr

Die USS George H.W. Bush hat als dritter US-Flugzeugträger die CENTCOM-Region erreicht, das erste Mal seit den Vorbereitungen zum Irakkrieg 2003. Das Schiff mied die gefährliche Bab-el-Mandeb-Straße und fuhr stattdessen um das Kap der Guten Hoffnung. Gleichzeitig aktivierte Iran Luftabwehrsysteme in mehreren Teheraner Stadtteilen, nachdem iranische Medien kleine Drohnen über der Hauptstadt gemeldet hatten. Irans Zentralbank bestätigte erstmals offiziell Einnahmen aus Transitgebühren: Schiffe zahlten ab dem 4. April bis zu zwei Millionen Dollar pro Hormusdurchfahrt. Die USA drohten daraufhin mit der Beschlagnahmung aller Schiffe, die diese Gebühren an Teheran entrichtet haben.

Washington Post, Washington Times, Berliner ZeitungZum Artikel
23. April, 16:32 Uhr

Trump hat per Truth Social angeordnet, die US-Marine solle Boote, die Minen in der Straße von Hormus verlegen, beschießen und töten. Kein Zögern sei erlaubt. Gleichzeitig beschlagnahmten US-Kräfte den Öltanker Majestic X im Indischen Ozean zwischen Sri Lanka und Indonesien, den dritten iranisch verbundenen Tanker innerhalb von fünf Tagen. Parlamentspräsident Ghalibaf bekräftigte, eine Wiedereröffnung von Hormus sei unmöglich, solange die US-Seeblockade gelte. Die USA dehnen ihre Operationen damit auf Gewässer aus, die deutlich näher an chinesischen Küsten liegen.

CNBC: Trump orders Navy to shoot and kill boats laying mines, Seatrade Maritime: US seizes Iran-linked tanker Majestic XZum Artikel
23. April, 05:09 Uhr

Das Pentagon hat dem Kongress mitgeteilt, dass die Räumung der Straße von Hormus von Minen etwa sechs Monate dauern dürfte, selbst wenn eine Waffenruhe sofort in Kraft träte. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte die amerikanische Iranpolitik beim Außenministerrat fahrlässig: Tägliche Kehrtwenden, ob die Straße von Hormus offen oder geschlossen sei, seien rücksichtslos. Die Einschätzung verdeutlicht Washingtons Kernproblem: Selbst bei einem sofortigen politischen Durchbruch würde die wirtschaftliche Entlastung für Schifffahrt und Energiemärkte erst nach rund sechs Monaten einsetzen. Militärische und diplomatische Zeitlinie sind vollständig entkoppelt.

Washington Post: Clearing Strait of Hormuz of mines could take 6 months, EEAS: Kallas press remarks Foreign Affairs CouncilZum Artikel
23. April, 03:00 Uhr

Warum ein dauerhafter US-Iran-Friedensdeal strukturell so schwer ist: Trump steht vor denselben Kompromissen, die er 2018 als inakzeptabel bezeichnete, als er Obamas Atomdeal aufkündigte. Die drei Kernkonflikte sind Urananreicherung, Sanktionsaufhebung und die Seeblockade. Hinzu kommt Irans gespaltene Führung: Die Islamischen Revolutionsgarden blockieren Hormus nach eigenem Ermessen, unabhängig von politischen Beschlüssen. Pakistan sondiert einen neuen Gesprächstermin für Ende dieser Woche.

CNBC: Trump tells CNBC he expects great deal with Iran, Handelsblatt: USA und Iran beenden Friedensgespräche ergebnislosZum Artikel
23. April, 02:55 Uhr

Die Gespräche in Islamabad, auf die Trump gehofft hatte, fanden statt und scheiterten. Vizepräsident JD Vance traf auf die iranische Delegation unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Nach 21 Stunden verließen beide Seiten Islamabad ohne Einigung. Iran fordert weiter die vollständige Aufhebung der US-Seeblockade als Vorbedingung. Parallel erklärte Iran die Straße von Hormus erneut für gesperrt. Pakistan plant weitere Vermittlungsreisen nach Teheran.

Handelsblatt: Iran-Krieg, USA und Iran beenden Friedensgespräche ergebnislos, ZDF: Iran-Krise, Straße von Hormus wieder dichtZum Artikel
23. April, 00:48 Uhr

Die libanesische Journalistin Amal Chalil von der Zeitung Al-Achbar wurde am 22. April bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri im Südlibanon unter Trümmern begraben. Rettungskräfte konnten stundenlang nicht zu ihr vordringen, weil israelische Angriffe den Bereich weiter unter Beschuss hielten. Als sie schließlich geborgen wurde, war sie tot. Der Angriff ereignete sich mitten in der Waffenruhe, die seit dem 17. April gilt. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) warf Israel vor, die Rettungsarbeiten systematisch behindert zu haben, was ein Kriegsverbrechen darstellen könnte.

ZEIT Online: Amal Chalil getötet, CPJ: Lebanese journalist Amal Khalil found deadZum Artikel
22. April, 23:01 Uhr

US-Marines haben am 21. April im Golf von Bengalen den iranisch verbundenen Öltanker M/T Tifani beschlagnahmt — mehr als 3.200 Kilometer vom Persischen Golf entfernt. Das botswanisch beflaggte Schiff transportierte nach Pentagon-Angaben fast zwei Millionen Barrel iranisches Rohöl nach China. Es war die zweite US-Operation in 48 Stunden: Bereits am 20. April hatten US-Kräfte ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman gestoppt. Der iranische UN-Botschafter bezeichnete die Tifani-Beschlagnahme als 'klaren Bruch der Waffenruhe'. Pakistan plant in den nächsten Tagen eine Reise nach Teheran, um die Bedingungen für neue Verhandlungen zu klären.

Washington Post: US operations against Iran expand to Indian Ocean, CNN: The US-Iran war is spilling into the Indo-PacificZum Artikel
22. April, 21:00 Uhr

Trump hält neue Verhandlungen für möglich: Auf Journalistenfragen, ob innerhalb von 36 bis 72 Stunden Gespräche in Islamabad beginnen könnten, antwortete er am Mittwoch mit 'Es ist möglich'. Ende dieser Woche gilt damit als möglicher Zeitraum. Pakistan bestätigte, aktiv an einer Wiederaufnahme zu arbeiten. Iran äußerte sich nicht zu einem konkreten Datum und knüpft die Rückkehr an den Verhandlungstisch weiterhin an die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen.

t-online: Trump nennt möglichen Termin, ZDF: Trump Iran neue Verhandlungen PakistanZum Artikel
22. April, 18:59 Uhr

Der Kerosinpreis hat sich seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt: von rund 85 auf über 170 Dollar je Barrel. Lufthansa stellt die Regionaltochter Cityline sofort ein und streicht 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober, was 40.000 Tonnen Kerosin einspart. IEA-Chef Fatih Birol warnte, Europas Kerosinvorräte reichten noch für etwa sechs Wochen – Europa importiert 30 Prozent seines Kerosinbedarfs, drei Viertel davon aus dem Nahen Osten. Bundeswirtschaftsministerin Reiche bezeichnete die Versorgung als gesichert und verwies auf eine Million Tonnen eingelagerte Reserven. Die EU-Energieminister tagen kommende Woche zur Notfallplanung.

ZDF Heute – Kerosin wird knapper, Austrian Wings – Cityline Aus, Airliners – IEA warnt vor Kerosin-MangelZum Artikel
22. April, 17:00 Uhr

Die Islamische Revolutionsgarde hat am Mittwochnachmittag zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus gekapert: die MSC Francesca unter panamaischer Flagge, die die IRGC als mit Israel verbunden bezeichnet, sowie die liberianisch beflaggte Epaminondas, die auf dem Weg nach Indien war. Die IRGC begründete die Beschlagnahmungen mit Verstößen gegen Seefahrtsregeln und manipulierten Navigationssystemen. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO berichtete dagegen, beide Schiffe seien ohne Vorwarnung unter Feuer genommen worden. Ein drittes Schiff wurde angegriffen und ist manövrierunfähig vor der iranischen Küste. Die Aktionen folgten unmittelbar auf Trumps Waffenruhe-Verlängerung vom Vorabend.

