US-Präsident Trump hat die für Donnerstagabend geplanten Angriffe auf Iran abgesagt. Auf Truth Social schrieb er, die Gespräche seien auf die höchste Ebene der iranischen Führung gehoben und dort gebilligt worden. Ein Iran-Deal sei konzeptionell vereinbart, sagte Trump; er erwarte eine Unterzeichnung in Europa in wenigen Tagen. Ein hochrangiger iranischer Unterhändler widersprach: Weder ein Rahmenabkommen noch ein Memorandum of Understanding sei vereinbart worden.
Bloomberg, NPR Zum Artikel
Irankrieg
USA und Israel haben am 28. Februar 2026 einen Krieg gegen Iran begonnen, vom US-Kongress bis heute nicht autorisiert. Iran sperrte als Reaktion die Straße von Hormus. Folgen: Ölpreise plus 45 Prozent, deutsche Inflation und Wachstumsprognosen unter Druck.
Hintergrund
Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel Militärschläge gegen Iran. Es ist der Beginn eines Krieges, den der US-Kongress nie autorisiert hat. Das Pentagon bezeichnet die Operation intern als 'Epic Fury'. Die War Powers Resolution sieht vor, dass ein US-Präsident Streitkräfte ohne Kongressgenehmigung höchstens 60 Tage einsetzen darf. Die Frist lief am 1. Mai 2026 ab, vier Anträge auf förmliche Kriegsermächtigung scheiterten zuvor im Senat. Bis Ende April 2026 hatte das Verteidigungsministerium 25 Milliarden Dollar Kriegskosten gemeldet, über 416 Millionen Dollar pro Tag, überwiegend für Munition. Drei US-Flugzeugträger sind erstmals seit 2003 gleichzeitig im Nahen Osten stationiert. Iran reagierte auf die Angriffe mit der Sperrung der Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt. Später öffnete Teheran die Meerenge wieder unter eigener Kontrolle, mit Transitgebühren in Bitcoin und einem Verbot für Schiffe unter US- und israelischer Flagge. Die USA antworteten mit einer Seeblockade iranischer Häfen, bei der bis Ende April 33 Schiffe umgeleitet oder aufgebracht wurden. Pakistan vermittelt seither in Islamabad zwischen Washington und Teheran. Mehrfache Waffenruhen zerbrachen innerhalb weniger Tage. Die Folgen reichen weit über die Region hinaus. Brent-Rohöl liegt rund 45 Prozent über dem Vorkriegsniveau, die deutsche Inflation stieg im März auf 2,7 Prozent, Diesel verteuerte sich um 22,6 Prozent, leichtes Heizöl um 44 Prozent. Ifo, IMK und IW haben ihre Wachstumsprognosen für Deutschland 2026 deutlich nach unten korrigiert. Russlands Ölsorte Urals erreichte 116 Dollar pro Barrel, das höchste Niveau seit 13 Jahren. Putins Kriegskasse profitierte allein in den ersten zwei Wochen nach Kriegsbeginn um rund 6 Milliarden Euro Zusatzeinnahmen. Die VAE traten zum 1. Mai aus der OPEC aus. Dieser Ticker dokumentiert die Entwicklungen chronologisch von beiden Seiten, vom Kriegsbeginn am 28. Februar bis zu den aktuellen Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen.
Chronologie
Die Internationale Energieagentur bezeichnet die Hormus-Blockade als größte Öllieferstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts. Die OPEC-Produktion sank um 9,7 Millionen Barrel pro Tag, Brent stieg von 72 auf 112 Dollar. Vitol-Chef Russell Hardy schätzt den kumulierten Produktionsausfall auf 600 bis 700 Millionen Barrel, bis zum Konfliktende auf eine Milliarde. Katar vermittelt aktuell einen Deal, der Hormus wieder öffnen und 60-tägige Atomgespräche einleiten soll.
IEA Oil Market Report April 2026, Wikipedia: Economic impact 2026 Iran war Zum ArtikelDas US-Zentralkommando CENTCOM hat in der zweiten Nacht in Folge iranische Ziele angegriffen, diesmal auch im Raum Teheran. Getroffen wurden laut CENTCOM Kommunikationssysteme, Militärüberwachungsanlagen und Luftverteidigungsstellungen. Teheran als Ziel ist neu: Alle bisherigen Angriffe seit dem Apache-Abschuss am 9. Juni galten Küstenanlagen. US-Verteidigungsminister Hegseth kündigte die Fortsetzung der Operationen an, während Katar im Auftrag Washingtons in Teheran verhandelt. Die Freitagsfrist für einen Waffenstillstandsdeal läuft morgen ab.
Jerusalem Post, NBC News Liveblog, tagesschau Liveblog Zum ArtikelDer US-Angriff auf den Tanker MT Settebello am 9. Juni hat drei indische Seeleute das Leben gekostet. CENTCOM beschoss das unter palauanischer Flagge fahrende Schiff im Golf von Oman mit Präzisionsmunition, da es laut US-Angaben iranisches Öl transportierte. Von 24 Besatzungsmitgliedern wurden 21 gerettet; zwei starben im Maschinenraum, der Chefingenieur gilt als vermisst. Indien bestellte US-Geschäftsträger Jason Meeks ein und forderte freie Schifffahrt in internationalen Gewässern. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO verurteilte den Angriff.
ANI News, Business Standard, IMO Zum ArtikelDie IRGC-Marine schoss in der Nacht zwei Öltanker an, die trotz Sperrungserklärung die Hormusstraße zu passieren versuchten. US-Angriffe auf die Küstenstadt Sirik zerstörten zwei Wasserreservoirs und hinterließen rund 20.000 Menschen ohne Trinkwasser, bei Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad Celsius. Die IRGC warnte, kein Schiff dürfe seinen Ankerplatz im Persischen Golf oder im Golf von Oman verlassen. CENTCOM erklärte die eigene Angriffswelle für beendet, bestritt aber die Sperrung der Meerenge.
Al Jazeera, Gulf News Zum ArtikelKatar-Unterhändler sind am Mittwoch in Teheran eingetroffen, um die letzten Streitpunkte eines Waffenstillstandsdeals zu klären. Kernfrage: 24 Milliarden Dollar eingefrorene iranische Vermögen, davon 12 Milliarden bei Unterzeichnung und 12 Milliarden innerhalb von 60 Tagen. Trump hat eine Frist gesetzt: Bis Freitag, den 12. Juni, ein Abkommen, sonst weitere Angriffe. Das US-Außenministerium ordnete die Abreise nicht-notwendigen Botschaftspersonals aus Bagdad an und autorisierte freiwillige Ausreisen aus Bahrain und Kuwait. Irans Verteidigungsminister Nasirzadeh drohte, alle US-Stützpunkte in den Nachbarländern seien in Reichweite.
Times of Israel: Qatari negotiators in Iran after consultations with US, Middle East Monitor: Qatari delegation arrives in Iran for talks, Washington Examiner: Trump halts Iran strikes, deal by Friday or bombing resumes Zum ArtikelAm frühen Donnerstag setzte das US-Militär die Angriffe auf Iran fort: Trump bestätigte den Einsatz von 49 Tomahawk-Raketen, die Ziele bis 65 Kilometer vor Teheran trafen. Die IRGC antwortete mit Drohnenangriffen auf das Hauptquartier der US-Fünften Flotte in Bahrain und störte nach eigenen Angaben Kommunikationsantennen und Radaranlagen des Patriot-Systems; Bahrain erließ Luftalarm. Iran erklärte daraufhin die Straße von Hormus erneut für vollständig geschlossen, CENTCOM wies das zurück und teilte mit, der Schiffsverkehr laufe weiter. Trump stoppte die Angriffe vorerst und drohte, sie am Freitag fortzusetzen, falls kein Deal zustande komme. Als zentralen Streitpunkt nannte er 24 Milliarden Dollar eingefrorene iranische Vermögenswerte, deren Freigabe Teheran als Vorbedingung für Fortschritte fordert.
Washington Examiner: Trump halts Iran strikes, deal by Friday or bombing resumes, Times of Israel: Liveblog 11. Juni – US self-defense strikes, Iran claims Hormuz closed, TechTimes: IRGC targets Fifth Fleet HQ Bahrain, Patriot radar Zum ArtikelAm 9. Juni wurden 100 Tage seit Beginn von Israels verstärkter Militäroffensive im Libanon gezählt. Israelische Streitkräfte setzten die Muster der Zwangsvertreibungen fort und richteten Drohungen gegen die südliche Küstenstadt Tyros. Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Wohngebiet in Tyros wurden mindestens acht Menschen getötet. Die israelische Armee operiert weiterhin nördlich des Litani-Flusses, den sie Ende Mai erstmals seit 2006 überquert hatte.
Al Jazeera: Hundred days of Israel's latest war on LebanonAm Mittwochabend erklärte Trump gegenüber Reportern, er werde den Iran „noch heute“ und „sehr hart“ treffen. Ob dabei Kraftwerke und Brücken ausgeschaltet würden, ließ er offen. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung warnte, der durch den Irankrieg ausgelöste Energiepreisschock gefährde die wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Trumps Ankündigung fällt in den Zeitraum, in dem Iran gerade seinen Gegenvorschlag via Oman übermittelt hatte und nun eine Neubeurteilung der Gespräche ankündigte.
ZDF Heute: Trump – werden Iran heute wieder hart treffen, ORF: Trump will Iran noch heute angreifen, IMK: Iran-Krieg und Energiepreisschock Zum ArtikelIrans Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei erklärte, Teheran werde die Atomverhandlungen nach dem jüngsten Schlagabtausch mit den USA neu bewerten. Gleichzeitig bestätigte CENTCOM den Abschluss seiner Angriffsserie: Insgesamt 20 iranische Einrichtungen wurden getroffen. Iran hatte am Montag noch einen Gegenvorschlag über omanische Vermittler übermittelt und das US-Angebot als inakzeptabel abgelehnt. Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains findet in sechs Tagen statt.
ABC News: Iran live updates, CENTCOM strikes completed, tagesschau: USA und Iran greifen gegenseitig an Zum ArtikelTrump drohte auf Truth Social, er stehe kurz davor, neue Schläge auf iranische Kraftwerke und Brücken anzuordnen. Iran verhandele zu langsam und werde "den Preis bezahlen". Gleichzeitig wurden humanitäre Folgen der Nachtangriffe sichtbar: In Kuhestak, einer Stadt in der Provinz Hormuzgan, und elf umliegenden Dörfern haben nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr über 20.000 Einwohner keinen Zugang mehr zu Trinkwasser. Iranische Medien veröffentlichten Fotos zerstörter Wasserbecken; Temperaturen in der Küstenregion überschreiten 30 Grad Celsius.
t-online: Trump droht Iran mit neuen Angriffen, Handelsblatt: Iran-Krieg aktuell Zum ArtikelHintergrund zum IRGC-Angriff in der Nacht: Am 1. Juni hatte Teheran alle Verhandlungskanäle mit Washington geschlossen. Außenminister Araghchi begründete den Schritt mit fortgesetzten israelischen Angriffen im Libanon und Gaza. Die diplomatische Blockade ist strukturell: Iran besteht auf einem Waffenstillstand auf allen Fronten gleichzeitig. Parallel läuft die Hormus-Blockade institutionalisiert weiter. Iran gründete am 5. Mai die Persian Gulf Strait Authority (PGSA), die Transitgenehmigungen vergibt. Reedereien zahlen bis zu zwei Millionen Dollar pro Passage. An den Energiemärkten liegt Brent-Rohöl seit Wochen erheblich über 100 Dollar, deutsches Heizöl ist seit Ende 2025 rund 40 Prozent teurer.
NPR, Euronews Zum ArtikelCENTCOM bestätigte den Abschluss der US-Angriffsserie auf Iran: 20 Einrichtungen wurden in mehreren Wellen getroffen, darunter Radarstationen, Luftabwehrsysteme und Bodenkontrollstationen rund um die Straße von Hormus. Washington wertet die Schläge als verhältnismäßige und abgeschlossene Reaktion auf den Apache-Abschuss. Die IRGC griff in derselben Nacht US-Basen in Bahrain, Kuwait und Jordanien an. Über Bahrain ertönten landesweite Luftschutzsirenen; Jordanien meldete fünf abgefangene Raketen ohne Schäden.
Handelsblatt, ABC News Zum ArtikelDie Islamische Revolutionsgarde hat in der Nacht auf Mittwoch US-Militärbasen in Kuwait, Bahrain und Jordanien angegriffen. Mit Kheibar-Shekan-Langstreckenraketen wurden Ziele auf der Muwaffaq-Salti-Basis nahe Al-Azraq in Jordanien angesteuert, wo die USA rund 18 Jets vom Typ F-35 stationiert hatten. Jordaniens Militär erklärte, fünf Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die IRGC behauptet, 21 US-Ziele getroffen und vier davon zerstört zu haben, darunter Hangars. Außenminister Araghchi warnte Golfstaaten, die US-Truppen beherbergen, seien mitverantwortlich für Angriffe auf Iran.
Al Jazeera, CNN Zum ArtikelDas US-Zentralkommando CENTCOM hat am Dienstag mehrere iranische Luftabwehr- und Radaranlagen auf der Insel Qeschm und in Bandar Abbas bombardiert. Die Angriffe galten als direkte Vergeltung für den Abschuss eines US-Apache am Vortag. Iran antwortete mit Raketen und Drohnen auf amerikanische Ziele. Außenminister Araghchi erklärte, kein US-Angriff werde unbeantwortet bleiben. Der Brentölpreis stieg unmittelbar auf fast 100 Dollar.
NBC News, ZDF heute Zum ArtikelIsrael griff am frühen Montagmorgen trotz eines direkten Appells von US-Präsident Trump iranische Ziele in Bandar-e Mahshahr, Teheran und Isfahan an. Trump hatte Netanyahu persönlich gebeten, nicht zu eskalieren; Israel tat es trotzdem. Trump drohte daraufhin öffentlich: 'Du wirst sehr bald allein dastehen.' Als Israel einen signifikanten Großangriff auf Teheran vorbereitete, überredete Trump Netanyahu, ihn abzusagen. Israel stellte Iran-Angriffe auf US-Wunsch ein, setzt aber Operationen im Libanon fort. Irans Revolutionsgarden erklärten am Montagabend die Einstellung ihrer Gegenangriffe. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte beim Treffen der EU-Verteidigungsminister in Nikosia vor weiterer Eskalation.
Axios, Al Jazeera Zum ArtikelEin AH-64 Apache der US Army wurde Montagabend bei einer Routinepatrouille über der Straße von Hormus abgeschossen. Beide Piloten wurden unverletzt gerettet, erstmals in der US-Militärgeschichte durch ein autonomes Drohnenschiff: die Corsair von Saronic Technologies, betrieben durch Navy Task Force 59. Trump bestätigte am Dienstag, Iran sei für den Abschuss verantwortlich, und kündigte eine Reaktion an. Irans Außenminister Araghchi erklärte, ausländische Streitkräfte nahe iranischem Territorium befänden sich in ständiger Gefahr. Der Abschuss kommt zu einem Zeitpunkt, da Trump noch am selben Tag von einem Deal mit Iran in zwei bis drei Tagen gesprochen hatte.
CBS News, Euronews, DefenseScoop Zum ArtikelTrump erklärte in einem Axios-Interview, Iran habe Washington direkt kontaktiert und darum gebeten, Israel zum Stopp weiterer Angriffe aufzufordern. Er warnte Netanyahu, Israel werde auf sich allein gestellt sein, falls es die Schläge auf den Iran wiederaufnehme. Gleichzeitig bombardierte Israel die libanesische Hafenstadt Tyrus: Mindestens acht Menschen wurden getötet, 32 verletzt. UN-Generalsekretär Guterres forderte alle Seiten zur sofortigen Einstellung aller Angriffe auf und bezeichnete eine militärische Lösung als nicht erreichbar. Israel setzt seine Libanon-Operationen fort und lässt damit Irans Kernbedingung für eine Einigung unerfüllt.
Al Jazeera: Trump warns Netanyahu, France24: Israel strikes Tyre, New Arab: Israel strikes Tyre UK France sanctions Zum ArtikelTrump erklärte nach den NBA Finals in New York, ein Abkommen mit Iran sei in zwei oder drei Tagen erreichbar; die Straße von Hormuz werde sofort danach wieder geöffnet. Die Ölpreise gaben nach. Trump hat ähnliche Ankündigungen bereits mehrfach gemacht, ohne dass ein Abschluss folgte. Die drei Kernstreitpunkte bleiben ungelöst: der Verbleib der 440 Kilogramm hochangereicherten Urans, die Freigabe der gesperrten iranischen Auslandsvermögen und das Ende der israelischen Luftangriffe im Libanon.
CNBC: Trump says Iran deal in two or three days Zum ArtikelTrump kündigte bei einem Tele-Rally für Senator Lindsey Graham an, die USA würden innerhalb von zwei Wochen den totalen Sieg über Iran verkünden. Teheran sei bereit, alles zu geben: weder Urananreicherung noch Nuklearbestände. Netanyahu bestätigte nach einem Telefonat mit Trump offiziell den Waffenstillstand mit Iran, schloss aber Libanon ausdrücklich aus. PBS NewsHour prüfte die Behauptungen und stellte fest, Iran besitze noch immer rund 440 Kilogramm hochangereichertes Uran.
Jerusalem Post: Trump declares total victory over Iran, PBS NewsHour: Factchecking Trump's Iran victory claims Zum ArtikelIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Dienstagmorgen, die Einstellung der Direktangriffe auf Iran bedeute nicht das Ende der Militärkampagne. Ausdrücklich schloss er Libanon aus dem Halt aus: Israel werde die Operationen gegen Hisbollah fortsetzen. Das schafft ein strukturelles Problem für die Verhandlungen, denn Iran hatte als Bedingung für seine Waffenruhe ein Ende der israelischen Luftangriffe im Libanon genannt. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte am Montag vor weiterer Eskalation und begrüßte gleichzeitig die von der EU beschlossenen Sanktionen gegen hochrangige IRGC-Offiziere wegen Bedrohung der Schifffahrtsfreiheit.
NZZ: Iran bricht erneut die Waffenruhe, Kallas warnt vor weiterer Eskalation, t-online: Israel stoppt Angriffe auf US-WunschIrans Khatam-Al-Anbiya-Kommando erklärte am Montagabend die formelle Einstellung seiner Militäroperationen gegen Israel. Trump forderte auf Truth Social einen sofortigen Waffenstillstand und benannte erstmals öffentlich seine Kernforderung: keine Urananreicherung im Iran, alle Nuklearbestände müssen herausgegeben werden. Iran verlangt als Gegenleistung das Ende der israelischen Luftangriffe im Libanon sowie die Aufhebung der US-Seeblockade. Trump erklärte, Israel werde keine Wahl haben als einen Deal anzunehmen, und drohte im Falle eines Scheiterns mit einer militärischen Antwort. Sechs Tage bis zum G7-Gipfel in Évian-les-Bains.
Arab News: Trump calls for immediate ceasefire, The Hill: Trump says Israel won't have a choice Zum ArtikelIrans Revolutionsgarden haben einen 'Gürtel des Widerstands' von der Straße von Hormuz bis zur Meerenge Bab al-Mandab angekündigt. Saudi-Arabien leitet rund 70 bis 75 Prozent seiner Rohölexporte über das Rote Meer, weil der Persische Golf weitgehend gesperrt ist. Diese Ausweichroute steht nun unter Druck: Huthis verkündeten am 8. Juni eine vollständige Seeblockade israelischer Schiffe im Roten Meer. Energieanalysten halten Brent-Preise zwischen 150 und 200 Dollar für möglich, sollten beide Meerengen gleichzeitig schließen.
finanzen.net: Iran droht Bab al-Mandab, Euronews: Huthis sperren Rotes Meer Zum ArtikelBeide Seiten haben am Montagabend den Direktangriffsstopp bestätigt. Iran knüpft seine Zurückhaltung an eine explizite Bedingung: Setzt Israel seine Luftangriffe im Libanon fort, werde Teheran mit härteren Maßnahmen reagieren. Israel hat sich zu keiner Einschränkung der Libanon-Operationen verpflichtet. Trump postete auf Truth Social, finale Friedensverhandlungen liefen und er rufe beide Seiten auf, das Schießen einzustellen. Bis zum G7-Gipfel in Évian am 15. Juni bleibt der Waffenstillstand damit fragil und konditional.
Al Jazeera: Iran and Israel halt attacks, NPR: Iran war updatesDie EU hat am Montag erstmals ihr neues Schifffahrtssanktionsregime angewendet: Betroffen sind der Marinebefehlshaber der IRGC-Provinzeinheit Hormozgan sowie zwei hochrangige iranische Offiziere, darunter Mohammad Akbarzadeh als stellvertretender politischer Kommandeur der IRGC-Marine. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, Irans Handlungen bei der Sperrung der Straße von Hormus seien unakzeptabel. Zeitgleich meldete das Statistische Bundesamt, Aufträge in der deutschen Industrie seien im April um 3,8 Prozent eingebrochen, doppelt so stark wie erwartet, als direkte Folge der Unsicherheiten im Nahen Osten.
Times of Israel: EU sanctions IRGC, Wirtschaftswoche: Industrie Auftragsschwund Zum ArtikelIran erklärte am Montagnachmittag einen vorläufigen Stopp seiner Angriffe auf Israel. Teheran knüpfte die Pause an eine Bedingung: Setze Israel seine Luftangriffe im Libanon fort, werde man mit härteren Maßnahmen reagieren. US-Vizepräsident J.D. Vance erklärte, ein Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei 'sehr nahe', man sei aber 'noch nicht so weit'. Der G7-Gipfel in Évian beginnt am 15. Juni als nächste diplomatische Etappe.
Washington Post, CBS News Zum ArtikelDie iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben ihre Vergeltungsoperation gegen Israel für beendet erklärt. Die als „Operation Nasr“ bezeichneten Angriffe hatten die israelischen Luftwaffenbasen Nevatim, Tel Nof und Ramat-David zum Ziel, nach IRGC-Angaben wurden rund zehn ballistische Raketen abgefeuert. Israel meldete vollständige Abwehr. Trump forderte nach der Eskalation, dass Iran und Israel sofort das Schießen einstellen: „Abschließende Friedensverhandlungen laufen, sofern nicht Dummheit im Weg steht.“ Pakistan vermittelt parallel: Innenminister Mohsin Naqvi überbrachte am Samstag zum dritten Mal direkte Botschaften in Teheran.
ZDF heute Liveblog, NZZ: Iran bricht Waffenruhe, CBS News Live UpdatesIsrael hat in den frühen Morgenstunden des 8. Juni den iranischen Petrochemiekomplex Karun in Bandar-e Mahshar bombardiert und Raketenabschussanlagen in Zentral- und Westiran angegriffen. Der Iran antwortete mit elf ballistischen Raketen auf israelische Städte, Sirenen heulten in Tel Aviv, Jerusalem und Nordisrael. Kein Verletzter gemeldet. Es ist der schwerste direkte Schusswechsel zwischen Israel und Iran seit der Waffenruhe vom 8. April. Trump sagte, er sei über Israels Vorgehen nicht glücklich, und forderte Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Times of Israel, NPR Zum ArtikelHundert Tage nach Beginn der Operation Epic Fury am 28. Februar 2026 stehen mehr als 7.000 Tote verzeichnet: Iran meldete 3.468 Tote, der Libanon 3.526, die USA 13 gefallene Soldaten, Israel 51. Irans Raketenstartzahlen sanken laut Militäranalytiker AJ Jaff um 92 Prozent, von 480 auf etwa 40 täglich; die USA zerstörten über 85 Prozent der iranischen Verteidigungsindustrie. Ein dauerhafter Waffenstillstand fehlt: Die 60-Tage-Verlängerung scheitert an Trumps Forderung nach sofortiger Hormuz-Öffnung. G7-Gipfel in Évian am 15. Juni gilt als letztes Fenster vor Ablauf des informellen Waffenstillstands Mitte Juli.
Al Jazeera: 100 Tage in Zahlen, GlobalSecurity Day 100 Zum ArtikelIsrael hat seinen Bodeneinsatz im Südlibanon auf weitere Gebiete ausgeweitet. Division 162 operiert mit dem Ziel, die Pufferzone auszudehnen, Richtung Nabatieh, der wichtigsten Stadt des Südens. Libanesischer Premierminister Nawaf Salam bezeichnete die israelische Vorgehensweise als Scherbenpolitik und kollektive Bestrafung. Israelische Truppen kontrollieren nach aktuellen Schätzungen rund ein Fünftel des libanesischen Staatsgebiets. Seit Kriegsbeginn im März wurden 3.593 Menschen getötet und 10.990 verletzt.
Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Zum ArtikelBereits der dritte Waffenstillstandsversuch im Libanon ist gescheitert: Das von US-Vermittlern am 3. Juni ausgehandelte Abkommen zwischen Israel und der libanesischen Regierung wurde von Hisbollah-Chef Naim Kassem am Folgetag als 'absurd, erniedrigend und beleidigend' zurückgewiesen. Das Abkommen verpflichtete nur Hisbollah zum Feuerstopp, nicht Israel, das seine Militäroperationen im Südlibanon ausdrücklich fortsetzen will. Seit Kriegsausbruch im März wurden 3.516 Menschen getötet, sieben UNIFIL-Soldaten kamen ums Leben.
Al Jazeera, Handelsblatt Zum ArtikelPakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist am Samstagabend zum dritten Mal in Teheran eingetroffen. Er überbrachte persönliche Botschaften von Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir direkt an Irans Obersten Führer Khamenei. Naqvi traf Innenminister Momeni und Außenminister Araghchi. Irans General Mohsen Rezaei, Vorsitzender des Rates der Revolutionsgarden, drohte derweil, den Konflikt auf das Rote Meer, den Indischen Ozean und das Mittelmeer auszuweiten. Teheran nannte erstmals öffentlich eine Summe: 24 Milliarden Dollar eingefrorene Guthaben sollen freigegeben werden.
geo.tv, t-online.de Zum ArtikelPakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist am Samstagabend in Teheran eingetroffen, um nach den schwersten Gefechten seit Beginn der Waffenruhe zu vermitteln. Naqvi gilt als enger Vertrauter von Pakistans Armeechef Asim Munir, dem gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt werden. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, eine Einigung sei nur Zentimeter entfernt, kritisierte jedoch maximalistische Forderungen der amerikanischen Verhandler. Strittig ist vor allem Washingtons Forderung, sämtliches hochangereichertes Uran Irans aus dem Land zu transportieren, was Teheran als inakzeptable Bedingung ablehnt.
Tagesspiegel: Pakistans Innenminister in Teheran, CBS News Live: Iran-US ceasefire negotiationsDas US-Repräsentantenhaus hat am 3. Juni mit 215 zu 208 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die Trump anweist, den Irankrieg zu beenden. Vier Republikaner stimmten gegen ihren Präsidenten: Thomas Massie, Brian Fitzpatrick, Tom Barrett und Warren Davidson. Grundlage ist der War Powers Act von 1973, ein Gesetz das über Richard Nixons Veto hinweg verabschiedet wurde. Die Concurrent Resolution hat keine Gesetzeskraft, ist aber das erste Mal seit Kriegsbeginn, dass eine Kammer des Kongresses mehrheitlich für ein Ende gestimmt hat. 64 Prozent der registrierten Wähler halten Trumps Entscheidung laut einer NYT/Siena-Umfrage für falsch.
NPR, Washington Post Zum ArtikelDie iranischen Revolutionsgarden haben am Freitag sieben ballistische Raketen auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait und den Hauptsitz der US-5th-Fleet in Bahrain abgefeuert. Das Pentagon bestätigte, sechs Raketen abgefangen zu haben, die siebte habe ihr Ziel aus eigener Kraft nicht erreicht. Eigene Verluste gab es nicht. Davor schoss das US-Militär vier iranische Drohnen über der Hormusstraße ab und griff anschließend iranische Küstenradaranlagen an. Irans Außenminister Araghchi hatte US-Basen, von denen aus Angriffe auf Iran gestartet werden, als legitime Ziele bezeichnet. Trump behauptet gleichzeitig, ein Friedensdeal sei noch dieses Wochenende möglich; Araghchi spricht von keinem spürbaren Fortschritt.
