Im Nachgang des ersten Außenministertreffens seit Kriegsbeginn meldete sich CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisch zu Wort und bezweifelte, ob das Gespräch das richtige Signal gewesen sei. SPD-Außenpolitiker Stegner verteidigte dagegen Wadephuls Initiative: Diplomatie dürfe nicht allein den USA überlassen werden. Lawrow hatte in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung bekräftigt, der Krieg gegen die Ukraine werde fortgesetzt. Eine Annäherung erbrachte das zwanzigminütige Gespräch nicht.
DeutschlandfunkZum Artikel
Ukrainekrieg
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: Frontentwicklung, Diplomatie, Waffenlieferungen und internationale Reaktionen.
Hintergrund
Seit Februar 2022 führt Russland einen umfassenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Nach mehr als vier Jahren Krieg ist die Frontlinie weitgehend erstarrt, die Kämpfe konzentrieren sich auf den Donbass und die Schwarzmeerküste. Neue Entwicklungen prägen den Krieg 2026: erstmalige Roboter-Einsätze an der Front, massive Drohnenangriffe auf beiden Seiten, europäische Waffenpakete in Milliardenhöhe. Selenskyj kämpft diplomatisch um westliche Unterstützung, Russland versucht seine Kriegswirtschaft gegen Sanktionen zu stabilisieren. Dieser Ticker sammelt die wichtigsten Entwicklungen: Frontverschiebungen, Waffenlieferungen, diplomatische Initiativen und die internationalen Reaktionen.
Chronologie
Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 haben sich ein deutscher und ein russischer Außenminister auf Ministerebene getroffen. Bundesaußenminister Wadephul und Lawrow sprachen am 26. September für rund zwanzig Minuten am Rande der UN-Generaldebatte in New York; das Treffen fand im russischen Besprechungsraum statt und kam auf Initiative der deutschen Seite zustande. Wadephul konfrontierte Lawrow mit russischen Kriegsverbrechen und einem Mordanschlag in Leipzig, den deutsche Ermittler dem russischen Geheimdienst zurechnen. Eine Annäherung brachte das Gespräch nicht: Russland besteht auf Sicherheitsgarantien als Vorbedingung für jegliche Zugeständnisse.
ZDF heute, t-onlineZum ArtikelAm Sonntag stimmt die Schweiz über die Neutralitätsinitiative ab, die Sanktionen gegen Kriegsparteien verfassungsrechtlich verbieten würde. In der Schweiz sind derzeit 8,5 Milliarden Franken an russischen Vermögenswerten gesperrt. Bei einer Annahme wäre der Bundesrat verpflichtet, das bestehende Sanktionsregime verfassungsrechtlich zu überprüfen, was Monate dauern und die gesperrten Oligarchengelder gefährden könnte. Umfragen zeigen einen klaren Nein-Trend, der Ausgang gilt aber als offen.
SRF News, swissinfo.chZum ArtikelAm 19. und 20. September 2026 startete die Ukraine ihren bisher größten Drohnenangriff seit Kriegsbeginn: über 1.600 Drohnen auf russisches Staatsgebiet, darunter 450 mit Kurs auf den Großraum Moskau. Eine Ölraffinerie geriet in Brand, mindestens drei Menschen starben. Der Angriff fiel auf den letzten Tag der russischen Parlamentswahl. Moskaus Bürgermeister Sobjanin sprach von einem beispiellosen Angriff. In der Nacht auf den 25. September tötete ein russischer Drohnenangriff auf ein Bürogebäude im Kyjiwr Bezirk Solomjanskyj mindestens vier Menschen.
112.ua, Al Jazeera, MeduzaZum ArtikelEine ukrainische Drohne hat einen Kühlturm des Atomkraftwerks Kursk in Russland getroffen. Der betroffene Reaktor blieb nach dem Einschlag in Betrieb, ein Feuer brach nicht aus. Das AKW Kursk liegt nahe der ukrainischen Grenze. Russische Behörden meldeten keine radiologische Gefahr; unabhängige Bestätigung steht noch aus.
DeutschlandfunkBei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew kamen drei Menschen ums Leben. Die ukrainische Luftabwehr meldete, einen Teil der Drohnen abgefangen zu haben. Gleichzeitig wurde Politologe Alexander Kynew, bekannt für seine Analyse russischer Wahlen, wenige Tage nach der Parlamentswahl in Russland festgenommen. Unabhängige Informationen über die Hintergründe der Festnahme liegen nicht vor.
HandelsblattArcelorMittal gibt die Schließung des größten ukrainischen Stahlwerks in Krywyj Rih bekannt. Nach vier Raketenangriffen in fünf Wochen, bei denen fünf Mitarbeitende getötet und 17 verletzt wurden, ist ein sicherer Betrieb nicht mehr möglich. 12.500 Beschäftigte sind betroffen. Der Konzern erwartet eine Wertberichtigung von rund einer Milliarde US-Dollar. Der Stahlsektor macht rund 15 Prozent der ukrainischen Exporte aus.
Ukrinform, Pravda UkraineDie EU hat die russischen Oligarchen Michail Fridman und Alischer Usmanow nach tagelangem Ringen von ihrer Sanktionsliste gestrichen. Der Schritt ist politisch heikel: Fridman fordert vor einem internationalen Schiedsgericht rund 15 Milliarden Euro von Luxemburg, weil sein dort eingefrorenes Vermögen gegen EU-Recht verstoße. Die Streichung wurde als Reaktion auf diese Klagen gewertet, was Kritiker als Beugen vor juristischem Druck bezeichnen. Bei russischen Raketenangriffen auf Kiew kamen nach Behördenangaben zwei Menschen ums Leben.
Handelsblatt, tagesschauDie russische Zentrale Wahlkommission hat die vorläufigen Ergebnisse der Staatsduma-Wahl veröffentlicht. Einiges Russland sichert sich 57,83 Prozent der Stimmen und voraussichtlich 355 der 450 Sitze, womit die Kremlpartei ihre Zweidrittelmehrheit behält. Alle anderen zugelassenen Parteien unterstützen den Krieg. Die Anti-Kriegs-Partei Jabloko war zuvor von der Wahl ausgeschlossen worden. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 59 Prozent. Endgültige Zertifizierung der Ergebnisse ist für den 25. September vorgesehen.
ZDF, ms-aktuell.deZum ArtikelRusslands dreitägige Staatsduma-Wahl ist abgeschlossen. Alle zehn zugelassenen Parteien unterstützen den Krieg gegen die Ukraine. Die Anti-Kriegs-Partei Jabloko war im August als letzte Oppositionskraft per Gericht ausgeschlossen worden. Erstmals wurde auch in den besetzten ukrainischen Oblasts Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgestimmt.
Deutschlandfunk: Parlamentswahl in RusslandPolens Ministerpräsident Donald Tusk warnte am 17. September das polnische Parlament: Russland plane 'absichtliche Versehen', um Drohnen und Raketen auf NATO-Gebiet einzuschlagen zu lassen. Ziel sei, Artikel 5 politisch zu entwerten. In derselben Woche trafen eine russische Drohne einen Personenzug nahe der polnischen Grenze, eine Drohne mit Sprengkopf wurde aus der Ostsee geborgen und NATO-Kampfjets schossen eine Drohne über Litauen ab. Russland ordnete zudem die Schließung des deutschen Generalkonsulats in Sankt Petersburg an.
NPR: Poland warns of Russian 'accidental' attacks, Al Jazeera: Russia's plans include strikes against Ukraine's alliesZum ArtikelRussland wählt drei Tage lang eine neue Staatsduma. Alle zehn Parteien unterstützen Putins Krieg – erstmals ohne die Anti-Kriegs-Partei Jabloko, die im August per Gerichtsentscheid von der Wahl gestrichen wurde. Gleichzeitig findet die Abstimmung erstmals in den besetzten ukrainischen Oblasts Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson statt.
DeutschlandfunkZum ArtikelDonald Trump meldet auf Truth Social "großen Fortschritt" beim Aufbau eines permanenten US-Armeestützpunkts in Polen. Hintergrund: Am 13. September traf eine russische Drohne eine Lokomotive des Kiew-Warschau-Zugs rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Tusk warnt vor hybriden russischen Angriffen auf NATO-Gebiet im Spätherbst.
DeutschlandfunkZum ArtikelUS-Präsident Trump hat das Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026 unterzeichnet und damit in Kraft gesetzt. Selenskyj dankte Trump für die Unterzeichnung. Kremlsprecher Peskow warnte, die Sanktionen erschwerten Friedensbemühungen. Das Gesetz belegt die größten Käufer russischer Energieexporte mit Strafzöllen von bis zu 100 Prozent und trifft vor allem China und Indien.
Zeit OnlineZum ArtikelEine ukrainische Drohne hat den Kühlturm eines Reaktors im russischen Atomkraftwerk Kursk getroffen. Der Reaktor war zum Zeitpunkt des Angriffs am 18. September in Betrieb. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte den Treffer und teilte mit, es sei kein Brand ausgebrochen und der Betrieb laufe unverändert weiter. IAEA-Chef Rafael Grossi bezeichnete alle Angriffe auf Atomanlagen als inakzeptabel und forderte maximale militärische Zurückhaltung.
t-online, Südtirol News / IAEARussland wählt vom 18. bis 20. September eine neue Staatsduma, die erste Parlamentswahl seit dem Beginn des umfassenden Angriffskriegs gegen die Ukraine. Alle zehn zugelassenen Parteien unterstützen den Krieg; die einzige Anti-Kriegs-Partei Jabloko wurde im August vom Obersten Gericht ausgeschlossen. Erstmals findet die Wahl auch in den von Russland besetzt annektierten Teilen der ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson statt. Polens Premier Tusk warnte im Warschauer Parlament vor dem bislang kritischsten Kriegsmoment im Spätherbst und Winter. Deutschlands Außenminister Wadephul ordnete die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn an.
Deutschlandfunk, tagesschau, DeutschlandfunkZum ArtikelDonald Trump meldet auf Truth Social 'großen Fortschritt' beim Aufbau eines permanenten US-Armeestützpunkts in Polen mit bis zu 5.000 Soldaten. Polens Verteidigungsministerium hatte bereits in der Vorwoche bestätigt, dass Gespräche über eine Ausweitung der US-Militärpräsenz begonnen haben. Hintergrund: Am 13. September traf eine russische Drohne die Lokomotive eines Kiew-Warschau-Zuges nur rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Ministerpräsident Tusk warnte im Parlament vor 'hybriden Angriffen' Russlands auf NATO-Staaten und ließ Pionierregimenter Schutzposten an Grenzübergängen errichten.
townhall.com, l'essentielZum ArtikelDas Sanktionsgesetz enthält neben den 100-Prozent-Zöllen auf die fünf größten russischen Energiekäufer auch die Möglichkeit von Zöllen bis zu 500 Prozent auf direkte Importe aus Russland. Außerdem sind persönliche Sanktionen gegen Wladimir Putin und russische Militärvertreter vorgesehen. Ukrainischer Außenminister Andrij Sybiha begrüßte den Kongressbeschluss ausdrücklich. Trump muss das Gesetz noch unterzeichnen.
Epoch Times, Beck AktuellZum ArtikelDas US-Repräsentantenhaus hat mit 262 zu 159 Stimmen den Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026 beschlossen. Das Gesetz trifft Länder, die russisches Öl kaufen, mit bis zu 100-Prozent-Strafzöllen auf US-Importe und zielt auf Russlands Schattenflotte. Präsident Trump hat seine Unterschrift signalisiert. Xi Jinping wird in der kommenden Woche in Washington erwartet, kurz bevor das Gesetz in Kraft tritt.
Tagesspiegel, RFERLZum ArtikelZum ersten Mal hat die NATO eine Drohne über litauischem Territorium abgeschossen. Italienische Typhoon-Jets des Baltic-Air-Policing-Einsatzes zerstörten das unbekannte Fluggerät, das um 04:05 Uhr litauischer Zeit aus Belarus-Richtung in den litauischen Luftraum eingedrungen war und rund 70 Kilometer in Richtung Kaliningrad flog. Präsident Nausėda lobte die schnelle NATO-Reaktion. Herkunft und Typ der Drohne sind noch ungeklärt, die Trümmer bei Navasiolkai in der Region Alytus werden untersucht.
aerotime.aero, DeutschlandfunkZum ArtikelSelenskyj hat in einem Interview mit der Deutschen Welle seine Bereitschaft erklärt, Putin beim G20-Gipfel in Miami am 14. und 15. Dezember zu treffen. Das Angebot richtet sich faktisch an Gastgeber Trump: Die Ukraine ist kein G20-Mitglied und bräuchte eine Einladung aus Washington. Der Kreml lehnte das Treffen sofort ab. Sprecher Peskow erklärte, ein Gespräch sei nur in Moskau möglich. Putin hat seine Teilnahme am G20-Gipfel bisher nicht bestätigt.
Ukrinform, DeutschlandfunkZum ArtikelSelenskyj besuchte Kanadas Premier Carney in Calgary und sicherte sich am 10. September ein Luftabwehrpaket über 350 Millionen Kanadische Dollar sowie ein Drohnenproduktionsabkommen. Anschließend kündigte er an, Ende September bei der UN-Vollversammlung in New York auch US-Präsident Trump zu treffen, um ein US-Patriot-Paket zu sichern. Die Ukraine läuft bei Patriot-Interceptoren auf Reserve. Parallel dazu sandte Russland eine Delegation zum G20-Energieministertreffen in Houston, das erste Erscheinen auf Ministerebene seit der Invasion, was unter europäischen Partnern für scharfe Kritik sorgte.
t-online, Newscord: Kanada C$350M Luftabwehr, Kyiv Post: Russland G20 HoustonZum ArtikelDeutsche Ermittler haben die Täter hinter dem Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August identifiziert: Der Russe Oleg L. und der Weißrusse Andrei K. sollen die Aktion im Auftrag des russischen Militärgeheimdienstes GRU geplant haben. DNA-Spuren an der Drohnenantenne führten zu Andrei K., der in Finnland und Litauen vorbestraft ist. Deutschland schloss daraufhin das russische Generalkonsulat in Bonn. Russland antwortete mit der Schließung aller Goethe-Institute und des deutschen Konsulats in Sankt Petersburg.
Tagesspiegel, t-onlineZum ArtikelSelenskyj hat sich in einem Interview mit der Deutschen Welle bereit erklärt, Kremlchef Putin beim G20-Gipfel im Dezember in Miami zu treffen, falls beide Regierungschefs eingeladen werden. 'Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen', sagte Selenskyj. Er betonte, Ukraine befinde sich in einer 'guten Verhandlungsposition'. Russland schickte unterdessen eine Delegation zum G20-Energieministertreffen in Houston, was unter US-Verbündeten für Irritationen sorgte.
Deutschlandfunk, ZEIT OnlineSelenskyj zeigte sich nach den Gesprächen mit Witkoff und Kushner wenig optimistisch. Er forderte ein "Winterpaket" für die Ukraine: Munition, Luftabwehrsysteme und Schutz der Zivilinfrastruktur, falls der Krieg bis Winter andauert. Militärisch eskalierte die Lage weiter: Eine Drohne traf das zentrale SBU-Gebäude in Kyjiw, Dnipro und vier Landkreise wurden über 20 Mal angegriffen. Witkoff und Kushner reisten nach Washington ab.
Tagesspiegel, ZDF HeuteZum ArtikelUS-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner reisen heute erstmals nach Kiew, dem ukrainischen Hauptquartier. Putin ordnete eine 72-stündige Feuerpause über der Hauptstadt an, die Ukraine verzichtet gleichzeitig auf Angriffe gegen Moskau. Das Kreml-Gespräch vom Samstag dauerte drei Stunden und wurde von beiden Seiten als konstruktiv beschrieben. Es ist der erste US-Besuch in Kiew seit Kriegsbeginn und soll Selenskyj einen Friedensvorschlag Trumps überbringen. Putins Territorialforderungen sind unverändert.
NBC News, CNNZum ArtikelSelenskyj hat am 1. September alle Airlines gewarnt, den russischen Luftraum zu meiden. Die Ukraine will täglich bis zu 1.000 Langstreckendrohnen gegen russische Ziele einsetzen, dreimal mehr als bisher. Selenskyj bestätigte, dass Washington die Ukraine um eine einwöchige Pause bei Angriffen auf Moskau und Sankt Petersburg gebeten hatte, gleichzeitig besuchte CIA-Chef Ratcliffe unangekündigt Moskau. Ein weiterer, nicht genannter Staat bat um Verzicht auf Angriffe auf Wladiwostok wegen des Ostasiatischen Wirtschaftsforums mit Putin.
T-Online: Selenskyj warnt vor Flügen über Russland, Bloomberg: Zelenskyy threatens to shut air traffic over RussiaZum ArtikelRussland hat Kiew in der Nacht zum 1. September mit Raketen angegriffen: drei Tote, fünf Verletzte, ein Wohngebäude in Boryspil beschädigt, 48 Bewohner evakuiert. Der Angriff fiel auf den ersten Schultag. Zur gleichen Zeit trafen Putin und Xi Jinping beim 26. SCO-Gipfel in Bischkek zusammen und betonten die Stärke ihrer Allianz. CIA-Direktor Ratcliffe hatte kurz zuvor überraschend Moskau besucht, ohne erkennbares diplomatisches Ergebnis.
Handelsblatt, Manila Times: SCO Gipfel BischkekZum ArtikelEin russischer Drohnenangriff traf in der Nacht zum Samstag ein Munitionslager im Dorf Myla im Bezirk Butscha westlich von Kiew. Die Sekundärexplosionen töteten mindestens 37 Menschen und beschädigten über 50 Wohngebäude. Mehr als 370 Anwohner wurden evakuiert. Es ist der bislang tödlichste Einzelangriff auf die Ukraine im Jahr 2026. Präsident Selenskyj sprach von 'krimineller Fahrlässigkeit': Das ukrainische Recht verbiete die Lagerung von Munition in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten. Zwei Beamte des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom wurden strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Einen Tag zuvor hatte Selenskyj angekündigt, die Ukraine wolle ihre Langstreckendrohnenangriffe auf Russland von derzeit 300 auf 1.000 täglich steigern.
NPR / AP, RFE/RLZum ArtikelDeutschland bereitet nach dem Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August sein bisher umfassendstes Maßnahmenpaket gegen Russland vor. Bundeskanzler Friedrich Merz plant Ausweisungen russischer Diplomaten, die Einbestellung des Botschafters ins Auswärtige Amt und ein koordiniertes EU-Sanktionspaket. Die Ankündigung ist für Anfang nächster Woche geplant, parallel zum informellen EU-Außenministertreffen in Irland am Dienstag. In Berliner Regierungskreisen wird intern von einer "Zeitenwende 2.0" gesprochen.
Tagesspiegel, EuronewsZum ArtikelDer ukrainische Militärgeheimdienst GUR meldete am 21. August die Verlegung von 8.500 neuen nordkoreanischen Soldaten nach Kursk, darunter 400 spezialisierte Drohnenoperateure. Die Einheit soll erstmals Ziele auf ukrainischem Gebiet per UAV erkunden und angreifen können. Russland setzt die Nordkoreaner zur Verstärkung der Rückräume ein, um eigene Kräfte für Angriffseinsätze freizusetzen. Putin soll im September um bis zu 50.000 weitere Soldaten bitten wollen.
United24 Media: Russia Deploys 8,500 North Korean Troops, Ukrainska Pravda: 8,500 North Korean TroopsZum ArtikelAm 21. August 2026 zerstörte der ukrainische Bodenroboter DevDroid TW-12.7 eine russische Stellung und tötete 20 Soldaten. Zuvor hatte am 6. Juli eine russische Molnija-2-Drohne mit Nvidia Jetson Orin Chip autonom drei Zivilisten in Saporischschja getötet — das erste dokumentierte vollautonome KI-Tötungsereignis in diesem Krieg. Beide Seiten haben die Grenze zur autonomen Zielauswahl überschritten. Die Ukraine plant, bis Ende 2026 rund 30 Prozent ihrer Frontsoldaten durch Robotersysteme zu ersetzen.
DroneXL: Nvidia Jetson Drohne Saporischschja, Dagens DE: Kampfroboter 20 SoldatenZum ArtikelDas US-Verteidigungsministerium hat mit dem SWAP-USV-Programm 300 Millionen Dollar für unbemannte Kampfboote nach ukrainischem Vorbild ausgeschrieben. Hintergrund: Die ukrainische Magura V7 schoss im Mai 2025 weltweit erstmals einen Kampfjet per Seedrohne ab und erreicht eine Reichweite von 1.480 Kilometern. Im Juli 2026 wurden neuere Magura-V5-Modelle auch als Startplattform für FPV-Drohnenangriffe auf Krim-Ziele eingesetzt. Sprint-1-Tests sind für Herbst 2026 geplant.
Defense News, T-OnlineZum ArtikelAm 35. Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit (24. August) griffen russische Raketen und Drohnen Kyjiw an. Im historischen Stadtteil Podil wurden vier Gebäude getroffen, mindestens sieben Menschen starben, 24 wurden verletzt. Bundesaußenminister Wadephul war zum Zeitpunkt des Angriffs in Kyjiw. Selenskyj erklärte, die Ukraine suche Frieden, werde sich aber nicht bedingungslos ergeben.
Tagesspiegel, TagesanzeigerRumäniens F-16-Kampfjets zerstörten am 20. August eine explosive Seedrohne rund hundert Meter vor der Neptun-Alpha-Gasplattform im Schwarzen Meer. Es war der dritte derartige Angriff in zehn Tagen: Rund zehn Tage zuvor hatten rumänische Kampfschwimmer bereits zwei Gerbera-Drohnen russischer Herkunft in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens gesprengt. Die Ukraine bestätigte, dass keine der Drohnen ukrainischen Ursprungs war. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach von Hybridkrieg; Rumäniens Präsident Dan machte Russland direkt verantwortlich. Neptun Deep ist ein 4-Milliarden-Euro-Projekt, das Rumänien 2027 zum größten Erdgasproduzenten der EU machen soll.
t-online, Frankfurter RundschauZum ArtikelSelenskyj hat Forderungen nach Neuwahlen während des Krieges erneut klar zurückgewiesen: Wahlen jetzt würden einen „Tsunami“ auslösen, der die Ukraine spalten würde. Gleichzeitig warnte er nach einem CNN-Bericht, Russland werde noch in diesem Jahr mindestens 300.000 weitere Soldaten mobilisieren – zeitlich koordiniert mit den russischen Parlamentswahlen im September. Bundesaußenminister Wadephul besuchte Kiew und sicherte 50 Millionen Euro zusätzliche humanitäre Hilfe zu; Deutschland bleibt nach eigener Darstellung der stärkste bilaterale Unterstützer der Ukraine.
Tagesspiegel: Tsunami-Warnung Selenskyj, CNN: Russland plant 300.000 weitere Soldaten, taz: Wadephul in Kiew, 50 Mio humanitäre HilfeZum fünften Schuljahr in Folge beginnt für 3,5 Millionen Kinder in der Ukraine der Unterricht unter Kriegsbedingungen. 250.000 weniger Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr. In Frontregionen können nur 34 Prozent der Kinder in Präsenz lernen. Rund eine Million Kinder ist auf Online-Unterricht als einzige Bildungsform angewiesen, der wegfällt, wenn der Strom ausfällt.
Kindernothilfe, DeutschlandfunkZum ArtikelRussland hat am 22. August die Ukraine mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen und dabei mindestens sieben Menschen getötet. In Kiew zerstörten Raketen Bahninfrastruktur, im Kiewer Umland starben zwei weitere Menschen. Die Angriffe folgten auf Ukraines Gegenschlag mit 457 Drohnen, der das Ozon-Logistikzentrum und die Raffinerie Nowokuibyschewsk in der Samaraer Oblast traf. Putin bezeichnete Ukraines Angriffswelle auf russische Infrastruktur als Öffnung einer "Büchse der Pandora". Die Vereinten Nationen meldeten, dass der August 2026 für ukrainische Zivilisten zum verlustreichsten Monat seit Monaten wird.
Al Jazeera, Kyiv Independent, UN NewsUkrainische Drohnen haben in der Nacht zum 22. August erstmals ein Logistikzentrum von Ozon getroffen, Russlands zweitgrößtem Online-Versandhändler. Das Lager in Chapayevsk im Samara-Gebiet — 135.000 Quadratmeter, über 500 Beschäftigte evakuiert — brannte stundenlang, der Betrieb ist auf unbestimmte Zeit eingestellt. In derselben Nacht traf eine Drohne zudem die Novokuybyshevsk-Raffinerie im selben Gebiet; mindestens sechs Menschen starben bei den Angriffen auf verschiedene russische Ziele. Ozon ist nach Wildberries, das seit dem 18. Juli angegriffen wird und mindestens 21 Lager verloren hat, das zweite große E-Commerce-Unternehmen im Visier der Ukraine. Der gesamte russische Online-Handel, in dem beide Unternehmen dominieren, umfasst rund 8,5 Prozent des russischen BIP.
CNBC, Tagesspiegel, The Moscow TimesZum ArtikelRussische Drohnen haben am Freitagnachmittag (21. August) das größte Einkaufszentrum von Krywyj Rih in zwei Wellen getroffen. Mindestens 14 Menschen starben, über 120 wurden verletzt, darunter 22 Kinder. Die zweite Drohnenwelle schlug rund 30 Minuten nach der ersten ein – nach ukrainischen Angaben gezielt auf die eingetroffenen Rettungskräfte. Präsident Selenskyj bezeichnete den Angriff als „absolut zynisch und verabscheuungswürdig“ und kündigte eine Reaktion an. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat ein Kriegsverbrechensverfahren eingeleitet.
t-online, SRF, RFERLZum ArtikelDie Protest-Bewegung gegen die Absetzung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat sich am 19. August aufgelöst. Lead-Organisator Dmytro Koziatynskyi gab das Ende der täglichen Kundgebungen in Kiew bekannt, nachdem Fedorow in einer Rede Präsidentschaftswahlen trotz laufendem Krieg gefordert hatte. Viele Demonstrierende sahen darin einen Verrat an ihren ursprünglichen Zielen. Einige der Forderungen der Bewegung wurden dennoch erfüllt: Generalstabschef Syrskyj wurde abgelöst, Yevhen Khmara soll als neuer Verteidigungsminister bestätigt werden.
Euronews, Washington PostZum ArtikelSelenskyj warnte am 1. August, die ukrainische Luftverteidigung sei überlastet: Nur eine von 27 ballistischen Raketen wurde bei einem russischen Angriff abgeschossen, neun Zivilisten starben. Stunden zuvor hatte Trump sein Versprechen zurückgezogen, der Ukraine die Produktion von Patriot-Interceptoren zu erlauben. Militärisch meldet Kiew gleichzeitig den größten Geländegewinn seit 2022: In der Oleksandrivka-Gegenoffensive wurden seit Ende Januar 745 Quadratkilometer zurückerobert und 26 Dörfer befreit. ISW dokumentiert Russlands bewusste Strategie, ukrainische Abwehrressourcen durch den Wechsel auf ballistische Raketen zu erschöpfen.
CNN (1. August 2026), Euromaidan Press: 745 km² OleksandrivkaZum ArtikelDer im Juli 2026 entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat in einer Videobotschaft Wahlen trotz Kriegsrecht gefordert. Er ist der erste hochrangige Politiker der Ukraine, der Selenskyjs Herrschaft ohne demokratisches Mandat öffentlich infrage stellt. Fedorow, 35, argumentiert, Russland solle nicht über den demokratischen Prozess der Ukraine bestimmen. Die Werchowna Rada hat seit 2019 nicht gewählt, Selenskyjs Amtszeit endete verfassungsrechtlich im Mai 2024.
ZEIT Online, Al JazeeraZum ArtikelRussland tötete in 48 Stunden 14 Zivilisten mit zwei gezielten Angriffen: Marschflugkörper vom Typ Banderol trafen am 18. August das Dorf Petschenihy nahe Charkiw und töteten zehn Menschen an einer belebten Kreuzung. Am 19. August schlug eine FPV-Drohne in einen Minibus im Khersoner Stadtteil Korabelnyi ein und tötete vier Fahrgäste. Die UN-Menschenrechtsmission beziffert die Opfer im Juli 2026 auf 437 getötete Zivilisten, der höchste Monatswert seit Kriegsbeginn 2022.
Ukrinform, ORFZum ArtikelEine Drohne hat heute Morgen eine Bushaltestelle auf dem Gelände des besetzten AKW Saporizhzhia getroffen und einen Kraftwerksmitarbeiter getötet. Sechzehn Beschäftigte wurden insgesamt verletzt, drei davon schwer. IAEA-Chef Rafael Grossi forderte militärische Befehlshaber zum sofortigen Stopp auf und warnte: Die nukleare Sicherheitslage am größten Kernkraftwerk Europas verschlechtere sich systematisch. Das Kraftwerk läuft seit dem 24. März 2026 ohne externe Stromversorgung auf Dieselgeneratoren. Wer die Drohne abgefeuert hat, konnte die IAEA nicht feststellen.
The Moscow Times, WHBL (IAEA)Zum ArtikelDie Ukraine hat in der Nacht auf den 18. August 620 Drohnen auf die Moskauer Region abgefeuert, einen der größten Angriffe auf das Stadtgebiet seit Beginn des Krieges. Die russische Luftabwehr schoss nach Angaben des Moskauer Gouverneurs Andrei Worobjow 180 Drohnen ab; drei Menschen wurden verletzt, darunter ein zehnjähriges Mädchen. Ein Wildberries-Lager im Gewerbegebiet Atlant-Park wurde erneut getroffen, ein Feuer ausgebrochen und eingedämmt, Waren und Personal blieben nach Unternehmensangaben unversehrt. Die ukrainische Drohnenkampagne gegen Wildberries-Standorte dauert seit dem 18. Juli an; nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind 7 der 10 größten Logistikzentren des Konzerns außer Betrieb. Auf der annektierten Krim kam es zu Stromausfällen.
Business Standard: Ukraine launches 620 drones at Moscow region, Tagesspiegel: Heftigste Attacke seit zwei JahrenRussland hat in der Nacht auf den 18. August erneut die Ukraine mit Drohnen angegriffen. In der Oblast Saporischschja kamen ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Gartenanlage ums Leben; in der Stadt Saporischschja kam es zu Stromausfällen. Bei Angriffen auf Odessa wurden nach Angaben von Ukrinform mindestens neun Menschen verletzt, Treffer wurden in einem Restaurant und mehreren Wohngebäuden gemeldet. Die Ukraine führte ihrerseits einen Drohnenangriff auf eine Industrieanlage im russischen Oblast Astrachan durch; nach russischen Behördenangaben starb dabei eine Frau.
SWI swissinfo: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja, news.at: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen in der UkraineDas ukrainische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass 7 der 10 größten Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries durch Drohnenangriffe außer Betrieb gesetzt wurden. Damit ist die wichtigste Verteilinfrastruktur des Konzerns, der in Russland als größter E-Commerce-Anbieter gilt, massiv beeinträchtigt. Reuters hatte zuvor per Satellitenbildanalyse bestätigt, dass bis Anfang August über 1,18 Millionen Quadratmeter Lagerfläche beschädigt oder zerstört worden sind.
Ukrinform: Ukraine hat sieben der zehn größten Logistikzentren Wildberries außer Betrieb gesetzt, ingenieur.de: Drohnen treffen WildberriesEU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat angekündigt, dass die EU im Herbst ihre bislang weitreichendste Russland-Sanktionsliste vorlegen wird. Die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen würde damit sofort um ein Drittel steigen. Kallas begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, den Druck auf Russland zu erhöhen, bis es den Krieg beende. Die 21 bisherigen Sanktionspakete seit Kriegsbeginn im Februar 2022 haben nach EU-Angaben Russlands Kriegsmaschinerie über eine Billion Euro gekostet.
unternehmen-heute: Kallas kündigt weitreichendste Russland-Sanktionen an, Berliner Sonntagsblatt: EU kündigt weitreichendste Russland-Sanktionen anIn der zweiten Nacht in Folge griff Russland die Ukraine mit Drohnen an: 128 Drohnen wurden eingesetzt, die ukrainische Luftverteidigung machte 109 davon unschädlich. Die Stadt Sumy im Nordosten wurde bereits am Sonntagabend massiv mit Drohnen angegriffen; Brände wurden gemeldet und Menschen verletzt. An 14 Orten im Norden, Süden und Osten der Ukraine registrierten Behörden direkte Einschläge. Das Muster wechselseitiger Massenangriffe an zwei aufeinanderfolgenden Nächten markiert eine neue Intensitätsstufe.
Ukrinform: Luftabwehr macht 109 von 128 russischen Drohnen unschädlichZum ArtikelEin spanischer F-18-Kampfjet hat in der Nacht zum 17. August eine mutmaßlich russische Drohne über Rumänien abgeschossen. Es war der vierte derartige Abschuss über NATO-Gebiet in diesem Jahr. Gleichzeitig töteten gegenseitige Drohnen- und Raketenangriffe mindestens 19 Menschen in Russland und der Ukraine, darunter fünf in der Region Rostow und zwei in einem Kyijiwer Stahlwerk. Russlands liberale Oppositionspartei Jabloko verhandelte am Montag ihre Berufung gegen den Ausschluss aus der Parlamentswahl im September.