CNN: Iran seizes two ships in Strait of Hormuz, Al Jazeera: Iran captures two vessels in Strait of Hormuz, T-Online: Zwei Schiffe beschlagnahmtZum Artikel
22. April, 13:01 Uhr

Am 20. April griffen zwei IRGC-Schnellboote den Tanker Sanmar Herald unter indischer Flagge an. Die Boote feuerten ohne Vorwarnung, Treffer beschädigten die Brückenfront des Schiffs, die Besatzung blieb unverletzt. Das deutsche TUI-Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 4 wurde von der IRGC per Funk bedroht: 'Wir führen eine Operation durch, wir werden euch zerstören und versenken.' Der Kapitän blieb auf Kurs, beide TUI-Schiffe passierten die Straße von Hormus erfolgreich. Die Vorfälle bestätigen eine systematische IRGC-Abschreckungsstrategie, die nicht nur Frachter, sondern auch zivile Kreuzfahrtschiffe betrifft.

T-Online: Mein Schiff 4 durchfährt Hormus, Tagesspiegel: Mehrere Frachter beschossenZum Artikel
22. April, 08:55 Uhr

Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) hat am 18. April das Containerschiff CMA CGM Everglade 25 Seemeilen vor der omanischen Küste beschossen und gleichzeitig die Straße von Hormus formell für gesperrt erklärt. Das Schiff unter maltesischer Flagge wurde an Containerreihen beschädigt, niemand verletzt. Die IRGC begründete die Sperrung mit der fortgesetzten US-Seeblockade iranischer Häfen, die sie als Verletzung der Waffenruhe wertet. Täglich werden durch die Hormustraße rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert. Versicherungsprämien für Schiffe im Persischen Golf erreichten nach dem 18. April Rekordhöhen.

Spiegel Online, Project Cargo JournalZum Artikel
22. April, 05:00 Uhr

Mahdi Mohammadi, Sicherheitsberater von Parlamentspräsident Ghalibaf, wies Trumps Waffenruheverlängerung als bedeutungslos zurück. 'Die Fortsetzung der Seeblockade unterscheidet sich nicht von Bombardierung und muss militärisch beantwortet werden', sagte Mohammadi. Er bezeichnete die Verlängerung als 'Zeitkauf für einen Überraschungsangriff'. Pakistan hat angekündigt, in den nächsten Tagen nach Teheran zu reisen, um die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Gespräche auszuloten.

IBTimes UK: Iran rejects Trump ceasefire extension, CNBC: Trump extends Iran ceasefire, CNN: Iran Trump negotiations peace ceasefire
22. April, 02:56 Uhr

Trump verlängerte die Waffenruhe mit Iran ohne neue Frist, nachdem er sie noch am Vortag als hochunwahrscheinlich bezeichnet hatte. Auf Bitten Pakistans, dessen Armeechef Munir und Premierminister Sharif Washington um Zurückhaltung baten, setzte Trump den Angriff aus. Vizepräsident Vances Reise nach Islamabad wurde abgesagt. Iran hat keine Delegation entsandt, die US-Seeblockade iranischer Häfen bleibt in Kraft. Brent-Rohöl stieg um 6,5 Prozent auf rund 96 Dollar pro Barrel.

tagesschau: Trump verlängert Iran-Waffenruhe, Al Jazeera: Trump announces extending Iran ceasefireZum Artikel
21. April, 23:02 Uhr

Trump hat die auslaufende Waffenruhe mit Iran verlängert. Auf Truth Social erklärte er, Pakistans Armeechef Field Marshal Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif hätten darum gebeten, einen Angriff auf Iran zurückzuhalten, bis dessen Führung einen einheitlichen Verhandlungsvorschlag vorlegen kann. JD Vances Reise nach Islamabad wurde infolgedessen abgesagt, der Vizepräsident verließ das Weiße Haus nach fünf Stunden wieder , ohne abzureisen. Die US-Seeblockade iranischer Häfen bleibt in Kraft. Iran hatte bis Dienstagabend keine Delegation nach Islamabad entsandt.

Axios: Trump verlängert Waffenruhe, CNN: Trump verlängert Waffenruhe, NPR: Trump verlängert auf Pakistans AnfrageZum Artikel
21. April, 21:00 Uhr

Trotz der am Montag erteilten Genehmigung von Ayatollah Khamenei hat Iran bis Dienstagabend keine Verhandlungsdelegation nach Pakistan entsandt. Das Staatsfernsehen bestätigte, dass sich keine iranischen Unterhändler auf dem Weg nach Islamabad befänden. Parallel drohte ein hochrangiger Kommandeur der Revolutionsgarden den Golfstaaten: Sollten sie US-Streitkräften erlauben, von ihrem Territorium aus Iran anzugreifen, würde Iran ihre Ölproduktionsanlagen vernichten. Trump hatte zuletzt erklärt, er erwarte, Iran bei Verhandlungsscheitern erneut bombardieren zu müssen. Die Waffenruhe läuft am Mittwochabend aus.

tagesschau: Iran-USA Waffenruhe und Gespräche, Deutschlandfunk: Verhandlungen in Islamabad weiter ungewiss
21. April, 17:00 Uhr

Irans Oberster Führer Khamenei hat am Montagabend die Teilnahme einer iranischen Delegation an der zweiten Verhandlungsrunde in Islamabad genehmigt. Die iranische Delegation führt Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der gleichzeitig ankündigte, Iran habe sich in den vergangenen zwei Wochen auf neue Schlachtfeldmaßnahmen vorbereitet. Vizepräsident JD Vance fliegt mit Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner in der Nacht auf Mittwoch nach Pakistan. Am Mittwochabend läuft die Waffenruhe aus. Trump erklärte, er erwarte, Iran bald bombardieren zu müssen, falls keine Einigung erzielt wird.

Axios: Vance reist nach Islamabad, CNBC: Neue Trümpfe auf dem SchlachtfeldZum Artikel
21. April, 14:00 Uhr

Beim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg forderte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Iran auf, die Verhandlungen in Islamabad fortzusetzen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen. Die US-Seeblockade iranischer Schiffe bleibt das zentrale Hindernis: Teheran verknüpft seine Teilnahme an einer zweiten Gesprächsrunde mit der Aufhebung der Blockade. Eine DIHK-Umfrage unter rund 2.400 deutschen Betrieben zeigt, dass 83 Prozent negative Auswirkungen auf ihr Geschäft melden; in der Industrie liegt der Wert bei 87 Prozent.

Deutschlandfunk: Wadephul fordert Iran zur Fortsetzung der Verhandlungen, DIHK: Iran-Konflikt Folgewirkungen für deutsche FirmenZum Artikel
21. April, 11:01 Uhr

Die USA haben Iran laut einem exklusiven Bericht von Axios ein konkretes Angebot gemacht: 20 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten werden freigegeben, wenn Teheran sein gesamtes angereichertes Uran abgibt und dauerhaft auf weitere Urananreicherung verzichtet. Das ist weitreichender als die bisher bekannte US-Forderung eines zwanzigjährigen Moratoriums und würde Irans nukleares Potenzial dauerhaft eliminieren. Parallel signalisierte Teheran am Dienstagvormittag Gesprächsbereitschaft für eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad, nachdem Iran solche Gespräche zunächst abgelehnt hatte.

Axios: USA erwägen 20-Milliarden-Uranangebot, CNBC: Iran-USA WaffenstillstandZum Artikel
21. April, 09:05 Uhr

Kurswechsel in Teheran: Wenige Stunden nachdem Iran angekündigt hatte, keine Delegierten nach Islamabad zu schicken, signalisierte die iranische Führung am Dienstagmorgen (21. April) doch Bereitschaft zu Gesprächen. Brent-Rohöl fiel daraufhin auf 94,44 Dollar pro Barrel, nachdem der Preis am Montag um 5,6 Prozent gestiegen war. US-Präsident Trump bestätigte, Vizepräsident Vance werde entweder Dienstagabend oder Mittwochmorgen nach Islamabad fliegen. Die Waffenruhe läuft unverändert am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus, eine Verlängerung bezeichnete Trump weiterhin als hochunwahrscheinlich.

CNBC: Ölpreis fällt auf Iran-Signale, ICIS: Ölpreise fallen auf Hoffnung über Iran-USA-Gespräche
21. April, 07:05 Uhr

Vizepräsident JD Vance fliegt am Dienstag (21. April) nach Islamabad für einen zweiten Verhandlungsversuch mit Iran. Teheran hat jedoch angekündigt, keine Delegierten zu schicken: Das iranische Außenministerium wirft Washington vor, die Waffenruhe von Beginn an verletzt zu haben, unter anderem durch die Beschlagnahme des Frachtschiffs Touska und die anhaltende Seeblockade. Pakistan, Ägypten und die Türkei arbeiten als Vermittler daran, zumindest ein begrenztes Rahmenabkommen zu formulieren, das eine weitere Verlängerung erlauben würde. Die Waffenruhe läuft morgen Mittwochabend (Washingtoner Zeit) aus. Trump hatte eine Verlängerung als 'hochunwahrscheinlich' bezeichnet.