NBC News, NPR Zum ArtikelTrotz der am 4. Juni vereinbarten Waffenruhe setzte Israel seine Angriffe auf den Libanon fort: Am 5. Juni kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, Israel stellte neun weiteren Ortschaften Evakuierungsaufrufe zu. Hisbollah-Chef Naim Qassem bezeichnete das Abkommen als Niederlage und meldete acht eigene Gegenangriffe. Libanons Präsident Joseph Aoun brach in einem CNN-Interview öffentlich mit Teheran: Iran benutze sein Land als Schachfigur in den Verhandlungen mit Washington. Teheran hatte erklärt, einem Waffenstillstand mit den USA erst zuzustimmen, wenn auch für den Libanon eine Einigung steht.
CNN: Israel seizes Beaufort Castle, Times of Israel: IDF Lebanon operationsDie Golfstaaten verlieren laut Goldman Sachs 700 Millionen Dollar täglich durch die Hormusblockade. Der IWF sagt Qatar für 2026 einen BIP-Rückgang von 14,7 Prozent voraus. Über 2.000 Schiffe sitzen im Persischen Golf fest. Während GCC-Generalsekretär Albudaiwi die iranischen Angriffe als sündhafte Aggression verurteilte, hat kein Golfstaat eigene Streitkräfte eingesetzt. Oman kämpft mit seiner Vermittlerrolle: Außenminister Albusaidi nannte iranische Vergeltungsangriffe unvermeidbar und wurde selbst zum Ziel iranischer Drohnen.
Goldman Sachs via CNBC, Stimson Center Zum ArtikelDas Pentagon bezifferte den wirtschaftlichen Schaden der Seeblockade: Zwischen dem 13. April und dem 1. Mai 2026 verlor Iran 4,8 Milliarden Dollar an Ölexporteinnahmen. Gleichzeitig steckten 31 iranische Tanker mit 53 Millionen Barrel Rohöl im Golf fest. Oxford Economics schätzt, dass die Blockade bis zu 70 Prozent von Irans Exporteinnahmen gefährdet. Der IWF prognostiziert für 2026 eine Schrumpfung der iranischen Wirtschaft um 6,1 Prozent bei 68,9 Prozent Inflation.
Axios: US blockade cost Iran $4.8 billion, Al Jazeera: How much will US Hormuz blockade hurt Iran Zum ArtikelIrans Außenministeriumssprecher warf den USA am 4. Juni vor, die Waffenruhe zu verletzen, "einschließlich dieses Morgens", und kündigte "notwendige Verteidigungsmaßnahmen" an. Auslöser waren nach iranischer Darstellung amerikanische Strikes auf eine südliche Hafenanlage, die die Eskalationsspirale neu angeheizt hätten. Präsident Trump erklärte gegenüber ABC News, eine Einigung über die 60-Tage-Verlängerung der Waffenruhe und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei innerhalb der nächsten Woche erreichbar. Das Memorandum, das Trump zuletzt mit Forderungen nach Vernichtung iranischer Urananreicherungsbestände zurückgesandt hatte, ist weiterhin nicht unterzeichnet. Fünf Tage bleiben bis zu Trumps selbst gesetzter Frist vom 8. Juni.
CBS News Live Updates, Axios: Trump requests edits to Iran dealDas US-Repräsentantenhaus hat am 3. Juni mit 215:208 Stimmen erstmals eine War Powers Resolution gegen Trumps Irankrieg verabschiedet. Vier Republikaner stimmten mit allen Demokraten. Die Resolution fordert Trumps Abzug der Streitkräfte ohne Kongressgenehmigung, ist aber symbolisch: Trump wird ein Veto einlegen, für das Override fehlen 75 Stimmen. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn am 28. Februar, dass eine Kammer des Kongresses dem Krieg ohne parlamentarische Deckung offiziell widerspricht.
NPR, CNN Zum ArtikelUS-Streitkräfte haben am 3. Juni erstmals Ziele auf der Insel Qeschm angegriffen, dem strategischen Drohnenzentrum der iranischen Revolutionsgarde am Eingang der Straße von Hormus. Auslöser war der iranische Abschuss einer US-MQ-1-Drohne über internationalem Gewässer. Iran antwortete mit 30 Raketen und Drohnen auf Kuwait und Bahrain: Am Kuwait International Airport kam ein indischer Staatsbürger ums Leben, 63 Menschen wurden verletzt, der Flughafenbetrieb wurde eingestellt. Es ist das erste Mal seit Beginn des Konflikts, dass ein iranischer Angriff in einem Drittstaat zivile Todesopfer forderte.
Al Jazeera, Washington Examiner Zum ArtikelIran hat am 2. und 3. Juni zum ersten Mal gleichzeitig Kuwait und Bahrain mit ballistischen Raketen beschossen. Alle Geschosse wurden abgefangen. Parallel stoppten US-Streitkräfte mit einer Hellfire-Rakete die M/T Lexie, einen leeren Öltanker auf dem Weg zu Irans Ölhub Kharg Island. Es ist das sechste Handelsschiff das die US-Navy seit ihrer Seeblockade vom 13. April außer Gefecht gesetzt hat. Verhandlungen sind ausgesetzt, Trumps selbst gesetzte Wochenfrist bis zum 8. Juni läuft.
Stars and Stripes, Gulf News Zum ArtikelKuwaits Luftabwehr hat in der Nacht zum 3. Juni mehrere Raketen und Drohnen abgefangen. Explosionen waren nach Behördenangaben stadtweiten zu hören. Die Angriffe verliefen ohne Todesopfer und ohne Sachschäden an kritischer Infrastruktur. Es war der zweite Angriff auf Kuwait innerhalb von drei Tagen: Am 1. Juni hatten iranische IRGC-Einheiten mit ballistischen Raketen eine US-Militärbasis in Kuwait beschossen. Wer für den neuen Angriff verantwortlich ist, haben kuwaitische Behörden zunächst nicht offiziell attributiert.
ZEIT Online, Gulf BusinessDas US-Militär hat am 2. Juni im Persischen Golf eine Hellfire-Rakete auf den botsuanisch-geflaggten Öltanker M/T Lexie gefeuert. Die Rakete traf den Maschinenraum und setzte das Schiff außer Betrieb. Der Tanker war ohne Fracht auf dem Weg zur iranischen Ölhub-Insel Kharg Island und hatte nach US-Angaben über 24 Stunden hinweg wiederholte Warnungen ignoriert. Todesopfer wurden nicht gemeldet. Es war das sechste kommerzielle Schiff, das die USA seit Beginn der Marineblockade iranischer Häfen am 13. April außer Gefecht gesetzt haben.
Deutschlandfunk, n-tv, NewsweekDas US-Militär zerstörte am Wochenende ein chinesisches JY-27A-Langstreckenradar und HQ-9-Flugabwehrsysteme auf Goruk Island sowie Drohnenkontrollzentren auf Qeshm Island. Iran antwortete mit einem Angriff auf eine US-Luftwaffenbasis in der Golfregion. US-Geheimdienste bewerten: Trotz vier Monaten Krieg und 29 Milliarden Dollar Kosten sind 70 Prozent des iranischen Raketenarsenals noch intakt, 30 von 33 Abschussstellungen entlang der Straße von Hormus sind wieder betriebsbereit.
NBC News, Al Jazeera Zum ArtikelParallel zum iranischen Gesprächsabbruch hat Trump laut Euronews und CNBC ein überarbeitetes Memorandum mit verschärften Bedingungen eingereicht. Die USA verlangen nun die Übergabe von 400 Kilogramm angereichertem Uran an Washington sowie den Abbau aller Urananreicherungskapazitäten bis auf eine einzige Anlage. Die Anreicherung soll für mindestens zwölf Jahre vollständig ausgesetzt werden. Irans Chefunterhändler nannte Trumps Forderungen laut Washington Post schlicht unrealistisch: Die USA stünden damit jenseits jeder Verhandlungsgrundlage.
Euronews, CNBC, AxiosIran hat formal alle indirekten Verhandlungen mit den USA abgebrochen und droht nun mit der simultanen Sperrung von Hormus und Bab al-Mandab. Die Doppelblockade würde täglich rund 26 Millionen Barrel Rohöl sowie einen Großteil des europäisch-asiatischen Containerverkehrs abschneiden. Brent-Rohöl stieg auf rund 97 Dollar, ein Plus von knapp sieben Prozent. Trumps Reaktion war widersprüchlich: auf NBC News "Genug geredet", auf Truth Social "Gespräche laufen in rasantem Tempo". Der G7-Gipfel in Évian-les-Bains am 15. bis 17. Juni ist nun der nächste diplomatische Ankerpunkt.
Euronews, Berliner Zeitung, Middle East Eye Zum ArtikelTrump widersprach dem iranischen Gesprächsabbruch auf Truth Social und behauptete, Gespräche liefen in rapidem Tempo weiter, während Teheran das Gegenteil erklärt hatte. Netanyahu ignorierte Trumps Forderung nach einem Angriffsstopp und weitete die Libanon-Offensive aus. Israelische Streitkräfte überquerten erstmals seit 2006 den Litani-Fluss. Der Ölpreis schloss mit WTI bei 92,16 Dollar (plus 5,5 Prozent) und Brent bei 94,98 Dollar (plus 4,5 Prozent).
NBC News: Iran suspends talks, Al Jazeera: Israel expands Lebanon invasion, CNBC: Ölpreis HormusIran hat am 1. Juni alle indirekten Verhandlungen mit den USA abgebrochen. Begründung laut Tasnim: israelische Angriffe auf den Libanon. In der Nacht zuvor hatte die IRGC ballistische Raketen auf Ali Al-Salem in Kuwait abgefeuert, einem Stützpunkt mit US-Streitkräften. Kuwait fing die Raketen ab, Trümmer trafen die Basis, mehrere Personen wurden leicht verletzt. Zwei MQ-9-Drohnen wurden beschädigt oder zerstört. Das ausgehandelte 60-Tage-Memorandum zur Verlängerung der Waffenruhe ist damit gegenstandslos. Iran drohte mit vollständiger Hormusblockade, der Ölpreis stieg auf 94,50 Dollar.
Al Jazeera: IRGC retaliatory strike, T-Online: Iran setzt Verhandlungen aus, ZDF: Iran-Krieg Liveblog Zum ArtikelParlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der Teherans Delegation in Doha geführt hat, sagte am 29. Mai öffentlich: „Iran gewinnt Zugeständnisse nicht durch Gespräche, sondern durch Raketen.“ Die Aussage ist kein formaler Verhandlungsabbruch, aber ein innenpolitisches Signal für die Stimmung unter Teherans Hardlinern. Teheran hat zudem den Stopp israelischer Angriffe auf den Libanon zur zusätzlichen Vorbedingung für einen Deal erklärt. US-Verteidigungsminister Hegseth bekräftigte, die USA seien noch stärker militärisch positioniert als zu Kriegsbeginn. Irans Antwort auf Trumps überarbeiteten Verhandlungstext wird bis spätestens 3. Juni erwartet.
InvestingLive: Ghalibaf – Raketen statt Gespräche, Al Jazeera: Israel intensiviert Angriffe auf Südlibanon, YourNews: Hegseth warnt vor militärischer Option Zum ArtikelAm 29. Mai feuerte das US-Militär erstmals in diesem Konflikt eine Hellfire-Rakete gegen ein ziviles Handelsschiff. Die Gambia-flagge M/V Lian Star ignorierte nach CENTCOM-Angaben mehr als 20 Warnungen und setzte trotzdem Kurs auf einen gesperrten iranischen Hafen. Eine Rakete traf den Maschinenraum und legte das Schiff lahm; es ist das sechste Handelsschiff seit Beginn der Blockade am 13. April, das kampfunfähig gemacht wurde. 116 weitere Schiffe wurden an der Einfahrt in iranische Häfen gehindert. Opfer wurden nicht gemeldet.
Stars and Stripes: US forces disable ship in Gulf of Oman, Euronews: US struck commercial ship breaching blockade, The Hill: CENTCOM disables ship violating Iran blockade Zum ArtikelIn der Nacht auf Sonntag haben US-Streitkräfte erneut iranische Ziele angegriffen. Irans Staatsfernsehen meldete Vergeltungsschläge auf einen US-Militärstützpunkt. Revolutionsgarden feuerten Warnschüsse auf einen weiteren Öltanker in der Hormusstraße. Seit dem 25. Mai haben USA und Iran mindestens fünf Angriffszyklen ausgetauscht, während das fertiggestellte 60-Tage-Memorandum auf Trumps Unterschrift wartet. Die Waffenruhe vom 8. April war nie schriftlich fixiert worden.
Deutschlandfunk: USA greifen erneut Ziele im Iran an, tagesschau: Iran neue Angriffe, ZDF: USA erneuter Angriff Iran Zum ArtikelUS-Präsident Donald Trump bedrohte am 27. Mai das Sultanat Oman mit Bombardierung, weil Iran angeblich mit Oman über ein gemeinsames Verwaltungssystem für die Straße von Hormus verhandelt hatte. Trump sagte wörtlich: "Das sind internationale Gewässer, und Oman wird sich verhalten wie alle anderen, oder wir müssen sie in die Luft jagen." Das Außenministerium bestätigte den Wortlaut offiziell. Oman dementierte Gespräche mit Iran. US-Finanzminister Bessent drohte Oman zusätzlich mit Sanktionen. Parallel warnte Senator Mark Kelly, die US-Munitionsvorräte seien schockierend niedrig, ein Nachschub brauche Jahre. Drei Monate nach Kriegsbeginn am 28. Februar liegt ein fertiger Friedensentwurf bereit, den Trump nicht unterzeichnet.
TIME: Trump Threatens to Blow Up Oman, Al Jazeera: Trump appears to threaten Oman, Washington Times: Senator Kelly warnt vor Munitionsmangel Zum ArtikelIranische Revolutionsgarden stoppten in der Nacht auf Samstag einen US-Öltanker in der Straße von Hormus mit Warnschüssen und zwangen vier Schiffe zur Umkehr. US-Streitkräfte schossen vier iranische Drohnen ab und zerstörten eine Drohnenkontrollstation am Stadtrand von Bandar Abbas. Iran schlug mit einem Vergeltungsangriff auf einen US-Stützpunkt zurück. Parallel wurde bekannt, dass Trumps 'Board of Peace' trotz 17 Milliarden Dollar an Zusagen keinen einzigen Dollar auf dem offiziellen Weltbank-Konto erhalten hat.
NBC News: USA und Iran tauschen Schläge aus, Cryptobriefing: IRGC stoppt US-Tanker, Middle East Monitor: Board of Peace ohne Einzahlungen Zum ArtikelTrumps Situation-Room-Treffen endete am 29. Mai ohne Entscheidung. Gleichzeitig tobt ein öffentlicher Streit über den Deal-Entwurf: Trump fordert Hormus ohne Zölle und einen schriftlichen Atomwaffenverzicht als Vorabverpflichtungen, Iran sagt, diese Klauseln existieren im ausgehandelten Memorandum nicht. Irans Außenamtssprecher Baghaei nannte Trumps Atomwaffen-Vorwurf 'grundlos'. Am 27. Mai hatte Trump im Kabinett klargestellt, er lasse sich durch die Midterm-Wahlen nicht unter Zeitdruck setzen: 'Mich interessieren die Midterms nicht.'
CNN: Situation Room meeting, ABC News: Trump on midterms Zum ArtikelDer Brent-Rohölpreis fiel am 29. Mai auf 91,37 Dollar pro Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Hormus-Konflikts Anfang März. Im Laufe des Mai verlor Brent 17 Prozent, der größte monatliche Rückgang seit 2020. Die Märkte preisen zunehmend eine baldige Einigung ein. Gleichwohl hat Präsident Trump das fertiggestellte 60-Tage-Memorandum bis Freitagabend nicht unterzeichnet. Knapp 230 Tanker warten weiterhin im Persischen Golf auf Einlass in die Hormusstraße.
Fortune: Oil prices May 29, Axios: US-Iran deal pending Trump approvalDonald Trump hat sich am Freitagnachmittag ins Situation Room zurückgezogen, um über das 60-Tage-Memorandum mit Iran zu entscheiden. Das Abkommen liegt nach Angaben von Bloomberg, CNN und Al Jazeera unterschriftsbereit vor: Iran öffnet Hormus, die USA geben 12 Milliarden Dollar frei. Zur gleichen Zeit hat Irans Oberster Führer Mojtaba Chamenei nach fast 80 Tagen öffentlichem Schweigen erstmals gesprochen und erklärt, die Region werde kein Schutzschild mehr für amerikanische Militärbasen sein. US-Vizepräsident Vance bezeichnete die Unterzeichnung zuletzt als "noch zu entscheiden" und nannte nur "wenige Formulierungsfragen" als offen.
CNN (29. Mai), Bloomberg, Euronews (Chamenei) Zum ArtikelUS-Vizepräsident JD Vance sagte gegenüber Reportern, die USA seien bei den Gesprächen mit Iran "sehr nah, aber noch nicht dort". Als entscheidenden offenen Punkt nannte er das iranische Lager hochangereicherter Kernmaterial und die Frage, ob Iran seine Urananreicherung dauerhaft aufgibt. Iran dementiert jede Einigung als "inkorrekt" und bestätigt keine Unterschriftsbereitschaft. Beide Seiten führten seit Donnerstagnacht erneut Kampfhandlungen durch.
Al Jazeera, AxiosBloomberg berichtet, dass US-amerikanische und iranische Unterhändler ein 60-tägiges Memorandum of Understanding formal vereinbart haben. Das Abkommen sieht die Öffnung der Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener Vermögen und die Einleitung von Atomgesprächen vor. Trumps formale Unterschrift und eine offizielle Bestätigung durch die iranische Führung stehen noch aus. Das Weiße Haus hatte iranische Medienberichte zum Deal zuvor als "komplette Erfindung" bezeichnet; Bloomberg beruft sich auf US-Behördenquellen.
Bloomberg, Washington Post, EuronewsTrump bat die Vermittler, ihm "ein paar Tage" Bedenkzeit zu lassen, nachdem er über den fertigen Vertragsentwurf unterrichtet worden war. US-Behördenvertreter berichten gegenüber Axios, dass irans Unterhändler bereits grünes Licht auf ihrer Seite hatten und unterschriftsbereit waren. Der Vertragsentwurf enthält laut Axios neben der Verhandlungszusage über das Atomprogramm auch eine explizite iranische Verpflichtung, keine Atomwaffe anzustreben. Am Mittwoch beschoss die Revolutionsgarde einen US-Tanker in der Straße von Hormus, der den iranischen Kontrollkanal ignoriert hatte; das US-Militär schoss vier IRGC-Drohnen ab.
Axios, Euronews Zum ArtikelUS-amerikanische und iranische Unterhändler haben sich auf einen fertigen Textentwurf für einen 60-tägigen Waffenstillstand geeinigt. Das Memorandum sieht vor: sofortige Hormusöffnung nach Unterzeichnung, Räumung der iranischen Seeminen, Freigabe von 12 Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Gelder durch die USA sowie die Aufhebung der US-Seeblockade. Irans Atomprogramm ist im Entwurf nicht geregelt, nur ein Verhandlungsversprechen. Trump hat bis Redaktionsschluss nicht unterschrieben. In der Nacht auf Donnerstag beschossen beide Seiten sich erneut.
Bloomberg, ABC News, Euronews Zum ArtikelUS-Streitkräfte haben am 28. Mai eine iranische Drohnenabschussanlage nahe Bandar Abbas zerstört und vier iranische Drohnen abgefangen, die auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus zielten. Das ist der zweite US-Angriff auf Bandar Abbas innerhalb einer Woche. Die Revolutionsgarde bestätigte kurz darauf einen Vergeltungsangriff auf eine US-Luftwaffenbasis in Kuwait gegen 01:50 Uhr GMT; Kuwaits Luftabwehr fing die Raketen und Drohnen ab. Parallel meldeten CBS News und Washington Times, dass USA und Iran eine vorläufige Einigung auf eine 60-tägige Waffenstillstandsverlängerung erzielt hätten, die auch Atomverhandlungen einschließt und den freien Schiffsverkehr durch die Meerenge vorsieht. Die Einigung bedarf noch Trumps Zustimmung.
Bloomberg, Washington Times, Al Jazeera, WION News (IRGC Kuwait)Nach US-Schlägen auf iranische Schnellboote und eine Raketenstellung bei Bandar Abbas (25.–27. Mai) feuerte die Islamische Revolutionsgarde am 28. Mai eine ballistische Rakete auf kuwaitisches Territorium. Kuwaits Luftabwehr fing die Rakete ab. Das US Central Command nannte den Angriff einen 'eklatanten Waffenstillstandsverstoß'. Kuwait verurteilte ihn als 'gefährliche Eskalation' und behält sich alle notwendigen Maßnahmen vor. Trump erklärte im Kabinett, Iran verhandle 'auf Reserve' und er lasse sich nicht zu einem hastigen Abkommen drängen. Vier Tage zuvor hatte Trump den Friedensdeal als 'weitgehend verhandelt' bezeichnet.
CNN (28. Mai), Iran International, NPR Trump Kabinett Zum ArtikelAuf einer Kabinettssitzung am Mittwoch drohte Trump dem Sultanat Oman mit militärischer Gewalt. Auslöser war ein Bericht des iranischen Staatsfernsehens, wonach ein MOU zwischen Iran und Oman die gemeinsame Kontrolle über die Straße von Hormus vorsehe. Trump sagte wörtlich: "Oman will behave just like everybody else, or we will have to blow them up." Das Weiße Haus bezeichnete den iranischen Bericht als "vollständige Erfindung". Oman ist seit über 50 Jahren strategischer Partner der USA und hatte als Vermittler zwischen Washington und Teheran eine Schlüsselrolle gespielt. Einen Tag später warnte US-Finanzminister Scott Bessent Oman, die USA würden jeden "aggressiv ins Visier nehmen", der an Gebührensystemen für die Durchfahrt durch den Hormus beteiligt sei.
Al Jazeera – Trump threatens Oman, Time – Trump threatens Oman, CNBC – Bessent Oman warningIrans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi sind am Montag in Doha eingetroffen und verhandeln dort mit Katars Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani. Das diskutierte Abkommen sieht laut Washington Post und Jerusalem Post eine 60-tägige Waffenruhe-Verlängerung vor, ältere Entwürfe hatten 30 Tage vorgesehen. Rubio bezeichnete die Gespräche als „work in progress“ und schloss eine Einigung noch am Montag nicht aus. Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei warnte, niemand könne behaupten, dass eine Einigung unmittelbar bevorstehe. Unterzeichnet ist bis Montagnachmittag nichts.
Washington Post, CNN Live Updates May 25, NBC News: Iran deal update Zum ArtikelDas US-Sicherheitskabinett trat am 20. Mai zusammen, beschloss aber keinen Militärschlag gegen Iran. Operation 'Project Freedom', die ab dem 4. Mai US-Marineschiffe zum Geleit festsitzender Handelsschiffe einsetzte, wurde nach einem Tag ausgesetzt, um den Verhandlungsraum nicht zu gefährden. Außenminister Rubio signalisierte am 23. Mai eine Einigung in Stunden — Trump bremste ihn tags darauf auf Truth Social: Die Zeit sei auf US-Seite, man solle nichts überstürzen. Brent-Rohöl notiert bei rund 99 US-Dollar, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Höchstständen der Eskalationsphase.
TIME: Trump pauses Project Freedom, t-online: Rubio stellt Einigung in Aussicht Zum ArtikelTrump hat seinen Unterhändlern ausgerichtet, den Iran-Deal nicht zu überstürzen. 'Die Zeit ist auf unserer Seite', schrieb er auf Truth Social, sechs Stunden nachdem Außenminister Rubio gute Nachrichten 'in den nächsten Stunden' versprochen hatte. Ein ranghoher US-Regierungsvertreter bestätigte NBC News, das Abkommen werde nicht heute unterzeichnet. Die drei offenen Streitpunkte: Reihenfolge der Sanktionserleichterungen, militärische Kontrolle der Meerenge und Sequenz der Atomgespräche. Iran meldete unterdessen 35 Schiffsdurchfahrten in 24 Stunden über seine Hormuz-Transitbehörde; unabhängige Kpler-Daten lagen in früheren Fällen erheblich darunter.
NBC News, CNBC Zum ArtikelRubios Prognose 'gute Nachrichten in Stunden' ist bis Sonntagabend unerfüllt geblieben. Die iranische Staatsagentur Tasnim meldete, Differenzen bei ein oder zwei Klauseln des Memorandums bestünden weiterhin. Im Kern streiten USA und Iran über drei Punkte: die Reihenfolge von Hormuzöffnung und Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen, den Umfang von Irans aufzugebenden Kontrollansprüchen über die Meerenge und die Sequenzierung von Atomverhandlungen. Die Gespräche laufen weiter; eine Unterzeichnung noch am Sonntag gilt als unwahrscheinlich.
CNN Liveblog: Iran-US-Verhandlungen 24. Mai Zum ArtikelUS-Außenminister Marco Rubio sagte am Sonntag, die Welt werde vielleicht in den nächsten Stunden gute Nachrichten hören über den Stand der Iran-Verhandlungen. Es ist das konkreteste öffentliche Zeitversprechen seit Beginn der Verhandlungen. Teheran arbeitet nach eigenen Angaben an der Finalisierung eines Memorandum of Understanding mit den USA. Als Bedingung fordert Iran die Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen. Ob Washington darüber zu verhandeln bereit ist, blieb bis Sonntagmittag offen.
Times of Israel, Al Jazeera Zum ArtikelDie Hormusblockade trifft rund 20.000 Seeleute direkt: Die Vereinten Nationen warnen vor einer beispiellosen Krise in der zivilen Seefahrt, weil tausende Besatzungsmitglieder auf festgesetzten Schiffen im Persischen Golf keine Ausreisegenehmigung erhalten. Die Europäische Union beziffert die wirtschaftlichen Folgen auf 13 Milliarden Euro Zusatzausgaben für Brennstoffimporte, verursacht durch Gaspreiserhöhungen von 70 Prozent und Ölpreiserhöhungen von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
NPR, Euronews Zum ArtikelTrump erklärte am Freitagabend, ein Abkommen mit Iran zur Beendigung des Krieges sei 'weitgehend verhandelt, vorbehaltlich der Finalisierung', und kündigte eine baldige Bekanntgabe an. Das Framework sieht eine 60-tägige Waffenstillstandsverlängerung mit schrittweiser Freigabe der Straße von Hormus vor sowie Sanktionserleichterungen für iranischen Ölverkauf. Iran-Außenminister Araghtschi nannte eine Einigung 'durchaus möglich', die staatliche Nachrichtenagentur Fars widersprach Trumps Darstellung als 'unvollständig und nicht vereinbar mit der Realität'. Revolutionsführer Khamenei hat sich nicht geäußert. Bloomberg schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung auf 50 Prozent.
Bloomberg, Axios, NBC News Zum ArtikelTrump sagte kurzfristig die geplante Reise seiner Unterhändler Witkoff und Kushner nach Islamabad ab. Araghtschi hatte zuvor in Pakistan mit Premier Sharif und Armeechef Munir verhandelt, nannte den Besuch sehr fruchtbar, warf den USA aber überzogene Forderungen vor. Nach einem Kurzbesuch in Oman kehrte er nach Islamabad zurück und reiste anschließend nach Sankt Petersburg, wo Putin ihn empfing. Die zwei ungelösten Streitpunkte: dauerhafter iranischer Einfluss auf die Hormusstraße und die Länge eines Moratoriums auf Urananreicherung.
Berliner Zeitung, CNBC Zum ArtikelKatar hat am 22. Mai erstmals ein eigenes Verhandlungsteam nach Teheran entsandt. Bislang hatte Pakistan die Hauptvermittlerrolle übernommen. Katars Ansatz sieht vor, zunächst ein Memorandum of Understanding zur Hormusstraße zu unterzeichnen, das anschließend 30-tägige Gespräche über Irans Atomprogramm einleitet. Bemerkenswert: Katar tritt als Vermittler auf, obwohl iranische Angriffe zuvor 17 Prozent der Gasverflüssigungskapazität von Ras Laffan zerstört hatten. Eine offizielle Einigung lag bis Freitagabend nicht vor.