NBC News: Suspected Russian drone shot down in Romania, France 24: Drone and missile strikes kill 19Zum ArtikelDie Ukraine hat in der Nacht zum 16. August rund 600 Drohnen auf russisches Territorium abgefeuert. Ein Wildberries-Lager nahe Podolsk brannte aus, in der Region Rostow starben mindestens fünf Menschen. Russland antwortete mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Kyjiw, Kremenchuk und Kryvyi Rih: mindestens drei Tote in der Ukraine. Parallel dazu wurde in Sewastopol ein russischer Marineoffizier durch eine Bombe getötet; eine russische Staatsbürgerin wurde festgenommen.
Tagesspiegel, tazZum ArtikelUkrainische Flamingo-Marschflugkörper haben in der Nacht zum 15. August das RKZ-Progress-Raketenzentrum in Samara getroffen, rund 900 Kilometer von der Front. Die Anlage produziert Sojus-2.1b-Trägerraketen für Russlands militärische Satellitenkonstellation Rassvet. Selenskyj bestätigte den Angriff auf Telegram. Gleichzeitig evakuierte Russland nach einem parallelen Streik auf den Stützpunkt Savasleyka vier MiG-31K-Flugzeuge, die einzigen russischen Träger für Kinzhal-Hyperschallraketen.
Kyiv Independent, EuronewsZum ArtikelEin russischer Drohnenangriff auf die Frontstadt Marhanez in der Region Dnipropetrowsk hat ein drei Monate altes Baby getötet. Elf weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein fünfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Beschädigt wurden Wohnhäuser, ein Geschäft und ein Kinosaal. Der Militärgouverneur der Region, Olexander Hanscha, bestätigte den Angriff. Marhanez liegt in der Südostukraine unweit der Frontlinie.
Nordkurier: Drei Monate junges Baby bei brutalem Angriff getötet, ad-hoc-news: Baby bei russischem Angriff in der Ukraine getötet, news.at: Baby bei russischem Angriff in der Ukraine getötetLaut ukrainischem Generalstab verlor Russland am 14. August 1.470 Soldaten sowie 46 Artilleriesysteme, 11 gepanzerte Fahrzeuge, 2 Panzer und 1.676 Drohnen. 222 Gefechtskontakte wurden registriert, die intensivsten Fronten lagen bei Kostjantyniwka (29 Angriffe), Pokrowsk (25) und Slowjansk (17). Die Angaben stammen vom ukrainischen Generalstab und sind nicht unabhängig verifizierbar. Seit Kriegsbeginn beziffert Kiew die russischen Gesamtverluste auf rund 1,46 Millionen Soldaten.
Werra-Rundschau, Frankfurter RundschauLaut ukrainischem Generalstab wurden am 13. August 204 Gefechtskontakte registriert. Russland verlor dabei nach ukrainischen Angaben 51 Artilleriesysteme und 12 landgestützte Robotersysteme, insgesamt 2.185 Waffensysteme und Fahrzeuge. Daneben meldete die Ukraine erneute russische Drohnenangriffe auf Industrieanlagen im Hinterland. Die Angaben stammen von einer Kriegspartei und sind nicht unabhängig verifizierbar. Die EBU beschloss zudem, dass Länder im Kriegszustand den Eurovision Song Contest künftig nicht mehr ausrichten dürfen, was bei einer Kriegsbeendigung Auswirkungen auf die Ukraine hätte.
Frankfurter Rundschau, DeutschlandfunkDmitri Medwedew hat FAZ-Korrespondent Michael Martens bei einer Sitzung der Partei Einiges Russland persönlich bedroht. Martens hatte Selenskyj in Belgrad gefragt, wie Europa helfen könne, mehr russische Soldaten zu töten. Medwedew sagte: „Irgendwann wird er seinen Teil der Verantwortung tragen.” Kremlsprecherin Sacharowa warf dem Journalisten die „Entmenschlichung von Russen” vor. Die russische Botschaft in Washington unterstellte Deutschland, es träume vom „Vierten Reich”. Die FAZ prüft juristische Schritte gegen die Drohungen.
Berliner Zeitung, Kettner EdelmetalleIm Juni 2026 wurden 7,2 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine zugesagt — der höchste Monatswert seit April 2024. Am selben Tag stellte die ukrainische Luftwaffe die täglichen Berichte über Raketenabfangerfolge ein. Hintergrund: Die PAC-3 MSE-Abfangraketen sind seit Juli erschöpft; Ukraine konnte zuletzt keinen einzigen von 28 russischen Ballistika abfangen. Selenskyj fordert von Washington mindestens fünf Prozent der US-Patriot-Bestände für den Winter. Ein russischer Drohnenangriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa tötete heute zwei Menschen.
Kyiv Independent, Kiel Institut, Onvista — PassagierzugZum ArtikelSelenskyj fordert in einem CNN-Interview mindestens fünf Prozent der amerikanischen Patriot-Abfangraketen, um die Ukraine durch den Winter zu bringen. Um alle russischen Ballistika abzufangen, brauche Kyjiw zehn Prozent der US-Bestände. Der Präsident erklärte, die Ukraine habe dieses Jahr zwei- bis zweieinhalbmal weniger Abfangraketen zur Verfügung als noch 2025. Die kritische Versorgungslage sei eine direkte Folge der anhaltenden russischen Raketenkampagne gegen ukrainische Energieinfrastruktur.
CNN Interview Selenskyj, Epoch TimesNach ukrainischen Drohnenangriffen in der Nacht auf den 13. August ist Sewastopol auf der annektierten Krim ohne Stromversorgung. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoshajew meldete einen vollständigen Stromausfall in der Hafenstadt nach massivem ukrainischen Angriff. Die Ukraine griff parallel zur Schwarzmeerküste in der Nähe von Noworossijsk an, wo laut ukrainischem Generalstab vier russische Kriegsschiffe beschädigt wurden.
Aachener Zeitung, RheinpfalzUkraine hat in der Nacht auf den 13. August vier russische Kriegsschiffe im Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk getroffen: die Fregatten Admiral Essen und Admiral Makarov (beide Grigorovich-Klasse, ausgerüstet mit Kalibr-, Oniks- und Zirkon-Raketen), ein Buyan-M-Raketenschiff und ein Patrouillenboot der Vasil-Bykov-Klasse. Eingesetzt wurden Drohnen, Neptune-Seezielflugkörper und Seedrohnen. Satellitenbilder zeigen keine versenkten Schiffe, Schäden werden noch bewertet. Selenskyj bestätigte die Angriffe. Separat hat die Ukraine begonnen, die genaue Anzahl russischer Raketenabschüsse nicht mehr öffentlich zu melden, nachdem die Luftabwehr in einem Angriff keinen einzigen von 28 Projektilen abfangen konnte.
Euromaidan Press, Kyiv Independent, Deutschlandfunk, Bloomberg via UNNSelenskyj warnt vor einer verdeckten russischen Massenrekrutierung von mehreren Hunderttausend Soldaten, geplant nach der russischen Parlamentswahl im September. Putin wolle die eigene Bevölkerung täuschen: Keine öffentliche Ankündigung, stattdessen Schattenverträge und Grenzblockaden. Parallel sollen bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium stationiert werden. Die Ukraine hat gleichzeitig Bilanz einer 40-tägigen Drohnenoffensive gezogen: acht der zehn größten russischen Raffinerien wurden nach eigenen Angaben getroffen.
Spiegel Ausland, EuronewsZum ArtikelUkrainische Drohnen haben in der Nacht zum 12. August die russische Grenzstadt Belgorod angegriffen. Drei Menschen kamen ums Leben, 25 wurden verletzt. Vier Wohnhäuser wurden beschädigt, in der Stadt brachen mehrere Brände aus. Selenskyj erwartet laut Tagesspiegel-Liveblog unterdessen bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten, die Russland für künftige Kampfeinsätze vorbereite.
Tagesspiegel Liveblog, DeutschlandfunkRussland setzt seine systematischen Angriffe auf ukrainische Schwarzmeerhäfen fort. Ukrainische Behörden zählten bis Anfang August 67 Treffer auf Hafenanlagen und 57 Schiffe. Rund 90 Prozent der internationalen Schifffahrtsunternehmen haben ihre Fahrten zu den Haupthäfen Odessa, Chornomorsk und Yuzhni ausgesetzt. Keine ausländischen Frachtschiffe sind seit zwei Wochen in die Region eingelaufen. Russlands Verteidigungsministerium erklärte, es habe Treibstofflager getroffen, die für ukrainische Militärzwecke genutzt worden seien.
Yahoo News, Baird MaritimeRussland hat in der Nacht zum 11. August Saporishshja mit nordkoreanischen KN-23-Raketen, Zirkon-Hyperschallraketen und 120 Drohnen angegriffen. Sechs Menschen starben, 19 wurden verletzt. Präsident Selenskyj bestätigte explizit den Einsatz nordkoreanischer Munition. In Kiew beschädigte eine Rakete ein Krankenhausgebäude; in der Region Dnipropetrowsk starben drei weitere Menschen. Russland feuerte die Raketen aus vier verschiedenen Regionen ab; 98 der 120 Drohnen wurden abgefangen.
Euronews, UkrinformZum ArtikelUkrainische Drohnen haben am Montag ZapSibNeftekhim in Tobolsk angegriffen, Russlands größte Petrochemieanlage in Westsibirien, rund 2.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze. Tyumens Regionalchef Alexander Moor bestätigte einen Brand im Zentralen Gasaufbereitungswerk. Das Sibur-Werk produziert rund die Hälfte von Russlands Polyethylen- und Polypropylenproduktion sowie Raketentreibstoff-Komponenten und Drohnenwerkstoffe. Es war der zweite Treffer gegen russische Öl- und Chemieanlagen am selben Tag, nach dem tödlichen Angriff auf TANECO in Nischnekamsk.
The Moscow Times, Ukrainska PravdaZum ArtikelUkrainische Drohnen haben am Montagmorgen die Stadt Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan angegriffen und die TANECO-Ölraffinerie in Brand gesetzt. 13 Menschen starben, darunter ein Kind, 75 wurden verletzt. Nischnekamsk liegt rund 800 Kilometer östlich von Moskau und etwa 1.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Tatarstans Regierungschef Rustam Minnichanow verhängte Staatstrauer.
NBC News, Al JazeeraZum ArtikelUkrainische Drohnen griffen in der Nacht auf Montag Belgorod an: Russlands Gouverneur Alexander Schuwajew meldete drei Tote und 25 Verletzte, vier Wohnblöcke wurden beschädigt. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von mehreren Bränden in der Grenzstadt, rund 30 Kilometer von der ukrainischen Grenze. Gleichzeitig attackierten russische Streitkräfte Treibstofflager in den ukrainischen Schwarzmeehäfen Odessa und Tschornomorsk. Russlands Verteidigungsministerium erklärte, die Anlagen dienten der militärischen Versorgung; eine unabhängige Bestätigung war nicht möglich.
Tagesspiegel, DeutschlandfunkUkrainische Drohnen haben seit dem 18. Juli mindestens 21 Wildberries-Lagerhallen in sieben russischen Regionen zerstört, darunter erstmals ein Lager in Jekaterinburg am Ural, 1.700 Kilometer von der Frontlinie. Der Direktschaden überstieg laut Analysten eine Milliarde Euro. Das spezifische Geschäftsmodell des Unternehmens, Käufer zahlen sofort, Händler erhalten Geld erst später, macht die Plattform strukturell anfällig. Staatliche Intervention gilt als nahezu sicher.
EUobserver, Frankfurter RundschauZum ArtikelRussland hat am 9. August die Ukraine mit mehr als 200 Schahed-Drohnen sowie verschiedenen Raketentypen angegriffen. 22 Ziele wurden getroffen. In Odessa fiel bei Hunderttausenden Familien der Strom aus. In Charkiw wurden beim Angriff auf ein Wohnhochhaus zwei Menschen getötet und 21 verletzt. Der Angriff zeigt die strategische Logik: Shahed-Drohnen kosten 40.000 bis 50.000 US-Dollar, amerikanische Patriot-Abfangkörper mehrere Millionen Euro pro Stück. Da die USA ihre Patriot-Vorräte zunehmend für den Iraneinsatz aufbrauchen, bleibt die ukrainische Luftverteidigungsversorgung bis 2027 unter Druck.
Al Jazeera, Foreign PolicyZum ArtikelSelenskyj hat am 8. August seine Warnung vor nordkoreanischen Truppenverstärkungen ausgeweitet: Russland plane nun 30.000 bis 50.000 nordkoreanische Soldaten zu entsenden, nicht nur 30.000 wie bislang gemeldet. Die Obergrenze der Schätzung ist damit um zwei Drittel gestiegen. Nach südkoreanischen Geheimdienstangaben wurden bislang rund 14.000 nordkoreanische Soldaten in Russland eingesetzt. Westliche Dienste haben die neue Zahl nicht öffentlich bestätigt.
t-online – Selenskyj warnt vor 50.000 Nordkoreanern, ORF – Selenskyj: Bald bis zu 50.000 Soldaten aus NordkoreaZum ArtikelDie Türkei hat begonnen, Schiffsgenehmigungen für den Dardanellen-Durchgang ins Schwarze Meer zu verweigern oder erheblich zu verzögern. Betroffen sind Routen nach Noworossijsk (Russland) und Odessa (Ukraine). Außenminister Hakan Fidan fordert von beiden Kriegsparteien ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe. Hintergrund sind Drohnenangriffe auf türkische Frachter am 4. August, bei denen drei Seeleute schwer verletzt wurden.
Kyiv Post: Turkey Restricts Black Sea Shipping, Urges Moratorium, Deutschlandfunk: Türkei fordert Russland und Ukraine auf, Angriffe zu stoppenZum ArtikelDas Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf westliche Geheimdienstquellen, dass die Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle aller Wahrscheinlichkeit nach von der russischen Regierung eingesetzt wurde. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte: Deutschland sei „tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“, fremde Mächte wollten das Land „politisch und gesellschaftlich besiegen“. Für den 18. August ist die Eröffnung eines Drohnen-Sicherheitsforschungszentrums am DLR-Testflughafen Cochstedt geplant. Parallel dazu bestellte Bulgarien die ukrainische Botschafterin ein, nachdem eine ukrainische Drohne nahe Kardam an der Trans-Balkan-Gaspipeline explodiert war.
Kyiv Independent: WSJ links Leipzig drone to Russia, ORF: Bulgarien — Drohne löst diplomatische Verstimmung aus, t-online: Dobrindt — Neues Drohnensicherheitszentrum DLR CochstedtZum ArtikelRussland hat im Juli 376 ballistische Raketen und Marschflugkörper auf die Ukraine gefeuert, mehr als doppelt so viele wie im Vormonat. Der Einsatz von Shahed-Drohnen sank gleichzeitig um 41 Prozent gegenüber dem Maistand. Moskau setzt auf Waffen, die Kiews Luftverteidigung kaum abfangen kann: Iskander-M-Raketen, Hyperschallraketen vom Typ Zircon und Kalibr-Marschflugkörper. Die USA können weniger Nachschub liefern, weil der Irankrieg eigene Raketenvorräte aufgebraucht hat.
Militär Aktuell, Der FreitagZum ArtikelRussland intensiviert Angriffe auf ukrainische Energie- und Landwirtschaftsinfrastruktur: In der Nacht auf Mittwoch wurden im Gebiet Dnipropetrowsk fünf Tankstellen getroffen, eine Frau starb. Die ukrainische Regierung warnte, russische Drohnenangriffe auf Felder hätten in einer Nacht mehr als 2.000 Hektar erntereifer Felder zerstört. Kyiv warnt vor einem globalen Lebensmittelpreisboom, sollten russische Angriffe auf ukrainische Agrarinfrastruktur anhalten. Die Ukraine ist einer der wichtigsten Getreideexporteure der Welt; Russlands Angriffe auf Schwarzmeer-Häfen und Felder verschärfen die globale Nahrungsmittelversorgungslage.
n-tv: Kiew warnt vor globalem Lebensmittelpreis-Boom, FAZ: Russland greift ukrainische Tankstellen und Bauern anIn der Nacht zum 8. August kreisten sechs unbekannte Drohnen über dem Bundeswehrstandort Mechernich in NRW — Europas einziger Patriot-Wartungsanlage. Die Geräte vom mutmaßlichen Typ Fly-380 mit bis zu 400 km Reichweite dokumentierten das strategisch kritische Depot, in dem Bundeswehrspezialistinnen und -spezialisten die einzigen Luftabwehrraketen reparieren, die ballistische Geschosse abfangen können. Die Kreispolizei Euskirchen ermittelt wegen sicherheitsgefährdender Aufnahme militärischer Anlagen. CDU-Geheimdienstexperte Marc Henrichmann sieht das Vorgehen als Teil des russischen Hybridkriegsmusters gegen Deutschland.
Blick: Verdächtige Drohne über Patriot-Raketen-Werft, Deutschlandfunk: Drohnenmeldungen bei MechernichZum ArtikelDie Ukraine ordnet die Pflichtevakuierung von 525 Kindern aus der Kramatorsk-Gemeinschaft im Donezk-Oblast an. Der Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filashkin, begründet das mit einer sich verschlechternden Sicherheitslage: „Es ist inakzeptabel, Kinder dem ständigen Risiko russischer Angriffe auszusetzen.“ In der Kramatorsk- und Slowjansk-Region verbleiben noch 83.443 Zivilisten. Kramatorsk und Slowjansk gelten als der letzte größere ukrainische Ballungsraum im Donezk-Oblast, den Russland nach eigenem Anspruch vollständig einnehmen will. Die Frontlinie im Donezk ist 2026 weitgehend statisch geblieben, mit langsamen russischen Geländegewinnen bei hohen Verlusten.
Yahoo News: Ukraine evacuates more than 500 minors from Kramatorsk, Ukrinform: Evacuations continue in Kramatorsk and SlovianskDie Türkei fordert nach wiederholten Drohnenangriffen auf zivile Frachtschiffe im Schwarzen Meer verstärkte Sicherheitsgarantien von beiden Kriegsparteien. Ankara reagiert auf den Angriff auf das türkische Ro-Ro-Schiff "Nadezhda", das Obst und Gemüse von Novorossiysk nach Samsun transportierte, bei dem drei Besatzungsmitglieder schwer verletzt wurden. Das türkische Außenministerium hat beide Seiten aufgefordert, sofortige Maßnahmen zum Schutz der Zivilschifffahrt zu ergreifen. Der Angriff verdeutlicht das wachsende Risiko für neutrale Handelsschiffe auf der Route, die als Bindeglied zwischen russischen Schwarzmeerhäfen und der Türkei dient. Eine klare Zuschreibung der Verantwortung für den Angriff steht aus.
Deutschlandfunk, Nau.chUkrainische Liutyi-Langstreckendrohnen haben in der Nacht zum 7. August ein Wildberries-Logistikzentrum in Jekaterinburg getroffen, rund 1.700 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Es ist der bisher weiteste Angriff der Wildberries-Kampagne seit Mitte Juli. 800 Beschäftigte wurden evakuiert, ein Feuer brach aus, Verletzte gab es nicht. Die Liutyi-Drohnen haben in denselben Nächten auch Raffinerien in Jaroslawl und Ufa getroffen. Die Kampagne hat sich damit klar auf den Ural ausgedehnt.
Kyiv Independent, MeduzaZum ArtikelUkrainische Drohnen trafen in der Nacht zum 6. August die Slavneft-YANOS-Raffinerie in Jaroslawl, eine der fünf größten Ölraffinerien Russlands, rund 1.300 Kilometer hinter der Front. Am Abend zuvor hatte Ukraine bereits die Bashneft-Nowoil-Raffinerie in Ufa getroffen. In derselben Nacht schlugen 24 russische ballistische Raketen in Kiew ein und töteten 17 Menschen; keine einzige Patriot-Abfangrakete wurde abgefeuert, weil die Ukraine die Munition aufgebraucht hat. Die Lieferungen von Patriot-Interceptoren sind 2026 um zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr gefallen.
NPR, Berliner ZeitungZum ArtikelRussische Drohnen haben am 5./6. August das deutsche Frachtschiff 'Emil' im Schwarzen Meer, rund 34 Kilometer vor Odessa, mehrfach getroffen. An Bord brach ein Feuer aus, das Schiff verlor seine Antriebsfähigkeit. Alle 11 Besatzungsmitglieder wurden evakuiert, niemand wurde verletzt. Das Schiff gehört der Hamburger Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH und fährt unter liberianischer Flagge. Es ist das erste deutsche Handelsschiff, das in diesem Krieg direkten Drohnenbeschuss erhalten hat. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff auf Telegram.
Euronews – Russische Drohnen greifen deutsches Frachtschiff Emil an, t-online – Russland trifft deutschen Frachter Emil vor OdessaUkrainische Drohnen haben in der Nacht vom 3. auf den 4. August erneut Wildberries-Lagerhäuser in Russland attackiert. Russische Behörden meldeten Treffer auf Einrichtungen in der Region Tver und der Leningrader Region nahe Sankt Petersburg, fünf Tote und zehn Verletzte. Damit wurden seit Mitte Juli mindestens 13 der 15 angegriffenen Wildberries-Standorte zerstört oder schwer beschädigt. Die Ukraine bezeichnet den russischen Onlinehändler als logistische Versorgungsstruktur mit militärischem Nutzwert.
Tagesspiegel, DeutschlandfunkBloomberg enthüllte am 5. August ein geheimes Treffen in Wien: Ehemalige Spitzenbeamte aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie frühere Kremlvertreter diskutierten im Juli Wege zu Friedensverhandlungen über den Ukrainekrieg. Organisiert vom Centre for Humanitarian Dialogue, einer Schweizer NGO, nahmen unter anderem Ex-National Security Adviser Tim Barrow (UK), früherer AA-Staatssekretär Markus Ederer und Ex-EEAS-Generalsekretär Pierre Vimont teil. Russlands bekannte Forderung, die Ukraine solle den Rest der Region Donezk abtreten, stieß auf ukrainische Ablehnung. Die beteiligten Regierungen distanzierten sich offiziell von dem Treffen.
Bloomberg, The Moscow TimesZum ArtikelRussland griff Kiew in der Nacht auf Mittwoch mit 24 ballistischen Iskander-Raketen, vier Hochgeschwindigkeitsraketen und 115 Drohnen an und tötete 17 Menschen. Nicht eine einzige Rakete wurde abgefangen: Die Ukraine hat keine Patriot-Abfangraketen mehr. Selenskyj machte die westlichen Verbündeten mitverantwortlich und erklärte, die Ukraine erhalte nur noch ein Drittel der benötigten Luftabwehrmunition. Der Iran-Krieg hat die globale Produktionskapazität gesprengt: Lockheed Martin fertigt rund 620 Interceptors im Jahr, US-israelische Kräfte verbrauchten nach Fachanalysen allein in den ersten Iran-Kampftagen mehr als 800.
CNN, TagesspiegelZum ArtikelIn Cherson verfolgte eine russische Drohne einen Gemüsehändler auf einer Straße und explodierte nahe ihm. Ein viral gegangenes Video zeigt den Angriff; der Mann überlebte mit leichten Verletzungen. Aus dem Krankenhausbett erklärte er, er habe dem Drohnenpiloten signalisiert, nur Tomaten und Auberginen zu verkaufen. Selenskyj verurteilte den Vorfall als russische Drohnen-„Safari“ auf Zivilisten und nannte ihn symptomatisch für eine systematische russische Strategie der Zivilbevölkerungsjagd.
ZDF heute, SWI swissinfoDas türkische Außenministerium forderte nach Drohnenangriffen auf zwei türkische Handelsschiffe im Schwarzen Meer dringende Maßnahmen von Ukraine und Russland. Die Nadeschda wurde nahe Noworossijsk getroffen, drei Seeleute schwer verletzt; die Yasar ebenfalls angegriffen, alle 23 Besatzungsmitglieder gerettet. Erstmals wurden türkische Zivilschiffe im Ukrainekrieg zum Ziel, was Ankaras Balanceakt zwischen NATO-Allianz und umfangreichem Russland-Handel unter Druck setzt.
Deutschlandfunk, EuronewsZum ArtikelUkrainische Drohnen griffen in der Nacht auf Dienstag zwei weitere Wildberries-Lagerhallen an: eine im Twerer Gebiet nordwestlich von Moskau, eine weitere in der Leningrader Region nahe St. Petersburg. Russische Behörden meldeten für die begleitenden Drohnenangriffe auf die Moskauer Region fünf Tote und zehn Verletzte. Der Gesamtschaden der seit dem 18. Juli laufenden Kampagne wächst: Bis zum 2. August waren nach Angaben der Moscow Times bereits 16 der größten Wildberries-Logistikzentren außer Betrieb gesetzt, der Schaden für Marktplatzhändler wird auf rund 3,5 Milliarden Dollar geschätzt.
Moscow Times, DeutschlandfunkZum ArtikelDie Türkei forderte nach einem Drohnenangriff auf zwei türkische Frachtschiffe im Schwarzen Meer mehr Sicherheit für die Zivilschifffahrt. Ein türkisches Schiff namens 'Nadeschda' wurde etwa 37 Kilometer vor dem russischen Hafen Noworossijsk getroffen, während es in Richtung türkisches Samsun fuhr. Mindestens drei Besatzungsmitglieder wurden schwer verletzt. Das türkische Außenministerium verurteilte die Angriffe und forderte alle Kriegsparteien auf, Zivilschiffe im Schwarzen Meer zu respektieren. Weder Ukraine noch Russland bekannte sich unmittelbar zu dem Vorfall.
Deutschlandfunk, EuronewsBei gegenseitigen Angriffen am 3. August starben mindestens 22 Menschen in der Ukraine und Russland. Drohnentrümmer trafen den Badeort Archipo-Ossipowka in der russischen Schwarzmeerregion Krasnodar und töteten drei Urlauber, ukrainische Angriffe auf die Krim forderten vier weitere Ziviltodesopfer. Gleichzeitig verließ Boris Nadeschdin, der letzte bekannte Kriegsgegner mit politischem Gewicht der noch in Russland geblieben war, das Land in Richtung Paris. Selenskyj entließ zudem Botschafterin Olha Stefanischyna in Washington auf deren eigenen Wunsch.
Deutschlandfunk, Tagesspiegel, HandelsblattZum ArtikelPräsident Selenskyj ernannte Rustem Umjerow, bisheriger Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats und früherer Verteidigungsminister, zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes SZR. Umjerow behält seine Rolle als Chefunterhändler in den US-vermittelten Gesprächen mit Russland und übernimmt zusätzlich die Koordination des ukrainischen Drohnenexports. Kiew hat bereits Drohnenlieferverträge mit neun Staaten abgeschlossen, weitere Abkommen sind in Verhandlung. Ihor Klymenko (Ex-Innenminister) wird neuer NSC-Sekretär, Jewhenij Chmara soll Verteidigungsminister werden.
nau.ch, watson.chZum ArtikelRussland hat in der Nacht zum 1. August Kiew mit 27 ballistischen Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Von den ballistischen Raketen wurde nur eine einzige abgefangen. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben, 22 wurden verletzt. Präsident Selenskyj erklärte, manche ukrainischen Patriot-Einheiten hätten nur noch zwei von acht verfügbaren Abfangraketen. Er fordert 300 neue Patriot-Raketen für den Winter und ein eigenständiges europäisches Luftverteidigungssystem innerhalb von zwölf Monaten.
Washington Post, Al JazeeraZum ArtikelEin russischer Kh-101-Marschflugkörper schlug in der Nacht zum 30. Juli auf polnischem Gebiet nahe Tarnawa-Kolonia ein, zwei Kilometer von einem Wohngebiet entfernt. Es ist der erste bestätigte Einschlag einer russischen Waffe auf NATO-Territorium seit Kriegsbeginn. Polens PM Tusk bestätigte den Raketentyp nach Wrackanalyse. NATO-Generalsekretär Rutte nannte es eine weitere rücksichtslose Handlung Russlands, rief aber keinen Bündnisfall aus. Am 31. Juli fingen polnische F-16 zusätzlich eine russische Il-20-Aufklärungsmaschine 40 Kilometer nördlich von Kołobrzeg über der Ostsee ab.
Tagesspiegel, Euromaidan PressZum ArtikelDie Ukraine hat seit dem 18. Juli dreizehn Wildberries-Lagerhallen in sechs russischen Regionen zerstört oder schwer beschädigt. Wildberries ist Russlands größter Onlinehändler mit rund 50 Prozent Marktanteil im E-Commerce. Präsident Selenskyj bestätigte die systematische Kampagne: Wildberries liefere Drohnenkomponenten und Militärmaterial an russische Verbände. Mindestens acht Menschen kamen bei den Angriffen ums Leben. Die Angriffe vernichteten rund zehn Prozent der Gesamtlagerkapazität des Unternehmens.
RFE/RL, Moscow TimesZum ArtikelUS-Präsident Donald Trump hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Lizenz für die Herstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen in der Ukraine geäußert. Ohne US-Lizenz können ukrainische Partner die Produktion nicht aufnehmen. Die russische Oppositionelle Julia Galjamina erklärte in einem Deutschlandfunk-Interview, sie glaube nicht, dass die russische Bevölkerung genügend Einfluss auf Putin habe, um ihn zum Kriegsende zu bewegen; westlicher Druck sei entscheidend.
Deutschlandfunk, DeutschlandfunkRussland hat erstmals eine US-amerikanische Rüstungsfirma in Kiew direkt angegriffen: Eine Drohnenfabrik des US-Unternehmens Terminal Autonomy wurde durch einen Raketeneinschlag zerstört, ohne Verletzte. Ukrainische Drohnen beschädigten zeitgleich das Getreideterminal im russischen Hafen Taman erheblich. US-Präsident Trump äußerte Vorbehalte gegenüber Patriot-Produktionslizenzen für die Ukraine; Sonderbeauftragter Kushner und Witkoff sollen in den nächsten Tagen nach Kiew reisen.
t-online, Berliner ZeitungZum ArtikelSelenskyj forderte beim Treffen in Portsmouth am 27. Juli auch eine Drohnenfabrik auf britischem Boden. Die Produktion solle bewusst nach Großbritannien verlagert werden, weit außerhalb der Reichweite russischer Raketen, die seit Monaten gezielt ukrainische Rüstungsbetriebe treffen. „Eine große, große Fabrik”, sagte Selenskyj gegenüber Sky News; die Ukraine sei bereit, ihr gesamtes Drohnen-Knowhow einzubringen. Burnham äußerte sich offen dafür, nannte aber keine Zusagen zu Standort, Zeitplan oder Finanzierung.
The Hill: Zelenskyy and Britain's new leader discuss drone projects, Mezha: Zelenskyy proposes building drone factory in UKZum ArtikelGroßbritannien hat der Ukraine die Herstellungsrechte für Stone Cloak übergeben, ein Elektronik-Kampfsystem in Tablet-Größe, das Drohnen für russische Radarsysteme schwerer verfolgbar macht. Bisher lieferte London fertige Einheiten; die Ukraine kann das System jetzt eigenständig produzieren und weiterentwickeln. Selenskyj war erster ausländischer Staatsgast des neuen Premierministers Andy Burnham, der seit dem 20. Juli im Amt ist. Beim Treffen an Bord der HMS Queen Elizabeth in Portsmouth wurden auch maritime Trainingskooperationen und Deutschlands Finanzierung von 50.000 Shrike-Drohnen (90 Millionen Euro) bekräftigt.
United24 Media: Stone Cloak IP Transfer, Euronews: Burnham pledges full supportZum ArtikelUSA und Ukraine haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag für einen Luftwaffenstillstand verständigt: Beide Seiten sollen langreichweitige Luftangriffe einstellen, während die Bodenkämpfe weitergehen. Wolodymyr Selenskyj trifft US-Präsident Donald Trump am 28. Juli im Weißen Haus, um das Paket abzustimmen. US-Gesandter Steve Witkoff soll den Vorschlag anschließend nach Moskau bringen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete Berichte darüber als 'Zeitungsartikel' und nannte es 'verfrüht', dazu Stellung zu nehmen. Kasachstans Präsident Toqajew rief neben Putin stehend zum Einfrieren des Konflikts auf.
Kyiv Independent, Moscow TimesZum ArtikelDie EU-Kommission hat den vollen Umfang des 21. Sanktionspakets bekannt gegeben: 218 Einträge, die höchste Zahl seit Kriegsbeginn 2022. Mehr als 30 weitere Banken werden vom SWIFT-Zahlungssystem abgeschnitten. Erstmals richtet sich das Paket explizit gegen 14 Kryptowährungsanbieter in Georgien, den VAE und Panama, die beim Umgehen westlicher Sanktionen geholfen haben sollen. Außerdem werden mehrere Ölraffinerien in Russland und Weißrussland sanktioniert.