Axios, CNN, Al Jazeera
21. April, 02:55 Uhr

Irans Erster Vizepräsident Mohammad Reza Aref hat die Forderungen Washingtons als „kindisch“ bezeichnet und eine Rückkehr zu den Islamabad-Gesprächen abgelehnt. Iranische Militärsprecher erklärten, die Revolutionsgarden hätten die Feuerpause genutzt, um Raketenwerfer schneller als vor Kriegsbeginn aufzufüllen. Als neues Druckmittel brachte Teheran eine Anweisung an die Houthi-Miliz ins Spiel, die Straße von Bab al-Mandab zu sperren. Am Mittwochabend läuft die Waffenruhe aus. Das britische Militär hat die Lage als kritisch eingestuft, Brent-Rohöl notiert bei 96 Dollar.

Business Today, Washington TimesZum Artikel
20. April, 19:15 Uhr

Israel hat neue Verhandlungsrunden mit dem Libanon über ein dauerhaftes Friedensabkommen angekündigt. Die von Trump am 16. April verkündete zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon läuft am 26. April aus. Trump lud Premierminister Netanyahu und Libanons Präsident Joseph Aoun ins Weiße Haus ein, einen konkreten Termin nannte er nicht. Im Gazastreifen gingen israelische Luftangriffe trotz der Libanon-Waffenruhe weiter: Mindestens 32 Menschen kamen am Montag bei Angriffen ums Leben.

Deutschlandfunk, ZDF
20. April, 17:03 Uhr

US-Präsident Trump hat am Montagnachmittag klargestellt, eine Verlängerung der Waffenruhe über den 22. April hinaus sei 'hochunwahrscheinlich'. Die Feuerpause läuft am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus, während Iran weitere Verhandlungen weiterhin ablehnt. Brent-Rohöl stieg am Montag auf 95,16 USD pro Barrel, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit verdichtet sich das Szenario: Ohne Einigung bis Mittwochabend dürfte die Blockade der Straße von Hormus in voller Intensität zurückkehren.

CNN: Waffenruhe endet Mittwoch, Bloomberg: Trump zur Waffenruhe-Verlängerung, Euronews: Ölpreis steigtZum Artikel
20. April, 14:55 Uhr

Der Iran hat am Montag (20. April) die geplante zweite Verhandlungsrunde in Islamabad kurzfristig abgesagt. Außenministeriumssprecher Ismail Baghai erklärte, Teheran habe noch keine Entscheidung über weitere Gespräche getroffen und bezeichnete die Touska-Beschlagnahme als Verletzung der Waffenruhe. Trumps Delegation reiste dennoch nach Pakistan. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran, am 8. April für zwei Wochen vereinbart, läuft planmäßig am Mittwoch (22. April) aus. Das Bundesverteidigungsministerium gab bekannt, die Deutsche Marine bereite einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor.

nw.de: Iran cancelt Verhandlungen, ZDF: Iran-USA VerhandlungenZum Artikel
20. April, 09:41 Uhr

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte am Sonntag vor Alarmismus, räumte aber ein, dass deutsche Raffinerien unter Druck stünden. Die Bundesregierung hat 50.000 Tonnen Jet-Treibstoff aus strategischen Reserven freigegeben, der Erdölbevorratungsverband hält knapp 1,1 Millionen Tonnen Kerosin in Reserve. Über 70 Prozent der europäischen Kerosinimporte stammen aus dem Mittleren Osten und sind durch die Hormus-Blockade gefährdet. Branchenexperten warnen ab Mai vor spürbaren Engpässen, sofern die Blockade andauert.

WirtschaftsWoche, TagesspiegelZum Artikel
20. April, 09:29 Uhr

Der US-Zerstörer USS Spruance hat am Sonntag das iranische Frachtschiff Touska im Golf von Oman aufgebracht und unter Kontrolle gestellt. Das 274 Meter lange Schiff steht auf der OFAC-Sanktionsliste, ignorierte Warnungen und wurde von US-Marines übernommen. Die Beschlagnahme markiert eine Ausweitung der US-Blockadestrategie: Bisher konzentrierte sich die US-Marine auf die Straße von Hormus und iranische Häfen, nun werden sanktionierte Schiffe auf offenem Meer gestoppt. Iran bezeichnete die Aktion als maritime Piraterie und drohte mit Vergeltung. Die Waffenruhe läuft am Montag aus.

Al Jazeera, NBC NewsZum Artikel
18. April, 16:37 Uhr

US-Präsident Trump reagierte auf die erneute Sperrung der Straße von Hormus mit einer unmissverständlichen Erklärung: Iran werde 'nicht von Erpressung profitieren dürfen'. Gleichzeitig beschrieb er die laufenden Atomgespräche als 'sehr positiv'. Irans Vizeaußenminister schloss neue Verhandlungen aus, solange die US-Seeblockade iranischer Häfen andauere. CDU-Verteidigungspolitiker Markus Theis begrüßte die geplante multinationale Schifffahrtsmission und betonte, die Öffnung der Meerenge liege im weltweiten Interesse. Der Brent-Rohölpreis notiert nach der kurzen Öffnung bei 90 bis 96 Dollar pro Barrel, deutlich unter den 120 Dollar während der vollständigen Blockade.

Tagesspiegel, Handelsblatt, Deutschlandfunk
18. April, 14:38 Uhr

Als die Straße von Hormus am 17. April kurz geöffnet wurde, reaktivierte Iran seine Bitcoin-Maut sofort. Außenminister Araghtschi knüpfte die Öffnung daran, dass Handelsschiffe ausschließlich auf iranisch festgelegten Routen fahren. IRGC-Schnellboote setzten die Krypto-Gebühren durch. Das zeigt: Die Bitcoin-Maut war nie nur ein Verhandlungschip für Islamabad, sondern ein strukturell verankerter Kontrollmechanismus, den Iran bei jeder Öffnung sofort aktiviert.

WirtschaftsWoche, Die GlockeZum Artikel
18. April, 12:44 Uhr

Iranische Schnellboote der Revolutionsgarden haben am Samstag einen Tanker in der Straße von Hormus beschossen. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO bestätigte den Vorfall: Zwei IRGC-Boote näherten sich ohne Funkwarnung einem Handelsschiff, das daraufhin seinen Kurs ändern musste. Rund 20 weitere Schiffe, die auf die kurze Öffnung am Freitag hin Kurs auf die Meerenge genommen hatten, kehrten nach dem Vorfall um. Nach IMO-Angaben sitzen rund 2.000 Handelsschiffe mit 20.000 Seeleuten seit über sechs Wochen im Persischen Golf fest. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran läuft am Dienstag aus.

Tagesspiegel: Briten melden Beschuss, n-tv: IRGC-Boote beschießen TankerZum Artikel
18. April, 10:32 Uhr

Der Iran hat die Straße von Hormus am 18. April erneut gesperrt, keine 24 Stunden nach der kurzen Öffnung am Vortag. Rund 50 Nationen trafen sich in Paris unter Führung Frankreichs und Großbritanniens, um eine gemeinsame Marineschutzmission zu planen. Deutschland erklärte die Bereitschaft, Minenjagdboote und ein Begleitschiff zu entsenden, Bundeskanzler Merz besteht jedoch auf US-Beteiligung und einem UN-Mandat. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran läuft am 21. April aus, eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad hat noch keinen bestätigten Termin.

t-online: Iran schließt Hormus, WirtschaftsWoche: Paris plant MarineeinsatzZum Artikel
18. April, 08:30 Uhr

Vier norditalienische Flughäfen, darunter Mailand Linate und Venedig Marco Polo, rationieren seit Anfang April Kerosin: Kurzstreckenflüge erhalten maximal 2.000 Liter pro Maschine, Ambulanz- und Staatsflüge haben Vorrang. Die Skandinavische Airline SAS strich mehr als tausend Flüge im April infolge gestiegener Treibstoffkosten. Der Verband der Bodenabfertigungsdienstleister VACAD warnt, Deutschland könnte als nächstes Kerosin zuteilen müssen. Ohne Verlängerung der Waffenruhe am 21. April drohen weitere Rationierungen in ganz Europa.