Irish Times: Qatar sends mediators to Tehran, Times of Israel: Qatari team in Tehran to help secure US-Iran dealPakistan meldete am 21. Mai, ein Waffenstillstandsentwurf zwischen USA und Iran sei durch Islamabads Vermittlung finalisiert worden. Die Kernelemente: sofortiger Waffenstillstand, gemeinsamer Überwachungsmechanismus und schrittweise Sanktionserleichterungen bei Einhaltung. Weder Washington noch Teheran bestätigten das Abkommen offiziell. Parallel konfrontierte US-Außenminister Rubio beim NATO-Treffen in Helsingborg die Verbündeten öffentlich und nannte Spaniens Verweigerung der Stützpunkte Rota und Morón für Iran-Operationen skandalös.
Al Arabiya, US News / Reuters Zum ArtikelTulsi Gabbard, Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes der USA, hat am 22. Mai ihren Rücktritt zum 30. Juni 2026 angekündigt. Als Grund nannte sie die Diagnose einer seltenen Knochenkrebserkrankung ihres Mannes Abraham. Sie ist die vierte Kabinettsministerin, die während Trumps zweiter Amtszeit ausscheidet. Als Leiterin des US-Geheimdienstapparats war Gabbard direkt in die Lageanalyse zum Iran-Konflikt eingebunden. Die Führung übernimmt übergangsweise Stellvertreter Aaron Lukas.
Spiegel Ausland, ZDF heuteTrump hatte für den 20. Mai einen Angriff auf Iran vorbereitet und ihn auf Bitten der Golfstaaten verschoben. Stattdessen gab er Teheran ein Ultimatum von zwei bis drei Tagen für eine Einigung und übermittelte einen amerikanischen Gegenvorschlag, dessen Inhalt nicht öffentlich ist. Iran überprüft den Vorschlag, ohne Inhalte oder Zeitrahmen zu nennen. Irans Schlüsselfigur in den Verhandlungen ist laut Washington Post General Ahmad Vahidi, ein Hardliner, der Konzessionen bei Raketenprogramm und Hormus-Kontrolle als strategische Selbstbeschädigung ablehnt. Pakistan vermittelt weiterhin.
Al Jazeera Liveblog, Washington Post Zum ArtikelSPD-Finanzpolitiker Lars Klingbeil warnte im ZDF, der Iran-Konflikt werde die deutsche und globale Wirtschaft dauerhaft belasten, falls die Hormus-Blockade anhält. Die G7-Länder haben in den vergangenen Wochen über 400 Millionen Barrel aus strategischen Ölreserven freigegeben, die größte koordinierte Reservefreigabe aller Zeiten. Der Brent-Preis liegt trotzdem bei rund 108 Dollar pro Barrel. Die normale Durchflussmenge durch Hormus lag vor der Blockade bei rund 20 Millionen Barrel täglich, derzeit passieren nur rund 800.000 Barrel die Meerenge.
ZDF Heute: Klingbeil warnt vor Folgen, finanznachrichten.de: G7 zu Iran-Krieg und WelthandelIran hat den USA einen Verhandlungsplan vorgelegt, der die vollständige Aufhebung aller Sanktionen, Zahlung von Kriegsreparationen und iranische Souveränität über die Hormusstraße zur Vorbedingung macht. US-Präsident Trump bezeichnete ihn als "totally unacceptable" und bemängelte, Iran habe keine Zusage gemacht, auf Atomwaffen zu verzichten. Die seit dem 8. April geltende Waffenruhe ist nach Trumps Einschätzung auf "massive life support". Als nächster diplomatischer Termin gilt der G7-Gipfel in Évian vom 15. bis 17. Juni, für den die Finanzminister einen Aktionsplan vorlegen sollen.
NBC News, Handelsblatt Zum ArtikelGastgeber Roland Lescure bezifferte am zweiten Gipfeltag die humanitäre Dimension des Hormus-Konflikts konkret: Falls die Blockade nicht aufgehoben werde, könnten 50 Millionen Menschen in Kürze von einer Lebensmittelkrise betroffen sein. Als Hauptursache nannte Lescure den Ausfall der Düngemittellieferketten, da rund ein Drittel der weltweit gehandelten Grunddünger die Straße von Hormus passiert. Abschließend forderte Lescure eine permanente Lösung des Konflikts und die sofortige Wiedereröffnung der Meerenge.
swissinfo: G7 drängt auf Öffnung der Straße von Hormus Zum ArtikelBritische Außenministerin Yvette Cooper warnte in London, die Welt riskiere, „schlafwandelnd in eine globale Nahrungsmittelkrise zu schlittern“. Die Blockade habe den Handel mit Düngemitteln und Heizöl weitgehend zum Erliegen gebracht, der Globale Süden trage den höchsten Preis. Erstmals gibt es Berichte über eine selektive Öffnung der Meerenge: Iran erlaubte chinesischen Schiffen die Passage. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi, Hormus sei „nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen.“ Eine vollständige Öffnung für alle Schiffe mache Iran vom Ende des Krieges abhängig.
onvista: Britische Ministerin warnt vor Hungerkrise, Handelsblatt: Chinesische Schiffe dürfen passieren Zum ArtikelDie G7-Finanzminister forderten in Paris in einem gemeinsamen Kommuniqué einen sofortigen freien Transit durch die Straße von Hormus. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nannte den Iran-Krieg eine ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft. US-Finanzminister Scott Bessent forderte die Partner auf, Irans globale Finanzierungsnetzwerke aktiv zu zerschlagen. Bis zum G7-Gipfel in Évian vom 15. bis 17. Juni soll ein konkreter Aktionsplan vorgelegt werden. Statt der normalen 20 Millionen Barrel täglich passieren derzeit nur rund 800.000 Barrel die Meerenge.
ZDF, finanzen.net Zum ArtikelDeutschland entsendet Ende Juni eine Patriot-Flugabwehreinheit mit rund 150 Bundeswehrsoldaten in die Türkei. Die bis September befristete NATO-Mission stärkt die Südostflanke des Bündnisses, die durch den Iran-Konflikt unter Druck steht. Kanzler Friedrich Merz forderte Teheran auf, den Dialog mit Washington ernsthaft fortzuführen: Iran dürfe die Welt nicht länger zur Geisel nehmen. Das ifo-Institut meldete für April den Geschäftsklimaindex bei 84,4 Punkten, dem tiefsten Stand seit Mai 2020. Als Hauptursache nennt das Institut den Energiepreisschock durch die anhaltende Hormussperrung.
Berliner Zeitung: Bundeswehr verlegt Patriot in Türkei, ifo Institut: Geschäftsklimaindex gesunken April 2026 Zum ArtikelDer Brent-Rohölpreis stieg in dieser Woche auf bis zu 111 Dollar und liegt aktuell bei rund 108 Dollar pro Barrel, dem höchsten Stand seit Jahresbeginn. Die Hormussperrung verursacht tägliche Förderausfälle von rund 10,5 Millionen Barrel, knapp 10 Prozent des globalen Tagesbedarfs. JPMorgan warnte, Brent könne kurzfristig auf 120 bis 130 Dollar klettern, falls der Konflikt anhält; bei dauerhafter Blockade hält das Institut sogar ein Überschießen auf 150 Dollar für möglich. Trump hatte am 11. Mai erklärt, der Waffenstillstand hänge am seidenen Faden. Seitdem sind keine Verhandlungsfortschritte bekannt.
OilPrice.com, CNBC, finanzen.netIrans Außenminister Abbas Araghtschi übergab am Montag in Islamabad einen schriftlichen Gegenvorschlag auf das US-Fünf-Punkte-Papier, das die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner übermittelt hatten. Teheran bezeichnet das Dokument als Absichtserklärung für Frieden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Trump einen für Dienstagnacht geplanten Militärangriff auf iranisches Staatsgebiet auf Drängen Saudi-Arabiens, Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate ausgesetzt hat. Das US-Militär bleibt in Vollkampfbereitschaft; Trump verhängte neue Sanktionen gegen zwölf IRGC-nahe Personen und Unternehmen.
Tagesspiegel, Euronews Zum ArtikelDie am 5. Mai gegründete Persian Gulf Strait Authority (PGSA) Irans hat ihren Betrieb formalisiert. Reedereien müssen Durchfahrtsanträge per E-Mail einreichen und Eigentümer-, Versicherungs-, Besatzungs- und Frachtdaten offenlegen, bevor eine Genehmigung ausgestellt wird. Berichten zufolge werden Gebühren von bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Schiff erhoben, zahlbar in chinesischem Yuan. Ein offizieller Tarif ist noch nicht veröffentlicht; Iran kündigte am 16. Mai an, ihn demnächst vollständig bekanntzugeben. Das US-Finanzministerium warnte bereits am 1. Mai, dass Zahlungen an iranische Behörden für Hormus-Durchfahrten US-Sanktionen auslösen können.
Euronews, Maritime ExecutiveTrotz der Einigung beim Trump-Xi-Gipfel, dass die Straße von Hormus offenbleiben müsse, setzten sich Schiffsangriffe fort. Am 14. Mai wurde ein Schiff 70 Kilometer nordöstlich von Fujairah (VAE) von bewaffneten Personen geentert und in Richtung Iran gebracht. Am 15. Mai versenkten Raketen oder Drohnen einen indischen Frachter vor der Küste Omans, der Vieh transportierte. Alle 14 Besatzungsmitglieder wurden von der omanischen Küstenwache gerettet. Chinas Sonderabkommen für eigene Schiffe hat die Gefahr für andere Handelsschiffe an der Meerenge nicht verringert.
PBS News: Schiff beschlagnahmt, weiteres versenkt, Times of Israel: Schiff in Richtung Iran gebracht Zum ArtikelAm Sonntag traf eine Drohne den äußeren Bereich des Kernkraftwerks Barakah in Abu Dhabi. Zwei Drohnen wurden abgeschossen, eine dritte traf einen Generator und versetzt einen Reaktor kurzzeitig auf Notstrom. Die IAEA sprach von Grave Concern, niemand bekannte sich. Stunden nach dem Angriff postete Donald Trump auf Truth Social: For Iran, the Clock is Ticking, and there won't be anything left of them. Der Umschwung kommt 24 Stunden nach Trumps Aussage auf der Nahostreise, die USA und Iran seien nah dran, vielleicht einen Deal zu machen. Für Dienstag hat Trump ein Situation-Room-Treffen über militärische Optionen angesetzt.
Al Jazeera: Drone strike UAE Barakah nuclear plant, CNBC: Trump warns Iran nothing left, tagesschau: Trump droht Iran Zum ArtikelIran hat erstmals Details zu den Verletzungen von Oberstem Führer Modschtaba Chamenei bestätigt: Kniescheibe, Rücken und ein Schnitt hinter dem Ohr. Westliche Geheimdienste beschreiben schwerwiegendere Verletzungen; US-Sicherheitsberater Waltz nannte Chamenei 'schwer verletzt' und 'im Versteck'. Seit März hat er keine öffentliche Veranstaltung mehr besucht. Das Regime setzt derweil ausländische Shia-Milizen aus dem Irak und Pakistan ein, um Teheran zu sichern, weil die eigenen Sicherheitskräfte nach Monaten Doppeleinsatz erschöpft sind.
Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau Zum ArtikelDie Marine der Revolutionsgarden (IRGC Navy) warnte am Freitag explizit: Sollten die USA erneut iranische Öltanker angreifen, werde Iran mit einem schweren Gegenschlag auf US-Basen und feindliche Schiffe in der Region antworten. Parallel drohte Teheran den Golfstaaten mit einer dauerhaften Schließung der Straße von Hormuz, falls sie US-Sicherheitsoperationen im Golf unterstützen sollten. Die Waffenruhe gilt formal weiterhin, wird aber durch sich häufende Drohungen auf beiden Seiten belastet. Experten bewerten die Lage als maximal fragil.
PBS Newshour: Fragile Iran ceasefire holds as Iran warns USA on tankers, Deutschlandfunk: Iran warnt USA vor Angriffen auf Öltanker Zum ArtikelTrumps viertägige Reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate endete mit ungewohnter Zuversicht in Richtung Teheran. Der US-Präsident erklärte in Riad, die USA und Iran seien 'nah dran, vielleicht einen Deal zu machen', und forderte Katar auf, seinen Einfluss bei Teheran geltend zu machen. Das steht im Kontrast zu seiner Aussage vom 11. Mai, als er Irans 14-Punkte-Plan als 'völlig inakzeptabel' abgelehnt hatte. Gleichzeitig erhöhte der Kongress den Druck: 52 Senatoren und 177 Abgeordnete schrieben am 14. Mai einen Brief, in dem sie jede Vereinbarung ablehnen, die Irans Urananreicherung auch nur teilweise erlaubt. Das 30-Tage-Fenster aus Irans Plan ist damit ohne Einigung verstrichen.
PBS NewsHour (Trump Nahost-Reise, Deal-Signale), Wikipedia (Iran-USA-Verhandlungen 2025-26) Zum ArtikelDas 30-Tage-Memorandum, das nach den USA-Iran-Verhandlungen vom 9. Mai als Grundlage für eine Hormusöffnung dienen sollte, ist bis zum 15. Mai nicht unterzeichnet worden. Trump hatte das iranische Angebot am 11. Mai öffentlich als nicht akzeptabel bezeichnet. Kern des Streits ist die Urananreicherung: Die USA fordern ein 20-jähriges Einfrieren, Iran bietet fünf Jahre an. Eine weitere Verhandlungsrunde soll im US State Department in Washington stattfinden. Solange kein Abkommen steht, bleibt die Blockade faktisch bestehen.
Euronews, TAZNeue Auswertungen zeigen das Ausmaß der Hormusstörung: Im April 2026 passierten nur 191 Schiffe die Straße, verglichen mit rund 3.000 vor Kriegsbeginn, ein Einbruch um mehr als 93 Prozent. Iran kassierte in der Phase seiner Transitkontrolle bis zu zwei Millionen Dollar pro Schiff, zahlbar in chinesischer Währung oder Kryptowährung. Eine neue Behörde, die Persian Gulf Strait Authority, soll das Gebührensystem dauerhaft institutionalisieren. Die Zahlen belegen: Der 500-Kilometer-Halbmond funktioniert als Mautsystem für 20 Prozent des globalen Ölhandels.
Wikipedia – 2026 Strait of Hormuz crisis, Washington Times Zum ArtikelAm 12. Mai unterzeichneten Deutschland und 37 weitere Nationen eine gemeinsame Erklärung für eine multinationale Sicherheitsmission in der Straße von Hormus. Kanzler Merz konkretisierte den deutschen Beitrag: zwei Minensuchboote (je 42 Soldaten), das Versorgungsschiff Mosel und zwei P-8-Poseidon-Aufklärungsflugzeuge. Das Minenjagdboot Fulda befindet sich bereits im Mittelmeer und hat NATO-Minenräumungsaufgaben übernommen. Ein Bundestag-Mandat für den eigentlichen Einsatz folgt erst nach einem dauerhaften Ende der Kampfhandlungen.
UK Government, t-online Zum ArtikelNach einer dritten Verhandlungsrunde in Washington verlängerten Israel und der Libanon ihre Waffenruhe am 15. Mai um 45 Tage. Am 29. Mai werden Militärvertreter beider Seiten erstmals in einem Sicherheitsdialog im Pentagon zusammenkommen. Politische Gespräche sind für den 2. und 3. Juni geplant. Trotz der Verlängerung wurde die Waffenruhe von Medien als porös beschrieben: Seit dem 16. April wurden 657 Menschen getötet, der 14. Mai war mit 105 Hisbollah-Angriffswellen der intensivste Kampftag seit Kriegsbeginn.
Bloomberg, Times of Israel Zum ArtikelNach seiner Rückkehr aus Peking erklärte Trump am 15. Mai, er verliere die Geduld mit dem Iran. Teheran müsse bald einen Deal schließen. Xi Jinping hatte beim Gipfel angeboten, beim Ende des Kriegs helfen zu wollen. Konkrete Vereinbarungen kamen nicht zustande: Beobachter mehrerer Medien sahen wenig handfeste Fortschritte in der Irankrise. Der Rohölpreis stieg nach Trumps Aussagen um mehr als ein Prozent.
Detroit News, CNBCKuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neue Drohnenangriffe, die auf iranische Drohnen zurückgeführt werden. Kuwait entdeckte mehrere feindliche Drohnen; die VAE wehrten zwei ab. Es ist das erste Mal seit Beginn des Hormuskonflikts, dass Golfstaaten außerhalb der Meerenge direkt von iranischen Drohnen getroffen worden sind. Teheran hat sich zu den Angriffen nicht geäußert. Parallel dazu zeigt eine DIHK-Blitzumfrage, dass 87 Prozent der deutschen Industrieunternehmen direkte Lieferkettenfolgen durch den Hormuskonflikt melden.
Abendzeitung München: Kuwait und Emirate Drohnen, T-Online: Kuwaitische DrohnenXi Jinping hat Trump beim Pekinger Gipfel versichert, China werde Iran kein militärisches Gerät liefern. Trump nannte das eine große Aussage. Beide Seiten einigten sich darauf, dass die Straße von Hormus für den freien Energietransport offen bleiben muss und Iran keine Atommacht werden kann. Chinas Außenministerium erwähnte Iran und Hormus in seiner offiziellen Gipfelzusammenfassung allerdings mit keinem Wort. Das Schweigen Pekings zeigt, wie begrenzt die öffentliche Verbindlichkeit dieser Zusagen ist.
CNBC – Gipfelergebnisse, Time – Xi und Iran Zum ArtikelIran hat rund 30 chinesischen Schiffen die Passage durch die Straße von Hormus gewährt, darunter einem Supertanker mit zwei Millionen Barrel Rohöl. Die Regelung entstand auf Bitten von Chinas Außenminister und Botschafter in Teheran: Chinesische Schiffe fahren nach iranischen Managementprotokollen der Revolutionsgardenmarine, durch einen Korridor nahe der iranischen Küste, gegen Durchfahrtgebühren. US-Schiffe bleiben gesperrt. US-Finanzminister Scott Bessent räumte ein, China habe ein größeres Interesse an der Wiederöffnung als die USA selbst.
Al Jazeera, CNBC Zum ArtikelMohammad Akbarzadeh, politischer Vizekommandeur der Revolutionsgardenmarine, erklärte am 12. Mai, Iran kontrolliere nun einen 500-Kilometer-Halbmond von Jask bis zur Insel Siri. Das ist zehnmal so groß wie die traditionelle Meerenge. Schiffe auf Kurs Hormus befänden sich demnach bereits 250 Kilometer vor der Engstelle im iranischen Operationsgebiet. Die US-Eskortenoperation Project Freedom wurde nach 36 Stunden pausiert, nachdem am 8. Mai iranische Raketen den Hafen Fujairah in den VAE trafen.
US News, The War Zone Zum ArtikelTrump bezeichnete Irans 14-Punkte-Friedensplan am 13. Mai als "totally unacceptable" und räumte ein, ihn kaum gelesen zu haben. Der Plan umfasst neun Kernforderungen, darunter vollständiger Truppenabzug, Ende der Seeblockade und Aufhebung aller Sanktionen, bevor Teheran über sein Atomprogramm verhandeln will. Pakistan kämpft mit einem sogenannten Islamabad Accord um den Erhalt der Waffenruhe, während US-Unterhändler Witkoff und Kushner eine neue Gesprächsrunde vorbereiten. Parallel sucht Araghchi beim BRICS-Außenministertreffen in Neu-Delhi Rückendeckung bei China und Russland.
Al Jazeera, Deutschlandfunk Zum ArtikelDer Kuwait-Artikel vom 10. Mai wird um die VAE-Dimension ergänzt: Neben den Angriffen auf Kuwait und dem Frachtschiff vor Katar fingen am 10. Mai auch die Vereinigten Arabischen Emirate zwei iranische Drohnen ab. Damit hat Iran an einem einzigen Tag drei Golfstaaten gleichzeitig angegriffen. Ebrahim Rezaei, Sprecher des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, kündigte am selben Tag das Ende der iranischen Zurückhaltung an und drohte mit Gegenschlägen auf amerikanische Schiffe und Basen.
Times of Israel: UAE Kuwait Qatar Drohnenangriffe, Fortune: Iran Waffenruhe Drohne Katar Kuwait UAE Zum ArtikelSaudi Aramco hat im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 33,6 Milliarden Dollar ausgewiesen, 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund ist der Preisanstieg: Brent-Rohöl legte durch die Hormus-Blockade um mehr als 43 Prozent zu. Aramco profitiert dabei von seiner Ost-West-Pipeline, die es dem Konzern erlaubt, Öl über das Rote Meer zu exportieren und die blockierte Meerenge zu umgehen. Diese Pipeline läuft seit Kriegsbeginn an ihrer maximalen Kapazität von sieben Millionen Barrel pro Tag. Aramco-Chef Amin Nasser warnte trotz der Rekordzahlen vor dem 'größten Energieschock der Geschichte'.
Handelsblatt: Saudi Aramco Gewinn, CNBC: Saudi Aramco Q1 profitDer katarische LNG-Tanker Al Kharaitiyat hat die Straße von Hormus erstmals seit Kriegsbeginn erfolgreich durchquert. Der Tanker wurde Anfang Mai in Ras Laffan beladen und folgte einer von Iran genehmigten Route entlang der iranischen Küste. Frühere Durchfahrtsversuche scheiterten: Im April stoppte Iran zwei katarische LNG-Tanker ohne Angabe von Gründen. Die iranischen Angriffe auf katarische LNG-Anlagen hatten zuvor 12,8 Millionen Tonnen jährlicher Exportkapazität außer Betrieb gesetzt, rund 17 Prozent der gesamten katarischen Kapazität.
Berliner Zeitung: LNG-Tanker Hormus, n-tvKuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am 13. Mai erneute Drohnenangriffe auf ihr Territorium, trotz der formal weiterhin geltenden Waffenruhe. Kuwait registrierte feindliche Drohnen im Luftraum, die Emirate schossen nach eigenen Angaben zwei iranische Drohnen ab. Seit Kriegsbeginn Ende Februar wurden allein gegen die Emirate nach Angaben aus Sicherheitskreisen rund 550 Raketen, 30 Marschflugkörper und 2.200 Drohnen abgefeuert. Ein Frachtschiff 23 Seemeilen nordöstlich von Doha wurde von einem unbekannten Geschoss getroffen, ohne Personenschäden.
taz: Kuwait und Emirate melden Beschuss, Times of Israel: UAE Kuwait Qatar drone attacksDer IEA Oil Market Report für Mai 2026 zeigt das Ausmaß der Hormus-Krise in Zahlen: Seit Kriegsbeginn fehlen täglich 13 Millionen Barrel auf dem Weltmarkt, dreimal so viel wie beim Ölschock 1973. Die 32 IEA-Mitgliedstaaten haben 426 Millionen Barrel aus strategischen Reserven zur Freigabe koordiniert, davon sind bis Mai rund 164 Millionen Barrel tatsächlich geflossen. Brent-Rohöl kostet aktuell zwischen 97 und 107 US-Dollar pro Barrel, der TTF-Gaspreis liegt 84 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Diplomatisch blockiert: Pakistan vermittelt zwischen Iran und USA, Trumps Ablehnung von Irans 30-Tage-Plan hat die Verhandlungen zum Stillstand gebracht.
IEA Oil Market Report Mai 2026, Euronews Zum ArtikelDie IRGC-Division "Mohammad Rasulullah" hielt zwischen dem 8. und 12. Mai 2026 eine fünftägige Großmilitärübung in und um Teheran ab. Trainiert wurden Anti-Helikopter-Szenarien, Mörsereinsatz, Scharfschützen und Drohnenangriffe. Laut IRGC-Angaben richteten sich die Übungen gegen "amerikanisch-zionistische Feinde", ein Video zeigt eine Drohne, die ein Banner mit einem US-Helikopter trifft. Die Übung endete am 12. Mai, dem Tag vor Bekanntwerden des iranischen Gegenangebots zu den US-Friedensbedingungen. Brigadegeneral Hassan Hassanzadeh erklärte alle Übungsziele für erreicht.
Mehr News Agency, Tasnim NewsSieben unabhängige US-Geheimdienstquellen bestätigen laut Washington Post: Der Iran besitzt noch rund 70 Prozent seines Raketenarsenals und 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussanlagen vom Vorkriegsstand. Trump bezeichnete die Berichte als 'falsch und absurd' und wertete sie als 'praktisch Verrat'. Pentagon-Comptroller Jules Hurst bezifferte die bisherigen Kriegskosten auf 29 Milliarden Dollar. US-Verteidigungsminister Hegseth behauptet vor dem Kongress ausreichende Munitionsvorräte, CSIS schätzt den US-Munitionsverbrauch auf 50 Prozent der Bestände.
Washington Post, Al Jazeera Zum ArtikelTrump bezeichnete Irans 14-Punkte-Friedensplan als 'garbage' und 'völlig inakzeptabel'. Kern des Streits ist nicht die Atomfrage, sondern Punkt 8: Teheran fordert eine neue Kontrollstruktur für die Straße von Hormus, die Washington als Souveränitätsanspruch liest. Die Waffenruhe steht nach Trumps eigener Aussage auf 'massive life support'. IEA-Direktor Birol nannte die Krise 'die größte Bedrohung für die globale Energiesicherheit in der Geschichte'. Trump reist heute nach Peking, Verteidigungsminister aus 40 Staaten beraten eine internationale Schutzmission für die Meerenge.
Al Jazeera, CNN Zum ArtikelIrans stellvertretender Außenminister Kazem Gharibabadi hat am 11. Mai gewarnt, falls Frankreich und Großbritannien Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsenden, werde Teheran darauf mit einer unmittelbaren und entschlossenen Antwort reagieren. Frankreich hat den Flugzeugträger Charles de Gaulle in die Region verlegt, Großbritannien den Zerstörer HMS Dragon als Teil einer Defensivkoalition aus mehr als 40 Ländern. Iran argumentiert, die Meerenge gehöre nicht zu dem was Teheran als Anrainerhoheit bezeichnet. Eine UN-Mandatierung für die westliche Koalition ist bislang am russisch-chinesischen Veto im Sicherheitsrat gescheitert.
Newsweek – Iran-Warnung, Naval Today – UK DestroyerKuwait hat am 12. Mai bestätigt, am 1. Mai eine Bodeninfiltration der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) auf der Insel Bubiyan abgewehrt zu haben. Sechs bewaffnete IRGC-Angehörige landeten mit einem Fischerboot an; bei dem folgenden Schusswechsel wurde ein kuwaitischer Soldat verletzt, vier Eindringlinge festgenommen und zwei konnten fliehen. Es ist der erste bestätigte Versuch iranischer Bodentruppen, kuwaitisches Territorium zu betreten, und markiert eine neue Dimension gegenüber den reinen Drohnenangriffen der Vorwochen. Iran bestreitet staatliche Beteiligung und erklärt, das Fischerboot habe einen GPS-Ausfall erlitten.
Al JazeeraIrans Parlamentssprecher Ghalibaf nannte am 12. Mai konkrete Bedingungen für ein Kriegsende: US-Kriegsreparationen, volle Hormus-Kontrolle, vollständige Sanktionshebung und Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Trump bezeichnete das Angebot als 'dämlich' und schloss Verhandlungen auf dieser Grundlage aus. Verteidigungsminister aus 40 Staaten begannen eine Videokonferenz über eine mögliche internationale Schutzoperation in der Hormusstraße. Kuwait und mehrere Golfstaaten hatten zuvor Sicherheitsbedenken wegen iranischer Drohnenüberflüge gemeldet.
Tagesspiegel, t-online Zum ArtikelDas US-Finanzministerium verhängte Sanktionen gegen zwölf Unternehmen und Personen im IRGC-Ölnetzwerk, darunter drei leitende Beamte des Shahid Purja'fari Oil Headquarters und Firmen in Hongkong und den VAE. Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf antwortete mit einer direkten Militärdrohung: Die Streitkräfte seien auf jede Option vorbereitet und bereit für eine Vergeltungsantwort auf jeden Angriff. US-Finanzminister Bessent erklärte, die Kampagne 'Economic Fury' werde fortgesetzt.
US State Department, Iran International Zum ArtikelTrump bezeichnete die Waffenruhe mit dem Iran als klinisch tot und sprach von einer Überlebenschance von einem Prozent. Hintergrund: Der Iran hatte kurzzeitig zugestimmt, angereichertes Uran außer Landes zu schaffen, widerrief die Zusage aber mit dem Argument, der Punkt habe nicht im Papier gestanden. Trump nannte Irans Antwort dämlich. Zeitgleich hatten Kuwait, die UAE und Katar bereits am 10. Mai Drohnenangriffe iranischer Herkunft gemeldet, die jeweils abgewehrt oder eingedämmt wurden.