EU-Kommission Pressemitteilung 24. Juli, CoinDesk: Krypto-SanktionenZum ArtikelBallistische Raketen trafen in der Nacht auf Sonntag drei Kiewer Stadtteile, ein 18-stöckiges Wohngebäude stand in Flammen. Es war der zweite schwere Angriff auf die Hauptstadt innerhalb von drei Tagen – am 24. Juli hatte ein Treffer auf eine Waffenausstellung zehn Menschen getötet. In seiner Abendansprache warnte Selenskyj, Russland plane die Verlegung von weiteren 30.000 nordkoreanischen Soldaten in die Region Woronesch für eine Herbstoffensive, plus neue Startanlagen für ballistische Raketen. Pjöngjang hatte beim ersten Einsatz in Kursk nach britischen Schätzungen rund 6.000 Tote und Verwundete zu beklagen.
Kyiv Independent, HandelsblattZum ArtikelDie Ukraine hat seit dem 6. Juli in Operation Molochka 196 russische Schiffe im Asowschen und Schwarzen Meer kampfunfähig gemacht. Seit dem 15. Juli ist die Kampagne auf das Schwarze Meer ausgeweitet worden. Als Vergeltung beschießt Russland täglich Odessas Häfen, der internationale Getreidekorridor steht still. Beide Länder, die zusammen 25 bis 30 Prozent des weltweiten Weizens liefern, blockieren sich gegenseitig mitten in der Erntezeit.
Kyiv Post: Operation Molochka 159 Schiffe in 12 Tagen, news.de: 196 russische Schiffe getroffenZum ArtikelUS-Außenminister Marco Rubio hat die Anchorage-Vorschläge aus dem Trump-Putin-Gipfel vom August 2025 als Verhandlungsgrundlage offiziell verworfen. Nach dem 35-minütigen Treffen mit Russlands Außenminister Lawrow am Rande des ASEAN-Forums in Manila erklärte Rubio, die Vorschläge seien damals für die Ukraine nicht akzeptabel gewesen und heute noch weniger akzeptabel. Der Kreml reagierte zurückhaltend: Ein schnelles Abkommen sei nicht zu erwarten. Rubio bekräftigte, die USA seien bereit zu helfen, einen Waffenstillstand zu erreichen, könnten aber keine Zugeständnisse machen, die Kiew ablehne. Als nächstes reguläres Format für direkte Gespräche gilt die UN-Generalversammlung in New York im September.
NPR: Rubio says U.S. ready to help end war, no quick deal, Eurasia Review: No Breakthroughs, Little OptimismRussische Gleitbomben haben heute ein Wohnviertel in Slowjansk getroffen und mindestens 14 Menschen verletzt. Sieben Wohnblocks wurden nach Angaben des Donezk-Militärgouverneurs Wadym Filaschkin auf Telegram beschädigt. Der Angriff auf die frontnahe Stadt bestätigt die russische Stoßrichtung: Slowjansk und das benachbarte Kramatorsk sind die letzten großen Städte unter ukrainischer Kontrolle im Donezk-Gebiet und stehen seit dem Fall von Kostjantyniwka Anfang Juli unter verstärktem russischem Druck.
t-online: Viele Verletzte nach russischem Bombenabwurf auf Slowjansk, Volksstimme: Ukraine-Krieg - Viele Verletzte in SlowjanskZum ArtikelDie EU hat das 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen, aber erheblich abgeschwächt. Sechs Mitgliedstaaten blockierten zentrale Maßnahmen: Griechenland verhinderte ein Totalverbot für LNG-Transporte zu Drittstaaten, Deutschland blockierte Fischsanktionen. Der Öl-Preisdeckel bleibt für zwölf Monate bei 44 Dollar pro Barrel eingefroren — obwohl Brent heute erstmals seit Mai wieder über 100 Dollar stieg. Bankensanktionen gegen rund 90 Institute und Exportkontrollen für 50 Unternehmen aus China, Türkei und Kasachstan wurden verabschiedet.
The Moscow Times, EU-KommissionZum ArtikelUS-Außenminister Marco Rubio und Russlands Außenminister Sergej Lawrow haben sich am Donnerstag am Rande des ASEAN-Außenministertreffens in Manila getroffen. Das Gespräch dauerte nach US-Angaben 35 Minuten, laut russischen Quellen mehr als 90 Minuten. Themen waren die Ukraine, die Lage am Persischen Golf und die Normalisierung diplomatischer Missionen. Lawrow bekräftigte Moskaus Bereitschaft zur Lösung des Konflikts und berief sich auf Vereinbarungen aus dem Anchorage-Gipfel von August 2025, die Rubio selbst seinerzeit als inexistent bezeichnet hatte. Konkrete Ergebnisse für Ukraine blieben aus, beide Seiten vereinbarten weitere Kontakte.
AP / KOB News, Südtirol NewsZum ArtikelIn der Nacht zum 12. Juli schlugen FP-1-Drohnen in die Rosneft-Raffinerie in Syzran ein, rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze. Analysten identifizierten Treffer auf beide Primärdestillationsanlagen AVT-5 und AVT-6 mit zusammen 8,9 Millionen Tonnen Jahreskapazität sowie auf die Hochoktananlage. Der ukrainische Generalstab meldete, die Drohnenkampagne habe inzwischen 42,74 Prozent der russischen Gesamtdestillationskapazität außer Betrieb gesetzt. Alle elf der größten Raffinerien des Landes wurden mindestens einmal getroffen. Der kumulative Schaden am russischen Raffineriesektor wird auf 13,5 Milliarden Dollar seit August 2025 geschätzt.
Euromaidan Press, UkranewsZum ArtikelUkrainische Drohnen haben in der Nacht auf den 22. Juli zwei Umspannwerke auf der besetzten Krim in Masandra und Jalta getroffen. Teile des Stromnetzes in Masandra, Jalta und Alushta fielen für Stunden aus. Russland griff seinerseits mehrere ukrainische Regionen an, darunter Sumy, Odessa, Dnipropetrowsk und Mykolajiw. Russlands Außenminister Lawrow kündigte für Donnerstag ein Treffen mit US-Außenminister Rubio in Manila an, am Rande des Asean-Gipfels; Rubio nannte Wege zur Beendigung des Ukraine-Krieges als Schwerpunkt.
t-online, TagesspiegelZum ArtikelBei russischen Luft- und Raketenangriffen wurden in der Ukraine mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt. Russland setzte dabei Raketen und Drohnen ein und traf mehrere ukrainische Gebiete. Präsident Selenskyj kämpft gleichzeitig um innenpolitischen Rückhalt: Massiver Beschuss und der Wechsel an der Armeeführung belasten die Stimmung in Kiew.
Deutschlandfunk, ZDF heuteDie Gazprom-Aktie fiel am 16. Juli auf der Moskauer Börse auf 83,98 Rubel und damit unter das bisherige Rekordtief von 84 Rubel aus der Finanzkrise 2008. Gazproms Marktwert liegt damit bei etwas über 2 Billionen Rubel, umgerechnet rund 25,7 Milliarden Dollar. Parallel verlor der Leitindex der Moskauer Börse an dem Tag mehr als drei Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober 2022. Gazprom hatte 2022 noch zeitweise eine Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden Dollar. Sanktionen, der Verlust des europäischen Marktes und die wirtschaftlichen Kosten des Krieges haben den Konzern seither auf einen Bruchteil seines früheren Werts reduziert.
Moscow Times, Frankfurter Rundschau, MeduzaSelenskyj hat Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj entlassen und durch Mychajlo Drapatyj ersetzt. Auslöser waren sechs Tage Massenproteste in Kiew, bei denen bis zu 7.000 Menschen die Ablösung Syrskyjs forderten. Hinter den Protesten steht ein Strategiestreit: Syrskyj wollte das Drohnenprogramm des entlassenen Verteidigungsministers Fedorow in die reguläre Kommandokette integrieren, was Demonstranten als Modernisierungsbremse werteten. Drapatyj, 43, verteidigte 2024 die Region Charkiw und gilt als reformorientiert.
ZDF heute, Berliner ZeitungZum ArtikelDas Center for Strategic and International Studies (CSIS) hat in seinem Bericht „Blood and Treasure“ vom 1. Juli die bislang detaillierteste Bilanz von Russlands Offensive vorgelegt. Im Juni 2026 gewann Russland rund 30 Quadratkilometer, im Juni 2025 waren es 481. Für jeden dieser Quadratkilometer zahlte Russland im Juni 1.298 Soldaten, fast neunzehnmal so viele wie ein Jahr zuvor. Über 90 Prozent der russischen Verluste entstehen inzwischen durch Drohnenangriffe. Russland hat die Zahl gleichzeitig geführter Frontabschnitte von 13 auf sechs bis sieben reduziert.
CSIS: Blood and Treasure, Al JazeeraZum ArtikelRussland hat in der Nacht auf den 20. Juli 41 ballistische Raketen auf Kyjiw abgefeuert und damit den bislang größten Ballistikangriff des Krieges geflogen. Die bisherige Höchstzahl von 33 Raketen vom 2. Juni wurde deutlich übertroffen. Iskander-M und hypersonische Zirkon-Raketen trafen vier Stadtteile, ein Schutzausrüstungsunternehmen und ein großes Logistikzentrum wurden vollständig zerstört. Trotz des Rekordumfangs starb nur ein Mensch, weil die Bevölkerung in Kellern Schutz suchte. Die Analyse erklärt, warum Russland zunehmend auf Ballistische setzt: Der Patriot-Vorrat der Ukraine ist auf ein kritisches Minimum gesunken.
Al Jazeera, DeutschlandfunkZum ArtikelOperation MoLoChKa hat seit Beginn am 6. Juli 183 russische Schiffe getroffen, davon 119 im Asowschen Meer und 64 im Schwarzen Meer. In der Nacht auf den 20. Juli beschädigten ukrainische Drohnen sieben weitere Tanker der Schattenflotte sowie Energieanlagen auf der Krim. Die Werchowna Rada hatte am 16. Juli Serhij Koretskyj mit 289 Stimmen als neuen Ministerpräsidenten bestätigt; als amtierender Verteidigungsminister führt Generalmajor Jewhenij Chmara das Ressort, bis er den Zivilstatus erworben hat. Die maritime Kampagne läuft damit während der Kabinettsumbildung ungebremst weiter.
Ukrainska Pravda, Kyiv IndependentZum ArtikelDie Ukraine hat in der Nacht auf den 20. Juli mehr als 400 Drohnen auf Moskau und das Umland gerichtet. Treffer im Logistikkomplex Juschnye Worota (144 Hektar, Domodedowo) und einem Öldepot in Podolsk. Russland antwortete mit Marschflugkörpern auf den Maisfrachter Golden Leo vor Odessa: Zehn Menschen starben. Die maritime Offensive trifft inzwischen 183 russische Schiffe im Juli, sieben weitere wurden in der Nacht beschädigt.
Al JazeeraZum ArtikelRussland hat in der Nacht zum 20. Juli den größten Ballistikraketenangriff auf Kiew seit Beginn des Krieges gestartet. Mehr als 40 ballistische Raketen verschiedener Typen, darunter Iskander-M und Zirkon, wurden auf die Hauptstadt abgefeuert. Ein Mensch wurde getötet, 16 verletzt, fünf Stadtbezirke waren betroffen. Parallel griffen russische Kräfte die Region Saporischschja an, mit mindestens zwei Getöteten und 42 Verletzten. Ukraine antwortete mit Schlägen gegen drei Öldepots und eine Treibstoffanlage in der russischen Region Stawropol sowie drei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer.
Al Jazeera: Russia largest ballistic missile attack on Kyiv, Ukrinform: Russia launches one of largest ballistic missile attacksDas ukrainische Kabinett hat am 17. Juli Jewhenij Chmara offiziell als amtierenden Verteidigungsminister ernannt und Andrij Sybiha als amtierenden Außenminister bestätigt. Chmara kann wegen seines aktiven Generalmajor-Status formal nicht vom Parlament bestätigt werden und führt das Ressort deshalb als Interimslösung bis zu seiner formellen Statusumwandlung. Selenskyj entließ außerdem am 16. Juli Tymur Tkatschenko als Chef der Kiewer Militärverwaltung. Tkatschenko hatte sich öffentlich mit Bürgermeister Vitali Klitschko über Sicherheitszuständigkeiten angelegt.
Ukrainska Pravda, Interfax Ukraine, Kyiv IndependentZum ArtikelDie Werchowna Rada bestätigte am 16. Juli Serhij Koretskyj mit 289 Stimmen als neuen Ministerpräsidenten der Ukraine. Als Nachfolger für das Verteidigungsministerium schlug Selenskyj SBU-Chef Jewhenij Chmara vor, der zunächst den Zivilstatus erwerben muss. Der entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, 35, Architekt des ukrainischen Drohnenprogramms, löste mit seiner Entlassung Proteste in Kiew, Lwiw und Dnipro aus. Innenminister Klymenko wird Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats.
ZDF heute, derStandardZum ArtikelSelenskyj hat am 15. Juli auch Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow nach sieben Monaten entlassen. Konflikte mit Generalstabschef Syrskyj über die Umbaugeschwindigkeit des Ministeriums hatten die Zusammenarbeit belastet. Als Nachfolger wurde Innenminister Ihor Klymenko angeboten; das Parlament stimmt am 16. Juli ab. Selenskyj nominierte gleichzeitig offiziell Naftogaz-Chef Serhij Koretskyj als neuen Premierminister. Die Abstimmung im Parlament wird noch am 16. Juli erwartet.
Euronews, Al JazeeraZum ArtikelUkrainische Drohnen haben in der Nacht zum 15. Juli 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer getroffen, darunter 17 Öltanker und zwei Gastanker. Es war der erste koordinierte Großangriff auf die Schattenflotte in diesem Seegebiet. Insgesamt traf die Ukraine seit dem 6. Juli 136 Schiffe in Asowschem Meer und Schwarzem Meer. Gleichzeitig schlugen Spezialkräfte das Kühlsystem des Balaklawa-Kraftwerks auf der Krim, das fast die Hälfte der Halbinsel mit Strom versorgt. Die Anlage ist mit sanktionierten Siemens-Turbinen ausgerüstet, die Russland weder ersetzen noch legal warten lassen darf. In Sewastopol traten sofort Stromrationierungen in Kraft.
Kyiv Independent, Euromaidan PressZum ArtikelAlexander Jakowlew, Chefingenieur des AKW Saporizhzhia, wurde am Mittwoch von einer ukrainischen Drohne getötet. Sein Fahrer Dmitri Filippow kam ebenfalls ums Leben. Das Fahrzeug wurde an der Grenze zwischen dem Kraftwerksgelände und der Stadt Enerhodar getroffen. Rosatom-Chef Lichatschow bezeichnete den Angriff als gezielten Terroranschlag und forderte von der IAEA eine prompte Reaktion. Die Ukraine schwieg offiziell, ukrainische Medien bezeichneten Jakowlew als Kollaborateur. IAEA-Chef Grossi verurteilte den Vorfall als inakzeptabel, ohne eine Partei zu benennen.
Tagesspiegel, IAEAZum ArtikelDie EU und die Ukraine haben in Kyiv das erste EU-weite Abkommen zur gemeinsamen Drohnenproduktion unterzeichnet. Drohnen sollen künftig nicht nur in der Ukraine, sondern auch auf dem Territorium der EU-Mitgliedstaaten produziert und gelagert werden, um sie vor russischen Angriffen zu schützen. Ukraine produziert derzeit zehn Millionen Drohnen jährlich und plant eine Verdopplung auf 20 Millionen. Parallel trat Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zurück; als Nachfolger gilt Innenminister Ihor Klymenko. Das Abkommen soll bis 2028 auf die gemeinsame Produktion von Luftabwehrraketen ausgeweitet werden.
Euronews, Kyiv IndependentZum Artikel19 Menschen starben in der Nacht zum 14. Juli bei einem russischen Ballistikeraketenbefall auf Kiew, darunter ein Kind. 61 wurden verletzt. Die Ukraine fing erstmals seit fast zwei Wochen fünf ballistische Raketen ab. Der Angriff kam Stunden nach der Pariser Ankündigung der FREYJA-Koalition, in der zehn europäische Staaten ein günstigeres Abwehrsystem für 700.000 Dollar pro Schuss entwickeln wollen. Die 19 Toten zeigen, wie groß die Lücke bis zur Einsatzbereitschaft ist.
Washington Post, Kyiv IndependentZum ArtikelUkrainische Drohnen haben am 7. Juli die Gazpromneft-Raffinerie in Omsk getroffen, Russlands größte Ölanlage mit 21 Millionen Tonnen Jahreskapazität, nach 2.736 Kilometern Flugstrecke. Der bisher weiteste Drohnenangriff des Krieges. Die nationale Benzinproduktion brach danach um 17 Prozent auf 850.000 Barrel pro Tag ein. Mehr als 40 der 83 russischen Regionen haben seitdem Kraftstoffrationierungen eingeführt. Russland rationiert Diesel in der Erntesaison; Putin bezeichnete die Lage als vorübergehend.
Handelsblatt, Business Insider DEZum ArtikelIn der Nacht zum 14. Juli feuerte Russland ballistische Raketen und Drohnen auf Kyjiw. In den Stadtbezirken Holosijiwskyj und Darnyzkyj brachen Feuer in Lagerhallen aus, Fahrzeuge fingen Feuer. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete keine Todesopfer im Stadtgebiet. Russland erklärte, es habe Rüstungsbetriebe getroffen, die Raketen und Drohnen für die ukrainische Armee produzieren. Der Angriff folgt einem Muster regelmäßiger Attacken auf die Hauptstadt: Im Juni und Anfang Juli hatte Russland Kyjiw bereits mehrfach mit ballistischen Raketen angegriffen, zuletzt am 12. Juli mit neun Todesopfern in Kyjiw, Krywyj Rih und Cherson.
Meduza: Russian ballistic missiles hit Kyiv overnight, Deutschlandfunk: Erneute Angriffe auf ukrainische Hauptstadt KiewAm 14. Juli marschierten erstmals ukrainische Soldaten bei der Militärparade des französischen Nationalfeiertags über die Champs-Élysées. 25 ukrainische Soldaten liefen gemeinsam mit Truppen aus elf europäischen Ländern. Den Fliegerteil eröffneten zwei Maschinen vom Typ Mirage 2000B mit ukrainischen Co-Piloten im Zweitsitz. Rund 30 Staatschefs und Regierungschefs verfolgten den Umzug, darunter Präsident Selenskyj. Für Macron, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren kann, war es seine letzte Parade als Staatspräsident.
France 24 Parade, Euromaidan PressZum ArtikelDer Pariser Gipfel der Coalition of the Willing am 13. Juli endete mit konkreten Zusagen: Die 37 Mitgliedstaaten verpflichten sich zu je mindestens 70 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine, sowohl 2026 als auch 2027. Die Ukraine bestellte 16 Rafale-Kampfjets, die ab 2028 oder 2029 einsatzbereit sein sollen, sowie Luftabwehrsysteme der nächsten SAMP-T-Generation. Selenskyj erklärte nach dem Treffen, die Vereinbarung über Sicherheitsgarantien sei praktisch fertig für eine Bestätigung durch Trump.
UK Government Co-Chair Statement, France 24, Tagesspiegel SelenskyjZum ArtikelDie Ukraine setzt ihre Drohnenangriffe auf die russische Schattenflotte im Asowschen Meer fort. Drohnenchef Robert Brovdi bestätigte, seit dem 6. Juli wurden rund 90 Schiffe angegriffen, darunter Tanker die Treibstoff auf die Krim transportierten, Frachtschiffe und Schlepper. In der jüngsten Nacht trafen ukrainische Drohnen erneut mehrere Tanker und Frachtschiffe. Russische Seebehörden haben den gesamten Schiffsverkehr im Asowschen Meer ausgesetzt.
ORF, ZDF heuteFrankreich erteilte der Ukraine in Paris Produktionslizenzen für SCALP-Marschflugkörper, Aster-30-Abfangraketen und AASM-Hammer-Bomben. Macron kündigte außerdem an, Rafale-Kampfjets sollen bis 2028 oder 2029 im ukrainischen Einsatzgebiet fliegen. Als überraschendste Ankündigung des Bastille-Day-Gipfels gab Macron gemeinsame Militärmanöver der Coalition of the Willing in Nachbarstaaten der Ukraine bekannt.
Meduza, t-onlineZum ArtikelNeun europäische Staaten haben sich am 13. Juli zu einer Anti-Ballistic-Missile-Koalition zusammengeschlossen, um Ukraines Luftabwehrsystem Freya zu entwickeln. Der Abfangjäger FP-7.X von Fire Point soll ballistische Raketen wie die russische Iskander-M für rund 700.000 Dollar abfangen, verglichen mit 3,8 Millionen Dollar für eine Patriot-PAC-3-Rakete. Das deutsche Rüstungsunternehmen Hensoldt hat bereits ein Memorandum für Radarsysteme unterzeichnet; Frankreich, Norwegen und Italien verhandeln noch. Der erste echte ballistische Abfangtest ist für Ende 2027 angesetzt.
Defense News, Kyiv IndependentZum ArtikelAm 12. Juli griff Russland mit Raketen und Drohnen an: Neun Tote in Kyjiw, Krywyi Rih und Cherson. Abgefangen wurde kaum etwas. Verteidigungsminister Fedorow erklärte das Dilemma: Weltweit werden weniger PAC-3-Abfangraketen produziert, als Russland allein auf Kyjiw abfeuert. Der Nahe-Osten-Krieg hat die westlichen Bestände dezimiert. Die Ukraine darf jetzt selbst produzieren, aber frühestens Ende 2027 wird das militärisch relevant sein.
Frankfurter Rundschau, Al JazeeraZum ArtikelDrohnenchef Robert Brovdi bestätigte: Mehr als 40 russische Tanker wurden in den vergangenen Wochen im Asowschen Meer getroffen, dazu 4 Fähren und die Raffinerie Sysran an der Wolga. Russland hat daraufhin alle Schiffsoperationen im Binnenmeer vorübergehend eingestellt. Die Schattenflotte, die russisches Öl jenseits westlicher Sanktionen transportiert, operiert damit unter permanentem Drohnenrisiko. Gleichzeitig brennt ein Öldepot im Stawropoler Gebiet. Die Krim rationiert seit Mitte Juni Kraftstoff.
Kyiv Independent: Ukraine strikes Stavropol oil depot, Sunday Guardian: Russia halts Sea of Azov shippingZum ArtikelSelenskyj hat am 12. Juli Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko abgelöst, die erst seit Juli 2025 im Amt war. Als Nachfolger gilt Serhij Koretskyj, Vorstandschef von Naftogaz und Ukrnafta: Selenskyj will das Premierministeramt mit einem Energiefachmann besetzen, der die Vorbereitung auf den dritten Kriegswinter leitet. Swyrydenko soll Botschafterin in Washington werden. Die Werchowna Rada soll in den nächsten Tagen abstimmen. Es ist der zweite große Kabinettsumbau innerhalb von acht Monaten, nach dem Korruptionsskandal um Tymur Minditsch im November 2025.
Al Jazeera, ZDF heuteZum ArtikelDie seit Ende Mai laufende ukrainische Logistikblockade zeigt messbare Wirkung auf der Krim: Der Kraftstoffverkauf wurde auf rund 20 Liter pro Person rationiert, neue Bezugsscheine werden seit Mitte Juni nicht mehr ausgegeben. Auf der Route R-280 entlang der Asowküste, der wichtigsten Alternativversorgungsroute an die Südfront, sank der Fahrzeugverkehr um mehr als 70 Prozent. Die Krimbrücke ist nach Angriffen auf Fähren und Öldepots die einzige noch funktionierende Verbindung zum russischen Festland. Das Verteidigungsministerium bewilligte 100 Millionen Dollar für weitere Mittelstreckendrohnen. Bis zum angekündigten Zieldatum 4. August verbleiben noch drei Wochen.
Business Insider: Krim Benzin, United24: Logistics LockdownZum ArtikelRussische Einheiten greifen im Kramatorsk-Sektor Richtung Tikhoniwka an, weniger als 15 Kilometer vom Stadtzentrum. Sieben Gleitbomben töteten am 10. Juli vier Menschen in Kramatorsk. Das Institut für Kriegsstudien (ISW) sieht russische Kräfte in der Positionierung für eine mehrdirektionale Offensive auf Slowjansk und Kramatorsk, die letzten Großstädte des Donezk-Gebiets unter Kiewer Kontrolle. Parallel berieten 37 Nationen in Paris über Patriot-Produktionslizenzen für die Ukraine, deren erste Wirkung frühestens in zwei Jahren erwartet wird.
ISW July 6 Assessment, Al Jazeera: 4 dead KramatorskZum ArtikelRussland warf am 11. Juli drei Gleitbomben auf Sumy ab und tötete vier Menschen, darunter ein 13-jähriges Mädchen an einer Bushaltestelle. In der gleichen Nacht setzten ukrainische FP-1-Drohnen die Syzran-Raffinerie in der Oblast Samara in Brand — 800 Kilometer von der Front entfernt. Ukrainische OSINT-Analysten berichten, alle primären Destillationseinheiten des Rosneft-Werks seien getroffen worden: über drei Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Bereits 35 Prozent der russischen Bevölkerung sind von Kraftstoffrestriktionen betroffen.
Kyiv Independent, Euromaidan PressZum ArtikelUS-Senator Lindsey Graham ist am 11. Juli 2026 gestorben, einen Tag nachdem er in Kiew den Durchbruch beim Sanctioning Russia Act verkündete. Das Gesetz (S.1241) sieht 500-Prozent-Strafzölle auf Importe von Ländern vor, die russisches Öl kaufen, und hat 85 Mitsponsoren im Senat. Graham reiste mit den Senatoren Shaheen, Blumenthal und Wicker nach Kiew und traf Präsident Selenski. Auch das Weiße Haus hatte am 10. Juli erstmals seine Unterstützung signalisiert. Die Fortführung liegt jetzt bei Shaheen, Blumenthal und Wicker.
Euronews, Die WeltZum ArtikelAm 13. Juli kommen 37 Nationen der Coalition of the Willing in Paris zusammen, um nach dem NATO-Gipfel in Ankara den nächsten diplomatischen Schritt zu gehen. Mindestens 25 Staatschefs und Regierungschefs werden erwartet, darunter Selenskyj und Bundeskanzler Merz. Auf der Tagesordnung stehen Waffenstillstandsdruck, Maßnahmen gegen Russlands Schattenflotte und gemeinsame Militärübungen. Hintergrund ist ein verbessertes Schlachtfeldbild: Generalstabschef Syrskyi meldete am 10. Juli, Russlands Vormarsch habe sich im ersten Halbjahr 2026 halbiert, die aktiven Angriffsrichtungen fielen von 13 auf sechs bis sieben.
Kyiv Post: 37 Nationen in Paris, Kyiv Independent: Syrskyi halved advanceZum ArtikelDas Institute for the Study of War schätzte ein, dass Putin die Bekanntgabe der angeblichen Einnahme Kostjantyniwkas wahrscheinlich gezielt inszeniert hat, um die westliche Medienberichterstattung zu beeinflussen. Mehrere Videoaufnahmen von Flaggenhissungen im Stadtgebiet wurden vom ISW als möglicherweise KI-manipuliert eingestuft. Der ukrainische Generalstab besteht darauf, dass die Stadt unter Kiewer Kontrolle geblieben ist; Selenskyj forderte Putin auf, ihn dort zu treffen, wenn die Einnahme wirklich vollzogen sei. Kostjantyniwka ist einer der drei Knotenpunkte des ukrainischen Festungsgürtels im mittleren Donezk-Gebiet, dessen Verlust den Weg auf Slowjansk und Kramatorsk öffnen würde.
Kyiv Independent: General Staff: Kostiantynivka still under Ukrainian control, Euromaidan Press: Why Putin lies about Kostiantynivka, US News: Russian Defence Ministry Says Forces Captured KostiantynivkaZum ArtikelBeim NATO-Gipfel in Ankara haben 20 der 32 Mitgliedstaaten mehr als 40 Milliarden Dollar in Drohnen und Gegendrohnensysteme zugesagt. Die Initiative Drone Edge sieht 16 Trainingszentren in acht Ländern vor und zielt darauf ab, die Zahl zertifizierter Drohnenoperatoren in der Allianz bis Ende 2027 zu verfünffachen. Deutschland unterzeichnete parallel eine Vereinbarung zur Produktion der ukrainischen BARS-Drohne auf deutschem Boden. Experten warnen, das Programm komme zu spät: Drohnentechnologie in der Ukraine veraltert im Monatstakt.
NATO Overview Ankara Summit 2026, Interfax: BARS-AbkommenZum ArtikelBelarus schaltete auf Selenskyjs Sieben-Tage-Ultimatum hin die russischen Drohnenrelaisstationen in Homiel und Brest ab, vier Tage vor Fristablauf. Gleichzeitig legte die belarussische Exilregierung einen Bericht vor, der sechs Aufrüstungszeichen dokumentiert: verdoppelte Soldatenzahl, verfünffachtes Militärbudget, abgeschaffte Verfassungsneutralität und eine fast fertige Militärinfrastruktur entlang der ukrainischen Grenze. Lukaschenko sagte, Belarus werde keine Truppen entsenden — während Selenskyj die Lage täglich überwacht.
Washington Post: Belarus squeezed as Putin seeks war help, Tagesspiegel: Belarus schaltet offenbar Technik abZum ArtikelBeim NATO-Gipfel in Ankara unterzeichneten Bundesverteidigungsminister Pistorius und der ukrainische Außenminister Sybiha am 8. Juli ein Abkommen über die gemeinsame Produktion von Bars-Langstreckendrohnen in Deutschland: Reichweite 700 bis 1.000 Kilometer, Deutschland finanziert die erste Produktionsphase vollständig. Zusätzlich schloss die Ukraine Drohnenabkommen mit Dänemark, den Niederlanden und Estland. Trump kündigte beim bilateralen Treffen mit Selenskyj an, die Ukraine werde das Recht erhalten, Patriot-Abfangraketen selbst herzustellen. Eine formale schriftliche Vereinbarung existiert noch nicht; Lockheed Martin und RTX waren nach Trumps eigenen Worten zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht informiert.
Berliner Zeitung, HartpunktZum ArtikelTrump bewilligte beim bilateralen Treffen mit Selenskyj am 8. Juli die Herstellung von Patriot-Abfangraketen auf ukrainischem Boden. „Wir geben ihnen das Recht, Patriots zu bauen. Wir zeigen ihnen wie es geht“, sagte Trump in Ankara. Die zuständigen Hersteller Lockheed Martin und RTX sind laut Trump noch nicht informiert worden; die Produktion könnte in zwei bis drei Monaten anlaufen. Damit erfüllte das Ankara-Gipfeltreffen die zentrale Forderung Selenskyjs, auch wenn Waffenstillstandsgespräche mit Russland ohne konkrete Ergebnisse blieben.
TIME, CBS NewsZum ArtikelDer NATO-Gipfel in Ankara hat am 8. Juli mit konkreten Ausgabenzahlen geendet. Deutschland bestätigte 124,7 Milliarden Euro Verteidigungsbudget für 2026 und rückt damit hinter den USA auf den zweiten Platz im Bündnis. Die europäischen Verbündeten und Kanada einigten sich auf 140 Milliarden Euro Ukraine-Militärhilfe für 2026 und 2027, ohne US-Beteiligung. Das bilaterale Trump-Zelensky-Treffen fand wie geplant um 14:30 Uhr Ortszeit statt; offizielle Ergebnisse zu Waffenstillstandsgesprächen blieben aus.
Bundesregierung, Pravda.com.ua, ABC13Zum ArtikelDonald Trump hat beim NATO-Gipfel in Ankara alle Handelsbeziehungen mit Spanien einfrieren lassen. Grund: Ministerpräsident Sánchez hatte US-Basen in Andalusien gesperrt und den Luftraum für amerikanische Jets während des Irankriegs geschlossen. Trump nannte das einen 'Test' der Verbündeten, den Deutschland, Frankreich und Italien ebenfalls nicht bestanden hätten. Gleichzeitig unterzeichneten die 32 Bündnispartner Rüstungsaufträge von mehr als 50 Milliarden Dollar, darunter zwölf TKMS-Unterseeboote für Kanada und die Rheinmetall-Lockheed-ATACMS-Koproduktion. Die Ukraine erhält 70 Milliarden Euro Militärhilfe für 2026, ohne US-Beteiligung.
t-online, ZDF heuteZum ArtikelPolen hat nach Medienberichten im Frühjahr PAC-3-Abfangraketen an die Ukraine übergeben, ohne Parlament oder Präsident zu informieren. PiS-Fraktionschef Mariusz Błaszczak wirft der Tusk-Regierung vor, Polens Luftverteidigung zu schwächen. Hinter dem Streit steckt ein globales Problem: Die Ukraine verbraucht monatlich rund 60 PAC-3-Interceptors, Europa lieferte im Frühjahr insgesamt 30 bis 35. Das entspricht weniger als zwei Wochen Luftschutz. Beim bilateralen Treffen Trump-Selenskyj am 8. Juli um 14:30 Uhr Ortszeit soll die Frage einer Produktionslizenz für die Ukraine zentral werden.