Euronews: Jet fuel rationing at four Italian airports, airliners.de: BDL fordert staatliche Hilfe, Nachrichten-Heute: Luftfrachtbranche fordert PriorisierungZum Artikel
18. April, 04:36 Uhr

US-Außenminister Marco Rubio forderte Europa am Samstag auf, sofortige Entscheidungen über zusätzliche Iransanktionen zu treffen, weil Iran sich nach US-Einschätzung einer Atomwaffenfähigkeit nähere. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drohte am iranischen Armeefeiertag, die Straße von Hormus werde nicht offen bleiben, wenn die US-Seeblockade iranischer Häfen andauere. Irans Streitkräfte weiteten die Drohung aus: Bei anhaltender US-Blockade könnten Persischer Golf, Oman-Meer und Rotes Meer gesperrt werden. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran läuft am 21. April aus, eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad hat noch keinen Termin.

Spacewar/AFP, Handelsblatt, NBC NewsZum Artikel
18. April, 03:03 Uhr

Die Pariser Konferenz zur Straße von Hormus versammelte rund 50 Nationen und internationale Organisationen, darunter mehr als 30 Staats- und Regierungschefs. Macron bekräftigte, die geplante Marineschutzmission werde streng defensiv sein und erst nach einem Waffenstillstand operieren. Starmer warf dem Iran vor, die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen. Der Iran erhöhte den Druck: Teherans Streitkräfte drohten, bei anhaltender US-Seeblockade den gesamten Schiffsverkehr im Persischen Golf, Oman-Meer und Roten Meer zu blockieren.

ABC News, Al Jazeera, NBC NewsZum Artikel
18. April, 01:00 Uhr

Die USA haben ein konkretes Tauschgeschäft vorgeschlagen: 20 Milliarden Dollar in eingefrorenen iranischen Vermögenswerten sollen freigegeben werden, wenn Teheran sein Lager an angereichertem Uran aufgibt. Rund 2.000 Kilogramm angereicherten Materials stehen zur Debatte, davon 450 Kilogramm auf 60-prozentigem Anreicherungsgrad. Trump kündigte eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad für voraussichtlich Sonntag an. Der Grundstreit bleibt offen: Washington fordert ein 20-jähriges Moratorium, Iran bietet maximal fünf Jahre. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus, auf der die aktuelle Hormus-Öffnung beruht.

Axios, CNN, ReutersZum Artikel
18. April, 00:58 Uhr

Am zweiten Tag der Waffenruhe im Libanon verdichteten sich Zeichen für eine anhaltend brüchige Lage. Die libanesische Armee meldete weitere israelische Angriffe auf südlibanesische Ortschaften und stufte sie als Verstöße gegen die Feuerpause ein. Hisbollah-Führungskreise erklärten, ihre Kämpfer würden den Finger am Abzug halten, solange Israel nicht alle Angriffe vollständig einstelle. Netanjahu betonte, die Entwaffnung der Hisbollah bleibe unverhandelbar. Damit stehen drei Positionen unvereinbar nebeneinander: Israels Selbstverteidigungsrecht, Hisbollahs Vergeltungsanspruch und Libanons Forderung nach einem vollständigen Feuerstopp.

ntv, Stern, ZDF
17. April, 15:04 Uhr

Der Iran hat die Straße von Hormus für Handelsschiffe geöffnet. Außenminister Araghtschi erklärte, die Passage sei vollständig offen für die Dauer der Waffenruhe. Rohöl der Sorte Brent fiel daraufhin um elf Prozent auf 88 Dollar je Barrel. In Paris berieten rund 40 Staaten über eine internationale Sicherheitsmission für die Meerenge, ohne die USA. Die Grundlage für die Öffnung, die US-iranische Waffenruhe, läuft am 21. April aus.

NBC News, ORFZum Artikel
17. April, 15:02 Uhr

Mehr als eine Million vertriebene Libanesen haben die Rückkehr in den Südlibanon begonnen. Lange Staus zogen sich über die Straßen in Richtung Süden. Was die Rückkehrer vorfinden, sind vielerorts Ruinen. Die Hisbollah hat die Waffenruhe bisher nicht formal anerkannt. Israelische Streitkräfte bombardierten laut libanesischer Armee auch am Freitag noch Dörfer im Südlibanon, darunter Chiam.

Deutschlandfunk, ORFZum Artikel
17. April, 08:37 Uhr

Für die zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ist kein Datum festgesetzt worden. Ein US-Regierungsbeamter erklärte gegenüber der Jerusalem Post, Washington habe eine Verlängerung der Waffenruhe grundsätzlich signalisiert, eine formale Einigung liege aber nicht vor. Laut Bloomberg erwägen beide Seiten eine Verlängerung um zwei Wochen, um Zeit für ein Rahmenabkommen zu gewinnen. Die Waffenruhe läuft am 21. April aus. Ohne Einigung oder Verlängerung droht bis Dienstag eine Rückkehr zu aktiven Kampfhandlungen.

Jerusalem Post, Bloomberg
17. April, 08:37 Uhr

Die libanesische Armee meldete mehrere israelische Angriffe auf südlibanesische Dörfer als Waffenruheverstöße. Die Hisbollah-Miliz beschoss daraufhin israelische Soldaten nahe der Stadt Chiam und bezeichnete dies als Vergeltungsmaßnahme. Die Hisbollah ließ ihre Bereitschaft zur Einhaltung der Waffenruhe formal offen und knüpfte sie an die Bedingung, Israel stelle alle Angriffe auf ihre Kämpfer ein. Das Muster aus gegenseitigen Verstößen und Gegenschlägen hat sich damit in den ersten Stunden der Feuerpause etabliert.

T-Online: Libanon wirft Israel Verstöße vor, Finanznachrichten: Hisbollah lässt Einhaltung offenZum Artikel
17. April, 06:36 Uhr

Die Hormuzblockade trifft die europäische Luftfahrt mit konkreten Schließungen. Lufthansa hat seine Regionaltochter CityLine mit sofortiger Wirkung eingestellt: 27 Flugzeuge am Boden, rund 1.300 Beschäftigte freigestellt. Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert nennt die verdoppelten Kerosinkosten als Hauptgrund. KLM Royal Dutch Airlines strich am Donnerstag 160 Flüge wegen derselben Ursache. Es ist das erste Mal, dass eine europäische Linienfluggesellschaft den Betrieb als direkte Folge der Blockade einstellt.

Euronews, ZDFheute
17. April, 04:36 Uhr

Die Pariser Konferenz zur Straße von Hormus ist am 17. April mit mehr als 40 Partnern zu Ende gegangen. Bundeskanzler Merz bot konkret Minenjagdboote der Bundeswehr, ein Versorgungsschiff und Aufklärungsflieger an, unter der Bedingung einer geltenden Waffenruhe. Großbritanniens Premier Starmer lehnte die US-Blockade erneut ab. Einen operativen Beschluss zur multinationalen Schiffssicherungsmission gab es nicht; die Konferenz verabschiedete eine politische Absichtserklärung. Das US Central Command bestätigte parallel, dass Navy-SEAL-Teams die Blockade durchsetzen und im Bedarfsfall Schiffe entern.

Handelsblatt, RNZ, CNBCZum Artikel
17. April, 02:40 Uhr

1,2 Millionen Menschen sind im Libanon vertrieben, mehr als ein Sechstel der Bevölkerung. Premierminister Netanjahu schloss eine schnelle Rückkehr der Vertriebenen aus, solange die Sicherheit des israelischen Nordens nicht dauerhaft gesichert sei. In Beiruts Karantina-Viertel scheiterte ein geplantes Aufnahmezentrum für vertriebene Schiiten an öffentlichem Protest, Beobachter warnen vor Sprache die an den Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 erinnere. Die Waffenruhe läuft am 27. April aus.

Al Jazeera, T-OnlineZum Artikel
17. April, 02:39 Uhr

Mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten sitzen seit über einem Monat im Persischen Golf fest, ohne Möglichkeit, die Schiffe zu verlassen. Das meldet die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO. Der Schiffsdurchsatz durch die Meerenge ist gegenüber dem Vorkriegswert von rund 150 Schiffen täglich drastisch eingebrochen. Bundeskanzler Merz bekräftigte auf der Pariser Konferenz Deutschlands Bereitschaft zur Beteiligung an einer Schiffssicherungsmission, ein konkreter Beschluss blieb aus.