Tagesspiegel, T-Online, Al Jazeera Zum ArtikelGroßbritannien schickt den Zerstörer HMS Dragon als Vorausdisposition für eine mögliche multinationale Hormus-Mission in die Region. Die Royal Navy bestätigte den Auftrag am 11. Mai. London und Frankreich wollen eine multinationale Konferenz zur Schifffahrtssicherheit in der Straße von Hormus ausrichten. Irans Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi warnte, jeder Einsatz britischer, französischer oder anderer außerregionaler Kriegsschiffe werde als feindselige Eskalation behandelt und mit einer sofortigen Reaktion beantwortet.
Royal Navy, Naval TodayIsraelische Streitkräfte intensivierten am 10. und 11. Mai ihre Angriffe auf Hisbollah-Stellungen im Süden des Libanon erheblich. Die UN bezeichneten die Luftangriffe dieser Woche als die intensivsten seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 17. April. Nach Angaben libanesischer Behörden kamen dabei mindestens 39 Menschen ums Leben. Israel wirft der Hisbollah vor, iranische Waffenlieferungen entgegenzunehmen und Raketenabschussrampen in Wohngebieten aufzubauen. Die Hisbollah hat ihrerseits Drohnenangriffe auf israelisches Gebiet durchgeführt, die die israelische Luftabwehr abwehrte.
Euronews, Al JazeeraNach der Ablehnung des iranischen Atomgegenvorschlags am Morgen und dem IRGC-Beschuss dreier US-Kriegsschiffe an der Straße von Hormus vollzog Trump am Nachmittag des 11. Mai eine überraschende Kehrtwende: Er sprach von 'großen Fortschritten' bei einem neuen Verhandlungsrahmen-Dokument aus Abu Dhabi. Das sogenannte 14-Punkte-Memo, das unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate erarbeitet wird, sieht keine inhaltliche Einigung vor, sondern einen Prozessrahmen für 30 Tage strukturierte Verhandlungen. Der Iran-Atomstreit bleibt ungelöst, die Hormus-Blockade besteht weiter. Für Deutschland, dessen Gasreserven bei 26 Prozent liegen, ist das Zeitfenster bis zur Heizperiode im Oktober knapp.
ZDF heute, PBS News Hour Zum ArtikelIrans Präsident Masoud Pezeshkian antwortete auf Trumps Ablehnung des iranischen Atomgegenvorschlags: 'Wir werden uns nie unterwerfen. Wenn von Dialog oder Verhandlung die Rede ist, bedeutet das keine Kapitulation.' Außenminister Abbas Araghchi führte parallel in Islamabad Gespräche mit Pakistans Außenminister Ishaq Dar und Armeechef Asim Munir. Pakistan vermittelt weiterhin als Kanal zwischen Teheran und Washington. Araghchi bestand auf dem vollständigen Rückzug US-amerikanischer Streitkräfte als Vorbedingung jeder Einigung.
CNBC, International News & ViewsIranische Streitkräfte setzten am 11. Mai Raketen, Drohnen und Schnellboote gegen drei US-Kriegsschiffe ein, die die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman passierten. Nach US-Militärangaben wurden die Angreifer zerstört, die Schiffe blieben unbeschädigt. Iran drohte gleichzeitig mit dauerhafter Sperrung der Meerenge, durch die täglich rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert werden. Die US-Marine hatte in den Tagen zuvor mindestens zwei iranische Öltanker beschlagnahmt. Beide Seiten behaupten formal, die Waffenruhe einzuhalten.
RNZ, ZDF heute Zum ArtikelTrump hat die Abzugsdrohung über die angekündigten 5.000 Soldaten hinaus ausgeweitet und erklärte, die USA würden 'weit mehr als 5.000' Truppen aus Deutschland abziehen. Sicherheitsexperten warnen vor einer Abwehrlücke gegen russische Mittelstreckenraketen, da kurzfristig keine europäischen Systeme vergleichbarer Reichweite verfügbar sind. Merz bekräftigt, zwischen seiner Iran-Kritik und dem Abzug bestehe kein Zusammenhang. Das NATO-Außenministertreffen in Helsingborg am 21. Mai ist der erste formelle Moment zur Klärung des tatsächlichen Abzugsumfangs.
CNBC, Die Welt Zum ArtikelTrump hat Irans formellen Atomgegenvorschlag am 11. Mai auf Truth Social als 'völlig inakzeptabel' abgelehnt. Iran hatte angeboten, sein hochangereichertes Uran in ein Drittland zu überführen, bestand aber auf dem Erhalt seiner Urananreicherungsanlagen. Die USA fordern die vollständige Demontage dieser Anlagen. Teheran hatte zudem gefordert, dass auch israelische Angriffe im Libanon eingestellt werden. Die deutschen Gasreserven stehen bei 26 Prozent Füllstand, Brent-Öl bei rund 101 Dollar.
Tagesspiegel Zum ArtikelDie Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am 10. Mai, dass ihre Luftverteidigung zwei iranische Drohnen abgefangen hat. Das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi bestätigte die Abwehr ohne Verletzte oder Sachschäden. Seit Beginn des Konflikts hat die VAE-Luftverteidigung nach eigenen Angaben 551 ballistische Raketen, 29 Marschflugkörper und 2.265 Drohnen abgefangen. Am selben Tag hatte Iran Drohnenangriffe auf Kuwait durchgeführt, bei denen 16 Menschen starben.
Gulf News, The NationalIran hat am Nachmittag des 10. Mai seine formelle schriftliche Antwort auf den US-Memorandumsentwurf über Vermittler Pakistan übermittelt. Al Jazeera und der Tagesspiegel berichten übereinstimmend unter Berufung auf Quellen in beiden Delegationen. Inhaltliche Details blieben nicht öffentlich; iranische Quellen beschreiben die Antwort als konsistent mit dem 14-Punkte-Plan, der ein dauerhaftes Kriegsende als Voraussetzung für Nukleargespräche fordert. Die Trump-Administration prüft das Dokument.
Al Jazeera, Tagesspiegel Zum ArtikelIranische Drohnen trafen am Morgen des 10. Mai den Kraftstofftank des Kuwait International Airport und die US-Militärbasis Ali Salem. Vier kuwaitische Soldaten und sechs Zivilisten kamen ums Leben, über 100 Personen wurden verletzt, sechs US-Soldaten starben auf der Basis. Vor der Küste Katars stand ein Frachtschiff nach einem weiteren Drohnentreffer in Flammen. Der Angriff weitet den Krieg erstmals auf das Territorium eines Nachbarstaats aus. Stunden zuvor hatte Irans Militär die Gefechte in der Straße von Hormus für eingestellt erklärt.
Washington Post, Wikipedia: 2026 Iranian strikes on Kuwait Zum ArtikelIrans Militär erklärte am Morgen des 10. Mai über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim, die Gefechte in der Straße von Hormus seien derzeit eingestellt und die Lage ruhig. Vorausgegangen war eine Woche gegenseitiger Beschüsse, in der Iran Raketen und Drohnen auf US-Schiffe abgefeuert hatte und die US-Marine zwei iranische Tanker beschoss. Trumps Geleitschutzoperation Project Freedom mit 15.000 Soldaten war bereits am 5. Mai auf Bitten Pakistans pausiert worden. Quellen im Umfeld beider Delegationen beschreiben eine Unterzeichnung des Kriegsende-Memorandums als unmittelbar bevorstehend; Irans offizielle schriftliche Antwort auf den US-Entwurf fehlt weiterhin.
Handelsblatt, Tagesspiegel Zum ArtikelIran reichte am 30. April über Pakistan einen 14-Punkte-Gegenvorschlag zum US-Verhandlungsplan ein. Kernforderung: erst ein dauerhaftes Kriegsende und die Aufhebung der US-Seeblockade auf iranische Häfen, danach erst Nuklearfragen. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei stellte klar: Teheran führe derzeit keine Nuklearverhandlungen. Dem stehen laut einem exklusiven Axios-Bericht vom 6. Mai inoffizielle Gespräche über ein einseitiges Memorandum of Understanding gegenüber, das ein iranisches Urananreicherungsmoratorium von mindestens zwölf Jahren einschließen würde. Außenminister Rubio hatte eine formelle Antwort Teherans bereits am 8. Mai erwartet; Iran schwieg.
Al Jazeera: Irans 14-Punkte-Plan, Axios: US-Iran closing in on memo Zum ArtikelDie Luft- und Raumfahrteinheit der Islamischen Revolutionsgarde erklärte am 9. Mai öffentlich, ihre Raketen und Drohnen seien auf amerikanische Ziele ausgerichtet und warteten auf den Schießbefehl. IRGC-Sprecher Ebrahim Zolfaghari kündigte eine vernichtende Antwort auf jeden Angriff an; die Marinekomponente drohte mit einem Schlag gegen amerikanische Stützpunkte in der Region. Hintergrund ist Trumps Ankündigung von "Project Freedom" am 4. Mai: Eine Militäreskorte mit 15.000 Soldaten und über 100 Kampfflugzeugen sollte die Durchfahrt durch Hormus erzwingen. In der Woche vom 5. bis 9. Mai feuerte Iran insgesamt 12 ballistische Raketen sowie weitere Drohnen und Marschflugkörper auf US-Kräfte ab; die US-Marine beschoss am 8. Mai die iranischen Tanker M/T Sea Star III und M/T Sevda, Iran meldete zehn Verletzte und fünf Vermisste.
CNN live: Iran war news (9. Mai), Al Jazeera: Iran tanker attack Zum ArtikelGroßbritannien verlegt den Zerstörer HMS Dragon (Typ 45) aus dem östlichen Mittelmeer in den Nahen Osten. Das Schiff soll sich für eine Geleitschutzoperation durch die Hormusstraße bereithalten, die von 40 Nationen mitgetragen und von London und Paris geführt wird, aber erst bei einem Ende der Kampfhandlungen aktiviert werden soll. Zugleich hat Iran auch am 9. Mai keine formelle Antwort auf den US-Memorandumsentwurf übermittelt. Außenminister Rubio hatte eine Reaktion noch für den 8. Mai erwartet. Teheran prüft nach eigenen Angaben weiterhin die über Pakistan übermittelten Dokumente.
ITV News, Navy Lookout Zum ArtikelIran hat am 5. Mai die Persian Gulf Strait Authority (PGSA) gegründet und verlangt seitdem Durchfahrtsgenehmigungen für die Straße von Hormus. Das US-Finanzministerium hatte bereits am 1. Mai gewarnt, dass Zahlungen an die Behörde amerikanische Sanktionen auslösen, was Reedereien in ein rechtliches Dilemma treibt. IRGC-General Ali Abdollahi drohte nach dem Tankerangriff vom 8. Mai, jede ausländische Streitkraft in Hormuz werde angegriffen. Am 5. Mai hatte Iran bereits 12 ballistische Raketen, 3 Marschflugkörper und 4 Drohnen abgefeuert, alle wurden abgefangen.
Wikipedia (2026 Strait of Hormuz crisis), Bloomberg Zum ArtikelAußenminister Marco Rubio erwartet Teherans formelle Antwort auf das einseitige US-Memorandum noch am Freitag. Bloomberg berichtete, die Waffenruhe vom 8. April werde durch wiederholte Scharmützel in der Straße von Hormus belastet. Der Brentölpreis lag am 8. Mai bei 101,73 Dollar pro Barrel. Den USA-Forderungen zufolge soll Iran rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran abgeben und die Urananreicherung zwölf Jahre aussetzen. Teheran hat noch keine offizielle Antwort übermittelt.
Bloomberg, Washington Times, Al JazeeraDas US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen fünf chinesische Raffinerien verhängt, die trotz des laufenden Krieges iranisches Öl bezogen haben. Darunter Hengli Petrochemical und Shandong Jincheng; insgesamt sind rund 40 Schiffe aus Irans Schattenflotte miterfasst. Erstmals dehnt Washington den Sanktionsdruck damit gezielt auf Drittstaaten aus. Gleichzeitig traf Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am 8. Mai US-Vizepräsident JD Vance im Weißen Haus und rief ausdrücklich zur Wiederaufnahme der Iran-Verhandlungen auf. Qatar vermittelt parallel zu Pakistan in diesem Konflikt.
Deutschlandfunk, Times of Israel Zum ArtikelTrump bezeichnete die US-Angriffe auf iranische Schiffe am 8. Mai in einem ABC-News-Interview als 'just a love tap' und bekräftigte, die Waffenruhe sei weiterhin in Kraft. Gleichzeitig drohte er: 'If there's no ceasefire, you're just going to have to look at one big glow coming out of Iran.' Es ist die erste explizite nukleare Andeutung Trumps seit Beginn des Konflikts im Februar 2026. Die Formulierung spiegelt die US-Verhandlungsstrategie: aktuelle Eskalation verbal herunterspielen, bei ausbleibendem Abkommen maximale Eskalation androhen. Trumps Gesandte Witkoff und Kushner gelten laut Axios und CNN als kurz vor einer Einigung auf ein einseitiges Rahmen-Memorandum.
ABC News, Fox NewsTrotz proaktiver US-Angriffe auf iranische Öltanker am 8. Mai verhandeln beide Seiten über ein einseitiges Memorandum of Understanding zum Kriegsende. Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner stehen nach Axios-Berichten kurz vor einem Rahmentext: Kriegsende plus 30-tägige Folgeverhandlungen in Islamabad oder Genf. Iran legte am 2. Mai einen 14-Punkte-Gegenentwurf vor. Die drei offenen Streitpunkte sind die Dauer des Urananreicherungsmoratoriums, die Reihenfolge von Hormuz-Öffnung und Nukleargesprächen sowie Irans Forderung nach Kriegsreparationen.
Axios, NPR Zum ArtikelAm 8. Mai feuerte die US-Marine erstmals proaktiv auf iranische Öltanker: Ein F/A-18-Kampfjet deaktivierte zwei Schiffe durch Präzisionsmunition in die Schornsteine. Iran meldete einen getöteten Seemann. Trump behauptet, die Waffenruhe vom 8. April gelte noch. IEA-Chef Fatih Birol bezeichnete die Hormuskrise als 'größte Energiesicherheitsbedrohung der Geschichte'. Brent-Öl stieg auf 101,73 Dollar. Trump kritisierte Kanzler Merz scharf für dessen Zweifel an der US-Strategie.
NPR, CNN Zum ArtikelIrans Militär erklärte über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim, die Kämpfe in der Straße von Hormus seien «derzeit eingestellt und die Lage ruhig». Die Aussage kam wenige Stunden nach dem US-Angriff auf zwei iranische Öltanker am 8. Mai, bei dem ein F/A-18-Kampfjet die Schornsteine beider Schiffe mit Präzisionsmunition deaktiviert hatte. Unklar blieb, ob die Erklärung eine taktische Pause bedeutete oder ein Signal für Deeskalation war. Iran lehnte weiterhin ab, die Raketenangriffe auf US-Zerstörer direkt zu bestätigen, während die USA auf dem Standpunkt beharrten, die Waffenruhe vom 8. April gelte formal weiter.
Handelsblatt, TagesspiegelAm 7. Mai beschoss die iranische Revolutionsgarde die US-Zerstörer USS Truxtun, USS Rafael Peralta und USS Mason mit Raketen, Drohnen und Schnellbooten in der Straße von Hormus. Die US-Marine fing alle Angriffe ab, niemand wurde verletzt. Washington flog Gegenschläge auf iranische Militäranlagen. Beide Regierungen beharren darauf, die Waffenruhe vom 8. April gelte formal noch, obwohl beide Seiten aktiv Feuer eröffnen.
NPR, Al Jazeera Zum ArtikelIrans Parlamentssprecher für Außen- und Sicherheitspolitik, Ebrahim Rezaei, bezeichnete den US-Verhandlungsentwurf als 'mehr eine amerikanische Wunschliste als Realität'. Das Außenministerium in Teheran teilte mit, eine formale Antwort über pakistanische Vermittler sei bis Freitagabend nicht übergeben worden. Brent-Rohöl sank am 7. Mai auf rund 102 USD nach einem kurzen Anstieg auf 106 USD am Vortag. Die ausbleibende Antwort Irans lässt das Verhandlungsfenster offen, verengt es aber mit jedem weiteren israelischen Angriff auf Beirut.
Al Jazeera, Time Zum ArtikelAktuelle Zahlen zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zeigen das Ausmaß der Blockade: Rund 1.600 Schiffe stecken laut CNN im Persischen Golf fest. Normalerweise passieren täglich etwa 120 Schiffe die Meerenge, der Tankerverkehr ist um rund 70 Prozent eingebrochen. Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben insgesamt nur zehn Schiffe die Straße durchquert, zwei davon während der zweitägigen US-Militäroperation Project Freedom Anfang Mai. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, den fragilen Waffenstillstand vom April zu verletzen. Teheran wartet weiter auf die formale US-Antwort zum Vertragsrahmen.
CNN: 1,600 ships stuck in the Strait of Hormuz Zum ArtikelDie Inflationsrate ist im April 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen, nach 2,7 Prozent im März. Energiepreise kletterten im Vorjahresvergleich um 10,1 Prozent - der stärkste Anstieg seit Februar 2023. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel blieb bei 2,3 Prozent stabil. Das ifo-Institut warnte, der Energiepreisschock durch die Hormus-Blockade überschatte die Wirkung des Fiskalpaketes; für 2026 prognostiziert das Institut nur noch 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum. Destatis veröffentlicht den finalen Verbraucherpreisindex am 12. Mai.
Destatis: Inflationsrate April 2026, ifo Institut: Joint Economic Forecast Spring 2026 Zum ArtikelAm 6. Mai bombardierte Israel erstmals seit der Waffenruhe vom 16. April die Südvorstadt Beiruts und tötete Malek Balou, Kommandeur der Hisbollah-Radwan-Einheit. Der Angriff fiel auf denselben Tag, an dem US-Medien meldeten, die USA und Iran seien einer gemeinsamen Absichtserklärung zum Kriegsende so nah wie seit Kriegsbeginn nicht mehr. Iran hatte ein Ende israelischer Angriffe auf den Libanon stets als Grundbedingung für jeden Deal bezeichnet. Die formale iranische Antwort auf das US-Memorandum wird bis Freitagabend über pakistanische Vermittler erwartet.
Al Jazeera, Axios Zum ArtikelFür April 2026 liegen jetzt vollständige Zahlen zu Russlands Öleinnahmen vor. Russlands Mineralgewinnungssteuer verdoppelte sich gegenüber März auf knapp 950 Milliarden Rubel. Eine von Meduza ausgewertete Datenlage zeigt jedoch: Der russische Staat leitete fast die Hälfte davon als Kompensationszahlungen zurück an die Ölexporteure, um die inländische Förderindustrie zu stabilisieren. Netto verblieben rund 500 Milliarden Rubel in der Staatskasse, deutlich weniger als die oft zitierten Bruttosummen suggerieren. Der US-Sanktionserlass für russisches Öl lief am 22. April aus, ohne dass die Islamabad-Gespräche ein Ergebnis erbracht hatten.
Meduza: Staatszahlungen an Ölexporteure, Real Tribune: April-Öleinnahmen Zum ArtikelTrumps Ultimatum an Iran ist abgelaufen. Er drohte am 7. Mai mit Bombardements in "noch höherer Intensität als zuvor", falls Teheran kein Abkommen annehme. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf bezeichnete die US-Diplomatiebemühungen auf Social Media als gescheitert. Iran hatte am 2. Mai einen eigenen 14-Punkte-Gegenentwurf eingereicht, der neben einem Anreicherungsmoratorium auch Truppenabzug und Reparationen fordert. Die USA haben geantwortet; Teheran prüft diese Antwort. Project Freedom wurde nach weniger als 48 Stunden pausiert.
Badische Zeitung, tagesschau Zum ArtikelWährend USA und Iran nach CNN und Axios so nah an einer Einigung sind wie seit Kriegsbeginn nicht mehr, hat die US-Marine am 6. Mai den iranischen Tanker M/T Hasna im Golf von Oman mit Kanonenbeschuss gestoppt. Kern des geplanten Memorandums ist ein Moratorium auf iranische Urananreicherung, über dessen Laufzeit verhandelt wird: Teheran bietet fünf Jahre, Washington verlangt zwanzig, derzeit stehen zwölf bis fünfzehn Jahre zur Diskussion. Iran muss bis zum 7. Mai antworten. Am 8. Mai ist die formale Waffenruhe-Überprüfung geplant.
Axios: US-Iran One-Page MOU, Navy Times: M/T Hasna disabled Zum ArtikelIran hat ein formales Genehmigungsverfahren für Schiffe in der Straße von Hormus eingeführt. Die vom Revolutionsgarden betriebene Persian Gulf Strait Authority (PGSA) fordert Handelsschiffe auf, per E-Mail Passagierscheine anzufragen; ohne Erlaubnis wird zum Umkehren aufgefordert. Das iranische Parlament diskutiert, das System gesetzlich zu verankern und Gebühren einzuführen. Parallel ist der diplomatische Ausweg gescheitert: Russland und China haben im UN-Sicherheitsrat eine westliche Resolution zur Sicherung der Meerenge mit Veto blockiert. Außenminister Wadephul hatte beide Mächte öffentlich zur Zustimmung aufgefordert.
Marine Insight, UN News, Tagesspiegel Zum ArtikelDie Revolutionsgarden (IRGC) erklärten am 6. Mai, Handelsschiffe könnten die Straße von Hormus wieder passieren, nannten die genauen Bedingungen jedoch nicht. Parallel berichtet Axios, USA und Iran näherten sich einem einseitigen Memorandum of Understanding: Kernpunkt ist ein Moratorium auf iranische Urananreicherung, über dessen Laufzeit noch verhandelt wird. Iran bietet fünf Jahre, die USA fordern zwanzig Jahre, derzeit werden zwölf bis fünfzehn Jahre diskutiert. Nach Unterzeichnung soll eine dreißigtägige Verhandlungsphase folgen, in der die Hormusblockade schrittweise aufgehoben wird. Teheran muss bis etwa 8. Mai antworten. Trump bezeichnete die IRGC-Erklärung als möglicherweise große Annahme und verwies auf das Ausbleiben konkreter Zusagen.
Axios: US-Iran One-Page MOU, CNBC: Iran peace deal nuclear moratorium, NPR: Iran Hormuz updates 6. MaiIsrael hat Deutschland Kerosinlieferungen angeboten, um den durch die Hormuz-Sperrung entstandenen Engpass zu mildern. Israelischer Außenminister Gideon Saar übermittelte das Angebot bei einem Besuch in Berlin an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die EU stoppte am 25. April Spotgeschäfte mit russischem LNG und plant den vollständigen Ausstieg bis Anfang 2027. Die Bundesbank warnt, dass die Inflation in Deutschland auf Richtung drei Prozent steigen wird. Kerosinpreise haben sich seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als verdoppelt.
T-Online: Israel Kerosin Deutschland, Berliner Zeitung: EU stoppt LNG Zum ArtikelDas Containerschiff CMA CGM San Antonio wurde am 5. Mai in der Straße von Hormus von einem unbekannten Projektil getroffen; mehrere Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Es ist das zweite Schiff der französischen Reederei seit Kriegsbeginn. Stunden nach dem Angriff setzte Trump die Militäreskorte 'Project Freedom' nach einem einzigen Tag Betrieb aus und nannte das eine 'gegenseitige Einigung' mit dem Iran. Der Brentölpreis stieg um fast sechs Prozent auf 114 Dollar je Barrel. Iran hat bis zum 7. Mai Zeit, auf Trumps Bedingungen zu antworten.
World Cargo News, Maritime Executive, Al Jazeera Zum ArtikelAm zweiten Tag in Folge beschoss der Iran die Vereinigten Arabischen Emirate mit Raketen und Drohnen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte Teheran, jeder weitere Angriff auf amerikanische Truppen oder Handelsschiffe werde mit überwältigender und vernichtender Feuerkraft beantwortet. Admiral Brad Cooper, der die US-Marineoperation koordiniert, bestätigte, alle iranischen Angriffe auf US-Eskortschiffe der vergangenen Tage seien abgewehrt worden. Trump hält seinen Militäreinsatz vorerst ausgesetzt, um Verhandlungen Raum zu geben.
Deutschlandfunk, Tagesspiegel Zum ArtikelNeben dem Abzug von 5.000 US-Soldaten fällt auch die unter Biden vereinbarte Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland weg. Beim NATO-Gipfel in Washington im Juli 2024 hatte Biden zugesagt, erstmals seit dem Kalten Krieg Tomahawk-Marschflugkörper (Reichweite bis zu 2.500 Kilometer), SM-6-Raketen und Hyperschallwaffen ab 2026 in Deutschland zu stationieren. Das Pentagon zog nun auch die nötige Wartungseinheit zurück. Merz erklärte, Amerika habe "zurzeit selbst nicht genug": Im Irankonflikt wurden nach CBS-Berechnungen über 850 Tomahawks eingesetzt, neunmal die Jahresbeschaffungsrate des Pentagons. Militärexperten sehen die Absage als erhebliche Lücke für die Abschreckung gegen Russland.
Handelsblatt, Wirtschaftswoche Zum ArtikelAußenminister Rubio erklärte am 5. Mai, Operation "Epic Fury" sei abgeschlossen: Die USA hätten ihre Kriegsziele erreicht, Irans Fähigkeit zum Schutz seines Nuklearprogramms sei zerstört. Gleichzeitig setzte Trump die Eskortoperation "Project Freedom" aus, um eine Verhandlungslösung über Pakistan als Vermittler zu ermöglichen. Das US-Militär wechselte von offensiver zu defensiver Haltung. Die Blockade iranischer Häfen bleibt bestehen, Verhandlungen laufen.
Time, NBC News Zum ArtikelIKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric hat nach einer einwöchigen Reise durch den Iran vor einer Rückkehr zum Krieg gewarnt. In einem NPR-Interview vom 2. Mai erklärte sie, die humanitären Kosten eines Konflikts in der Region seien 'nicht absorbierbar'. Sie traf Außenminister Seyed Abbas Araghchi, besichtigte Staudämme und Kraftwerke und warnte ausdrücklich vor Angriffen auf zivile Infrastruktur. Das IKRK hat bisher über 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geliefert. Araghchi vermittelte ihr, dass der Iran sowohl zu Verhandlungen als auch zur Wiederaufnahme von Verteidigungsmaßnahmen bereit sei.
IKRK: Präsidentin warnt vor Rückkehr zum Krieg, NPR-Interview SpoljaricBundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag in der ARD erklärt, der Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland habe 'keinen Zusammenhang' mit seiner öffentlichen Kritik an Trumps Iranstrategie. Die Chronologie widerspricht dem: Trump hatte die Abzugsdrohung unmittelbar nach Merz' Äußerung angekündigt. Neu ist zudem, dass die NATO vor dem Abzugsbefehl nicht konsultiert wurde; das Bündnis erfuhr davon zeitgleich mit der Öffentlichkeit. Nächster formeller Schritt ist das NATO-Außenministertreffen in Helsingborg am 21. und 22. Mai.
Al Jazeera, Schwedische Regierung Zum ArtikelBundeskanzler Friedrich Merz forderte Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die unter pakistanischer Vermittlung laufenden Gespräche haben bisher keine konkreten Ergebnisse gebracht. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Dienstag, die Friedensgespräche machten Fortschritte; gleichzeitig bezeichnete er die US-Operation 'Project Freedom' als 'illegale Passage'. Ein 14-Punkte-Friedensangebot Irans liegt seit dem 3. Mai in Washington vor; Trump hatte es zunächst abgelehnt, zeigte sich zuletzt aber offener für eine Einigung.
Handelsblatt, Rhein-ZeitungTrump droht Italien und Spanien mit dem Abzug ihrer US-Truppen. Am 1. Mai erklärte er, er werde "wahrscheinlich" handeln, weil beide Länder Washington den Zugang zu Militärbasen für Operationen im Irankrieg verweigert hatten. Spanien schloss seinen Luftraum für US-Militärmaschinen, Italien verweigerte die Nutzung von Sigonella auf Sizilien. In Italien sind rund 12.600, in Spanien rund 3.800 US-Soldaten stationiert. Italiens Verteidigungsminister Crosetto wies die Kritik zurück und verwies auf ein angebotenes Eskortemission-Angebot.