Berliner Zeitung, HandelsblattZum ArtikelNATO-Generalsekretär Rutte bezeichnete die europäischen Verteidigungsausgaben seit Trumps erster Amtszeit als 'Trumps Billion': Eine Billion Dollar, die Europa investiert hat. Aktuell liegen die europäischen Bündnispartner und Kanada bei rund vier Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, einige Staaten erreichen das 5-Prozent-Ziel bereits 2026. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert das 5-Prozent-Ziel als 'arbiträr und faktisch unbegründet': Es würde fast die Hälfte des Bundeshaushalts beanspruchen. Trump signalisierte der Türkei trotz Kongressverbot den Verkauf von F-35-Kampfjets. Das Treffen Trump-Selenskyj ist auf den 8. Juli, 14:30 Uhr Ortszeit, terminiert.
Handelsblatt, CNBC, DGBZum ArtikelDer Nato-Gipfel hat in Ankara eröffnet. Selenskyj fordert zusätzliche Patriot-Interceptors und US-Produktionslizenzen, damit die Ukraine die Raketen selbst herstellen kann. Trump trifft Selenskyj am Mittwoch bilateral und plant danach einen Anruf bei Putin. Das Schlachtfeld bleibt eingefroren: kein nennenswerter Terraingewinn auf beiden Seiten seit Wochen. Alle 32 Nato-Mitglieder erfüllen erstmals das Zwei-Prozent-Ziel aus dem Jahr 2014.
Al Jazeera, TimeZum ArtikelAm Vorabend des Nato-Gipfels (7.-8. Juli in Ankara) hat Russland 29 ballistische Raketen auf Kiew abgefeuert, keine einzige wurde abgefangen. Trump trifft Zelensky am Mittwoch um 14:30 Uhr Ortszeit, danach plant er einen Anruf bei Putin. Zelensky spricht von einer echten Aussicht auf ein Kriegsende. Die Nato-Verbündeten wollen 70 Milliarden Euro Unterstützung für die Ukraine 2026 zusagen, finanziert mehrheitlich über EU-Mittel und bilaterale Vereinbarungen, nicht über neue US-Beiträge.
Time, MeduzaZum ArtikelIn der Nacht zum Montag feuerte Russland 29 ballistische Raketen auf Kiew. Keine einzige wurde abgefangen, mindestens 9 Menschen starben und mehr als 40 wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe bestätigte, dass erschöpfte Abfangraketen-Bestände der Grund sind: Das Patriot-System ist Ukraines einzige wirksame Abwehr gegen ballistische Raketen, die Nachlieferung hinkt dem Verbrauch hinterher. Selenskyj bringt diese Lücke als Forderung nach Ankara, wo der NATO-Gipfel heute begann. Am Mittwoch trifft er Trump.
t-online, Euronews, TimeZum ArtikelKreml-Sprecher Dmitri Peskov hat den Ukraine-Krieg am Freitag im russischen Staatsfernsehen Vesti erstmals offen als 'echten Krieg' bezeichnet. Seit März 2022 hatten russische Zivilisten für dasselbe Wort bis zu 15 Jahre Lagerhaft riskiert: Artikel 207.3 des russischen Strafgesetzbuches stellt die Verbreitung 'falscher Informationen' über die Streitkräfte unter Strafe. Peskov framt die Aussage als Schuldzuweisung: Westliche Unterstützung habe aus der 'Spezialoperation' einen echten Krieg gemacht. Eine formelle Kriegserklärung oder Rechtsänderung für Zivilisten ist damit nicht verbunden.
t-online, Frankfurter RundschauZum ArtikelRusslands Treibstoffversorgung bricht unter ukrainischen Drohnenangriffen ein: Acht der zehn größten Raffinerien sind getroffen, die Benzinproduktion sank um 25 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zwanzig Jahren. Premierminister Mischustin unterzeichnete am 2. Juli ein Notstandsdekret, das Raffinerien die Produktion von Euro-3-Kraftstoff erlaubt, mit fünfzehnmal höherem Schwefelgehalt als der bisherige Euro-5-Standard. Auf der Krim gibt es Benzin nur noch per Bezugsschein, maximal 20 Liter pro Woche. Russland senkte seine Wachstumsprognose von 1,3 auf 0,4 Prozent; das Haushaltsdefizit liegt 60 Prozent über dem Jahresziel.
Kyiv Independent, Meduza, CEPAZum ArtikelUkrainische Drohnen griffen in den frühen Julitagen mehrere Raffinerien in der russischen Stadt Rjasan an. Russische Behörden meldeten mindestens drei Tote und zwölf Verletzte. Premierminister Michail Mischustin unterzeichnete daraufhin einen Notstandserlass, der bestimmten Raffinerien die Produktion von Euro-3-Kraftstoff bis Ende 2026 gestattet. Normalerweise gilt die Mindestqualität Euro-5. Der Erlass ist eine direkte Reaktion auf den Zusammenbruch der Treibstoffversorgung: Ein Drittel der russischen Raffineriekapazität ist durch ukrainische Angriffe außer Betrieb, auf der Krim herrscht nach ukrainischen Angaben Kraftstoffchaos.
T-Online, ZDF HeuteIn der Nacht zum 2. Juli schickte Russland 574 Drohnen und Raketen auf Kiew, die schwerste Salve auf die Hauptstadt seit Kriegsbeginn. Die ukrainische Luftabwehr schoss 524 Objekte ab. 27 Menschen starben, 91 wurden verletzt. Gleichzeitig zeigen die Bilanzzahlen des Juni: Das ukrainische Verteidigungsministerium meldet 26.000 russische Gefallene in einem einzigen Monat, ein neuer Höchstwert. Ein Drittel der russischen Raffineriekapazität ist außer Betrieb, in mehr als der Hälfte der Regionen wird Kraftstoff rationiert.
Euronews, news.deZum ArtikelKurz vor dem Gipfel in Ankara haben sich alle 32 NATO-Mitglieder auf ein Versprechen von 140 Milliarden Euro für die Ukraine geeinigt. Die USA beteiligen sich nicht. Deutschland plant allein für 2026 bereits 11,5 Milliarden Euro ein und wird voraussichtlich den größten nationalen Beitrag tragen. Frankreich verweigert eine BIP-Prozentquote. Die NATO-Erklärung wird Russland erstmals formal als Bedrohung der euro-atlantischen Sicherheit einstufen.
t-online, AudimaxZum ArtikelDrei Tage vor dem NATO-Gipfel in Ankara deutet sich ein stilles Einlenken Italiens ab. Laut diplomatischen Kreisen ist es unwahrscheinlich, dass Rom das gesamte Gipfelkommuniqué blockiert. Die 70-Milliarden-Zusage für 2026 gilt auf Botschafterebene als weitgehend abgestimmt. Strittig bleibt ausschließlich die Klausel für 2027. Die Ukraine braucht die Langfristgarantie als Planungsgrundlage: Hilfe, die erst 2027 beschlossen wird, kommt frühestens 2028 an der Front an.
Kyiv Post: Italy unlikely to break NATO consensus, NATO Pravda: Italy stripping Ukraine commitments from textZum ArtikelUkrainische Drohnen haben erneut die Energieinfrastruktur auf der besetzten Krim angegriffen. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow bestätigte, dass mehr als zehn Bezirke der Halbinsel ganz oder teilweise ohne Strom waren. Aksjonow nannte die Angriffe auf das Stromnetz ein tägliches Muster. Die Krim ist als Nachschubroute und Rückzugsraum für russische Streitkräfte strategisch relevant; anhaltende Infrastrukturschäden erhöhen den logistischen Druck auf die russische Verteidigung im südlichen Frontabschnitt.
Handelsblatt: Größere Teile der Krim ohne StromPräsident Wolodymyr Selenskyj telefonierte am 4. Juli mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Zwei Tage nach dem russischen Großangriff auf Kyiv, bei dem 30 Menschen starben, bat Selenskyj um mehr Munition für Patriot-Luftabwehrsysteme. 'Raketen für die Patriot-Systeme' seien derzeit die dringlichste Priorität, schrieb Selenskyj danach in sozialen Netzwerken. Deutschland hat der Ukraine Patriot-Einheiten abgetreten und hilft bei der Beschaffung weiterer Raketen. Der US-Krieg gegen den Iran hat die weltweiten Bestände dieser Munition weiter verknappt.
t-online, Rhein-ZeitungRussland hat nach zehn Monaten Kämpfen die vollständige Kontrolle über Kostjantyniwka erlangt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte die Einnahme am 3. Juli. Die Stadt mit 70.000 Einwohnern vor dem Krieg galt als Knotenpunkt des ukrainischen Festungsgürtels im Donezk-Gebiet. Ihr Fall öffnet eine 40 Kilometer breite Angriffsachse auf den Ballungsraum Slowjansk und Kramatorsk. Im ersten Halbjahr 2026 gewann Russland insgesamt nur 97 Quadratkilometer bei geschätzten 39.490 Verlusten allein im Juni.
deutsch.news-pravda.com, Al JazeeraZum ArtikelDer NATO-Gipfel in Ankara beginnt am 7. Juli im Präsidentenpalast. Parallel findet das NATO Summit Defence Industry Forum (NSDIF26) statt, das hochrangige Forum zu transatlantischer Rüstungsproduktion und gemeinsamer Beschaffung von Drohnen, KI-Systemen und Luftverteidigungstechnologien. Am 8. Juli treffen US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj direkt aufeinander. Das ukrainische Kernanliegen einer unumkehrbaren NATO-Beitrittsperspektive steht nicht auf der offiziellen Gipfelagenda: Trump hat eine Mitgliedschaft der Ukraine während des laufenden Krieges bisher wiederholt abgelehnt.
NATO: Overview 2026 Summit in Ankara, Handelsblatt: Ukraine soll Milliardenversprechen erhaltenZum ArtikelDie Opferzahl des russischen Angriffs auf Kyiv vom 2. Juli stieg auf mindestens 30. Rettungskräfte bargen am Freitag drei weitere Leichen aus Trümmern. In Kyiv fand ein nationaler Trauertag statt. Das Lagerhaus des Ukrainischen Roten Kreuzes wurde vollständig zerstört: Hilfsgüter im Wert von rund 1,5 Millionen Euro gingen verloren. Die Ukraine setzte in der Nacht zum 3. Juli russische Energieanlagen in der Region Belgorod unter Beschuss.
EuronewsZum ArtikelVier Tage vor dem NATO-Gipfel in Ankara stehen die konkreten Zahlen fest. Die geplante Zusage sieht vor, der Ukraine über zwei Jahre je 70 Milliarden Euro für Militärausrüstung, Ausbildung und logistische Unterstützung bereitzustellen, insgesamt 140 Milliarden Euro. Das ist fast das Doppelte des bisherigen Washington-Zielwerts von 40 Milliarden Euro jährlich. Rund 60 Milliarden soll ein EU-Hilfspaket bis Ende 2027 abdecken; die verbleibenden 80 Milliarden müssten NATO-Staaten aus nationalen Haushalten finanzieren. Italiens Premierministerin Meloni lehnt genau diese nationale Verpflichtung weiter ab.
t-online, Rhein-Neckar-ZeitungZum ArtikelDas Institut für Kriegsstudien (ISW) hat am 1. Juli die Geländebilanz für Juni 2026 veröffentlicht. Russische Streitkräfte haben in diesem Monat 30,42 Quadratkilometer ukrainisches Territorium gewonnen. Im Juni 2025 waren es 481,25 Quadratkilometer. Das ist ein Rückgang von 94 Prozent. ISW weist darauf hin, dass geänderte russische Taktiken (mehr Infiltrationsbewegungen, weniger klassische Flächenbesetzung) den Vergleich erschweren. Zusammen mit dem gleichzeitigen Einbruch der russischen Benzinproduktion um 17 Prozent zeigt die Bilanz, dass Russlands Fähigkeit, neues Gebiet zu sichern, auf ein Sechzehntel des Vorjahresniveaus gesunken ist.
Tagesspiegel (ISW Juni-Bilanz), Russia Matters (War Report Card Juli 2026)Zum ArtikelRussland hat in der Nacht zum 2. Juli 570 Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert. 13 Menschen starben in Kyiv, 86 wurden verletzt. Die Ukrainische Luftwaffe schoss 524 der 570 Objekte ab, trotzdem trafen 25 ballistische Raketen und 12 Drohnen ihr Ziel. Bürgermeister Klitschko nannte es die schwerste Angriffswelle auf Kyiv seit Kriegsbeginn. Selenskyj kürzte einen Dublin-Besuch ab, weil ukrainische Geheimdienste den Angriff vorab gemeldet hatten.
Ukrainska Pravda, Tagesspiegel LiveblogZum ArtikelIn fünf Tagen beginnt der NATO-Gipfel in Ankara. Das Abschlussdokument ist noch nicht abgestimmt, weil Italiens Premierministerin Meloni eine langfristige Finanzzusage für die Ukraine blockiert: Sie lehnt ab, das jährliche Militärhilfeziel von 40 Milliarden Euro auch für 2027 schriftlich festzulegen. Die USA haben ihren eigenen Beitrag zu diesem Rahmen gestrichen. Am 8. Juli sitzen Trump, Selensky und alle 32 NATO-Staaten gemeinsam am Tisch. Das Kommuniqué muss einstimmig verabschiedet werden.
t-online: Meloni blockiert Milliarden-Hilfe, DGAP: NATO-Gipfel Ankara WegweiserZum ArtikelDie EU hat am 30. Juni die erste Drohnentranche von 3,9 Milliarden Euro aus dem 90-Milliarden-Unterstützungskredit überwiesen. Am gleichen Tag zerstörte die Ukraine die Straßenbrücke über den Fluss Maly Kalchyk an der H-20, der Hauptverbindung zwischen Mariupol und Donezk. Russlands Benzinproduktion ist im Juni 2026 laut Branchendaten um 25 Prozent eingebrochen, ein Drittel der Raffinierkapazität gilt als außer Betrieb. Die Niederlande haben zudem einen 250-Millionen-Euro-Vertrag über 700 Ruta-Block-2-Marschflugkörper für die Ukraine unterzeichnet. Beim NATO-Gipfel in Ankara am 7. Juli soll ein 70-Milliarden-Paket für Ukraine-Militärhilfe beschlossen werden.
Europäische Kommission, United24 Media, Hydrocarbon ProcessingZum ArtikelArtikel aktualisiert mit Abschlusszahlen der Danziger Konferenz: Premierministerin Swyrydenko bestätigte 170 unterzeichnete Wiederaufbauverträge, zehn mehr als die ursprüngliche Zielmarke. Von den 90 Milliarden Euro des EU-Darlehens sind 60 Milliarden für Verteidigungsausgaben vorgesehen, 30 Milliarden für Budgethilfe und wirtschaftliche Stabilisierung. Die erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro wurde noch am Konferenztag (25. Juni) offiziell überwiesen.
EU-Kommission, HandelsblattZum ArtikelDer neue ungarische Premier Péter Magyar hat beim EU-Gipfel die Formulierung gestrichen, die Ukraine solle „so schnell wie möglich“ EU-Mitglied werden. Statt geplanter fünf Verhandlungscluster öffnet die EU im Juli nur zwei: Binnenmarkt (Cluster 2) und Außenbeziehungen (Cluster 6). Magyar begründet das mit Fairness gegenüber dem Westbalkan und ungelösten Minderheitenfragen. Die Sanktionen gegen Russland verlängerte er hingegen auf zwölf statt sechs Monate, das hatte Orbán jahrelang verhindert. Der nächste EU-Prüftermin für die verbleibenden drei Cluster ist der Europäische Rat im Oktober 2026.
Euronews, EuronewsZum ArtikelAlexander Lukaschenko gab dem arabischen Nachrichtenkanal Al Arabiya ein Interview, in dem er beide Seiten zur Kompromissbereitschaft aufrief und sich bei Selenskyj entschuldigte. Belarus schaltete seine Drohnenrelaisausrüstung ab, nachdem die Ukraine ein Ultimatum gestellt hatte. Elf Tage nach dem Interview reiste Lukaschenko zu einem unangekündigten Zweitagestreffen in Putins Privatresidenz in Waldai. Pressestatements und Dokumentenunterzeichnungen gab es nicht. Ob Lukaschenko Friedensvermittler werden will oder Moskaus Druck standhält, mehr Militärinfrastruktur bereitzustellen, ist offen.
US News, Kyiv IndependentZum ArtikelIm östlichen Donbas hat Russland seine Offensive auf Kostjantyniwka verlagert und erstmals Vorstöße ins Stadtinnere erzielt. Ukrainische Frontkommandeure bestätigen, dass bis zu 250 russische Soldaten in der Stadt präsent sind; Kommandeur Jary meldete Ende Juni Halbeinschließung und extreme Logistikprobleme. Der ukrainische Generalstab dementierts diese Darstellung öffentlich. Das Institut für Kriegsstudien dokumentiert 11.000 russische Soldaten im Gebiet und sieht das Risiko einer Unterbrechung der nördlichen Versorgungsroute. Nach einem Fall von Kostjantyniwka wäre Druzhkivka das nächste russische Ziel auf dem Weg nach Kramatorsk.
t-online, Euromaidan PressZum ArtikelPutin lehnte im russischen Staatsfernsehen ein ukrainisches Angebot ab, Langstreckenbeschuss wechselseitig zu stoppen. Er nannte das Angebot ein Zeichen ukrainischer Schwäche, weil russische Gegenschläge nach eigener Darstellung zerstörerischer seien. Gleichzeitig töteten russische Raketen und Drohnen mindestens elf Menschen in Dnipro, Saporischschja und der Region Charkiw, über 40 wurden verletzt. Selenskyj forderte Europa auf, eigene antiballistische Raketenabwehr zu entwickeln. Am 30. Juni läuft Trumps Frist für ein Friedensabkommen ab.
Al Jazeera, Washington PostZum ArtikelIn der Nacht zum 15. Juni feuerte Russland 611 Drohnen und 70 Raketen auf die Ukraine, zwei davon trafen gezielt die Pechersk-Lavra in Kyiv. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale brannte zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, die UNESCO bestätigte erhebliche Schäden am Äußeren und Inneren der Kirche. Fünf Menschen starben in Kyiv, landesweit kamen laut ukrainischen Behörden mindestens elf Menschen ums Leben. Selenskyj war während des Angriffs beim G7-Gipfel im französischen Évian und besprach mit Trump ein mögliches direktes Treffen mit Putin in den USA.
ZDF heute, Kyiv IndependentZum ArtikelUkraines Geheimdienst SBU hat auf Anweisung Selenskyjs eine 40-tägige Druckkampagne gegen russische Energieinfrastruktur gestartet. Russlands Ölproduktion ist durch ukrainische Drohnenangriffe um 13,5 Prozent unter Vorjahresniveau gesunken, die Moskauer Hauptraffinerie steht für mindestens sechs Monate still. Selenskyj bezeichnete die Angriffe auf Raffinerien, Waffenwerke und Öldepots als Langstrecken-Sanktionen und nannte den 4. August als Deadline: Bis dahin soll der wirtschaftliche Druck Putin zu Verhandlungen zwingen. Auf der Krim riefen von Russland eingesetzte Behörden nach weiteren ukrainischen Drohnenschlägen den Ausnahmezustand aus.
Handelsblatt, TagesspiegelZum ArtikelDas Zamoskworezkij-Bezirksgericht in Moskau hat den Jabloko-Vizevorsitzenden Maxim Kruglow am 24. Juni zu sieben Jahren Strafkolonie verurteilt. Kruglow hatte 2022 auf Telegram UN-Daten zu Zivilistenopfern zitiert und eine Untersuchung der Verbrechen in Butscha und Mariupol gefordert. Mindestens neun Jabloko-Mitglieder werden laut Amnesty International strafrechtlich verfolgt; zwölf Funktionäre wurden als vermeintliche Auslandsspione eingestuft und damit von der Duma-Wahl im September ausgeschlossen.
Meduza, Amnesty InternationalZum ArtikelSicherheitsexperte Nico Lange sieht in Selenskyjs Vorgehen gegen Belarus eine neue ukrainische Druckstrategie: Lukaschenko habe keine funktionsfähige Luftverteidigung und könne auf Kiewer Ultimaten kaum reagieren oder eskalieren. Hintergrund: Selenskyj hatte Lukaschenko ultimativ aufgefordert, russische Drohnen-Relaisstationen in den Grenzregionen Gomel und Brest abzubauen. Belarus schaltete die Systeme nach eigenen Angaben am 22. Juni ab. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nannte die Forderung eine aggressive Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates.
Berliner Zeitung, TagesspiegelDie Ukraine Recovery Conference in Danzig schloss mit mehr als 160 Vereinbarungen und Finanzzusagen von über zehn Milliarden Euro ab. Die Weltbank unterzeichnete einen Vertrag über 3,39 Milliarden Dollar, die EBRD zusätzlich 500 Millionen Euro für Infrastruktur und Energie. Bundeskanzler Merz bekräftigte Deutschlands Unterstützung und forderte gleichzeitig sofortige Verhandlungen. Norwegischer Flüchtlingsrat warnte, dass neun Millionen Vertriebene von den Programmen nicht erreicht werden könnten.
United24 Media, NRCZum ArtikelDie französische Marine hat am 25. Juni einen weiteren Tanker der russischen Schattenflotte gestoppt. Das unter kamerunischer Flagge fahrende Schiff Deliver hatte zuletzt im russischen Hafen Primorsk Rohöl geladen und wurde vor Sizilien aufgebracht. Präsident Macron bestätigte die Aktion. Frankreich hat damit nach eigenen Angaben bereits fünf Tanker der Schattenflotte abgefangen. Die Aktionen folgen der britischen Aufbringung der MV Smyrtos im Ärmelkanal am 14. Juni.
US News: French Navy intercepts shadow fleet tankerDie Ukraine ordnet die Evakuierung von Ortschaften in der Region Tschernihiw nahe der belarussischen Grenze an. Start innerhalb einer Woche. Hintergrund: Geheimdiensthinweise auf russische Versuche, Belarus tiefer in den Krieg einzubeziehen. Bemerkenswert: Belarus hatte zuvor dem ukrainischen Ultimatum nachgegeben und Signalverstärker für russische Drohnen abgeschaltet. Die Evakuierung findet dennoch statt. Gleichzeitig gab die EU-Kommission in Danzig die erste Tranche des 90-Milliarden-Euro-Darlehens frei: 3,2 Milliarden Euro fließen sofort nach Kiew.
20 Minuten, EU-Kommission PressecornerZum ArtikelMorgen beginnt in Danzig die Ukraine Recovery Conference (URC 2026). Wolodymyr Selenskyj wird nicht erscheinen: Er hat seine Teilnahme nach dem Streit um die UPA-Umbenennung einer Militäreinheit und dem polnischen Ordenentzug offiziell abgesagt. Premierministerin Julija Swyrydenko führt die ukrainische Delegation. Auf der Konferenz sollen Milliarden für den Wiederaufbau koordiniert werden, der Gesamtbedarf liegt laut Weltbank bei 588 Milliarden Dollar über zehn Jahre. Polen hat als Co-Gastgeber erstmals eine Sicherheits- und Verteidigungsdimension ins Programm aufgenommen.
Ukrinform: URC 2026 Delegationen aus 100 Ländern, ZDF: Selenskyj sagt Danzig abZum ArtikelWolodymyr Selenskyj hat seine Teilnahme an der Ukraine Recovery Conference in Danzig (25.-26. Juni) offiziell abgesagt. Premierministerin Julija Swyrydenko führt die ukrainische Delegation. Die Absage folgt auf die Eskalation des historischen Streits mit Polen um die Umbenennung einer Militäreinheit nach der UPA. Polnische und ukrainische Medien mahnten zur Besonnenheit und warnten, der Streit nutze am Ende nur Russland.
Tagesspiegel, ZDF heuteZum ArtikelRussische Drohnenangriffe in der Nacht zum 23. Juni töteten in der Region Sumy einen 13-jährigen Jungen, seinen Vater und seine Großmutter; Mutter und zwei Geschwister wurden verletzt. In Saporischschja starb eine Frau, als ein russischer Flugkörper ein Wohngebäude traf und einen Brand auslöste, drei weitere Personen wurden verletzt. Ukrainische Behörden meldeten außerdem Drohnenangriffe auf mehrere zivile Handelsschiffe im Schwarzen Meer in derselben Nacht. Die Angriffe folgen einem Drohnentreffer auf das russische Satellitenzentrum Dubna vom Vortag.
DeutschlandfunkKurz vor Ablauf von Selenskyjs Ultimatum an Minsk haben ukrainischen Angaben zufolge mindestens vier Relaisstationen entlang der belarussisch-ukrainischen Grenze ihren Betrieb eingestellt. Die Stationen wurden laut Selenskyj genutzt, um russische Shahed-Drohnenangriffe gegen die Ukraine zu koordinieren. Selenskyj bestätigte am 22. Juni, die Signalverstärker seien außer Betrieb. Ob die Technik dauerhaft demontiert oder nur abgeschaltet wurde, blieb zunächst unklar. Russland bezeichnete das ukrainische Ultimatum als Einmischung in die Souveränität seines Verbündeten Belarus.
Tagesspiegel: Belarus schaltet Radare ab, finanzen.net: Selenskyj Signalverstärker außer BetriebUkrainische Drohnen haben in der Nacht zum 22. Juni das Satellitenkommunikationszentrum Dubna getroffen, 120 Kilometer nördlich von Moskau. Die Anlage gilt als Russlands größtes Satellitenteleport und verbindet zivile sowie militärische Kommunikationskanäle. Die russische Nachrichtenagentur TASS bestätigte einen massiven Drohnenangriff; der staatliche Betreiber RSCC meldete keine Unterbrechung der Sendekapazitäten, Schäden wurden noch ermittelt. Der Angriff folgt zwei Tage auf Selenskyjs Ankündigung, Ukraine verfüge jetzt über Drohnen mit bis zu 3.000 Kilometern Reichweite, entwickelt vom Hersteller Fire Point und auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris präsentiert.
Berliner Zeitung, United24 MediaZum ArtikelDie ISW-Auswertung für Mai 2026 bestätigt den Trendbruch und zeigt eine Beschleunigung: Russland verlor im Mai netto rund 280 Quadratkilometer, mehr als doppelt so viel wie im April (116 km²). Damit hat die Ukraine in den ersten fünf Monaten 2026 insgesamt über 600 Quadratkilometer zurückerobert. Gewinne verzeichnete Kyjiw sowohl im Donezk-Sektor als auch in Saporischschja. Die befürchtete Rückkehr russischer Panzerüberlegenheit durch sommerlichen Bodentrocknung ist bislang ausgeblieben.
Russia Matters / Harvard, ZDF heuteZum ArtikelOb Selenskyj die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig am 25. Juni besuchen wird, blieb am Montag offen. Polens Außenministerium gab an, noch eine Teilnahmebestätigung vorliegen zu haben; Tusk hatte Selenskyj direkt zur Teilnahme aufgerufen. Medienberichten zufolge sollte ein internes Briefing am 22. Juni Selenskyjs Entscheid prägen. Eine Absage wäre für Polen als Co-Gastgeber heikel: Fast 100 Länder senden Delegationen, um internationale Mittel für den ukrainischen Wiederaufbau zu koordinieren.
Mezha: Tusk ruft Selenskyj zur Danziger Teilnahme auf, Mezha: Selenskyj wägt Danzig-TeilnahmeZum ArtikelDie Ordensrückgabe weitete sich am Samstag zur kollektiven Geste aus: Die ehemaligen ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma, Wiktor Juschtschenko und Petro Poroschenko kündigten an, ebenfalls ihre Orden des Weißen Adlers zurückzugeben. Außenminister Andrij Sybiha und Präsidialamtschef Kyrylo Budanow schlossen sich an. Poroschenko bezeichnete Nawrockis Entscheidung als 'falsch und dem ukrainischen Volk gegenüber ungerecht'. Polnische Medien berichteten, Selenskyj erwäge, seine persönliche Teilnahme an der Danziger Ukraine-Wiederaufbaukonferenz am 25. Juni abzusagen, an der Polen als Co-Gastgeber fungiert.
Berliner Zeitung, t-onlineZum ArtikelUkrainische Drohnenangriffe legen die Versorgungslogistik auf der Krim zunehmend lahm. Alle Straßenverbindungen zur Halbinsel wurden in den vergangenen Tagen angegriffen; Russland setzt ersatzweise Schwimmbalkenponton-Brücken ein, die den Durchsatz stark verringern. Am 12. Juni gerieten dabei mindestens 50 Lkw bei einem Konvoi nahe Armjansk in Brand. Der Treibstoffmangel auf der Krim ist inzwischen so ausgeprägt, dass Kraftstoff in weiten Teilen der Halbinsel nur noch an staatliche Dienste und Einsatzkräfte abgegeben wird. In Moskau, Sankt Petersburg und Tatarstan wurden an einzelnen Tankstellen Abgabebeschränkungen für Privatpersonen eingeführt.
ZDF heute: Ukraine greift Krim-Brücken an, T-Online: Russland gibt Versorgungsprobleme zuWolodymyr Selenskyj hat den Orden des Weißen Adlers, Polens höchste Staatsauszeichnung, per Post nach Warschau zurückgeschickt. Polens Präsident Karol Nawrocki hatte ihm den Orden entzogen, weil Selenskyj am 26. Mai per Dekret eine ukrainische Spezialeinheit nach der UPA umbenennen ließ, die im Zweiten Weltkrieg mindestens 100.000 Polen tötete. Selenskyj wies auf frühere Ordensträger wie Mussolini und Gerhard Schröder hin. Premierminister Tusk rief beide Seiten zur Mäßigung auf: Der Konflikt freue Putin. In fünf Tagen findet in Danzig die Ukraine Recovery Conference statt.
tagesschau, TagesspiegelZum ArtikelRussland hat am Freitag erneut die Region Charkiw angegriffen: In Tschuhujiv wurden vier Menschen getötet, darunter eine schwangere Frau, sechs weitere verletzt. Insgesamt registrierten ukrainische Behörden mehr als 20 Verletzte in der Charkiw-Region. Gleichzeitig berichten russische und ukrainische Medien, dass Anton Milajew (45), Adoptivenkel von Galina Breschnew, als Pionier in der russischen Armee diente und sich in ukrainischer Gefangenschaft befindet. Er soll sich im Herbst 2025 freiwillig gemeldet haben, Kontakt zur Familie besteht seit November nicht mehr.
Deutschlandfunk: Mehrere Verletzte nach Bombardement in Charkiw, n-tv: Urenkel von Breschnew in GefangenschaftZum ArtikelRussische Streitkräfte haben am 20. Juni das Stadtzentrum von Saporizhzhia mit neun gelenkten Fliegerbomben (KAB-Marschflugkörper) beschossen. Gebietsverwalter Iwan Fedorow meldete mindestens fünf Tote und elf Verletzte. Zu den getroffenen Gebäuden zählen Wohnhäuser, ein Reitsportclub und weitere zivile Infrastruktur; 19 Mehrfamilienhäuser wurden beschädigt. Der Angriff reiht sich in eine Serie schwerer russischer Luftangriffe auf ukrainische Städte ein, die zuletzt am 19. und 20. Juni auch Charkiw trafen.
Al Jazeera: Russian attack kills five in Zaporizhzhia, Kyiv Independent: Five dead, 11 injured in Zaporizhzhia bombingHistoriker Mark Edele von der University of Melbourne zeigt in einer neuen Analyse, warum Putins Krieg das Gegenteil von dem erreicht, was er bezweckte. Russlands Bruttoinlandsprodukt ist kleiner als das Kanadas, obwohl Russland fast viermal so viele Einwohner hat. NATO-Europa wendete 2025 rund 559 Milliarden US-Dollar für Militär auf, das Dreifache Russlands. Die Ukraine kontrolliert nach viereinhalb Jahren noch immer rund 80 Prozent ihres Staatsgebiets. Edele nennt Russland eine Mittelmacht mit Großmachtansprüchen, der die wirtschaftliche Basis für ihren Anspruch fehlt.
Werra-Rundschau, The ConversationZum ArtikelRussische Streitkräfte haben am Freitag Charkiw mit gelenkten Gleitbomben beschossen. Dabei wurden nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow mindestens neun Menschen verletzt, darunter vier Kinder. Mehr als 40 Wohngebäude wurden beschädigt, ein Lagerhaus fing Feuer. Im Süden der Ukraine wurde in der Region Odessa eine Person getötet und vier weitere verletzt. Die Angriffe setzen das Muster der vergangenen Wochen fort: Russland trifft die Großstädte im Osten und Süden systematisch mit Gleitbomben.
SRF, watson.ch, EuronewsBeim EU-Gipfel in Brüssel hat EU-Ratspräsident Costa seinen Kabinettschef heimlich den Putin-Berater Juri Uschakow anrufen lassen, ohne die meisten Hauptstädte vorher zu informieren. Das löste einen Streit aus: Polen, Baltikum und nordische Länder sehen das Vorgehen als verfrüht und ohne Mandat, Deutschland und Frankreich bevorzugen für Kreml-Kontakte das E3-Format. Gleichzeitig einigten sich alle 27 EU-Staaten erstmals auf eine zwölfmonatige Verlängerung der Russlandsanktionen, nachdem Ungarn unter Premierminister Magyar keine Blockade mehr betreibt. Bulgarien verhindert Teile des 21. Sanktionspakets wegen Einwänden zu Patriarch Kirill und Lukoil.