South China Morning Post, CNBCZum Artikel
16. April, 22:31 Uhr

Seit 21 Uhr UTC gilt eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Das US-Außenministerium bestätigte, Israel behalte das Recht, jederzeit zur Selbstverteidigung zu schlagen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete in den Stunden rund um den Waffenruhebeginn neun Todesopfer durch israelische Angriffe sowie einen Angriff auf Ghaziyeh mit acht Toten und 33 Verletzten. UN-Experten verurteilten das Vorgehen nach Ankündigung der Waffenruhe als beispiellos. Die Hisbollah akzeptiert die Vereinbarung nur unter der Bedingung, dass Israel alle Angriffe auf ihre Kämpfer vollständig einstellt.

KPBS/NPR, OHCHRZum Artikel
16. April, 20:36 Uhr

Trump erklärte öffentlich, Iran habe zugesagt, 440 Kilogramm hochangereicherte Uranbestände zu übergeben und die Anreicherung einzustellen. Teheran ließ diese Aussage unbestätigt. Das Weiße Haus bezeichnete die laufenden Gespräche als produktiv. Der Kern des Atomstreits ist jetzt konkreter: Washington besteht auf einem 20-jährigen Anreicherungsmoratorium, Irans Gegenofferte liegt bei fünf Jahren. Bis zum Ablauf der Waffenruhe am 21. April bleibt keine Zeit für eine vollständige Einigung.

PBS NewsHour, Al JazeeraZum Artikel
16. April, 20:35 Uhr

Israels Sicherheitskabinett hat der zehntägigen Waffenruhe mit dem Libanon offiziell zugestimmt. Die Hisbollah signalisierte über einen ranghohen Funktionär gegenüber NBC bedingte Bereitschaft: Falls Israel vollständig Feindseligkeiten einstelle, wäre das überlegenswert. Israel behält sich ausdrücklich Luftschläge zur Selbstverteidigung vor. Libanon fordert einen vollständigen Stopp aller Angriffe auf Zivilinfrastruktur. Diese drei Positionen decken sich nicht.

Jerusalem Post, NPRZum Artikel
16. April, 20:34 Uhr

Die fünf führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ifo, DIW, IfW, IWH und RWI senkten ihre Wachstumsprognose für 2026 einstimmig auf 0,6 Prozent, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Als Hauptursache nennen sie die Hormusblockade. Konkrete Folgen: 100.000 Arbeitsplätze fallen weg, die Arbeitslosenquote steigt auf 6,4 Prozent, die Inflation auf 2,8 Prozent. Das Staatsdefizit überschreitet mit 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erstmals seit Jahren die Maastricht-Grenze von 3 Prozent.

Euronews, ifo-InstitutZum Artikel
16. April, 18:44 Uhr

Das libanesische Präsidialbüro hat öffentlich dementiert, dass Präsident Aoun mit Premier Netanyahu telefoniert habe. Die israelische Ministerin Gila Gamliel hatte das Gespräch zuvor angekündigt. Aus Beirut hieß es, man habe davon erst aus Medienberichten erfahren. Aoun sagte Außenminister Rubio, direkter Kontakt mit Netanyahu wäre zu früh. Aoun und Netanyahu kommunizierten damit zu keinem Zeitpunkt direkt: Trumps Waffenruhe beruht auf separaten Zusagen beider Seiten an Washington, nicht auf bilateralem Einverständnis.

Jerusalem Post, Al-MonitorZum Artikel
16. April, 16:32 Uhr

Trump rief eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon aus, die am 16. April um 23 Uhr MESZ beginnen sollte. Israels Sicherheitskabinett erfuhr von der Ankündigung, während es noch per Telefonkonferenz über den Schritt beriet. Ein israelischer Beamter räumte ein, Trump habe die Waffenruhe faktisch durchgedrückt. Die Hisbollah war in die Gespräche nicht eingebunden und bezeichnete die Verhandlungen als Manöver. Die Feuerpause soll bis zum 26. April dauern.

AxiosZum Artikel
16. April, 12:25 Uhr

Die Internationale Energieagentur warnt vor einer akuten Kerosinkrise an europäischen Flughäfen. Bei anhaltender Blockade der Straße von Hormus könnten die Vorräte bis Juni 2026 erschöpft sein. IEA-Chef Fatih Birol bezeichnet die Lage als schwerste Energiekrise der Geschichte und empfiehlt Tempolimit und Homeoffice als kurzfristige Gegenmaßnahmen. Seit Beginn der Blockade sind Gaspreise um 70 Prozent und Ölpreise um 50 Prozent gestiegen. Die IEA hat bereits 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freigegeben, das entspricht jedoch nur rund 20 Tagen des normalen Hormusdurchflusses.

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16. April, 08:32 Uhr

Fünf Tage vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April reist Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir persönlich nach Teheran. Laut Axios melden US-Beamte Fortschritte in Richtung eines Rahmenabkommens, Regierungssprecherin Karoline Leavitt bezeichnet die Gespräche als produktiv. Der Kernstreit bleibt ungelöst: Washington verlangt die vollständige Entfernung hochangereicherten iranischen Urans, Teheran akzeptiert nur einen überwachten Abschwächungsprozess. Kerosin notiert derzeit bei rund 1.573 Dollar pro Tonne, doppelt so viel wie vor dem Konflikt. Einzelne EU-Staaten verfügen noch über Reserven für acht bis zehn Tage.

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16. April, 04:41 Uhr

Die Iran-Diplomatie hat am Mittwochabend eine spürbare Wende genommen. Nach der Ankunft des pakistanischen Feldmarschalls Asim Munir in Teheran und der Übergabe einer neuen US-Botschaft erklärte Präsident Trump, der Krieg sei praktisch vorbei. Das Weiße Haus äußerte sich erstmals offen optimistisch zu den laufenden Gesprächen. Die Aussage folgt auf tagelange Eskalation nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Runde und dem Beginn der US-Seeblockade am 14. April. Ob ein Rahmenabkommen vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April zustande kommt, ist weiterhin offen.

15. April, 16:06 Uhr

Bundeskanzler Merz reist am Freitag zur Hormuskonferenz nach Paris, wo Macron, Starmer und Meloni über eine multinationale Schifffahrtsmission beraten. Geplant ist eine defensive, von den Kriegsparteien unabhängige Mission zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus, nach Berichten des Wall Street Journal ausdrücklich unter Einbeziehung der USA. Parallel dazu ist Pakistans Feldmarschall Asim Munir in Teheran zu bilateralen Gesprächen mit Außenminister Araghchi. Eine FT-Recherche belegt zugleich, dass der Iran einen chinesischen Spionagesatelliten nutzte, um US-Militärbasen in Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain und dem Irak für Angriffe zu vermessen. Beide Diplomatiekanäle haben denselben Stichtag: Am 21. April läuft die Waffenruhe aus.

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15. April, 12:41 Uhr

Der Kerosinpreis in Nordwesteuropa hat 239 Dollar pro Barrel erreicht, den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen für diesen Markt. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorkriegsniveau von rund 85 Dollar. Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Kerosinprognose für 2026 um 37 Prozent nach oben korrigiert. Europäische Fluggesellschaften warnen bereits vor Rationierung, mehrere Airlines haben Treibstoffzuschläge angekündigt. Die Blockade der Straße von Hormus trifft den globalen Luftverkehr damit härter als jede andere Energiekrise der vergangenen Jahrzehnte.

15. April, 08:31 Uhr

Die US-Blockade hat zu einer offenen Spaltung der westlichen Allianz geführt. Großbritanniens Premier Keir Starmer erklärte unmissverständlich, London unterstütze die Blockade nicht. Frankreichs Präsident Macron kündigte gemeinsam mit London eine multinationale Konferenz an, um eine friedliche Alternative zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit zu organisieren. Damit stellen sich zwei europäische Nuklearmächte offen gegen einen Nato-Kernverbündeten. Die Konferenz soll am Freitag in Paris stattfinden, Bundeskanzler Merz hat seine Teilnahme zugesagt.