Time Magazine, Bloomberg Zum ArtikelIran hat die Vereinigten Arabischen Emirate am Montag mit 19 Raketen und Drohnen beschossen: zwölf ballistische Raketen, drei Marschflugkörper und vier Drohnen. Eine Drohne durchbrach die Luftabwehr und traf die Ölanlage Fudschaira, drei indische Staatsbürger wurden verletzt. Abu Dhabi sperrte seinen Luftraum für eine Woche und behält sich eine militärische Reaktion vor. Irans Außenminister Araghchi nannte die US-Operation gleichzeitig "Project Deadlock" und erklärte, die Friedensgespräche über pakistanische Vermittler machten Fortschritte. Am 8. Mai wird die Waffenruhe formal überprüft.
CNBC, Al Jazeera Zum ArtikelIran hat am Montag eine Ölanlage in Fudschaira (VAE) per Drohne angegriffen und einen Großbrand ausgelöst. Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus und gilt als wichtigste Alternativroute für emiratisches Rohöl. Die VAE-Armee fing drei iranische Raketen ab, eine weitere fiel ins Meer. Parallel meldete CENTCOM die Versenkung von sechs iranischen Schnellbooten nach deren Angriff auf neutrale Handelsschiffe. Iran bestritt die Berichte. Der Brentölpreis stieg infolge der Eskalation um mehr als fünf Dollar.
Handelsblatt, Tagesspiegel Zum ArtikelIran hat am Montag den ADNOC-Öltanker Barakah in der Straße von Hormus mit zwei Drohnen angegriffen. Ein Großbrand brach daraufhin in der Industriezone des Hafens Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Drei indische Staatsbürger wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Gleichzeitig fing die UAE-Luftabwehr vier von Iran abgefeuerte Marschflugkörper ab, bevor sie Ziele in den Emiraten treffen konnten. Es sind die ersten iranischen Angriffe auf das Nachbarland seit Beginn der Waffenruhe Anfang April.
Al Jazeera, Al Arabiya, Tagesspiegel LiveblogDie USA haben auf Irans 14-Punkte-Friedensplan formal geantwortet. Irans Außenministeriumssprecher Ismail Baghai bestätigte am 3. Mai den Eingang der US-Antwort und teilte mit, Teheran prüfe sie derzeit. Trump signalisierte daneben, er erwäge den Plan, ohne seine frühere Einschätzung zurückzunehmen, er sei nicht akzeptabel. Die Inhalte der US-Antwort wurden nicht öffentlich gemacht. Die Gespräche sind nicht abgebrochen, ein Durchbruch ist nicht absehbar.
CNBC, PBS NewsHour Zum ArtikelAm 1. Mai erklärte Trump die Kampfhandlungen gegen Iran offiziell für beendet und versuchte damit, das Ablaufen der War Powers Resolution zu umgehen. Senator Richard Blumenthal und andere Kongressmitglieder widersprachen: Die Verfassung kenne keine Möglichkeit, den 60-Tage-Takt zu pausieren. Drei Tage später startete Trump stattdessen die Operation "Project Freedom" ohne Kongressmandat, um rund 800 festsitzende Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu eskortieren. Hinter den Kulissen war es pakistanische Diplomatie, die die Waffenruhe vom 8. April erst ermöglichte: Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir überzeugten beide Seiten in parallelen Gesprächen und leiteten Irans 10-Punkte-Plan weiter, der die Öffnung von Hormus gegen Vertagung der Atomfrage vorsah.
CNN, PBS NewsHour, Al Jazeera Zum ArtikelTrump hat am Sonntagabend die Operation „Project Freedom” angekündigt: Die US-Marine eskortiert ab Montag neutrale Schiffe durch die Straße von Hormus. Rund 800 Handelsschiffe mit etwa 20.000 Seeleuten stecken seit Wochen in der Meerenge fest, viele Crews melden Versorgungsengpässe. CENTCOM setzt 15.000 Soldaten, mehr als 100 Kampfflugzeuge und Lenkwaffenzerstörer ein. Irans Parlamentssicherheitschef Ebrahim Azizi wertete jeden US-Eingriff sofort als Waffenstillstandsbruch. Gleichzeitig verlegte Deutschland sein Minenjagdboot „Fulda” in Richtung Mittelmeer als Vorbereitung für einen möglichen späteren Einsatz.
The National News, Handelsblatt Zum ArtikelBundeskanzler Friedrich Merz hat am 4. Mai im ARD-Interview betont, die transatlantische Zusammenarbeit trotz des öffentlichen Streits mit Trump nicht aufgeben zu wollen. 'Ich gebe die Zusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf', so Merz wörtlich. Den angekündigten Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland betrachtete er als ohne direkten Zusammenhang zu dem Disput über die Iran-Strategie. Trump reagierte auf Truth Social, Merz solle sich besser um die eigenen Probleme in Deutschland kümmern, darunter Migration und Energieversorgung. Beide Seiten signalisieren damit einen Stopp der öffentlichen Eskalation, ohne die inhaltlichen Differenzen beizulegen.
Japan Times, Al JazeeraAm 3. Mai kündigte Trump an, die USA würden weit mehr als die bislang angekündigten 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Roger Wicker, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses im US-Senat, und Mike Rogers, Vorsitzender des entsprechenden Ausschusses im Repräsentantenhaus, widersprachen öffentlich: Der Schritt untergrabe die Abschreckung und sende das falsche Signal an Wladimir Putin. Beide sind Vorsitzende von Ausschüssen der Regierungspartei, womit erstmals führende Kongress-Republikaner Trumps Europapolitik offen kritisieren.
Euronews, Washington Times Zum ArtikelIran übermittelte am 3. Mai über pakistanische Vermittler einen weiteren 14-Punkte-Friedensplan. Trump reagierte auf Truth Social: Er könne sich kaum vorstellen, dass der Plan annehmbar sei, Iran habe 'noch nicht genug gezahlt' für das, was es der Menschheit in 47 Jahren angetan habe. Irans Außenministerium warnte daraufhin, ein erneuter Konflikt sei wahrscheinlich. Bundesaußenminister Wadephul rief seinen iranischen Amtskollegen Araghtschi an und forderte die sofortige Öffnung der Straße von Hormus sowie Irans vollständigen Verzicht auf Atomwaffen.
Euronews, Berliner Zeitung Zum ArtikelDie verbliebenen OPEC+-Mitglieder haben auf den VAE-Austritt vom 1. Mai reagiert: Saudi-Arabien und fünf weitere Mitgliedstaaten erhöhen ihre Förderquote ab Juni um 188.000 Barrel täglich. Das entspricht dem Beitrag, den die Vereinigten Arabischen Emirate zum Kartell geleistet hatten. Spürbare Auswirkungen auf den Ölpreis bleiben vorerst aus, da die Straße von Hormus weiterhin blockiert ist und Mehrproduktion den Weltmarkt kaum erreicht. Der Schritt signalisiert vor allem, dass OPEC+ trotz des VAE-Austritts handlungsfähig bleibt.
ZDF Heute, heute.at Zum ArtikelChinas Handelsministerium hat erklärt, die US-Sanktionen gegen fünf chinesische Ölunternehmen nicht anzuerkennen, umzusetzen oder zu befolgen. Betroffen sind Hengli Petrochemical aus Dalian sowie vier kleinere Raffinerien in Shandong und Hebei, die alle iranisches Rohöl kaufen. Peking begründet die Ablehnung damit, dass die Maßnahmen kein UN-Mandat haben und gegen Normen des Völkerrechts verstoßen. Damit klafft in der US-Sanktionsstrategie eine strukturelle Lücke: Solange China iranisches Öl außerhalb des Dollarsystems abnimmt, behält Teheran eine wesentliche Devisenquelle und damit die wirtschaftliche Grundlage für die Hormus-Gebührenpolitik.
Tagesspiegel, ORF Zum ArtikelDas US-Finanzministerium (OFAC) hat am Freitag alle Schifffahrtsunternehmen weltweit gewarnt: Wer dem Iran Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zahlt, riskiert US-Sanktionen. Die Warnung gilt für Barzahlungen ebenso wie Kryptowährungen und informelle Tauschgeschäfte. Mindestens ein Schiff zahlte bereits zwei Millionen Dollar; der beteiligte Tanker NEW FUSION wurde sofort sanktioniert. Reedereien stecken nun in einer Rechtsfalle: Der Iran droht mit physischen Angriffen wenn nicht gezahlt wird, die USA drohen mit Wirtschaftssanktionen wenn gezahlt wird.
Bloomberg, Washington Post Zum ArtikelIsrael hat innerhalb von 24 Stunden rund 50 Luftangriffe im Südlibanon geflogen, obwohl eine formelle Waffenruhe bis Mitte Mai gilt. Seit Anfang März 2026 wurden im Libanon mehr als 2.600 Menschen getötet und über eine Million vertrieben. In ersten Direktgesprächen zwischen Beirut und Jerusalem fordert Israel die vollständige Entwaffnung der Hisbollah, der Libanon verlangt den vollständigen israelischen Abzug aus dem Südlibanon. Die USA drängen beide Seiten auf Kompromisse, bevor die Waffenruhe Mitte Mai offiziell ausläuft.
Deutschlandfunk, HandelsblattGoldman Sachs schätzt, dass Iran seit US-Blockadebeginn am 13. April bereits 2,5 Millionen Barrel täglich aus der Produktion genommen hat. Wenn Irans Rohölspeicher in 12 bis 22 Tagen voll sind, müssen Ölfelder abgeschaltet werden, was dauerhaften Druckabfall in den Reservoirs bedeuten kann. Die Exporte sanken von 1,85 Millionen auf 567.000 Barrel täglich. Die Weltbank prognostiziert 24 Prozent Energiepreisanstieg für 2026 als stärksten Schock seit der europäischen Gaskrise 2022. Für Teheran wird Mitte Mai zum Entscheidungspunkt.
Bloomberg/Kpler, Al Jazeera Zum ArtikelDie US-Seeblockade drückt Iran in eine Produktionskrise: Das Datenunternehmen Kpler schätzt laut Bloomberg, dass die iranischen Rohölspeicher in 12 bis 22 Tagen voll sein könnten, wenn die Blockade anhält. Iran hat bereits begonnen, die Förderung zu drosseln, um einen vollständigen Produktionsstopp an einzelnen Feldern zu verhindern. Die US-Marine blockiert die iranischen Häfen seit dem 13. April; Brent-Rohöl kostet aktuell rund 111 Dollar pro Barrel, rund 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Verhandlungen sind seit Trumps Ablehnung des iranischen 14-Punkte-Plans am 30. April festgefahren.
Bloomberg, Al JazeeraDas deutsche Minenjagdboot Fulda verlässt am Montag, den 4. Mai, den Kieler Stützpunkt in Richtung Mittelmeer. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Verlegung vor dem Bundestag-Mandat angeordnet, um Zeit zu sparen. Voraussetzung für einen echten Einsatz an der Straße von Hormus bleibt ein Ende der Kampfhandlungen sowie ein Parlamentsmandat. Als rechtliche Grundlage erwägt Pistorius eine Erweiterung des bestehenden EU-Einsatzes Aspides im Roten Meer. Deutschland betreibt zehn Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse; das Pentagon schätzt, dass eine vollständige Minenräumung der Hormuzstraße selbst bei sofortigem Waffenstillstand mindestens sechs Monate dauert.
ZDF heute, Berliner Zeitung Zum ArtikelIran hat über pakistanische Vermittler einen 14-Punkte-Friedensplan vorgelegt, den Trump am Freitag zurückwies. Er sagte, Iran verlange Dinge, denen er nicht zustimmen könne, und drohte mit einer Wiederaufnahme der Kämpfe. Der Kernstreit bleibt: Iran will zuerst Kriegsende, dann Atomgespräche. Washington besteht auf gleichzeitigen Verhandlungen. Parallel töteten israelische Angriffe im Südlibanon am 1. Mai mindestens 32 Menschen trotz der US-vermittelten Waffenruhe.
PBS NewsHour, Al Jazeera Zum ArtikelTrump weitete am 1. Mai seine Drohungen mit US-Truppenabzügen auf Italien und Spanien aus, nachdem er zuvor nur Deutschland mit Truppenreduzierungen bedroht hatte. Im Streit mit Kanzler Friedrich Merz, der die US-Strategie im Iran öffentlich als 'demütigend' bezeichnet hatte, warf Trump ihm auf Truth Social vor, er wolle, dass der Iran Atomwaffen besitze. Iran übermittelte unterdessen über pakistanische Vermittler einen überarbeiteten Gegenvorschlag: vollständiges Kriegsende, Sicherheitsgarantien, Reparationen und Anerkennung iranischer Souveränität über die Hormusstraße. Washington hat das Angebot bisher nicht kommentiert.
Al Jazeera, CNN Live Updates, NPRDas Weiße Haus erklärte den Irankrieg am 1. Mai für verfassungsrechtlich beendet, um die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution zu umgehen. Die US-Marine blockiert weiterhin iranische Häfen, doch die Regierung argumentiert, der Waffenstillstand seit 8. April habe die Feindseligkeiten beendet. Verfassungsrechtler widersprechen: Das Gesetz sieht keine Pause der Frist vor. Der Senat lehnte eine Resolution zur Beendigung der Militäroperationen mit 50:47 Stimmen zum sechsten Mal ab. Vizekanzler Klingbeil nannte den Krieg 'unverantwortlich' und erklärte, er habe Deutschlands Wachstum halbiert.
CNN Politics, Time Magazine Zum ArtikelIrans Präsident Masoud Pezeshkian nannte die US-Hafenblockade am 1. Mai erstmals öffentlich 'unerträglich' und stufte sie als militärische Operation ein, nicht als Waffenstillstandsbedingung. Das untergräbt das zentrale US-Argument, der Waffenstillstand setze die War-Powers-Frist aus. Eine neue Ipsos-Umfrage für die Washington Post zeigt, dass 61 Prozent der Amerikaner den Einsatz für einen Fehler halten: ein Ablehnungsniveau, das Analysten mit dem Irak- und Vietnamkrieg vergleichen. Republikanische Senatorin Lisa Murkowski gab dem Weißen Haus eine Woche Zeit, einen glaubwürdigen Kriegsplan vorzulegen. Andernfalls plant sie eine formelle Autorisierungsresolution einzubringen.
Al Jazeera Liveblog, Washington Post, NPR Zum ArtikelBundesaußenminister Johann Wadephul hat am 1. Mai erklärt, Deutschland sei auf eine mögliche Reduzierung der US-Truppenpräsenz vorbereitet, der Luftwaffenstützpunkt Ramstein in der Pfalz stehe jedoch nicht zur Disposition. Das ist eine strategische Neuausrichtung: Bisher versuchte Berlin, jede Reduktion zu verhindern. Nun setzt die Bundesregierung erstmals eine explizite rote Linie. Ramstein ist das größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Nordamerikas und Knotenpunkt für NATO-Operationen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die War Powers Resolution für den Irankrieg ist am 1. Mai formal abgelaufen.
Free Malaysia Today, CNN Zum ArtikelIKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric Egger ist am 1. Mai in Teheran eingetroffen, um die humanitären Folgen des 63-tägigen Kriegs zu besprechen. Seit dem 28. Februar wurden nach IKRK-Angaben 3.375 Zivilisten getötet und 26.500 verletzt. Die Straße von Hormus ist nahezu gesperrt: Im März passierten nur 154 Schiffe die Meerenge statt der üblichen 2.500. Spoljaric forderte Respekt vor dem humanitären Völkerrecht, Zugang für Hilfslieferungen und Schutz von Kulturerbestätten. Sie warnte, eine Rückkehr zu aktiven Kampfhandlungen wäre für die Zivilbevölkerung katastrophal.
IKRK, Al Jazeera Zum ArtikelDie 60-Tage-Frist der War Powers Resolution ist heute formal abgelaufen: Trumps Irankrieg läuft ohne parlamentarische Autorisierung weiter. Der sechste Senatsanlauf scheiterte am 30. April mit 47 zu 50 Stimmen. Susan Collins aus Maine stimmte erstmals für die Resolution und brach damit mit der republikanischen Mehrheit; einziger Gegenvotant der Demokraten blieb John Fetterman aus Pennsylvania. Verteidigungsminister Hegseth beruft sich auf den Waffenstillstand seit dem 8. April, den Trump unlängst unbefristet verlängert habe. Eine solche Ausnahmeklausel existiert in der War Powers Resolution von 1973 nicht.
TIME, Foreign Policy, The Hill Zum ArtikelAußenminister Johann Wadephul hat am Abend erklärt, Deutschland sei auf einen möglichen Abzug US-amerikanischer Truppen vorbereitet. Das ist eine strategische Neupositionierung: Berlin signalisiert, dass es die US-Truppenpräsenz nicht mehr als feste Größe betrachtet. Trump hatte zuvor in einem weiteren Post Merz aufgefordert, sich aus dem Iran-Krieg herauszuhalten und sich stattdessen um den Ukrainekonflikt zu kümmern. Wadephul kritisierte Teheran als nicht verhandlungsbereit und sagte, Iran spiele bei den Gesprächen auf Zeit.
Al Jazeera, TIME Zum ArtikelDas Repräsentantenhaus lehnte eine War-Powers-Resolution mit 213 zu 214 Stimmen um eine einzige Stimme ab. Das Ergebnis zeigt die Zerrissenheit beider Parteien: Der Republikaner Thomas Massie stimmte mit den Demokraten, der Demokrat Jared Golden dagegen. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am 30. April in einer Senatsanhörung, die 60-Tage-Frist sei durch laufende Verhandlungen faktisch ausgesetzt, ohne dafür eine Rechtsgrundlage zu benennen. Der Demokratische Fraktionsvorsitzende Pete Aguilar bestätigte, dass Bundesgerichtsklagen weiterhin geprüft werden. Am 1. Mai läuft die Verfassungsfrist ab.
Democracy Now, Washington Post Zum ArtikelDie Zahl der US-Soldaten in Deutschland ist seit Dezember 2025 auf rund 39.000 gestiegen, was auf zusätzliche Verlegungen im Kontext des Irankriegs hindeutet. Das Pentagon hat intern bereits Szenarien für eine Truppenreduzierung durchgerechnet, ohne ein konkretes Ziel öffentlich zu benennen. CDU-Außenpolitiker Johann Wadephul warnte, eine Reduzierung würde die NATO-Reaktionsfähigkeit an der Ostflanke schwächen und Moskau ein falsches Signal senden.
t-online, Deutsche Welle Zum ArtikelDas Statistische Bundesamt hat die Inflationsrate für April 2026 auf 2,9 Prozent bestätigt, exakt am oberen Rand der Ifo-Frühjahrsprognose. Energie und Kraftstoffe verteuerten sich um 10,1 Prozent im Jahresvergleich, die stärkste Steigerung seit Februar 2023. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im April um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte und erreicht damit den tiefsten Stand seit dem Coronaschock. Ifo-Präsident Clemens Fuest kommentierte die Daten: "Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin."
Statistisches Bundesamt, Ifo Institut: Geschäftsklimaindex April 2026 Zum ArtikelDie Vereinigten Arabischen Emirate verlassen die OPEC zum 1. Mai. Abu Dhabi begründet den Schritt mit dem seit Jahren anhaltenden Quotenstreit: Die UAE wollen ihre Produktion von 3,6 auf fünf Millionen Barrel täglich ausbauen, was die OPEC-Quote nicht erlaubt. Dahinter steckt auch eine wachsende Rivalität mit Saudi-Arabien, dessen regionale Führungsrolle die Emirate nicht mehr bedingungslos anerkennen. Für den Ölpreis ist der kurzfristige Effekt begrenzt, solange die Straße von Hormus blockiert bleibt. Langfristig könnte der Austritt das Kartell schwächen, da weitere Mitglieder mit ähnlichen Produktionsambitionen folgen könnten.
ZDF Heute, HandelsblattAm 1. Mai läuft die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution ab: Danach gilt der Irankrieg ohne parlamentarische Autorisierung formell als verfassungswidrig. Die Senatoren Chuck Schumer, Adam Schiff und Tim Kaine haben für morgen eine sechste Abstimmung über eine War-Powers-Resolution angekündigt, die Trump zur Einstellung der Kampfhandlungen zwingen würde. Die ersten fünf Abstimmungen scheiterten sämtlich entlang der Parteilinie, zuletzt am 22. April mit 46 zu 51 Stimmen. Demokraten erwägen laut TIME-Recherchen eine Klage vor Bundesgerichten, falls der Krieg nach Fristablauf ohne Kongressgenehmigung weitergeführt wird. Rechtliche Experten bezweifeln, dass US-Gerichte eine solche Klage annehmen würden, da sie ähnliche Streitfragen in der Vergangenheit als politische Fragen einstuften.
Kaine Press Release, TIME, CBS NewsUS-Präsident Trump hat auf Truth Social angekündigt, die Stationierung von rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland zu überprüfen. Die Ankündigung folgt unmittelbar auf den Streit mit Bundeskanzler Merz über die Iraistrategie. Im März 2026 hatte Trump Merz persönlich zugesagt, die Truppenpräsenz aufrechtzuerhalten. Der US-Kongress hat die Absenkung der US-Truppen in Europa im Verteidigungshaushalt 2026 auf unter 76.000 verboten, was Trumps Spielraum begrenzt, aber nicht beseitigt.
CBS News, Bloomberg Zum ArtikelDer Flugzeugträger USS Gerald R. Ford verlässt in den kommenden Tagen den Nahen Osten nach rund zehn Monaten Einsatzdauer, einem Rekord für einen US-Träger dieser Klasse. Er kehrt zur Wartung nach Virginia zurück und wird voraussichtlich Mitte Mai 2026 dort ankommen. In der Region verbleiben die Träger USS George H.W. Bush und USS Abraham Lincoln. Der Abzug fällt in eine Phase stockender Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Washington Post, Times of Israel Zum ArtikelCNN-Visualisierungen auf Basis von Schifffahrtsdaten zeigen: Im gesamten März 2026 passierten nur 154 Schiffe die Straße von Hormus, verglichen mit rund 3.000 im Monat vor dem Konfliktbeginn. Das entspricht etwa fünf Prozent des Vorkrisenstands. Die doppelte Blockade, US-Marine sperrt iranische Häfen seit dem 12. April, iranische Revolutionsgarde erklärt die Meerenge seit dem 18. April für gesperrt, hat den kommerziellen Seeverkehr durch eine der wichtigsten Energiekorridore der Welt nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. Reedereien weichen auf den Weg um das Kap der Guten Hoffnung aus, was Fahrtszeiten um bis zu drei Wochen verlängert und die Energieversorgung Europas im Winter 2026/27 unter Druck setzt.
CNNDas Pentagon hat bestätigt: Der Irankrieg hat die USA bislang 25 Milliarden Dollar gekostet, mehr als 416 Millionen Dollar täglich. Pentagon-Comptroller Jules Hurst legte die Zahl am Mittwoch vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses offen. Am 1. Mai läuft die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution ab, die eine parlamentarische Genehmigung verlangt. Vier Versuche im Senat, Trumps Kriegsführung zu beschränken, scheiterten. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk dokumentierte mehr als 4.000 Verhaftungen und 21 Hinrichtungen im Iran seit Kriegsbeginn.
NBC News, OHCHR Zum ArtikelAltkanzler Olaf Scholz kommentierte Trumps Angriff auf Friedrich Merz aus New York gelassen: Die transatlantische Zusammenarbeit halte unterschiedliche Ansichten aus. Merz erklärte, seine persönliche Beziehung zu Trump sei unverändert. Gleichzeitig steht Trump innenpolitisch unter wachsendem Druck: US-Benzin kostet im Schnitt 4,18 Dollar pro Gallone, 40 Prozent mehr als zu Kriegsbeginn Ende Februar. Nur 26 Prozent der Amerikaner halten den Militäreinsatz laut Reuters/Ipsos für die Kosten wert.
Handelsblatt, t-online Zum ArtikelDie Vereinigten Arabischen Emirate verlassen am 1. Mai die OPEC. Mit 3,4 Millionen Barrel täglich und 16 Prozent der Kartellproduktion ist das der größte Mitgliederaustritt in der Geschichte des Kartells. Abu Dhabi begründet den Schritt mit iranischen Drohnenangriffen auf emiratisches Territorium und der durch die Hormusblockade entwerteten OPEC-Mitgliedschaft. Gleichzeitig untersuchen US-Geheimdienste, wie der Iran auf eine einseitige Siegeserklärung Trumps reagieren würde. Am 1. Mai läuft auch die War Powers Resolution ab.
ZDF, Times of Israel Zum ArtikelDie US-Delegation unter Sonderbeauftragtem Steve Witkoff und Jared Kushner ist nicht nach Pakistan gereist: Trump stoppte die Reise am 27. April. Irans Außenminister Abbas Araghtschi setzte seine Konsultationsreise fort und traf in Sankt Petersburg Präsident Putin, dem er für die russische Unterstützung dankte. Beide Seiten bezeichneten ihre Beziehungen als strategische Partnerschaft. In Berlin schlug CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt vor, Iran unter Bedingungen Sanktionserleichterungen anzubieten: Teheran müsste Atom- und Raketenprogramm aufgeben, Hormus öffnen und Angriffe auf Israel einstellen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte diesen Schritt verfrüht.
The National: Araghtschi in Russland, Deutschlandfunk: Hardt Sanktionserleichterungen Zum ArtikelIsraels Armee hat trotz der verlängerten Waffenruhe Raketenabschussrampen der Hisbollah im Südlibanon angegriffen. Bei den Luftangriffen kamen nach Angaben libanesischer Behörden mindestens sechs Menschen ums Leben. Israel begründete die Angriffe mit dem fortgesetzten Raketenbeschuss aus dem Libanon. Die Waffenruhe zwischen Israel und Libanon war Mitte April zunächst für zehn Tage vereinbart und dann um drei Wochen verlängert worden, zeigt aber weiterhin erhebliche Verletzungen auf beiden Seiten.
Deutschlandfunk: Israel greift Libanon anUS-Präsident Trump hat Bundeskanzler Merz nach dessen Iran-Kritik auf Truth Social direkt angegriffen und dabei seine Aussage grundlegend falsch dargestellt. Merz hatte die US-Strategie als planlos bezeichnet; Trump behauptete, Merz wolle dem Iran Atomwaffen gestatten. Das hat Merz nie gesagt. Parallel ist IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric als erste hochrangige westliche Vertreterin nach Teheran gereist, um über humanitäre Zugänge zu verhandeln. Am 1. Mai greift die War Powers Resolution: Wenn Trump keine Kongressgenehmigung einholt, droht ein Verfassungsstreit über die Fortsetzung der Militäroperationen.
tagesschau, Al Jazeera Zum ArtikelDie Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai 2026 aus OPEC und OPEC+ aus. Das Kartell verliert damit seinen drittgrößten Produzenten, der für mehr als 16 Prozent der Gesamtförderung steht. Hintergrund sind langjährige Streitigkeiten über Produktionsquoten — ADNOC produziert derzeit rund 30 Prozent unter ihrer tatsächlichen Kapazität — sowie der Vorwurf, arabische Nachbarstaaten hätten die VAE während des Iran-Kriegs nicht ausreichend geschützt. Kurzfristig bleibt der preisdämpfende Effekt begrenzt, weil die Hormus-Blockade die Exportrouten der VAE weitgehend versperrt.
t-online: VAE treten aus OPEC aus, CNBC: UAE to leave OPEC effective May 1 Zum ArtikelVerteidigungsminister Boris Pistorius verlegt das Minenjagdboot „Fulda” vorsorglich ins Mittelmeer, zusammen mit einem Kommando- und Versorgungsschiff. Ein Einsatz in der Straße von Hormus selbst bleibt an drei Bedingungen geknüpft: ein nachhaltiges Ende der Kampfhandlungen, eine internationale Rechtsgrundlage und ein Bundestagsmandat. Die Vorverlagerung soll Reaktionszeit sparen, falls alle politischen Voraussetzungen erfüllt werden. Deutschland hat zehn aktive Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse, die unbemannte Unterwasserfahrzeuge zur Minensuche einsetzen können.