Bloomberg, EuronewsZum ArtikelDas Weiße Haus ließ am 17. Juni die Ausnahmegenehmigung für russisches Seeöl ohne Verlängerung auslaufen. Trump hatte beim G7-Gipfel in Évian erklärt, die Sanktionen könnten zurückkehren, weil durch das Iran-Abkommen wieder Öl durch die Straße von Hormus fließe. Gleichzeitig schlug EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, den EU-Flüchtlingsschutz für ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren einzuschränken. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner bestätigte, die Ukraine selbst habe darum gebeten, um die Rekrutierungskrise zu lindern.
S&P Global, Handelsblatt, Spiegel PolitikZum ArtikelDas US-Repräsentantenhaus hat mit 226 zu 195 Stimmen ein Ukraine-Hilfspaket verabschiedet. Achtzehn Republikaner stimmten gegen die Linie von Präsident Donald Trump für das Paket. Es umfasst über eine Milliarde Dollar Direkthilfe, acht Milliarden Dollar Darlehen sowie neue Russland-Sanktionen mit einem Zollaufschlag von 500 Prozent auf russische Importe und ein explizites Bekenntnis zur NATO-Beistandspflicht. Trump kündigte an, das Gesetz zu vetieren. Der Senat hat noch nicht abgestimmt; ein Veto-Override würde eine Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern erfordern.
Berliner Zeitung, TagesspiegelUkrainische Drohnen treffen am 18. Juni die Gazpromneft-Raffinerie in Moskaus Stadtteil Kapotnja zum dritten Mal in kurzer Abfolge. Knapp 200 Drohnen griffen die Hauptstadt an, mindestens fünf Brandherde entstanden in der Anlage. Laut ukrainischem Generalstab ist die zentrale Destillationsanlage ausgefallen, die 53 Prozent der Kapazität des Werks stellt und Kerosin für alle vier Moskauer Flughäfen liefert. Die vier Airports wurden stundenlang gesperrt, 17 Menschen verletzt. Selenskyj bezeichnete die Angriffe als Fernsanktionen: Antwort auf den russischen Beschuss der UNESCO-geschützten Pechersk-Lawra am 15. Juni.
Tagesspiegel, ZDF heuteZum ArtikelDas US-Finanzministerium hat die seit Maerz geltende Ausnahmeregelung fuer russische Rohoeloexporte am 17. Juni auslaufen lassen. Die Regelung war eingefuehrt worden, als Irans Hormuz-Sperre die globalen Energiemaerkte destabilisierte. Jetzt wo der Iran-Deal die Meerenge wieder oeffnet, entfaellt der Notstandsgrund. Trump signalisierte beim G7-Gipfel: Die USA seien nun in der Lage, die Russland-Sanktionen vollstaendig wiederherzustellen. Wann das konkret geschieht, liess er offen.
Tagesspiegel, PBS NewsHourZum ArtikelIm Nachgang des G7-Gipfels in Évian hat Kanada ein konkretes Sanktionspaket gegen Russland angekündigt. Premierminister Mark Carney erklärte beim bilateralen Treffen mit Selenskyj, Ottawa werde 162 Personen, Entitäten und Schiffe belegen, darunter Akteure der russischen Schattenflotte sowie Einrichtungen in Energiefinanzierung, Rüstungsindustrie und Desinformation. Damit hat Kanada seit Kriegsbeginn mehr als 3.400 Individuen und Entitäten sowie 600 Schiffe sanktioniert.
CBC News: Carney kündigt Russland-Sanktionen an, Kyiv Independent: Canada announces new Russia sanctionsZum ArtikelIn der Nacht zum 15. Juni feuerte Russland mehr als 60 Raketen und rund 500 Drohnen auf die Ukraine: Dabei brannte die Uspenski-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters, ein UNESCO-Weltkulturerbe seit 1990, nach einem Schahed-Drohneneinschlag. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben, 140.000 Haushalte in Kiew verloren zeitweise den Strom. Beim G7-Gipfel in Évian schlug Selenskyj ein Direkttreffen mit Putin vor, zu dem Trump und Macron als Vermittler bereitgestanden hätten. Der Kreml lehnte ab: Sprecher Peskow erklärte, es gebe keine offiziellen Kanäle zwischen Kiew und Moskau.
CNN: Kyiv Pechersk Lavra fire, Kyiv Post: Putin lehnt G7-Treffen abZum ArtikelDer G7-Gipfel in Évian endete mit einem unerwarteten Ergebnis: US-Präsident Trump traf sich bilateral mit Selenskyj und forderte danach Russland öffentlich auf, ein Abkommen zu schließen. Es ist die schärfste Ukraine-Aussage Trumps seit seinem Amtsantritt. Die G7 einigten sich auf eine Wiederinkraftsetzung von Öl-Sanktionen gegen Russland. Selenskyj schlug ein von Trump vermitteltes Direktgespräch mit Putin in den USA vor.
ZDF heute, TagesspiegelZum ArtikelBelarussischer Präsident Alexander Lukaschenko erklärte dem arabischen Fernsehsender Al Arabiya, ein militärischer Sieg sei für Russland unrealistisch. Lukaschenko, der als Putins engster Verbündeter gilt und Belarus für Russlands Kriegsbeginn bereitstellte, forderte beide Seiten zur Kompromissbereitschaft auf. Beide Kriegsparteien litten unter akutem Soldatenmangel. Er soll sich zudem bei Selenskyj für frühere harte Aussagen entschuldigt haben. Der Vorstoß fiel auf den Tag des G7-Gipfels in Évian, an dem Trump erstmals öffentlich Druck auf Russland zur Einigung ausübte.
Tagesspiegel, t-onlineBritische Royal Marine Kommandos haben am 14. Juni in einer sechsstündigen Operation den Tanker Smyrtos im Ärmelkanal aufgebracht, das erste Mal, dass Großbritannien einen Tanker der russischen Schattenflotte physisch beschlagnahmt hat. Das Schiff hatte über 100.000 Tonnen russisches Rohöl geladen und war auf dem Weg nach Indien. Die rechtliche Grundlage: Kamerun hatte die Smyrtos nach EU-Druck aus seinem Schiffsregister gestrichen, was das Schiff nach internationalem Seerecht zu einem staatenlosen Schiff machte. Russlands Schattenflotte umfasst nach französischen Schätzungen 1.000 bis 1.200 Tanker, die rund 75 Prozent der sanktionierten russischen Ölexporte transportieren.
Royal Navy: UK leads interdiction of shadow fleet tanker, GOV.UK: UK forces intercept Russian shadow fleet vesselZum ArtikelDie UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission hat für Mai 2026 mindestens 274 getötete und 1.763 verletzte Zivilisten dokumentiert, die schlimmste Monatsbilanz seit April 2022. 45 Prozent der Opfer gehen auf Langstreckenwaffen zurück, die Städte weit abseits der Front treffen. Russische FPV-Drohnen töteten 64 Zivilisten, der höchste FPV-Wert seit Kriegsbeginn, dokumentiert bei Angriffen auf Radfahrer und Krankenwagen. Danielle Bell, Leiterin der UN-Mission, fordert Strafverfolgung: Es gebe praktisch keine Bemühungen, Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zu ahnden.
UN News, OHCHR UkraineZum ArtikelDer IAEA-Gouverneursrat hat am 12. Juni mit 20 zu 2 Stimmen (Russland und China) eine Resolution verabschiedet, die Russland zur sofortigen Rückgabe des Kernkraftwerks Saporizhzhia auffordert. Russland lehnte ab und bezeichnete die Abstimmung als Mandatsüberschreitung. Parallel hatte IAEA-Chef Rafael Grossi am 5. Juni einen sechsten lokalen Waffenstillstand ausgehandelt, der Technikern beider Seiten erlaubt, die abgeschnittene 750-kV-Hauptstromleitung bis zum 23. Juni zu reparieren. Das Kraftwerk hatte in dieser Woche seinen 18. Blackout seit Kriegsbeginn erlitten, der 15 Stunden andauerte.
World Nuclear News, SWI Swissinfo, HandelsblattZum ArtikelPolens Ministerpräsident Donald Tusk hat nach dem E3-Gipfel in London Kanzler Friedrich Merz direkt kontaktiert und klargestellt: Vereinbarungen, an denen Polen nicht beteiligt sei, werde Warschau nicht als bindend anerkennen. Tusk nannte Polen ein absolut unverzichtbares Glied für jeden Friedensprozess in der Ukraine-Frage. Auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni teilt seine Bedenken am E3-Format. Ein erweitertes E5-Format mit Polen und Italien wird diskutiert, Tusk warnte jedoch selbst, dass damit immer mehr Staaten Plätze fordern könnten und der Prozess unbeherrschbar werde.
finanzen.net: Tusk keine Vereinbarungen ohne Polen, WEB.DE: Ukraine-Gespräche ohne Polen, Weltwoche: Ukraine-Gespräche ohne WarschauZum ArtikelDeutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben nach dem Londoner Gipfel fünf Bedingungen für einen Frieden veröffentlicht: vollständige Waffenruhe, unveränderliche Grenzen, Ukraines Souveränität über Bündnisfragen, rechtlich bindende Sicherheitsgarantien mit multinationaler Truppe und Beibehaltung der eingefrorenen russischen Vermögen bis zur Entschädigungszahlung. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies alles als Doppelspiel ab und verwies auf Putins Maximalforderungen. Drei Gipfel folgen in den nächsten drei Wochen: G7 in Évian am 15. Juni, NATO-Verteidigungsminister in Brüssel am 18. Juni und NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli.
ZDF: E3 nennt fünf Bedingungen, NWZ: Moskau lässt abblitzenZum ArtikelUkraine hat die Tschonhar-Brücke, einen der drei verbliebenen Landzugänge zur besetzten Krim, in zwei Nächten hintereinander durch Drohnenangriffe außer Betrieb gesetzt. Laut dem Chef der russischen Besatzungsverwaltung im Gebiet Cherson, Wladimir Saldo, ist die Brücke für den Verkehr gesperrt; Fahrer müssen den deutlich längeren Weg über Perekop nehmen. Parallel griffen ukrainische Drohnen das Treibstofflager Semikolodesjanska und das Ölterminal im Hafen von Feodosija an. Auf der Krim ist Benzin rationiert, Urlauber benötigen Sondergutscheine für die Heimreise. Eine russische Drohne traf am Montag in Saporischschja ein Wohnhaus und tötete zwei Frauen.
Berliner Zeitung, BlueNewsZum ArtikelRussland hat in der Nacht das zentrale Lager für abgebrannte Brennelemente in der Sperrzone von Tschernobyl angegriffen. Das Empfangsgebäude für Transportbehälter wurde teilweise zerstört, ein Brand auf 40 Quadratmetern ausgebrochen und gelöscht. Kein Kernbrennstoff befand sich im getroffenen Gebäude, Strahlenwerte blieben normal. IAEA-Generaldirektor Grossi nannte den Vorfall extrem besorgniserregend: Das Lager speichert abgebrannte Brennstäbe aus allen ukrainischen Kernkraftwerken, die Behälter standen nur Meter vom Einschlag entfernt. Selenskyj sprach von einem außerordentlich hinterhältigen Angriff.
Deutschlandfunk, heise onlineZum ArtikelEine ukrainische Drohne hat auf der besetzten Krim einen Passagierzug auf der Strecke Moskau-Simferopol getroffen. Ein Lokführerassistent wurde getötet, der Zugführer verletzt. Passagiere blieben nach russischen Behördenangaben unverletzt. Der Personenverkehr auf die Krim wurde vorübergehend eingestellt; Passagiere wurden mit Bussen weiterbefördert. Es ist der zweite Zugangriff auf der Krim innerhalb einer Woche.
finanzen.net: Ukraine greift Passagierzug auf Krim anUkrainische Drohnenoperatoren haben den Flughafen Donezk unter Feuerkontrolle gebracht: Alle militärisch relevanten Bewegungen auf dem Gelände können beschossen werden, ohne Infanterie einzusetzen. Den Flughafen kontrolliert Russland seit 2014 und baute ihn nach dem Vollzeitangriff von 2022 zu einem zentralen Shahed-Startplatz im Donbas aus, rund 50 Kilometer hinter der Frontlinie. Beim Angriff vom 4. Juni wurden Abschussrampen, Treibstoffdepots und ein mobiles Luftabwehrsystem zerstört. Das ukrainische Drohnenzentrum bezeichnet die Operation als erste ihrer Art: Feuerkontrolle über ein Luftwaffengelände ausschließlich durch unbemannte Systeme. Russland hat die ukrainischen Angaben nicht bestätigt.
Euromaidanpress, Frankfurter RundschauZum ArtikelMerz, Macron, Starmer und Selenskyj haben sich am Sonntagabend in London zu einem E3-plus-Ukraine-Treffen versammelt. Im Mittelpunkt standen Luftabwehr und die Sicherheitsgarantien der "Coalition of the Willing". Das Treffen folgt auf Putins Ablehnung von Selenskyjs Gesprächsangebot vom 4. Juni: Putin sehe "derzeit keinen Sinn" in einem persönlichen Gespräch. Selenskyj betonte, Europa müsse Teil jeder Verhandlungslösung sein. Macron und Merz verließen die Runde nach einigen Stunden, Starmer führte die Gespräche bilateral mit Selenskyj fort.
ZDF heute, ABC NewsZum ArtikelWladimir Putin hat am Freitag (6. Juni) Selenskyjs Angebot für ein persönliches Treffen abgelehnt. Er erklärte, er sehe 'derzeit keinen Sinn' in einem Gespräch und kritisierte 'Elemente von Unhöflichkeit' im Brief, die seiner Ansicht nach auf sein Alter von 73 Jahren und seine Amtszeit anspielten. Selenskyj nannte die Absage eine 'schwache Antwort', die 'viele in der Welt enttäuscht' habe, und erklärte: 'Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg.'
EuronewsZum ArtikelDie Ukraine hat mit dem Programm 'Logistics Lockdown' eine neue Drohnenkampagne gegen russische Versorgungsrouten gestartet. KI-gestützte Hornet-Drohnen treffen gezielt Militärfahrzeuge auf der Versorgungsroute von Donezk über Mariupol zur Krim. Bis zum 31. Mai wurden mehr als 100 russische Militärtransporter und Tanklastwagen auf dieser Strecke getroffen. Auf der Krim gilt seit Ende Mai eine Benzinrationierung von 20 Litern pro Person.
ZDF heute, watson.chZum ArtikelRussland hat Kiew in der Nacht zum 2. Juni mit acht Hyperschallraketen des Typs Zirkon und Hunderten von Drohnen angegriffen. Mindestens neun Menschen starben, mehr als hundert wurden verletzt, ein mehrstöckiges Wohnhaus stürzte vollständig ein. Einen Tag später traf die Ukraine das Ölterminal St. Petersburg und beschädigte die Korvette Boikiy im Marinestützpunkt Kronstadt, fast 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Beide Seiten eskalieren gleichzeitig tief ins Hinterland des Gegners.
news.de, ZDF heuteZum ArtikelBeim Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg am 4. Juni hat sich eine Mehrheit dafür ausgesprochen, ukrainische Männer zwischen 23 und 60 Jahren bei der nächsten Verlängerung der Massenzustromrichtlinie auszunehmen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) begründete den Vorstoß mit gestiegenen Neuankünften aus dieser Altersgruppe. Österreich und Schweden unterstützen die Initiative, Estland lehnt sie ab. Überraschend: Auch die ukrainische Regierung selbst fordert diese Einschränkung, um Anreize zur Wehrdienstumgehung zu senken. Die Massenzustromrichtlinie, die 4,33 Millionen Ukrainer in der EU schützt, läuft am 4. März 2027 aus.
Deutschlandfunk, HandelsblattZum ArtikelErstmals seit 2023 hat die Ukraine im Mai mehr Gebiet zurückerobert als Russland eingenommen hat. In einer Angriffsnacht bombardierte Russland die Ukraine mit schweren Luftangriffen; Selenskyj meldete 22 Tote und 130 Verletzte sowie Schäden an fünf medizinischen Einrichtungen in Kyiw. Als Reaktion setzt die Ukraine verstärkte Drohnenangriffe auf russisches Territorium fort, darunter Angriffe auf St. Petersburg, was Putin zu einer öffentlichen Forderung nach Verstärkung der russischen Luftabwehr veranlasste. Selenskyj signalisiert, das aktuelle Zeitfenster für Verhandlungen sei günstig.
T-Online – Ukraine Luftangriffe Kyiw, ZDF heute – Ukraine-Russland Konflikt, news.de – Ukraine-Krieg Aktuell 4. JuniDas US-Repräsentantenhaus hat am 4. Juni mit 226 zu 195 Stimmen den Ukraine Support Act verabschiedet. 18 republikanische Abgeordnete stimmten mit fast allen Demokraten gegen Präsident Trump und Sprecher Mike Johnson. Das Gesetz sieht acht Milliarden Dollar Militärkredite, 500-Prozent-Zölle auf russische Importe und neue Sanktionen gegen Russland, Nordkorea, Iran und Belarus vor. Trump hat ein Veto angekündigt. Der Senat braucht 60 Stimmen, um die Vorlage voranzubringen.
CNN Politics, Berliner ZeitungZum ArtikelSelenskyj veröffentlichte am 4. Juni den ersten offenen Brief an Putin seit Beginn der Vollinvasion 2022. Das Schreiben schlägt ein persönliches Treffen in einem neutralen Drittstaat vor: die Schweiz, die Türkei oder ein arabischer Staat. Gleichzeitig bietet die Ukraine eine vollständige Waffenruhe für die Dauer der Gespräche an, mit USA und Europa als Garantiemächten. Der Brief erschien während Putins Pressekonferenz auf dem SPIEF in St. Petersburg, Stunden nach ukrainischen Drohnenangriffen auf die Stadt. Kremlsprecher Peskow antwortete mit der üblichen Formel: Selenskyj könne jederzeit nach Moskau kommen.
t-online: Selenskyj schickt Putin offenen Brief, Kyiv Independent: Volltext des offenen BriefsZum ArtikelSelenskyj erklärte am 3. Juni bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Kyiw, er sei bereit, Putin direkt und ohne US-Vermittlung zu verhandeln. Hinter dem Angebot steht eine klare Klage: Washington habe gerade den Iran als Priorität gesetzt, die Ukraine stehe nicht im Rampenlicht. Rutte bestätigte, PAC-3-Abfangraketen kämen täglich und wöchentlich in der Ukraine an. Putin antwortete mit seinen bekannten Bedingungen: Kein Treffen ohne Vorabeinigung, oder Selenskyj könne nach Moskau kommen.
Ukrainska Pravda, NATO TranscriptZum ArtikelZum Jahrestag der Operation Pawutina (Spinnennetz) hat Selenskyj Bilanz gezogen: Die Ukraine stellte im Mai 2026 mit 16 Raffinerieschlägen einen Monatsrekord auf, darunter acht der zehn größten russischen Anlagen. Die russische Rohölverarbeitung liegt auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. In Sewastopol auf der Krim gibt es kein Benzin mehr; die Rationierung hat sich bis in die Region Moskau ausgebreitet. Das ISW beziffert die Kremlin-Kosten aus Reparaturen und Energiesubventionen allein für April auf 4,7 Milliarden Dollar.
web.de: Selenskyj lobt Operation Spinnennetz, CNN: Crimea fuel shortage, Kyiv Post: Treibstoffrationierung bis MoskauZum ArtikelPéter Magyar und die Ukraine haben am 4. Juni die Einigung über Minderheitenrechte formell bestätigt. Das Abkommen sichert den mehr als 100.000 Ungarn in der Transkarpatienregion Bildungs-, Sprach-, Kultur- und politische Rechte zu. Magyar kommentierte, sein Team habe in drei Wochen erreicht, was Orbán in einem Jahrzehnt nicht geschafft habe. Die Ukraine integriert die Zusagen in den EU-Beitrittsaktionsplan. Der Weg ist frei für die Eröffnung des ersten EU-Verhandlungsclusters am 15. Juni in Luxemburg.
Handelsblatt: Ungarn einigt sich mit Ukraine, Pforzheimer Zeitung: Magyar MinderheitenfrageZum ArtikelStatt des von Selenskyj befürchteten russischen Großangriffs in der Nacht auf den 4. Juni startete die Ukraine selbst einen der weitreichendsten Angriffe seit Kriegsbeginn: Hunderte Drohnen und Flamingo-Raketen trafen Ziele in St. Petersburg, rund 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Der Marinestützpunkt Kronstadt wurde beschossen, die Korvette Boikiy der Baltischen Flotte schwer beschädigt; ein Ölterminal in der Stadt stand in Flammen. Der Angriff traf Putins Geburtsstadt unmittelbar vor Beginn des Petersburger Wirtschaftsforums (SPIEF). Selenskyj bestätigte: „Wichtige Einrichtungen auf russischem Territorium wurden letzte Nacht getroffen."
ZDF heute: Drohnenangriff vor SPIEF, NBC News: St. Petersburg drone attackZum ArtikelSelenskyj warnte am Dienstagabend vor einem weiteren russischen Massenangriff für die Nacht auf den 4. Juni. Geheimdienstquellen westlicher Alliierten stützten die Einschätzung. Hintergrund: Der Angriff vom 2. Juni mit 73 Raketen und 656 Drohnen forderte 22 Todesopfer, allein in Dnipro starben 16 Menschen darunter Kinder. Selenskyj gab seinem Team ein Ultimatum von einer Woche, um den Kauf weiterer Patriot-Systeme zu klären. Der Iran-Krieg hat schätzungsweise die Hälfte der US-Patriot-Bestände verbraucht — eine direkte Verbindung zwischen dem Nahostkonflikt und der ukrainischen Luftverteidigungslage.
Deutschlandfunk, PBS NewsHourZum ArtikelUkraine hat im Mai 2026 erstmals seit 2023 mehr Territorium zurückerobert als verloren. Die Monitoring-Gruppe DeepState meldete am 1. Juni, dass Russland trotz einer um 37,5 Prozent gestiegenen Angriffsintensität keine signifikanten Gebietsgewinne erzielen konnte. Das Institute for the Study of War (ISW) bezeichnete die ukrainischen Geländegewinne im Mai als die bemerkenswertesten in fast zwei Jahren. Verteidigungsminister Fedorov erklärte, die Ukraine verlangsame den feindlichen Vormarsch erheblich und gewinne schrittweise die Initiative zurück.
news.deUkraine hat am Eröffnungstag des Petersburger Wirtschaftsforums (SPIEF) das größte Ölterminal der Stadt sowie das Rüstungswerk Progress in Mitschurinsk angegriffen. Am Flughafen Pulkovo wurden über zehn Abflüge abgesagt; über Kronstadt wurden Drohnen gemeldet. Der Angriff folgt auf Russlands Großangriff vom 2. Juni mit 73 Raketen, 656 Drohnen und 22 Todesopfern. Russland hatte jenen Angriff mit dem ukrainischen Drohnenschlag auf Starobilsk vom 22. Mai begründet. NATO-Generalsekretär Rutte reiste gleichzeitig unangekündigt nach Kiew, während Russland seit dem 25. Mai alle Diplomaten zur Evakuierung aus der ukrainischen Hauptstadt aufgefordert hatte.
Kyiv Independent, EuronewsZum ArtikelEine russische Drohne hat in der Nacht zum 2. Juni das rumänische Stadtgebiet von Galați verletzt und ein Wohngebäude beschädigt. Zwei Bewohnerinnen wurden verletzt. Rumänien ist NATO-Mitglied; die Verletzung des Bündnisterritoriums durch eine russische Drohne erhöht den Druck auf das westliche Bündnis. Der Gesamtangriff vom 1. auf den 2. Juni umfasste 656 Drohnen und 73 Raketen und kostete mindestens 22 Menschen das Leben, darunter Opfer in Kyjiw, Dnipro und Charkiw. Selenskyj erklärte, die Luftabwehr der Ukraine könne mit den aktuellen Beständen einen erheblichen Teil der Raketen nicht abfangen.
NBC News, Al JazeeraPräsident Selenskyj hat nach dem Großangriff vom 2. Juni erneut vor weiteren massiven russischen Angriffen gewarnt. Der ukrainische Geheimdienst registriere verstärkte russische Vorbereitungen. Im russisch besetzten Luhansk hat die Besatzungsverwaltung die Kraftstoffausgabe für Privatpersonen rationiert: Tankstellen dürfen pro Fahrzeug und Tag nur noch begrenzte Mengen abgeben. Militäranalysten werten die Rationierung als Zeichen, dass russische Versorgungslinien in der Region unter Druck stehen.
Deutschlandfunk, ZEIT Online, TagesspiegelRussland hat in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 73 Raketen und 656 Drohnen auf die Ukraine gefeuert, darunter acht Zirkon-Hyperschallraketen. Westliche Militäranalysten bezeichnen das als die bisher größte Zahl dieser Waffe in einem einzigen Angriff des Krieges. Mindestens 17 Menschen starben in Kyjiw, Dnipro und Charkiw. Selenskyj hat Trump per Brief um mehr Patriot-PAC-3-Abfangraketen gebeten und ballistische Raketen als Putins letzten großen Vorteil bezeichnet. Washington hat nicht geantwortet.
ABC News, TagesspiegelZum ArtikelNorwegen ist am 27. Mai als neuntes Land unter Frankreichs nuklearen Schutzschirm geschlüpft. Das Verteidigungsabkommen verpflichtet beide Länder zur gegenseitigen militärischen Unterstützung; Oslo stationiert keine Atomwaffen auf eigenem Territorium. Dass Norwegen, das kein EU-Mitglied ist und bisher auf US-amerikanische NATO-Garantien setzte, diesen Schritt geht, belegt den Vertrauensverlust in Washingtons Schutzzusagen. Die EU-Außenminister lehnten am 28. Mai in Zypern Putins Idee ab, Gerhard Schröder als europäischen Verhandlungsführer zu akzeptieren. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte das eine Falle. Einen EU-Russland-Gesandten wird es vorerst nicht geben; die Minister wollen zunächst ein gemeinsames Verhandlungsmandat verabschieden.
SRF: Norwegen unter Frankreichs Atomschirm, Euronews: EU Zypern gegen Russland-GesandtenZum ArtikelSeit Januar 2026 übersteigt Russlands tägliche Verlustrate erstmals seit Kriegsbeginn die Rekrutierungsrate. Das IISS hat diesen strukturellen Bruch im April belegt. Russland verlor 2025 für jeden Quadratkilometer Vormarsch durchschnittlich 67 Soldaten; im April 2026 waren es bereits 179. ISW registrierte im April 2026 den ersten Nettorückgang russischer Geländegewinne seit dem Kursk-Einfall im August 2024. Vier Wochen vor Trumps informellem Ende-Juni-Termin verändert dieser Befund die Verhandlungsposition beider Seiten.
IISS, Euromaidan PressZum ArtikelUkrainische Drohnen haben in der Nacht auf den 31. Mai gleichzeitig die Rosneft-Raffinerie in Saratow und die Transneft-Pumpstation Lasarevo im Kirowgebiet getroffen, mehr als 1.200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die Pumpstation Lasarevo ist ein zentraler Knoten im Transportkorridor von sibirischem Rohöl zur Ostsee und damit zum Exporthafen Primorsk. Saratows Regionalchef Roman Busargin dementierte schwere Schäden; unabhängige Monitoring-Gruppen zeigen das Gegenteil. Russlands Raffinerieleistung lag im April 2026 mit 4,69 Millionen Barrel täglich auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2009, rund ein Viertel der Raffineriekapazität gilt als beschädigt oder außer Betrieb.
Handelsblatt, Kyiv Independent, Euromaidan PressZum ArtikelRussland beschoss in der Nacht zum 1. Juni zehn ukrainische Regionen mit 265 Drohnen, dem bisher intensivsten Angriff in einem einzelnen Einsatz in diesem Monat. Gleichzeitig informierte das US-Verteidigungsministerium europäische Partner über erhebliche Verzögerungen bei HIMARS- und NASAMS-Lieferungen, weil der Iran-Krieg US-Rüstungskapazitäten bindet. Selenskyj und Militärgeheimdienstchef Budanow erklärten öffentlich, den Krieg vor Winter 2026 beenden zu wollen. Das strategische Zeitfenster für eine Waffenruhe schrumpft, während die Versorgungslücke bei Präzisionswaffen wächst.
Euronews: Russia fresh strikes Ukraine, news.de: Selenskyj Winterfrist BudanowZum ArtikelDie IAEA hat nach eigenständiger Inspektion die physischen Spuren des Drohnenangriffs auf das AKW Saporizhzhia bestätigt. Experten fanden Trümmerteile, verkohlte Reste von Glasfaserkabeln sowie Beschädigungen an der Außenverkleidung des Turbinengebäudes und einer metallenen Zugangsluke. Die Schäden seien konsistent mit einem Drohnenangriff, teilte die IAEA über den Kurznachrichtendienst X mit. Die Strahlungswerte auf dem Gelände blieben unauffällig.
Bloomberg: IAEA bestätigt AKW-Schäden, SRF: IAEA meldet SchädenZum ArtikelRussland hat in den ersten fünf Monaten 2026 nur 104 Quadratkilometer gewonnen, verglichen mit 1.619 im gleichen Zeitraum 2025. Hintergrund ist Ukraines Delta-System, eine cloudbasierte Gefechtsplattform die Drohnendaten, Satelliten und westliche Geheimdienstinformationen in Echtzeit zusammenführt und Reaktionszeiten auf feindliche Bewegungen auf zwei Minuten senkt. 90 Prozent der ukrainischen Kampfverbände nutzen es aktiv. Der US-Armeesekretär erklärte im Mai 2026, Ukraines Gefechtsintegration übertreffe die des US-Militärs. Russland testet mit Svod ein Gegensystem, das westliche Analysten noch als nicht kampferprobt einschätzen.
Frankfurter Rundschau, Russia MattersZum ArtikelEine Drohne traf am 30. Mai die Turbinenhalle von Reaktor 6 im russisch besetzten Kernkraftwerk Saporizhzhia, dem größten Atomkraftwerk Europas. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi forderte sofortigen Zugang und warnte vor 'Spielen mit dem Feuer'. Rosatom beschuldigte die Ukraine, Kiew äußerte sich nicht. Es war der erste Angriff auf ein Gebäude der Kernanlage selbst seit April 2024. Die Anlage hat seit der russischen Invasion 15 Mal ihre externe Stromversorgung verloren; im September 2025 liefen die Dieselaggregate 120 Stunden lang.
T-Online: IAEA besorgt über Angriff auf AKW, ZDF heute: Drohnenangriff AKW SaporizhzhiaZum ArtikelIn der Nacht vom 29. auf den 30. Mai feuerte Russland etwa 290 Drohnen und Raketen auf ukrainisches Staatsgebiet ab, die ukrainische Luftverteidigung fing 284 davon ab, was einer Abfangquote von 97,9 Prozent entspricht. Kumulativ haben ukrainische Drohnen russische Raffinerien und Ölanlagen seit Kriegsbeginn 158 Mal getroffen; 24 der 33 größten russischen Raffinerien wurden mindestens einmal beschädigt. Selenskyj warnte am 30. Mai auf Basis von Geheimdienstinformationen vor einem weiteren russischen Großangriff und bat die Bevölkerung zur erhöhten Vorsicht; Moskau habe entsprechende Absichten öffentlich angedeutet.
Berliner Zeitung: Selenskyj warnt vor russischem Großangriff, Tagesspiegel Liveblog: Selenskyj warnt vor neuem russischen GroßangriffZum ArtikelUkraines Drohnenkampagne gegen russische Infrastruktur hat im Mai messbare Schäden verursacht: Angriffe auf die Rjasaner und die Moskauer Raffinerie haben nach Angaben von Reuters und der Moscow Times gemeinsam rund 25 bis 30 Prozent der russischen Benzin- und Dieselproduktion zum Stillstand gebracht. An der Südfront hat die ukrainische Aufklärungstruppe am 18. und 19. Mai Stellungen in Stepnohirsk zurückerobert und damit einen russischen Vormarsch Richtung Orikhiv vorerst blockiert. Am 27. Mai kündigte Verteidigungsminister Fedorov das 113-Millionen-Dollar-Programm 'Logistical Lockdown' an, das die wichtigste Versorgungsroute Russlands auf die Krim dauerhaft unter Feuer halten soll. Die Route Berdyansk–Melitopol–Dzhankoi gilt seither als Hochrisikozone für russische Nachschubkonvois.