15. April, 06:42 Uhr

UN-Generalsekretär António Guterres erklärte in New York, die Zeichen deuteten auf eine baldige Wiederaufnahme der US-iranischen Gespräche hin. China hat seinen diplomatischen Druck auf Iran verstärkt: Pakistans Außenminister Ishaq Dar traf sich in Peking persönlich mit Chinas Außenminister Wang Yi. Hintergrund sind Chinas eigene Energieinteressen, ein Großteil der chinesischen Ölimporte passiert die Straße von Hormus. Pakistan und China koordinieren sich eng, um eine zweite Islamabad-Runde vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April zu ermöglichen.

14. April, 19:21 Uhr

Während die US-Blockade andauert, mehren sich Signale für eine zweite Verhandlungsrunde. Laut CNN und Time erwägen Trump-Beamte intern ein weiteres Treffen mit iranischen Unterhändlern, bevor die Waffenruhe am 21. April ausläuft. Pakistan hat erneut angeboten, die Gespräche in Islamabad auszurichten, und steht in intensivem Kontakt mit Washington und Teheran. Die iranische Regierung hat die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen bestätigt, besteht aber auf der Aufhebung der Seeblockade als Vorbedingung. Trumps Kabinett ist in der Frage intern gespalten.

14. April, 16:32 Uhr

Sieben Tage nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Gespräche wollen USA und Iran noch in dieser Woche eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan abhalten. Trump deutete gegenüber der New York Post an, eine Einigung sei binnen zwei Tagen möglich. Parallel empfing US-Außenminister Rubio in Washington erstmals seit mehr als 30 Jahren die Botschafter Israels und des Libanons zu direkten Gesprächen. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus, ohne neues Abkommen fehlt danach die rechtliche Basis für weitere Verhandlungen. Kernstreitpunkt ist weiterhin Irans Forderung nach Urananreicherung, die Washington für 20 Jahre ausschließen will.

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14. April, 14:20 Uhr

Der Dachverband europäischer Flughafenbetreiber ACI Europe warnt vor einer systemischen Kerosinknappheit. Wird die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht binnen drei Wochen wiederhergestellt, drohen strukturelle Versorgungsausfälle. Europa bezieht mehr als 40 Prozent seines Flugbenzins aus Raffinerien am Persischen Golf. Einzelne EU-Staaten haben strategische Kerosinreserven für acht bis zehn Tage Normalbetrieb, danach werden Flüge gestrichen oder umgeleitet. Erste Airlines haben bereits Treibstoffzuschläge im zweistelligen Eurobereich pro Ticket angekündigt.

14. April, 08:34 Uhr

IWF, Weltbank und Internationale Energieagentur haben am 13. April eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die Hormus-Blockade als den größten Energiemarktschock der Geschichte bezeichnen. Die drei Institutionen warnen ausdrücklich vor Energiehortung und Exportbeschränkungen einzelner Staaten, die den Schock weiter verschärfen würden. Gefordert wird koordinierte Reservefreigabe und ein internationales Monitoring der Tankerbewegungen. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa rechnet mit einer weltweiten Wachstumskorrektur nach unten, selbst im optimistischsten Szenario. Für Deutschland prognostizieren die führenden Forschungsinstitute nur noch 0,6 Prozent Wachstum statt der ursprünglich erwarteten 1,3 Prozent.

14. April, 04:30 Uhr

Frankreich und Großbritannien haben gemeinsam eine Alternative zur US-Blockade angekündigt. Macron und Starmer erklärten auf X, sie organisierten in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine friedliche multinationale Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. Der Schritt markiert den ersten offenen Bruch der engsten US-Verbündeten in der aktuellen Krise. Berlin hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Konferenz wird nach bisherigen Planungen in Paris stattfinden, ein genaues Datum wurde noch nicht kommuniziert.

14. April, 00:18 Uhr

Seit dem 14. April blockiert die US-Marine die Straße von Hormus für alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen. Der Rohölpreis WTI stieg daraufhin um 7,8 Prozent auf 104 Dollar pro Barrel, mehr als 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Ökonomen warnen, bei weiterer Eskalation könnte der Preis auf über 150 Dollar klettern. Für Autofahrer in Deutschland, die bereits über 2,20 Euro pro Liter zahlen, droht eine neue Preisspirale. Die Blockade ist die Folge des Scheiterns der Islamabad-Gespräche vom 12. April, bei denen Iran Washingtons Forderung nach einem 20-jährigen Verzicht auf Urananreicherung ablehnte.

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13. April, 20:24 Uhr

Der Bundestag hat das Kraftstoffmaßnahmenpaket der schwarz-roten Koalition beschlossen. Kernstück ist eine befristete Energiesteuersenkung: Benzin und Diesel werden für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent pro Liter billiger. Die Maßnahme kostet den Staat rund 1,6 Milliarden Euro und wird durch eine Sondersteuer auf Übergewinne der Mineralölkonzerne gegenfinanziert. Die SPD hatte im Koalitionsausschuss eine Erhöhung der Pendlerpauschale blockiert, weil diese vor allem Besserverdienende entlaste. Das Kartellamt erhält erweiterte Befugnisse, um die Weitergabe der Steuersenkung an die Zapfsäule zu überwachen.

13. April, 20:24 Uhr

Mit Inkrafttreten der US-Seeblockade am frühen Nachmittag hat das iranische Militär seine Drohungen eskaliert. Teheran kündigte an, alle Häfen rund um den Persischen Golf zu beschießen, sollten iranische Schifffahrtswege dauerhaft gesperrt bleiben. Sprecher der Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Militärbasen in Saudi-Arabien, Jordanien und Bahrain. Trump reagierte auf Truth Social mit der Ankündigung, iranische Schiffe im Fall eines Angriffs sofort zu versenken. Die Eskalationsspirale erreicht damit ein Niveau, das vor wenigen Tagen noch undenkbar schien.

13. April, 20:18 Uhr

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind am 12. April nach 21 Stunden in Islamabad gescheitert. Vizepräsident Vance verließ die Gespräche mit der Erklärung, Iran habe die amerikanischen Bedingungen nicht akzeptiert. Hauptstreitpunkt war die Forderung, das iranische Nuklearprogramm für 20 Jahre einzufrieren. Teheran lehnte ab und verwies auf das Recht auf zivile Urananreicherung. Wenige Stunden nach dem Abbruch ordnete Trump die Seeblockade der Straße von Hormus an, die am 14. April in Kraft tritt.

13. April, 10:20 Uhr

Die Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington wird vom Iran-Krieg dominiert. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa kündigte an, alle Wachstumsprognosen nach unten zu korrigieren, selbst im optimistischsten Szenario. Für Deutschland rechnen die führenden Forschungsinstitute nur noch mit 0,6 Prozent Wachstum, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Die OECD hat ihre globale Prognose auf 2,9 Prozent gesenkt. Zentrale Fragen der Tagung sind die Verteilung der Krisenkosten auf Industrie- und Schwellenländer sowie die Koordination der Reservefreigaben.

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13. April, 06:10 Uhr

Die US-Marine setzt die Seeblockade der Straße von Hormus heute um 10 Uhr US-Ostküstenzeit (16 Uhr MESZ) in Kraft, wie das US Central Command bestätigt hat. Der Ölpreis reagierte bereits auf die Ankündigung vom Vortag: Brent verteuerte sich um 7 Prozent auf über 101 Dollar pro Barrel, WTI um 8 Prozent. Analysten erwarten bei tatsächlichem Inkrafttreten einen weiteren Sprung auf 110 bis 120 Dollar. Alle Schiffe mit Ziel iranischer Häfen werden abgefangen und zur Umkehr gezwungen, Schiffe ohne iranischen Zielhafen dürfen passieren. Die Blockade ist die Antwort auf das Scheitern der Islamabad-Gespräche.

12. April, 20:24 Uhr

Die US-Marine hat nach Trumps Ankündigung mit der Blockade begonnen, erste Tanker kehrten bereits vor der Einfahrt in die Straße von Hormus um. Brent-Rohöl wird aktuell bei rund 126 Dollar pro Barrel gehandelt, ein Anstieg um mehr als 25 Prozent seit dem Waffenstillstand vom 9. April. Die Blockade trifft vor allem Ölexporte nach China und Indien, die bisher iranisches Rohöl abnahmen. Deutsche Kraftstoffpreise werden dadurch mit zwei bis drei Tagen Verzögerung steigen. Die Bundesregierung hat für Sonntag eine Krisensitzung des Energiesicherheitsrats einberufen.