Tagesspiegel: Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich, Deutschlandfunk: Minenräumer HormusDer Ölpreis ist am Dienstag auf 111,20 Dollar pro Barrel Brent gestiegen, ein Plus von fast drei Prozent gegenüber dem Vortag, nachdem keine Verhandlungsfortschritte zwischen den USA und Iran erkennbar sind. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die iranische Blockade der Straße von Hormus als „wirtschaftliche Atomwaffe”, mit der Teheran versuche, die Welt unter Druck zu setzen. Im Kongress bereiten Demokraten für den 1. Mai eine sechste Abstimmung über eine War Powers Resolution vor, die Trump zur Einstellung der Militäroperationen gegen Iran zwingen soll.
ZDF: Rubio nennt Blockade wirtschaftliche Atomwaffe, finanzen.net: Ölpreise steigen deutlich, The Hill: Demokraten planen weitere War Powers-Abstimmungen Zum ArtikelUN-Generalsekretär António Guterres warnte am Dienstag vor einer globalen Lebensmittelkrise, sollte die Straße von Hormus nicht bald geöffnet werden. Dutzende Länder fordern die sofortige Wiedereröffnung. Außenminister Rubio bekräftigte: Washington werde keine Vereinbarung akzeptieren, die dem Iran die Kontrolle über den Zugang zur Meerenge überlässt. Eine Branchenumfrage zeigt, dass 80 Prozent der Ölmanager nicht damit rechnen, dass Hormus vor August 2026 geöffnet wird.
Al Jazeera liveblog, Times of Israel: Rubio rejects Iran Hormuz proposal Zum ArtikelAußenminister Marco Rubio zweifelte am Dienstag öffentlich daran, ob der iranische Unterhändler überhaupt befugt war, das Hormus-Angebot einzureichen. Dahinter steckt ein strukturelles Problem: IRGC-Kommandeur Ahmad Vahidi setzt seit März 2026 die faktischen Grenzen der iranischen Verhandlungsposition, nicht das Außenministerium. Unmittelbar nach Trumps Waffenruheverlängerung am 21. April beschlagnahmten IRGC-Kräfte zwei Schiffe in der Straße von Hormus und konterkarierte Araghtschi-Erklärungen über Verhandlungsbereitschaft. Parallel bestätigte Putin, eine persönliche Botschaft von Obersten Führer Mojtaba Khamenei erhalten zu haben, seine erste bekannte internationale Kommunikation seit seiner Ernennung vor sechs Wochen.
ANI News: Rubio zweifelt an Vollmacht Zum ArtikelIran hat über pakistanische Vermittler ein neues Angebot an die USA übermittelt: Teheran ist bereit, die Straße von Hormus zu öffnen und den Krieg formal zu beenden, wenn Washington die Seeblockade aufhebt. Das Atomwaffenprogramm soll ausgeklammert und separat verhandelt werden. Trump hält das Angebot nach einem Gespräch mit Außenminister Rubio für unzureichend, da er auf einem vollständigen Deal besteht. Am 1. Mai läuft die War Powers Resolution ab, die Trump zur Einholung einer Kongressgenehmigung verpflichtet. Senate-Demokratenführer Schumer kündigte eine sechste Abstimmung an, um die Operationen zu beenden.
Axios: Iran offers Hormuz deal, CNBC: Trump discussed proposal with Rubio, Al Jazeera: War Powers Resolution Zum ArtikelEU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Vorstoß von Kanzler Merz zurückgewiesen, Iran als Gegenleistung für die Öffnung der Hormusstraße Sanktionserleichterungen anzubieten. "Es ist zu früh, die Sanktionen gegen Iran zu lockern", sagte von der Leyen in Berlin. Als Bedingung für jede Lockerung nannte sie eine nachgewiesene "Fähigkeit zur Veränderung" und verwies auf Irans Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung. Merz hatte zuvor die USA-Strategie im Iran-Krieg öffentlich als strategielos kritisiert und die Idee ins Gespräch gebracht, Hormus-Öffnung gegen Sanktionslockerung zu tauschen.
Washington Times, Times of IsraelDas Treffen zwischen Araghtschi und Putin in Moskau fand am Montagnachmittag statt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte das Gespräch offiziell. Russland bekräftigte die strategische Partnerschaft mit Iran, schloss aber eine militärische Beteiligung am Konflikt weiterhin ausdrücklich aus. Für Teheran bleibt Moskau damit ein diplomatischer Verbündeter, der Rückendeckung in internationalen Foren bietet, aber keine Waffen liefert.
t-online: Putin empfängt Araghtschi, SRF: Araghtschi besucht Putin Zum ArtikelBundeskanzler Friedrich Merz hat bei einer Schüler-Diskussion in Marsberg den USA im Iran-Krieg das strategische Konzept abgesprochen: 'Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie.' Die iranische Staatsführung demütige eine ganze Nation, indem sie sehr geschickt nicht verhandle, so Merz. Der Kanzler betonte zugleich die wirtschaftlichen Kosten für Deutschland: 'Dieser Konflikt hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Wirtschaftsleistung.' Merz' Kritik kommt drei Tage vor dem Ablauf der Waffenruhe zwischen USA und Iran am 30. April, ohne dass neue Verhandlungen vereinbart sind.
Handelsblatt: Merz kritisiert US-Strategie, SRF: Merz USA haben keine StrategieEine Umfrage des Baden-Württembergischen IHK-Tags unter 372 Südwestbetrieben zeigt: 85 Prozent aller Unternehmen spüren Auswirkungen des Iran-Kriegs auf ihr Geschäft. Ein Drittel hat bereits Projekte und Investitionen zurückgestellt, 63 Prozent haben ihr Risikomanagement intensiviert. In der Industrie berichten 75 Prozent von gestiegenen Transportkosten; bundesweit erwarten laut ifo 90 Prozent der Industriebetriebe Beeinträchtigungen. Containerfrachtkosten auf der Route China-Deutschland sind von 1.800 auf 2.100 Euro gestiegen. BWIHK-Vizepräsident Claus Paal: 'Die Unternehmen fahren auf Sicht.'
meinka.de: IHK-Umfrage Südwest, ifo Institut: 90 Prozent Industrie Zum ArtikelIrans Außenminister Abbas Araghtschi ist am Montag in Moskau eingetroffen, einen Tag früher als zuletzt angekündigt. Kremls Sprecher Dmitri Peskow bestätigte das Treffen mit Putin für Montagnachmittag. Russland hat Iran seit Kriegsbeginn diplomatisch unterstützt, militärische Hilfe aber ausdrücklich ausgeschlossen. Es ist das erste Mal seit Kriegsbeginn, dass ein iranischer Chefdiplomat persönlich in Moskau Rückhalt für die laufenden Verhandlungen sucht.
Al Jazeera: Iran war live, Deutschlandfunk: Araghtschi in RusslandIrans Außenminister Araghtschi trifft Putin am 28. April in Moskau, nach zwei Pakistan-Besuchen und einer Oman-Reise innerhalb von fünf Tagen. Die intensive Shuttlediplomatie fällt mit der War-Powers-Frist zum 1. Mai zusammen: Trump muss bis dann die Genehmigung des Kongresses für die Fortführung der Militäroperationen einholen. Teheran hat schriftliche Botschaften über pakistanische Vermittler an Washington übermittelt, ohne das geforderte einheitliche Verhandlungspapier zu liefern. Trumps Sondergesandte Kushner und Witkoff haben ihre geplante Pakistan-Reise abgesagt; Gespräche sollen nun telefonisch geführt werden.
Al Jazeera: Araghtschi nach Moskau, Al Jazeera: War Powers Deadline Zum ArtikelAraghtschi hat nach Oman und einem erneuten Pakistan-Besuch Kurs auf Moskau genommen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, Putin werde den iranischen Außenminister empfangen; das Treffen wird für Montag, den 27. April, erwartet. Russland unterstützt Iran seit Kriegsbeginn diplomatisch, hat militärische Hilfe aber ausdrücklich ausgeschlossen. Parallel fing die US-Marine am 25. April den Tanker Sevan in der Arabischen See ab, eines von 19 Schiffen einer sanktionierten Schattenflotte, die Öl- und Gasprodukte aus dem Iran transportiert. Seit Beginn der Seeblockade wurden insgesamt 37 Handelsschiffe umgeleitet.
t-online: Putin empfängt Araghtschi, Newsweek: US intercepted Iran shadow fleet Zum ArtikelIrans Außenminister Abbas Araghtschi ist nach Pakistan zurückgekehrt, obwohl die US-Delegation die Reise dorthin abgesagt hat, und hat anschließend die Reise nach Oman fortgesetzt. In Maskat traf er mit omanischen Diplomaten zusammen, die seit Beginn des Konflikts als inoffizielle Vermittler zwischen Teheran und Washington fungierten. Das Oman-Signal gilt als Indiz dafür, dass Iran parallele Kommunikationskanäle offenhält, auch wenn die direkten US-Gespräche in Pakistan gescheitert sind. Ob und wann eine vierte Runde vereinbart wird, blieb offen.
CNN, NPRIm Südlibanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums bei israelischen Angriffen sieben Menschen getötet und 24 weitere verletzt. Die israelische Armee tötete nach eigenen Angaben mehrere Hisbollah-Kämpfer, darunter drei Männer in einem Fahrzeug, das Waffen transportierte. Die Hisbollah griff israelische Soldaten im Gebiet Kantara mit Drohnen an. Beide Seiten werfen sich Verstöße gegen die bis Mitte Mai verlängerte Waffenruhe vor; die Hisbollah erklärte das Abkommen für bedeutungslos, solange Israel seine Angriffe fortsetze.
ZDF Heute, FinanznachrichtenDie Feuerpause zwischen den USA und Iran läuft innerhalb der nächsten 24 Stunden ab, ohne dass neue Verhandlungen vereinbart sind. Das revolutionsgardenahe Medium Tasnim hat öffentlich Karten der Unterseekabel im Persischen Golf veröffentlicht, die die Golfstaaten mit der globalen Internetinfrastruktur verbinden und nahe der Straße von Hormus verlaufen. Parallel legte Irans Revolutionsgarde Anfang dieser Woche weitere Seeminen in der Straße aus und beschlagnahmte weitere Schiffe. Ein Angriff auf die Datenkabel würde den digitalen Rückgrat Saudi-Arabiens und der Emirate treffen und wäre eine neue Eskalationsstufe über die Ölblockade hinaus.
Al Jazeera Live, Iran International: IRGC Kabel Zum ArtikelDie verlängerte Feuerpause läuft in Kürze aus, ohne dass eine neue Verhandlungsrunde vereinbart ist: Iran hat keinen Zeitplan für eine Rückkehr an den Tisch benannt. Teheran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus ausdrücklich an ein Ende der US-Seeblockade, die seit dem 13. April mehr als 25 Handelsschiffe am Verlassen iranischer Häfen gehindert hat. Parlamentssprecher Ghalibaf drohte mit dem Einsatz neuer Karten auf dem Schlachtfeld, sollten die Gespräche endgültig scheitern. Präsident Peseschkian erklärte, Iran sei gesprächsbereit, aber Blockade und Drohungen blieben das zentrale Hindernis für ernsthaften Dialog.
ZDF Heute, Finanznachrichten, Rhein-Neckar-ZeitungEine DIHK-Umfrage vom 22. April unter 2.400 deutschen Unternehmen zeigt das Ausmaß des Schadens: 83 Prozent verzeichnen negative Geschäftsauswirkungen, 43 Prozent der Industriebetriebe verlagern Investitionen ins Ausland statt im Inland zu tätigen, der höchste Wert seit der Strukturkrise 2003. Unterdessen berichtete die New York Times am 24. April über den Gesundheitszustand des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei: Er wartet nach dem Angriff vom 28. Februar auf eine Beinprothese, kann wegen Gesichtsverbrennungen kaum sprechen und kommuniziert nur schriftlich. De facto trifft ein Führungskreis der Revolutionsgarde die Sicherheits- und Diplomatiefragen, was Trumps Hinweis auf interne Zwistigkeiten in Irans Führung erklärt.
DIHK, Asharq Al-Awsat / NYT Zum ArtikelTrump hat die geplante Reise seiner Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan abgesagt, etwa eine Stunde nachdem Araghtschi Islamabad verlassen hatte und Richtung Oman weitergereist war. Als Grund nannte Trump massive interne Zwistigkeiten in Irans Führung und erklärte, Iran habe zwar viel angeboten, aber nicht genug. Zukünftige Gespräche sollen per Telefon geführt werden. Iran antwortete, es sei unklar, ob Washington wirklich an ernsthafter Diplomatie interessiert sei. Pakistan verliert damit seine Funktion als physischer Verhandlungsort; wann eine neue Gesprächsrunde zustande kommt, steht offen.
CNN, Axios Zum ArtikelNetanyahu ordnete am Samstag an, die israelische Armee solle massiv gegen Hisbollah im Südlibanon vorgehen, nachdem die Miliz zwei Projektile auf Nordisrael abgefeuert hatte und in den Gebieten Manara, Margaliot und Misgav Am Raketenalarm ausgelöst wurde. Israel griff Bint Jbeil an und sprengte nach libanesischen Berichten mehrere Gebäude in der Stadt. Al Jazeera meldete vier Tote durch israelische Angriffe im Südlibanon am Samstag. Hisbollah-Vertreter erklärten die verlängerte Waffenruhe angesichts der fortgesetzten Angriffe für bedeutungslos.
Al Jazeera, t-online Zum ArtikelSPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch hat angedeutet, eine Aussetzung der Schuldenbremse befürworten zu können, falls die wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs dauerhaft anhalten. Einen konkreten Schwellenwert nannte er nicht. Die EU hat seit Kriegsbeginn rund 24 Milliarden Euro mehr für Energieimporte ausgegeben, nach Angaben der EU-Kommission täglich etwa 500 Millionen Euro Mehrkosten. Die langfristigen Haushaltswirkungen des Konflikts gelten in der Koalition als schwer kalkulierbar.
DeutschlandfunkDie dritte Verhandlungsrunde in Islamabad endete am Samstag ohne direkten US-Iran-Kontakt: Außenminister Araghtschi koordinierte nach eigenen Angaben nur mit pakistanischen Partnern, Tasnim dementierte jegliche Verhandlung. Zeitgleich zeigen Öldaten ein Paradox: Iran exportiert trotz Hormusblockade weiterhin rund 1,71 Millionen Barrel täglich und verdient 40 Prozent mehr als vor dem Krieg. Die Golfstaaten hingegen haben täglich zehn Millionen Barrel Exportkapazität verloren. Am 24. April verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical (Dalian, 400.000 Barrel/Tag) und rund 40 Schattenflottentanker.
t-online: Unklare Lage bei Iran-Verhandlungen, US Treasury: Sanktionen Hengli Petrochemical Zum ArtikelVerteidigungsminister Boris Pistorius hat angekündigt, vorsorglich einen Minensucher und ein Versorgungsschiff ins Mittelmeer zu verlegen. Der Schritt soll sicherstellen, dass Deutschland nach einem möglichen Bundestagsmandat sofort handlungsfähig wäre. Ein Mandat liegt nicht vor; SPD und AfD haben sich bisher gegen einen Bundeswehreinsatz an der Straße von Hormus ausgesprochen. Parallel blieb offen, ob es am Samstag zu direkten Gesprächen zwischen Witkoff, Kushner und Araghtschi kommt: Irans Außenministeriumssprecher Baghaei erklärte, kein Treffen sei geplant, während Araghtschi gleichzeitig für eine Tour durch Islamabad, Maskat und Moskau aufgebrochen ist.
Handelsblatt: Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich ins Mittelmeer, CNBC: Kushner und Witkoff fliegen nach Pakistan für direkte Gespräche Zum ArtikelDas Weiße Haus hat bestätigt, dass Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner am Samstag nach Pakistan fliegen, um dort direkte Gespräche mit dem iranischen Außenminister Araghtschi zu führen. Sprecherin Karoline Leavitt sagte, Iran habe selbst um ein persönliches Gespräch gebeten. Vizepräsident Vance, der die erste Runde geleitet hatte, bleibt diesmal in Washington, steht aber auf Abruf bereit. Trump verlängerte zeitgleich die Ausnahmeregelung zum Jones Act um 90 Tage, die ausländischen Schiffen erleichtert, Öl und Gas innerhalb amerikanischer Gewässer zu transportieren.
CNBC: Kushner Witkoff heading to Pakistan for direct talks, Al Jazeera: US envoys to fly to Pakistan for Iran talks Zum ArtikelErstmals seit dem Irakkrieg 2003 operieren drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Persischen Golf: USS Gerald R. Ford, USS Abraham Lincoln und die am 23. April eingetroffene USS George H.W. Bush. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, Teheran habe in den vergangenen zwei Wochen 'neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld' vorbereitet, ohne Einzelheiten zu nennen. US-Streitkräfte beschlagnahmten gleichzeitig den Tanker Majestic X im Indischen Ozean als vierte iranische Öllieferung seit Kriegsbeginn. Araghtschi ist seit Freitagabend in Islamabad, ein direktes Gespräch mit der US-Delegation blieb nach Informationsstand vom 24. April aus.
Washington Post: USS George H.W. Bush arrives near Iran, CNBC: Iran new cards on battlefield Zum ArtikelDie EU-Kommission bezifferte die Mehrkosten der Hormuskrise für Europa auf 24 Milliarden Euro seit Kriegsbeginn, rund 500 Millionen Euro täglich. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte diesen wirtschaftlichen Druck auf dem EU-Gipfel in Zypern offen benannt und als Begründung für das europäische Sanktionsangebot an Iran angeführt. Araghtschi traf am Freitagabend in Islamabad ein. Pakistan arbeitete an einer erneuten Gesprächsrunde zwischen iranischen und US-Unterhändlern, ein konkretes Ergebnis lag noch nicht vor.
Euronews: US-Iran-Waffenruhe unter Druck, Handelsblatt: Merz macht Iran Lockangebot Zum ArtikelIran hat am 22. April zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus beschlagnahmt und auf mindestens drei weitere Handelsschiffe gefeuert. Trump ordnete am 23. April an, die US-Marine solle iranische Minenlegboote abschießen. Gleichzeitig reist Außenminister Araghtschi heute nach Islamabad für neue Gespräche mit US-Vertretern, die Pakistan vermittelt. Deutschland und die EU haben auf einem informellen Gipfel in Zypern angeboten, Sanktionen schrittweise zu lockern, falls Iran die Meerenge dauerhaft freigibt.
CNN Live Updates, Bloomberg: Araghtschi nach Islamabad, ZDF heute: Merz macht Iran ein Angebot Zum ArtikelIran hat Trumps Behauptung einer ernsthaft gespaltenen Führung zurückgewiesen. Präsident Pezeshkian, Außenminister Araghtschi und Parlamentspräsident Ghalibaf erklärten unisono, das Land stehe geschlossen hinter dem Obersten Führer. Die Bundesregierung stellte Sanktionslockerungen in Aussicht, knüpfte das aber an eine dauerhafte und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus. Papst Leo XIV. appellierte bei seiner Rückkehr aus Afrika erneut an USA und Iran, die Gespräche wiederaufzunehmen. Pakistan plant eine Vermittlungsreise nach Teheran, um die Bedingungen für eine neue Verhandlungsrunde auszuloten.
Al Jazeera: Iran dismisses Trump's leadership rift claim, CNN: Pope Leo condemns Iran's killing of protesters but says he cannot support war, Bundesregierung: Erklärung zur Verlängerung des WaffenstillstandsTrump verlängerte die zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon nach einem zweiten Treffen im Oval Office um weitere drei Wochen bis Mitte Mai. Hochrangige Vertreter beider Länder saßen gemeinsam mit Vizepräsident Vance, Außenminister Rubio und den US-Botschaftern in Israel und Libanon zusammen. Hisbollah-Ratsmitglied Wafiq Safa erklärte gegenüber der AP, die Miliz werde sich an keine Vereinbarungen aus diesen direkten Gesprächen halten. Trump kündigte an, Netanyahu und Aoun würden in den nächsten Wochen persönlich ins Weiße Haus kommen.
Axios, Washington Post Zum ArtikelTrump erklärte am Donnerstag im Oval Office, er stehe unter keinem Zeitdruck, den Konflikt mit Iran zu beenden. Auf die Frage nach einem Zeitrahmen antwortete er: „Drängen Sie mich nicht.“ Die Waffenruhe hat er nun ohne Frist verlängert, bis Iran einen konkreten Vorschlag zur dauerhaften Beilegung einreicht. Trump fügte hinzu, die Zeit arbeite für die USA, nicht für Iran: „Wissen Sie, wer unter Zeitdruck steht? Die sind es.“ Gleichzeitig kündigte er an, Amerikaner müssten sich für eine Weile auf höhere Benzinpreise einstellen.
CNN, ABC News, DeutschlandfunkDie USS George H.W. Bush hat als dritter US-Flugzeugträger die CENTCOM-Region erreicht, das erste Mal seit den Vorbereitungen zum Irakkrieg 2003. Das Schiff mied die gefährliche Bab-el-Mandeb-Straße und fuhr stattdessen um das Kap der Guten Hoffnung. Gleichzeitig aktivierte Iran Luftabwehrsysteme in mehreren Teheraner Stadtteilen, nachdem iranische Medien kleine Drohnen über der Hauptstadt gemeldet hatten. Irans Zentralbank bestätigte erstmals offiziell Einnahmen aus Transitgebühren: Schiffe zahlten ab dem 4. April bis zu zwei Millionen Dollar pro Hormusdurchfahrt. Die USA drohten daraufhin mit der Beschlagnahmung aller Schiffe, die diese Gebühren an Teheran entrichtet haben.
Washington Post, Washington Times, Berliner Zeitung Zum ArtikelTrump hat per Truth Social angeordnet, die US-Marine solle Boote, die Minen in der Straße von Hormus verlegen, beschießen und töten. Kein Zögern sei erlaubt. Gleichzeitig beschlagnahmten US-Kräfte den Öltanker Majestic X im Indischen Ozean zwischen Sri Lanka und Indonesien, den dritten iranisch verbundenen Tanker innerhalb von fünf Tagen. Parlamentspräsident Ghalibaf bekräftigte, eine Wiedereröffnung von Hormus sei unmöglich, solange die US-Seeblockade gelte. Die USA dehnen ihre Operationen damit auf Gewässer aus, die deutlich näher an chinesischen Küsten liegen.
CNBC: Trump orders Navy to shoot and kill boats laying mines, Seatrade Maritime: US seizes Iran-linked tanker Majestic X Zum ArtikelDas Pentagon hat dem Kongress mitgeteilt, dass die Räumung der Straße von Hormus von Minen etwa sechs Monate dauern dürfte, selbst wenn eine Waffenruhe sofort in Kraft träte. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte die amerikanische Iranpolitik beim Außenministerrat fahrlässig: Tägliche Kehrtwenden, ob die Straße von Hormus offen oder geschlossen sei, seien rücksichtslos. Die Einschätzung verdeutlicht Washingtons Kernproblem: Selbst bei einem sofortigen politischen Durchbruch würde die wirtschaftliche Entlastung für Schifffahrt und Energiemärkte erst nach rund sechs Monaten einsetzen. Militärische und diplomatische Zeitlinie sind vollständig entkoppelt.
Washington Post: Clearing Strait of Hormuz of mines could take 6 months, EEAS: Kallas press remarks Foreign Affairs Council Zum ArtikelWarum ein dauerhafter US-Iran-Friedensdeal strukturell so schwer ist: Trump steht vor denselben Kompromissen, die er 2018 als inakzeptabel bezeichnete, als er Obamas Atomdeal aufkündigte. Die drei Kernkonflikte sind Urananreicherung, Sanktionsaufhebung und die Seeblockade. Hinzu kommt Irans gespaltene Führung: Die Islamischen Revolutionsgarden blockieren Hormus nach eigenem Ermessen, unabhängig von politischen Beschlüssen. Pakistan sondiert einen neuen Gesprächstermin für Ende dieser Woche.
CNBC: Trump tells CNBC he expects great deal with Iran, Handelsblatt: USA und Iran beenden Friedensgespräche ergebnislos Zum ArtikelDie Gespräche in Islamabad, auf die Trump gehofft hatte, fanden statt und scheiterten. Vizepräsident JD Vance traf auf die iranische Delegation unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Nach 21 Stunden verließen beide Seiten Islamabad ohne Einigung. Iran fordert weiter die vollständige Aufhebung der US-Seeblockade als Vorbedingung. Parallel erklärte Iran die Straße von Hormus erneut für gesperrt. Pakistan plant weitere Vermittlungsreisen nach Teheran.
Handelsblatt: Iran-Krieg, USA und Iran beenden Friedensgespräche ergebnislos, ZDF: Iran-Krise, Straße von Hormus wieder dicht Zum ArtikelDie libanesische Journalistin Amal Chalil von der Zeitung Al-Achbar wurde am 22. April bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri im Südlibanon unter Trümmern begraben. Rettungskräfte konnten stundenlang nicht zu ihr vordringen, weil israelische Angriffe den Bereich weiter unter Beschuss hielten. Als sie schließlich geborgen wurde, war sie tot. Der Angriff ereignete sich mitten in der Waffenruhe, die seit dem 17. April gilt. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) warf Israel vor, die Rettungsarbeiten systematisch behindert zu haben, was ein Kriegsverbrechen darstellen könnte.
ZEIT Online: Amal Chalil getötet, CPJ: Lebanese journalist Amal Khalil found dead Zum ArtikelUS-Marines haben am 21. April im Golf von Bengalen den iranisch verbundenen Öltanker M/T Tifani beschlagnahmt — mehr als 3.200 Kilometer vom Persischen Golf entfernt. Das botswanisch beflaggte Schiff transportierte nach Pentagon-Angaben fast zwei Millionen Barrel iranisches Rohöl nach China. Es war die zweite US-Operation in 48 Stunden: Bereits am 20. April hatten US-Kräfte ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman gestoppt. Der iranische UN-Botschafter bezeichnete die Tifani-Beschlagnahme als 'klaren Bruch der Waffenruhe'. Pakistan plant in den nächsten Tagen eine Reise nach Teheran, um die Bedingungen für neue Verhandlungen zu klären.
Washington Post: US operations against Iran expand to Indian Ocean, CNN: The US-Iran war is spilling into the Indo-Pacific Zum ArtikelTrump hält neue Verhandlungen für möglich: Auf Journalistenfragen, ob innerhalb von 36 bis 72 Stunden Gespräche in Islamabad beginnen könnten, antwortete er am Mittwoch mit 'Es ist möglich'. Ende dieser Woche gilt damit als möglicher Zeitraum. Pakistan bestätigte, aktiv an einer Wiederaufnahme zu arbeiten. Iran äußerte sich nicht zu einem konkreten Datum und knüpft die Rückkehr an den Verhandlungstisch weiterhin an die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen.
t-online: Trump nennt möglichen Termin, ZDF: Trump Iran neue Verhandlungen Pakistan Zum ArtikelDer Kerosinpreis hat sich seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt: von rund 85 auf über 170 Dollar je Barrel. Lufthansa stellt die Regionaltochter Cityline sofort ein und streicht 20.000 Kurzstreckenflüge bis Oktober, was 40.000 Tonnen Kerosin einspart. IEA-Chef Fatih Birol warnte, Europas Kerosinvorräte reichten noch für etwa sechs Wochen – Europa importiert 30 Prozent seines Kerosinbedarfs, drei Viertel davon aus dem Nahen Osten. Bundeswirtschaftsministerin Reiche bezeichnete die Versorgung als gesichert und verwies auf eine Million Tonnen eingelagerte Reserven. Die EU-Energieminister tagen kommende Woche zur Notfallplanung.
ZDF Heute – Kerosin wird knapper, Austrian Wings – Cityline Aus, Airliners – IEA warnt vor Kerosin-Mangel Zum ArtikelDie Islamische Revolutionsgarde hat am Mittwochnachmittag zwei Containerschiffe in der Straße von Hormus gekapert: die MSC Francesca unter panamaischer Flagge, die die IRGC als mit Israel verbunden bezeichnet, sowie die liberianisch beflaggte Epaminondas, die auf dem Weg nach Indien war. Die IRGC begründete die Beschlagnahmungen mit Verstößen gegen Seefahrtsregeln und manipulierten Navigationssystemen. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO berichtete dagegen, beide Schiffe seien ohne Vorwarnung unter Feuer genommen worden. Ein drittes Schiff wurde angegriffen und ist manövrierunfähig vor der iranischen Küste. Die Aktionen folgten unmittelbar auf Trumps Waffenruhe-Verlängerung vom Vorabend.