Moscow Times: Drone Strikes Force Refineries, United24 Media: Stepnohirsk, Kyiv Post: Supply Route Under Fire ControlTrumps Ultimatum für einen Ukraine-Frieden läuft am 30. Juni ab, 32 Tage von jetzt an. Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn verhandelt die Ukraine aus einer Position relativer Stärke: Russland erlitt 2025 laut ISW rund 418.000 Verluste an Soldaten für 4.300 Quadratkilometer, ein Faktor 100 schlechter als im Invasionsjahr 2022. Selenskyj besteht auf einem Referendum über territoriale Änderungen, das die Verfassung vorschreibt und die Deadline faktisch unmöglich macht. Als Fallback bereiten Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine E3-Initiative vor, die als eigenständiger europäischer Verhandlungsakteur einspringen soll falls Washington scheitert.
The Hill, Ukraine TodayZum ArtikelBundeskanzler Friedrich Merz hat auf den Drohneneinschlag in Galati reagiert und eine Stärkung der NATO-Ostflanke gefordert. Deutschland prüfe die Stationierung zusätzlicher Luftabwehrsysteme in der Region, hieß es aus dem Kanzleramt. NATO-Verbündete stehen vor einer strukturellen Frage: 28 russische Drohnenverstöße gegen rumänisches Territorium blieben ohne kollektive Konsequenz, weil der Artikel-5-Schutz für unbeabsichtigte Einschläge durch für die Ukraine bestimmte Waffen juristisch umstritten ist. Rumänien wird den Fall auf das nächste NATO-Außenministertreffen bringen.
Handelsblatt, DeutschlandfunkEine russische Geran-2-Drohne hat in der Nacht auf Freitag ein Wohngebäude in Galati, Rumänien getroffen. Es war der 28. Einflug einer russischen Drohne in rumänischen Luftraum, erstmals mit Einschlag in ein Wohngebäude: zwei Verletzte, rund 70 Evakuierte. Präsident Nicțușor Dan erklärte den russischen Konsul in Constanța zur Persona non grata und schloss das Konsulat, der erste diplomatische Bruch dieser Art seit Kriegsbeginn 2022. NATO-Generalsekretär Rutte bezeichnete das russische Verhalten als Gefahr für alle.
T-Online, EuronewsZum ArtikelSelenskyj und Schwedens Premierminister Kristersson haben in Stockholm ein Rüstungsabkommen unterzeichnet: Schweden spendet 16 Gripen-C/D-Kampfjets aus eigenem Bestand, erste Lieferung Frühjahr 2027. Die Ukraine kauft zusätzlich 20 modernere Gripen-E/F-Modelle, finanziert durch 2,5 Milliarden Euro aus dem EU-Unterstützungskredit. Es ist Schwedens umfangreichster Militärtransfer seit dem Ende des Kalten Krieges. Am selben Tag warnte Selenskyj Trump in einem fünfseitigen Brief vor einem akuten Mangel an Patriot-Raketen: Die USA produzieren derzeit unter 200 PAC-3-MSE-Raketen pro Jahr, die Ukraine benötigt laut Defence Express 122 bis 244 pro Monat.
Defense News, Kyiv Post: Zelensky appeals to Trump – Patriot shortfallZum ArtikelDie EU-Außenminister haben beim Gymnich-Treffen am 27. und 28. Mai in Lemesos auf Zypern entschieden, vorerst keinen Chefverhandler für Gespräche mit Russland zu ernennen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die Ernennung eines solchen Gesandten als derzeit nicht sinnvoll. Angela Merkel hat eine Vermittlerrolle klar abgelehnt: Sie erklärte gegenüber dem WDR Europaforum, sie habe in ihren Amtsjahren immer direkt mit Putin verhandelt und wäre nicht auf die Idee gekommen, stattdessen einen Vermittler zu schicken. Die Frage nach einem personalisierten EU-Gesandten bleibt offen.
Tagesspiegel, DeutschlandfunkZum ArtikelIn der zweiten Nacht in Folge hat Russland Kiew direkt angegriffen. Das Tschernobyl-Museum, das Außenministerium und der Bereich des Maidanplatzes wurden getroffen; Militärgouverneur Tkatschenko erklärte, das Museum sei bewusst anvisiert worden. 87 Menschen wurden in der Hauptstadt verletzt, darunter drei Kinder. Bürgermeister Klitschko meldete Schäden aus jedem Stadtbezirk. Außenminister Sybiha beantragte eine Notstandssitzung des UN-Sicherheitsrats und bezeichnete den Angriff als russischen Versuch, fehlende Fortschritte an der Front durch Terrorangriffe zu kompensieren.
ZDF heute, t-onlineZum ArtikelSelenskyj hat den Oreschnik-Einsatz in der Pfingstnacht in einer Videobotschaft offiziell als 'wirklich unverantwortlich' bezeichnet und Konsequenzen für Russland gefordert. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte seinerseits den Einsatz von vier verschiedenen Raketentypen, darunter der Oreschnik. Von ukrainischen Vergeltungsschlägen auf russisches Territorium wurde bis zum Abend nichts gemeldet. Die EU-Außenbeauftragte Kallas hatte den Angriff bereits als 'rücksichtsloses nukleares Signaling' bezeichnet und für Anfang Juni eine Beratung der EU-Außenminister über Gegenmaßnahmen angekündigt.
Deutschlandfunk: Selenskyj spricht von Oreschnik-EinsatzRussland hat in der Nacht auf Pfingstsonntag 600 Drohnen und 90 Raketen auf die Ukraine abgefeuert, darunter zum dritten Mal die Hyperschallrakete Oreschnik. Die Rakete traf Bila Tserkva, 80 Kilometer südlich von Kiew. Vier Menschen kamen in der Region ums Leben, 83 wurden verletzt. Das ARD-Studio in Kiew wurde teilverstört. Bundeskanzler Merz verurteilte den Angriff als 'rücksichtslose Eskalation', EU-Außenbeauftragte Kallas sprach von 'nuklearem Signaling'. Jeder der drei Oreschnik-Einsätze zielte näher an Kiew.
Tagesspiegel, NBC NewsZum ArtikelSelenskyj warnte am 22. Mai vor fünf russischen Angriffsszenarien, darunter einem Vorstoß von Belarus aus gegen Kiew, den ukrainische Geheimdienste derzeit als 'am wenigsten realistisch' einstufen. Russland plane die Mobilisierung von 100.000 zusätzlichen Soldaten, verfüge aber noch nicht über die verdeckte Kapazität dafür. Selenskyj genehmigte unterdessen neue Pläne für Langstreckenangriffe auf russisches Territorium ab Juni. Putin strebt laut ukrainischen Geheimdienstberichten insgesamt 409.000 Rekruten für 2026 an, bei täglichen Verlusten von über 1.000 Soldaten.
Kyiv Independent, Kyiv Post, Ukrainska PravdaDie Ukraine führt im Mai 2026 ihren bisher intensivsten Drohnenfeldzug gegen russische Infrastruktur: 186 Präzisionstreffer in 48 Stunden (16.-17. Mai), 25 Prozent der russischen Raffineriekapazität beschädigt, Patrouillenboote im Kaspischen Meer mehr als 1.000 Kilometer von der Front entfernt getroffen. Gleichzeitig reiste Chefunterhändler Rustem Umerov Anfang Mai nach Miami zu Gesprächen mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff über Sicherheitsgarantien und ein mögliches Einfrieren der Frontlinien. Selenskyj erklärte am 23. Mai, er erwarte bis Ende der Woche ein Signal aus Washington zu den nächsten Verhandlungsschritten. Die Drohnenkampagne und die Diplomatie laufen parallel.
Kyiv Post, Bloomberg, Pravda USAZum ArtikelSelenskyj warnt auf Basis von US-amerikanischen und europäischen Geheimdienstinformationen vor einem bevorstehenden russischen Angriff mit der Mittelstreckenrakete Oreschnik. Die US-Botschaft in Kiew schloss sich der Warnung an: Ein erheblicher Luftangriff könne jederzeit innerhalb der nächsten 24 Stunden stattfinden. Auslöser ist ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein Studierendenwohnheim in Starobilsk (Luhansk), bei dem Russland 18 Tote meldet. Ukraine bestreitet zivile Opfer und erklärt das Gebäude als Hauptquartier der Drohneneinheit 'Rubikon'. Die Oreschnik wurde bisher zweimal eingesetzt und ist mit ukrainischen Luftabwehrmitteln nicht abzufangen.
swissinfo.ch, TagesspiegelZum ArtikelUkraine trifft Metafrax-Chemiefabrik in Gubacha (Perm Krai) zum dritten Mal in acht Monaten. Das Werk, 1.700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, steht nach dem Angriff vom 23. Mai still. Metafrax produzierte Methanol, Urotropin und Pentaerythrit als Vorläuferstoffe für russische Explosivstoffe und belieferte dutzende Rüstungsbetriebe. Gleichzeitig wurde die Raffinerie Slavneft-YANOS in Jaroslawl im Mai zum vierten Mal angegriffen.
Euronews, Kyiv IndependentZum ArtikelUkrainische Drohnen haben am 23. Mai das Öldepot Grushovaya Balka in Noworossijsk getroffen und einen Brand ausgelöst. Zwei Personen wurden verletzt. Das Schwarzmeer-Terminal Sheskharis, das rund 20 Prozent des russischen Rohölexports abwickelt, war ebenfalls betroffen. Die Anlage war bereits am 9. April Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs. Die Kampagne gegen russische Energieinfrastruktur geht damit auch nach der Einstellung westlicher Waffenlieferungsverhandlungen unvermindert weiter.
The Moscow Times, Kyiv IndependentUkrainische Drohnenangriffe haben im Mai nach Berechnungen unabhängiger Energieanalysten rund 25 Prozent der russischen Raffineriekapazität beschädigt oder außer Betrieb gesetzt. Betroffen sind die Anlagen KINEF (5. Mai), Rjasan (15. Mai), Moskau (17. Mai) und NORSI (20. Mai), die zusammen mehr als 30 Prozent der russischen Benzin- und Dieselproduktion liefern. Russland hatte die Einnahmen aus Ölexporten bislang genutzt, um den Rüstungsetat zu finanzieren. Die Raffinerie-Kampagne ergänzt die Zerstörung von vier Kaspischen Kriegsschiffen Anfang Mai und trifft damit erstmals gleichzeitig die Energiebasis und die Marine im russischen Hinterland.
The Moscow Times / Reuters, Ukrainska PravdaBundeskanzler Merz hat am 18. Mai in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und EU-Ratspräsident Costa eine assoziierte EU-Mitgliedschaft für die Ukraine vorgeschlagen. Das Modell würde Kyjiw Zugang zu EU-Ratssitzungen gewähren, aber kein Stimmrecht, sowie eine Sicherheitsgarantie nach Artikel 42.7 des EU-Vertrags, die bisher nur für Vollmitglieder gilt. Selenskyj lehnte ab: Außenminister Sybiha betonte, die Ukraine strebe vollständige Mitgliedschaft an. Irlands Außenministerin McEntee warnte, der Plan könnte die Ukraine in der Schwebe lassen. Zyperns Ratspräsidentschaft, die im Juli beginnt, soll über den nächsten Beitrittsprozess entscheiden.
Euronews, Berliner ZeitungZum ArtikelSelenskyj führte am 22. Mai eine Videoschalte mit Bundeskanzler Merz, dem französischen Präsidenten Macron und dem britischen Premier Starmer. Danach nannte er konkrete Zahlen: Seit Jahresbeginn 2026 hat Russland an der Front mehr als 145.000 Soldaten verloren, rund 86.000 davon getötet und 59.000 schwer verwundet. Gleichzeitig meldete Kyjiw, die Ukraine habe seit Januar 2026 rund 590 Quadratkilometer zuvor besetztes Territorium zurückerobert. Als vierter Raffinerieangriff im Mai traf eine ukrainische Drohne die Syzran-Anlage in der Samara-Region und tötete nach Angaben des lokalen Gouverneurs zwei Menschen.
Wiwo / dpa: Merz und Co. sprechen mit Selenskyj, United24 Media: 145.000 russische Verluste 2026Ukrainische Spezialkräfte griffen am 21. Mai das FSB-Hauptquartier im besetzten Teil der Oblast Cherson an und töteten oder verwundeten rund 100 russische Soldaten. Zeitgleich zeigen mehrere Indikatoren Russlands geschwächte Lage: Die Siegesparade am 9. Mai dauerte nur 45 Minuten, Panzer fehlten erstmals seit 2008. Das russische BIP schrumpfte im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent. Laut Levada-Zentrum befürworten nur noch 25 Prozent der Russen eine Fortsetzung des Krieges, 66 Prozent wollen Verhandlungen.
Kyiv Independent: Ukraine strikes FSB headquarters, Moscow Times: Russia cuts growth forecastZum ArtikelSelenskyj bezeichnete den Mai als Monat, in dem sich die Frontdynamik zugunsten der Ukraine verschoben habe: Die Ukraine halte mehr Positionen und füge russischen Kräften mehr Verluste zu. Besonders wirkungsvoll seien ukrainische Langstreckenangriffe auf russische Infrastruktur, darunter ein Treffer auf eine Moskauer Ölraffinerie am 17. Mai. Selenskyj genehmigte die Langstrecken-Angriffsplanung für Juni und unterstrich, die Ukraine müsse ihre Drohnen- und Langstreckenkapazitäten weiter ausbauen.
Kyiv Post, DeutschlandfunkRussland feuerte in der Nacht zum 22. Mai 116 Drohnen auf Regionen im Norden, Osten und Süden der Ukraine ab. Die Luftwaffe meldete 109 abgefangene Drohnen; sechs Drohnen und eine ballistische Rakete trafen fünf verschiedene Orte. Bei einem Angriff auf Sumy wurden sechs Menschen verletzt, Wohnhäuser und Eisenbahninfrastruktur in den Regionen Dnipropetrowsk und Sumy beschädigt. Der Angriff ist deutlich kleiner als der vom Vortag mit 675 Drohnen und 56 Marschflugkörpern.
EuronewsRussland feuerte in der Nacht zum 21. Mai 675 Drohnen und 56 Marschflugkörper auf die Ukraine, einer der größten Angriffe seit Kriegsbeginn. Das Kabinett der ukrainischen Ministerinnen in Kyjiw wurde erstmals seit dem Einmarsch 2022 direkt getroffen. Vier Menschen starben, 44 wurden verletzt. Die ukrainische Luftabwehr schoss 652 der 675 Drohnen und 41 der 56 Raketen ab. Einen Tag zuvor hatte die Ukraine ein russisches Drohnenpilot-Trainingslager in Snizhne im besetzten Donbas zerstört und dabei nach eigenen, nicht verifizierbaren Angaben 65 russische Soldaten getötet.
RFE/RL: Russia Hits Key Ukrainian Government Building, CNN: 65 Russian Drone Cadets Killed in StrikeZum ArtikelPutin besuchte am 19. und 20. Mai Peking zu seinem 25. Staatsbesuch in China. Weniger als 48 Stunden nach Trumps Abreise traf er Xi Jinping und feierte das Jubiläum des chinesisch-russischen Freundschaftsvertrags von 2001. Konkrete neue Vereinbarungen zur Ukraine-Frage wurden nicht bekannt. Belarus richtet unterdessen seine Infrastruktur als Startrampe für russische Drohnenangriffe ein: Aus belarussischem Territorium werden ukrainische Luftabwehrsysteme in mehreren Wellen beschossen, um Angriffssektoren für Folgeraketen zu öffnen. Selenskyj bewertete den Kriegsverlauf in dieser Woche erstmals seit Wochen öffentlich positiv.
People's Daily: Putin in China, n-tv: Belarus als Drohnenstartrampe, Deutschlandfunk: Selenskyj sieht positive EntwicklungRusslands Frühjahrsoffensive hat ihr erklärtes Ziel verfehlt: Kostjantyniwka blieb ukrainisch. Das ISW dokumentiert, dass das tägliche Vorrückstempo russischer Truppen von 9,7 auf 2,9 Quadratkilometer gefallen ist. Die Ukraine gewann im Februar erstmals seit 2023 mehr Terrain zurück als sie verlor. Russlands Ölraffinierung liegt auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2009. Am 27. Mai diskutieren EU-Außenminister in Limassol über einen möglichen Verhandlungsrahmen.
ISW via Euromaidanpress, Russia Matters War Report Card Mai 2026Zum ArtikelDie Ukraine hat erstmals eine im eigenen Land entwickelte Gleitbombe vorgestellt. Der Vyrivniuvach trägt einen 250-Kilogramm-Sprengkopf, wurde in 17 Monaten vom Unternehmen DG Industry entwickelt und kostet laut Hersteller ein Drittel der US-amerikanischen JDAM-ER-Bombe. Das System unterliegt keinen westlichen Geberrestriktionen und ist mit der in der ukrainischen Luftwaffe eingesetzten Su-24 kompatibel. Selenskyj hat parallel neue Angriffspläne genehmigt, die einen offensiveren Kurs vorsehen.
euromaidanpress, militaeraktuell.atZum ArtikelDie Ukraine hat im Mai 2026 vier russische Militärschiffe im Kaspischen Meer getroffen, darunter eine Karakurt-Korvette am 7. Mai und ein FSB-Patrouillenboot am 16. Mai, 986 Kilometer hinter der Frontlinie. Das Kommando für unbemannte Systeme setzte eigens entwickelte Fire-Point-Drohnen mit mehr als 1.500 Kilometern Reichweite ein. Das Kaspische Meer galt bisher als Russlands sicherer Rückzugsraum für Kalibr-Marschflugkörper; die geografische Abgeschlossenheit des Meeres macht schnellen Schiffsersatz über den Wolga-Don-Kanal schwierig. Parallel gewann die Ukraine im Zeitraum 12. bis 19. Mai netto rund 75 Quadratkilometer Territorium zurück.
Euromaidanpress: Viertes Schiff getroffen, United24: Kriegsschiff fast 1.000 km von der FrontZum ArtikelDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnte am 20. Mai vor ernsthaften Sicherheitsrisiken an ukrainischen Atomanlagen: In deren Nähe seien seit Beginn des Jahres mehr als 160 Drohnen registriert worden. Im April hatte ein Angriff die externe Stromversorgung des Atomkraftwerks Saporischschja unterbrochen, das größte Kernkraftwerk Europas. Die IAEA forderte alle Parteien auf, die Sicherheitszonen um Atomanlagen zu respektieren und den Beschuss einzustellen. Das AKW Saporischschja steht seit dem russischen Einmarsch 2022 unter russischer Kontrolle.
BASE Bundesamt, ZDF Ukraine-LivetickerDie Ukraine hat nach eigenen Angaben im Mai 2026 insgesamt vier russische Marineschiffe im Kaspischen Meer versenkt, darunter das Patrouillenboot Swetljak. Selenskyj bezeichnete die Einsätze als "Langstreckensanktionen": Die Ukraine demonstriert damit eine Schlagkraft auf einem Gewässer, das weit von der eigentlichen Frontlinie entfernt liegt und an Russland, Iran, Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan grenzt. Die Angriffe verstärken den militärischen Druck auf Russland und stellen für Moskau eine strategische Überraschung dar.
ZDF Ukraine-Liveticker, CNBC Putin China BesuchDie Ukraine hat in der Nacht zum 21. Mai einen der schwersten Drohnenangriffe auf die Halbinsel Krim geflogen. Sewastopol-Gouverneur Michail Raswoschajew zufolge wurden 25 Drohnen abgeschossen. Herabstürzende Trümmer beschädigten 34 Wohngebäude in der Stadt; über einem Öldepot stiegen Rauchsäulen auf. Berichte über Verletzte lagen nach ersten Informationen nicht vor. Der Angriff richtete sich gegen die in Sewastopol stationierte Schwarzmeerflotte und dortige Ölinfrastruktur.
Tagesspiegel, ORFRusslands dreitägige Atomwaffenübung mit mehr als 64.000 Soldaten ist am Donnerstag planmäßig beendet worden. Die Übung hatte am 19. Mai begonnen und umfasste Simulationen zum Einsatz taktischer Atomwaffen, ballistischer Raketen und Marschflugkörper. Parallel griff Russland in der Nacht zum 21. Mai erneut Ziele in der Sumy-Region an: In der Stadt Buryn wurde eine Person getötet, Konotop wurde beschossen, ein Wohngebäude und ein Museum wurden getroffen, mindestens acht Menschen verletzt. Die ukrainische Luftabwehr meldete den Abschuss von 131 der 154 eingesetzten russischen Drohnen.
Russia MattersRusslands Auslandsgeheimdienst SVR behauptete am 19. Mai, ukrainische Spezialeinheiten für unbemannte Systeme seien bereits auf fünf lettischen Militärstützpunkten stationiert und planten von dort Angriffe auf russisches Territorium. UN-Botschafter Wassili Nebensja drohte Lettland im Sicherheitsrat: Vergeltungsschläge seien unvermeidlich. Lettlands Außenministerin Baiba Braze nannte die Behauptungen eine 'pure Lüge', Staatspräsident Edgars Rinkevics wies sie ebenfalls zurück. SACEUR Grynkewich formulierte das Gegenargument knapp: Wenn NATO-Länder ukrainische Drohnen absichtlich über ihren Luftraum nach Russland ließen, würden sie diese nicht abschießen.
Meduza, n-tvZum ArtikelDie EU erwägt erstmals konkret Einzelpersonen als Vermittler für mögliche Friedensgespräche mit Putin. Die Financial Times berichtet über drei Kandidaten: Angela Merkel, Mario Draghi und Finnlands Staatspräsident Alexander Stubb. Merkel hat eine Vermittlerrolle bereits öffentlich abgelehnt. Draghi gilt als Favorit, sein Sprecher kommentierte nicht. Die EU-Außenminister beraten am 27. und 28. Mai in einem informellen Gymnich-Treffen in Lemesos auf Zypern erstmals formal über Vermittler-Kandidaten.
Il Sole 24 Ore, Cyprus PresidencyZum ArtikelIn seiner Abendansprache vom 17. Mai hat Selenskyj den Moskau-Großangriff als Beginn einer neuen Phase des Krieges eingeordnet. Die Ukraine verfüge nun über die Fähigkeit, Ziele bis zu 1.500 Kilometer tief im russischen Hinterland zu treffen: Drohnen trafen in den Tagen nach dem Moskau-Angriff Ziele in Orenburg nahe der kasachischen Grenze. Das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) beziffert den Drohnenanteil an Frontverlusten beider Seiten auf bis zu 80 Prozent für das Jahr 2025. Kiew setzt die wachsende Reichweite zunehmend als wirtschaftliches Instrument ein: Angriffe auf Raffinerien und Logistikzentren sollen Russlands Kriegswirtschaft über Distanz treffen.
Berliner Zeitung, Berliner ZeitungZum ArtikelAm 19. Mai schoss eine rumänische F-16 der NATO-Baltischen Luftpolizeimission eine ukrainische Langstreckendrohne über dem Süden Estlands ab. Es ist das erste Mal, dass eine NATO-Maschine die Drohne eines Bündnispartners abschoss. Estnischer Verteidigungsminister Hanno Pevkur erklärte, die Drohne sei wahrscheinlich für ein russisches Ziel bestimmt gewesen, bevor russisches GPS-Spoofing sie vom Kurs abbrachte. Die Ukraine entschuldigte sich innerhalb von zwei Stunden. Lettlands Regierung war über ähnliche Vorfälle bereits gestürzt: PM Evika Siliņa trat am 14. Mai mit ihrem gesamten Kabinett zurück, nachdem eine ukrainische Drohne am 7. Mai ein Öldepot in Rēzekne getroffen hatte.
Defense News, EuronewsZum ArtikelDie Ukraine hat im Mai 2026 mindestens vier russische Marineschiffe im Kaspischen Meer per Drohne angegriffen, darunter ein FSB-Grenzschutzboot am 17. Mai sowie ein Raketenschiff der Klasse 22800 Karakurt und einen Minensucher im Hafen von Kaspiisk am 15. Mai. Alle Angriffe erfolgten aus mehr als 1.000 Kilometern Entfernung vom kontrollierten Gebiet. Das Kaspische Meer galt Russland bislang als vollständig sicheres Hinterland fernab ukrainischer Waffenreichweiten. Kiews Drohnenkampagne demonstriert damit, dass russische Militärschiffe auch auf Binnenseen ohne Flotte und Luftabwehr verwundbar sind.
Euromaidan Press: Ukraine hits fourth Caspian ship, Euromaidan Press: Ukraine strikes Caspian Fleet baseRussland begann am 19. Mai eine dreitägige Atomwaffenübung mit mehr als 64.000 Soldaten. Das Verteidigungsministerium trainiert den Einsatz taktischer Atomwaffen, ballistischer Raketen und Marschflugkörper. Belarus führt zeitgleich eine eigene Komponente durch und übt den kampfmäßigen Einsatz nuklearer Munition. Die Ukraine präsentierte am 18. Mai ihre erste selbst entwickelte Lenkgleitbombe: 250 Kilogramm Sprengkopf, nach 17 Monaten Entwicklung einsatzbereit.
Tagesspiegel, Kyiv IndependentZum ArtikelIn der Nacht auf den 17. Mai traf die Ukraine mit 556 Drohnen gleichzeitig die Raffinerie Kapotnja und die Pumpstation Solnechnogorsk im Großraum Moskau. Solnechnogorsk ist Teil des Ringleitungssystems, das Moskau täglich mit Kraftstoff versorgt, einschließlich der russischen Streitkräfte. Zum Einsatz kamen erstmals inländisch entwickelte Systeme: RS-1 Bars, FP-1 Firepoint und BARS-SM Gladiator. Selenskyj nannte die Angriffe Langstreckensanktionen. Kiews Botschaft: Die Ukraine eskaliert solange, bis ein Waffenstillstand mit konkreten Sicherheitsgarantien auf dem Tisch liegt.
Militarnyi: Solnechnogorsk Strike, Ukrainska Pravda: Weapons UsedZum ArtikelRussland schickte in der Nacht auf Montag 524 Drohnen und 22 Raketen auf die Ukraine. In Dnipro traf eine Drohne ein 24-stöckiges Wohngebäude, 18 Menschen wurden verletzt, darunter zwei Kinder. In Odessa beschädigten Drohnen einen Kindergarten und ein Lyzeum. Ukrainische Luftabwehr fing 503 Drohnen und vier Raketen ab. Kremlsprecher Peskow signalisierte parallel Gesprächsbereitschaft mit Europa, knüpfte diese aber an Bedingungen, die für Kyjiw und Brüssel nicht akzeptabel sind. Putin fliegt heute nach Peking.
Arab News, Kyiv IndependentZum ArtikelRussland startete am 13. und 14. Mai seinen größten Luftangriff seit Kriegsbeginn: Über 1.560 Drohnen und 56 Raketen trafen die Ukraine in 48 Stunden. In Kyjiw traf ein Angriff ein neunstöckiges Wohngebäude, 24 Menschen starben, darunter Kinder. CNN bezeichnete es als den schwersten russischen Luftangriff in einem 48-Stunden-Zeitraum seit Kriegsbeginn. Selenskyj ordnete militärische Vergeltung an. Die Ukraine antwortete am 17. Mai mit dem bislang schwersten Drohnenangriff auf Moskau seit mehr als einem Jahr, bei dem vier Menschen im Großraum Moskau starben.
CNN: Russlands größter Drohnenangriff, NPR: 24 Tote in KyjiwZum ArtikelWolodymyr Selenskyj warnte am 15. Mai mit Verweis auf geleakte Dokumente, Russland plane 100.000 bis 150.000 Soldaten in 15 Divisionen in Belarus zu stationieren und könnte von dort den Suwałki-Korridor oder ukrainisches Territorium angreifen. Am gleichen Tag unterzeichnete Wladimir Putin einen Erlass, der Transnistriens Einwohnern den Weg zur russischen Staatsbürgerschaft erleichtert, ohne Wohnsitz- oder Sprachprüfungspflicht. Moldaus Präsidentin Maia Sandu wertete den Schritt als verdecktes Rekrutierungsprogramm für den Krieg in der Ukraine. Als Antwort auf die wachsende Bedrohung hat Deutschland seine 45. Panzerbrigade dauerhaft nach Litauen verlegt, Polen investiert 2,5 Milliarden Dollar in ein 700 Kilometer langes Befestigungsnetz entlang der belarussischen Grenze.
Kyiv Independent, Meduza, RBC UkraineZum ArtikelDie Ukraine hat in der Nacht auf den 17. Mai 556 Drohnen auf russisches Territorium geschickt, Dutzende davon auf den Großraum Moskau. Drei Menschen starben in Chimki und Pogorelki, zwölf wurden nahe der Ölraffinerie Kapotnja verletzt. Präsident Selenskyj bezeichnete den Angriff als vollkommen faire Antwort auf russische Massenangriffe und nannte ihn Langstreckensanktionen. Der Sicherheitsdienst der Ukraine bestätigte, alle Ziele lägen mehr als 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze, darunter Anlagen zur Halbleiterproduktion und Treibstoffinfrastruktur. Es ist der schwerste ukrainische Drohnenangriff auf Moskau seit mehr als einem Jahr.
Kyiv Independent, Euronews, NBC NewsZum ArtikelUkraine verfügt über fünf Prozent der weltweiten Mineralreserven, darunter die größten Manganvorkommen der Erde und zwanzig Prozent des globalen Graphits. Doch 53 Prozent dieses Rohstoffvermögens liegen in russisch besetztem oder umkämpftem Gebiet. Das Schewtschenko-Lithiumdepot in Donezk, dessen Erz zu 90 Prozent aus dem leicht verwertbaren Mineral Spodumen besteht, fiel im Juni 2025 unter russische Kontrolle. Westliche Pläne, Ukraine als Alternative zu Chinas Rohstoffmacht aufzubauen, stoßen auf diese Realität: Das erste Lithium aus dem einzigen laufenden Großprojekt kommt frühestens 2032.
Kyiv Independent, NV UkraineZum ArtikelDie Ukraine hat in der Nacht auf Sonntag 64 Drohnen auf Moskau und umliegende Regionen geschickt. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte den Angriff; russische Luftabwehr habe die Drohnen abgefangen. Russland gab seinerseits an, insgesamt 556 ukrainische Drohnen über russischem Territorium abgeschossen zu haben, der Angriff habe sich auf 16 russische Regionen erstreckt. Die ukrainische Seite nutzt damit die gleiche Taktik wie Russland: flächendeckende Drohnenangriffe, die die Luftabwehr überlasten und innenpolitischen Druck erzeugen. Die Gegenangriffe auf Moskau folgen dem muster der vergangenen Wochen, in denen die Ukraine ihre Langstreckenschläge auf russisches Staatsgebiet intensiviert hat.
t-online, ZDF HeuteVier Tage nach Donald Trumps Besuch in Peking (13. bis 15. Mai) reist Wladimir Putin am 19. und 20. Mai zu Xi Jinping nach China. Anlass ist der 25. Jahrestag des russisch-chinesischen Nachbarschaftsvertrags. Die Ukrainelage gilt trotz fehlender Agenda-Nennung als sicher diskutiertes Thema. Peking ist für Moskau wirtschaftlich unverzichtbar und hatte 2023 einen eigenen 12-Punkte-Friedensplan vorgelegt. Die dichte zeitliche Abfolge beider Staatsbesuche zeigt: China gewinnt vor Ablauf der US-Junifrist zunehmend Gewicht als stille Referenzgröße für eine mögliche Lösung.
Al Jazeera, BloombergZum ArtikelEinen Tag vor dem Massenangriff, am 12. Mai, testete Russland die Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat. Putin bezeichnete sie als die stärkste Rakete der Welt: Nach russischen Angaben trägt sie bis zu 16 unabhängig steuerbare Nuklearsprengköpfe und hat eine Reichweite von über 35.000 Kilometern. Das erste Sarmat-Regiment soll Ende 2026 in der Einheit Uschnur im Krasnojarsk-Gebiet in Dienst gehen. Der Test kurz vor dem Massenangriff folgt dem russischen Muster, nukleares Eskalationspotenzial zu demonstrieren und gleichzeitig konventionell zu eskalieren.
Al Jazeera, NPRZum ArtikelRussland setzte am 13. und 14. Mai laut Präsident Selenskyj insgesamt mehr als 1.560 Drohnen und 56 Raketen ein, der massivste Luftangriff seit Kriegsbeginn. In Kiew stürzte ein neunstöckiges Wohnhaus im Stadtteil Darnytsia vollständig ein, alle 18 Wohnungen wurden zerstört. 24 Menschen starben darunter drei Kinder, 48 wurden in Kiew verletzt. Bemerkenswert war die neue Taktik: Erstmals griff Russland in großem Maßstab tagsüber an, statt wie bisher fast ausschließlich nachts.
Kyiv Independent, EuronewsZum ArtikelIn der Nacht auf den 16. Mai bestätigte die ukrainische Luftwaffe einen massiven Luftangriff: Russland schickte 675 Drohnen und 56 Raketen, von denen 652 Drohnen und 41 Raketen abgeschossen wurden. Die Bilanz stieg bis zum Morgen auf mindestens 24 Tote, Dutzende weitere wurden verletzt. Hauptziele waren Kiew sowie Städte in der Zentral- und Ostukraine. Als ukrainische Gegenschläge meldeten russische Behörden einen Brand in einem Chemiewerk in Newinnomyssk (Region Stawropol) sowie Schäden in einem Industriegebiet in Tatarstan.