12. April, 20:10 Uhr

Nach 21 Stunden ergebnisloser Verhandlungen in Islamabad hat Präsident Trump die US-Marine angewiesen, die Straße von Hormus zu blockieren. Durch die Meerenge fließt rund ein Fünftel des weltweiten Ölexports. Der Brentölpreis liegt bereits bei knapp 98 Dollar pro Barrel. Iran hatte in Islamabad die Kontrolle über die Straße von Hormus, Kriegsreparationen und die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener Vermögenswerte gefordert. Washington bestand auf einem 20-jährigen Verzicht Teherans auf Atomwaffen, den Iran kategorisch ablehnte.

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12. April, 16:22 Uhr

Kurz nach Vances Abreise aus Islamabad hat Trump auf Truth Social eine drastische Eskalation angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die in die Straße von Hormus einlaufen oder sie verlassen. Konkret ordnete Trump an, alle Schiffe aufzubringen, die iranisches Öl geladen haben oder iranische Häfen anlaufen. Die Ankündigung erfolgte innerhalb von zwei Stunden nach dem Scheitern der 21-stündigen Verhandlungen. Irans Außenminister Araghchi sprach von einem Kriegsakt, die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Basen am Golf.

12. April, 06:12 Uhr

Nach dem Scheitern der 21-stündigen Verhandlungen hat Pakistan beide Seiten erneut zur Einhaltung der Waffenruhe aufgefordert. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wirft den USA vor, die Gespräche mit inakzeptablen Forderungen zum Scheitern gebracht zu haben, insbesondere zur Urananreicherung und zur Kontrolle der Straße von Hormus. Vermittler Pakistan signalisiert weiterhin Bereitschaft zu weiteren Gesprächen, warnt aber vor einer Rückkehr zur Gewalt. Die Feuerpause steht durch gegenseitige Vorwürfe von Verstößen unter massivem Druck. Premierminister Sharif hat Trump und Chamenei direkte Telefongespräche vorgeschlagen.

12. April, 04:27 Uhr

Nach 21 Stunden Verhandlungen verließen USA und Iran den Tisch in Islamabad ohne Einigung. Vizepräsident Vance erklärte, Washington habe sein bestes und letztes Angebot vorgelegt. Zentrale Hürden bleiben bestehen: Die USA fordern eine verbindliche Zusage, dass Iran keine Atomwaffe entwickelt, Iran besteht auf dem Recht zur zivilen Urananreicherung. Auch die Kontrolle der Straße von Hormus und die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Vermögenswerte sind ungelöst. Teheran bezeichnete Vances Ausstieg als Bruch des Verhandlungsgeists, Washington kündigte binnen Stunden die Seeblockade an.

12. April, 04:26 Uhr

Nach 21 Stunden direkten Verhandlungen in Islamabad verließ US-Vizepräsident Vance Pakistan ohne Einigung. Es waren die ersten direkten Gespräche auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Stunden später kündigte Trump die Blockade der Straße von Hormus an, täglich passieren dort rund 20,9 Millionen Barrel Öl. Die US-Delegation umfasste Sondergesandten Steve Witkoff und Berater Jared Kushner, Iran war durch Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf vertreten. Kernstreit war die amerikanische Forderung, dass Iran 20 Jahre lang auf jede Urananreicherung verzichtet.

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12. April, 02:22 Uhr

Das US Central Command hat offiziell die Minenräumung in der Straße von Hormus eingeleitet. Die Zerstörer USS Frank E. Peterson und USS Michael Murphy durchquerten am Samstag die Meerenge, weitere Einheiten einschließlich Unterwasserdrohnen sollen folgen. CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper erklärte, die Passage sei Teil der Vorbereitung auf die Öffnung der Durchfahrtsrouten. Iran hat die Operation als Provokation bezeichnet, aber nicht militärisch interveniert. Die Räumung wird auf mehrere Wochen geschätzt, bis die Meerenge wieder kommerziell befahrbar ist.

12. April, 00:10 Uhr

Die Islamabad-Gespräche dauerten am Samstag an, pakistanische Quellen berichteten CNN von einer insgesamt positiven Atmosphäre. Beim zentralen Streitpunkt, der Kontrolle der Straße von Hormus, herrschte weiterhin Stillstand. In der Libanon-Frage zeichnete sich eine Annäherung ab: Nach Angaben von Al Jazeera bot Iran an, seinen Einfluss auf die Hisbollah zur Einhaltung einer Waffenruhe zu nutzen, im Gegenzug für US-Druck auf Israel. Zur Urananreicherung blieben die Positionen unvereinbar. Die Delegationen verhandelten bis in die Nacht weiter.

11. April, 20:22 Uhr

Zwei US-Zerstörer, die USS Frank E. Peterson und die USS Michael Murphy, haben am Samstag die Straße von Hormus durchfahren. Es war die erste Passage von US-Kriegsschiffen seit Iran die Meerenge am 28. Februar 2026 schloss. Das US Central Command bestätigte, die Durchfahrt gehöre zu einer umfassenden Minenräumungsoperation. Iran kündigte an, weitere Passagen von US-Schiffen nicht zu behindern, solange keine Offensivhandlungen erfolgen. Die Durchfahrt ist ein erster praktischer Test für die am 8. April vereinbarte Öffnung der Meerenge.

11. April, 14:25 Uhr

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben offiziell begonnen. Vizepräsident JD Vance, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner trafen sich in Islamabad mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Die erste Runde ist als indirektes Gespräch mit pakistanischer Vermittlung angelegt, eine direkte Runde soll am zweiten Tag folgen. Auf dem Tisch liegen Irans Zehn-Punkte-Plan und ein 15-Punkte-Gegenvorschlag aus Washington. Pakistans Premier Sharif begleitet die Gespräche persönlich.

11. April, 12:22 Uhr

Trotz weiterhin bestehender iranischer Kontrolle haben erstmals seit Kriegsbeginn zwei Handelsschiffe die Straße von Hormus regulär passiert. Die unter griechischer Flagge fahrende NJ Earth und die liberianische Daytona Beach durchquerten die Meerenge in Abstimmung mit iranischen Streitkräften. Beide zahlten die von Teheran verlangte Transitgebühr von rund einem Dollar pro Barrel Ladung. Es ist ein erstes praktisches Zeichen der Öffnung, allerdings zu iranischen Bedingungen. Der Ölpreis reagierte mit einem leichten Rückgang auf 96 Dollar pro Barrel.

11. April, 10:22 Uhr

Die Islamabad-Gespräche stehen vor einer ernsthaften Vorbedingung. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf erklärte, seine Delegation werde erst dann in formelle Verhandlungen eintreten, wenn zwei Bedingungen erfüllt seien: eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von sechs Milliarden Dollar. Die USA lehnten beide Vorbedingungen ab, erklärten sich aber zu Gesprächen über diese Punkte innerhalb der Verhandlungen bereit. Pakistan versucht zu vermitteln. Die Delegationen haben sich trotz des Disputs zur ersten Gesprächsrunde zusammengesetzt.

11. April, 06:23 Uhr

Die Gespräche im Serena Hotel in Islamabad laufen seit Samstagfrüh. Irans Delegation ist umfangreicher als angekündigt: Neben Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf sind auch Sicherheitsratssekretär Ali Akbar Ahmadian und Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati angereist. Die Zusammensetzung deutet darauf hin, dass Teheran Sanktionen und Finanzfragen zentral verhandeln will. Die USA sind durch Vance, Witkoff und Kushner vertreten. Pakistans Premier Sharif fungiert als Gastgeber und Vermittler.

10. April, 22:17 Uhr

US-Vizepräsident JD Vance verhandelt erstmals seit 47 Jahren direkt mit dem Iran in Islamabad. Der Waffenstillstand vom 8. April besteht auf dem Papier, an der Straße von Hormus erheben iranische Behörden weiterhin Transitgebühren von über einer Million Dollar pro Tanker. Vor dem Krieg passierten täglich mehr als 100 Tankerschiffe die Meerenge, heute sind es einzelne Schiffe gegen Gebühr. Trump reagierte öffentlich mit der Kritik, Iran leiste beim Öffnen der Meerenge einen sehr schlechten Job. Für Europa bedeutet das weiterhin hohe Energiepreise und Versorgungsunsicherheit.