CNN: Iran seizes two ships in Strait of Hormuz, Al Jazeera: Iran captures two vessels in Strait of Hormuz, T-Online: Zwei Schiffe beschlagnahmt Zum ArtikelAm 20. April griffen zwei IRGC-Schnellboote den Tanker Sanmar Herald unter indischer Flagge an. Die Boote feuerten ohne Vorwarnung, Treffer beschädigten die Brückenfront des Schiffs, die Besatzung blieb unverletzt. Das deutsche TUI-Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 4 wurde von der IRGC per Funk bedroht: 'Wir führen eine Operation durch, wir werden euch zerstören und versenken.' Der Kapitän blieb auf Kurs, beide TUI-Schiffe passierten die Straße von Hormus erfolgreich. Die Vorfälle bestätigen eine systematische IRGC-Abschreckungsstrategie, die nicht nur Frachter, sondern auch zivile Kreuzfahrtschiffe betrifft.
T-Online: Mein Schiff 4 durchfährt Hormus, Tagesspiegel: Mehrere Frachter beschossen Zum ArtikelDie Islamische Revolutionsgarde (IRGC) hat am 18. April das Containerschiff CMA CGM Everglade 25 Seemeilen vor der omanischen Küste beschossen und gleichzeitig die Straße von Hormus formell für gesperrt erklärt. Das Schiff unter maltesischer Flagge wurde an Containerreihen beschädigt, niemand verletzt. Die IRGC begründete die Sperrung mit der fortgesetzten US-Seeblockade iranischer Häfen, die sie als Verletzung der Waffenruhe wertet. Täglich werden durch die Hormustraße rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert. Versicherungsprämien für Schiffe im Persischen Golf erreichten nach dem 18. April Rekordhöhen.
Spiegel Online, Project Cargo Journal Zum ArtikelMahdi Mohammadi, Sicherheitsberater von Parlamentspräsident Ghalibaf, wies Trumps Waffenruheverlängerung als bedeutungslos zurück. 'Die Fortsetzung der Seeblockade unterscheidet sich nicht von Bombardierung und muss militärisch beantwortet werden', sagte Mohammadi. Er bezeichnete die Verlängerung als 'Zeitkauf für einen Überraschungsangriff'. Pakistan hat angekündigt, in den nächsten Tagen nach Teheran zu reisen, um die Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Gespräche auszuloten.
IBTimes UK: Iran rejects Trump ceasefire extension, CNBC: Trump extends Iran ceasefire, CNN: Iran Trump negotiations peace ceasefireTrump verlängerte die Waffenruhe mit Iran ohne neue Frist, nachdem er sie noch am Vortag als hochunwahrscheinlich bezeichnet hatte. Auf Bitten Pakistans, dessen Armeechef Munir und Premierminister Sharif Washington um Zurückhaltung baten, setzte Trump den Angriff aus. Vizepräsident Vances Reise nach Islamabad wurde abgesagt. Iran hat keine Delegation entsandt, die US-Seeblockade iranischer Häfen bleibt in Kraft. Brent-Rohöl stieg um 6,5 Prozent auf rund 96 Dollar pro Barrel.
tagesschau: Trump verlängert Iran-Waffenruhe, Al Jazeera: Trump announces extending Iran ceasefire Zum ArtikelTrump hat die auslaufende Waffenruhe mit Iran verlängert. Auf Truth Social erklärte er, Pakistans Armeechef Field Marshal Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif hätten darum gebeten, einen Angriff auf Iran zurückzuhalten, bis dessen Führung einen einheitlichen Verhandlungsvorschlag vorlegen kann. JD Vances Reise nach Islamabad wurde infolgedessen abgesagt, der Vizepräsident verließ das Weiße Haus nach fünf Stunden wieder , ohne abzureisen. Die US-Seeblockade iranischer Häfen bleibt in Kraft. Iran hatte bis Dienstagabend keine Delegation nach Islamabad entsandt.
Axios: Trump verlängert Waffenruhe, CNN: Trump verlängert Waffenruhe, NPR: Trump verlängert auf Pakistans Anfrage Zum ArtikelTrotz der am Montag erteilten Genehmigung von Ayatollah Khamenei hat Iran bis Dienstagabend keine Verhandlungsdelegation nach Pakistan entsandt. Das Staatsfernsehen bestätigte, dass sich keine iranischen Unterhändler auf dem Weg nach Islamabad befänden. Parallel drohte ein hochrangiger Kommandeur der Revolutionsgarden den Golfstaaten: Sollten sie US-Streitkräften erlauben, von ihrem Territorium aus Iran anzugreifen, würde Iran ihre Ölproduktionsanlagen vernichten. Trump hatte zuletzt erklärt, er erwarte, Iran bei Verhandlungsscheitern erneut bombardieren zu müssen. Die Waffenruhe läuft am Mittwochabend aus.
tagesschau: Iran-USA Waffenruhe und Gespräche, Deutschlandfunk: Verhandlungen in Islamabad weiter ungewissIrans Oberster Führer Khamenei hat am Montagabend die Teilnahme einer iranischen Delegation an der zweiten Verhandlungsrunde in Islamabad genehmigt. Die iranische Delegation führt Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der gleichzeitig ankündigte, Iran habe sich in den vergangenen zwei Wochen auf neue Schlachtfeldmaßnahmen vorbereitet. Vizepräsident JD Vance fliegt mit Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner in der Nacht auf Mittwoch nach Pakistan. Am Mittwochabend läuft die Waffenruhe aus. Trump erklärte, er erwarte, Iran bald bombardieren zu müssen, falls keine Einigung erzielt wird.
Axios: Vance reist nach Islamabad, CNBC: Neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld Zum ArtikelBeim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg forderte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Iran auf, die Verhandlungen in Islamabad fortzusetzen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen. Die US-Seeblockade iranischer Schiffe bleibt das zentrale Hindernis: Teheran verknüpft seine Teilnahme an einer zweiten Gesprächsrunde mit der Aufhebung der Blockade. Eine DIHK-Umfrage unter rund 2.400 deutschen Betrieben zeigt, dass 83 Prozent negative Auswirkungen auf ihr Geschäft melden; in der Industrie liegt der Wert bei 87 Prozent.
Deutschlandfunk: Wadephul fordert Iran zur Fortsetzung der Verhandlungen, DIHK: Iran-Konflikt Folgewirkungen für deutsche Firmen Zum ArtikelDie USA haben Iran laut einem exklusiven Bericht von Axios ein konkretes Angebot gemacht: 20 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten werden freigegeben, wenn Teheran sein gesamtes angereichertes Uran abgibt und dauerhaft auf weitere Urananreicherung verzichtet. Das ist weitreichender als die bisher bekannte US-Forderung eines zwanzigjährigen Moratoriums und würde Irans nukleares Potenzial dauerhaft eliminieren. Parallel signalisierte Teheran am Dienstagvormittag Gesprächsbereitschaft für eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad, nachdem Iran solche Gespräche zunächst abgelehnt hatte.
Axios: USA erwägen 20-Milliarden-Uranangebot, CNBC: Iran-USA Waffenstillstand Zum ArtikelKurswechsel in Teheran: Wenige Stunden nachdem Iran angekündigt hatte, keine Delegierten nach Islamabad zu schicken, signalisierte die iranische Führung am Dienstagmorgen (21. April) doch Bereitschaft zu Gesprächen. Brent-Rohöl fiel daraufhin auf 94,44 Dollar pro Barrel, nachdem der Preis am Montag um 5,6 Prozent gestiegen war. US-Präsident Trump bestätigte, Vizepräsident Vance werde entweder Dienstagabend oder Mittwochmorgen nach Islamabad fliegen. Die Waffenruhe läuft unverändert am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus, eine Verlängerung bezeichnete Trump weiterhin als hochunwahrscheinlich.
CNBC: Ölpreis fällt auf Iran-Signale, ICIS: Ölpreise fallen auf Hoffnung über Iran-USA-GesprächeVizepräsident JD Vance fliegt am Dienstag (21. April) nach Islamabad für einen zweiten Verhandlungsversuch mit Iran. Teheran hat jedoch angekündigt, keine Delegierten zu schicken: Das iranische Außenministerium wirft Washington vor, die Waffenruhe von Beginn an verletzt zu haben, unter anderem durch die Beschlagnahme des Frachtschiffs Touska und die anhaltende Seeblockade. Pakistan, Ägypten und die Türkei arbeiten als Vermittler daran, zumindest ein begrenztes Rahmenabkommen zu formulieren, das eine weitere Verlängerung erlauben würde. Die Waffenruhe läuft morgen Mittwochabend (Washingtoner Zeit) aus. Trump hatte eine Verlängerung als 'hochunwahrscheinlich' bezeichnet.
Axios, CNN, Al JazeeraIrans Erster Vizepräsident Mohammad Reza Aref hat die Forderungen Washingtons als „kindisch“ bezeichnet und eine Rückkehr zu den Islamabad-Gesprächen abgelehnt. Iranische Militärsprecher erklärten, die Revolutionsgarden hätten die Feuerpause genutzt, um Raketenwerfer schneller als vor Kriegsbeginn aufzufüllen. Als neues Druckmittel brachte Teheran eine Anweisung an die Houthi-Miliz ins Spiel, die Straße von Bab al-Mandab zu sperren. Am Mittwochabend läuft die Waffenruhe aus. Das britische Militär hat die Lage als kritisch eingestuft, Brent-Rohöl notiert bei 96 Dollar.
Business Today, Washington Times Zum ArtikelIsrael hat neue Verhandlungsrunden mit dem Libanon über ein dauerhaftes Friedensabkommen angekündigt. Die von Trump am 16. April verkündete zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon läuft am 26. April aus. Trump lud Premierminister Netanyahu und Libanons Präsident Joseph Aoun ins Weiße Haus ein, einen konkreten Termin nannte er nicht. Im Gazastreifen gingen israelische Luftangriffe trotz der Libanon-Waffenruhe weiter: Mindestens 32 Menschen kamen am Montag bei Angriffen ums Leben.
Deutschlandfunk, ZDFUS-Präsident Trump hat am Montagnachmittag klargestellt, eine Verlängerung der Waffenruhe über den 22. April hinaus sei 'hochunwahrscheinlich'. Die Feuerpause läuft am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus, während Iran weitere Verhandlungen weiterhin ablehnt. Brent-Rohöl stieg am Montag auf 95,16 USD pro Barrel, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit verdichtet sich das Szenario: Ohne Einigung bis Mittwochabend dürfte die Blockade der Straße von Hormus in voller Intensität zurückkehren.
CNN: Waffenruhe endet Mittwoch, Bloomberg: Trump zur Waffenruhe-Verlängerung, Euronews: Ölpreis steigt Zum ArtikelDer Iran hat am Montag (20. April) die geplante zweite Verhandlungsrunde in Islamabad kurzfristig abgesagt. Außenministeriumssprecher Ismail Baghai erklärte, Teheran habe noch keine Entscheidung über weitere Gespräche getroffen und bezeichnete die Touska-Beschlagnahme als Verletzung der Waffenruhe. Trumps Delegation reiste dennoch nach Pakistan. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran, am 8. April für zwei Wochen vereinbart, läuft planmäßig am Mittwoch (22. April) aus. Das Bundesverteidigungsministerium gab bekannt, die Deutsche Marine bereite einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor.
nw.de: Iran cancelt Verhandlungen, ZDF: Iran-USA Verhandlungen Zum ArtikelWirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte am Sonntag vor Alarmismus, räumte aber ein, dass deutsche Raffinerien unter Druck stünden. Die Bundesregierung hat 50.000 Tonnen Jet-Treibstoff aus strategischen Reserven freigegeben, der Erdölbevorratungsverband hält knapp 1,1 Millionen Tonnen Kerosin in Reserve. Über 70 Prozent der europäischen Kerosinimporte stammen aus dem Mittleren Osten und sind durch die Hormus-Blockade gefährdet. Branchenexperten warnen ab Mai vor spürbaren Engpässen, sofern die Blockade andauert.
WirtschaftsWoche, Tagesspiegel Zum ArtikelDer US-Zerstörer USS Spruance hat am Sonntag das iranische Frachtschiff Touska im Golf von Oman aufgebracht und unter Kontrolle gestellt. Das 274 Meter lange Schiff steht auf der OFAC-Sanktionsliste, ignorierte Warnungen und wurde von US-Marines übernommen. Die Beschlagnahme markiert eine Ausweitung der US-Blockadestrategie: Bisher konzentrierte sich die US-Marine auf die Straße von Hormus und iranische Häfen, nun werden sanktionierte Schiffe auf offenem Meer gestoppt. Iran bezeichnete die Aktion als maritime Piraterie und drohte mit Vergeltung. Die Waffenruhe läuft am Montag aus.
Al Jazeera, NBC News Zum ArtikelUS-Präsident Trump reagierte auf die erneute Sperrung der Straße von Hormus mit einer unmissverständlichen Erklärung: Iran werde 'nicht von Erpressung profitieren dürfen'. Gleichzeitig beschrieb er die laufenden Atomgespräche als 'sehr positiv'. Irans Vizeaußenminister schloss neue Verhandlungen aus, solange die US-Seeblockade iranischer Häfen andauere. CDU-Verteidigungspolitiker Markus Theis begrüßte die geplante multinationale Schifffahrtsmission und betonte, die Öffnung der Meerenge liege im weltweiten Interesse. Der Brent-Rohölpreis notiert nach der kurzen Öffnung bei 90 bis 96 Dollar pro Barrel, deutlich unter den 120 Dollar während der vollständigen Blockade.
Tagesspiegel, Handelsblatt, DeutschlandfunkAls die Straße von Hormus am 17. April kurz geöffnet wurde, reaktivierte Iran seine Bitcoin-Maut sofort. Außenminister Araghtschi knüpfte die Öffnung daran, dass Handelsschiffe ausschließlich auf iranisch festgelegten Routen fahren. IRGC-Schnellboote setzten die Krypto-Gebühren durch. Das zeigt: Die Bitcoin-Maut war nie nur ein Verhandlungschip für Islamabad, sondern ein strukturell verankerter Kontrollmechanismus, den Iran bei jeder Öffnung sofort aktiviert.
WirtschaftsWoche, Die Glocke Zum ArtikelIranische Schnellboote der Revolutionsgarden haben am Samstag einen Tanker in der Straße von Hormus beschossen. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO bestätigte den Vorfall: Zwei IRGC-Boote näherten sich ohne Funkwarnung einem Handelsschiff, das daraufhin seinen Kurs ändern musste. Rund 20 weitere Schiffe, die auf die kurze Öffnung am Freitag hin Kurs auf die Meerenge genommen hatten, kehrten nach dem Vorfall um. Nach IMO-Angaben sitzen rund 2.000 Handelsschiffe mit 20.000 Seeleuten seit über sechs Wochen im Persischen Golf fest. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran läuft am Dienstag aus.
Tagesspiegel: Briten melden Beschuss, n-tv: IRGC-Boote beschießen Tanker Zum ArtikelDer Iran hat die Straße von Hormus am 18. April erneut gesperrt, keine 24 Stunden nach der kurzen Öffnung am Vortag. Rund 50 Nationen trafen sich in Paris unter Führung Frankreichs und Großbritanniens, um eine gemeinsame Marineschutzmission zu planen. Deutschland erklärte die Bereitschaft, Minenjagdboote und ein Begleitschiff zu entsenden, Bundeskanzler Merz besteht jedoch auf US-Beteiligung und einem UN-Mandat. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran läuft am 21. April aus, eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad hat noch keinen bestätigten Termin.
t-online: Iran schließt Hormus, WirtschaftsWoche: Paris plant Marineeinsatz Zum ArtikelVier norditalienische Flughäfen, darunter Mailand Linate und Venedig Marco Polo, rationieren seit Anfang April Kerosin: Kurzstreckenflüge erhalten maximal 2.000 Liter pro Maschine, Ambulanz- und Staatsflüge haben Vorrang. Die Skandinavische Airline SAS strich mehr als tausend Flüge im April infolge gestiegener Treibstoffkosten. Der Verband der Bodenabfertigungsdienstleister VACAD warnt, Deutschland könnte als nächstes Kerosin zuteilen müssen. Ohne Verlängerung der Waffenruhe am 21. April drohen weitere Rationierungen in ganz Europa.
Euronews: Jet fuel rationing at four Italian airports, airliners.de: BDL fordert staatliche Hilfe, Nachrichten-Heute: Luftfrachtbranche fordert Priorisierung Zum ArtikelUS-Außenminister Marco Rubio forderte Europa am Samstag auf, sofortige Entscheidungen über zusätzliche Iransanktionen zu treffen, weil Iran sich nach US-Einschätzung einer Atomwaffenfähigkeit nähere. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drohte am iranischen Armeefeiertag, die Straße von Hormus werde nicht offen bleiben, wenn die US-Seeblockade iranischer Häfen andauere. Irans Streitkräfte weiteten die Drohung aus: Bei anhaltender US-Blockade könnten Persischer Golf, Oman-Meer und Rotes Meer gesperrt werden. Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran läuft am 21. April aus, eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad hat noch keinen Termin.
Spacewar/AFP, Handelsblatt, NBC News Zum ArtikelDie Pariser Konferenz zur Straße von Hormus versammelte rund 50 Nationen und internationale Organisationen, darunter mehr als 30 Staats- und Regierungschefs. Macron bekräftigte, die geplante Marineschutzmission werde streng defensiv sein und erst nach einem Waffenstillstand operieren. Starmer warf dem Iran vor, die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen. Der Iran erhöhte den Druck: Teherans Streitkräfte drohten, bei anhaltender US-Seeblockade den gesamten Schiffsverkehr im Persischen Golf, Oman-Meer und Roten Meer zu blockieren.
ABC News, Al Jazeera, NBC News Zum ArtikelDie USA haben ein konkretes Tauschgeschäft vorgeschlagen: 20 Milliarden Dollar in eingefrorenen iranischen Vermögenswerten sollen freigegeben werden, wenn Teheran sein Lager an angereichertem Uran aufgibt. Rund 2.000 Kilogramm angereicherten Materials stehen zur Debatte, davon 450 Kilogramm auf 60-prozentigem Anreicherungsgrad. Trump kündigte eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad für voraussichtlich Sonntag an. Der Grundstreit bleibt offen: Washington fordert ein 20-jähriges Moratorium, Iran bietet maximal fünf Jahre. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus, auf der die aktuelle Hormus-Öffnung beruht.
Axios, CNN, Reuters Zum ArtikelAm zweiten Tag der Waffenruhe im Libanon verdichteten sich Zeichen für eine anhaltend brüchige Lage. Die libanesische Armee meldete weitere israelische Angriffe auf südlibanesische Ortschaften und stufte sie als Verstöße gegen die Feuerpause ein. Hisbollah-Führungskreise erklärten, ihre Kämpfer würden den Finger am Abzug halten, solange Israel nicht alle Angriffe vollständig einstelle. Netanjahu betonte, die Entwaffnung der Hisbollah bleibe unverhandelbar. Damit stehen drei Positionen unvereinbar nebeneinander: Israels Selbstverteidigungsrecht, Hisbollahs Vergeltungsanspruch und Libanons Forderung nach einem vollständigen Feuerstopp.
ntv, Stern, ZDFDer Iran hat die Straße von Hormus für Handelsschiffe geöffnet. Außenminister Araghtschi erklärte, die Passage sei vollständig offen für die Dauer der Waffenruhe. Rohöl der Sorte Brent fiel daraufhin um elf Prozent auf 88 Dollar je Barrel. In Paris berieten rund 40 Staaten über eine internationale Sicherheitsmission für die Meerenge, ohne die USA. Die Grundlage für die Öffnung, die US-iranische Waffenruhe, läuft am 21. April aus.
NBC News, ORF Zum ArtikelMehr als eine Million vertriebene Libanesen haben die Rückkehr in den Südlibanon begonnen. Lange Staus zogen sich über die Straßen in Richtung Süden. Was die Rückkehrer vorfinden, sind vielerorts Ruinen. Die Hisbollah hat die Waffenruhe bisher nicht formal anerkannt. Israelische Streitkräfte bombardierten laut libanesischer Armee auch am Freitag noch Dörfer im Südlibanon, darunter Chiam.
Deutschlandfunk, ORF Zum ArtikelFür die zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ist kein Datum festgesetzt worden. Ein US-Regierungsbeamter erklärte gegenüber der Jerusalem Post, Washington habe eine Verlängerung der Waffenruhe grundsätzlich signalisiert, eine formale Einigung liege aber nicht vor. Laut Bloomberg erwägen beide Seiten eine Verlängerung um zwei Wochen, um Zeit für ein Rahmenabkommen zu gewinnen. Die Waffenruhe läuft am 21. April aus. Ohne Einigung oder Verlängerung droht bis Dienstag eine Rückkehr zu aktiven Kampfhandlungen.
Jerusalem Post, BloombergDie libanesische Armee meldete mehrere israelische Angriffe auf südlibanesische Dörfer als Waffenruheverstöße. Die Hisbollah-Miliz beschoss daraufhin israelische Soldaten nahe der Stadt Chiam und bezeichnete dies als Vergeltungsmaßnahme. Die Hisbollah ließ ihre Bereitschaft zur Einhaltung der Waffenruhe formal offen und knüpfte sie an die Bedingung, Israel stelle alle Angriffe auf ihre Kämpfer ein. Das Muster aus gegenseitigen Verstößen und Gegenschlägen hat sich damit in den ersten Stunden der Feuerpause etabliert.
T-Online: Libanon wirft Israel Verstöße vor, Finanznachrichten: Hisbollah lässt Einhaltung offen Zum ArtikelDie Hormuzblockade trifft die europäische Luftfahrt mit konkreten Schließungen. Lufthansa hat seine Regionaltochter CityLine mit sofortiger Wirkung eingestellt: 27 Flugzeuge am Boden, rund 1.300 Beschäftigte freigestellt. Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert nennt die verdoppelten Kerosinkosten als Hauptgrund. KLM Royal Dutch Airlines strich am Donnerstag 160 Flüge wegen derselben Ursache. Es ist das erste Mal, dass eine europäische Linienfluggesellschaft den Betrieb als direkte Folge der Blockade einstellt.
Euronews, ZDFheuteDie Pariser Konferenz zur Straße von Hormus ist am 17. April mit mehr als 40 Partnern zu Ende gegangen. Bundeskanzler Merz bot konkret Minenjagdboote der Bundeswehr, ein Versorgungsschiff und Aufklärungsflieger an, unter der Bedingung einer geltenden Waffenruhe. Großbritanniens Premier Starmer lehnte die US-Blockade erneut ab. Einen operativen Beschluss zur multinationalen Schiffssicherungsmission gab es nicht; die Konferenz verabschiedete eine politische Absichtserklärung. Das US Central Command bestätigte parallel, dass Navy-SEAL-Teams die Blockade durchsetzen und im Bedarfsfall Schiffe entern.
Handelsblatt, RNZ, CNBC Zum Artikel1,2 Millionen Menschen sind im Libanon vertrieben, mehr als ein Sechstel der Bevölkerung. Premierminister Netanjahu schloss eine schnelle Rückkehr der Vertriebenen aus, solange die Sicherheit des israelischen Nordens nicht dauerhaft gesichert sei. In Beiruts Karantina-Viertel scheiterte ein geplantes Aufnahmezentrum für vertriebene Schiiten an öffentlichem Protest, Beobachter warnen vor Sprache die an den Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 erinnere. Die Waffenruhe läuft am 27. April aus.
Al Jazeera, T-Online Zum ArtikelMehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten sitzen seit über einem Monat im Persischen Golf fest, ohne Möglichkeit, die Schiffe zu verlassen. Das meldet die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO. Der Schiffsdurchsatz durch die Meerenge ist gegenüber dem Vorkriegswert von rund 150 Schiffen täglich drastisch eingebrochen. Bundeskanzler Merz bekräftigte auf der Pariser Konferenz Deutschlands Bereitschaft zur Beteiligung an einer Schiffssicherungsmission, ein konkreter Beschluss blieb aus.
South China Morning Post, CNBC Zum ArtikelSeit 21 Uhr UTC gilt eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Das US-Außenministerium bestätigte, Israel behalte das Recht, jederzeit zur Selbstverteidigung zu schlagen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete in den Stunden rund um den Waffenruhebeginn neun Todesopfer durch israelische Angriffe sowie einen Angriff auf Ghaziyeh mit acht Toten und 33 Verletzten. UN-Experten verurteilten das Vorgehen nach Ankündigung der Waffenruhe als beispiellos. Die Hisbollah akzeptiert die Vereinbarung nur unter der Bedingung, dass Israel alle Angriffe auf ihre Kämpfer vollständig einstellt.
KPBS/NPR, OHCHR Zum ArtikelTrump erklärte öffentlich, Iran habe zugesagt, 440 Kilogramm hochangereicherte Uranbestände zu übergeben und die Anreicherung einzustellen. Teheran ließ diese Aussage unbestätigt. Das Weiße Haus bezeichnete die laufenden Gespräche als produktiv. Der Kern des Atomstreits ist jetzt konkreter: Washington besteht auf einem 20-jährigen Anreicherungsmoratorium, Irans Gegenofferte liegt bei fünf Jahren. Bis zum Ablauf der Waffenruhe am 21. April bleibt keine Zeit für eine vollständige Einigung.
PBS NewsHour, Al Jazeera Zum ArtikelIsraels Sicherheitskabinett hat der zehntägigen Waffenruhe mit dem Libanon offiziell zugestimmt. Die Hisbollah signalisierte über einen ranghohen Funktionär gegenüber NBC bedingte Bereitschaft: Falls Israel vollständig Feindseligkeiten einstelle, wäre das überlegenswert. Israel behält sich ausdrücklich Luftschläge zur Selbstverteidigung vor. Libanon fordert einen vollständigen Stopp aller Angriffe auf Zivilinfrastruktur. Diese drei Positionen decken sich nicht.
Jerusalem Post, NPR Zum ArtikelDie fünf führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ifo, DIW, IfW, IWH und RWI senkten ihre Wachstumsprognose für 2026 einstimmig auf 0,6 Prozent, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Als Hauptursache nennen sie die Hormusblockade. Konkrete Folgen: 100.000 Arbeitsplätze fallen weg, die Arbeitslosenquote steigt auf 6,4 Prozent, die Inflation auf 2,8 Prozent. Das Staatsdefizit überschreitet mit 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erstmals seit Jahren die Maastricht-Grenze von 3 Prozent.
Euronews, ifo-Institut Zum ArtikelDas libanesische Präsidialbüro hat öffentlich dementiert, dass Präsident Aoun mit Premier Netanyahu telefoniert habe. Die israelische Ministerin Gila Gamliel hatte das Gespräch zuvor angekündigt. Aus Beirut hieß es, man habe davon erst aus Medienberichten erfahren. Aoun sagte Außenminister Rubio, direkter Kontakt mit Netanyahu wäre zu früh. Aoun und Netanyahu kommunizierten damit zu keinem Zeitpunkt direkt: Trumps Waffenruhe beruht auf separaten Zusagen beider Seiten an Washington, nicht auf bilateralem Einverständnis.
Jerusalem Post, Al-Monitor Zum ArtikelTrump rief eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon aus, die am 16. April um 23 Uhr MESZ beginnen sollte. Israels Sicherheitskabinett erfuhr von der Ankündigung, während es noch per Telefonkonferenz über den Schritt beriet. Ein israelischer Beamter räumte ein, Trump habe die Waffenruhe faktisch durchgedrückt. Die Hisbollah war in die Gespräche nicht eingebunden und bezeichnete die Verhandlungen als Manöver. Die Feuerpause soll bis zum 26. April dauern.
Axios Zum ArtikelDie Internationale Energieagentur warnt vor einer akuten Kerosinkrise an europäischen Flughäfen. Bei anhaltender Blockade der Straße von Hormus könnten die Vorräte bis Juni 2026 erschöpft sein. IEA-Chef Fatih Birol bezeichnet die Lage als schwerste Energiekrise der Geschichte und empfiehlt Tempolimit und Homeoffice als kurzfristige Gegenmaßnahmen. Seit Beginn der Blockade sind Gaspreise um 70 Prozent und Ölpreise um 50 Prozent gestiegen. Die IEA hat bereits 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freigegeben, das entspricht jedoch nur rund 20 Tagen des normalen Hormusdurchflusses.