Euronews, TagesspiegelIn der Tschernobyl-Sperrzone kämpfen ukrainische Feuerwehrkräfte weiterhin gegen einen Waldbrand, der am 8. Mai 2026 nach dem Absturz zweier Drohnen ausgebrochen war. Rund 1.200 Hektar Wald wurden bereits zerstört. Die Löscharbeiten werden durch Minen im Gelände und trockene Wetterbedingungen erschwert; 374 Einsatzkräfte und 84 Fahrzeuge sind im Einsatz. Ukrainische Behörden messen Strahlungswerte von 0,19 bis 0,35 Mikrosievert pro Stunde und stufen die Lage als unkritisch ein: Die gemessenen Werte liegen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte.
Euronews, DeutschlandfunkDas Institute for the Study of War dokumentiert für April 2026 den ersten russischen Nettoverlust an ukrainischem Territorium seit der Kursk-Inkursion im August 2024: 116 Quadratkilometer gingen unter Kyjiws Kontrolle zurück. Die durchschnittliche russische Gewinnsrate sank von 9,76 Quadratkilometern pro Tag im Jahr 2025 auf 2,9 im April 2026. In den Wochen 28. April bis 12. Mai verlor Russland weitere 65 Quadratkilometer netto. Ukrainische Vorstöße konzentrieren sich auf die Sektoren Slowjansk, Huljaipole und das westliche Saporischschja.
Euromaidan Press (ISW)Zum ArtikelIn der Nacht auf den 15. Mai 2026 startete Russland nach ukrainischen Angaben einen der massivsten Luftangriffe seit Monaten. Eine ukrainische Drohne traf im Gegenzug einen Ölterminal an der Schwarzmeerküste. Im Donbass rückten russische Einheiten bei Minkivka nahe Kramatorsk auf ukrainische Stellungen vor. Parallel meldeten russische Staatsmedien, der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder stehe für Vermittlergespräche bereit, nachdem sein Büro Kontakte nach Moskau bestätigt hatte. Die Bundesregierung kommentierte das nicht.
tagesschau, ZDF HeuteDer Kreml schloss am 14. Mai EU-Mediation im Ukrainekrieg aus: Sprecher Dmitri Peskow erklärte, die EU sei als direkte Kriegspartei kein geeigneter Vermittler. Seit den abrupt gescheiterten Genfer Gesprächen im Februar gab es kein trilaterales Treffen mehr zwischen Washington, Moskau und Kiew. Ukraines Chefunterhändler Rustem Umerov traf am 7. Mai die US-Gesandten Witkoff und Kushner in Miami ohne russische Beteiligung. Die Koalition der Willigen (34 Länder) beriet am 8. Mai über eingefrorene russische Vermögenswerte, nicht über aktive Verhandlungen. Sechs Wochen vor Ablauf der US-Junifrist steht kein neuer Verhandlungstermin fest.
Moscow Times, NPRZum ArtikelAm 11. Mai schlug der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha beim EU-Treffen in Brüssel eine Flughafenwaffenruhe vor: Beide Seiten sollten auf Angriffe gegen Flughäfen verzichten. Hintergrund ist Ukraines gewachsene Drohnenfähigkeit. Am 8. Mai hatte eine ukrainische Drohne das Flugsicherungszentrum in Rostow am Don getroffen und 13 Flughäfen in Südrussland gesperrt. Rund 14.000 Passagiere saßen fest. Sybiha bat die EU, einen Vermittlerkanal zu bilden. Eine russische Reaktion blieb aus.
Kyiv Independent, Euromaidan PressZum ArtikelIm April 2026 startete Russland mehr als 8.000 Drohnen gegen die Ukraine, die höchste monatliche Zahl seit Beginn der Invasion im Februar 2022. Über 4.300 davon waren Shahed- und Geran-Drohnen; im Tagesdurchschnitt wurden 145 solcher Drohnen gestartet. Gleichzeitig zeigen Frontdaten einen strategischen Trendwechsel: Russlands durchschnittliche tägliche Gebietsgewinne sanken von 9,76 Quadratkilometern pro Tag in den ersten vier Monaten 2025 auf 2,9 Quadratkilometer im gleichen Zeitraum 2026. Im April verzeichnete Russland erstmals seit Ukraines Kursk-Offensive im August 2024 einen Nettoverlust an Territorium. Russland plant nach ukrainischen Geheimdienstangaben, 2026 insgesamt 7,3 Millionen FPV-Drohnen zu produzieren.
Dagens: Russia April drones record, Russia Matters: War Report Card May 13Ukraine hat in der Nacht auf Freitag Rosnefts Raffinerie in Rjasan getroffen, 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Es ist nach Angaben des ukrainischen Generalstabs der dritte Angriff auf diese Anlage im Jahr 2026. Die primäre Destillationsanlage steht still, drei bis vier Menschen starben, zwölf wurden verletzt. Russland hatte zuvor mit 675 Drohnen und 56 Raketen Kiew angegriffen und 24 Menschen getötet, darunter drei Kinder. Selenskyj hatte daraufhin Vergeltungsmaßnahmen angeordnet. Die russische Luftabwehr meldete 355 abgefangene ukrainische Drohnen.
The Moscow Times, Kyiv IndependentZum ArtikelUkraine hat am 13. Mai die Slavneft-YANOS-Raffinerie in Jaroslawl angegriffen, eine der fünf größten Raffinerien Russlands, rund 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Präsident Selenskyj bestätigte den Tiefschlag auf die Rohöldestillationseinheiten. Die Ukraine setzt damit ihre Strategie fort, russische Energieinfrastruktur aus großer Entfernung zu treffen. Jaroslawl liegt tief im russischen Kernland, deutlich weiter als die meisten bisherigen Drohnenangriffe reichten.
Ukrainska PravdaAm ersten Gipfeltag in Peking dominierte Taiwan die Agenda: Xi Jinping warnte vor einer hochgefährlichen Entwicklung, falls Washington Chinas Kerninteresse an der Insel nicht respektiere. Eine gemeinsame Erklärung zu Russland blieb aus, Trump ließ durchblicken, er halte chinesischen Druck auf Teheran für weniger entscheidend als ursprünglich erhofft. Selenskyj bestätigte am Donnerstagnachmittag, Russland nehme gezielt Städte nahe der NATO-Ostflanke unter Beschuss. Am 15. Mai findet der zweite Gipfeltag statt, auf dessen Abschlusserklärung Taiwan-Beobachter und die Ukraine gleichermaßen warten.
NPR: Russia hits Kyiv, CFR: Trump-Xi Talks in BeijingZum ArtikelPräsident Selenskyj hat bestätigt, dass Russland seit Mittwoch insgesamt mehr als 1.560 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert hat. Ein Folgeangriff traf am Donnerstagmorgen Kyjiv, tötete eine Person und verletzte 31 weitere. Die Drohnenzahl der laufenden Angriffsserie hat sich damit gegenüber dem ursprünglich gemeldeten Erstangriff von 800 fast verdoppelt. Die Angriffe setzen sich trotz Signalen aus Peking fort, wo Trump und Xi am Rande des Gipfels erneut Verhandlungsbereitschaft bekundeten.
Ukrainska Pravda, ZDF heuteZum ArtikelLettlands Ministerpräsidentin Evika Siliņa hat ihren Rücktritt angekündigt, nachdem Koalitionspartner ihr das Vertrauen entzogen haben. Auslöser war ein Streit über den Umgang mit dem Absturz zweier ukrainischer Drohnen, die von russischer Seite kommend Öllager auf lettischem Territorium trafen. Siliņa hatte Verteidigungsminister Spruds für den Vorfall verantwortlich gemacht und seinen Rücktritt gefordert, den Posten aber mit einem eigenen Kandidaten besetzen wollen, was die Koalitionspartner als Vertrauensbruch werteten. Gemäß lettischer Verfassung zieht der Rücktritt der Regierungschefin den Rücktritt des gesamten Kabinetts nach sich.
Tagesspiegel, EuronewsUkraines Oberstes Antikorruptionsgericht hat am 14. Mai Untersuchungshaft für Andrij Jermak angeordnet, den früheren Chef des Präsidialamts unter Selenskyj. Jermak wird vorgeworfen, über das Luxusimmobilienprojekt Dynasty in Kozyn rund 460 Millionen Hrywnja gewaschen zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert bis zu zwölf Jahre Haft. Die Kaution wurde auf 140 Millionen Hrywnja festgesetzt. Der Fall ist Teil der Operation Midas, die das Nationale Antikorruptionsbüro NABU gemeinsam mit der Sonderstaatsanwaltschaft SAPO führt.
Berliner Zeitung, Al JazeeraRussland griff in der Nacht auf den 14. Mai mit mehr als 800 Drohnen an, dem schwersten Angriff der vergangenen Monate. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Eisenbahninfrastruktur wurde in sieben Regionen 23 Mal getroffen, darunter drei Lokomotiven, acht Güterwagen und zwei Brücken. Polen ließ F-16-Kampfflugzeuge aufsteigen, Rumänien meldete den siebten Drohneneindringling des Jahres auf seinem Staatsgebiet. Selenskyj nannte den Zeitpunkt politisch kalkuliert: Der Angriff fiel auf den Beginn des Trump-Xi-Gipfels in Peking, bei dem der Iran-Krieg die Agenda dominiert.
Washington Post, tagesschauZum ArtikelRussland hat am 13. Mai mehr als 200 Schahed-Drohnen in mehreren Wellen auf die Ukraine abgefeuert und dabei 14 Regionen gleichzeitig angegriffen. Mindestens 3 Menschen kamen ums Leben, mindestens 12 wurden verletzt. Besonders betroffen waren Kiew, Riwne, Odessa und die Wolhynische Oblast. Russland setzt seit mehreren Wochen auf Tagesangriffe statt nächtlicher Wellen — eine taktische Änderung, die die ukrainische Luftverteidigung vor neue Herausforderungen stellt. Selenskyj erklärte, Russland nutze die nachlassende internationale Aufmerksamkeit als Freibrief für schwerere Angriffe auf zivile Infrastruktur.
Kyiv Independent, Euronews, tagesschauRusslands Wirtschaft schrumpfte in den ersten beiden Monaten 2026 um 1,8 Prozent; die Regierung korrigierte die Jahresprognose von 1,3 auf 0,4 Prozent. Erstmals seit der Invasion 2022 senkte Moskau die Verteidigungsausgaben um 6,7 Prozent auf 12,6 Billionen Rubel. Der frühere US-Botschafter Michael McFaul sieht wachsende Risse im Kreml-Apparat; Exilmedien berichten unter Berufung auf europäische Geheimdienste von tiefer Paranoia unter den Eliten. Russlands Kriegswirtschaft zeigt strukturelle Erschöpfungszeichen, ohne dass ein offener Machtkampf sichtbar wäre.
Euronews, DeutschlandfunkZum ArtikelRussland traf am 12. Mai die Stadt Krywyj Rih mit einer Schahed-Drohne. Ein 43-jähriger Mann und eine 65-jährige Frau kamen ums Leben. Ein neun Monate altes Mädchen verlor ein Bein und wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert. Präsident Selenskyj bezeichnete den Angriff auf das Wohnhaus als zynisch und ohne jeden militärischen Zweck. Es war der erste russische Angriff auf die Stadt nach dem Ende der dreitägigen Feuerpause.
Euromaidan Press, Kyiv IndependentDie Ukraine hat in der Nacht auf den 12. Mai eine Gasförderanlage im russischen Orenburg angegriffen, mehr als 1.500 Kilometer hinter der Frontlinie. Präsident Selenskyj bezeichnete den Schlag als Spiegelschlag auf russische Angriffe, die die Ukraine noch während der dreitägigen Siegestagsruhe getroffen hatten. Der Gaskomplex verarbeitet rund 45 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich und versorgt über russische Leitungen auch Kasachstan. Gazprom stoppte vorübergehend die Gasaufnahme aus Kasachstan und senkte den Durchsatz um rund ein Viertel. Für Kasachstan, das dem Krieg formal fernsteht, wird der Konflikt damit zur unmittelbaren Versorgungsfrage.
Kyiv Independent, Radio Free Europe/Radio LibertyZum ArtikelRussland schickte in der ersten Nacht nach der Feuerpause 216 Drohnen über die Ukraine. Die Luftabwehr schoss 192 davon ab; die übrigen trafen Wohnhäuser im Kiewer Obolon-Bezirk, Energieinfrastruktur in Mykolajiw und einen Kindergarten in der Kiewer Umgebung. In der Region Dnipropetrowsk kamen sechs Menschen ums Leben. Die Ukraine antwortete mit einem Drohnenangriff auf den Orenburg-Gaskomplex von Gazprom, rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze. Das Werk verarbeitet 45 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich, auch kasachisches Erdgas aus dem Karatschaganakfeld. Gazprom stoppte vorübergehend die Gasaufnahme aus Kasachstan und senkte den Durchsatz um rund ein Viertel.
Al Jazeera, Ukrinform, CBC NewsZum ArtikelEU-Außenbeauftragte Kaja Kallas schloss Gerhard Schröder am 11. Mai als Ukraine-Vermittler aus: Er habe durch seine Lobbyarbeit für russische Staatskonzerne faktisch auf beiden Seiten des Verhandlungstisches gesessen und sei damit nicht glaubwürdig. Ukrainischer Botschafter Oleksii Makeiev ergänzte, die Ukraine benötige keine Vermittler, sondern Verbündete; wer jahrelang russische Interessen vertreten habe, besitze weder moralische noch politische Legitimität. Verteidigungsminister Boris Pistorius, bei einem unangekündigten Kyjiw-Besuch, bezeichnete Putins Vorstoß als Täuschungsmanöver und Teil des russischen Hybridkriegs. Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour nannte den Schröder-Vorschlag einen schlechten Witz.
Euronews, Tagesspiegel, Berliner ZeitungZum ArtikelUnmittelbar nach dem Ende der dreitägigen Waffenruhe griff Russland Kiew, Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson mit Drohnen an. Kiews Militärverwaltung meldete Drohnentrümmer auf einem 20-stöckigen Wohnhaus. Selenskyj sagte: 'Russland hat nicht die Absicht, diesen Krieg zu beenden.' Die EU verhängte zeitgleich Sanktionen gegen 16 Personen und sieben russische Einrichtungen, die für die Deportation und Umerziehung von schätzungsweise 20.000 ukrainischen Kindern verantwortlich gemacht werden.
WirtschaftsWoche, DeutschlandfunkZum ArtikelSPD-Außenpolitiker Ralf Stegner sprach sich dafür aus, Putins Vorschlag zu prüfen, Gerhard Schröder als Vermittler im Ukrainekrieg einzusetzen. Es wäre fahrlässig, das auszuschlagen, sagte Stegner, betonte aber, jedes Ergebnis müsse von der Ukraine genehmigt werden. Die Bundesregierung bezeichnete den Vorschlag als Scheinangebot und Teil von Russlands bekannter Hybridstrategie. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte, Schröder würde dabei auf beiden Seiten des Verhandlungstisches sitzen.
NZZ, ZDF heuteTrumps dreitägige Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine ist heute (11. Mai) wie vereinbart ausgelaufen. Die Verhandlungen in Abu Dhabi, die parallel zur Feuerpause liefen, brachten keinen Durchbruch. Ukrainepräsident Selenskyj meldete, Russland habe während der nominellen Feuerpause rund 150 Angriffsaktionen entlang der Frontlinie durchgeführt. Ob und wann eine neue Verhandlungsrunde anberaumt wird, blieb unklar. Russische Einheiten greifen nach Berichten des ukrainischen Generalstabs in mehreren Frontabschnitten wieder verstärkt an.
ZDF heute Ukrainekrieg-Blog, news.deVerteidigungsminister Boris Pistorius ist am Montag ohne vorherige Ankündigung nach Kiew gereist, um mit der ukrainischen Führung die nächste Phase der gemeinsamen Rüstungskooperation zu besprechen. Im Fokus standen unbemannte Systeme aller Reichweiten, darunter Drohnen für tiefe Schläge ins russische Hinterland. Quantum Frontline Industries bestätigte zeitgleich die Übergabe erster Linza-3.0-Drohnen mit KI-gestützter Navigation. Deutschland kündigt zusätzliche Finanzierung für Patriot-Raketen an.
Interfax Ukraine, Handelsblatt, DroneXLZum ArtikelBelgien hat angekündigt, alle 53 seiner F-16-Kampfjets bis Ende 2029 an die Ukraine zu liefern. Das übersteigt die kombinierten Zusagen der Niederlande (24 Jets), Dänemarks (19 Jets) und Norwegens (bis zu 22 Jets). Sieben Maschinen sollen noch 2026 geliefert werden. Das US-Verteidigungsministerium hat im Januar 2026 bereits einen Wartungsvertrag über 235,4 Millionen Dollar mit der belgischen Firma Sabena Aerospace Engineering geschlossen. Kein einziges belgisches Flugzeug ist bisher in ukrainischen Händen angekommen.
n-tv, MilitarnyiZum ArtikelSPD-Außenpolitiker Ralf Stegner ist am 10. Mai als erste prominente Parteistimme öffentlich für eine Prüfung von Putins Schröder-Vorschlag eingetreten. Er sagte, er begrüße jede Initiative die den Krieg beenden könnte; eine kategorische Ablehnung wäre fahrlässig. Die SPD-Parteiführung schwieg dazu. Stegners Aussage macht die interne SPD-Debatte namentlich sichtbar und zeigt, dass der Dissens konkreter ist als die offizielle Linie einräumt.
T-OnlineZum ArtikelTrumps Dreitageswaffenruhe für die Ukraine trat am 9. Mai in Kraft und wurde von Russland innerhalb weniger Stunden gebrochen. Dahinter liegt eine tiefere Verschiebung: Russland bezahlte 2025 über 415.000 Verluste für gut 4.300 Quadratkilometer Geländegewinn, also einen immer höheren Preis pro Kilometer. Ukraine setzt entlang der Front KI-gesteuerte Drohnenschwärme in sogenannten Killboxen ein, Abschnitte ohne Bodentruppen, die vollständig durch autonome Systeme kontrolliert werden. Westliche Militärexperten sehen die russische Führung in einer strategischen Krise. Trump-Unterhändler Witkoff empfing Ukrainas Chefunterhändler Umjerow in Miami; EU-Ratspräsident Costa plant direkten Kontakt mit Putin.
Al Jazeera, CSIS, DeutschlandfunkZum ArtikelVorhersagebörsen wie Metaculus und Polymarket bewerten die Wahrscheinlichkeit eines formellen Waffenstillstands in der Ukraine bis zum 31. Mai 2026 inzwischen mit nahezu hundert Prozent. Das spiegelt die Erwartung wider, dass die laufenden Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau in einem verbindlichen Abkommen münden könnten. Die Trump-Administration kündigte an, in den nächsten Wochen Gesandte nach Kiew zu entsenden. Wie weit die inhaltlichen Differenzen noch gehen, zeigt die offene Donezk-Frage: Russland besteht auf einem Rückzug ukrainischer Truppen aus Teilen der Region, die Moskau beansprucht aber nicht vollständig kontrolliert. Kiew lehnt das bislang kategorisch ab.
ZDF Heute, HandelsblattWladimir Putin nannte nach der Moskauer Siegesparade am 9. Mai den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als bevorzugten europäischen Gesprächspartner für Vermittlungen im Ukraine-Krieg. Es war das zweite Mal: Denselben Vorschlag hatte Putin bereits an Siegestag 2022 gemacht. Die Bundesregierung lehnte den Vorstoß als Scheinangebot ab. SPD-Außenpolitiker Michael Roth nannte es ein durchsichtiges Manöver. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow korrigierte Putins optimistischen Ton: Der Frieden liege sehr weit entfernt, die offenen Fragen seien zu komplex.
Handelsblatt, t-onlineZum ArtikelPutin sagte am 9. Mai nach der Moskauer Siegesparade, er glaube, der Krieg nähere sich dem Ende, und stellte ein persönliches Treffen mit Selenskyj in Aussicht. Bedingung: ein zuvor vereinbartes dauerhaftes Friedensabkommen. Für Verhandlungen mit der EU brachte Putin den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als bevorzugten Gesprächspartner ins Gespräch. Kremlsprecher Dmitri Peskow widersprach dem optimistischen Ton unmittelbar: Der Frieden liege noch sehr weit entfernt, die offenen Fragen seien zu komplex.
CNBC, Handelsblatt, TagesspiegelPutins Militärparade zum 9. Mai fand ohne Panzer, Raketen und gepanzerte Fahrzeuge statt, zum ersten Mal seit fast zwanzig Jahren. Der Kreml nannte Sicherheitsbedenken wegen ukrainischer Drohnenangriffe als Begründung. Selenskyj hatte ironisch einen Erlass veröffentlicht, der Russland die Parade 'erlaubt'; Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete das als 'dummen Witz' und warnte: 'Wehe dem, der versucht, sich über den Siegestag lustig zu machen.' Der vereinbarte Gefangenenaustausch von je 1.000 Personen hat nach Angaben beider Seiten am 9. Mai begonnen.
Tagesspiegel, ZDF Nachrichten, DeutschlandfunkZum ArtikelDie Dreitageswaffenruhe ist seit dem 9. Mai formal in Kraft, doch die ukrainische Luftwaffe meldete, in der ersten Nacht 56 russische Drohnen abgefangen zu haben. Selenskyj erklärte, Russland unternehme erneut keinen Versuch, die vereinbarte Pause tatsächlich einzuhalten. Der geplante Gefangenenaustausch von je 1.000 Personen ist ukrainischen Angaben zufolge weiterhin vorgesehen. In Miami laufen parallel Gespräche zwischen Chefunterhändler Rustem Umjerow und US-Sondergesandtem Steve Witkoff über Bedingungen für eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe.
Tagesspiegel, HandelsblattZum ArtikelEU-Ratspräsident António Costa bereitet Gespräche mit Putin über eine Lösung des Ukrainekonflikts vor und hat dafür die Zustimmung Selenskyjs erhalten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, Putin sei zu Verhandlungen mit Europäern bereit, werde aber nicht selbst den ersten Schritt unternehmen. Parallel kündigte Außenminister Johann Wadephul eine eigene Initiative Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im E3-Format an. Hintergrund ist die wachsende Frustration europäischer Regierungen darüber, dass die US-Diplomatie durch den Iran-Konflikt seit Monaten ins Stocken geraten ist. Erstmals positioniert sich Europa damit als eigenständiger Verhandlungsakteur gegenüber Moskau.
Tagesspiegel, HandelsblattZum ArtikelTrump verkündete am 8. Mai eine dreitägige Waffenruhe für die Ukraine, beginnend am 9. Mai, verbunden mit dem Austausch von je 1.000 Kriegsgefangenen. Sowohl Selenskyj als auch der Kreml bestätigten die Vereinbarung. Russland hatte seine eigene Parade-Feuerpause für den Siegestag jedoch bereits in den ersten Stunden mit mehr als 850 Drohnenangriffen gebrochen. Selenskyj begründete seine Zustimmung zur Trump-Waffenruhe offen: Der Gefangenenaustausch sei wichtiger als jede symbolische Aktion gegen Putins Parade. Chefunterhändler Umjerow ist in Miami und führt getrennte Gespräche mit Witkoff und Kushner.
Tagesspiegel, Kyiv IndependentZum ArtikelUkrainischer Verteidigungsminister Rustem Umjerow hat sich in Miami mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff zu Gesprächen über ein Ende des Krieges getroffen. Parallel dazu empfing Witkoff auch eine russische Delegation, ein direktes Treffen beider Kriegsparteien fand jedoch nicht statt. Witkoff äußerte sich positiv über die Gespräche und lobte dabei auch Russlands Verhandlungsbereitschaft. Selenskyj zeigte sich ernüchtert, ohne konkreten Fortschritt zu melden.
Tagesspiegel: Witkoff lobt Russland, Selenskyj ernüchtert, Handelsblatt: Witkoff und Umjerow treffen sich in MiamiUkrainische Drohnen haben in der Nacht zum 8. Mai den Nara-Produktions- und Logistikkomplex in Naro-Fominsk angegriffen, einem 200 Hektar großen Militärgelände des russischen Verteidigungsministeriums rund 70 Kilometer südwestlich von Moskau. Die Anlage dient als zentrales Lager- und Distributionszentrum für Nachschub der russischen Streitkräfte. Russische Behörden meldeten, elf Drohnen seien vor Moskau abgefangen worden; Videoaufnahmen zeigten Einschläge auf dem Gelände. Der Angriff fiel zwei Tage vor Putins Siegestagparade.
Euromaidan Press, New Voice of UkraineZum ArtikelAm 7. Mai tötete Russland mindestens 21 Menschen durch Gleitbombenangriffe auf Saporischschja (12 Tote) und Kramatorsk (9 Tote). Wenige Stunden zuvor hatte Russlands Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa westliche Botschaften aufgefordert, Diplomaten aus Kyjiw zu evakuieren, und mit Vergeltungsschlägen gegen "Entscheidungszentren" gedroht. Sowohl die ukrainische Waffenruhe ab dem 5. Mai als auch Russlands angekündigte 48-Stunden-Pause für den 8. und 9. Mai sind faktisch kollabiert. Als einziger diplomatischer Kanal verbleibt das bevorstehende Treffen von Verteidigungsminister Umjerow mit US-Sondergesandtem Witkoff in Miami.
t-online, Defense News, MeduzaZum ArtikelRussland hat in der Nacht zum 7. Mai mehr als 100 Drohnen und 3 Marschflugkörper auf die Ukraine abgefeuert und damit die seit dem 6. Mai bestehende ukrainische Waffenruhe erneut verletzt. Es war der dritte massive Angriff in Folge seit Kyjiws einseitiger Feuerpause-Ankündigung. Selenskyj erklärte, die Ukraine werde solange auf Angriffe reagieren, wie Russland weiterbeschieße. Eine offizielle russische Begründung für den Beschuss blieb aus.
NBC News, Al JazeeraDer ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow wird in den kommenden Tagen nach Miami reisen, um Steve Witkoff, den US-Sondergesandten für Russland-Ukraine-Gespräche, zu treffen. Bloomberg und der Kyiv Independent bestätigten die Reisepläne, ein genaues Datum wurde nicht bekannt gegeben. Es wäre der erste hochrangige direkte Kontakt zwischen Kiew und Washington seit Wochen, die der Iran-Konflikt dominiert hatte. Die ukrainische Waffenruhe gilt technisch weiterhin; Ukraine hat lediglich ihre Teilnahme an Putins 48-Stunden-Paraden-Pause für den 9. Mai abgesagt, weil Russland den Waffenstillstand fortlaufend verletzt.
Bloomberg, Kyiv IndependentZum ArtikelDie Ukraine hat ihre Waffenruhe für den 9. Mai offiziell abgesagt. Selenskyjs Berater Serhii Sternenko begründete dies damit, Russland habe den Waffenstillstand bereits verletzt. Außenminister Andrii Sybiha bezeichnete Russlands Paraden-Pause als Schaufensterdiplomatie: Putins Angebot schütze die Militärparade, nicht Menschenleben. Das russische Verteidigungsministerium drohte mit einem massiven Raketenschlag auf das Stadtzentrum Kyjiws, sollte die Ukraine die Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Kriegsendes stören. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig des Waffenstillstandsbruchs.
Euronews, news-pravda.comZum ArtikelEine UN-Untersuchungskommission stufte im März 2026 die zwangsweise Umsiedlung und Deportation ukrainischer Kinder durch russische Behörden als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein. Mindestens 35.000 Kinder befinden sich in russischem Gewahrsam. In den besetzten Gebieten werden Schulen zu Kasernen umgebaut und Kinder zur Waffenausbildung gezwungen. Wer sich weigert, dem wird nach Berichten die medizinische Versorgung entzogen. Europol koordinierte im April eine internationale Operation mit 40 Ermittlern aus 18 Ländern, um deportierte Kinder aufzuspüren.
Frankfurter Rundschau, UN-KommissionZum ArtikelDie ukrainische Waffenruhe ist seit Mitternacht des 6. Mai in Kraft. In der ersten Nacht feuerte Russland 108 Drohnen und 3 Raketen ab, messbar weniger als in der Nacht davor mit 164 Drohnen und 11 Raketen. Moskau hat die Feuerpause weder anerkannt noch kommentiert. Selenskyj nannte es 'reinen Zynismus', dass Russland Stunden vor Inkrafttreten der Waffenruhe noch 22 Menschen tötete, darunter vier in Poltawa beim Angriff auf Naftogaz-Anlagen.
SRF, ZEIT OnlineZum ArtikelDie Ukraine hat ein dreigliedriges Genehmigungssystem für Rüstungsexporte formalisiert, das Präsident Selenskyj am 28. April auf staatlicher Ebene freigegeben hat. Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits Zehnjahresverträge für Drohnen und Marinetechnologie unterzeichnet; elf weitere Länder wollen ähnliche Abkommen. Den schnellsten Exportweg bietet die Sonderwirtschaftszone Defense.City mit 15-tägigen Vorabgenehmigungen. Berlin wurde als erster europäischer Standort eines ukrainischen Exportzentrums festgelegt.
Defense News, EuronewsZum ArtikelMit dem 6. Mai ist die von Selenskyj angekündigte einseitige Waffenruhe in Kraft getreten. In den Stunden zuvor hatte Russland noch mindestens 22 Menschen getötet und ukrainische Energieinfrastruktur angegriffen. Selenskyj nannte das Vorgehen "beispiellosen Zynismus": Russland rufe zur Waffenruhe auf und bombardiere gleichzeitig Kraftwerke. Die Ukraine hält das Feuer ein, solange Russland nicht angreift. Russlands eigene Waffenruhe für den 8. und 9. Mai bleibt ein separates Angebot, das Kyiv nicht anerkannt hat.
PBS NewsHour, Washington TimesZum ArtikelIm April 2026 verlor Russland laut Institut für Kriegsstudien (ISW) erstmals seit der Kursk-Operation im August 2024 netto Territorium in der Ukraine: Rund 116 Quadratkilometer wechselten die Kontrolle zugunsten Kyivs. Gleichzeitig hat sich das tägliche russische Vormarschtempo gegenüber dem Vorjahresquartal von elf auf fünf Kilometer täglich halbiert. Analysten sehen darin einen Effekt der zunehmenden ukrainischen Drohnenstrategie gegen russische Rüstungsinfrastruktur sowie gestiegener europäischer Waffenlieferungen. Kremlsprecher Peskow forderte unterdessen den vollständigen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Donbas als Bedingung für ein Ende der Kampfhandlungen.
ISW / Critical Threats, TagesspiegelRussland feuerte in der Nacht zu Montag rund 660 Drohnen und 44 Raketen auf die Ukraine ab und tötete mindestens 14 Menschen, darunter einen zwölfjährigen Jungen in Kyiv. In Merefa bei Charkiw kamen mindestens fünf weitere Menschen ums Leben. Noch am selben Tag dehnte das russische Verteidigungsministerium seine angekündigte Waffenruhe auf den 8. und 9. Mai aus. Selenskyj wies das Angebot als nicht ernst gemeint zurück und schlug seinerseits eine Waffenruhe ab dem 5. Mai vor. US-Militäranalysten warnten, der Irankonflikt leite Patriot-Munition um und schwäche Ukraines Luftabwehrkapazitäten.
NBC News, EuronewsZum ArtikelDas russische Verteidigungsministerium hat die Feuerpause offiziell für den 8. und 9. Mai erklärt, nicht nur für den Siegestag selbst. Selenskyj lehnte das Angebot als 'nicht ernst gemeint' ab und besteht auf mindestens 30 Tagen Waffenstillstand als Vorbedingung für ernsthafte Verhandlungen. Gespräche zwischen Kiew und Washington über den genauen Inhalt des Trump-Putin-Telefonats standen für Montag an. Kremlsprecher Peskow bekräftigte, die Feuerpause werde auf Putins Anordnung hin umgesetzt, unabhängig davon, ob die Ukraine mitspiele.
t-online, Badische ZeitungZum ArtikelRussland hat in den Nächten vom 2. auf den 3. Mai insgesamt rund 495 Drohnen auf ukrainische Städte abgefeuert. Besonders schwer betroffen war Merefa in der Charkiwer Oblast: Eine Iskander-Rakete tötete dort vier Menschen und verletzte 18 weitere. Russische Drohnen trafen außerdem das Strahlenlabor des Kernkraftwerks Saporischschja. In Odessa starben zwei Menschen, in Dnipro einer. Als Reaktion griffen ukrainische Drohnen in der Nacht zum 4. Mai ein Wohnhochhaus in Moskau an, nur sieben Kilometer vom Roten Platz entfernt. Der Angriff auf Moskau erfolgte wenige Tage vor dem russischen Siegestagsritual am 9. Mai, an dem Präsident Putin jährlich Stärke demonstriert.