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10. April, 13:12 Uhr

Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg füllt Putins Kriegskasse. Die russische Ölsorte Urals kletterte am 2. April auf 116 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit 13 Jahren. Das finnische Forschungszentrum CREA hat ausgerechnet, dass Russland in den ersten zwei Wochen seit Kriegsbeginn rund sechs Milliarden Euro zusätzlich aus Öl-, Gas- und Düngerexporten verdient hat. EU-Ratspräsident Costa bezeichnete Moskau als den bislang einzigen Gewinner des Krieges. Die Ukraine versucht mit Drohnenangriffen auf russische Ostseehäfen gegenzusteuern.

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10. April, 13:05 Uhr

Die deutsche Inflationsrate stieg im März 2026 auf 2,7 Prozent, den höchsten Stand seit Januar 2024. Diesel verteuerte sich um 22,6 Prozent, leichtes Heizöl um 44 Prozent. Der Anstieg ist laut Statistischem Bundesamt nahezu vollständig auf Energie zurückzuführen, Nahrungsmittel verteuerten sich nur um 0,9 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel liegt stabil bei 2,5 Prozent. Ein Monatssprung von 0,8 Prozentpunkten wie von Februar auf März gab es zuletzt während der Energiekrise 2022.

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9. April, 22:11 Uhr

Ifo, IMK und IW haben ihre Wachstumsprognosen für 2026 deutlich gesenkt. Das Ifo-Institut erwartet nur noch 0,8 Prozent Wachstum im optimistischen und 0,6 Prozent im pessimistischen Szenario, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Das IMK prognostiziert 0,9 Prozent. Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert den Gesamtschaden des Iran-Krieges für die deutsche Volkswirtschaft auf mindestens 40 Milliarden Euro bis Ende 2027. Diese Zahlen gelten unter der Annahme, dass der Konflikt nicht weiter eskaliert. Bei einer Eskalation droht der erneute Rückfall in die Rezession.

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9. April, 21:28 Uhr

Die Delegationen für Freitag sind bestätigt. Die USA schicken Vizepräsident JD Vance, Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad. Iran wird durch Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten. Ghalibaf erklärte auf X, Iran habe dem Verhandlungsprozess von Anfang an misstraut, die USA hätten bereits Verpflichtungen gebrochen. Die Warnung vor den Gesprächen signalisiert, dass Teheran in Islamabad eine harte Linie fahren will.

9. April, 18:17 Uhr

Bundeskanzler Merz hat die Erwartungen an kurzfristige Entlastungen gedämpft. Nach dem Krisengipfel am 10. April werde es keine schnellen Maßnahmen geben, sagte Merz und verwies auf gemeinsame Vorschläge von Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Eine direkte Entlastung der Pendler durch eine höhere Pauschale lehnte die SPD weiter ab. Stattdessen diskutiert die Koalition eine befristete Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter. Der Vorschlag soll beim Koalitionsausschuss am Sonntag beraten werden.

9. April, 15:45 Uhr

Iran hat die Straße von Hormus erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Auslöser waren israelische Luftangriffe auf den Libanon, bei denen 254 Menschen getötet wurden. Teheran bezeichnete die Angriffe als Verletzung des Waffenruhe-Rahmens. Das Weiße Haus nannte die erneute Schließung vollständig inakzeptabel und drohte mit Konsequenzen. Der Ölpreis sprang innerhalb von zwei Stunden um neun Prozent auf 106 Dollar pro Barrel.

9. April, 15:19 Uhr

Nach der Iran-Waffenruhe fiel der Ölpreis von 105 auf 97 Dollar pro Barrel Nordsee-Brent. An deutschen Zapfsäulen kam davon wenig an: Diesel kostet weiterhin 2,42 Euro, E10 knapp 2,16 Euro, rund 70 Cent mehr als vor dem Krieg. Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mundt fordert die Mineralölkonzerne auf, den Ölpreisrückgang umgehend an die Zapfsäule weiterzugeben. Preiserhöhungen seien sehr schnell erfolgt, Senkungen müssten im selben Tempo folgen. Die Bundesregierung prüft erweiterte Eingriffsrechte des Kartellamts.

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9. April, 09:32 Uhr

Am Freitag treffen in Islamabad JD Vance, Jared Kushner und Steve Witkoff auf Irans Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf. Auf dem Tisch liegen Irans Zehn-Punkte-Forderungsliste und ein 15-Punkte-Gegenvorschlag aus Washington. Kurz vor den Gesprächen warnte Ghalibaf öffentlich: Iran habe dem Prozess von Anfang an misstraut, Washington habe bereits Verpflichtungen gebrochen. Es ist das erste direkte Gespräch auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Die Waffenruhe läuft am 21. April aus.

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9. April, 09:05 Uhr

Iran verlangt ab sofort Transitgebühren von einem Dollar pro Barrel Ladung, zahlbar in Bitcoin oder Stablecoins. Für einen voll beladenen Supertanker mit zwei Millionen Barrel ergibt sich eine Maut von bis zu zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt. Die iranische Marine warnt zudem vor Seeminen in der Meerenge und empfiehlt Ausweichrouten. Leere Tanker passieren gebührenfrei. Das Bezahlsystem über Kryptowährungen umgeht westliche Sanktionen und erlaubt Teheran, die Einnahmen in Minuten zu sichern.

9. April, 08:35 Uhr

Iran verlangt von Tankern, die die Straße von Hormus passieren, einen Dollar pro Barrel Ladung, zahlbar in Bitcoin oder Stablecoins. Für einen voll beladenen Supertanker ergibt das bis zu zwei Millionen Dollar Maut pro Durchfahrt. Der Ablauf folgt einem klaren Protokoll: Ladungsdaten werden per E-Mail übermittelt, eine mit den Revolutionsgarden verbundene Zwischenfirma prüft und berechnet, die Zahlung erfolgt auf eine Wallet-Adresse. Erst nach Zahlungseingang gibt die IRGC-Marine die Durchfahrt frei. Der Fall zeigt, wie Kryptowährungen zu einem geopolitischen Instrument zur Umgehung westlicher Sanktionen geworden sind.

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9. April, 00:17 Uhr

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf benennt drei konkrete Verletzungen der Waffenruhe: die israelischen Angriffe auf den Libanon, eine angebliche Drohnenverletzung des iranischen Luftraums sowie die amerikanische Weigerung, Iran Urananreicherung zuzugestehen. US-Vizepräsident Vance reagierte mit einer ungewöhnlich scharfen Warnung an Teheran und drohte mit der Beendigung der Waffenruhe. Pakistan versucht zu vermitteln, Premier Sharif telefonierte mit Trump und Chamenei. Die Feuerpause steht weniger als 24 Stunden nach Inkrafttreten auf der Kippe.

8. April, 20:15 Uhr

Die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran löst eine globale Erleichterungsrally aus. Der Ölpreis Brent stürzt um rund 16 Prozent auf 92 Dollar, WTI verliert 18 Prozent, Diesel-Futures brechen um 23 Prozent ein. Der DAX springt über fünf Prozent nach oben, es ist die kräftigste Eintagsbewegung seit Beginn der Nahosteskalation. Der zentrale Faktor ist die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus unter iranischer Militäraufsicht. Die Rally korrigiert einen beträchtlichen Teil des Preisanstiegs seit Kriegsbeginn im März.

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8. April, 20:00 Uhr

Die Iran-USA-Waffenruhe steht nach wenigen Stunden bereits auf der Kippe. Vizepräsident Vance warnte Teheran mit ungewöhnlich scharfen Worten vor Verletzungen, während Israel mit mindestens 254 Toten die größte Angriffswelle auf den Libanon seit Jahren startete. Die zweiwöchige Feuerpause wurde am 8. April maßgeblich durch Pakistan vermittelt, Premier Sharif und Armeechef Munir intervenierten in letzter Minute bei Trump. Kern des Abkommens ist ein iranischer Zehn-Punkte-Vorschlag, den die USA zunächst ablehnten und in Islamabad überarbeiten ließen. Die Gespräche sollen am 11. April in Islamabad fortgesetzt werden.

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8. April, 19:15 Uhr

Iran hat die Straße von Hormus unter Bedingungen für den Schiffsverkehr geöffnet und kassiert Transitgebühren in Bitcoin. Ein Dollar pro Barrel Ladung verlangt Teheran, zahlbar in Kryptowährungen, für einen Supertanker ergibt das bis zu zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt. Die iranischen Revolutionsgarden behalten die operative Kontrolle und warnen vor Seeminen in der Meerenge. Die Bundesregierung mahnt die Einhaltung internationaler Seerechtsabkommen an. Durch die Meerenge fließt rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.

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