Zum ArtikelFünf Tage vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April reist Pakistans Armeechef Feldmarschall Asim Munir persönlich nach Teheran. Laut Axios melden US-Beamte Fortschritte in Richtung eines Rahmenabkommens, Regierungssprecherin Karoline Leavitt bezeichnet die Gespräche als produktiv. Der Kernstreit bleibt ungelöst: Washington verlangt die vollständige Entfernung hochangereicherten iranischen Urans, Teheran akzeptiert nur einen überwachten Abschwächungsprozess. Kerosin notiert derzeit bei rund 1.573 Dollar pro Tonne, doppelt so viel wie vor dem Konflikt. Einzelne EU-Staaten verfügen noch über Reserven für acht bis zehn Tage.
Zum ArtikelDie Iran-Diplomatie hat am Mittwochabend eine spürbare Wende genommen. Nach der Ankunft des pakistanischen Feldmarschalls Asim Munir in Teheran und der Übergabe einer neuen US-Botschaft erklärte Präsident Trump, der Krieg sei praktisch vorbei. Das Weiße Haus äußerte sich erstmals offen optimistisch zu den laufenden Gesprächen. Die Aussage folgt auf tagelange Eskalation nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Runde und dem Beginn der US-Seeblockade am 14. April. Ob ein Rahmenabkommen vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April zustande kommt, ist weiterhin offen.
Bundeskanzler Merz reist am Freitag zur Hormuskonferenz nach Paris, wo Macron, Starmer und Meloni über eine multinationale Schifffahrtsmission beraten. Geplant ist eine defensive, von den Kriegsparteien unabhängige Mission zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus, nach Berichten des Wall Street Journal ausdrücklich unter Einbeziehung der USA. Parallel dazu ist Pakistans Feldmarschall Asim Munir in Teheran zu bilateralen Gesprächen mit Außenminister Araghchi. Eine FT-Recherche belegt zugleich, dass der Iran einen chinesischen Spionagesatelliten nutzte, um US-Militärbasen in Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain und dem Irak für Angriffe zu vermessen. Beide Diplomatiekanäle haben denselben Stichtag: Am 21. April läuft die Waffenruhe aus.
Zum ArtikelDer Kerosinpreis in Nordwesteuropa hat 239 Dollar pro Barrel erreicht, den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen für diesen Markt. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorkriegsniveau von rund 85 Dollar. Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Kerosinprognose für 2026 um 37 Prozent nach oben korrigiert. Europäische Fluggesellschaften warnen bereits vor Rationierung, mehrere Airlines haben Treibstoffzuschläge angekündigt. Die Blockade der Straße von Hormus trifft den globalen Luftverkehr damit härter als jede andere Energiekrise der vergangenen Jahrzehnte.
Die US-Blockade hat zu einer offenen Spaltung der westlichen Allianz geführt. Großbritanniens Premier Keir Starmer erklärte unmissverständlich, London unterstütze die Blockade nicht. Frankreichs Präsident Macron kündigte gemeinsam mit London eine multinationale Konferenz an, um eine friedliche Alternative zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit zu organisieren. Damit stellen sich zwei europäische Nuklearmächte offen gegen einen Nato-Kernverbündeten. Die Konferenz soll am Freitag in Paris stattfinden, Bundeskanzler Merz hat seine Teilnahme zugesagt.
UN-Generalsekretär António Guterres erklärte in New York, die Zeichen deuteten auf eine baldige Wiederaufnahme der US-iranischen Gespräche hin. China hat seinen diplomatischen Druck auf Iran verstärkt: Pakistans Außenminister Ishaq Dar traf sich in Peking persönlich mit Chinas Außenminister Wang Yi. Hintergrund sind Chinas eigene Energieinteressen, ein Großteil der chinesischen Ölimporte passiert die Straße von Hormus. Pakistan und China koordinieren sich eng, um eine zweite Islamabad-Runde vor Ablauf der Waffenruhe am 21. April zu ermöglichen.
Während die US-Blockade andauert, mehren sich Signale für eine zweite Verhandlungsrunde. Laut CNN und Time erwägen Trump-Beamte intern ein weiteres Treffen mit iranischen Unterhändlern, bevor die Waffenruhe am 21. April ausläuft. Pakistan hat erneut angeboten, die Gespräche in Islamabad auszurichten, und steht in intensivem Kontakt mit Washington und Teheran. Die iranische Regierung hat die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen bestätigt, besteht aber auf der Aufhebung der Seeblockade als Vorbedingung. Trumps Kabinett ist in der Frage intern gespalten.
Sieben Tage nach dem Scheitern der ersten Islamabad-Gespräche wollen USA und Iran noch in dieser Woche eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan abhalten. Trump deutete gegenüber der New York Post an, eine Einigung sei binnen zwei Tagen möglich. Parallel empfing US-Außenminister Rubio in Washington erstmals seit mehr als 30 Jahren die Botschafter Israels und des Libanons zu direkten Gesprächen. Am 21. April läuft die Waffenruhe aus, ohne neues Abkommen fehlt danach die rechtliche Basis für weitere Verhandlungen. Kernstreitpunkt ist weiterhin Irans Forderung nach Urananreicherung, die Washington für 20 Jahre ausschließen will.
Zum ArtikelDer Dachverband europäischer Flughafenbetreiber ACI Europe warnt vor einer systemischen Kerosinknappheit. Wird die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht binnen drei Wochen wiederhergestellt, drohen strukturelle Versorgungsausfälle. Europa bezieht mehr als 40 Prozent seines Flugbenzins aus Raffinerien am Persischen Golf. Einzelne EU-Staaten haben strategische Kerosinreserven für acht bis zehn Tage Normalbetrieb, danach werden Flüge gestrichen oder umgeleitet. Erste Airlines haben bereits Treibstoffzuschläge im zweistelligen Eurobereich pro Ticket angekündigt.
IWF, Weltbank und Internationale Energieagentur haben am 13. April eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die Hormus-Blockade als den größten Energiemarktschock der Geschichte bezeichnen. Die drei Institutionen warnen ausdrücklich vor Energiehortung und Exportbeschränkungen einzelner Staaten, die den Schock weiter verschärfen würden. Gefordert wird koordinierte Reservefreigabe und ein internationales Monitoring der Tankerbewegungen. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa rechnet mit einer weltweiten Wachstumskorrektur nach unten, selbst im optimistischsten Szenario. Für Deutschland prognostizieren die führenden Forschungsinstitute nur noch 0,6 Prozent Wachstum statt der ursprünglich erwarteten 1,3 Prozent.
Frankreich und Großbritannien haben gemeinsam eine Alternative zur US-Blockade angekündigt. Macron und Starmer erklärten auf X, sie organisierten in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine friedliche multinationale Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. Der Schritt markiert den ersten offenen Bruch der engsten US-Verbündeten in der aktuellen Krise. Berlin hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Konferenz wird nach bisherigen Planungen in Paris stattfinden, ein genaues Datum wurde noch nicht kommuniziert.
Seit dem 14. April blockiert die US-Marine die Straße von Hormus für alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen. Der Rohölpreis WTI stieg daraufhin um 7,8 Prozent auf 104 Dollar pro Barrel, mehr als 50 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Ökonomen warnen, bei weiterer Eskalation könnte der Preis auf über 150 Dollar klettern. Für Autofahrer in Deutschland, die bereits über 2,20 Euro pro Liter zahlen, droht eine neue Preisspirale. Die Blockade ist die Folge des Scheiterns der Islamabad-Gespräche vom 12. April, bei denen Iran Washingtons Forderung nach einem 20-jährigen Verzicht auf Urananreicherung ablehnte.
Zum ArtikelDer Bundestag hat das Kraftstoffmaßnahmenpaket der schwarz-roten Koalition beschlossen. Kernstück ist eine befristete Energiesteuersenkung: Benzin und Diesel werden für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent pro Liter billiger. Die Maßnahme kostet den Staat rund 1,6 Milliarden Euro und wird durch eine Sondersteuer auf Übergewinne der Mineralölkonzerne gegenfinanziert. Die SPD hatte im Koalitionsausschuss eine Erhöhung der Pendlerpauschale blockiert, weil diese vor allem Besserverdienende entlaste. Das Kartellamt erhält erweiterte Befugnisse, um die Weitergabe der Steuersenkung an die Zapfsäule zu überwachen.
Mit Inkrafttreten der US-Seeblockade am frühen Nachmittag hat das iranische Militär seine Drohungen eskaliert. Teheran kündigte an, alle Häfen rund um den Persischen Golf zu beschießen, sollten iranische Schifffahrtswege dauerhaft gesperrt bleiben. Sprecher der Revolutionsgarden drohten zudem mit Angriffen auf US-Militärbasen in Saudi-Arabien, Jordanien und Bahrain. Trump reagierte auf Truth Social mit der Ankündigung, iranische Schiffe im Fall eines Angriffs sofort zu versenken. Die Eskalationsspirale erreicht damit ein Niveau, das vor wenigen Tagen noch undenkbar schien.
Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind am 12. April nach 21 Stunden in Islamabad gescheitert. Vizepräsident Vance verließ die Gespräche mit der Erklärung, Iran habe die amerikanischen Bedingungen nicht akzeptiert. Hauptstreitpunkt war die Forderung, das iranische Nuklearprogramm für 20 Jahre einzufrieren. Teheran lehnte ab und verwies auf das Recht auf zivile Urananreicherung. Wenige Stunden nach dem Abbruch ordnete Trump die Seeblockade der Straße von Hormus an, die am 14. April in Kraft tritt.
Die Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington wird vom Iran-Krieg dominiert. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa kündigte an, alle Wachstumsprognosen nach unten zu korrigieren, selbst im optimistischsten Szenario. Für Deutschland rechnen die führenden Forschungsinstitute nur noch mit 0,6 Prozent Wachstum, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Die OECD hat ihre globale Prognose auf 2,9 Prozent gesenkt. Zentrale Fragen der Tagung sind die Verteilung der Krisenkosten auf Industrie- und Schwellenländer sowie die Koordination der Reservefreigaben.
Zum ArtikelDie US-Marine setzt die Seeblockade der Straße von Hormus heute um 10 Uhr US-Ostküstenzeit (16 Uhr MESZ) in Kraft, wie das US Central Command bestätigt hat. Der Ölpreis reagierte bereits auf die Ankündigung vom Vortag: Brent verteuerte sich um 7 Prozent auf über 101 Dollar pro Barrel, WTI um 8 Prozent. Analysten erwarten bei tatsächlichem Inkrafttreten einen weiteren Sprung auf 110 bis 120 Dollar. Alle Schiffe mit Ziel iranischer Häfen werden abgefangen und zur Umkehr gezwungen, Schiffe ohne iranischen Zielhafen dürfen passieren. Die Blockade ist die Antwort auf das Scheitern der Islamabad-Gespräche.
Die US-Marine hat nach Trumps Ankündigung mit der Blockade begonnen, erste Tanker kehrten bereits vor der Einfahrt in die Straße von Hormus um. Brent-Rohöl wird aktuell bei rund 126 Dollar pro Barrel gehandelt, ein Anstieg um mehr als 25 Prozent seit dem Waffenstillstand vom 9. April. Die Blockade trifft vor allem Ölexporte nach China und Indien, die bisher iranisches Rohöl abnahmen. Deutsche Kraftstoffpreise werden dadurch mit zwei bis drei Tagen Verzögerung steigen. Die Bundesregierung hat für Sonntag eine Krisensitzung des Energiesicherheitsrats einberufen.
Nach 21 Stunden ergebnisloser Verhandlungen in Islamabad hat Präsident Trump die US-Marine angewiesen, die Straße von Hormus zu blockieren. Durch die Meerenge fließt rund ein Fünftel des weltweiten Ölexports. Der Brentölpreis liegt bereits bei knapp 98 Dollar pro Barrel. Iran hatte in Islamabad die Kontrolle über die Straße von Hormus, Kriegsreparationen und die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener Vermögenswerte gefordert. Washington bestand auf einem 20-jährigen Verzicht Teherans auf Atomwaffen, den Iran kategorisch ablehnte.
Zum ArtikelKurz nach Vances Abreise aus Islamabad hat Trump auf Truth Social eine drastische Eskalation angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die in die Straße von Hormus einlaufen oder sie verlassen. Konkret ordnete Trump an, alle Schiffe aufzubringen, die iranisches Öl geladen haben oder iranische Häfen anlaufen. Die Ankündigung erfolgte innerhalb von zwei Stunden nach dem Scheitern der 21-stündigen Verhandlungen. Irans Außenminister Araghchi sprach von einem Kriegsakt, die Revolutionsgarden drohten mit Angriffen auf US-Basen am Golf.
Nach dem Scheitern der 21-stündigen Verhandlungen hat Pakistan beide Seiten erneut zur Einhaltung der Waffenruhe aufgefordert. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wirft den USA vor, die Gespräche mit inakzeptablen Forderungen zum Scheitern gebracht zu haben, insbesondere zur Urananreicherung und zur Kontrolle der Straße von Hormus. Vermittler Pakistan signalisiert weiterhin Bereitschaft zu weiteren Gesprächen, warnt aber vor einer Rückkehr zur Gewalt. Die Feuerpause steht durch gegenseitige Vorwürfe von Verstößen unter massivem Druck. Premierminister Sharif hat Trump und Chamenei direkte Telefongespräche vorgeschlagen.
Nach 21 Stunden Verhandlungen verließen USA und Iran den Tisch in Islamabad ohne Einigung. Vizepräsident Vance erklärte, Washington habe sein bestes und letztes Angebot vorgelegt. Zentrale Hürden bleiben bestehen: Die USA fordern eine verbindliche Zusage, dass Iran keine Atomwaffe entwickelt, Iran besteht auf dem Recht zur zivilen Urananreicherung. Auch die Kontrolle der Straße von Hormus und die Freigabe von sechs Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Vermögenswerte sind ungelöst. Teheran bezeichnete Vances Ausstieg als Bruch des Verhandlungsgeists, Washington kündigte binnen Stunden die Seeblockade an.
Nach 21 Stunden direkten Verhandlungen in Islamabad verließ US-Vizepräsident Vance Pakistan ohne Einigung. Es waren die ersten direkten Gespräche auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Stunden später kündigte Trump die Blockade der Straße von Hormus an, täglich passieren dort rund 20,9 Millionen Barrel Öl. Die US-Delegation umfasste Sondergesandten Steve Witkoff und Berater Jared Kushner, Iran war durch Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf vertreten. Kernstreit war die amerikanische Forderung, dass Iran 20 Jahre lang auf jede Urananreicherung verzichtet.
Zum ArtikelDas US Central Command hat offiziell die Minenräumung in der Straße von Hormus eingeleitet. Die Zerstörer USS Frank E. Peterson und USS Michael Murphy durchquerten am Samstag die Meerenge, weitere Einheiten einschließlich Unterwasserdrohnen sollen folgen. CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper erklärte, die Passage sei Teil der Vorbereitung auf die Öffnung der Durchfahrtsrouten. Iran hat die Operation als Provokation bezeichnet, aber nicht militärisch interveniert. Die Räumung wird auf mehrere Wochen geschätzt, bis die Meerenge wieder kommerziell befahrbar ist.
Die Islamabad-Gespräche dauerten am Samstag an, pakistanische Quellen berichteten CNN von einer insgesamt positiven Atmosphäre. Beim zentralen Streitpunkt, der Kontrolle der Straße von Hormus, herrschte weiterhin Stillstand. In der Libanon-Frage zeichnete sich eine Annäherung ab: Nach Angaben von Al Jazeera bot Iran an, seinen Einfluss auf die Hisbollah zur Einhaltung einer Waffenruhe zu nutzen, im Gegenzug für US-Druck auf Israel. Zur Urananreicherung blieben die Positionen unvereinbar. Die Delegationen verhandelten bis in die Nacht weiter.
Zwei US-Zerstörer, die USS Frank E. Peterson und die USS Michael Murphy, haben am Samstag die Straße von Hormus durchfahren. Es war die erste Passage von US-Kriegsschiffen seit Iran die Meerenge am 28. Februar 2026 schloss. Das US Central Command bestätigte, die Durchfahrt gehöre zu einer umfassenden Minenräumungsoperation. Iran kündigte an, weitere Passagen von US-Schiffen nicht zu behindern, solange keine Offensivhandlungen erfolgen. Die Durchfahrt ist ein erster praktischer Test für die am 8. April vereinbarte Öffnung der Meerenge.
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben offiziell begonnen. Vizepräsident JD Vance, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner trafen sich in Islamabad mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Die erste Runde ist als indirektes Gespräch mit pakistanischer Vermittlung angelegt, eine direkte Runde soll am zweiten Tag folgen. Auf dem Tisch liegen Irans Zehn-Punkte-Plan und ein 15-Punkte-Gegenvorschlag aus Washington. Pakistans Premier Sharif begleitet die Gespräche persönlich.
Trotz weiterhin bestehender iranischer Kontrolle haben erstmals seit Kriegsbeginn zwei Handelsschiffe die Straße von Hormus regulär passiert. Die unter griechischer Flagge fahrende NJ Earth und die liberianische Daytona Beach durchquerten die Meerenge in Abstimmung mit iranischen Streitkräften. Beide zahlten die von Teheran verlangte Transitgebühr von rund einem Dollar pro Barrel Ladung. Es ist ein erstes praktisches Zeichen der Öffnung, allerdings zu iranischen Bedingungen. Der Ölpreis reagierte mit einem leichten Rückgang auf 96 Dollar pro Barrel.
Die Islamabad-Gespräche stehen vor einer ernsthaften Vorbedingung. Irans Parlamentspräsident Ghalibaf erklärte, seine Delegation werde erst dann in formelle Verhandlungen eintreten, wenn zwei Bedingungen erfüllt seien: eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von sechs Milliarden Dollar. Die USA lehnten beide Vorbedingungen ab, erklärten sich aber zu Gesprächen über diese Punkte innerhalb der Verhandlungen bereit. Pakistan versucht zu vermitteln. Die Delegationen haben sich trotz des Disputs zur ersten Gesprächsrunde zusammengesetzt.
Die Gespräche im Serena Hotel in Islamabad laufen seit Samstagfrüh. Irans Delegation ist umfangreicher als angekündigt: Neben Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf sind auch Sicherheitsratssekretär Ali Akbar Ahmadian und Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati angereist. Die Zusammensetzung deutet darauf hin, dass Teheran Sanktionen und Finanzfragen zentral verhandeln will. Die USA sind durch Vance, Witkoff und Kushner vertreten. Pakistans Premier Sharif fungiert als Gastgeber und Vermittler.
US-Vizepräsident JD Vance verhandelt erstmals seit 47 Jahren direkt mit dem Iran in Islamabad. Der Waffenstillstand vom 8. April besteht auf dem Papier, an der Straße von Hormus erheben iranische Behörden weiterhin Transitgebühren von über einer Million Dollar pro Tanker. Vor dem Krieg passierten täglich mehr als 100 Tankerschiffe die Meerenge, heute sind es einzelne Schiffe gegen Gebühr. Trump reagierte öffentlich mit der Kritik, Iran leiste beim Öffnen der Meerenge einen sehr schlechten Job. Für Europa bedeutet das weiterhin hohe Energiepreise und Versorgungsunsicherheit.
Zum ArtikelDer Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg füllt Putins Kriegskasse. Die russische Ölsorte Urals kletterte am 2. April auf 116 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit 13 Jahren. Das finnische Forschungszentrum CREA hat ausgerechnet, dass Russland in den ersten zwei Wochen seit Kriegsbeginn rund sechs Milliarden Euro zusätzlich aus Öl-, Gas- und Düngerexporten verdient hat. EU-Ratspräsident Costa bezeichnete Moskau als den bislang einzigen Gewinner des Krieges. Die Ukraine versucht mit Drohnenangriffen auf russische Ostseehäfen gegenzusteuern.
Zum ArtikelDie deutsche Inflationsrate stieg im März 2026 auf 2,7 Prozent, den höchsten Stand seit Januar 2024. Diesel verteuerte sich um 22,6 Prozent, leichtes Heizöl um 44 Prozent. Der Anstieg ist laut Statistischem Bundesamt nahezu vollständig auf Energie zurückzuführen, Nahrungsmittel verteuerten sich nur um 0,9 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel liegt stabil bei 2,5 Prozent. Ein Monatssprung von 0,8 Prozentpunkten wie von Februar auf März gab es zuletzt während der Energiekrise 2022.
Zum ArtikelIfo, IMK und IW haben ihre Wachstumsprognosen für 2026 deutlich gesenkt. Das Ifo-Institut erwartet nur noch 0,8 Prozent Wachstum im optimistischen und 0,6 Prozent im pessimistischen Szenario, nach ursprünglich 1,3 Prozent. Das IMK prognostiziert 0,9 Prozent. Das Institut der deutschen Wirtschaft beziffert den Gesamtschaden des Iran-Krieges für die deutsche Volkswirtschaft auf mindestens 40 Milliarden Euro bis Ende 2027. Diese Zahlen gelten unter der Annahme, dass der Konflikt nicht weiter eskaliert. Bei einer Eskalation droht der erneute Rückfall in die Rezession.
Zum ArtikelDie Delegationen für Freitag sind bestätigt. Die USA schicken Vizepräsident JD Vance, Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad. Iran wird durch Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten. Ghalibaf erklärte auf X, Iran habe dem Verhandlungsprozess von Anfang an misstraut, die USA hätten bereits Verpflichtungen gebrochen. Die Warnung vor den Gesprächen signalisiert, dass Teheran in Islamabad eine harte Linie fahren will.
Bundeskanzler Merz hat die Erwartungen an kurzfristige Entlastungen gedämpft. Nach dem Krisengipfel am 10. April werde es keine schnellen Maßnahmen geben, sagte Merz und verwies auf gemeinsame Vorschläge von Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Eine direkte Entlastung der Pendler durch eine höhere Pauschale lehnte die SPD weiter ab. Stattdessen diskutiert die Koalition eine befristete Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter. Der Vorschlag soll beim Koalitionsausschuss am Sonntag beraten werden.
Iran hat die Straße von Hormus erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Auslöser waren israelische Luftangriffe auf den Libanon, bei denen 254 Menschen getötet wurden. Teheran bezeichnete die Angriffe als Verletzung des Waffenruhe-Rahmens. Das Weiße Haus nannte die erneute Schließung vollständig inakzeptabel und drohte mit Konsequenzen. Der Ölpreis sprang innerhalb von zwei Stunden um neun Prozent auf 106 Dollar pro Barrel.
Nach der Iran-Waffenruhe fiel der Ölpreis von 105 auf 97 Dollar pro Barrel Nordsee-Brent. An deutschen Zapfsäulen kam davon wenig an: Diesel kostet weiterhin 2,42 Euro, E10 knapp 2,16 Euro, rund 70 Cent mehr als vor dem Krieg. Bundeskartellamt-Präsident Andreas Mundt fordert die Mineralölkonzerne auf, den Ölpreisrückgang umgehend an die Zapfsäule weiterzugeben. Preiserhöhungen seien sehr schnell erfolgt, Senkungen müssten im selben Tempo folgen. Die Bundesregierung prüft erweiterte Eingriffsrechte des Kartellamts.
Zum ArtikelAm Freitag treffen in Islamabad JD Vance, Jared Kushner und Steve Witkoff auf Irans Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf. Auf dem Tisch liegen Irans Zehn-Punkte-Forderungsliste und ein 15-Punkte-Gegenvorschlag aus Washington. Kurz vor den Gesprächen warnte Ghalibaf öffentlich: Iran habe dem Prozess von Anfang an misstraut, Washington habe bereits Verpflichtungen gebrochen. Es ist das erste direkte Gespräch auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Die Waffenruhe läuft am 21. April aus.
Zum ArtikelIran verlangt ab sofort Transitgebühren von einem Dollar pro Barrel Ladung, zahlbar in Bitcoin oder Stablecoins. Für einen voll beladenen Supertanker mit zwei Millionen Barrel ergibt sich eine Maut von bis zu zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt. Die iranische Marine warnt zudem vor Seeminen in der Meerenge und empfiehlt Ausweichrouten. Leere Tanker passieren gebührenfrei. Das Bezahlsystem über Kryptowährungen umgeht westliche Sanktionen und erlaubt Teheran, die Einnahmen in Minuten zu sichern.
Iran verlangt von Tankern, die die Straße von Hormus passieren, einen Dollar pro Barrel Ladung, zahlbar in Bitcoin oder Stablecoins. Für einen voll beladenen Supertanker ergibt das bis zu zwei Millionen Dollar Maut pro Durchfahrt. Der Ablauf folgt einem klaren Protokoll: Ladungsdaten werden per E-Mail übermittelt, eine mit den Revolutionsgarden verbundene Zwischenfirma prüft und berechnet, die Zahlung erfolgt auf eine Wallet-Adresse. Erst nach Zahlungseingang gibt die IRGC-Marine die Durchfahrt frei. Der Fall zeigt, wie Kryptowährungen zu einem geopolitischen Instrument zur Umgehung westlicher Sanktionen geworden sind.
Zum ArtikelIrans Parlamentspräsident Ghalibaf benennt drei konkrete Verletzungen der Waffenruhe: die israelischen Angriffe auf den Libanon, eine angebliche Drohnenverletzung des iranischen Luftraums sowie die amerikanische Weigerung, Iran Urananreicherung zuzugestehen. US-Vizepräsident Vance reagierte mit einer ungewöhnlich scharfen Warnung an Teheran und drohte mit der Beendigung der Waffenruhe. Pakistan versucht zu vermitteln, Premier Sharif telefonierte mit Trump und Chamenei. Die Feuerpause steht weniger als 24 Stunden nach Inkrafttreten auf der Kippe.
Die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran löst eine globale Erleichterungsrally aus. Der Ölpreis Brent stürzt um rund 16 Prozent auf 92 Dollar, WTI verliert 18 Prozent, Diesel-Futures brechen um 23 Prozent ein. Der DAX springt über fünf Prozent nach oben, es ist die kräftigste Eintagsbewegung seit Beginn der Nahosteskalation. Der zentrale Faktor ist die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus unter iranischer Militäraufsicht. Die Rally korrigiert einen beträchtlichen Teil des Preisanstiegs seit Kriegsbeginn im März.
Zum ArtikelDie Iran-USA-Waffenruhe steht nach wenigen Stunden bereits auf der Kippe. Vizepräsident Vance warnte Teheran mit ungewöhnlich scharfen Worten vor Verletzungen, während Israel mit mindestens 254 Toten die größte Angriffswelle auf den Libanon seit Jahren startete. Die zweiwöchige Feuerpause wurde am 8. April maßgeblich durch Pakistan vermittelt, Premier Sharif und Armeechef Munir intervenierten in letzter Minute bei Trump. Kern des Abkommens ist ein iranischer Zehn-Punkte-Vorschlag, den die USA zunächst ablehnten und in Islamabad überarbeiten ließen. Die Gespräche sollen am 11. April in Islamabad fortgesetzt werden.
Zum ArtikelIran hat die Straße von Hormus unter Bedingungen für den Schiffsverkehr geöffnet und kassiert Transitgebühren in Bitcoin. Ein Dollar pro Barrel Ladung verlangt Teheran, zahlbar in Kryptowährungen, für einen Supertanker ergibt das bis zu zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt. Die iranischen Revolutionsgarden behalten die operative Kontrolle und warnen vor Seeminen in der Meerenge. Die Bundesregierung mahnt die Einhaltung internationaler Seerechtsabkommen an. Durch die Meerenge fließt rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Zum ArtikelUS-Vizepräsident JD Vance reiste nach Islamabad, wo Pakistan als Vermittler zwischen Washington und Teheran fungiert. Begleitet wurde Vance von Sondergesandtem Steve Witkoff und Jared Kushner, auf iranischer Seite führte Außenminister Abbas Araghchi die Delegation. Es waren die ersten direkten Gespräche auf dieser Ebene seit der Islamischen Revolution 1979. Nach 21 Stunden endeten die Gespräche am 12. April ohne Einigung, Vance erklärte, Washington habe sein bestes und letztes Angebot vorgelegt. Pakistan warnt beide Seiten vor Verletzungen der Waffenruhe.
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