RBC Ukraine: Russian drone attacks May 2-3, Euronews: Drone strikes Moscow buildingUkraine hat in der Nacht zum 3. Mai Russlands Ostseeölterminal Primorsk angegriffen und in Brand gesetzt. Das Terminal verarbeitet eine Million Barrel Rohöl täglich und gehört zu Russlands wichtigsten Exporthäfen. Mitgetroffen wurden ein Öltanker, ein Karakurt-Raketenschiff und ein Patrouillenboot. Gleichzeitig griffen ukrainische Drohnen Tanker der russischen Schattenflotte in Novorossiysk an. Russland antwortete mit 268 Drohnen auf ukrainische Städte, drei Menschen starben in der Odessa-Region.
RTE News, Al JazeeraZum ArtikelRobert Brovdi, Kampfname Magyar, führt Ukraines Drohnenkräfte und sagt, kaum ein Ziel in Russland sei noch sicher — Reichweiten bis 2.000 Kilometer hinter der Front. Seine Einheiten sind nur zwei Prozent der Gesamtstärke, verantworten aber rund ein Drittel aller erfolgreichen Schläge auf Russland. Ende April zerstörte die Spezialeinheit Lasar's Group das russische R-330Zh-Störsystem in Charkiw Oblast — ein zehn Millionen Dollar teures Gerät, das Drohnen und Kommunikation unterbinden soll. Parallel dazu gab Verteidigungsminister Fedorov bekannt, dass Ukraine 25.000 unbemannte Bodenfahrzeuge für die erste Jahreshälfte 2026 beschafft, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr.
Defense News, T-Online: Drohnenkommandant MagyarZum ArtikelPräsident Selenskyj warnte Lukaschenko öffentlich vor den Folgen einer belarussischen Beteiligung am Krieg und sprach von ungewöhnlichen militärischen Aktivitäten an der weißrussischen Grenze. In der Nacht zum 1. Mai setzte Russland nach Angaben des ukrainischen Generalstabs mehr als 400 Drohnen ein, der größte Angriff seit Wochen. Russische Truppen rücken im Donbass laut Oberkommandeur Oleksandr Syrskyj in Richtung Kostiantyniwka vor. Die Front bleibt trotz des bevorstehenden 9. Mai aktiv, Kampfpausen gibt es nicht.
Al Jazeera, South FrontNach einem 90-minütigen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am 29. April signalisierte Wladimir Putin Bereitschaft zu einer Feuerpause am 9. Mai, dem russischen Tag des Sieges. Kremlberater Juri Uschakow sagte, Kiews Zustimmung sei nicht erforderlich: Die Entscheidung liege allein bei Putin. Selenskyj fordert stattdessen einen dauerhaften Waffenstillstand und bat Washington um Klärung, ob es sich um einen symbolischen Akt für die Parade oder um mehr handele. Die Militärparade auf dem Roten Platz wird erstmals ohne Panzer und Raketenwerfer stattfinden; das russische Verteidigungsministerium begründete das mit der aktuellen Sicherheitslage.
Tagesspiegel, ZDFZum ArtikelUkrainische Drohnen haben am 25. April den Militärflugplatz Schagol in der russischen Oblast Tscheljabinsk angegriffen. Satellitbilder bestätigen Schäden an zwei Su-57-Tarnkappenjägern, einem Su-34-Kampfbomber und einem weiteren Sukhoi-Jet. Das Ziel lag 1.700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, tief im Ural. Jede Su-57 kostet schätzungsweise 100 bis 120 Millionen Dollar; Russland hatte vor Kriegsbeginn weniger als 30 der Maschinen in der Truppe. Parallel dazu kündigte Selenskyj am 1. Mai eine Armeereform an: Übergang von unbefristeten zu befristeten Verträgen, Solderhoehungen um 50 Prozent im Hinterland und mehr als das Dreifache für Frontsoldaten, finanziert durch den EU-Kredit von 90 Milliarden Euro.
Ukrinform, RBC UkraineZum ArtikelDie Ukraine hat am 25. April sechs Kooperationsverträge mit Aserbaidschan unterzeichnet, darunter gemeinsame Produktion von FPV-Drohnen, Drohnenabwehrsystemen und unbemannten Marinefahrzeugen. Hintergrund: Iranische Drohnen hatten im März aserbaidschanisches Territorium angegriffen, seitdem sucht Baku kampferprobte Gegentechnologie. Präsident Selenskyj formalisierte am 28. April mit dem "Drone Deals"-Rahmen den Exportprozess und nannte den Kaukasus ausdrücklich neben Nahost und Europa als Zielmarkt. Die Einnahmen aus solchen Verträgen sollen den Wiederaufbau der Ukraine langfristig mitfinanzieren.
Kyiv Post, The Defense Post, EuronewsZum ArtikelUkraines Drohnenkampagne hat Russlands Ölraffinerie in Tuapse dreimal in zwölf Tagen getroffen: am 16., 20. und 28. April. 24 Tanks brannten vollständig aus, schwarzer Regen fiel über der Stadt und ein Ölteppich erstreckte sich 77 Kilometer entlang der Schwarzmeerküste. Selenskyj bezifferte den Schaden an Russlands Ölindustrie seit Januar 2026 auf mindestens sechs Milliarden Euro. Russlands Ölverarbeitungsvolumen ist auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen, rund zwölf Prozent unter dem Niveau von 2025.
Al Jazeera, BloombergZum ArtikelNeue SIPRI-Zahlen belegen: Deutschland war 2021 bis 2025 der viertgrößte Waffenexporteur der Welt mit 5,7 Prozent Marktanteil, 24 Prozent aller deutschen Ausfuhren gingen als Militärhilfe an die Ukraine. Konkrete Lieferungen umfassen 18 Leopard-2-Panzer, 57 Flakpanzer Gepard und 25 Panzerhaubitzen 2000. Berlin stellt zusätzlich mehr als eine Milliarde Euro bereit, damit die Ukraine eigenständig Rüstungsgüter kaufen kann. Europa insgesamt steigerte seine Waffenimporte um 210 Prozent und ist inzwischen die größte Empfängerregion der Welt.
HandelsblattZum ArtikelIn der Nacht zum 29. April schoss die ukrainische Luftabwehr 154 von 171 russischen Drohnen ab. Eine 60-jährige Frau starb in der Region Sumy an Kohlenmonoxidvergiftung nach einem Einschlag, Infrastruktur wurde in der Odessa-Region Izmail beschädigt. Im Gegenschlag traf die Ukraine eine Ölpumpstation in der russischen Region Perm, rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Dieser Angriff gehört zu den tiefsten öffentlich bestätigten ukrainischen Langstreckeneinsätzen seit Kriegsbeginn. Zusätzlich wurde der sanktionierte Tanker Marquise im Schwarzen Meer getroffen.
Bloomberg: Ukraine says it hit Russia's oil station and sanctioned tankerPräsident Selenskyj hat bestätigt, dass die ukrainische Rüstungsindustrie inzwischen 50 Prozent mehr produziert als die eigenen Streitkräfte benötigen. Verträge über Abfangdrohnen mit Golfmonarchien sowie Lieferabkommen in Europa, dem Nahen Osten und dem Kaukasus bestehen bereits. Gleichzeitig lud die Bundesregierung am 28. April Banken, Fonds und Rüstungsunternehmen zu einem Gespräch, um privates deutsches Kapital in ukrainische Rüstungsbetriebe zu lenken. Verteidigungsminister Pistorius sprach von einer strategischen Partnerschaft, die von kurzfristiger Nothilfe zu langfristiger Zusammenarbeit wachse.
Spiegel Ausland, Bundesministerium der VerteidigungZum ArtikelBeim UDCG-Treffen in Berlin hat Verteidigungsminister Pistorius am Dienstag zwei neue Abkommen mit der Ukraine unterzeichnet: zur Datenteilung und zur gemeinsamen Drohnenproduktion. Das Software-Startup Auterion und das ukrainische Unternehmen Airlogix planen bei München Langstreckendrohnen mit 1.000 bis 1.500 Kilometern Reichweite zu bauen. Diese können Ziele tief im russischen Hinterland treffen. Pistorius bezeichnete die Kooperation als Teil eines Zehn-Punkte-Plans für eine mindestens fünfjährige strategische Partnerschaft.
BMVg, HartpunktZum ArtikelDas Münchner Unternehmen Quantum Systems und die ukrainische Rüstungsfirma Frontline Robotics produzieren gemeinsam in Deutschland zehntausend Kampfdrohnen für die ukrainischen Streitkräfte. Das im Dezember 2025 gegründete Gemeinschaftsunternehmen Quantum Frontline Industries ist Teil des deutschen Regierungsprogramms 'Build with Ukraine', das 2026 mit zwei Milliarden Euro ausgestattet ist. Deutschland investiert 2026 insgesamt 11,5 Milliarden Euro in die Militärhilfe für die Ukraine, den höchsten Jahresbetrag aller westlicher Staaten. Verteidigungsminister Pistorius sieht das Modell als strategische Grundlage für den Aufbau gemeinsamer Rüstungskapazitäten zwischen EU-Staaten und der Ukraine.
Quantum Systems: First joint co-production of Ukrainian drones, ESUT: Build with Ukraine, neue Joint VenturesZum ArtikelPräsident Selenskyj hat das Kriegsrecht und die Mobilisierung formal bis zum 2. August 2026 verlängert. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un traf sich in Pjöngjang mit dem russischen Verteidigungsminister Andrej Belousow und betonte, Nordkorea unterstütze Russlands Kriegsführung in der Ukraine vorbehaltlos. Kim erklärte, das nordkoreanische Militär stehe an der Seite Russlands. Unterdessen meldete der ukrainische Generalstab für den 27. April 161 bewaffnete Zusammenstöße an der Front, die meisten davon im Raum Pokrowsk. Russische Kräfte drängten bei Petropavlivka in Richtung Slowjansk vor.
t-online Ukraine-Ticker, Euronews: Nordkorea Belousow, news.de Ukraine 27. AprilErstmals seit Kriegsbeginn hat eine ukrainische Drohne die Uralregion getroffen. Am 25. April schlug eine Drohne in einem Wohngebäude im Stadtzentrum von Jekaterinburg ein, rund 1.800 Kilometer tief in Russland. Gouverneur Denis Passler meldete sechs Verletzte. Das russische Verteidigungsministerium zählte in derselben Nacht 127 abgeschossene ukrainische Drohnen über 14 Regionen, von der Krim bis zu den Gebieten Swerdlowsk und Tscheljabinsk. Die Reichweite des Jekaterinburg-Angriffs übertrifft alle bisherigen ukrainischen Drohneneinsätze.
ZDF Heute, Pravda DEZum ArtikelBei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine sind am Sonntag mindestens drei Menschen getötet worden. In der Gemeinde Bilopillja in der Region Sumy im Nordosten wurden zwei Männer im Alter von 48 und 72 Jahren getötet. In Dnipro kam bei einem kombinierten Drohnen- und Raketenangriff auf Wohnhäuser eine weitere Person ums Leben, 14 weitere wurden verletzt, darunter ein neunjähriger Junge. Die Angriffe folgen auf den Massenbeschuss vom 25. April mit 666 Geschossen.
Deutschlandfunk, Radio Ennepe-RuhrDer ukrainische Geheimdienst SBU hat in der Nacht auf den 26. April eine der größten Einzeloperationen gegen die russische Schwarzmeerflotte in Sewastopol durchgeführt. Mindestens 71 Drohnen griffen die Hafenanlage und den Militärflughafen Belbek an. Nach ukrainischen Angaben wurden drei Kriegsschiffe beschädigt oder zerstört: die Großlandungsschiffe Jamal und Filschenkov sowie das Aufklärungsschiff Iwan Churs. Auf dem Militärflughafen Belbek wurde ein russisches Abfangjägerflugzeug MiG-31 zerstört. Russland meldete seinerseits, alle 71 Drohnen seien abgefangen worden; die dokumentierten Schäden an der Flotte widersprechen dieser Darstellung.
Euromaidan Press: Ukraine strikes Black Sea Fleet, Newsweek: Crimea Strike Destroys MiG-31, S-400, Daily Kos: Ukraine Invasion Day 1523Im Februar 2026 gewann die Ukraine zum ersten Mal seit dem Kursk-Vorstoß im Sommer 2024 netto mehr Territorium zurück als sie verlor. Das ISW bestätigte die Daten; im März verlor Russland weitere 31 Quadratkilometer netto bei gleichzeitig 35.351 Gefallenen in einem Monat, dem bisherigen Rekordwert. Aktuell versucht Russland westlich von Rodynske den letzten Versorgungskorridor ukrainischer Kräfte im Raum Pokrowsk zu kappen. Der EU-Kredit über 90 Milliarden Euro trat am 23. April in Kraft, nachdem die Ukraine zuvor die Druschba-Pipeline repariert und damit Orbáns Veto aufgelöst hatte.
Kyiv Independent, EU CouncilZum ArtikelIn der Nacht zum 25. April feuerte Russland 666 Drohnen und Raketen auf die Ukraine ab: 619 Drohnen und 47 Raketen, darunter 12 ballistische. Mindestens 7 Menschen kamen ums Leben, mindestens 57 wurden verletzt. In Dnipro wurden Wohngebäude getroffen und Großfeuer ausgelöst, auch Kyiv, Charkiw und Chernihiv meldeten Einschläge. Die ukrainische Luftverteidigung schoss 610 der 666 Geschosse ab, 56 trafen Ziele in 23 Ortschaften. Der Angriff ist der dritte Massenbeschuss in zehn Tagen und fällt in eine Phase, in der das US-Rüstungsprogramm PURL für die Ukraine seit März suspendiert ist.
Deutschlandfunk, tagesschau, Pravda.uaZum ArtikelFrankreich und Polen haben bei einem Gipfeltreffen in Danzig am 21. April ein gemeinsames Militärsatellitenprojekt vereinbart. Airbus, Thales Alenia Space und das polnische Unternehmen RADMOR entwickeln gemeinsam einen geostationären Militärkommunikationssatelliten mit abhörsicherer Technologie und Schutz vor Störangriffen. Das Projekt ist Teil der EU-Initiative 'Defence Readiness Roadmap 2030', die unter dem Programm 'Space Shield' eigenständige europäische Weltraumfähigkeiten aufbauen will. Hintergrund ist die im Ukrainekrieg sichtbar gewordene Abhängigkeit europäischer Streitkräfte von Elon Musks Starlink-Netzwerk. Die EU strebt mit dem IRIS2-Satellitennetz (290 Satelliten) bis 2030 eine breitere strategische Alternative an.
The Defense Post, Handelsblatt, Airbus PressemitteilungRussland hat in der Nacht zum 25. April eine großangelegte Angriffswelle gegen die Ukraine geflogen: Luftalarm galt in fast allen Landesteilen gleichzeitig, Raketen und Drohnen trafen Ziele in Kyiw, Charkiw und Dnipro. Nach ukrainischen Angaben kamen mindestens 18 Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt, zivile Infrastruktur einschließlich Eisenbahnlinien wurde beschädigt. Seit dem am Wochenende ausgerufenen Osterfrieden zählt der ukrainische Generalstab 2.299 russische Verstöße. Parallel tauschten beide Seiten je 193 Kriegsgefangene aus.
Deutschlandfunk, Deutschlandfunk, FAZ Live-TickerRussland und die Ukraine haben am 24. April ihren zweiten Gefangenenaustausch des Monats vollzogen: Je 193 Soldaten wurden freigelassen und an die eigene Seite übergeben. Der Austausch wurde von den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA vermittelt. Bereits am 11. April hatten beide Seiten je 175 Kriegsgefangene ausgetauscht. Die Übergaben finden unabhängig von politischen Verhandlungen statt und gehören zu den wenigen humanitären Vereinbarungen, auf die sich beide Seiten seit Kriegsbeginn regelmäßig einigen konnten.
Bloomberg, ZDF heuteDie EU-Außenminister haben am 21. April in Luxemburg entschieden, russischen Kriegsteilnehmern in der Ukraine dauerhaft die Einreise in den Schengenraum zu verweigern. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas soll bis zur Juni-Sitzung des Europäischen Rates einen Rechtsrahmen vorlegen. Das Verbot ist bewusst für die Nachkriegszeit konzipiert: Selbst bei einem Friedensabkommen würden die Veteranen gesperrt bleiben. Betroffen wären mehr als eine Million Russen, die seit 2022 Kriegsdienst in der Ukraine leisteten. Da das Vorhaben rechtlich unter Migrationsrecht fällt, genügt eine qualifizierte Mehrheit im Rat — ein Veto einzelner Länder ist ausgeschlossen.
EEAS: Kallas Pressekonferenz EU-Außenrat Luxemburg, Kyiv Post: EU Moves to Ban Russian War Veterans From EntryZum ArtikelIn der Nacht zum 24. April haben ukrainische Drohnen die Pumpstation Gorki im Gebiet Nischni Nowgorod getroffen, einen zentralen Knotenpunkt des russischen Pipelineoperators Transneft. Drei Öltanks wurden beschädigt, das Feuer erfasste eine Fläche von 20.000 Quadratmetern. Parallel griff die Ukraine die Raffinerie Nowokuibyschewsk im Gebiet Samara an, wobei ein Mensch ums Leben kam. Die Angriffe trafen Russlands Energieinfrastruktur wenige Tage nachdem Ungarn über die Druschba-Pipeline erstmals seit drei Monaten wieder Öl aus Russland erhalten hatte.
Finanznachrichten, BRF NachrichtenAuf dem informellen EU-Gipfel in Nikosia haben EU-Ratspräsident Costa, Kommissionspräsidentin von der Leyen und Selenskyj am 23. April die formale Eröffnung der ersten Beitrittsverhandlungscluster mit der Ukraine angekündigt. 22 Monate lang hatte Ungarns Viktor Orbán den Prozess blockiert, seit seiner Wahlniederlage am 12. April ist Budapest kein Hindernis mehr. Drei von sechs Themenbereichen sind zur Verhandlung bereit: Rechtsstaatlichkeit, Außenbeziehungen und Binnenmarkt. Die Ukraine strebt an, die Gespräche bis Ende 2028 abzuschließen und 2030 der EU beizutreten. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos erklärte, der Regierungswechsel in Budapest ermögliche nun die Eröffnung aller bisher blockierten Cluster.
Euronews: EU leaders meet in Cyprus, Europäischer Rat: Costa-Erklärung Zypern-GipfelZum ArtikelDer Rat der EU hat den 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine am 23. April formell bestätigt. Gleichzeitig verabschiedete die EU das 20. Sanktionspaket gegen Russland, das maritime Dienstleistungen für Öltanker und regionale russische Banken trifft. Ein ursprünglich geplantes generelles Transportverbot für russisches Öl wurde aus dem finalen Paket herausgenommen. Die erste Kredittranche soll im Mai 2026 an Kyjiw fließen.
ZEIT Online, EU-Kommission: 20. SanktionspaketZum ArtikelSieben Wochen Iran-Krieg haben die US-Streitkräfte fast die Hälfte ihrer Präzisionsraketen gekostet: 45 Prozent der Präzisionsangriffsraketen wurden verschossen, mehr als die Hälfte der THAAD- und Patriot-Abfangraketen. Das Pentagon schätzt die Wiederauffüllung auf vier bis fünf Jahre. Jetzt erwägt das Pentagon, 750 Millionen Dollar aus dem NATO-Hilfsprogramm PURL für die Ukraine abzuzweigen und zur Auffüllung der eigenen Bestände zu nutzen. Das Programm hatte seit Sommer 2025 rund 75 Prozent aller Patriot-Abwehrraketen der Ukraine geliefert und wurde bereits am 26. März suspendiert.
CSIS: Last Rounds? Status of Key Munitions at the Iran War Ceasefire, Washington Post: US considers redirecting Ukraine military aidZum ArtikelSonderermittler aus 18 Ländern haben in einem zweitägigen Hackathon in Den Haag 45 ukrainische Kinder identifiziert, die nach Russland oder Belarus verschleppt wurden. Die Fahndung nutzte Gesichtserkennung auf Basis von Elternfotos und Open-Source-Intelligence in russischen digitalen Quellen. Europol schätzt, dass seit Kriegsbeginn 2022 mehr als 19.500 Kinder aus besetzten ukrainischen Gebieten deportiert wurden. An dem Einsatz war der Internationale Strafgerichtshof beteiligt, gegen Russlands Präsidenten Putin liegt bereits ein ICC-Haftbefehl wegen der Kinderdeportationen vor. Die nächste Fahndungsrunde ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Euronews: Europol Hackathon 45 Kinder, Watson: Europol findet 45 KinderZum ArtikelDie EU-Botschafter haben am 22. April den 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine einstimmig beschlossen. Viktor Orbán hob sein viermonatiges Veto auf, nachdem die Ukraine die beschädigte Druschba-Pipeline reparierte und der Ölfluss nach Ungarn um 12:35 Uhr Ortszeit wieder aufgenommen wurde. Das Tauschgeschäft – Öl gegen Geld – illustriert, wie die EU das Einstimmigkeitsprinzip durch bilaterale Arrangements faktisch überwindet. Russland antwortete seinerseits mit einem Druckmittel: Ab 1. Mai stoppt Moskau den Transit kasachischen Öls durch die nördliche Druschba nach Deutschland. Erste Auszahlungen an die Ukraine werden für Mai oder Juni erwartet.
SRF: Orbán gibt Blockade auf, Tagesspiegel: EU entscheidet heuteZum ArtikelDer 90-Milliarden-Euro-EU-Kredit für die Ukraine steckt in einem Hühner-Ei-Problem zwischen Budapest und Kiew. Ungarn verlangt unter Amtsinhaber Orbán und seinem Nachfolger Péter Magyar die gleiche Bedingung: Erst wenn die Druschba-Pipeline wieder russisches Öl liefert, fällt das Veto. Die Ukraine erklärte sich bereit, die Lieferungen sofort wieder aufzunehmen, knüpft das aber an die vorherige Kreditfreigabe. Die EU will noch am Mittwoch (22. April) im Rat abstimmen lassen. Selenskyj kündigte an, die Reparatur der Pipeline sei bis Ende April möglich.
Bloomberg: Ungarn stimmt zu wenn Öl fließt, SWI: EU erwartet bis Mittwoch Ende von Druschba-KonfliktZum ArtikelDas Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter Sergej Netschajew einbestellt, nachdem das russische Verteidigungsministerium eine Liste möglicher militärischer Ziele in Europa veröffentlicht hatte. Darin sind drei deutsche Unternehmen namentlich genannt: der Motorenhersteller 3W Professional in Hanau, die Luftfrachtfirma Airlogistics Germany in München und ein Tochterunternehmen des Rüstungskonzerns Destinus. Deutschland lasse sich nicht einschüchtern, erklärte das Auswärtige Amt, die Drohungen seien vollkommen inakzeptabel. Dmitri Medwedew ergänzte: Wann die Angriffe Realität werden, hänge davon ab, wie es weitergehe.
Tagesspiegel, HandelsblattInternationale Ermittler haben im Rahmen einer zweitägigen Konferenz in Den Haag 45 mutmaßlich von Russland verschleppte ukrainische Kinder digital aufgespürt. Sonderermittler aus 18 Ländern nutzten Gesichtserkennung anhand von Elternfotos und rekonstruierten Transportrouten sowie beteiligte Militäreinheiten. Die Kinder wurden bislang nicht physisch befreit, die Informationen gingen an ukrainische Behörden. Seit Kriegsbeginn wurden laut Europol über 19.500 ukrainische Kinder verschleppt, teils in russischen Familien adoptiert, teils in Lagern untergebracht. Der Internationale Strafgerichtshof hat wegen der Verschleppungen Haftbefehle gegen Putin und die russische Kinderrechtsbeauftragte Lwowa-Belowa erlassen.
Tagesspiegel, WatsonDas deutsch-ukrainische Rüstungspaket aus Berlin ist in seiner Zusammensetzung konkretisiert worden. Kernstücke sind mehrere hundert Patriot-Raketen (Raytheon), 36 neue IRIS-T-Startsysteme (Diehl Defence) und ein Joint Venture zur Produktion von 5.000 KI-gestützten Kampfdrohnen der Typen Anubis und Seth-X. Hinzu kommen 300 Millionen Euro für Langstreckenwaffen und ein Verbindungsbüro der ukrainischen Rüstungsindustrie in Berlin. Das Gesamtvolumen des Pakets beträgt nach ukrainischen Angaben vier Milliarden Euro.
Defence Express, Berliner Zeitung, Bundesministerium für VerteidigungZum ArtikelRussische Streitkräfte haben am Donnerstag massive Luftangriffe auf ukrainische Städte geflogen. Mindestens 18 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Russland bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf die europäischen Rüstungszusagen an Kiew. Selenskyj hielt sich in der Hauptstadt auf, als Wohnhäuser und ein Hotel getroffen wurden. Gleichzeitig meldete die Ukraine die Zerstörung eines seltenen russischen Spezialfahrzeugs durch einen gezielten Drohnentreffer, der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
Ein ukrainischer Leopard 1A5 der 5. Schweren Mechanisierten Brigade hat an einem einzigen Tag 52 Treffer durch russische FPV-Drohnen und Molnija-Kampfdrohnen überstanden, ohne zerstört zu werden. Möglich machte das ein mehrschichtiges Schutzsystem aus Anti-Drohnenkäfig auf dem Turm, seitlichen Maschendrahtnetzen, reaktiver Panzerung und Stahlkabeln zum Brechen von Drohnenpropellern. Die Besatzung rüstete zusätzliche Kameras nach, um das durch die Käfige eingeschränkte Sichtfeld zu kompensieren. Der Bericht des ukrainischen Militärs führt das Überleben auf die kombinierte Wirkung der Schutzschichten zurück, nicht auf eine einzelne Komponente.
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Selenskyj erstmals in der Geschichte eine feindliche Stellung ohne einen einzigen Soldaten eingenommen. Drohnen übernahmen Aufklärung und Angriff, Bodenroboter marschierten in die russische Position ein. Die Einnahme verlief verlustfrei, einige russische Soldaten ergaben sich dem Bodenroboter. Die Zahl ukrainischer Militäreinheiten mit Bodenrobotern ist binnen vier Monaten von 67 auf 167 gestiegen, Drohnen sind laut Selenskyj für rund 90 Prozent der russischen Verluste an der Front verantwortlich.
Zum ArtikelDas in Berlin vereinbarte Verteidigungspaket hat ein Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro. Deutschland finanziert mehrere hundert Patriot-Raketen des US-Konzerns Raytheon sowie 36 zusätzliche Startsysteme für das Luftabwehrsystem IRIS-T von Diehl Defence. Für weitreichende Waffen sind 300 Millionen Euro vorgesehen. Ein gemeinsames Joint Venture soll in einer ersten Phase 5.000 KI-gestützte Mittel- und Langstreckendrohnen an die ukrainischen Streitkräfte liefern. Merz bezeichnete Deutschland als wichtigsten bilateralen Partner der Ukraine im Jahr 2026.
Bei den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit mehr als zwanzig Jahren haben Bundeskanzler Merz und Präsident Selenskyj eine strategische Partnerschaft vereinbart. Unterzeichnet wurden eine Verteidigungskooperationsvereinbarung und eine Absichtserklärung zum industriellen Wiederaufbau. Kern ist eine gemeinsame Drohnenproduktion: Die Ukraine baut bereits doppelt so viele Drohnen wie sie selbst verbraucht und soll künftig auch europäische Streitkräfte ausrüsten. Parallel drängt Merz auf die Freigabe des von Ungarn blockierten EU-Kredits über 90 Milliarden Euro für Kiew, dessen Aussichten sich nach Orbáns Wahlniederlage am 9. April deutlich verbessert haben.
Zum ArtikelDie 32-stündige Osterwaffenruhe ist um Mitternacht regulär ausgelaufen. Der ukrainische Generalstab dokumentierte 2.299 russische Verstöße, darunter 747 Kamikaze-Drohnenangriffe, 1.045 weitere Drohnenattacken, 479 Artilleriebeschüsse und 28 Sturmangriffe. Das russische Verteidigungsministerium zählte seinerseits 1.971 ukrainische Brüche. Trotz der hohen Zahl an Einzelverstößen blieb die Nacht vergleichsweise ruhig: Weder Raketenschläge noch Gleitbomben kamen zum Einsatz, was Zerstörung und Opferzahlen deutlich unter dem üblichen Kriegsniveau hielt. Überschattet wird die Bilanz vom Vorwurf, russische Soldaten hätten vier ukrainische Kriegsgefangene in der Oblast Charkiw erschossen.
Die Osterwaffenruhe war am Sonntagmittag formal noch in Kraft, doch die gegenseitigen Vorwürfe häuften sich. Russland beschuldigte die Ukraine, die Stadt Nowa Kachowka angegriffen und einen Zivilisten verletzt zu haben. Der ukrainische Generalstab hatte in den ersten Stunden bereits 469 russische Verstöße registriert, mehrere Medien berichteten bis zum Mittag von hunderten weiteren Brüchen. Selenskyj erklärte, die Ukraine werde auf jeden Angriff antworten, die Feuerpause jedoch nicht formell aufkündigen. Sie lief nach Moskauer Zeit am Ende des Ostersonntags aus.
Der ukrainische Generalstab dokumentierte in den ersten Stunden der Osterwaffenruhe 469 russische Verstöße. Darunter waren 22 Erstürmungsversuche an der Frontlinie, 153 Artilleriebeschüsse, 19 Kamikaze-Drohnenangriffe und 275 FPV-Drohneneinsätze. Russlands Verteidigungsministerium wies die Angaben zurück und beschuldigte seinerseits die Ukraine des Waffenruhebruchs. Selenskyj behielt sich das Recht zur Gegenwehr vor, wollte die Pause aber nicht formell aufkündigen. Ob die vereinbarten 32 Stunden bis zum Ende des Ostersonntags Bestand haben würden, blieb damit offen.
Russland und die Ukraine haben im Rahmen der 32-stündigen Osterwaffenruhe je 175 Kriegsgefangene ausgetauscht. Es ist der bislang größte Gefangenenaustausch seit Monaten. Präsident Selenskyj warnte zugleich vor möglichen Verstößen und erklärte, Kiew behalte sich das Recht zur Reaktion auf russische Angriffe ausdrücklich vor. Russische Drohnen flogen in der Nacht weiterhin über ukrainisches Gebiet, was die Ukraine als Bruch der vereinbarten Pause wertet. Die Waffenruhe läuft bis zum Ende des Ostersonntags am 12. April.
Präsident Putin hat für das orthodoxe Osterwochenende eine 32-stündige Feuerpause ausgerufen, Selenskyj kündigte an, entsprechend zu handeln. Die Pause gilt ab Samstag 16 Uhr Ortszeit bis zum Ende des Ostersonntags. Noch während die Ankündigung lief, flogen russische Schahed-Drohnen über der Ukraine, Luftalarm herrschte landesweit. Zum Osterfest 2025 hatte Kiew 4.900 Verstöße gegen eine vergleichbare Feuerpause dokumentiert. Selenskyj forderte parallel eine 30-tägige Waffenruhe als Anschluss an die Osterpause.
Zum ArtikelUkrainische Drohnen haben in wenigen Tagen rund 40 Prozent der russischen Ölexportkapazität lahmgelegt. Getroffen wurden unter anderem die Pumpstation Krymsk im Krasnodar Krai und das Terminal Sheskharis in Noworossijsk, Russlands größtem Schwarzmeer-Exporthafen mit einer Tageskapazität von 700.000 Barrel. Nach Reuters-Angaben ist es die schwerste Störung der russischen Ölversorgung seit Beginn der Invasion 2022. Die Ukraine zielt gezielt auf den Flaschenhals der Exportkette: Terminals und Pumpstationen, die schwerer zu schützen sind als Raffinerien. Russlands Staatshaushalt hängt zu mehr als 30 Prozent von Rohstoffexporten ab.
Zum ArtikelWolodymyr Selenskyj hat als erstes europäisches Staatsoberhaupt seit dem Sturz Assads Damaskus besucht. Der ukrainische Präsident wurde von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa empfangen, begleitet wurde er vom türkischen Außenminister Hakan Fidan. Vereinbart wurden Sicherheitskooperationen, darunter Verhandlungen über die Ausbildung der neuen syrischen Armee durch Ukraine und Türkei. Zwei ehemalige russische Militärbasen in Syrien sollen in Ausbildungseinrichtungen umgewandelt werden. Der Besuch zielt direkt auf russische Interessen in der Region, Moskau verliert damit weiter an Einfluss im östlichen Mittelmeer.
Zum ArtikelNach der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran drängt Moskau auf eine Wiederaufnahme der trilateralen Ukraine-Gespräche. Kremlsprecher Peskow erklärte, man hoffe, amerikanische Vertreter fänden bald wieder Zeit für Treffen im Dreierformat. Die Verhandlungen hatten im Januar 2026 in Abu Dhabi begonnen, wurden aber im März wegen des Iran-Krieges ausgesetzt. Der Kreml will das entstehende diplomatische Zeitfenster nutzen, obwohl strukturelle Streitpunkte ungelöst bleiben: Russland fordert unverändert den Rückzug ukrainischer Truppen aus nicht besetzten Teilen des Donbass, was Kiew kategorisch ablehnt.
Zum Artikel